CH345687A - Verfahren zum Isolieren der Hochspannung führenden Stabwicklung einer elektrischen Maschine - Google Patents
Verfahren zum Isolieren der Hochspannung führenden Stabwicklung einer elektrischen MaschineInfo
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Description
Verfahren zum Isolieren der Hochspannung führenden Stabwicklung einer elektrischen Maschine Zum Isolieren der Hochspannung führenden Stabwicklung einer elektrischen Maschine, also bei spielsweise der Ständerwicklung eines Synchron- generators, verwendet man bekanntlich eine Glim- merisolation. Eine solche Glimmerisolierhülse kann durch Umwickeln des Nutleiters mit einer breiten Isolierbahn hergestellt werden. Die für die Nut- isolierhülse verwendeten Glimmerblättchen wurden bisher unter Zuhilfenahme von Schellack miteinander und mit der die Glimmerblättchen tragenden Unter lage verklebt. Neuerdings verwendet man hierfür aushärtbare Kunstharze, beispielsweise Epoxydharz oder auch Polyesterharze, die in reaktiven Mono meren, wie Styrol, gelöst sind. Solche Harze haben den grossen Vorteil, dass sie beim Aushärten zu einem einheitlichen Gefüge erstarren, ohne irgend welche Gase auszuscheiden. Es ist bereits vorgeschlagen worden, eine solche Nutisolierhülse beispielsweise dadurch herzustellen, dass man auf eine wärmebeständige Unterlage, ins besondere aus einem Gewebe (Glasseide), einem Faserstoff (Japanpapier) oder eine Folie, mehrere Schichten von Glimmerblättchen abwechselnd mit Schichten aus aushärtbarem Kunstharz aufbringt. Das überschüssige Kunstharz wird dann durch eine Behandlung mit Walzen ausgequetscht. Die so ge bildete Mehrfachfolie wird um den Hutleiter in mehreren Lagen herumgewickelt, worauf schliesslich das Kunstharz ausgehärtet wird. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, eine solche Nutisolierhülse in der Weise herzustellen, dass man auf die ausge breitete wärmebeständige Unterlage zunächst mehrere Schichten von Glimmerblättchen aufbringt, die durch ein leicht verdampfbares flüssiges Bindemittel gehal ten werden. In dieser Form wird die Mehrfachfolie in breiter Bahn um den Hutleiter herumgewickelt. Nach dem Imprägnieren der aufgewickelten Mehr fachfolie mit einem flüssigen, aushärtbaren Kunst harz wird dann das Kunstharz ausgehärtet. Eine nach diesen Verfahren hergestellte Nut- isolierhülse, die sich durch vorzügliche elektrische, mechanische und thermische Werte auszeichnet, hat jedoch den Nachteil, d'ass man sie nur auf den ge raden Teil des Leiters, also auf den eigentlichen Hut leiter, ohne Schwierigkeiten aufbringen kann, wäh rend die durchgehende Herstellung einer solchen Isolierhülse am gesamten Leiter, also auch am Wickelkopf, schwer durchzuführen ist. Vor allem bereitet es Schwierigkeiten, die Übergangsstelle vom geraden Hutleiter in die abgekröpften Teile des Wickelkopfes hochspannungsfest zu isolieren, da an den Umbiegestellen vom geraden Hutleiter in den Wickelkopf das dichte Aufwickeln einer den gesam ten Leiter umfassenden Isolierbahn schwer durch zuführen ist. Die Schwierigkeiten werden noch da durch verstärkt, dass gerade die übergangsstellen vom geraden Teil des Leiters in den Wickelkopf be sonders hohen elektrischen Beanspruchungen ausge setzt sind. Man hat daher bisher die Isolation des Wickelkopfes durch Bandagieren hergestellt, indem man relativ schmale Wickelbänder um den Wickel kopf herumgewickelt hat. Die Erfindung geht einen andern Weg, um die erwähnten Schwierigkeiten zu beheben. Gemäss der Erfindung wird die Glimmerisolation, die aus auf eine wärmebeständige Unterlage in mehreren Lagen aufgebrachten und mit einem aushärtbaren Kunst harz getränkten Glimmerblättchen besteht, in einer einzigen breiten Bahn auf den Wicklungsstab in seiner ganzen, den Hutteil und die Wickelköpfe um fassenden Länge vor dem Biegen des Stabes aufge wickelt, worauf die Tränkung mit dem aushärtbaren Kunstharz durchgeführt wird; wesentlich hierbei ist, dass das Kunstharz erst nach dem für die Herstel lung des Wickelkopfes erforderlichen Biegen des Stabes ausgehärtet wird. Da bei dem Verfahren gemäss der Erfindung die Glimmerisolation als Mehr fachfolie in breiter Bahn um die ganze Länge des noch gestreckten Leiters gewickelt wird und das Ab kröpfen der Wickelkopfleiter erst nach der Um wicklung mit dieser Mehrfachfolie erfolgt, wird ein zusammenhängender Verband zwischen der Nutisola- tion und der Wickelkopfisolation erreicht, so dass die Schwierigkeiten, die dadurch entstehen, dass an den elektrisch hoch beanspruchten Umbiegestellen zwischen den geraden Teilen des Nutleiters und den abgekröpften Teilen des Wickelkopfes zwei ver schiedenartig ausgebildete Isolierhülsen aneinander stossen, gar nicht erst auftreten. Es ist zwar bekannt, die metallischen Leiter einer mit Niederspannung betriebenen elektrischen Ma schine zunächst mit einem Isolierband zu umbandeln und erst dann die Leiter des Wickelkopfes abzu- kröpfen, bei diesem bekannten Verfahren werden aber die Leiter lediglich mit einem elastischen, kautschukartigen Isolierstoff, insbesondere aus Or- ganopolysiloxanen, isoliert. Ein solches Verfahren ist bei einer Niederspannungsisolation deshalb mög lich, weil die Leiter ohne Verletzung der Isolier Schicht gebogen werden können und die dielektri- schen Eigenschaften der Leiter an der Biegestelle kaum verändert werden. Man wendet dieses Ver fahren bei Niederspannungswicklungen lediglich aus Fertigungsgründen an, damit Zeit und Kosten bei der Herstellung einer solchen Niederspannungs isolation gespart werden. Bei der Herstellung von hochspannungsfesten Glimmerhülsen für Hochspannungswicklungen hat man bisher von dem Abkröpfen des bereits mit einer Glimmerisolation umwickelten Leiters, wie es die Erfindung vorsieht, abgesehen, da man befürchtet hatte, dass die Glimmerblättchen beim Abkröpfen in unzulässiger Weise deformiert und beschädigt wer den, so d'ass gerade an den in elektrischer Hinsicht besonders beanspruchten Übergangsstellen zwischen Nutleiter und Wickelkopf die Isolation in Mitleiden schaft gezogen wird. Es hat sich jedoch gezeigt, dass ein Abkröpfen, wie es die Erfindung vorsieht, ohne weiteres möglich ist, da das Abkröpfen der Wickel kopfleiter im nassen Zustand der Isolation erfolgt. Durch die Tränkung mit dem Kunstharz sind näm lich die Glimmerblättchen geschmeidig und gegen eine mechanische Beschädigung beim Biegen ge schützt. Eine Beschädigung der Glimmerblättchen an den Biegestellen des Wicklungsstabes durch Einreissen an der Aussenseite und Einknicken an der Innenseite, wodurch der Isolationswert erheblich herabgesetzt würde, kann ausserdem noch dadurch weiterhin unterdrückt werden, dass die Glimmerblättchen für die Isolation der Abbiegestellen des Wicklungsstabes kleiner gewählt werden als für die Isolation der übrigen Stellen. Da die Wickelkopfisolation einen niedrigeren Isolationswert haben kann als die Nut isolation, kann man den kleinblättrigen Glimmer, der ausserdem den Vorzug hat, dass er billiger ist, auch im gesamten Wickelkopf verwenden, während der grossblättrige Glimmer nur der eigentlichen Nut isolation vorbehalten bleibt. An Hand der Fig. 1 bis 5 sei die Erfindung er läutert. In Fig. 1 ist im Querschnitt eine ausgebreitete Mehrfachfolie gezeigt, die aus mehreren übereinan- dergeschichteten Lagen 1 aus Glimmerblättchen be steht, die auf die wärmebeständige Unterlage 2 aus Glasseide aufgebracht sind. Fig. 2 zeigt diese Mehr fachfolie der Fig. 1 in Draufsicht, während in Fig. 3 der noch gestreckte Stab, um den die Mehrfachfolie der Fig. 1 und 2 herumgewickelt ist, in Seitenansicht wiedergegeben ist. In Fig. 4 ist schliesslich der gleiche Stab nach dem Abbiegen der Wickelköpfe dargestellt. Zunächst werden auf die ausgebreitete wärme beständige Unterlage, deren Breite - wenn man von den elektrischen Verbindungsstellen an den Stabenden absieht - der Länge. des zu isolierenden Wicklungsstabes entspricht, mehrere Lagen von Glimmerblättchen 1 aufgebracht. Das Kunstharz wird hierbei entweder, wie bereits geschildert, sofort eingestrichen, oder es wird erst nach dem Aufwickeln der Mehrfachfolie durch Tränkung des umwickelten Stabes eingebracht. Wie in Fig. 2 dargestellt, werden bei der Her stellung der Isolation im Bereich der Nut gross blättrige Glimmerblättchen verwendet, während an den Biegestellen (vgl. rechte Seite der Fig. 2) oder auch im Bereich der gesamten Wickelkopfisolation (vgl. linke Seite der Fig. 2) kleinblättrige Glimmer blättchen verwendet werden. Auch kann, wie in Fig. 1 dargestellt, im Wickelkopf eine geringere Zahl von Lagen aus Glimmerblättchen auf die wärme beständige Unterlage aufgebracht werden als im Be reich des Nutleiters. Ferner empfiehlt es sich, die Schichten aus Glimmerblättchen im Wickelkopf in Richtung der Stabachse gegeneinander abzustufen. Die so hergestellte Mehrfachfolie wird in einer einzigen breiten Bahn um den Stab 3 in mehreren Lagen herumgewickelt. Vor der Aushärtung des Kunstharzes der Isolierhülse wird dann der Stab 3 an den Stellen 4 gebogen, worauf er in eine Press- form gebracht wird, in der die Isolierhülse auf Mass gebracht wird. Mit der Pressform kommt der Stab dann in einen Ofen, in dem das Kunstharz durch Erwärmung ausgehärtet wird. Der Stab kann dann in üblicher Weise aussen mit einem halbleitenden Anstrich, der beispielsweise Graphit enthält, ver sehen werden, damit Glimmentladungen zwischen der Nutwand und der Isolierhülse verhindert werden. In Fig. 5 ist schliesslich das Aufbringen eines Endenglimmschutzes an der Austrittsstelle des Stabes aus der Nut dargestellt. Der aus einer leiten den Schicht bestehende Endenglimmschutz 5 wird nach dem Aufwickeln der in der Fig. 1 dargestellten Mehrfachfolie um den Stab mit einer zusätzlichen Isolation aufgewickelt, deren Kunstharz zusammen mit dem Kunstharz der Glimmerisolation ausgehär tet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Isolieren der Hochspannung führenden Stabwicklung einer elektrischen Maschine mit Hilfe einer Glimmerisolation, die aus einer wärmebeständigen Unterlage besteht, auf die mehrere Lagen Glimmerblättchen aufgebracht und mit einem aushärtbaren Kunstharz getränkt sind, dadurch ge kennzeichnet, dass die Gl'immerisolation in einer einzigen breiten Bahn auf den Wicklungsstab in seiner ganzen, den Nutteil und die Wickelköpfe um fassenden Länge vor dem Biegen des Stabes auf gewickelt wird, worauf die Tränkung mit dem aus- härtbaren Kunstharz durchgeführt wird,und dass das Kunstharz erst nach dem für die Herstellung des Wickelkopfes erforderlichen Biegen des Stabes ausgehärtet wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an den Biegestellen des Wicklungs stabes Glimmerblättchen verwendet werden, die kleiner sind als die Glimmerblättchen, die an den übrigen Stellen des Wicklungsstabes verwendet wer den. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass am Wickelkopf eine geringere Zahl von Lagen aus Glimmerblättchen auf die wärmebeständige Unterlage aufgebracht wird als am Nutleiter. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass an den Austrittsstellen des Stabes aus der Nut über die Glimmerisolation noch ein . Endenglimmschutz aufgewickelt wird, der aus einer leitenden. Schicht und einer zusätzlichen Isola tion besteht, und dass das Kunstharz dieser zusätz lichen Isolation zusammen mit dem Kunstharz der Glimmerisolation ausgehärtet wird.
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