CH343401A - Verfahren zur Herstellung neuer Azaverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Azaverbindungen

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CH343401A
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CH
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aza
methyl
alkyl
amino
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Inventor
Jean Dr Druey
Konrad Dr Meier
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D495/00Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having sulfur atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D495/02Heterocyclic compounds containing in the condensed system at least one hetero ring having sulfur atoms as the only ring hetero atoms in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D495/04Ortho-condensed systems

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren zur Herstellung neuer    Azaverbindungen   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von    1-Aza-2-niederalkyl-6-      (tert.   -    amino   -    niederalkylamino)-9-methyl-thioxantho-      nen,   besonders von    1-Aza-2-niederalkyl-6-(di-nieder-      alkylamino      -niederalkylamino)-9      -methyl-thioxantho-      nen.   



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man    1-Aza-2-niederalkyl-9-methyl-      6-X-thioxanthone   mit Verbindungen der    Formel      R-Y-Z   umsetzt, wobei R einen in eine tertiäre    Aminogruppe      überführbaren   Rest, Y einen niederen    Alkylenrest   und X und Z zwei unter Hinterlassung der in einem von ihnen enthaltenen Gruppe.    -NH-      unter   den Reaktionsbedingungen    abspaltbare   Reste darstellen, und in den erhaltenen Verbindungen den Rest R in eine tertiäre    Aminogruppe   überführt. Dabei ist X z.

   B. ein Halogenatom und Z    eine      Aminogruppe,   oder X eine    Aminogruppe   und Z eine mit einer starken Säure reaktionsfähig veresterte    Oxygruppe,   wie ein Halogenatom. R ist z. B. eine freie oder mit starken Säuren reaktionsfähig veresterte    Oxygruppe,   die durch Umsetzung mit einem sekundären    Amin,   gegebenenfalls nach    Veresterung   mit einer starken Säure, wie einer    Halogenwasserstoffsäure,   in die tertiäre    Aminogruppe   übergeführt wird. 



  Die neuen Verbindungen können weitere    Sub-      stituenten   enthalten, wie insbesondere eine niedere    Alkylgruppe   in    4-Stellung.   In erster    Linie   werden nach der vorliegenden Erfindung    1-Aza-2-niederalkyl-      6-diäthylaminäthylamino-9-methyl-thioxanthone,   z. B.    1-Aza-2-methyl-6-diäthylaminoäthylamino-9-methyl-      thioxanthon   hergestellt. 



  Die genannten Verbindungen weisen eine gegen- über    Schistosomen   und    Amoeben   ausgeprägte Wirkung auf und können bei humaner    Schistosomiasis   und    Amoebiasis   als Heilmittel Verwendung finden. Sie besitzen im Vergleich zum    bekannten      1-Aza-6-      diäthylaminoäthylamino-9-methyl-thioxanthon   besonders wertvolle Eigenschaften. 



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann    in      An-      oder   Abwesenheit von Verdünnungsmitteln    undloder      Kondensationsmitteln      undloder   Katalysatoren, bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, im offenen oder im geschlossenen Gefäss unter Druck durchgeführt werden. 



  Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen Verbindungen in Form ihrer Basen oder Salze. Aus den    Salzen   können die freien    Aminbasen   gewonnen werden. Von letzteren wiederum lassen sich durch Umsetzung mit Säuren, die zur Bildung therapeutisch verwendbarer Salze geeignet sind,    Salze   gewinnen, wie z.

   B. der    Halogenwasserstoffsäuren,   Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure,    Rhodanwasser-      stoffsäure,   Essigsäure,    Propionsäure,      Oxalsäure,      Ma-      lonsäure,   Bernsteinsäure,    Äpfelsäure,      Methansulfon-      säure,      Äthansulfonsäure,      Oxyäthansulfonsäure,   Benzol- oder    Toluolsulfonsäure.   



  Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können    in   an sich bekannter Weise hergestellt werden. 



  Die neuen Verbindungen können als    Heilmittel,   z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung    finden.   



  Die Temperaturen im folgenden Beispiel sind in Celsiusgraden angegeben. 



  Beispiel 2,75 g    1-Aza-2,9-dimethyl-6-chlor-thioxanthon   werden mit 30    cms      Äthanolamin   unter Zusatz von 0,5 g Kupferpulver 15 Stunden am    Rückfluss   gekocht. Nach dem Erkalten wird der Kristallbrei mit 1/2 Liter Wasser verdünnt und das Reaktionsprodukt, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    1-Aza-2,9   -    dimethyl-   6    -oxyäthylamino-thioxanthon,      abgenutscht,      mit   Wasser neutral gewaschen und getrocknet. Es wird aus viel    Alkohol   in gelben, glänzenden Nadeln vom F. 216  erhalten. Ausbeute 2,8 g. 



  2,8 g    1-Aza-2,9-dimethyl-6-oxyäthylamino-thio-      xanthon   werden mit 25    cm3      Phosphoroxychlorid   auf dem Wasserbad 2 Stunden auf 90-100  erhitzt. Dann wird das überschüssige    Phosphoroxychlorid   im Vakuum    abdestilliert,   der Rückstand in    konz.      Salzsäure   gelöst, die Lösung mit Kohle    filtriert   und aus dem    Filtrat   das    Chlorierungsprodukt   unter Eiszusatz mit    konz.   Ammoniak    ausgefällt.   Der Niederschlag wird    abgenutscht,   mit Wasser gewaschen, mit 300,

   cm-' Äthanol kurz aufgekocht und die alkoholische Lösung von wenig Unlöslichem    abfiltriert.   Die alkoholische Lösung wird nun mit 25    cm3      Diäthylamin   versetzt und 12 Stunden im Rohr auf 120-125  erhitzt. Die gelbbraune Lösung wird eingedampft, der Rückstand mit 100    cm3   10prozentiger Essigsäure erwärmt, die Lösung mit Kohle filtriert und mit Ammoniak basisch gestellt. Der Niederschlag wird    abgenutscht,   zur Reinigung nochmals in 5    proz.   Essigsäure gelöst, die mit Kohle filtrierte Lösung mit 10-n. Natronlauge basisch gestellt und das ausfallende Produkt mit Äther extrahiert.

   Die Ätherlösung hinterlässt beim Eindampfen das    1-Aza-2,9-dimethyl-6-diäthylaminoäthylamino-      thioxanthon   als gelbes Öl, welches aus    Äther-Petrol-      äther   in gelben Nadeln    kristallisiert.   



  Bei Verwendung von    Äthanolamin   und    Morpho-      lin   bzw.    3-Amino-propanol   und    Dimethylamin   erhält man das    1-Aza-2,9-dimethyl-6-(morpholino-äthyl-      amino)-thioxanthon   vom F. 135,5-136,5  bzw. das    1-Aza-2,9   -    dimethyl   - 6 -    dimethylaminopropylamino-      thioxanthon   vom F.95-96 , deren Hydrochloride bei 280-282  bzw.

   226-228     schmelzen.   Geht man von    1-Aza-2-isobutyl-6-chlor-9-methyl-thioxanthon   aus und verwendet    Äthanolamin   und    Diäthylamin,   so erhält man das    1-Aza-2-isobutyl-6-diäthylaminoäthyl-      amino-9-methyl-thioxanthon   vom F. 88 , dessen    Hy-      drochlorid   bei l95-196     schmilzt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 1-Aza-2-nieder- alkyl- 6 - (tert.-aminoniederalkylamino)-9-methyl-thio- xanthonen, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Aza- 2-niederalkyl-9-methyl-6-X-thioxanthone mit Verbindungen der Formel R-Y-Z umsetzt, wobei R eine freie oder reaktionsfähig veresterte Oxygruppe, Y einen niederen Alkylenrest und X und Z zwei unter Hinterlassung der in einem von ihnen enthaltenen Gruppe -NH- unter den Reaktionsbedingungen abspaltbare Reste darstellen,
    und in den erhaltenen Verbindungen den Rest R in eine tertiäre Amino- gruppe überführt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Aza-2-niederalkyl-9-methyl- 6-halogen-thioxanthone mit Oxy-niederalkylaminen umsetzt, die freie Oxygruppe reaktionsfähig verestert und die erhaltenen Verbindungen mit sekundären Aminen umsetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Aza-2-niederalkyl-9-methyl- thioxanthone, die in 6-Stellung eine Aminogruppe aufweisen, mit niederen, reaktionsfähig veresterten Oxy- alkanolen umsetzt, die freie Oxygruppe reaktionsfähig verestert und die erhaltenen Verbindungen mit sekundären Aminen reagieren lässt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Ausgangsstoffe verwendet, dass 1-Aza-2-niederalkyl-6-(di-niederalkylamino- niederalkylamino)-9-methyl-thioxanthone entstehen. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Ausgangsstoffe verwendet, dass 1-Aza-2-niederalkyl-6-diäthylaminoäthyl- amino-9-methyl-thioxanthone entstehen. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man solche Ausgangsstoffe verwendet, dass 1-Aza-2-methyl-6-diäthylaminoäthyl- amino-9-methyl-thioxanthon entsteht.
CH343401D 1956-07-13 1956-07-13 Verfahren zur Herstellung neuer Azaverbindungen CH343401A (de)

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