Schaltungsanordnung, insbesondere für tragbare Rufempfänger mit Schwingkrista Es sind drahtlosePersonensuchanlagen bekannt, bei welchen von einer zentralen Stelle aus Sendeschleifen, welche um Gebäude oder Höfe gelegt sind, mit Wechselströmen verschiedener Frequenz gespeist wer den. Für jede zu suchende Person wird dabei ein ihr allein zugeordnetes Signal ausgesendet, auf welches ein von der betreffenden Person herumgetragener Empfänger anspricht. Durch dieses Ansprechen wird ein Signal ausgelöst, welches die den Empfänger tragende Person darauf aufmerksam macht, dass sie gesucht wird.
Die Anschaffung und der Betrieb einer solchen Anlage sind nur möglich, wenn die Emp fänger einerseits genügend selektiv und anderseits mit einem geringen Stromverbrauch gebaut werden können. Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Erreichung eines sehr kleinen Stromverbrauchs, sofern bei der Verstärkung der Signale grosse Verzerrungen in Kauf genommen werden können. Sofern jedoch Filter stromkreise mit Schwingkristallen verwendet werden, was ohnehin aus Gründen der Selektivität vorteilhaft ist, so sind keine unerwünschten Nebenwirkungen durch die infolge der Verzerrungen entstehenden Oberwellen zu befürchten.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung, welche insbesondere für tragbare Rufempfänger mit Schwingkristallen geeignet ist. In dieser Schaltungs anordnung wird ein Signal über einen Kondensator der Basis eines Transistors zugeführt. Die Schaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Basis des ge nannten Transistors gegenüber dem Emitter nicht vor gespannt ist. Ein weiteres Kennzeichen dieser Schal tungsanordnung liegt darin, dass zwischen dieser Basis und dem genannten Emitter ein Gleichrichter liegt, wobei die Durchlassrichtung des Gleichrichters entgegengesetzt zur Durchlassrichtung des parallel dazu liegenden, über Basis und Emitter verlaufenden Stromkreises gewählt ist.
Die Figur zeigt als Ausführungsbeispiel einen Aus schnitt aus dem Schaltungsschema eines tragbaren Rufempfängers. Das von einer Ferritantenne auf genommene Signal im Frequenzbereiche<B>10...</B> 50 kHz wird zuerst in zwei nicht gezeichneten Vorstufen ver stärkt und dann von E aus über den Kondensator C 1 der Basis des Transistors T zugeführt. Es handelt sich dabei um einen Transistor des p-n-p-Typs Der Kollek tor dieses Transistors erhält über die Primärspule des Übertragers U1 eine negative Speisespannung.
Der Gleichrichter G verbindet die Basis des Tran sistors T mit Masse. Der Emitter liegt ebenfalls an Masse, so dass demnach Basis und Emitter über den Gleichrichter G miteinander verbunden sind. Der Transistor wirkt zwischen Basis und Emitter eben falls wie ein Gleichrichter, indem der Strom nur vom Emitter nach der Basis fliessen kann.
Der Gleichrichter ist nun in seiner Polarität so angeschlossen, dass zwi schen dem Kondensator C1 und Masse die Durch lassrichtungen von Gleichrichter und Transistor einan der entgegengesetzt sind, d. h. dass der parallel zum Gleichrichter liegende, über den Transistor ver laufende Stromkreis eine entgegengesetzte Durchlass- richtung zum Gleichrichter aufweist. Sofern kein Signal auf den Empfänger trifft, d. h. im Ruhezustand, führt die Basis Massepotential, wodurch der Transistor gesperrt ist und kein Strom durch den Emitter-Kol- lektorstromkreis fliessen kann.
Wird nun auf den Ein gang E der Schaltungsanordnung ein Signal gegeben, so fliesst dieses während der positiven Halbwelle über den Gleichrichter nach der Masse. Das Potential der Basis des Transistors T wird dadurch nicht verändert, wodurch auch der Strom im Kollektor praktisch Null bleibt. Die negative Halbwelle dagegen verläuft in der Sperrichtung des Gleichrichters, und das Signal fliesst dann über den Emitter und die Basis, wodurch der Transistor zwischen Emitter und Kollektor leitend wird. In den Wicklungen des Übertragers U1 fliesst daher nur während der negativen Halbwelle des Signals ein Strom.
Dieses aus Halbwellen bestehende Signal wird nun einem Kristallfilter zugeführt. Durch den Übertrager U1 wird eine Impedanztransformation erreicht, welche infolge der hohen Impedanz des Kristallfilters not wendig ist. Die auf der Sekundärseite des Über trager U1 entstehende Spannung wird im Gegentakt dem Schwingkristall Q und dem Kondensator C2 zu geführt. Sofern die Frequenz des Signals der Resonanz frequenz des Kristalls entspricht, gelangt das Signal auf den Einwicklungsübertrager U2, von wo es auf eine niedrigere Spannung heruntertransformiert und bei A der nächsten Stufe zugeführt wird.
Der Kondensator C2 dient zur Neutralisierung der Parallelkapazität des Schwingkristalls. Durch diese Massnahme kommt allein die Serieresonanz des Kri stalls zur Wirkung, wodurch die Anordnung als Filter mit sehr scharfem Resonanzverlauf wirkt. Es können daher nur Signale nach A gelangen, welche der Serieresonanzfrequenz des Kristalls entsprechen.
Es empfiehlt sich, die Verhältnisse so zu wählen, dass der Transistor T schon beim kleinsten in Frage kommenden Eingangssignal voll ausgesteuert und bei grösseren Eingangssignalen übersteuert ist. Man er reicht damit eine Unabhängigkeit der Selektion von der Grösse des Eingangssignals, da dann das aus dem Transistor austretende Signal in allen Fällen gleich gross ist.
Durch diese Übersteuerung entsteht aller dings ein rechteckförmiger Signalverlauf. Die hierbei entstehenden Oberwellen wirken sich jedoch nicht nachteilig aus, sofern bei der Frequenzplanung das Zusammenfallen der höheren Frequenzen mit höheren Harmonischen der tieferen Frequenzen von derselben Anlage oder Nachbaranlagen vermieden wird. Sofern, wie im beschriebenen Ausführungsbeispiel, als Selek- tionsmittel Schwingkristalle verwendet werden, ist jedoch im Hinblick auf die grosse Selektivität solcher Einrichtungen die Vermeidung von nachteiligen Ein flüssen im angeführten Sinne ohne weiteres möglich.
Die der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung nachfolgenden Stufen in einem Rufempfänger können infolge der relativ hohen in diesen Stufen auftretenden Signalpegel ebenfalls in einer Schaltungsart ausgeführt werden, in welcher im Ruhezustand die Transistoren gesperrt sind und keinen Strom verbrauchen. Die er findungsgemässe Schaltungsart eignet sich dazu eben falls. Sofern anstelle des p-n-p-Transistors ein solcher des n-p-n-Typs genommen wird, so muss natürlich der Gleichrichter umgekehrt werden, da bei den beiden Transistorentypen die einander entsprechenden Ströme in entgegengesetzter Richtung verlaufen. Die in bezug auf positive und negative Halbwellen beschriebenen Vorgänge sind dann ebenfalls vertauscht.
Die Vorteile der beschriebenen Schaltungsanord nung liegen im Umstand, dass durch den Transistor T im Ruhezustand des Empfängers kein Strom fliesst, was zusammen mit den soeben beschriebenen Mass nahmen an den Endstufen eine wesentliche Strom einsparung und damit eine Senkung des Batterie verbrauchs ermöglicht. Unter Verwendung der erfin dungsgemässen Schaltung ist es möglich, Rufempfän ger zu bauen, bei welchen im Ruhezustand nur zwei Transistoren-Vorstufen Strom verbrauchen, wodurch sich der Stromverbrauch in diesem Zustand auf einen Wert unter 1 mA reduzieren lässt.