CH347161A - Vorrichtung zum Trockenschlichten laufender Fadenscharen - Google Patents
Vorrichtung zum Trockenschlichten laufender FadenscharenInfo
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Description
Vorrichtung zum Trockenschlichten laufender Fadenscharen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Trockenschlichten laufender Fadenscharen mit mindestens einer sich über die Breite der Fadenschar erstreckenden Pressluftdüse und bezweckt, den beim Arbeiten mit diesen Vorrichtungen bisher aufgetre tenen Übelstand der Bildung von Längsstreifen auf den laufenden Fadenscharen, welche bei der Fertig ware unangenehm auffallen, zu beseitigen. Diese Längsstreifen sind meist darauf zurückzuführen, dass sich die feinen Schlitze der Pressluftdüse stellenweise verstopfen bzw. verschmutzen.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass längs der Pressluftdüse verschiebbar ein Halter angeordnet ist, der ein in die Düsenöffnung eingreifendes Metallblatt trägt. Hierbei kann vorteilhaft der Halter auf einem längs einer Schiene geführten Schieber befestigt sein, der für sich durch ein über Rollen geführtes Seil längs der Düsenöffnung hin und her bewegbar ist.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung gemäss der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung die ge samte Tränkpartie einer Trockenschlichtmaschine, bei der die Beschlichtung der Fäden mittels solcher Schlichten erfolgt, die nur in der Wärme flüssig sind.
Fig. 2 und 3 zeigen eine Pressluftdüse mit einer Düsenreinigungsvorrichtung im Schnitt und in Vor deransicht.
In Fig. 1 bedeutet 1 die vorzugsweise aus Stahl oder auch aus geeigneten andern Materialien be stehende Schlichtwalze, deren Oberfläche den anwen dungsgemäss bestgeeigneten Zustand aufweist, also z. B. poliert oder auch mattiert sein kann, 2 die Druck- oder Quetschwalzen, 3 die in die mit Schlicht masse gefüllten Tröge 4 und 5 eintauchenden Auf tragwalzen und 6 eine Leitwalze, durch welche die zwischen den beiden aus Schlichtwalze 1 und Druck walze 2 bestehenden Quetschwerken durchlaufenden Fadenscharen 7 gewendet werden, so dass über die Quetschwerke eine Beschlichtung von beiden Seiten der Fadenscharen erfolgt. Am Auslauf der Faden scharen aus dem letzten Quetschwerk ist noch eine heizbare Walze 8 und eine Druckwalze 9 vorgesehen.
Die Tröge 4 und 5 sind von Hand aus oder automa tisch höhenverstellbar. Dadurch wird in den Trögen eine Gleichhaltung des Spiegels der Schlichte erzielt; weiters wird das Reinigen der Tröge dadurch erleich tert. In einigem Abstand von jeder Schlichtwalze 1 befindet sich eine Pressluftdüse 15, die sich über die ganze Breite der Walze erstreckt und eine schlitzför- mige Düsenöffnung aufweist, aus welcher ein heisser Luftstrom gegen die Walze 1 geblasen wird,
um da durch die überschüssige Schlichtmasse von der Walze abzurakeln. Unterhalb der Walze 8 sind in Laufrich tung der Fadenschar beiderseits derselben zwei Press- luftdüsen 10 angeordnet, welche von beiden Seiten heisse Luft auf die Fäden blasen. Durch die hohe Luftgeschwindigkeit werden die Fibrillen und Fasern wieder an den Faden angelegt, die vorher beim Durchgang durch die Walzen 8 und 9 durch die Kle brigkeit der Schlichte vom Faden abgezogen worden sind. Die Ausblasrichtung der Düsen 10 kann je nach Bedarf in beliebigem Winkel zur Fadenrichtung erfol gen. Die Walzen 8 und 9 werden auch als Bügelwal zen bezeichnet.
Vorzugsweise ist die untere Walze 8 heizbar und weist eine entsprechende, beispielsweise polierte Oberfläche auf; sie kann aber auch mattiert sein. Die obere Walze 9 kann geheizt oder ungeheizt sein, je nachdem, wie es die Qualität der Ware erfor dert. Sie ist mit einem weichen 1Jberzug, beispiels weise aus Gummi oder aus Filz, versehen. Die Walzen 8 und 9 haben den Zweck, die auf die Fadenscharen aufgebrachte Schlichte nochmals einer Erwärmung zu unterziehen, damit die Trockenschlichte nochmals Gelegenheit hat, in den Faden intensiv einzudringen und eine vollkommene Gleichmässigkeit der Schlich tung der Fadenscharen zu erreichen.
Die Pressluftdüsen 10 und 15 bestehen, wie aus Fig. 2 ersichtlich, aus einem Profilrohr 16, auf dem zwei Lippen 17 angeordnet sind, die die Düse bilden. Beiderseits dieser Lippen 17 sind zwei Heizkörper 18 angeordnet. Die Beheizung der Düse, welche elek trisch oder mittels Dampf, Heisswasser oder derglei chen erfolgen kann, hat den Zweck, die Lippen zu erwärmen. Beiderseits der Heizrohre 18 und des Pressluftkanals 16, der durch das mittige Heizrohr 19 beheizt wird, sind zwei Seitenwände 20 vorgesehen, die durch Schrauben 21 miteinander verbunden sind.
Um die durch die beiden Lippen 17 gebildete Düse in ihrem Querschnitt fein regulieren zu können, sind Stellschrauben 22 vorgesehen. Für die Befestigung der Lippen ist innerhalb des Rohres 16 eine Verstei fungsplatte 23 vorgesehen, die einerseits Schraub löcher zur Befestigung der Lippen 17 und anderseits Durchtrittslöcher 24 für die Pressluft über den Luft raum 25 zu der Ausblasöffnung aufweisen. Die durch die Lippen gebildete Düse hat vorzugsweise die in Fig. 2 ersichtlichen Querschnittsformen 26 (voll ge zeichnet) oder 27 (gestrichelt gezeichnet).
Zum Ab fliessen der überflüssigen Trockenschlichte sind in den Wangen 20 Abflusslöcher 28 angeordnet. Der Ausblasschlitz 26 bzw. 27 besitzt nach Bedarf eine lichte Weite von 1/1o bis 5/i0 mm. Da diese feinen Schlitze leicht verschmutzen und sich stellenweise auch leicht verstopfen, ist die aus den Fig. 2 und 3 ersicht liche Reinigungsvorrichtung vorgesehen.
Das Entfer nen der Verunreinigung erfolgt mittels eines Metall- blattes 29, welches mittels einer Zugvorrichtung im Schlitz 26 bzw. 27 in der Längsrichtung des Schlitzes hin und her bewegt werden kann. Das Metallblatt 29 ist an einem Halter 30 befestigt, der sich mittels eines Schiebers 31 parallel zum Düsenschlitz bewegen lässt. Der Schieber 31 ist mit einem Seilzug 32 so verbun den, dass er zusammen mit dem Reinigungsmesser hin und her bewegt werden kann. Das Seil ist zu einer Schlaufe geschlossen und läuft vorzugsweise über zwei Rollen.
Das Reinigen der Schlitze kann ohne Schwierigkeit binnen wenigen Minuten erfolgen, ohne dass die Pressluftdüse aus ihrer Stellung gebracht zu werden braucht. Der Schieber 31 gleitet auf der Führung 33, die mittels Konsolen 34 an einer Seiten wange 20 der Pressluftdüse befestigt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Trockenschlichten laufender Fa denscharen mit mindestens einer sich über die Breite der Fadenschar erstreckenden Pressluftdüse, dadurch gekennzeichnet, dass längs der Pressluftdüse ver schiebbar ein Halter angeordnet ist, der ein in die Düsenöffnung eingreifendes Metallblatt trägt. UNTERANSPRUCH Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der das Metallblatt tragende Hal ter auf einem längs einer Schiene geführten Schieber befestigt ist, der für sich durch ein über Rollen ge führtes Seil längs der Düsenöffnung hin und her be wegbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH347161T | 1956-12-12 |
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| CH347161D CH347161A (de) | 1956-12-12 | 1956-12-12 | Vorrichtung zum Trockenschlichten laufender Fadenscharen |
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| CH (1) | CH347161A (de) |
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1956
- 1956-12-12 CH CH347161D patent/CH347161A/de unknown
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