CH343616A - Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte

Info

Publication number
CH343616A
CH343616A CH343616DA CH343616A CH 343616 A CH343616 A CH 343616A CH 343616D A CH343616D A CH 343616DA CH 343616 A CH343616 A CH 343616A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
synthetic resin
carrier
protective film
resin
impregnated
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Buechler Franz
Original Assignee
Buechler Franz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Buechler Franz filed Critical Buechler Franz
Publication of CH343616A publication Critical patent/CH343616A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin

Landscapes

  • Laminated Bodies (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte    Vorliegendes Patent betrifft ein Verfahren zur  Herstellung von Platten insbesondere zur Verklei  dung von Wänden, Tischen usw. und eine nach  diesem Verfahren hergestellte Platte.  



  Verkleidungsplatten für Wände usw. werden bis  her u. a. dadurch hergestellt, dass ein Träger z. B.  Holzfaserplatten,     Eternitplatten,        Asbestzementplat-          ten    mit verschiedenen farbigen     Kunstharzlackschich-          ten    belegt und vorzugsweise am Schluss mit einem  farblosen     Kunstharzlack        überspritzt    wird. Der Auf  trag dieser     Kunstharzeinbrennlacke    erfolgt meistens  mit Spachtel und Spritzpistole oder Spritzautomaten.  Die verschiedenen     Kunstharzaufträge    werden in zwei  oder drei Stufen im Heissluftofen oder mit Infrarot  strahlen eingebrannt.

   In neuerer Zeit werden an  Stelle von     Kunstharzeinbrennlacken    für bestimmte  Zwecke auch wärmehärtende, sogenannte Polyester  lacke verwendet. Diese veredelnden Plattenoberflä  chenbehandlungen haben meistens eine geringe  chemische Festigkeit und vor allem ist die mecha  nische     Abriebfestigkeit,    die Widerstandsfähigkeit  gegen Kratzer sowie die Hitzebeständigkeit unge  nügend. Auf in dieser Art behandelten Tischbelägen  ergeben beispielsweise brennende Zigaretten blei  bende     Brandflecken.     



  Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Herstellung  von Platten besteht darin, dass verschiedene     kunstharz-          getränkte    Papierfolien als Schichtstoffe     verpresst    wer  den. Die Grundfolie besteht meistens aus     phenol-          getränktem    Kraftpapier, die Papierfolie der Mittel  schicht ist entweder einfarbig oder mit verschiedenen  Mustern bedruckt und die Deckfolie transparent.  Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass die  hierfür zur Verfügung stehenden, bedruckten Papiere  einerseits in der Anschaffung teuer und anderseits  in den vorhandenen Farben, Musterungen und For-         maten    beschränkt sind.

   Ferner sind diese nur etwa  1,5 mm dicken Platten an sich zu wenig stabil und  müssen noch auf einen standfesten Träger aufgeleimt  werden.  



  Es werden auch Verkleidungsplatten hergestellt,  deren Träger aus einer Holzfaserplatte besteht, wel  che mit bemusterten und getränkten Papierfolien       verpresst    wird. Die Nachteile dieser Platten sind mit  Ausnahme der grösseren Standfestigkeit dieselben wie  im vorerwähnten Verfahren.  



  Allen bisher bekannten derartigen Verkleidungs  platten haftet zudem der Nachteil an, dass sie gegen  längere örtliche Hitzeeinwirkung eine zu geringe Wi  derstandsfähigkeit besitzen. Wird beispielsweise eine  Pfanne mit rauchheissem Öl auf einem derartig be  legten Küchentisch stehengelassen, können durch  die Erhitzung zwischen den einzelnen     Folienschich-          ten    sowie auch bei der     Verleimungsstelle    zwischen  Folie und Träger Blasen entstehen. Ferner wird in  den meisten Fällen auch eine Verfärbung der be  druckten Papiere festzustellen sein.  



  Das Patent zeigt ein Verfahren zur Herstellung  von Platten der genannten Art, bei welchen sämt  liche erwähnten Nachteile beseitigt sind. Dieses Ver  fahren ist dadurch gekennzeichnet, dass ein     farbhalti-          ges,    wärmehärtendes Kunstharz in mindestens einer  Schicht auf einen Träger aufgebracht und anschlie  ssend eingebrannt wird, wonach der so behandelte  Träger mit einer mit wärmehärtendem Kunstharz  getränkten Folie zwecks durchgehender     Abbindung     und Bildung eines transparenten Schutzfilmes     warm-          verpresst    wird.  



  Gegenstand der Erfindung bildet ebenfalls die  nach diesem     Verfahren    hergestellte Platte.  Nachstehend ist das erfindungsgemässe Verfahren  an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert.      Danach wird auf eine Trägerplatte aus Asbest  fasern farbhaltiges Kunstharz in der gewünschten  Musterung, z. B.     mittels    Spritzpistole, in     zwei    oder  mehr Schichten aufgespritzt, welches aus einer Mi  schung von     Alkydharz    und     Harnstoffharz    besteht.  Diese Schicht wird dann im Ofen in den Träger  eingebrannt, wonach der so behandelte Träger mit  einer mit     Melaminharz        getränkten    Folie, z. B.

   Pa  pierfolie, unter hoher Temperatur     verpresst    wird.  Diese Folie bildet nach dieser Behandlung einen  Schutzfilm, der einerseits     vollkommen    transparent  ist, so dass die Farben und Musterungen der einge  brannten Farbschichten makellos zur Geltung kom  men und anderseits eine so harte Oberfläche besitzt,  dass die mechanische Festigkeit allen     wünschbaren     Anforderungen restlos genügt, das heisst gegen Krat  zer, Schläge mit harten Gegenständen, Berührung  von brennenden Rauchwaren usw. vollkommen un  empfindlich ist. Auch die Blasenbildung zwischen  den     einzelnen        Schichten.    sowie die Verfärbung ist  selbst bei längerem     Hitzeeinfluss    ausgeschlossen.  



  Als Träger können dabei Platten aus Holzfasern,       Holzspänen,    Glasfasern,     Kunststoff,    Zellstoff und  selbst Metallblech verwendet werden. Für die     farb-          haltige        Kunstharzschicht    kommen vor allem wärme  härtende Kunstharze, wie     Alkydharz,        Harnstoffharz     oder eine Mischung dieser beiden, in Frage, welchen  vor dem     Aufbringen    auch das ebenfalls wärmehär  tende     Melaminharz    zugesetzt werden kann. Diese  Stoffe können auf den Träger aufgespritzt, aufge  walzt oder beispielsweise auch mittels eines     Rakels     aufgezogen werden.

   Das Einbrennen dieser Stoffe  in das Trägermaterial kann entweder durch Ofen  wärme, mittels     Infrarotbestrahlung    oder auch mittels       elektrischer        Hochfrequenzenergie    erfolgen. Die zur  Bildung des transparenten Schutzfilmes dienende  Folie kann aus Papierfasern, aus Textilfasern, aus  Glasfasern oder auch aus Mineralfasern bestehen  und gegebenenfalls auch     mit        Harnstoffharz    anstatt       Melaminharz    oder mit einer Mischung dieser beiden  wärmehärtenden Stoffe getränkt werden.  



  So hergestellte Platten können insbesondere als       Wandverkleidungsplatten    oder zur Veredelung einer  Tischoberfläche usw.     verwendet    werden. Sie können  jedoch, bei genügend starkem bzw. dickem Träger  material, auch allein als Tischplatten dienen, welche  beispielsweise nur mit einem Rahmen und entspre  chenden Beinen versehen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Platten, insbe sondere zur Verkleidung von Wänden, Tischen usw., dadurch gekennzeichnet, dass ein farbhaltiges, wärme härtendes Kunstharz in mindestens einer Schicht auf einen Träger aufgebracht und anschliessend ein gebrannt wird, wonach der so behandelte Träger mit einer mit wärmehärtendem Kunstharz getränkten Folie zwecks durchgehender Abbindung und Bil dung eines transparenten Schutzfilmes warmverpresst wird.
    II. Platte, insbesondere zur Verkleidung von Wänden, Tischen, usw., hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus farbhaltigem Kunstharz auf dem Träger durch den transparenten Schutzfilm sichtbar ist und der Schutzfilm mit dem Träger durch die farbhaltige Kunstharzschicht hindurch verbunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger eine Platte aus Holz fasern oder -spänen verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger eine Platte aus As best- oder Glasfasern verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger eine Platte aus Kunststoff oder Blech verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung der farb- haltigen, wärmehärtenden Kunstharzschicht Alkyd- harz und,-oder Harnstoffharz verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dem farbhaltigen, wärmehär tenden Kunstharz vor dem Aufbringen auf den Trä ger Melaminharz zugesetzt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des transparenten Schutzfilmes eine mit wärmehärtendem Kunstharz getränkte Folie aus Papier- oder Textilfaser dient. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des transparenten Schutzfilmes eine mit wärmehärtendem Kunstharz getränkte Folie aus Glas- oder Mineralfasern dient. B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des Schutzfilmes eine mit Melaminharz und!oder Harnstoffharz ge tränkte Folie dient.
CH343616D 1957-08-27 1956-08-31 Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte CH343616A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH343616T 1957-08-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH343616A true CH343616A (de) 1959-12-31

Family

ID=4506574

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH343616D CH343616A (de) 1957-08-27 1956-08-31 Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH343616A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19532819A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Holzwerkstoffplatte
DE3508438A1 (de) Gepresste mehrschichtplatte und verfahren zu ihrer herstellung
CH616617A5 (en) Chipboard panel which is provided on at least one side with a covering layer of melamine resin, and process for producing such a panel
DE928457C (de) Verfahren zur Oberflaechenveredlung von Schichtkoerpern aus Holz, insbesondere von Holzfaser-, Holzspan- und Sperrholzplatten
CH641408A5 (de) Verfahren zur herstellung eines melaminharzbeschichteten papiers.
DE2045878B2 (de) Verfahren zur Herstellung von dekorativen Oberflächenüberzügen
CH343616A (de) Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte
DE662934C (de) Verfahren zur Herstellung von verzierten Gegenstaenden
AT209053B (de) Verfahren zur Herstellung von Verkleidungsplatten, insbesondere für Wände, Tische u. dgl.
DE4114518C2 (de) Oberflächenbeschichtungsmaterial und Verfahren zu dessen Auftragung sowie Vorrichtung dafür
DE2301584A1 (de) Verfahren zur verguetung von oberflaechen sowie abgabetraeger zur durchfuehrung des verfahrens
DE2232847B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Dekorpapieren aus mit Aminoplastharzen getränkten und dekorseitig mit Lackharz beschichteten Trägerbahnen
DE747809C (de) Verfahren zur Verguetung und Verzierung der Oberflaechen von Platten aus Holz, Asbest, Cellulose o. dgl.
EP2837737B1 (de) Verfahren zum Trocknen von wässrigen Beschichtungen unter Verwendung von NIR-Strahlung
AT156681B (de) Verfahren zur Herstellung eines linoleumartigen Belagstoffes.
CH272043A (de) Verfahren zur Herstellung von gegen physikalische und chemische Einwirkungen weitgehend unempfindlichen Oberflächen an Gegenständen aus Holz und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
DE880269C (de) Verfahren zur Herstellung von Holzfaserhartplatten mit farbig gemusterter bzw. marmorierter fliesenartiger Oberflaeche
DE748221C (de) Verfahren zum Veredeln, von Sperrholz- und Kunststoffplatten o. dgl.
DE3024909A1 (de) Bauteil mit einer feuerfesten schicht und verfahren zu seiner herstellung
DE851849C (de) Waermebestaendiger Harz-Schicht-Stoff und Verfahren zu seiner Herstellung
CH349060A (de) Verfahren zur Herstellung von Platten und nach dem Verfahren hergestellte Platte
AT58106B (de) Verfahren zur Herstellung von Platten und Gegenständen aus Holzstoff oder Pappe oder Gemischen von Holz- und Faserstoffen.
DE2344082C3 (de) Verfahren zur Herstellung von unbrennbaren Wand- und Deckendekoren auf Asbestbasis
AT205731B (de) Verfahren zur Herstellung einer schalldämmenden, mit Vertiefungen und einer verleimten Deckschicht versehenen Holzfaserplatte
AT136371B (de) Verfahren zur Herstellung einer geschmeidigen, schwer brennbaren Auftragsmasse für Beläge.