CH345827A - Besonders energiereicher Sprengstoff und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Besonders energiereicher Sprengstoff und Verfahren zu seiner Herstellung

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CH345827A
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explosive
nitric acid
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Vinzenz Dr Anger
Urbach Erich
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Anger Vinzenz
Urbach Erich
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B47/00Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description


  Besonders energiereicher     Sprengstoff    und Verfahren zu seiner Herstellung    Das Wesen eines Sprengstoffes besteht darin, dass  er im Molekül oder im Gemisch sowohl die ver  brennbare Substanz als auch den dazu notwendigen  Sauerstoff enthält. Zum Beispiel enthalten die     Spren-          gelschen    Lösungen neben Salpetersäure aromatische       Polynitroverbindungen,    beispielsweise     m-Dinitroben-          zol.    Da bei der     Nitrierung    einer organischen Verbin  dung Wärme frei wird, ist diese     Nitrierungswärme    im  Energiegehalt des Sprengstoffgemisches nicht mehr  enthalten.

   Es ist also zur     Erzielung    einer möglichst  hohen Explosionswärme notwendig, solche uner  wünschten     Nitrierungen    zu vermeiden oder möglichst  einzuschränken.  



  Es ist bekannt, dass     gewisse    organische Verbin  dungen durch konzentrierte Salpetersäure selbst bei  deren Siedepunkt nicht angegriffen werden oder  höchstens beständige     Mononitroverbindungen    liefern.  



  Es ist auch bekannt, solche Verbindungen ge  meinsam mit konzentrierter Salpetersäure, gegebe  nenfalls unter Zusatz von Aluminium, zu Spreng  mitteln zu verarbeiten.  



  Die Erfindung betrifft einen besonders energie  reichen Sprengstoff.     Dieser    Sprengstoff ist dadurch  gekennzeichnet, dass er freie konzentrierte Salpeter  säure und 18-40     Gew. /o    mindestens einer orga  nischen Verbindung enthält, welche keine oder nur  eine Nitrogruppe enthält. Zur Herstellung des Spreng  stoffes vermischt man zweckmässig     Monochlorbenzol,          Monochlormononitrobenzol    oder     Pyridin    mit kon  zentrierter Salpetersäure.  



  Dem Sprengstoff können     noch    zusätzlich     1-40          Gew.o/o    Aluminium in beliebiger Form beigegeben  werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  24     Gew.-Teile        Monochlorbenzol    und 76     Gew.-          Teile    konzentrierter     HNO3    von 98     Gew.o/o    werden    miteinander vermischt. Hierbei. bildet sich eine Lö  sung der drei     isomeren        Monochlormononitrobenzole     in überschüssiger Salpetersäure, wobei die     Nitrierungs-          wärme    durch     Kühlung    abgeführt wird. Eine weiter  gehende     Nitrierung    als bis zur Monostufe findet prak  tisch nicht statt.  



  <I>Beispiel 2</I>  35     Gew.-Teile        p-Chlornitrobenzol    und 65     Gew.-          Teile    konzentrierter     HN03    von 98     Gew.o/o    werden  miteinander vermischt. Das     p-Chlornitrobenzol    löst  sich lediglich in der Salpetersäure unverändert auf,  was sich durch eine Abkühlung der Lösung infolge  der negativen Lösungswärme äussert. Das     p-Chlor-          nitrobenzol    und die Salpetersäure reagieren chemisch  nicht miteinander. Eine weitergehende     Nitrierung     findet nicht statt.  



  <I>Beispiel 3</I>  Zu 80     Gew.-Teilen        HNO3    von 98     Gew. /o    werden  unter Kühlung 20     Gew.-Teile        Pyridin    zugesetzt. Hier  bei wird lediglich die     Neutralisationswärme    frei. Eine       Nitrierung    des     Pyridins    findet hierbei nicht statt.  



  <I>Beispiel 4</I>  90     Gew.-Teilen    Sprengstoff, hergestellt nach einem  der Beispiele 1 bis 3, werden 10     Gew.        -Teile    fein  pulverisierten Aluminiums zugemischt.  



  Die erfindungsgemässen Sprengstoffe bieten den  Vorteil, dass     ihr    Energiegehalt im Sprengstoffgemisch  erhalten bleibt. Die Brisanz der Sprengstoffe wird  durch den Grad der     Nitrierung    der organischen  Substanz nicht beeinflusst, das heisst, dass durch den  geringeren     Nitrierungsgrad    die Brisanz der Spreng  stoffe nicht herabgesetzt wird.  



  Durch den Zusatz des Aluminiums kann zudem  die Detonationsgeschwindigkeit der Sprengstoffe be  deutend erhöht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Besonders energiereicher Sprengstoff, dadurch ge kennzeichnet, dass .er freie konzentrierte Salpeter- säure und 18-40 Gew /o mindestens einer orga nischen Verbindung enthält, welche keine oder nur eine Nitrogruppe aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Sprengstoff gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, d'ass die organische Verbindung ein Monochlormononitrobenzol ist. 2.
    Sprengstoff gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Verbindung Pyridin ist. 3. Sprengstoff gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er ausserdem noch 1-40 Gew:o/o metallisches Aluminium enthält. PATENTANSPRUCH 1I Verfahren zur Herstellung eines Sprengstoffes gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man konzentrierte Salpe tersäure mit Monochlorbenzol mischt.
CH345827D 1955-08-23 1955-12-07 Besonders energiereicher Sprengstoff und Verfahren zu seiner Herstellung CH345827A (de)

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