CH342854A - Verkleidung, insbesondere für den Karosseriebau, und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents
Verkleidung, insbesondere für den Karosseriebau, und Verfahren zur Herstellung derselbenInfo
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Description
Verkleidung, insbesondere für den Karosseriebau, und Verfahren zur Herstellung derselben Nach den bisher bekannten Arbeitsmethoden wer den für Kunstharzverkleidungen drei bis vier und mehr Textilstofflagen benötigt, so dass Kunstharzver- kleidungen angenähert so teuer zu stehen kommen wie Blechverkleidungen.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Ver kleidung, insbesondere für den Karosseriebau, und ein Verfahren zur Herstellung derselben. Die Verklei dung zeichnet sich erfindungsgemäss dadurch aus, dass ein aus einem Drahtgitter und aus Textilfäden be stehendes Gewebe einen formbaren Verkleidungsträ- der bildet, der wenigstens auf der einen Seite mit einem plastischen Deckbelag versehen ist. Diese Ver kleidung wird erfindungsgemäss in der Weise herge stellt, dass man Textilfäden und Drähte verwebt, den aus dem Gewebe gebildeten Verkleidungsträger über eine Form spannt und alsdann eine plastische Kunst stoffmasse auf wenigstens der einen Seite aufträgt.
Der Verkleidungsträger kann vor dem Kunststoff auftrag auch mit einer Randverstärkung versehen sein, wie dies bei Motorhauben und Kofferdeckeln not wendig ist.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Aus führungsformen des Draht- und Textilfädengewebe- stückes zur Herstellung der erfindungsgemässen Ver kleidung dargestellt.
Nach Fig. 1 bezeichnet<I>a, b</I> das Drahtgitter, wel ches biegsam ist. Die Textilfäden, z. B. Glasfäden, sind mit<I>d</I> angedeutet. Dabei können die Drähte<I>a</I> die Kette und die Drähte<I>b</I> sowie die Fäden<I>d</I> die Schussfäden bilden.
In Fig. 2 dagegen bilden die Drähte a und die Textilfäden c die Kette, während die Drähte b und die Textilfäden d die Schussfäden des Gewebes bilden. Als Textilfäden eignen sich neben Glasfäden auch wasserbeständige Kunststoff-Fäden z. B. aus Poly amiden. Der aus dem Gewebe<I>a, b, d</I> oder<I>a, b, c, d ge-</I> bildete Verkleidungsträger wird in einem der Grösse der herzustellenden Verkleidung entsprechenden Stück auf eine Holz- oder Gitterblechform aufgespannt. Die über den Rand der Formfläche vorstehenden Enden des Verkleidungsträgers werden zweckmässigerweise über die Kante der Form umgebogen.
Durch diese Randumbördelung wird eine Festlegung des Verklei dungsträgers auf der Form erreicht. Nun wird z. B. die Aussenfläche im Streich- oder Spritzverfahren mit dem Kunststoff- bzw. Kunstharzbelag versehen. Nach Abtrocknung des Belages wird der erhaltene Verklei dungskörper durch Lösung des umgebördelten Randes von der Form abgenommen und sodann kann auch die Innenfläche desselben im Streich- oder Spritzver- fahren mit Kunstharzbelag versehen werden, womit die Verkleidung fertiggestellt ist.
Sind Versteifungen des Verkleidungsträgers nötig, wie bei Motorhauben, Kofferdeckeln usw., so können vor dem Kunststoffauftrag Blech- oder Eisenrahmen in das Gewebestück eingefalzt werden. Diese können an den Enden am Drahtgitter elektrisch angeschweisst werden.
In der Serienherstellung wird zweckmässigerweise für jedes Formstück ein übliches Holzmodell ange fertigt, über welches auf einer Tiefziehpresse so viel Blechformen aus eng gelochtem Gitterblech hergestellt werden, als für einen reibungslosen Arbeitsprozess in der Serienherstellung benötigt werden. Auf solchen Gitterblechformen ist ein glattes Aufziehen des Ver kleidungsträgers sowie ein schnelleres Trocknen des Kunststoffbelages im Trockenraum oder über einem Heissluftschacht möglich.
Für die Einzelanfertigung einer Verkleidung, z. B. eines Kabinendaches, wird die benötigte Form z. B. in der folgenden Weise hergestellt: Auf ein Brett in der Länge des Daches werden in gleichmässigen Ab- ständen voneinander dem Querprofil des Daches ent sprechende Spanten aus Holz aufgeschraubt. über die so entstandene Holzform wird ein Gitterblech auf gepasst und mittels Schrauben befestigt. Zum Schluss wird die Form noch mit Lehm egalisiert und mit einem geeigneten Papier überzogen, damit das Kunstharz nicht in eventuell entstandene Risse der Lehmschicht eindringen kann. Eine solche Form ist schnell und billig herzustellen und daher für Einzelanfertigung von Verkleidungen besonders geeignet. Sie kann aber gegebenenfalls immer wieder verwendet werden.
Die Kosten einer in der beschriebenen Weise her gestellten Verkleidung sind bei Einzelanfertigung mindestens um einen Drittel billiger als diejenigen einer Blechform. In der Serienherstellung dürfte sich die Verbilligung in noch günstigerem Verhältnis zeigen.
Der Erfindungsgegenstand eignet sich besonders für Fahrzeug-Karosserien, kann selbstredend aber auch für andere Zwecke, bei denen eine leichte und rasche Formgebung erreicht werden soll, verwendet werden, wie z. B. Verschalungs-Schutzgehäuse. Der plastische Deckbelag könnte auch nur auf der einen Seite, und zwar der Aussenseite, des Verkleidungsträ gers angeordnet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verkleidung, insbesondere für den Karosserie bau, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus einem Drahtgitter und aus Textilfäden bestehendes Gewebe einen formbaren Verkleidungsträger bildet, der wenig- stens auf der einen Seite mit einem plastischen Deck belag versehen ist. II. Verfahren zur Herstellung der Verkleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Textilfäden und Drähte verwebt, den aus dem Gewebe gebildeten Verkleidungsträger über eine Form spannt und alsdann eine plastische Kunststoffmasse auf wenigstens der einen Seite aufträgt. UNTERANSPRÜCHE 1.Verkleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilfäden des Gewebes quer zu den die Kette bildenden Drähten abwechs lungsweise mit den Schussdrähten eingewebt sind. 2. Verkleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilfäden des Gewebes je mit einem Draht zusammen eingewoben sind. 3. Verkleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilfäden Glasfäden sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Verkleidungsträger vor dem Auftragen der Kunststoffmasse mit einer Randver stärkung versehen wird und beim Spannen über die Form an der Randverstärkung gehalten wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung des Verklei dungsträgers auf der Form durch Umbiegen des über den Rand der Formfläche vorstehenden Teils erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH342854T | 1956-04-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH342854A true CH342854A (de) | 1959-11-30 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH342854D CH342854A (de) | 1956-04-12 | 1956-04-12 | Verkleidung, insbesondere für den Karosseriebau, und Verfahren zur Herstellung derselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH342854A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2500495A1 (fr) * | 1981-02-26 | 1982-08-27 | Hasegawa Chem Ind | Renforts pour matieres plastiques |
-
1956
- 1956-04-12 CH CH342854D patent/CH342854A/de unknown
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