Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte Vorliegendes Patent betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Platten insbesondere zur Verklei dung von Wänden, Tischen usw. und eine nach diesem Verfahren hergestellte Platte.
Verkleidungsplatten für Wände usw. werden bis her u. a. dadurch hergestellt, dass ein Träger z. B. Holzfaserplatten, Eternitplatten, Asbestzementplat- ten mit verschiedenen farbigen Kunstharzlackschich- ten belegt und vorzugsweise am Schluss mit einem farblosen Kunstharzlack überspritzt wird. Der Auf trag dieser Kunstharzeinbrennlacke erfolgt meistens mit Spachtel und Spritzpistole oder Spritzautomaten. Die verschiedenen Kunstharzaufträge werden in zwei oder drei Stufen im Heissluftofen oder mit Infrarot strahlen eingebrannt.
In neuerer Zeit werden an Stelle von Kunstharzeinbrennlacken für bestimmte Zwecke auch wärmehärtende, sogenannte Polyester lacke verwendet. Diese veredelnden Plattenoberflä chenbehandlungen haben meistens eine geringe chemische Festigkeit und vor allem ist die mecha nische Abriebfestigkeit, die Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer sowie die Hitzebeständigkeit unge nügend. Auf in dieser Art behandelten Tischbelägen ergeben beispielsweise brennende Zigaretten blei bende Brandflecken.
Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Herstellung von Platten besteht darin, dass verschiedene kunstharz- getränkte Papierfolien als Schichtstoffe verpresst wer den. Die Grundfolie besteht meistens aus phenol- getränktem Kraftpapier, die Papierfolie der Mittel schicht ist entweder einfarbig oder mit verschiedenen Mustern bedruckt und die Deckfolie transparent. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass die hierfür zur Verfügung stehenden, bedruckten Papiere einerseits in der Anschaffung teuer und anderseits in den vorhandenen Farben, Musterungen und For- maten beschränkt sind.
Ferner sind diese nur etwa 1,5 mm dicken Platten an sich zu wenig stabil und müssen noch auf einen standfesten Träger aufgeleimt werden.
Es werden auch Verkleidungsplatten hergestellt, deren Träger aus einer Holzfaserplatte besteht, wel che mit bemusterten und getränkten Papierfolien verpresst wird. Die Nachteile dieser Platten sind mit Ausnahme der grösseren Standfestigkeit dieselben wie im vorerwähnten Verfahren.
Allen bisher bekannten derartigen Verkleidungs platten haftet zudem der Nachteil an, dass sie gegen längere örtliche Hitzeeinwirkung eine zu geringe Wi derstandsfähigkeit besitzen. Wird beispielsweise eine Pfanne mit rauchheissem Öl auf einem derartig be legten Küchentisch stehengelassen, können durch die Erhitzung zwischen den einzelnen Folienschich- ten sowie auch bei der Verleimungsstelle zwischen Folie und Träger Blasen entstehen. Ferner wird in den meisten Fällen auch eine Verfärbung der be druckten Papiere festzustellen sein.
Das Patent zeigt ein Verfahren zur Herstellung von Platten der genannten Art, bei welchen sämt liche erwähnten Nachteile beseitigt sind. Dieses Ver fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein farbhalti- ges, wärmehärtendes Kunstharz in mindestens einer Schicht auf einen Träger aufgebracht und anschlie ssend eingebrannt wird, wonach der so behandelte Träger mit einer mit wärmehärtendem Kunstharz getränkten Folie zwecks durchgehender Abbindung und Bildung eines transparenten Schutzfilmes warm- verpresst wird.
Gegenstand der Erfindung bildet ebenfalls die nach diesem Verfahren hergestellte Platte. Nachstehend ist das erfindungsgemässe Verfahren an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Danach wird auf eine Trägerplatte aus Asbest fasern farbhaltiges Kunstharz in der gewünschten Musterung, z. B. mittels Spritzpistole, in zwei oder mehr Schichten aufgespritzt, welches aus einer Mi schung von Alkydharz und Harnstoffharz besteht. Diese Schicht wird dann im Ofen in den Träger eingebrannt, wonach der so behandelte Träger mit einer mit Melaminharz getränkten Folie, z. B.
Pa pierfolie, unter hoher Temperatur verpresst wird. Diese Folie bildet nach dieser Behandlung einen Schutzfilm, der einerseits vollkommen transparent ist, so dass die Farben und Musterungen der einge brannten Farbschichten makellos zur Geltung kom men und anderseits eine so harte Oberfläche besitzt, dass die mechanische Festigkeit allen wünschbaren Anforderungen restlos genügt, das heisst gegen Krat zer, Schläge mit harten Gegenständen, Berührung von brennenden Rauchwaren usw. vollkommen un empfindlich ist. Auch die Blasenbildung zwischen den einzelnen Schichten. sowie die Verfärbung ist selbst bei längerem Hitzeeinfluss ausgeschlossen.
Als Träger können dabei Platten aus Holzfasern, Holzspänen, Glasfasern, Kunststoff, Zellstoff und selbst Metallblech verwendet werden. Für die farb- haltige Kunstharzschicht kommen vor allem wärme härtende Kunstharze, wie Alkydharz, Harnstoffharz oder eine Mischung dieser beiden, in Frage, welchen vor dem Aufbringen auch das ebenfalls wärmehär tende Melaminharz zugesetzt werden kann. Diese Stoffe können auf den Träger aufgespritzt, aufge walzt oder beispielsweise auch mittels eines Rakels aufgezogen werden.
Das Einbrennen dieser Stoffe in das Trägermaterial kann entweder durch Ofen wärme, mittels Infrarotbestrahlung oder auch mittels elektrischer Hochfrequenzenergie erfolgen. Die zur Bildung des transparenten Schutzfilmes dienende Folie kann aus Papierfasern, aus Textilfasern, aus Glasfasern oder auch aus Mineralfasern bestehen und gegebenenfalls auch mit Harnstoffharz anstatt Melaminharz oder mit einer Mischung dieser beiden wärmehärtenden Stoffe getränkt werden.
So hergestellte Platten können insbesondere als Wandverkleidungsplatten oder zur Veredelung einer Tischoberfläche usw. verwendet werden. Sie können jedoch, bei genügend starkem bzw. dickem Träger material, auch allein als Tischplatten dienen, welche beispielsweise nur mit einem Rahmen und entspre chenden Beinen versehen sind.
Process for the production of panels and panel produced by the process. The present patent relates to a process for the production of panels, in particular for lining walls, tables, etc., and a panel produced by this process.
Cladding panels for walls, etc. are up to u. a. produced in that a carrier z. B. wood fiber boards, Eternit boards, asbestos cement boards covered with different colored synthetic resin lacquer layers and preferably sprayed over with a colorless synthetic resin lacquer at the end. These synthetic resin enamels are usually applied with a spatula and spray gun or automatic spray gun. The various synthetic resin applications are burned in in two or three stages in a hot air oven or with infrared rays.
More recently, instead of synthetic resin stoving enamels, thermosetting, so-called polyester enamels, have also been used for certain purposes. These ennobling plate surface treatments usually have a low chemical resistance and, above all, the mechanical abrasion resistance, the resistance to scratches and the heat resistance are insufficient. On table coverings treated in this way, for example, burning cigarettes result in permanent burn marks.
Another known method for the production of panels is that various synthetic resin-impregnated paper foils are pressed as laminates. The base film usually consists of phenol-soaked kraft paper, the paper film of the middle layer is either monochrome or printed with different patterns and the cover film is transparent. However, this method has the disadvantage that the printed papers available for this are on the one hand expensive to purchase and on the other hand are limited in the available colors, patterns and formats.
Furthermore, these panels, which are only about 1.5 mm thick, are not stable enough per se and still have to be glued onto a stable carrier.
Cladding panels are also produced, the support of which consists of a fibreboard that is pressed with patterned and impregnated paper foils. The disadvantages of these plates are the same as in the aforementioned method, with the exception of their greater stability.
All previously known such cladding panels also have the disadvantage that they have too little resistance to prolonged local exposure to heat. If, for example, a pan with smoky hot oil is left on a kitchen table covered in this way, the heating between the individual layers of film and also at the point of glue between the film and the carrier can cause bubbles. Furthermore, in most cases, discoloration of the printed papers will also be noted.
The patent shows a process for the production of panels of the type mentioned, in which all the disadvantages mentioned are eliminated. This process is characterized in that a color-containing, thermosetting synthetic resin is applied in at least one layer to a carrier and then baked, after which the carrier treated in this way is warm with a film impregnated with thermosetting synthetic resin for the purpose of continuous setting and formation of a transparent protective film - is pressed.
The invention also relates to the plate produced by this method. The method according to the invention is explained below using an exemplary embodiment. Then on a carrier plate made of asbestos fibers colored synthetic resin in the desired pattern, z. B. spray gun, sprayed in two or more layers, which consists of a Mi mixture of alkyd resin and urea resin. This layer is then baked into the carrier in the oven, after which the carrier treated in this way is covered with a film impregnated with melamine resin, e.g. B.
Paper film, is pressed at high temperature. After this treatment, this film forms a protective film that is completely transparent on the one hand, so that the colors and patterns of the burned-in paint layers are flawless and on the other hand has such a hard surface that the mechanical strength fully meets all desirable requirements, that is is completely insensitive to scratches, blows with hard objects, contact with burning tobacco products, etc. Also the formation of bubbles between the individual layers. as well as discoloration is excluded even with prolonged exposure to heat.
Plates made of wood fibers, wood chips, glass fibers, plastic, cellulose and even sheet metal can be used as supports. For the color-containing synthetic resin layer, heat-curing synthetic resins such as alkyd resin, urea resin or a mixture of these two are particularly suitable, to which the likewise heat-curing melamine resin can be added before application. These substances can be sprayed onto the carrier, rolled on or, for example, drawn on using a doctor blade.
These substances can be burned into the carrier material either by means of oven heat, by means of infrared radiation or by means of high-frequency electrical energy. The foil used to form the transparent protective film can consist of paper fibers, textile fibers, glass fibers or mineral fibers and optionally also be impregnated with urea resin instead of melamine resin or with a mixture of these two thermosetting substances.
Panels produced in this way can in particular be used as wall cladding panels or for finishing a table surface, etc. However, if the carrier material is sufficiently strong or thick, you can also serve alone as table tops which, for example, are only provided with a frame and corresponding legs.