Temperaturgesteuerter Durchflussregler in einem Kühlsystem Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen temperaturgesteuerten Durchflussregler in einem Kühl system, insbesondere für flüssigkeitsgekühlte Ver brennungsmotoren.
Es ist üblich, in den Kühlsystemen von Personen- und Lastwagenmotoren thermostatische Ventile vor zusehen, die einen Durchgang vom Motor zum Kühler für das mittels einer Pumpe zirkulierende Kühlmittel öffnen, wenn das Kühlmittel eine be stimmte Temperatur erreicht hat. Bisher waren die bei Personen- und Lastwagenmotoren verwendeten Kühlsysteme relativ gross, um eine grosse Wärme abgabefläche für das Kühlmittel zu schaffen.
In den letzten Jahren jedoch hat bei den Kraft fahrzeugherstellern die Tendenz zugenommen, die Abmessungen des Kühlers zu verringern und die Lei stung des Motors zu vergrössern, so dass auch der Umlauf des Kühlmittels verbessert werden musste. Die Verringerung der Kühlkapazität der heutigen Kühler und die Vergrösserung der durch einen lei stungsfähigeren Motor erzeugten Wärmemenge hat es notwendig gemacht, im Kühlsystem eine leistungs fähigere Wasserpumpe einzubauen, um damit eine schnellere Zirkulation im Kühlsystem zu erreichen und die kleinere Kühlfähigkeit des Systems auszugleichen.
Bei den heutigen modernen Fahrzeugen ist der Thermostat des Kühlsystems zwei getrennten unter schiedlichen Einflüssen unterworfen. Der erste Ein fluss, der immer bei den Fahrzeugkühlsystemen vor handen ist, ist der durch das Kühlmittel erzeugte Druck. Dieser Druck bewirkt, dass das Kühlmittel durch das System zirkuliert, und er erscheint, soweit dies den Thermostat betrifft, als Druckdifferenz zwi schen Eingangs- und Ausgangsseite des Thermostaten.
Der zweite Einfluss, welcher bei den modernen Kühlsystemen in Betracht gezogen werden muss, ist der statische Druck. Um den Siedepunkt des Kühl- mittels zu erhöhen und einen Verlust an Kühlmittel durch Verdampfung zu verhindern, wird das Kühl system hermetisch abgeschlossen. Ein statischer Druck entsteht durch den Dampfdruck des Kühl mittels sowie durch die Ausdehnung der eingeschlos senen Luft und des Kühlmittels.
Bei Verwendung eines balgförmigen Thermostaten ist die aufgewendete Kraft gleich Balgfläche mal sta tischem Druck. Unter der Voraussetzung, dass keine Änderung in der Temperatur des Kühlmittels auf tritt, ist die einzige Kraft, welche dauernd zur Auf rechterhaltung der gewünschten Ventillage aufge wandt wird, die Federung des Balges. Der Dampf druck der Füllung des Thermostaten ändert sich nicht, solange die Temperatur sich nicht ändert. Wenn sich das Ventil infolge einer Vergrösserung des statischen Druckes im System in Richtung auf die geschlossene Stellung bewegt, so fliesst weniger Kühlmittel durch, und die Kühhnitteltemperatur steigt an.
Dieser Vorgang dauert so lange an, bis die Ventillage wieder nahezu auf den gleichen Wert gebracht worden ist wie vorher. Als Folge hiervon ist die Betriebstemperatur des Motors höher.
In den letzten Jahren wurden Thermostaten mit Schmelzmitteln bei Kraftfahrzeugkühlsystemen ver wendet, um den Einfluss des statischen Druckes, wie er bei mit einem Balg ausgerüsteten Thermo staten auftrifft, zu verhindern. Bei Verwendung solcher Schmelzthermostaten ist die Kraft auf das thermische Element gleich der Fläche des verwen deten Kolbens mal dem statischen Druck, und es ist leicht erkennbar, dass dies nur eine relativ kleine Kraft bedeutet. Während jedoch der Schmelzthermo stat unempfindlich gegen statische Drücke ist, er fordert er die Verwendung eines im Gleichgewicht befindlichen Ventils, um den Einfluss des Pumpen druckes zu überwinden. Früher verwendeten die Kühlsysteme von Kraft fahrzeugen grösstenteils Tellerventile oder Klappen ventile.
Bei der Verwendung von Tellerventilen zeigte es sich, dass plötzliche Druckwellen diese Ventile auf- oder zuschlugen, je nach Lage der Dinge, was davon abhing, ob diese Ventile entweder in ihrer offenen oder in ihrer geschlossenen Stellung nicht im Gleichgewicht waren. Der Hauptnachteil der Teller- und Klappenventile liegt in der Schwie rigkeit, diese so herzustellen, dass ein Lecken bei hohem Pumpendruck keine Unterkühlung bei nied riger Umgebungstemperatur zur Folge hat. Es ist klar, dass eine richtige Temperaturregelung durch das Lecken zwischen den Ventilteilen und ihren Sitzen verlorengeht.
Da es sehr erwünscht ist, die Aufheizperiode des Motors so kurz wie möglich zu machen, bewirkt ein Leckverlust des Ventils während des Motorstartes, wenn das Ventil geschlossen und der Druck am grössten ist, eine beträchtliche Ver zögerung, bis das Kühlsystem für einen günstigen Wirkungsgrad des Motors und den Betrieb der Kraft wagenheizung genügend warm ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Durchflussregler, welcher die beschriebenen Nach teile vermeidet. Sie ist gekennzeichnet durch ein im Kühlmittelstrom angeordnetes Gehäuse, eine in diesem Gehäuse angeordnete temperaturempfind liche Vorrichtung, umfassend einen Behälter mit einem gegenüber den im Kühlsystem auftretenden Drücken unempfindlichen, unter dem Einfluss von Wärme schmelzbaren Material und einen Kolben, wobei beim übergang des schmelzbaren Materials vom festen in den flüssigen Zustand zwischen Kolben und Behälter eine Relativbewegung stattfindet, ferner durch ein Ventil mit einem rohrförmigen Teil,
der mit einem einen Ventilsitz bildenden Teil des Ge häuses zusammenwirkt und durch Dichtungsmittel gegenüber diesem Gehäuse abgedichtet ist, wobei das Ventil durch die temperaturempfindliche Vorrich tung beeinflusst wird und sich in eine geöffnete Stel lung bewegt, wenn das Kühlmittel eine bestimmte Temperatur erreicht und sich in die geschlossene Stellung bewegt, wenn die Temperatur des Kühlmit tels unter einen vorbestimmten Wert absinkt und da durch den Durchfluss von Kühlmittel durch das Ge häuse sperrt.
In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 ist ein Querschnitt durch eine erste Aus führungsform eines Durchflussreglers.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des in Fig. 1 darge stellten Durchflussreglers.
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch ein zweites Aus führungsbeispiel eines Durchflussreglers.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht des in Fig. 3 gezeig ten Durchflussreglers.
Fig. 5 ist ein Querschnitt durch ein drittes Aus führungsbeispiel eines Durchflussreglers.
Fig. 6 ist eine Seitenansicht des in Fig. 5 gezeig ten Durchflussreglers. Fig. 7 ist ein Querschnitt durch ein viertes Aus führungsbeispiel eines Durchflussreglers.
Fig. 8 ist eine Seitenansicht des in Fig. 7 gezeig ten Durchflussreglers.
<I>Ausführungsbeispiel nach</I> Fig. <I>1</I> In Fig. 1 und 2 ist ein Ventilgehäuse 10 mit einem äussern ringförmigen Flansch 12, einem zy lindrischen Teil 14, einer sich über das obere Ende des Zylinders 14 ausdehnenden Platte 16 und einem relativ schmalen Steg 18 dargestellt, welcher sich über das untere offene Ende des Zylinders 14 aus dehnt. Das Gehäuse 10 hat eine geeignete Form für den Einbau in das Kühlsystem eines Verbrennungs motors. Der Zylinder 14 des Gehäuses 10 ist mit einer geeigneten Öffnung 20 versehen, die, wenn das Gehäuse eingebaut ist, den Durchfluss eines Kühlmit tels durch das Gehäuse 10 während eines bestimmten Betriebszustandes des Temperaturreglers ermöglicht.
Wie in Fig. 1 dargestellt, besitzt der Zylinder 14 eine Schulter 22 in der Nähe des Flansches 12 mit etwas grösserem Durchmesser als der Hauptteil des Zylinders 14. Damit wird ein ringförmiger Absatz 24 zur Aufnahme eines U-förmigen Ringes 26 geschaf fen, der darin befestigt wird. Zwischen den Flanken 28 des Ringes 26 ist ein Dichtungsring 30 mit einer etwas grösseren radialen Ausdehnung als die Flanken 28 lose angeordnet. Der Innenrand 32 des Ringes 30 ragt aus einem Grund, der später noch erläutert wird, über die Enden der Ränder 28 hinaus.
Im Innern des Gehäuses 10 ist ein Ventil 34 gleitbar angebracht, welcher aus einem Rohr 36 und einem sich in radialer Richtung ausdehnenden, im allgemeinen konischen perforierten Stegblech 38 be steht, welches mit dem untern Ende des Rohres 36 verbunden ist. Das Stegblech 38 läuft in eine Kopf scheibe 40 aus, welche zu einem später noch ein gehender beschriebenen Zweck eine Öffnung 42 be sitzt. Das andere Ende des Ventils 34, welches der Verbindung mit dem Stegblech 38 abgewandt ist, ragt, wie in Fig. 1 gezeigt, nach oben und ist längs der Kante 44 abgeschrägt.
Die Innenseite 46 der Platte 16 liefert einen Ventilsitz für das Ventil 34 bzw. dessen Kante 44, wenn sich das Ventil 34 in seiner obersten geschlossenen Stellung befindet, wie dies in Fig. 1 gezeigt wird.
Das Ventil 34 wird für seine Hin- und Herbewe- gung in dem Gehäuse 10 durch den Innenrand 32 des Dichtungsringes 30 geführt. Bei Betrieb bietet der Ring 30 der Bewegung des Ventils 34 nur einen sehr geringen Widerstand; er verursacht keine Ab dichtung zwischen dem Gehäuse 10 und dem Ventil 34, wenn keine Druckdifferenz längs dieses Teils 34 herrscht. Auch das Ausmass oder die Richtung der Bewegung des Ventils 34 hat nur einen geringen oder gar keinen Einfluss auf die Abdichteigenschaften des Dichtungsringes 30.
Beim plötzlichen Auftreten einer Druckzunahme im Kühlsystem wird der Dichtungs ring 30 ohne Rücksicht auf die Höhe des Druckes nach oben gegen den obern Rand 28 und in gleicher Weise nach innen gegen die Aussenfläche 36 des Ventils 34 gepresst. Dadurch erzeugt er eine wirk same Abdichtung, sobald eine Druckdifferenz längs des Ventils 34 vorhanden ist.
Im Innern des Gehäuses 10 und des Ventils 34 ist konzentrisch zu diesen eine thermostatisch arbei tende Vorrichtung 48 befestigt, die dazu dient, das Ventil 34 zwischen seiner offenen und geschlos senen Stellung in bezug auf die Platte 16 hin und her zu bewegen. Die thermostatisch wirkende Vorrich tung 48 ist vom handelsüblichen Typ und umfasst einen Behälter 50 mit einem Kolben 52. Ein aus dehnungsfähiges schmelzbares (nicht dargestelltes) Material ist in dem Behälter 50 vorgesehen und steht mit einem Teil des Kolbens 52 in Verbindung.
Irgendein geeignetes schmelzbares Material, welches eine grosse Volumenänderung beim Übergang vom festen in den flüssigen Zustand bei einer vorbestimm ten Temperatur besitzt, kann Verwendung finden. Da diese Anordnungen in der Technik bekannt sind, erscheinen weitere Einzelheiten und eine Beschrei bung nicht notwendig. Es genügt, zu erwähnen, dass die robuste und kompakte Einheit beim Erhitzen auf eine vorbestimmte Temperatur eine starke Druckkraft liefert und leicht und wirtschaftlich hergestellt werden kann.
Der Kolben 52 ist durch Einschrauben in eine Gewindeöffnung 54, die sich in der Mitte der Platte 16 des Gehäuses 10 befindet, befestigt; er wird nach einer einmaligen Einstellung durch ein geeignetes Halteverfahren, beispielsweise Verlöten (nicht ein gezeichnet) in seiner Stellung gehalten. Es ist klar, dass bei einer Zustandsänderung des schmelzbaren Mate rials im Behälter 50 sich dieser Behälter unter dem Einfluss der durch Ausdehnung des Schmelzmaterials erzeugten Kraft nach unten bewegt. Am untern Ende des Gehäuses 10 weist der Steg 18, wie in Fig. 1 ge zeigt, eine Öffnung 56 auf, und er ist mit einem ring förmigen Rand 58 zur Führung des Behälters 50 während dessen Hin- und Hergang ausgerüstet.
Der Behälter 50 hat einen obern Teil 60 mit einem verringerten Durchmesser, welcher von der Öffnung 42 der Kopfscheibe 40 aufgenommen wird. Ein Sicherungsring 62 von etwas geringerem Durch messer als die Öffnung 42 liegt über der Kopfscheibe 40 und ist durch geeignete Mittel mit dem Teil 60 fest verbunden. Er verhindert, dass sich der Behälter 50 relativ zum Ventil 34 nach unten bewegt. Eine Schraubenfeder 64, welche den Behälter 50 vollstän dig umgibt, wird in ihrer zusammengepressten Stellung zwischen der Oberseite des Steges 18 und der Unter seite der Kopfscheibe 40 gehalten.
Die Feder 64 drückt normalerweise das Ventil 34 gegen seinen Ventilsitz 16 und dient dazu, den Behälter 50 der thermostatisch arbeitenden Vorrichtung 48 im we sentlichen in dem Gehäuse 10 zurückzuhalten, wie dies in Fig. 1 gezeigt wird.
<I>Arbeitsweise des Ausführungsbeispiels nach</I> Fig. <I>1</I> Beim Betrieb der Anordnung nach Fig. 1 befindet sich das Gehäuse im Kühlsystem einer Brennkraft- maschine, so dass das Kühlmittel von einer Wasser pumpe aus in der durch die verschiedenen Pfeile in Fig. 1 und 2 angedeuteten Richtung fliesst. Das Ventil 34 ist in seiner geschlossenen Stellung gezeigt, was andeutet, dass die Temperatur des Kühlmittels sich unter der vorbestimmten Temperatur befindet, bei der eine vollständige Zirkulation des Kühlsystems er wünscht ist.
Bei Erreichen dieser Temperatur dehnt sich das Schmelzmaterial im Behälter 50 aus. Da der Kolben 52 mit dem Gehäuse 10 fest verbunden ist, wird der Behälter 50 gegen die Vorspannung der Feder 64 zwangsweise nach unten bewegt. Das Ventil 34 wird von seinem Sitz auf der Platte 16 wegbewegt und der Kühlstrom ist in der Lage,
durch das Stegblech 3 8 um die abgeschrägte Kante herum und weiter durch den Kanal zwischen dem Rohr 36 und dem Zylinder 14 des Gehäuses 10 und die darin enthaltenen Öffnungen hindurch in den Kühler des Kühlsystems zu fliessen. Umgekehrt wird bei Abkühlung des Kühlmittels unter eine bestimmte Temperatur das Schmelzmaterial hart und zieht sich zusammen mit dem Erfolg, dass der Behälter 50 und mit ihm das Ventil 34 durch die Spannung der Feder 64 nach oben bewegt wird, so dass die abge schrägte Kante 44 wieder auf ihrem Sitz auf der Platte 16 festsitzt und das Kühlmittel nicht durch das Gehäuse 10 strömen kann.
Ausführungsform <I>nach</I> Fig. <I>3</I> Bei der, in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausfüh rungsform besitzt das Gehäuse 70 einen Zylinder 72 mit einer Anzahl Öffnungen 73 zum ungehinder ten Durchfluss des Kühlmittels sowie einen ringförmi gen Flansch 74, der in radialer Richtung von dem einen äussersten Rand des Teils 72 nach aussen ragt, sowie eine Abschlusswand 76, die sich am andern kreisförmigen Ende des Teils 72 nach innen erstreckt.
Ferner ist ein Steg 78 vorgesehen, der sich von dem Teil 72 aus an der der Abschlusswand 76 abgewand ten Seite in radialer Richtung nach innen erstreckt und der durch ein geeignetes Verfahren, beispiels weise durch Schweissen oder Löten, auf dem Flansch 74 befestigt ist.
Die Abschlusswand 76 ist in ihrem mittleren Teil mit einem Endstück 80 versehen, welches im einzel nen aus einer zylindrischen Wand 82 und einer Ab schlusswand 84 besteht. Im Zylinder 72 ist an seiner Verbindungsstelle mit dem Flansch 74 eine ring förmige Schulter 86 verbunden mit einem Absatz 88 zur Aufnahme eines Befestigungsringes 90, der durch geeignete Mittel darin befestigt ist. Sie umfasst die Innenseite des Teils 72. Kurz oberhalb des Be festigungsringes 90 ist eine ringförmige Unterlag scheibe 92 angebracht, deren Innendurchmesser gleich der des Befestigungsringes 90 ist, die aber einen etwas grösseren Aussendurchmesser besitzt, so dass sie noch auf dem Flansch 74 liegt.
Die Enden des Steges 78 sind nach aussen gebogen und bilden Schul tern 94, die auf der Unterlagscheibe 92 sitzen und zur Befestigung mit dem Flansch 74 dienen. Zwischen dem Befestigungsring 90 und der Unterlagscheibe 92 ist ein Dichtungsring 95 aus irgendeinem geeigneten Material, aber vorzugsweise aus einer Gummiverbin dung, angebracht. Der Innenrand des Ringes 95 ragt etwas über den Innenrand des Befestigungsringes 90 und die Unterlagscheibe 92 hinaus.
In dem Gehäuse 70 ist ein ringförmiges Ventil 96 angeordnet, das aus einem Rohr 98, einer etwas versetzten konzentrischen Rohrhülse 100 von gerin gerem Durchmesser und einem im wesentlichen konischen, perforierten Stegblech 102 zur Verbin dung der Enden der Bauteile 98 und 100 besteht, wie dies in Fig. 3 gezeigt wird. Das andere Ende des Rohres 98, welches der Verbindung mit dem Steg blech 102 abgewandt ist, ist längs der Kante 104 abgeschrägt. Die Innenseite 106 der Abschlusswand 76 stellt zusammen mit der abgeschrägten Kante 104 einen Ventilsitz für das Ventil 96 dar, wenn dieses sich in seiner untersten geschlossenen Stellung befin det, wie dies in Fig. 3 angedeutet ist.
Das Ventil 96 wird für seine Hin- und Herbewe- gung im Gehäuse 70 durch das Widerlager zwischen der Innenwand des Dichtungsringes 95 und der Aussenseite des Rohres 98 geführt. Diese Widerlager dienen auch dazu, ein Durchlecken des Kühlmittels zwischen dem Rohr 98 und dem Zylinder 14 des Ge häuses 70 zu verhindern. Wie dies beim Ausfüh rungsbeispiel nach Fig. 1 in gleicher Weise der Fall ist, ragt der Ring 95 innen etwas über den Innen rand des Ringes 90 und der Unterlagscheibe 92 hinaus; er wird nach oben und nach innen gedrückt, wenn eine Druckwelle im Kühlmittel auftritt.
Er er zeugt damit eine wirksame Abdichtung zwischen der Aussenseite des Ventils 96 und dem Gehäuse 70.
Im Innern des Gehäuses 70 und des Ventils 96 ist konzentrisch zu dem Rohr 98 und der Rohrhülle 100 eine thermostatisch wirkende Vorrichtung 108 von ähnlichem Aufbau, wie sie in Fig. 1 gezeigt wurde, angebracht. Sie unterscheidet sich von dieser nur dadurch, dass sie einen längeren Kolben 110 be sitzt. Der Behälter 112 dieser Vorrichtung ist fest eingepresst oder anderweitig mit der zylindrischen Wand 82 und der Abschlusswand 84 des Endstückes 80 fest verbunden. Der Kolben 110 ragt von dem Behälter 112 nach oben durch eine mit Gewinde ver sehene Öffnung 114 in einem perforierten Endstück 116, welches sich an dem einen Ende der Rohrhülse 100 befindet.
Er sitzt gleitfähig in einer Öffnung 118, die in dem ebenen Teil 120 des Steges 78 enthalten ist.
Es sei bemerkt, dass das Endstück 80, das Rohr 98, die Rohrhülse <B>100</B> und die Öffnungen 114 und 118 alle koaxial zum Behälter 112 und zum Kolben 110 angeordnet sind. Der Kolben 110 hat einen mit einem Gewinde versehenen Abschnitt 122, der in die mit einem Gewinde versehene Öffnung 114 passt. Da bei sind -Mittel zur Einstellung der relativen Lage zwischen dem Kolben 110 und dem Ventil 96 vor gesehen. Ein geeignetes Befestigungsverfahren, bei- spielsweise Verlöten, kann dazu dienen, den mit einem Gewinde versehenen Teil 122 in der Öffnung 114 nach Durchführung einer einmaligen Justierung zu befestigen.
Eine Schraubenfeder 124 umgibt die Rohrhülse 100 und wird in vorgespannter Stellung zwischen der Unterseite des ebenen Teils 120 und dem Stegblech 102 gehalten. Sie dient dazu, das Ventil 96 auf den Ventilsitz 76 zu drücken. <I>Arbeitsweise des Ausführungsbeispiels</I> <I>nach</I> Fig. <I>3 und 4</I> Das Gehäuse 70 ist im Kühlsystem eines Motors angeordnet, so dass das Kühlmittel von der Wasser pumpe aus in der durch die verschiedenen Pfeile an gezeigten Richtung zu dem im Gehäuse 70 ange brachten Behälter der thermostatisch arbeitenden Vorrichtung<B>108</B> fliesst. Das Ventil 96 ist in geschlos sener Stellung gezeichnet, so dass der Durchgang des Kühlmittels durch das Gehäuse verhindert wird.
Bei Erreichen der erwünschten Temperatur dehnt sich das Schmelzmaterial im Behälter 112 aus, und da dieser Teil der Vorrichtung 108 mit dem Gehäuse 70 festverbunden ist, wird der Kolben 110 zwangsweise nach oben bewegt, wobei er das Ventil 96 mitnimmt und damit die Möglichkeit schafft, dass das Kühlmittel durch die Öffnungen 73 um die Kante 104 herum durch das Stegblech 102 und das perforierte Ende der Wandung 116 hindurch hinaus in den Kühlerteil des Kühlsystems strömt.
<I>Ausführungsbeispiel nach</I> Fig. <I>5</I> Bei der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Ausfüh rungsform besteht das Gehäuse 130 aus einem Zylin der 132, einem ringförmigen Flansch 134, der an dem einen äussersten Rand des Zylinders nach aussen gerichtet ist, sowie einem Steg<B>136,</B> der hier im wesentlichen eine U-Form aufweist und vom Zylinder 132 gehalten wird und mit diesem durch ein geeig netes Verfahren verbunden ist. Der Steg 136 enthält einen mittleren Teil, der als ebene Kreisscheibe 138 ausgebildet ist, die sich in einer parallelen Ebene zu der Ebene des Flansches 134 befindet und deren Achse mit den Achsen des Flansches 134 und des zylindrischen Teils 132 in gleicher Richtung liegt.
Die kreisförmige Scheibe 138 hat einen Durchmesser der im wesentlichen gleich dem Durchmesser des Zy linders 132 ist.
Der zylindrische Teil 132 des Gehäuses 130 ist mit einem Flansch 140 versehen, der sich in ra dialer Richtung an dem andern Ende des Gehäuses erstreckt, welches der Verbindung mit dem Bund 136 abgewandt ist. Etwas unterhalb des Flansches 140 und durch ein geeignetes Verfahren mit der Innen fläche des Zylinders 132 verbunden, befindet sich ein Ring .142, welcher mit dem Flansch 140 zusam men einen ringförmigen Raum zur Aufnahme des Dichtungsringes 144 bildet. Der innere Durchmesser des Flansches 140 und des Ringes 142 ist im wesent lichen gleich oder etwas grösser als der Innendurch messer des Ringes 144, welcher nach innen um einen kleinen Betrag über den Innenrand derselben hinaus ragt. Der Ring 144 entspricht den in den Ausfüh rungsbeispielen nach Fig. 1 und 3 gezeigten Aus führungsformen.
Er wird nach oben und nach innen gedrückt, wenn der Druck des Kühlmittels anwächst und erzeugt somit eine geeignete Abdichtung zwi schen der Aussenfläche eines Ventils 146, das im fol genden noch beschrieben wird, und dem Gehäuse 130.
In dem Gehäuse 130 befindet sich ein durch den Innenrand der Buchse 144 gleitend geführtes ring förmiges Ventil 146, das, wie gezeigt, aus einer Rohrhülse 148 und einem sternförmigen Teil oder einem Stegblech 150 besteht, welches sich von dem obern Ende der Rohrhülse 148 aus erstreckt und eine Vielzahl von Löchern 152 zum Durchfluss des Kühlmittels aufweist. Es besitzt ferner einen sich ko nisch erweiternden Teil 154, der am andern Ende des Ventils 146 angebracht ist.
Der Aussendurch messer des erweiterten Teils 154 ist grösser als der Innendurchmesser des Ringes 144, des Flansches 140 und des Ringes 142, aber kleiner als der Aussen durchmesser der Scheibe 138, so dass die Scheibe <B>138</B> in der Lage ist, ein Widerlager für den ganzen Rand des erweiterten Teils 154 zu bilden und als Ventilsitz für das Ventil 146 zu dienen, wenn dieses sich in seiner untersten geschlossenen Lage befindet, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist. Der Zylinder 132 des Gehäuses 130 hat einen Durchmesser, der etwas grösser ist als der Durchmesser des erweiterten Teils 154, so dass genügend Spielraum besteht, um ein Fest klemmen oder genügend als Folge von Schmutz und dergleichen zu verhindern, wenn das Ventil 146 offen ist.
Das Kühlmittel kann, wie durch die verschie denen Pfeile angedeutet, um das Ende des Ventils 146 herumfliessen. Es übt dabei eine Kraft auf die ringförmige Oberfläche 155 des erweiterten Teils 154 aus, wie dies in Fig. 5 gezeigt wird, und drückt das Ventil 146 auf den durch die Scheibe 138 gebildeten Ventilsitz. Hieraus wird auch deutlich, dass irgend welche Druckwellen, die sich aufbauen, die Tendenz zeigen, das Ventil 146 nach unten in Richtung auf seinen Sitz zu bewegen. Das Ventil 146 wird norma lerweise durch eine Schraubenfeder 156, welche zwi schen der obern ringförmigen Oberfläche des erwei terten Teils 154 und der Unterseite des Ringes 142 wirkt, gegen die Scheibe 138 gedrückt.
Im Innern des Gehäuses 130 und des Ventils 146 befindet sich konzentrisch zu diesen eine thermo- statisch arbeitende Vorrichtung 160. Sie dient zur Bewegung des Ventils 146 zwischen seiner offenen und geschlossenen Stellung in bezug auf die Scheibe 138. Der Behälter 162 dieser Vorrichtung 160 ist durch Presssitz oder anderweitig fest mit der Öffnung 164 in der Mitte der Scheibe<B>138</B> befestigt. Am an dern Ende der Vorrichtung 160 wird ein mit ihr verbundener Kolben 166 von einer Gewindebohrung 168, welche sich in dem Stegblock 150 befindet, auf 9 genommen.
Der Kolben 166 kann nach einem ge- eigneten Verfahren, beispielsweise Verlötung, nach Durchführung einer einmaligen Einstellung befestigt werden.
<I>Arbeitsweise des Ausführungsbeispiels nach</I> Fig. <I>5</I> Beim Betrieb des Durchflussreglers nach Fig. 5 und 6 befindet sich das Gehäuse 130 fest in das Kühlsystem eingebaut, so dass das Kühlmittel in Richtung der verschiedenen Pfeile fliesst. Das Ventil 146 sitzt, wie eingezeichnet, auf der Scheibe <B>138</B> und verhindert einen Durchfluss des Kühl mittels. Bei Erreichen der gewünschten Tempe ratur dehnt sich das Schmelzmaterial im Behälter 162 aus und zwingt den Kolben 166, sich nach oben zu bewegen, wobei er das Ventil 146 mitnimmt.
Das Kühlmittel fliesst dann zwischen dem Flansch 134 und der Scheibe 138 um den erweiterten Teil 154 herum durch die Rohrhülse 148 und das Stegblech 150 hindurch in den übrigen Teil des Kühlsystems. Wenn sich umgekehrt das Kühlmittel unter die er wünschte Temperatur abkühlt, drückt die Feder 156 das Ventil 146 in die geschlossene Stellung, so dass der erweiterte Teil 154 auf der Scheibe 138 auf liegt. Bei diesem Vorgang gleitet der Dichtungsring 144 während der Hin- und Herbewegung des Ventils 146 auf der Aussenfläche der Rohrhülse 148 und verhindert ein Entweichen des Kühlmittels am Flansch 140 vorbei.
<I>Ausführungsbeispiel nach</I> Fig. <I>7</I> Bei der in den Fig. 7 und 8 gezeigten Ausfüh rungsform ist ein Gehäuse 170 von im allgemeinen, zylindrischer Form mit einer Anzahl von Öffnungen 172 zum Durchgang des Kühlmittels versehen. Es besitzt ferner einen Flansch 174, der an dem einen äussern Ende angebracht ist und eine pyramiden- stumpfförmige konische Abschlusswand 176 am an dern Ende. Zwischen dem Flansch 174 und der Ab schlusswand 176 ist ein im Querschnitt U-förmiger Ring 178 mit der Innenfläche des Gehäuses durch geeignete Mittel fest verbunden.
Dieser besitzt ober halb von ihm, als Einheit mit ihm fest verbunden, zwei einander gegenüberstehende Stege 180.
Der Ring 178 hat zwei ringförmige Flanken 182, die übereinanderliegen. Zwischen diesen ist ein Dich tungsring 184 angeordnet.
Der Ring 184 ist den in den Ausführungsbeispie len nach Fig. 1, 2 und 3 gezeigten ähnlich. Er wird, wenn der Druck des Kühlmittels anwächst, nach oben und innen gedrückt und erzeugt somit eine Abdich tung zwischen der Aussenfläche des Ventils 190, das später noch beschrieben wird, und dem Gehäuse 170. Die äussern obern Enden 186 der Stege 180 sind zu einem später noch beschriebenen Zweck angeflanscht.
Zum Zwecke der Hin- und Herbewegung ist kon zentrisch in dem Gehäuse 170 ein ringförmiges Ventil 190 angebracht, das aus einem Rohr 192, einem hier mit verbundenen abgewinkelten Steg 194 und einer aus dem Steg 194 zusammen mit dem Rohr 192 ge bildeten Schulter besteht. Das Rohr 192 hat einen Aussendurchmesser, der genügend klein ist, um ein ausreichendes Spiel zwischen seiner Aussenseite und dem Innenrand des Ringes 182 zu gewährleisten. Es wird für seine Hin- und Herbewegung in dem Ge häuse 170 durch die Ringe 182 geführt.
Aus der Beschreibung der vorhergehenden Aus führungsbeispiele ist es klar, dass das Ventil 190 mit der Abschlusswand 176 des Gehäuses 170 zusam men arbeitet, um den Durchfluss des Kühlmittels zu regeln. Eine das Ventil 190 betätigende, thermo- statisch arbeitende Vorrichtung 198 ist vorgesehen, und diese ist mit den in den früheren Beispielen ver wendeten identisch.
Eine solche Vorrichtung enthält den üblichen Behälter 200, der durch Presssitz in einer Öffnung 202 in der Mitte der Abschlusswand <B>176</B> befestigt ist, sowie einen Kolben 204, der, wie in Fig. 7 gezeigt, aus dem Behälter 198 nach oben ragt.
Wie bereits festgestellt, besitzt die Abschlusswand 176 eine konische Form und dehnt sich, wie in Fig. 7 angedeutet, ins Innere des Ventils 190 aus. Sie dient somit als Widerlager für den Behälter 200. Durch diese Bauart wird eine grössere Fläche des Behälters 200 der Kühlflüssigkeit ausgesetzt.
Der Steg 194 ist so gebogen, dass er eine Spitze 206 aufweist, die zur Aufnahme des äussersten Kol benendes 204 dient. Eine Schraubenfeder 208 wird zwischen dem Flansch 186 und der Schulter 196 des Ventils 190 eingepresst gehalten und dient dazu, das Ventil<B>190</B> gegen seinen Sitz 176 zu pressen.
Eine Öffnung 210 in der Abschlusswand 176 dient zur Aufnahme eines beweglichen Stiftes 212, der mit tels eines abgeflachten Teils 214 an seinem einen Ende und einem Kopf 216 an seinem andern Ende gehalten wird. Der Stift 212 dient als Absperr ventil zur Entlüftung für die sonst in dem Kühl system unter dem Gehäuse 170 eingeschlossene Luft.
Wenn jedoch der Druck unter dem Gehäuse während der Aufheizperiode des Kühlsystems ein Maximum erreicht oder in der Nähe des Maximums liegt und das Ventil sich in seiner geschlossenen Stellung be findet, wird der dem Druck ausgesetzte Stift 212 nach oben verschoben und nimmt eine solche schräge Stel lung ein, dass die Fläche des Kopfes 216 die Öffnung 210 dichtend abdeckt, so dass ein merkliches Durch lecken der Kühlflüssigkeit durch das Gehäuse 170 bei geschlossenem Ventil 190 vermieden wird.
Es ist selbstverständlich, dass der bewegliche Stift 212 in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 nur zu Erläu terungszwecken gezeigt wird, dass er aber genau so gut bei jedem der vorher beschriebenen Ausführungs- beispiele verwendet werden kann. Arbeitsweise <I>des Ausführungsbeispiels nach</I> Fig. <I>7</I> Die Arbeitsweise des Durchflussreglers nach Fig. 7 und 8 ist ähnlich wie diejenige der früheren Ausführungsbeispiele.
Das Gehäuse 170 ist in das Kühlsystem eingebaut, so dass das Kühlmittel in der durch die verschiedenen Pfeile angezeigten Richtung dem innerhalb des Gehäuses 170 angebrachten Behäl- ter 200 zuströmt. Wenn das Kühlmittel die ge wünschte Temperatur erreicht, wird der Kolben nach oben bewegt, wobei er den Steg 194 und das Rohr 192 mitnimmt, so dass die Kühlflüssigkeit durch die Öffnungen 172 hindurch zwischen dem untern Ende des Rohres 192 und dem durch die Abschlusswand 176 gebildeten Ventilsitz vorbei und ferner durch das Rohr 192 und den Steg 194 hindurch hinaus in den Kühlerteil des Kühlsystems fliesst.
Wenn umgekehrt die Temperatur des Kühlmittels genügend unter eine bestimmte Temperatur absinkt, zieht sich der Kolben 204 wieder in das Gehäuse 200 zurück, so dass die Feder 208 das Ventil 190 auf seinen Sitz 176 pressen kann und damit ein Fliessen des Kühlmittels durch das Gehäuse 170 verhindert wird.
Die verschiedenen Ausführungsbeispiele stellen also Temperaturregler für Verbrennungsmotoren dar, bei welchen das Auf- und Zuschlagen einmal durch Anwendung einer geeigneten, thermostatisch arbeiten den Vorrichtung, die eine genügende Kraftreserve besitzt, um einem relativ grossen Druck und auch Druckwellen zu widerstehen, und zum andern durch Verwendung verschiedener Formen von ringförmigen Ventilen, die gegen den Druck in dem Kühlsystem unempfindlich sind, verhindert wird.
Weiterhin wird zur Verringerung des Durchleckens zwischen dem Gehäuse und dem Ventil eine neuartige Abdichtvor- richtung vorgesehen, welche eine Verkürzung der Aufwärmperiode des Motors zur Folge hat.
Obwohl die Ausführungsbeispiele der Erfindung mit weitgehenden Einzelheiten gezeigt und beschrieben wurden, ist es klar, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist; es ist dem mit der Technik vertrau ten Fachmann klar, dass sie verschiedene mechanische Ausführungsformen aufweisen kann. Es ist ferner verständlich, dass viele Abänderungen in den Kon struktionseinzelheiten und in der Anordnung der Teile vorgenommen werden können, ohne dass damit der Rahmen der Erfindung überschritten wird.