CH343616A - Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte PlatteInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B32—LAYERED PRODUCTS
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- B32B27/00—Layered products comprising a layer of synthetic resin
Landscapes
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Description
Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte Vorliegendes Patent betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Platten insbesondere zur Verklei dung von Wänden, Tischen usw. und eine nach diesem Verfahren hergestellte Platte. Verkleidungsplatten für Wände usw. werden bis her u. a. dadurch hergestellt, dass ein Träger z. B. Holzfaserplatten, Eternitplatten, Asbestzementplat- ten mit verschiedenen farbigen Kunstharzlackschich- ten belegt und vorzugsweise am Schluss mit einem farblosen Kunstharzlack überspritzt wird. Der Auf trag dieser Kunstharzeinbrennlacke erfolgt meistens mit Spachtel und Spritzpistole oder Spritzautomaten. Die verschiedenen Kunstharzaufträge werden in zwei oder drei Stufen im Heissluftofen oder mit Infrarot strahlen eingebrannt. In neuerer Zeit werden an Stelle von Kunstharzeinbrennlacken für bestimmte Zwecke auch wärmehärtende, sogenannte Polyester lacke verwendet. Diese veredelnden Plattenoberflä chenbehandlungen haben meistens eine geringe chemische Festigkeit und vor allem ist die mecha nische Abriebfestigkeit, die Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer sowie die Hitzebeständigkeit unge nügend. Auf in dieser Art behandelten Tischbelägen ergeben beispielsweise brennende Zigaretten blei bende Brandflecken. Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Herstellung von Platten besteht darin, dass verschiedene kunstharz- getränkte Papierfolien als Schichtstoffe verpresst wer den. Die Grundfolie besteht meistens aus phenol- getränktem Kraftpapier, die Papierfolie der Mittel schicht ist entweder einfarbig oder mit verschiedenen Mustern bedruckt und die Deckfolie transparent. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass die hierfür zur Verfügung stehenden, bedruckten Papiere einerseits in der Anschaffung teuer und anderseits in den vorhandenen Farben, Musterungen und For- maten beschränkt sind. Ferner sind diese nur etwa 1,5 mm dicken Platten an sich zu wenig stabil und müssen noch auf einen standfesten Träger aufgeleimt werden. Es werden auch Verkleidungsplatten hergestellt, deren Träger aus einer Holzfaserplatte besteht, wel che mit bemusterten und getränkten Papierfolien verpresst wird. Die Nachteile dieser Platten sind mit Ausnahme der grösseren Standfestigkeit dieselben wie im vorerwähnten Verfahren. Allen bisher bekannten derartigen Verkleidungs platten haftet zudem der Nachteil an, dass sie gegen längere örtliche Hitzeeinwirkung eine zu geringe Wi derstandsfähigkeit besitzen. Wird beispielsweise eine Pfanne mit rauchheissem Öl auf einem derartig be legten Küchentisch stehengelassen, können durch die Erhitzung zwischen den einzelnen Folienschich- ten sowie auch bei der Verleimungsstelle zwischen Folie und Träger Blasen entstehen. Ferner wird in den meisten Fällen auch eine Verfärbung der be druckten Papiere festzustellen sein. Das Patent zeigt ein Verfahren zur Herstellung von Platten der genannten Art, bei welchen sämt liche erwähnten Nachteile beseitigt sind. Dieses Ver fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein farbhalti- ges, wärmehärtendes Kunstharz in mindestens einer Schicht auf einen Träger aufgebracht und anschlie ssend eingebrannt wird, wonach der so behandelte Träger mit einer mit wärmehärtendem Kunstharz getränkten Folie zwecks durchgehender Abbindung und Bildung eines transparenten Schutzfilmes warm- verpresst wird. Gegenstand der Erfindung bildet ebenfalls die nach diesem Verfahren hergestellte Platte. Nachstehend ist das erfindungsgemässe Verfahren an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Danach wird auf eine Trägerplatte aus Asbest fasern farbhaltiges Kunstharz in der gewünschten Musterung, z. B. mittels Spritzpistole, in zwei oder mehr Schichten aufgespritzt, welches aus einer Mi schung von Alkydharz und Harnstoffharz besteht. Diese Schicht wird dann im Ofen in den Träger eingebrannt, wonach der so behandelte Träger mit einer mit Melaminharz getränkten Folie, z. B. Pa pierfolie, unter hoher Temperatur verpresst wird. Diese Folie bildet nach dieser Behandlung einen Schutzfilm, der einerseits vollkommen transparent ist, so dass die Farben und Musterungen der einge brannten Farbschichten makellos zur Geltung kom men und anderseits eine so harte Oberfläche besitzt, dass die mechanische Festigkeit allen wünschbaren Anforderungen restlos genügt, das heisst gegen Krat zer, Schläge mit harten Gegenständen, Berührung von brennenden Rauchwaren usw. vollkommen un empfindlich ist. Auch die Blasenbildung zwischen den einzelnen Schichten. sowie die Verfärbung ist selbst bei längerem Hitzeeinfluss ausgeschlossen. Als Träger können dabei Platten aus Holzfasern, Holzspänen, Glasfasern, Kunststoff, Zellstoff und selbst Metallblech verwendet werden. Für die farb- haltige Kunstharzschicht kommen vor allem wärme härtende Kunstharze, wie Alkydharz, Harnstoffharz oder eine Mischung dieser beiden, in Frage, welchen vor dem Aufbringen auch das ebenfalls wärmehär tende Melaminharz zugesetzt werden kann. Diese Stoffe können auf den Träger aufgespritzt, aufge walzt oder beispielsweise auch mittels eines Rakels aufgezogen werden. Das Einbrennen dieser Stoffe in das Trägermaterial kann entweder durch Ofen wärme, mittels Infrarotbestrahlung oder auch mittels elektrischer Hochfrequenzenergie erfolgen. Die zur Bildung des transparenten Schutzfilmes dienende Folie kann aus Papierfasern, aus Textilfasern, aus Glasfasern oder auch aus Mineralfasern bestehen und gegebenenfalls auch mit Harnstoffharz anstatt Melaminharz oder mit einer Mischung dieser beiden wärmehärtenden Stoffe getränkt werden. So hergestellte Platten können insbesondere als Wandverkleidungsplatten oder zur Veredelung einer Tischoberfläche usw. verwendet werden. Sie können jedoch, bei genügend starkem bzw. dickem Träger material, auch allein als Tischplatten dienen, welche beispielsweise nur mit einem Rahmen und entspre chenden Beinen versehen sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Platten, insbe sondere zur Verkleidung von Wänden, Tischen usw., dadurch gekennzeichnet, dass ein farbhaltiges, wärme härtendes Kunstharz in mindestens einer Schicht auf einen Träger aufgebracht und anschliessend ein gebrannt wird, wonach der so behandelte Träger mit einer mit wärmehärtendem Kunstharz getränkten Folie zwecks durchgehender Abbindung und Bil dung eines transparenten Schutzfilmes warmverpresst wird.II. Platte, insbesondere zur Verkleidung von Wänden, Tischen, usw., hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus farbhaltigem Kunstharz auf dem Träger durch den transparenten Schutzfilm sichtbar ist und der Schutzfilm mit dem Träger durch die farbhaltige Kunstharzschicht hindurch verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger eine Platte aus Holz fasern oder -spänen verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger eine Platte aus As best- oder Glasfasern verwendet wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger eine Platte aus Kunststoff oder Blech verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der farb- haltigen, wärmehärtenden Kunstharzschicht Alkyd- harz und,-oder Harnstoffharz verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem farbhaltigen, wärmehär tenden Kunstharz vor dem Aufbringen auf den Trä ger Melaminharz zugesetzt wird. 6.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des transparenten Schutzfilmes eine mit wärmehärtendem Kunstharz getränkte Folie aus Papier- oder Textilfaser dient. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des transparenten Schutzfilmes eine mit wärmehärtendem Kunstharz getränkte Folie aus Glas- oder Mineralfasern dient. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des Schutzfilmes eine mit Melaminharz und!oder Harnstoffharz ge tränkte Folie dient.
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1956
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