CH346472A - Verfahren zum automatischen Überführen von Formlingen von einer Transportbahn auf eine zweite, und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum automatischen Überführen von Formlingen von einer Transportbahn auf eine zweite, und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum automatischen Überführen von Formlingen von einer Transportbahn auf eine zweite, und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum automatischen Überführen von Formlingen von einer Transportbahn auf eine annähernd rechtwinklig dazu angeordnete zweite Transportbahn mit Formlingsträgern, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Es sind Einrichtungen zum Abbefördern der von einem selbsttätigen Abschneider erhaltenen Tonstrangformlinge verschiedener Grösse bekannt geworden, bei welchen das Ende der in der Tonstrangrichtung liegenden Rollenbahn heb- und senkbar ist. Es wird dadurch möglich, die Formlinge mechanisch auf Trägern einer zweiten Bahn absetzen zu können, die senkrecht zu der ersterwähnten Rollenbahn gerichtet ist. Diese Einrichtungen sind mechanisch zu wenig zuverlässig, indem beim Blockieren der Walzen des heb- und senkbaren Teils die Formlingsoberfläche beschädigt werden kann, insbesondere auch im Hinblick auf die relativ hohe Flächenpressung, welche durch die geringe Rollenzahl bedingt ist. Die Rollenzahl dieses Bahnteils kann jedoch infolge Platzmangels wegen der Träger der zweiten Bahn nicht erhöht werden. Ferner ist das genannte System mit Rollen bei Verwendung von Rahmen oder Brettern als Formlingsträger nicht anwendbar. Es sind auch andere, mit verschiedenen Kettenund Riementrieben zur Ausübung von Heb- und Senkbewegungen ausgerüstete Vorrichtungen zum Überführen von Formlingen von einer ersten auf eine zweite Transportbahn bekanntgeworden. Diese Ausführung ist im Aufbau sehr verwickelt und daher störanfällig. Damit der Formling auf seiner Unterlage ruht und nicht durch Abheben von dieser beschädigt wird, darf die Frequenz der Heb- und Senkbewegung ein gewisses Mass nicht überschreiten. Daher ist die Arbeitskapazität derartiger Vorrichtungen sehr beschränkt. Alle bisher bekanntgewordenen Verfahren und Vorrichtungen zum automatischen Überführen von Formlingen von einer Transportbahn auf eine annähernd rechtwinklig dazu angeordnete zweite Transportbahn mit Formlingsträgern weisen entweder den Nachteil auf, dass die Formlinge im freien Fall derart auf die Formlingsträger aufschlagen, dass sie beschädigt und damit teilweise unbrauchbar werden, oder aber Lösungen zeigen, welche infolge von Heb- und Senkbewegungen bezüglich ihrer Produktionsgeschwindigkeit derart abfallen, dass sie keine Bedeutung erlangt haben. Dabei sind diese Ausführungen vielfach im Aufbau auch noch sehr verwickelt, so dass sie teuer und störanfällig werden. Das erfindungsgemässe Verfahren bezweckt diese Nachteile zu beheben; es ist dadurch gekennzeichnet, dass der Formling von der ersten Bahn auf eine ebene, dem ganzen Formling Stützung bietende, beweglich angeordnete Unterlage gefördert wird, und dass diese Unterlage ruckartig parallel über der zweiten Bahn bewegt wird, derart, dass der Formling ohne wesentlich an dieser Bewegung teilzunehmen, auf Formlingsträger der zweiten Bahn abgelegt wird. Die Vorrichtung nach der Erfindung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stützung für den ganzen Formling bietende Unterlage für das Überführen des Formlings in der Verlängerung der ersten Transportbahn und beweglich über den Formlingsträgern der zweiten Transportbahn angeordnet ist und dass Mittel vorgesehen sind, um die Unterlage ruckartig zu bewegen. Von der Überführvorrichtung nach der Erfindung ist in der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel dargestellt, das anschliessend anhand der Zeichnung erläutert ist. Es zeigt: Fig. 1 einen Aufriss zweier zueinander rechtwinklig angeordneter Transportbahnen mit der Über führvorrichtung für die Transportgüter, Fig. 2 eine Aufsicht der Anlage gemäss Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht der Anlage gemäss Fig. 1. Ein aus der Presse angelieferter Tonstrang wird zu einzelnen Formlingen 1 geschnitten, welche auf einer mittels einem endlosen Förderband gebildeten Transportbahn 2 fortbewegt werden. Eine zweite Transportbahn 3 mit Formlingsträgern ist annähernd rechtwinklig zur Transportbahn 2 angeordnet. Diese Bahn besitzt die sich in der Förderrichtung erstreckenden und fortbewegenden Stützflächen 4, vorzugsweise aus Holz hergestellt, welche auf Walzen 5 laufen und die der Bahn 3 aufgegebenen Formlinge tragen. In der Verlängerung der Transportbahn 2 ist über den Stützflächen 4 der Bahn 3 eine Unterlage 6 für die zu überführenden Formlinge beweglich angeordnet. Die Unterlage 6 ist auf einem Gerüst abgestützt und über ein Hebelsystem 7 mit einem Betätigungsorgan in Form eines Elektromagneten 8 verbunden. Über den Formlingsträgern der Bahn 3 ist bei der Unterlage 6 eine Photozelle mit einer Lichtquelle 9 angebracht. In der Fig. 2 bewegen sich das fördernde Trum des Transportbandes in Pfeilrichtung nach der Bahn 3 hin und die Formlingsträger der Bahn 3 von links nach rechts. Die Anlage arbeitet folgendermassen: Die geschnittenen Formlinge werden mittels des Transportbandes der Bahn 2, welche ebenfalls als Rollenbahn ausgebildet sein kann, gegen die Bahn 3 bewegt. Vor oder kurz nach dem Verlassen des Bandes für ihre Übergabe an die Bahn 3 wird die Formlingsauflagefläche, z. B. mittels Schmierwalzen nicht dargestellt), mit einem die Fläche schlüpfrig gestaltenden Medium versehen, worauf unmittelbar anschliessend der Formling 1 vom Förderband auf die ihn auf seiner ganzen Auflagefläche stützende Unterlage 6 geschoben wird. Dieses Schmieren der Auflagefläche ist nicht bei allen Tons orte nötig. Die Unterlage kann aus rostfreiem Blech, einem Blech aus einer Aluminiumlegierung, aus Buntmetall oder Kunststoff hergestellt sein. Sie muss eine ganz glatte Oberfläche besitzen, und eine ebene Stützfläche bilden. Auf seinem Weg vom Förderband auf die Unterlage 6 unterbricht der Formling 1 den Lichtstrahl der Lichtquelle zur Photozelle 9, welche dabei als Steuerorgan dienend Mittel auslöst, die die Unterlage 6 ruckartig entgegen der Bewegungsrichtung der Formlingsträger der Bahn 3 und annähernd parallel dazu über der Bahn 3 bewegen. Diese Bewegung erfolgt infolge der entsprechend gewählten Über- setzung im Hebelsystem 7 derart rasch und die bei dieser Bewegung zwischen dem Formling 1 und der Unterlage 6 auftretende Reibungskraft ist derart klein, dass der Formling 1 praktisch an dieser Bewegung nicht teilnimmt und beim Wegziehen der Unterlage 6 nach links in Fig. 1 auf den Stützflächen 4 der Transportbahn 3 zum Aufliegen kommt. Auf diesen wird der Formling 1 durch die drehenden Walzen 5 in die Trocknerei gefördert. Um ein bestmögliches Gleiten des Formlings 1 auf der Unterlage 6 zu erreichen und vor allem auch zur Erreichung eines möglichst zeitlich und örtlich konstanten Reibungskoeffizienten, kann auch die Tragfläche der Unterlage 6 z. B. beim Zurückziehen, von einer entsprechend angeordneten Schmierwalze berührt werden, welche die Unterlage 6 mit einer Gleitmasse bestreicht. Schmierung, Aufstellungsort und Richtung der Photozelle und Lichtquelle 9, Bewegungsmechanismus und eventuelle Verzögerungsrelais zwischen Photozelle 9 und Elektromagnet 8 müssen so auf die Förderung der Formlinge 1 auf der Bahn 2 abgestimmt werden, dass diese ohne Beschädigung in der Schneidfrequenz des Abschneiders und in der richtigen Lage auf den Stützflächen 4 der Bahn 3 abgesetzt werden. Dabei ist die gleichmässige Umlaufgeschwindigkeit des Transportbandes der Bahn 2 eine grundlegende Voraussetzung. Die Photozelle 9 erregt über einen Steuerkreis (nicht dargestellt) den Elektromagneten 8, welcher das Hebelsystem 7 betätigt. Der unterste Endteil eines zweiarmigen Hebels wird gegen den Elektromagneten 8 hin gezogen, wodurch die ruckartige Bewegung der mit dem obern Ende des andern längern Armes des Hebels gekuppelten Unterlage 6, unter dem Formling 1 weg, erfolgt. Die Bewegung der Unterlage 6 kann auch mechanisch, z. B. mittels Nockenscheiben und Federn, ausgelöst werden. Anstelle der Walzen kann die Schmierung der Formlinge 1 und der Unterlage 6, z. B. mittels mit der Schmierflüssigkeit getränkten Polstern, erfolgen. Es ist ebenfalls möglich, auf der Unterlage 6 eine bewegliche Anschlagfläche anzubringen, die am Ende des Aufschiebens des Formlings 1 auf die Unterlage 6 vom Formling beaufschlagt wird und als Steuerorgan die Erregung der Elektromagneten 8 bewirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum automatischen Überführen von Formlingen von einer Transportbahn auf eine annähernd rechtwinklig dazu angeordnete zweite Transportbahn mit Formlingsträgern, dadurch gekennzeichnet, dass der Formling von der ersten Bahn (2) auf eine ebene, dem ganzen Formling Stützung bietende, beweglich angeordnete Unterlage (6) gefördert wird, und dass diese Unterlage (6) ruckartig parallel über der zweiten Bahn (3) bewegt wird, derart, dass der Formling (1) ohne wesentlich an dieser Bewegung teilzunehmen, auf Formlingsträger der zweiten Bahn (3) abgelegt wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützung für den ganzen Formling bietende Unterlage (6) für das Überführen des Formlings in der Verlängerung der ersten Transportbahn (2) und beweglich über den Formlingsträgern der zweiten Transportbahn (3) angeordnet ist, und dass Mittel vorgesehen sind, um die Unterlage (6) ruckartig zu bewegen.UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel einen Elektromagneten (8) aufweisen.2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mechanisch wirkende Mittel vorgesehen sind.3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Schmierorgane vorgesehen sind, zum Zwecke, die Gleitreibung zwischen Formling (1) und Unterlage (6) bei der Übergabe zu verringern und wenigstens annähernd konstant zu halten.4. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Schmierwalzen vorgesehen sind.5. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen im Bereich der ersten Transportbahn (2) angeordnet sind, um die Auflagefläche der Formlinge (1) zu schmieren.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen über den Formlingsträgern der zweiten Bahn (3) angeordnet sind, um die Tragfläche der Unterlage (6) für die Formlinge (1) zu schmieren.7. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass Walzen im Bereiche der ersten Transportbahn (2) zum Schmieren der Auflagefläche der Formlinge, und über den Formlingsträgern der zweiten Bahn (3) zum Schmieren der Tragfläche der Unterlage angeordnet sind.8. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Steuerorgane zur Steuerung der Bewegungsmittel (8) für die Unterlage (6) vorgesehen sind.9. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerorgane eine Lichtquelle und Photozelle (9) aufweisen.10. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerorgane ein mechanisches Anschlagorgan aufweisen.
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| CH346472T | 1956-10-19 |
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Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1683788B1 (de) * | 1968-02-01 | 1971-01-21 | Bauer & Sohn E | Vorrichtung zum Steuern eines Transportbandes fuer von einer Presse abgenommene Formlinge,insbesondere Betonsteine |
| EP0093877A3 (en) * | 1982-05-06 | 1984-05-16 | Agrob Anlagenbau Gmbh | Device for the high-temperature heat treatment of articles |
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1956
- 1956-10-19 CH CH346472D patent/CH346472A/de unknown
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