CH342672A - Heizelement mit schleifenförmigen Glühteil für elektrische Widerstandsöfen - Google Patents
Heizelement mit schleifenförmigen Glühteil für elektrische WiderstandsöfenInfo
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Description
Heizelement mit schleifenförmigem Glühteil für elektrische Widerstandsöfen Die Erfindung betrifft ein Heizelement mit schleifenförmigem Glühteil für elektrische Wider standsöfen, das z. B. für hohe Betriebstemperaturen bis etwa 1750 C bestimmt ist. Für Temperaturen oberhalb 1200 C sind die bekannten, haarnadelför- mig gestalteten Heizelemente aus Chrom-Nickel- Legierungen nicht mehr verwendbar.
Es ist bekannt, dass für sehr hohe Betriebstemperaturen oberhalb 1500 C pulvermetallurgisch hergestellte Heizelemente aus Legierungen des Siliziums mit den übergangs metallen der IV. bis VI. Gruppe des periodischen Systems geeignet sind. Diese meist aus Metallsiliziden bestehenden Heizleiterwerkstoffe sind sehr spröde und werden als sogenannte Hartstoffe bezeichnet.
Bisher sind Heizelemente aus diesen Hartstoffen nur in Form von Stäben oder Rohren benutzt worden, da Heiz- elemente, deren Glühteil eine Schleife bilden, sich aus Hartstöffen nicht ohne weiteres herstellen lassen und die bekannte Haarnadelform von Heizelementen den mechanischen Beanspruchungen durch die unter schiedliche Erwärmung des Glühteils und der kalten Anschlussenden nicht gewachsen ist.
Bei der Haar nadelform des Heizelementes treten bei der hohen Betriebstemperatur leicht Überhitzungen durch gegen seitige Anstrahlung der sich gegenüberliegenden Schenkel der Glühschleife auf, die zur Zerstörung des Heizelementes führen, da dieses bereits bis zur zu lässigen Temperatur belastet ist. Ein weiterer Nach teil der Haarnadelform des Heizelementes besteht darin, dass die unterschiedliche Wärmeausdehnung des Glühteils gegenüber den kalten Anschlussenden zu so starken mechanischen Beanspruchungen an der übergangsstelle von Glühteil und Anschlussende führt, dass an dieser Stelle das Heizelement überbeansprucht ist und bricht.
Die Erfindung ermöglicht, überhitzungen durch gegenseitige Anstrahlung der Schleifenschenkel zu ver meiden und die durch die unterschiedlichen Wärme dehnungen hervorgerufenen mechanischen Spannun gen in der Glühschleife abzufangen.
Das Heizelement nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die in den Ofenraum zu ragen bestimmte Glühschleife des pulvermetallurgisch aus Legierungen des Siliziums mit Elementen der IV. bis VI. Gruppe des periodischen Systems hergestellten Heizelementes ein grösstes Innenmass besitzt, das um ein Vielfaches grösser ist als der Abstand zwischen den durch ein Isolierstück mechanisch verbundenen Anschlussenden, die im Querschnitt grösser als der Querschnitt des Glühteils sind.
Die Herstellung des Heizelementes erfolgt nach der Erfindung dadurch, dass die gepulverten Hartstoffe, die aus Verbindungen des Siliziums mit Elementen der IV. bis VI. Gruppe des periodischen Systems bestehen, mit einem silizium- haltigen, hydrolysierenden Bindemittel angeteigt und ausgeformt werden. Der so erhaltene Formling wird dann einer Sinterung unterzogen. Er kann nach seiner Fertigstellung in das Isolierstück mit seinen Anschluss enden eingesetzt werden.
Durch die Erfindung sind Heizelemente grosser Leistung für hohe Temperaturen möglich geworden, die bisher mit schleifenförmigen Heizelementen nicht erreicht werden konnten. Heizelemente mit schleifen förmigen Glühteilen sind für elektrische Widerstands öfen von besonderem Vorteil, da die Grösse des Heiz- elementes vom Innendurchmesser des Ofens unab hängig ist, da die beiden Anschlussenden des Heiz- elementes an einer Ofenseite liegen und nicht, wie bei einem Heizstab, an die gegenüberliegenden Seiten des Ofens geführt werden müssen. In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungs formen des erfindungsgemässen Heizelementes darge stellt.
In Fig. 1 ist mit 1 der Glühteil und sind mit 2 die Anschlussenden des Heizelementes bezeichnet. Die beiden Anschlussenden werden durch ein Isolierstück 3 gehalten, das in nicht näher dargestellter Weise in die Ofenwand eingesetzt und dort befestigt wird. Die Gestalt der Heizelemente ist nicht an eine bestimmte Form gebunden, wie die drei Ausführungsbeispiele in den Fig. 1 bis 3 zeigen. Wesentlich ist, dass das grösste Innenmass a der Schleife um ein Vielfaches grösser ist als der Abstand b zwischen den beiden Anschlussenden 2.
Auf diese Weise ist es möglich, dass die Glühschleife in sich federn kann und die unterschiedlichen Wärmeausdehnungen im Glühteil und den Anschlussenden federnd abfängt. Sämtliche Formen des Heizelementes können in runden, qua dratischen und sonstigen Querschnitten ausgeführt werden. Eine Profilierung der Oberfläche erleichtert in an sich bekannter Weise die Abstrahlung. Auch wirkt eine profilierte - Oberfläche versteifend und somit festigkeitserhöhend im Hochtemperatuxteil.
Bei der Verwendung von molybdänhaltigen Hart stoffen hat sich die in Fig. 4 dargestellte Form der Anschlussenden bewährt. Es ist bekannt, dass molyb- dänhaltige Hartstoffe in dem Temperaturbereich von 300 bis 700 C einem sehr raschen oxydativen Zer fall unterliegen. Dieser Zerfallserscheinung kann nun durch die Ausgestaltung der Stromanschlussenden entgegengewirkt werden. Durch Verdickung der Anschlussenden wird die Bildung der Stromwärme in diesem Teil wesentlich herabgesetzt.
Da die Anschluss enden durch Luft oder zusätzliche Mittel gekühlt werden, findet an der Übergangsstelle zwischen Glüh- teil und Anschlussende ein starker Temperaturabfall statt. Durch entsprechende Dimensionierung und Kühlung der Anschlussenden kann erreicht werden, dass der Temperaturverlauf zwischen Glühteil und Anschlussende ein derartiger ist, dass die kritische Temperaturzone von 300 bis 700 C in den Ver- dickungsteil fällt, wie dies in Fig. 4 angedeutet ist.
Der oxydative Zerfall des molybdänhaltigen Heiz- leiterwerkstoffes kann dadurch weitgehend gehemmt werden, wenn die kritische Temperaturzone des Heiz- leiterelementes gegenüber dem Zutritt von Luft abge schlossen ist oder zumindest eine Luftströmung in diesem Teil verhindert ist. Durch das auf die An schlussenden geschobene Isolierstück 3 wird eine Luft strömung an den gefährdeten Teilen des Anschluss- endes verhindert.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Heizelement mit schleifenförmigem Glühteil für elektrische Widerstandsöfen, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Ofenraum zu ragen bestimmte Glüh- schleife (1) des pulvermetallurgisch aus Verbindun gen des Siliziums mit Elementen der IV. bis VI. Gruppe des periodischen Systems hergestellten Heizelementes ein grösstes Innenmass (a) besitzt, das um ein Vielfaches grösser ist als der Abstand (b) zwischen den durch ein Isolierstück (3) mechanisch verbundenen Anschlussenden (2), die im Querschnitt grösser als der Querschnitt des Glühteils sind. Il.Verfahren zur Herstellung des Heizelementes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die gepulverten Hartstoffe, die aus Verbindungen des Siliziums mit Elementen der IV. bis VI. Gruppe des periodischen Systems bestehen, mit einem silizium- haltigen, hydrolysierenden Bindemittel angeteigt und ausgeformt werden und der erhaltene Formling ge sintert wird.UNTERANSPRUCH Heizelement nach Patentanspruch I, das Molyb- dän als Legierungsmetall enthält, dadurch gekenn zeichnet, dass die Temperaturzone von 700 bis 300 C durch Vergrösserung des Querschnittes in den An schlussenden (2) liegt und die Heizleiterenden luft dicht im Isolierstück (3) sitzen.
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