CH347296A - Einrichtung zur Verbesserung des Teillastbetriebes einer Turboverdichteranlage - Google Patents

Einrichtung zur Verbesserung des Teillastbetriebes einer Turboverdichteranlage

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CH347296A
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Hans Dipl Ing Meienberg
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Escher Wyss Ag
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04D—NON-POSITIVE-DISPLACEMENT PUMPS
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Description


  Einrichtung     zur        Verbesserung    des     Teillastbetriebes    einer     Turboverdichteranlage       Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Ver  besserung des     Teillastbetriebes    einer     Turboverdich-          teranlage.     



  Eine wirtschaftliche Regelung von Turboverdich  tern bei veränderlicher Ansaugmenge und konstantem  Enddruck sowie auch bei beliebiger Zuordnung von  Menge und Druck kann bekanntlich durch Verstel  lung der Drehzahl erreicht werden. Diese lässt sich  verhältnismässig einfach verwirklichen, wenn der Ver  dichter von einer Dampfturbine angetrieben wird. Es  sind aber auch Einrichtungen an Elektromotoren be  kannt, welche deren Drehzahlverstellung ermöglichen.  Diese bedingen aber entweder bedeutende zusätzliche  Verluste, welche die durch die Drehzahlverstellung  erreichte Leistungsersparnis am Verdichter wieder  aufheben, oder sie verursachen sehr hohe Anschaf  fungskosten.  



  Bei Antrieb durch Elektromotoren betreibt man  die Turboverdichter daher heute noch meist mit kon  stanter Drehzahl und regelt die Fördermenge bei  spielsweise durch Verstellen einer in der Saugleitung  angeordneten Drosselklappe. Es sind aber auch an  dere Massnahmen bekannt, wie z. B. das Vorschalten  einer mit dem Verdichter gekuppelten Turbine, wel  che gestattet, die sonst durch Drosselung vernichtete  Energie in mechanische Arbeit umzusetzen. Auf diese  Weise erzielt man eine gewisse Ersparnis an Antriebs  leistung für den Verdichter. Es gelingt aber dabei  nicht, den stabilen Betriebsbereich des Verdichters  über den bei Saugdrosselung erreichbaren zu erwei  tern.  



  Jeder Turboverdichter gelangt bekanntlich bei  Rückgang des Saugvolumens unterhalb einem gewis  sen Betrag in einen instabilen Betriebsbereich. Wird  nun durch ein Drosselorgan in der Saugleitung der  Eintrittsdruck des Verdichters vermindert, so erhöht  sich das Fördervolumen am Eintritt des Verdichters    im selben     Verhältnis    wie der     Absolutdruck    abnimmt.  Hat nun das Eintrittsvolumen die unterste Grenze des  stabilen Betriebsbereiches des Verdichters erreicht,  so hat das Ansaugvolumen vor dem Drosselorgan  einen im Verhältnis der     Absolutdrücke    nach und vor  dem Drosselorgan kleineren Wert.

   Die Saugdrosse  lung erlaubt also, den Verdichter mit einem kleineren  Ansaugvolumen zu betreiben, als wenn das     Förder-          mittel    im Zustande vor der Drosselklappe unmittel  bar in den Verdichter eingeführt würde. Wie weit ge  drosselt werden kann, hängt dabei davon ab, wieviel  das vom Verdichter erzeugte Druckverhältnis an der  Grenze des Stabilitätsbereiches das geforderte Ver  dichtungsverhältnis übersteigt.  



  Wird das Drosselorgan durch     eine    Turbine er  setzt, so ändert sich das an der Stabilitätsgrenze er  zeugte Verdichtungsverhältnis vom Eintritt bis zum  Austritt des Verdichters praktisch nicht. Es kann da  her der Eintrittsdruck am Verdichter auch nicht wei  ter abgesenkt werden als bei der Saugdrosselung.  



  Die Massnahme gemäss Erfindung besteht nun  darin, dass bei einer     Turboverdichteranlage    mit einem  ein gasförmiges Fördermittel in     eine    Druckleitung för  dernden Hauptverdichter im     Nebenschluss    zur Druck  leitung ein Zusatzverdichter geschaltet wird, der von  einer mit von der Drehzahl des Hauptverdichters un  abhängiger Drehzahl laufenden Turbine angetrieben  wird und dass eine Verbindungsleitung zwischen dem  Strömungsweg des Fördermittels und dieser Turbine  vorgesehen ist, welche mindestens einem Teil des  Fördermittels ermöglicht, von einem zwischen dem  Eintrittsdruck und dem Austrittsdruck des Hauptver  dichters liegenden Druck durch die Turbine unter  Arbeitsleistung auf einen tieferen Druck zu entspan  nen.

   Durch diese Massnahme wird nun erreicht, dass  bei Inbetriebnahme der     erwähnten    Turbine das aus  dem Verdichter austretende Fördermittel noch zu-           sätzlich    verdichtet wird. Bei einem festgelegten     Ver-          dichtungsenddruck    gelangt so zumindest die letzte  Stufe des Hauptverdichters auf ein tieferes Druck  niveau. Es wird daher auch     möglich,    die Förder  menge entsprechend zu     erniedrigen,    ohne dass der  Hauptverdichter in den instabilen Betriebsbereich  kommt.  



  In den     Fig.    1, 2 und 3 der Zeichnung ist je ein  Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ver  einfacht dargestellt, wobei sich die einzelnen gezeig  ten     Ausführungsformen    im wesentlichen durch die  Anordnung der den Zusatzverdichter antreibenden  Turbine mit Bezug auf den Strömungsweg des     För-          dermittels    voneinander unterscheiden.  



  Gemäss     Fig.    1 wird ein     zweigehäusiger    Hauptver  dichter mit den Stufen 1 und 2 von einem Elektro  motor 3 angetrieben. Das Fördergas wird der Stufe 1  durch eine aus den Teilen 4, 5 und 6 bestehende  Saugleitung zugeführt. Eine Verbindungsleitung 7 mit  eingebautem Zwischenkühler 8 leitet das aus der  Stufe 1 austretende     Fördermittel    zum Eintritt der  Stufe 2. Vom Austritt dieser Stufe gelangt das     För-          dermittel    in eine aus den Teilen 9, 10 und 11 be  stehende Druckleitung. Zwischen den Teilen 9 und  10 ist ein Nachkühler 12 eingebaut.  



  Im     Nebenschluss    zum Teil 10 der     Druckleitung     ist nun ein Zusatzverdichter 13 geschaltet, dessen Ein  tritt über eine Leitung 14 mit einer Stelle 15 und  dessen Austritt über eine Leitung 16 mit einer Stelle  17 der     Druckleitung    verbunden ist. In dem parallel  zum Zusatzverdichter 13     geschalteten    Teil 10 der       Druckleitung    ist ein     Rückschlagventil    18 eingebaut.  



  Der Zusatzverdichter 13 wird von einer mit von  der Drehzahl des Hauptverdichters 1, 2 unabhängiger  Drehzahl laufenden Turbine 19 angetrieben. Die Tur  bine 19 steht     eintrittseitig    über eine Leitung 20 mit  einer Stelle 21 und     austrittseitig    über eine Leitung 22  mit einer Stelle 23 der einen Teil des Strömungs  weges des Fördermittels bildenden Saugleitung 4, 5, 6  in Verbindung und ist somit im     Nebenschluss    zum  Teil 5 der Saugleitung des Hauptverdichters 1, 2. ge  schaltet. In diesem Teil der Saugleitung ist ferner ein       Abschlussorgan    24 eingebaut.  



  Die Arbeitsweise der Anlage ist folgende:  Bei Betrieb mit grossen Fördermengen ist das Ab  schlussorgan 24 voll geöffnet. Beim Durchströmen des  Teiles 5 der Saugleitung ergibt sich dann praktisch  kein Druckabfall, so dass die im     Nebenschluss    zwi  schen die Stellen 21 und 23 der Saugleitung geschal  tete Turbine 19 kein Druckgefälle erhält. Sie steht  daher still und mit ihr auch der Zusatzverdichter 13.  Das vom Hauptverdichter 1, 2 geförderte Mittel  strömt daher nach dem Kühler 12 durch den Teil 10  der     Druckleitung    und das in diesem Teil eingebaute       Rückschlagventil    18.  



  Bei     Teillastbetrieb    mit kleinen Fördermengen wird  dagegen das     Abschlussorgan    24 geschlossen. Durch  die Saugwirkung     des    Hauptverdichters 1, 2 wird dann  dessen     Eintrittsdruck    und damit auch der Druck an    der Stelle 23 unter den     Druck    an der Stelle 21 der  Saugleitung abgesenkt.

   Der     Druck    an der Stelle 21  liegt daher zwischen dem Eintrittsdruck und dem  Austrittsdruck des Hauptverdichters 1, 2, und die  Verbindungsleitung 20, 22 ermöglicht nun dem     För-          dermittel,    vor dem Eintritt in die     Verdichterstufe    1  von dem Druck an der Stelle 21 der Saugleitung  durch die Turbine 19 unter Arbeitsleistung auf den  an der Stelle 23 der Saugleitung herrschenden tie  feren Druck zu     entspannen.     



  Die Turbine 19 treibt dabei den Zusatzverdichter  13 an, welcher nun ein     Druckgefälle    zwischen den  Stellen 17 und 15 der     Druckleitung    erzeugt. Das       Rückschlagventil    18 verhindert dabei ein Rückströ  men des     Fördermittels    durch den Leitungsteil 10.  Das aus der Stufe 2 des Hauptverdichters austretende  Fördermittel strömt somit nach Kühlung im Kühler  12 von der Stelle 15 der Druckleitung durch die Lei  tung 14, wird im Zusatzverdichter 13 weiterverdich  tet und     schliesslich    durch die Leitung 16 an der Stelle  17 wieder in die Druckleitung zurückgeführt.  



  Durch den Zusatzverdichter 13 wird nun das von  der     Verdichteranlage        erzeugbare    Verdichtungsverhält  nis über jenes des Hauptverdichters 1, 2 allein erhöht.  Die Turbine 19 kann daher so ausgelegt werden, dass  bei     Forderung    eines bestimmten Enddruckes in der       Druckleitung    der Druck in der Zuleitung 6 zur Ein  trittseite des Hauptverdichters 1, 2 geringer ist, als  wenn der Zusatzverdichter 13 nicht vorhanden wäre.  Die     Verdichteranlage    ist daher in der Lage, bis zu  einem kleineren Volumen des Fördermittels, bezogen  auf den Zustand im Teil 4 der Saugleitung, stabil zu  arbeiten.  



  Da die Turbine 19 im Vergleich zum Verdichter  13 ein verhältnismässig grosses     Durchsatzvolumen    zu  verarbeiten hat, ist sie gemäss dem in     Fig.    1 dar  gestellten     Ausführungsbeispiel        zweiflutig        ausgebildet.     Es ist aber auch möglich, erforderlichenfalls den Zu  satzverdichter 13 durch mehr als zwei von     Förder-          mittel    parallel durchströmte Turbinenteile anzutrei  ben. Um eine günstige Auslegung von Turbine und  Zusatzverdichter zu erhalten, kann aber auch zwi  schen beide ein Übersetzungsgetriebe eingeschaltet  werden, wobei dann der Zusatzverdichter rascher um  laufen würde als die ihn antreibende Turbine.  



  Das im Teil 5 der Saugleitung eingebaute Ab  schlussorgan 24 wird zweckmässig als Drosselorgan  ausgeführt, welches in eine beliebige Zwischenlage  eingestellt werden kann, bei der nur ein Teil der ge  samten Fördermenge durch den Leitungsteil 5 strömt,  während der restliche Teil durch die Turbine 19 fliesst.  Durch     entsprechende    Veränderung der Stellung des  Drosselorgans kann dabei das Verhältnis der durch  die Turbine 19 strömenden     Fördermittelmenge    zur  gesamten     Fördermittelmenge    innerhalb bestimmter  Grenzen beliebig eingestellt werden. Ist das Drossel  organ zwischen voller Öffnung und vollkommenem  Abschluss verstellbar, so lässt sich dieses Verhältnis  zwischen den Werten null und eins beliebig verän  dern.

        Gemäss     Fig.    2 weist der Hauptverdichter drei in  Reihe geschaltete Stufen 25, 26, 27 auf, welche durch  einen Elektromotor 28 angetrieben werden. Beim Be  trieb mit grossen Fördermengen gelangt das durch  eine Saugleitung 29 in die Stufe 25 eintretende     För-          dermittel    nach Durchströmen dieser     Verdichterstufe     in eine     überströmleitung    30, durch welche es der  nächsten Stufe 26 zugeführt wird. Der Austritt der  Stufe 26 ist weiter mit dem Eintritt der Stufe 27  durch eine     überströmleitung    31 verbunden.

   Nach  dem Austritt aus der Stufe 27 gelangt das     Förder-          mittel    in eine aus den Teilen 32, 33 und 34 be  stehende Druckleitung. In den     überströmleitungen    30  und 31 ist je ein Zwischenkühler 35 bzw. 36 ein  gebaut.  



  Ein Zusatzverdichter 37 ist im     Nebenschluss    zum  Teil 33 der Druckleitung geschaltet. Die Eintritt  seite des Zusatzverdichters 37 steht über eine Lei  tung 38 mit einer Stelle 39 und die     Austrittseite    über  eine Leitung 40 mit einer Stelle 41 der Druckleitung  in Verbindung. In dem parallel zum Zusatzverdichter  37 geschalteten Teil 33 der Druckleitung ist ein       Rückschlagventil    42 angeordnet. In der Zuleitung 38  zum Zusatzverdichter 37 ist ferner ein Zwischen  kühler 43 eingebaut.  



  Der Zusatzverdichter 37 wird hier wieder von  einer mit von der Drehzahl des Hauptverdichters 25,  26, 27 unabhängiger Drehzahl laufenden Turbine 44  angetrieben. Diese Turbine ist über eine Leitung 45  mit dem Strömungsweg des Fördermittels verbunden,  wobei in diesem besondern Falle die Verbindungs  leitung 45 an einer Stelle 46 der     Oberströmleitung    30  zwischen den beiden Stufen 25 und 26 des Hauptver  dichters anschliesst. Die Leitung 45 dient als Ent  nahmeleitung für der Turbine 44 als Treibmittel zuzu  führendes, von der Stufe 25 des Hauptverdichters ver  dichtetes Fördermittel.  



  Die Leitung 45 ist mit einem     Abschlussorgan    47  versehen, und in der     überströmleitung    30 ist zwi  schen der Entnahmestelle 46 und dem Eintritt der  nachfolgenden     Verdichterstufe    26 ein Drosselorgan  48 eingebaut.  



  Bei Betrieb mit grossen Fördermengen ist das Ab  schlussorgan 47 vollkommen geschlossen. Das vom  Verdichter 25 aus der Atmosphäre     angesaugte        För-          dermittel    durchströmt dann nacheinander die Stufen  25, 26 und 27 des Hauptverdichters und gelangt her  nach vom Teil 32 über den Teil 33 und das Rück  schlagventil 42 in den Teil 34 der Druckleitung. Die  Turbine 44 erhält keine Leistung, und eine Förderung  durch den Zusatzverdichter 37 findet nicht statt.  



  Soll dagegen die Anlage mit kleiner Fördermenge  betrieben werden, so wird das     Abschlussorgan    47 ge  öffnet und das Drosselorgan 48 so weit geschlossen,  dass ein Druckunterschied zwischen der Entnahme  stelle 46 und dem Eintritt der nachfolgenden     Ver-          dichterstufe    aufrechterhalten wird.

   Es kann nun der  durch die Leitung 45 strömende Teil des     Fördermit-          tels    von dem zwischen dem Eintrittsdruck und dem       Austrittsdruck    des Hauptverdichters 25, 26, 27 lie-         genden    Druck an der Stelle 46 der     überströmleitung     30 durch die Turbine 44 unter Arbeitsleistung auf  den Saugdruck des Hauptverdichters 25, 26, 27, das  heisst, in diesem Fall auf den Atmosphärendruck ent  spannen.

   Die Turbine 44 treibt dabei den Zusatzver  dichter 37 an, welcher in gleicher Weise, wie an Hand  der     Fig.    1 beschrieben wurde, das Fördermittel nach  dem Austritt aus der letzten Stufe des Hauptverdich  ters weiterverdichtet und unter Umgehung des Rück  schlagventils 42 in den Teil 34 der     Druckleitung    för  dert.  



  Bei einem vorgegebenen Enddruck wird nun auch  hier durch die Wirkung des Zusatzverdichters 37 der  Austrittsdruck der letzten Stufe 27 des Hauptver  dichters     erniedrigt.    Die beiden Stufen 26 und 27  arbeiten somit unter vermindertem Druckniveau und  können daher mit geringerer Fördermenge immer  noch im stabilen Betriebsbereich arbeiten.  



  Durch entsprechende     Einstellung    des als Drossel  organ ausgebildeten     Abschlussorgans    48 ist es mög  lich, den     Eintrittsdruck    der Stufe 26 des Hauptver  dichters bis auf den Saugdruck der Stufe 25, in diesem  Fall auf den Atmosphärendruck, abzusenken. Bei der  Anlage gemäss     Fig.2    ist nun noch eine die über  strbmleitung 30 an einer Stelle 49 unmittelbar mit der  Atmosphäre verbindende Leitung 50 mit eingebautem       Rückschlagventil    51 vorgesehen. In diesem Fall kann  bei     Teillastbetrieb    das Drosselorgan 48 vollständig  geschlossen werden, so dass die ganze Fördermenge  der Stufe 25 des Hauptverdichters gezwungen wird,  in der Turbine 44 zu entspannen.

   Die nachfolgende       Verdichterstufe    26 saugt dann unmittelbar von der  Atmosphäre an. Der Zusatzverdichter 37 muss dann  so bemessen werden, dass er das nun für die Verdich  tung ausfallende Verdichtungsverhältnis der Stufe 25  wieder ersetzt.  



  Bei der in     Fig.    2     gezeigten    Schaltung wird der  stabile Betriebsbereich im Vergleich. zu der Schaltung  nach     Fig.    1 noch mehr gegen die kleinen Förder  mengen erweitert. Es ist nämlich zu beachten, dass  die erste Stufe 25 des Hauptverdichters gewichts  mässig eine grössere     Strömungsmittelmenge    fördert als  die nachfolgenden Stufen 26 und 27 des Hauptver  dichters. Damit steht der Turbine 44 eine grössere  Leistung zur Verfügung, als     wenn    in ihr nur eine       gleich    grosse     Strömungsmittelmenge    entspannen  würde, wie sie im     Zusatzverdichter    37 zu verdichten  ist.

   Dem Zusatzverdichter 37 kann daher ein entspre  chend höheres Verdichtungsverhältnis zugewiesen  werden.  



  Es kann hierbei sogar erreicht werden, dass bei  spielsweise bei halber in die Druckleitung 34 gelan  gender Fördermenge der Hauptverdichter trotzdem  noch im gleichen Betriebszustand läuft wie bei der  vollen Menge. Als Beispiel sei angenommen, dass die       Verdichterstufen    25, 26 und 27 je für ein Verdich  tungsverhältnis 1 : 2 ausgelegt seien, so dass das ge  samte Verdichtungsverhältnis 1 : 8 beträgt. Wird nun  auch bei halber Fördermenge das gleiche gesamte Ver  dichtungsverhältnis gefordert, so wird das Drossel-      Organ 48 vollständig geschlossen. Die Verdichtungs  stufe 26 saugt dann durch die Leitung 50 von der  Atmosphäre an. Sie hat dabei den halben Eintritts  druck und fördert bei gleichem     Betriebszustand,    das  heisst bei gleichem Eintrittsvolumen gewichtsmässig  die halbe Menge.

   Die Stufen 26 und 27 behalten  dabei ihr Verdichtungsverhältnis 1 : 2, so dass sie das  Fördermittel im gesamten wieder im Verhältnis 1 : 4  verdichten. Wird der Zusatzverdichter 37 nun für die       Weiterverdichtung    des     Fördermittels    im Verhältnis  1 : 2 ausgelegt, so ergeben die Stufen 26 und 27 des  Hauptverdichters mit dem Zusatzverdichter 37 zu  sammen wieder das Verdichtungsverhältnis 1 : B. Da  aber die     Verdichterstufe    25 unverändert vom gleichen       Anfangsdrucke    ansaugt, verdichtet sie auch immer  noch die gleiche Menge wie bei Vollast im Verhält  nis 1 : z.

   Bei     offenem        Abschlussorgan    47 entspannt  diese Menge durch die Turbine 44, und zwar mit dem  gleichen Druckverhältnis wie das vom Zusatzverdich  ter 37 zu erzeugende Verdichtungsverhältnis. Da der  Turbine 44 aber nun die doppelte Menge zur Ver  fügung steht, ist sie noch in der Lage, den Zusatzver  dichter 37 anzutreiben, wenn die ganze     Gruppe    44,       37        mit        einem        Wirkungsgrad        von        nur        50%        arbeiten     würde.  



  Durch entsprechende Einstellung der     Abschluss-          organe    47 und 48 können nicht nur die beschriebenen  Grenzfälle für den Betrieb der     Verdichteranlage,    son  dern auch beliebige Zwischenzustände hergestellt  werden. Es ist auch möglich, zur Regelung der durch  die     Verdichterstufe    25 strömenden Menge zusätzlich  ein Drosselorgan in der Saugleitung 29 vorzusehen.  Auch kann das Abschluss- oder Drosselorgan 47 statt  in der Entnahmeleitung 45 am Austritt der Turbine  44 angeordnet werden.  



  Bei der in     Fig.    3 dargestellten Anlage sind die  gemäss     Fig.    2 mit den     Ziffern    25 bis 43 bezeichneten  Teile wie auch das Drosselorgan 48 und die Leitung  50 mit     Rückschlagventil    51 wieder in gleicher Weise  vorgesehen. An einer vor dem Drosselorgan 48 lie  genden Stelle 52 der     überströmleitung    30 schliesst  aber nun eine Entnahmeleitung 53, welche sich in  zwei Äste 54 und 55 verzweigt, an. Die den Zusatz  verdichter 37 antreibende Turbine besteht nun aus  zwei Teilen 56 und 57. Der Ast 54 der Entnahme  leitung, in welchem ein     Abschlussorgan    58 eingebaut  ist, führt zum Eintritt des Turbinenteiles 56.

   Dessen  Austritt ist durch eine Leitung 59 mit dem Saug  raum des Hauptverdichters, das heisst in diesem Falle  mit der Atmosphäre, verbunden. Der     Austritt    des  Turbinenteiles 57 ist dagegen über eine Leitung 60  mit einer dem Drosselorgan 48 in Strömungsrichtung  nachgeschalteten Stelle 61 der     überströmleitung    3<B>0</B>  verbunden. Die beiden Turbinenteile 56 und 57 wer  den hierbei parallel von dem durch die Entnahmelei  tung 53 zugeführten     Fördermittel    durchflossen.

   Der  Turbinenteil 57 erhält Leistung, sobald das vorher  ganz     offene        Abschlussorgan    48 in eine Drosselstellung  übergeführt wird, der Turbinenteil 56, sobald das       Abschlussorgan    58     geöffnet    wird. Die hier beschrie-         bene    Schaltung ergibt nun noch vermehrte Möglich  keiten, die     Verdichteranlage    veränderten Betriebs  bedingungen anzupassen.

   Mit Bezug auf die Verdich  tung vom     Austrittsdruck    der Stufe 25 aus entspricht  die Anlage mit den     Verdichterstufen    26 und 27 und  dem Zusatzverdichter 37 bei dessen Antrieb durch  den Turbinenteil 57 der in     Fig.1    dargestellten Anlage.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Verbesserung des Teillastbetrie- bes einer Turboverdichteranlage mit einem ein gasför miges Fördermittel in eine Druckleitung fördernden Hauptverdichter, dadurch gekennzeichnet, dass im Nebenschluss zur Druckleitung ein Zusatzverdichter (13; 37) geschaltet ist, der von einer mit von der Drehzahl des Hauptverdichters (1, 2 bzw. 25, 26, 27) unabhängiger Drehzahl laufenden Turbine (19 bzw.
    44 bzw. 56, 57) angetrieben wird, und dass eine Ver bindungsleitung zwischen dem Strömungsweg des För- dermittels und dieser Turbine vorgesehen ist, welche mindestens einem Teil des Fördermittels ermöglicht, von einem zwischen dem Eintrittsdruck und dem Aus trittsdruck des Hauptverdichters liegenden Druck durch die Turbine unter Arbeitsleistung auf einen tie feren Druck zu entspannen. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in dem parallel zum Zusatzverdich ter geschalteten Teil der Druckleitung ein Rückschlag ventil (18 bzw. 42) angeordnet ist. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Turbine (19) mindestens zwei- flutig ausgebildet ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen Turbine und Zusatzver dichter ein Übersetzungsgetriebe geschaltet ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Turbine (19) im Nebenschluss zu einem mit einem Abschlussorgan (24) versehenen Teil (5) der Saugleitung des Hauptverdichters ge schaltet ist. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussorgan (24) als Drosselorgan ausgeführt ist, welches das Verhältnis der durch die Turbine (19) strömenden Fördermittel- menge zur gesamten Fördermittelmenge innerhalb be stimmter Grenzen beliebig einzustellen gestattet. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, mit einem mindestens zwei in Reihe geschaltete Stufen aufwei senden Hauptverdichter, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass der Turbine durch eine Entnahmeleitung (45 bzw. 53) mit der überströmleitung (30) zwischen den beiden Stufen verbunden ist und in der über strömleitung zwischen der Entnahmestelle und dem Eintritt der nachfolgenden Stufe ein Drosselorgan (48) angeordnet ist, welches die Aufrechterhaltung eines Druckunterschiedes zwischen der Entnahme stelle und dem Eintritt der nachfolgenden Stufe ge stattet. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Turbine aus zwei parallel vom Fördermittel durchflossenen Teilen (56, 57) be steht, wobei der Austritt des einen Teiles (57) mit einer dem Drosselorgan (48) in Strömungsrichtung nachgeschalteten Stelle (61) der überströmleitung verbunden ist und der Austritt des anderen Teiles (56) in den Saugraum des Hauptverdichters ausmün det. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Drosselorgan (48) in Strömungsrichtung nachfolgende Teil der überström leitung (30) durch ein Rückschlagventil (51) mit dem Saugraum des Hauptverdichters in Verbindung steht, so dass bei Absenkung des Druckes am Eintritt der nachfolgenden Verdichterstufe (26) unter den Saug druck des Hauptverdichters mindestens ein Teil der Fördermittelmenge unter Umgehung der vorangehen den Verdichterstufe (25) in die dem Drosselorgan (48) nachfolgende Verdichterstufe (26) gelangt.
CH347296D 1957-02-01 1957-02-01 Einrichtung zur Verbesserung des Teillastbetriebes einer Turboverdichteranlage CH347296A (de)

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