CH342618A - Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter, Spulen oder dergleichen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter, Spulen oder dergleichen

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CH342618A
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polyester
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acid
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C Botts John
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Westinghouse Electric Corp
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Description


  Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter, Spulen oder dergleichen    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her  stellung isolierter elektrischer Leiter, Spulen oder  dergleichen unter Anwendung von ein polymeres  Harz ergebenden Stoffen.    Eine Mischung von harzbildenden Stoffen ist  beispielsweise in der amerikanischen Patentschrift  Nr. 2656290 beschrieben. Sie besteht aus einem Poly  ester und einem reaktionsfähigen     Monomer,    welche  Stoffe nach Zusatz eines     Polymerisationskatalysators          copolymerisiert    werden. Dabei ist das     Monomer    vor  zugsweise so beschaffen, dass es den Polyester teil  weise oder ganz löst.

   In der genannten Patentschrift  ist auch ein Verfahren zur Herstellung isolierter Leiter,  Spulen oder dergleichen beschrieben. Es besteht darin,  dass die elektrischen Leiter mit Streifen von Glimmer  bahnen umhüllt werden, wobei die     Glimmerschuppen     mit einer Tragschicht oder -schichten durch ein Poly  esterharz verbunden sind.

   Der so eingehüllte Leiter  wird dann mit dem vollständig     polymerisierbaren,          katalysatorhaltigen    Gemisch aus Polyester und Mono  met getränkt, und dann wird, vorzugsweise unter  Anwendung von Hitze, dieses Gemisch     copolymeri-          siert.    Dabei vernetzt es und ergibt zusammen mit der       Glimmerisolation    eine hervorragende, feuchtigkeits  beständige, thermisch stabile, auch bei hohen Be  triebstemperaturen nicht mehr erweichende Isolation  mit noch andern günstigen Eigenschaften. Nun hat  aber ein solches Harzgemisch eine gewisse Viskosität,  z.

   B. 7 bis 100     Centipoise.    Seine     Eindringfähigkeit    in  die feste Isolation ist deshalb etwas beschränkt. Es  kann aber doch ungefähr 30 Lagen     Glimmerband     durchdringen, benötigt aber dazu entsprechend lange  Zeit. Das obengenannte Isolationsgemisch ist nur  beschränkt lagerfähig. Es neigt zum Gelieren oder  Aushärten, wenn es nicht wiederholt unter Kühlung  umgerührt wird.    Gemäss der Erfindung gelingt es nun, eine raschere  und tiefere Imprägnierung -zu erzielen unter Ver  wendung von Stoffen, die lange lagerfähig sind und  auch bei etwas höheren Temperaturen nicht gelieren  oder aushärten. Insbesondere ist es möglich, 50 und  mehr Lagen von     Glimmerbahnhüllen    verhältnis  mässig rasch zu imprägnieren.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung  isolierter elektrischer Leiter, Spulen oder dergleichen  unter Verwendung von     Hüllbahnen    und zwei mit  einander mischbaren Flüssigkeiten, deren Gemisch  sich vollständig zu einem festen, harten Harz poly  merisieren lässt, und wovon die eine viskos und die  andere dünnflüssig ist, ist dadurch gekennzeichnet,  dass die     Hüllbahnen    vor der Umhüllung des Leiters  bzw. der Spule und dergleichen mit der viskosen  Komponente behandelt und das Ganze nach dem  Aufbringen der Umhüllung mit der flüssigen Kompo  nente getränkt und     anschliessend    durch     Polymerisation     gehärtet wird. Als viskose Komponente kann z. B.  ein Polyester und als dünnflüssige Komponente z. B.

    ein reaktionsfähiges Monomet verwendet werden.  Als     Hüllbahnen    kommen vor allem solche in Betracht,  die Glimmer enthalten. Die Behandlung der Bahnen  und Bänder mit der viskoseren Komponente kann,  wie bekannt, in der Weise geschehen, dass man mittels  dieser Komponente     Glimmerschuppen    oder der  gleichen auf oder zwischen solche flächenhafte Ge  bilde klebt.  



  Eine bevorzugte Ausführungsart der Erfindung  besteht darin, dass man elektrische Leiter mit Bahnen  umhüllt, die aus     flächenhaften    Gebilden mit auf  geklebten     Glimmerschuppen    bestehen, wobei als  Kleber wenigstens ein ungesättigter Polyester ver  wendet ist. Anschliessend wird der eingehüllte Leiter  mit einem flüssigen ungesättigten reaktionsfähigen  Monomet, das die Gruppe    
EMI0002.0001     
    enthält, getränkt. Dieses     Monomer    ist mit dem un  gesättigten Polyester mischbar und durchdringt ohne  Schwierigkeiten die Hüllen des Leiters und bildet mit  dem Polyester ein vollständig     polymerisierbares    Ge  misch, das alle Zwischenräume und Spalten des um  hüllten Leiters ausfüllt.

   Anschliessend wird der so  imprägnierte Leiter erhitzt, so dass das Gemisch zu  einem festen; harten Harz polymerisiert. Diese     Poly-          merisation    wird am besten in Gegenwart eines für  die     Additionspolymerisation    geeigneten Katalysators  durchgeführt, der der genannten Zusammensetzung  beigemischt wird.  



  Der wesentliche Unterschied des Verfahrens ge  mäss der Erfindung gegenüber dem Verfahren nach  der obengenannten Patentschrift besteht somit darin,  dass zwei Komponenten nacheinander eingeführt  werden -und zwar die weniger viskose an letzter Stelle.  



  Der ungesättigte Polyester, wie er beispielsweise  als     Glimmerbinder    verwendet wird, kann in der üb  lichen Weise durch     Veresterung    eines mehrwertigen  Alkohols, der keine andern reaktionsfähigen Gruppen  als die     Oxygruppen    enthält, mit einem     Moläquivalent     wenigstens einer     äthylenisch    ungesättigten     a,ss-Di-          carbonsäure    oder dem     Anhydrid.    einer solchen her  gestellt werden. Als     äthylenisch    ungesättigte     a,ss-Di-          carbonsäuren    bzw.     -anhydride    kommen z.

   B. in Be  tracht:     Malein-,        Fumarsäure,        Maleinsäureanhydrid,          Monochlormaleinsäure,        Itaconsäure,        Itaconsäurean-          hydrid,        Citraconsäure    und     Citraconsäureanhydrid.     Bei der Herstellung des Polyesters kann die ungesät  tigte Säurekomponente bis zu 95% ihres Gewichtes  ersetzt werden durch eine oder mehrere gesättigte       Dicarbonsäuren,

      die 2 bis 10     Kohlenstoffatome    pro  Molekül enthalten und bei denen die     Carboxyl-          gruppen    an dem Ende der Ketten sitzen und keine  andern reaktiven Gruppen vorhanden sind. Beispiele  für solche Säuren sind Bernsteinsäure,     Adipinsäure,          Sebacinsäure;    ferner ist z. B. auch     Phthalsäureanhy-          drid    geeignet.  



  Die mehrwertigen Alkohole, welche für den oben  genannten Zweck geeignet sind, können     aliphatische     Alkohole sein, die keine andern reaktionsfähigen Grup  pen als     Oxygruppen    enthalten, so z. B.     Äthylenglykol;          Glycerin,        Pentaerythrit,        Propylenglykol,        Diäthylengly-          kol,        1,5-Pentandiol    und     Triäthylenglykol.    Es können  auch Gemische von mehrwertigen Alkoholen verwendet  werden.

   Auch kann man- mitunter     Epoxyde    anstelle  von Glykolen verwenden; etwa zusammen. mit     Di-          carbonsäuren.     



  Auch kann Rizinusöl zusammen mit     Malein-          säureanhydrid    verwendet werden. Der mehrwertige  Alkohol sollte in- bezug auf den Gesamtbetrag der.  Säurekomponenten in einer einem Maläquivalent       :L    10% entsprechenden Menge verwendet werden.  



  Die Polyester können in der Weise hergestellt  werden, dass man die Säurekomponente und-den mehr  wertigen Alkohol in der bei der     Veresterung        üblichen       Weise umsetzt. So kann man z. B. die Säurekompo  nenten und den Alkohol unter     Rückfluss    in Gegen  wart eines     Veresterungskatalysators,    wie Salzsäure,  Schwefelsäure,     Benzolsulfonsäure    und dergleichen,  erhitzen. Bei der Entfernung des Wassers, das sich  während der Reaktion abscheidet, kann man zwecks  Erhöhung des     Veresterungsgrades    eine     azeotrope     Destillation verwenden, indem man z.

   B. die Umset  zung in Gegenwart einer flüchtigen organischen  Flüssigkeit, wie     Toluol,        Xylol    oder dergleichen, durch  führt. Die biegsamen     flächenhaften    Gebilde, die für  die Herstellung von     Glimmerbändern    oder -bahnen  benutzt werden können, können z. B. aus Reispapier  oder     überkalandertem        Hanfpapier    bestehen. Solche  Papiere gibt es herunter bis zu Stärken von     25,u.          Doch-    kann man auch     Glasfasergewebe,    Asbest  gewebe, Asbestpapier, Baumwollgewebe verwenden.

    Das Asbestpapier kann aus wie üblich verarbeitetem  Asbest mit geringen Zusätzen von     Cellulosefasern     bestehen, oder man kann den Asbestfasern in der  Kugelmühle extrem fein zermahlenen Asbest zugeben,  der häufig  mikrofeiner Asbest  genannt wird. Auch  synthetische Harze kann man entweder in Form von  Folien oder Geweben verwenden, so z. B.     Nylon-          gewebe    oder Nylonfilme oder Gewebe aus Fasern,  die aus linearen     Polymethylenterphthalatpolymeren     bestehen, wie in der amerikanischen Patentschrift  Nr. 2465319 beschrieben ist.

   Als Tragbahn für die       Glimmerschuppen    kann man aber auch Folien aus  andern synthetischen Harzen, wie aus     Acetylcellulose-          linters    oder Polyäthylen, verwenden.  



  Bei der Herstellung der     Glimmerbahnen    werden  die     Glimmerschuppen,        -flocken    oder dergleichen z. B.  auf eine fortbewegte Bahn aus einem der genannten  Materialien aufgestreut, und der Polyester wird dann  durch Tropfen, Sprühen, Bürsten oder dergleichen  darauf verteilt. Die Dicke der     Glimmerschicht    kann  nach Bedarf gewählt werden. So kann man bei Hoch  spannungsisolation auf eine Tragbahn von     25,u     Stärke eine 75 bis     250,u    starke Lage von Glimmer  schuppen aufbringen, wobei hervorragende Ergebnisse  erzielt werden. Je nach Bedarf kann man auf diese       Glimmerlage    eine ebenfalls biegsame Deckschicht  aufbringen.

   Die untere und die obere Deckschicht  brauchen dabei nicht aus dem gleichen Stoff zu be  stehen. So kann z. B. die untere Schicht aus Papier,  die obere aus Asbestpapier, Asbest- oder Glasfaser  gewebe bestehen. Hervorragende Ergebnisse erzielt  man, wenn man für die eine Lage     Glasfaserpapier     und für die andere Glasgewebe verwendet. Um bei  dem Aufwickeln der Rollen ein Zusammenkleben zu  verhüten, kann man  Cellophan  (Markenprodukt)  einlegen. Auf diese Weise hergestellte Glimmer  bahnen und -streifen sind dauernd biegsam und altern,  härten und verschlechtern sich nicht, auch wenn sie  bei verhältnismässig hohen oder tiefen Temperaturen  längere Zeit lagern.  



  Für- Hochspannungsisolationen beträgt der Anteil  des Polyesters vorzugsweise etwa     25 ;ö,    aber nicht  mehr als 35% vom Gewicht des Verbundstoffes,      beispielsweise der     Glimmerbahn.    Auffallend gute Iso  lationseigenschaften erhält man, wenn der Polyester  anteil 7 bis     13 /o    ausmacht.

   Besonders zu empfehlen  ist eine     Glimmerbahn    oder ein     Glimmerband,    bei  dem zwischen zwei je     25,u    dicken Glasgewebe- und       Glaspapierbahnen    eine 75 bis     125,u    dicke Glimmer  schicht aus     Glimmerschuppen    mit etwa 25 mm Durch  messer angeordnet ist und das Polyesterharz 7 bis  13  des Gesamtgewichtes ausmacht. Solche Bahnen  fühlen sich trocken an und erscheinen auch so; nichts  destoweniger verbinden sie sich sehr gut miteinander  und haben eine grosse Festigkeit, und man kann sie  stramm um die elektrische Leiter herumwickeln, ohne  dass     Glimmerschuppen    herausfallen.

   Man kann für  solche Bahnen     Glimmerschuppen    mit einer Durch  schnittsfläche von 65     cm2    und solche mit einer Durch  schnittsfläche von 1     cm2    und weniger verwenden.  



  Als     Monomere    mit der Gruppe  
EMI0003.0014     
    eignen sich     Monostyrol,        Vinyltoluol,        a-Methylstyrol,          2,4-Dichlor-styrol,        p-Methyl-styrol,        Vinylacetat,        Me-          thylmethacrylat,        Äthylacrylat,        Diallylphthalat,        Dial-          lylsuccinat,        Diallylmaleinat,        Allylalkohol,        Methallyl-          alkohol,

          Acrylnitril,        Methylvinylketon,        Diallyläther,          Vinylidenchlorid,        Butylmethacrylat,        Allylacrylat,        Al-          lylcrotonat,        1,3-Chloropren    und     Divinylbenzol    und  Gemische von zwei oder mehr solcher Stoffe.  



  Bevorzugt werden     Monomere,    die eine Viskosität  bei 25 C von 1     Centipoise    oder weniger haben, wie       Monostyrol,        Methylmethacrylat    und     Vinyltoluol,    weil  diese Stoffe rasch auch verhältnismässig viele Schich  ten, beispielsweise 50 oder mehr, der     Glimmerbahn-          hüllen    durchdringen.

   Handelt es sich aber nur um  wenige     Glimmerbahnschichten,    so kann man auch       Monomere    mit höherer Viskosität, wie     Diallylphtha-          lat,    verwenden, das eine Viskosität von 12     Centipoise     hat.  



  Besonders befriedigende Ergebnisse erzielt man,  wenn man wenigstens einen für die     Additionspoly-          merisation    geeigneten Katalysator mit dem dünn  flüssigen ungesättigten     Monomer    vermischt.

   Als  solche Katalysatoren kommen in Betracht:     Benzoyl-          peroxyd,        Laurylperoxyd,        Methyläthylketonperoxyd,          t-Butylhydroperoxyd,        Ascaridol,        t-Butylperbenzoat,          Di-t-butyldiperphthalat,        Ozonide    und ähnliche Kataly  satoren in einer Menge von 0,1 bis     2 /p    (Gewicht),  bezogen auf das Gesamtgewicht der Imprägnier  flüssigkeit. Doch können auch etwas grössere oder  kleinere Mengen verwendet werden.

   Auch kann man       Polymerisationsbeschleuniger    wie     Kobaltnaphthenat     und     Azomethin    beimischen.    <I>Beispiel 1</I>    Eine aus einer Vielzahl von Leiterwindungen be  stehende Spule wird mit     Glimmerbahn    oder -band  umhüllt, wie es oben beschrieben ist. Das Glimmer  band kann überlappend oder anstossend oder in ande  rer Weise gewickelt werden. Im allgemeinen wird man    die Spule mit einer Vielzahl von Lagen, also beispiels  weise 12 oder mehr, einhüllen.  



  Die so vorbereitete und umhüllte Spule wird dann  in einen Imprägnierbehälter gebracht und in der  üblichen Weise durch Anwendung von Hitze und  Vakuum getrocknet, um alle Feuchtigkeit, Luft und  andere unerwünschte     flüchtige    Stoffe zu entfernen.  Hierauf wird die     Imprägnierflüssigkeit,    die wie er  wähnt, aus     flüssigem,        ungesättigtem,    reaktionsfähigem       Monomer    und Katalysator besteht, in den Behälter  eingebracht, bis die Spule ganz untertaucht.  



  Dann wird unter Druck Luft, Kohlensäure,  Stickstoff oder ein anderes     inertes    Gas eingeleitet,  damit die     Imprägnierflüssigkeit    tiefer in die ein  gehüllte Spule eindringt und sich mit dem Polyester  harz gut durchmischt, so, dass sich ein vollkommen       polymerisierbares    Gemisch ergibt, das alle Spalte und  Zwischenräume der eingehüllten Spule ausfüllt. 10  Minuten Druckanwendung reichen im allgemeinen  für die vollkommene Imprägnierung kleiner Spulen  aus. Die grössten Spulen und Wicklungen können  eine Imprägnierzeit bis zu mehreren Stunden er  fordern.

   Wenn auch die Vakuumimprägnierung die  besten Ergebnisse erzielt, so kann man doch auch  andere, mit offenen Gefässen arbeitende     Tränk-          methoden    verwenden.  



  Die imprägnierte, aber noch     ungehärtete    Spule  wird dann aus dem Behälter genommen, kurz getrock  net und dann einem     Härteprozess    unterworfen. Ge  gebenenfalls kann man die Spule mit einer dichten  Hülle umgeben, um während der Härtezeit ein Ent  weichen der     Tränkflüssigkeit    zu verhüten. Vorzugs  weise härtet man die Spulen in einer angepassten  Härtepresse, die mit Heizelementen, also beispiels  weise mit elektrischen Heizwiderständen, Heisswasser  rohren oder dergleichen, versehen ist. In der     Press-          form    wird die Spule durch Hitze,     aktinisches    Licht  oder durch beide Methoden gehärtet, bis das Harz  in den festen Endzustand übergeht.

   Man kann aber  auch die imprägnierten Spulen in einem Ofen bei  Temperaturen über 80 C, also     beipielsweise    bis zu  135 C, backen.  



  Für den vorliegenden Zweck geeignete Polyester  lassen sich wie folgt herstellen (die     Teile    und Prozent  sätze beziehen sich auf das Gewicht, wenn nichts  anderes angegeben ist)  a) Ein Gemisch von 44     Molprozent        Adipinsäure     und 6     Molprozent        Fumarsäure    wird kombiniert mit  50     Molprozent        Propylenglykol    und durch etwa     4-          stündiges    Erhitzen auf 140 C in einem Reaktions  gefäss, durch das Kohlensäure hindurchgeleitet wird,  umgesetzt. Dann wird die Temperatur 4 Stunden auf  220 C gehalten, und diese Wärmebehandlung wird  noch zusätzlich 8 Stunden fortgesetzt.

   Man erhält  einen sirupartigen Polyester.  



  b) Wie unter a) wird ein Polyester aus 10     Molpro-          zent        Maleinsäureanhydrid,    40     Molprozent        Adipin-          säure    und 50     Molprozent        Diäthylenglykol    hergestellt.  



  c) Wie unter a) wird ein sirupartiger Polyester her  gestellt, indem man 30     Molprozent        Sebacinsäure,    20           Molprozent        Maleinsäureanhydrid    und 50     Molprozent          Diäthylenglykol    umsetzt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Ein     Hochspannungskupferleiter    wird mit     Glim-          merband    umwickelt, wobei die     Glimmerschuppen     zwischen zwei Bahnen von     Glasfaserpapier    und Glas  gewebe liegen und durch 10% des Gesamtgewichtes  eines Polyesterharzes verklebt sind, das nach a) her  gestellt ist. Der umwickelte Leiter wird in ein Im  prägniergefäss gebracht und einer Hitzetrocknung  und einem Vakuum ausgesetzt, um alle Feuchtigkeit,  Luft und andere unerwünschte     flüchtige    Stoffe zu  entfernen.

   Eine     Imprägnierflüssigkeit    aus 99,5%       Methylmethacrylat    und 0,5%     Benzoylperoxyd    wird  in den Tank eingefüllt, bis der bewickelte Leiter voll  ständig untertaucht. Dann wird atmosphärische Luft  unter Druck eingeblasen, damit die Imprägnier  flüssigkeit tief in die Bandumhüllungen eindringt und  sich mit dem Polyesterharz zu einem vollkommenen       polymerisierbaren    Gemisch vereinigt. Der so behan  delte Leiter wird dann aus dem Tank genommen und  erhitzt, um diese Zusammensetzung in den festen  Zustand überzuführen.

   Die so hergestellte Isolation  hat folgende Leistungsfaktoren:  
EMI0004.0015     
  
    %Leistungsfaktor
<tb>  2 <SEP> kV <SEP> 5 <SEP> kV <SEP> 10 <SEP> kV <SEP> 16 <SEP> kV
<tb>  25'C <SEP> 120=C <SEP> 25 C <SEP> 120 C <SEP> 25'C <SEP> 120"C <SEP> 25<B>0</B>C <SEP> 120<B>0</B>C
<tb>  4,2 <SEP> 9,5 <SEP> 4,6 <SEP> 9,9 <SEP> 6,7 <SEP> 13,5 <SEP> 10,1 <SEP> 16,7       Die Isolation hält 55     kV    1 Minute lang aus und  hat eine Zugfestigkeit von etwa 410 kg pro     cm2    und  eine Dehnung von etwa 0,95% bei 100 C.  



  <I>Beispiel 3</I>  Bei einem nach Beispiel 2 behandelten Kupfer  leiter, bei dem als     Glimmerbinder    wieder ein Poly  esterharz nach a) verwendet wird, wird als     Monomer     ein Gemisch von 99,5%     Monostyrol    und 0,5%     Ben-          zoylperoxyd    verwendet, und zwar in einem Betrag, der  gleich ist dem Vierfachen des Polyestergemisches.

   Die  gehärtete Isolation hat folgende Leistungsfaktoren:  
EMI0004.0023     
  
    %-Leistungsfaktor
<tb>  2 <SEP> kV <SEP> 5kv <SEP> <B>10 <SEP> kV</B> <SEP> 16 <SEP> kV
<tb>  25 C <SEP> 120 C <SEP> 25 C <SEP> 120 C <SEP> 25 C <SEP> 120 C <SEP> 25 C <SEP> 120 C
<tb>  1,8 <SEP> 13,1 <SEP> 2,0 <SEP> 13,6 <SEP> 3,3 <SEP> 14,9 <SEP> 4,5 <SEP> 16,1       Die Isolation hält 70     kV    1 Minute lang aus und  hat eine Zugfestigkeit von etwa 240 kg pro     cm2    und  eine Dehnung von 0,77% bei 100 C.  



  Als besonderer Vorteil ist hervorzuheben, dass die       katalysatorhaltige        monomere        Imprägnierflüssigkeit     lange Zeit bei Raumtemperatur lagerfähig ist, während  die früher verwendeten     Imprägnierflüssigkeiten,    die  aus einem Gemisch von Polyester und     Monomer    be  standen, unter Kühlung gelagert werden mussten,    um ein vorzeitiges Gelieren zu verhüten. Ferner  dringt die Imprägnierflüssigkeit viel rascher und tiefer  ein. Sie kann z. B. 50 Lagen     Glimmerband    durch  dringen, wodurch z. B. die Herstellung von gewickel  ten Isolatoren, wie sie beispielsweise in der amerika  nischen Patentschrift Nr. 2669601 beschrieben ist,  wesentlich erleichtert wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung isolierter elektrischer Leiter, Spulen oder dergleichen unter Verwendung von Hüllbahnen und zwei miteinander mischbaren Flüssigkeiten, deren Gemisch sich vollständig zu einem festen harten Harz polymerisieren lässt und wovon die eine viskos und die andere dünnflüssig ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllbahnen vor der Umhüllung des Leiters bzw. der Spule oder der gleichen mit der viskosen Komponente behandelt und das Ganze nach dem Aufbringen der Umhüllung mit der flüssigen Komponente getränkt und anschliessend durch Polymerisation gehärtet wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als viskose Komponente ein Poly ester und als dünnflüssige Komponente ein reaktions fähiges Monomer verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als viskose Komponente ein ungesättigter Polyester und als dünnflüssige Komponente ein ungesättigtes reaktions fähiges Monomer mit der Gruppe EMI0004.0041 verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als ungesättigter Polyester ein Veresterungsprodukt eines mehrwertigen Alkohols, der keine andern reak tionsfähigen Gruppen hat als Oxygruppen, mit einem Moläquivalent wenigstens einer äthylenisch unge sättigten a,ss-Dicarbonsäure oder dem Anhydrid einer solchen verwendet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem flüssigen Monomer ein für die Additionspolymerisa- tion geeigneter Katalysator zugesetzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Hüllbahnen Schichtstoffe aus wenigstens einer Trag bahn und einer Glimmerschicht verwendet werden und dass die Behandlung mit der viskosen Kompo nente dadurch erfolgt, dass letztere als Binder für den Aufbau des Schichtstoffes verwendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die viskose Komponente in einer Menge von etwa 10 Gewichtsprozent der nichtharzigen Bestandteile der Schichtisolation verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die viskose Komponente in einer Menge bis zu 35 Ge wichtsprozent der nichtharzigen Bestandteile der Hüllbahnen verwendet wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als viskose Komponente ein Polyester verwendet wird, wie er durch Umsetzung wenigstens einer äthylenisch ungesättigten a,f-Dicarbonsäure oder des Anhydrids einer solchen und wenigstens einer unverzweigten gesättigten Dicarbonsäure mit 2 bis 10 Kohlenstoff atomen pro Molekül, bei der die Carboxylgruppen an den Enden der Kette sitzen und die keine andern reaktionsfähigen Gruppen enthält,
    wobei das Mol- verhältnis der ungesättigten zur gesättigten Kompo nente 6:44 bis 10:40 beträgt, mit einer höchstens um 10 ,ö von der den Säurekomponenten äquivalenten Menge abweichenden Menge eines mehrwertigen Alkohols, der keine andern reaktionsfähigen Gruppen als Oxygruppen enthält, erhältlich ist. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyester ein Reaktionsprodukt aus 44 Molprozent Adipinsäure, 6 Molprozent Fumarsäure und 50 Mol- prozent Propylenglykol verwendet wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyester ein Reaktionsprodukt aus 10 Molprozent Maleinsäureanhydrid, 40 Molprozent Adipinsäure und 50 Molprozent Diäthylenglykol verwendet wird.
    11. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyester ein Reaktionsprodukt aus 30 Molprozent Sebacinsäure, 20 Molprozent Maleinsäureanhydrid und 50 Molprozent Diäthylenglykol verwendet wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssige Komponente ein Gemisch aus 99,5% Methyl- methacrylat und 0,5% Benzoylperoxyd verwendet wird. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssige Komponente ein Gemisch aus 99,5% Mono styrol und 0,5% Benzoylperoxyd in einem Betrag des Vierfachen des Polyesters verwendet wird.
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