Fördervorrichtung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fördervorrichtung zum Fördern von Gegenständen, die von einer Aufhängevorrichtung getragen werden, z. B. Fördervorrichtungen solcher Art, welche dem Transport von auf Kleiderhängern aufgehängten K]eidern dienen. Eine solche Fördervorrichtung umfasst eine Förderbahn, mindestens ein längs dieser Bahn bewegbares Förderglied, das mindestens ein Tragelement für die Aufhängevorrichtungen z. B. die Kleiderhänger, aufweist.
Die Erfindung will eine Verbesserung solcher Vorrichtungen schaffen. Die Erfindung besteht darin, dass das die Aufhängevorrichtung tragende Element in bezug auf das Förderglied beweglich angeordnet ist und dass an mindestens einer vorbestimmten Stelle längs der Förderbahn Mittel vorgesehen sind, die bei der Durchfahrt des Fördergliedes das Element aus seiner wirksamen Lage bringen, so dass die von ihm getragene Aufhängevorrichtung durch die Wirkung der Schwerkraft vom Tragelement abfällt.
Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen stands sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 ist eine Teilansicht einer ersten bevorzugten Ausführung, in der insbesondere die Ausrüstung bei einer Entladestelle ersichtlich ist.
Fig. 2 ist ein Querschnitt mit weggebrochenen Teilen bei der Entladestelle der Fördervorrichtung, in Fig. 1, von links gesehen.
Fig. 3 ist ein Querschnitt einer Entladestelle einer zweiten Fördervorrichtung mit weggebrochenen Teilen.
Fig. 4 ist eine teilweise Seitenansicht dieser zweiten Fördervorrichtung und
Fig. 5 ist ein Horizontalschnitt längs der Linie V-V der Fig. 4 mit weggebrochenen Teilen.
In der Zeichnung sind Fördervorrichtungen dargestellt, die sich besonders zum Fördern von Kleidungsstücken eignen, wie beispielsweise in der Be ldeidungsindustrie, wobei die Kleider auf an sich bekannten Kleiderhängern hängen, die ein hakenförmiges Aufhängeorgan besitzen. Einfachheitshalber sind in der Zeichnung weder die Kleider noch die Kleiderhänger dargestellt.
In Fig. 1 ist 1 eine Förderbahn, die aus einer U4örmigen Eisenschiene besteht, deren mittlerer Steg oben liegt und deren Schenkel sich nach unten erstrecken und an den freien Enden nach innen umgebogen sind, um Rollbahnen zu bilden, wie Fig. 2 zeigt. In diesen Rollbahnen laufen Rollen 2, mit deren Hilfe Förderglieder 3 längs der Förderbahn bewegbar sind, die, da die Rollen 2 die Glieder 3 tragen, an der Förderbahn hängen. In der Zeichnung ist nur ein solches Glied 3 dargestellt, das mit zwei Rollenpaaren ausgerüstet ist, die das Glied tragen. Es ist klar, dass die Fördervorrichtung eine Mehrzahl von Gliedern 3 umfassen kann. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist das Glied 3 mit einer Anzahl Elemente 4 versehen, welche zum Tragen der an sich bekannten Kleiderhänger dienen, wobei diese Hänger von den Elementen lösbar sind.
Jedes Tragelement 4 ist in bezug auf das entsprechende Förderglied 3 beweglich und kann aus seiner Wirkstellung zum Tragen mindestens eines Hängers bewegt werden, um den von ihm getragenen Kleiderhänger durch die Wirkung der Schwerkraft abgleiten zu lassen.
Jedes Tragelement 4 umfasst eine Spindel 5, die drehbar im unteren Teil des Gliedes 3 befestigt ist, und zwar so, dass sich ihr mittlerer Teil quer zur Längsrichtung der Förderbahn erstreckt. Ein Endteil 6 dieser Spindel 5 erstreckt sich von einer Seitenwand des Gliedes 3 nach aussen und normalerweise (d. h. in der Wirkstellung) in bezug auf die Seitenwand in einem Winkel schräg nach oben und dient dazu, die Kleiderhänger zu tragen. Das andere Ende 7 der Spindel 5, das sich an der entgegengesetzten Seitenwand des Fördergliedes 3 befindet, ist so angeordnet, dass es sich in radialer Richtung in bezug auf den mittleren Teil der Spindel erstreckt.
Der Endteil 7 kann mittels einer Vorrichtung 8 betätigt werden, die so ausgebildet ist, dass sie die Spindel 5 drehen kann, so dass der erstgenannte Endteil 6, der die Kleiderhänger trägt, nach unten weist (wie die strichpunktierten Linien zeigen), so dass die von ihm getragenen Hänger durch die Wirkung der Schwerkraft heruntergleiten. Die Spindel 5 trägt ein Gegengewicht 9, das die Spindel in diejenige Stellung zu bringen versucht, bei der der Endteil 6 in bezug auf das Förderglied schräg nach oben zeigt.
Statt dessen könnte die Spindel auch durch Federkraft in diese Winkelstellung gedrängt werden.
Die das Element 4 aus seiner Wirklage bringende Vorrichtung 8 umfasst in der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform eine sich bei der längs der Förderbahn angeordneten Entladestelle etwa parallel zur Förderbahn an der Entladestelle erstreckende Welle 10. Die Welle 10 ist in Lagern 11 gelagert, dlie an einem an der Förderbahn 1 aufgehängten Halter 12 befestigt sind. Die Welle 10 ist mit zwei seitlich hervorstehenden Hebeln 13, 14 versehen. Der Hebel 13 ist so angeordnet, dass er vom die Entladestelle durchlaufenden Förderglied 3 betätigt wird, so dass die Welle 10 gedreht wird, wenn das Glied 3 vorbeigeht. Der andere Hebel 14 ist so ausgebildet, dass er während der Drehbewegung der Welle 10 den Endteil 7 des Elementes 4 betätigt, wie dies durch die strichpunktierten Linien rechts in Fig. 2 dargestellt ist.
Obwohl dies in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, ist die Welle 10 durch ein Gewicht oder durch eine Feder belastet, derart, dass sie, nachdem sie vom Förderglied 3 betätigt worden ist, in die Winkellage zurückkehrt, bei der die Hebel 13 und 14 sich in der Ausgangslage befinden, wie sie die ausgezogenen Linien in Fig. 2 zeigen. Der Hebel 13 ist an seinem freien Ende mit einer sich frei drehenden Rolle 15 versehen, die mit einer Nockenfläche 16 am Glied 3 zusammenarbeitet, wenn letzteres an der Rolle 15 vorbeigeht, was die be schriebene Drehung g der Welle 10 bewirkt.
Der Träger 12 besteht zur Hauptsache aus zwei parallelen U-förmigen Haltern, die im Abstand voneinander auf der Förderbahn angeordnet sind. Jeder Halter ist mit seinem Steg an der Förderbahn 1 befestigt und ist über derselben gespreizt, so dass die Schenkel beidseitig der Förderbahn herunterhängen.
Die Schenkel der zwei Halter sind an den unteren freien Enden mittels sich in Längsrichtung der Förderbahn 1 erstreckende Verbindungsglieder 17 verbunden. Einer der Halter ist mit zwei Führungsrollen 18 versehen, die auf je einem Schenkel dieses Halters befestigt sind, so dass sich deren Achsen in vertikaler Richtung erstrecken. Diese Rollen dienen als Führungselemente, die verhüten sollen, dass das Glied 3 sich seitwärts bewegt, wenn es an der Ent.. ladestelle vorbeigeht und das Element 4 von der Vorrichtung 8 betätigt wird.
Eines der Längsverbindungsglieder 17 trägt mittels eines daranhängenden Halters 19 eine Stange 20, die sich nach aussen und nach unten von der Förderbahn weg erstreckt, und die dazu dient, die Kleiderhänger mit den daran aufgehängten- Kleidungsstücken aufzufangen, wenn diese von den tragenden Elementen freigegeben werden.
Wie bereits angedeutet, kann die Fördervorrichtung längs der Förderbahn mehrere Entladestellen sowie mehrere Förderglieder 3 aufweisen, die sich längs der vorzugsweise endlosen Förderbahn 1 bewegen, wobei angenommen ist, dass diese Glieder miteinander beispielsweise durch Teile einer Gliederkette 21 verbunden sind. Da die Förder-glieder 3 alle gleich sind, kann leicht vorbestimmt werden, welches der verschiedenen Tragelemente der Glieder (in Fig. 1 sind deren fünf dargestellt) bei einer Entladestelle jeweils betätigt werden soll, indern der Abstand zwischen den Hebeln 13, 14 längs der Welle 10 entsprechend eingestellt wird. Bei der in den Fig. 1 und 2 als Beispiel dargestellten Ausführungsform sind die Hebel 13, 14 so angeordnet, dass das zweite Element von links in Fig. 1 vom Hebel 14 betätigt wird, wenn das Förderglied 3 die Nockenrolle 15 betätigt.
Um nun die Anordnung den verschiedenen Anforderungen anzupassen, müssen Hebel 14 und/oder Hebel 13 längs der Welle 10 verschiebbar und in verschiedenen Stellungen an der Welle befestigbar sein.
Die in den Fig. 3 bis 5 gezeigte Ausführung unterscheidet sich von der vorhergehenden in der Hauptsache dadurch, dass die Nockenfläche 16 durch eine Rolle 22 ersetzt ist, die sich in bezug auf das Förderglied 3 in vertikaler Richtung verstellen läi3t und in verschiedenen Stellungen befestigbar ist. Ferner ist der Hebel 13 durch einen Hebel 23 ersetzt, der auf einer eigenen Welle 24 drehbar ist. Die Welle 24 befindet sich oberhalb der Welle 10 und der Abstand zwischen den zwei Wellen ist für verschiedene Entladestellen verschieden, so dass der Hebel 23 nur bei einer bestimmten Höheneinstellung der Rolle 22 von letzterer betätigt wird. Ist daher die Rolle 22 so eingestellt, dass sie den Hebel 23 einer bestimmten Stelle betätigt, dann läuft die Rolle 22 am Hebel 23 jeder andern Stelle vorbei, ohne denselben zu betätigen.
Am freien Ende ist der Hebel 23 mit einem nockenartigen Element 25 versehen, das mit der Rolle 22 zusammenarbeitet. An der entgegen-gesetzten Seite ist die Welle 24 mit einem Hebel 26 versehen, der mit dem oberen Ende einer vertikalen Lasche 27 drehbar verbunden ist. Das untere Ende dieser Lasche 27 ist drehbar mit einem an der Welle 10 hervorstehenden Hebel 28 verbunden. Die Lasche 27 trägt ein Gewicht 29, welches die Lasche nach unten zieht und dadurch die Hebel 14, 23 in ihre Ausgangslage zurückbringt, nachdem sie von der Rolle 22 betätigt worden sind.
Die Rolle 22 ist drehbar auf einem Wellenzapfen 30 befestigt, der von einem Gleitstück 31 auf einer vertikalen Stange 32 am Förderglied 3 gehalten ist. Die Rolle 22 ist auf der einen Seite des Gliedes 3, das Gleitstück 31-und die Stange 32 dagegen auf der entgegengesetzten Seite angeordnet und der Wellenzapfen 30 durchsetzt einen vertikalen Schlitz 33 im Glied 3, zwar vorzugsweise aus Blech hergestellt ist. Der Schlitz 33 ist an einer seiner Längsseiten mit Einkerbungen 34 versehen, die so geformt sind, dass sie den Wellenzapfen aufnehmen können und dieser damit in verschiedene Höheneinstellungen bringbar ist.
Um den Wellenzapfen 30 in die Einkerbungen 34 hinein-und aus denselben herausbringen zu können, ist das Gleitstück 31 auch noch um den Stab 32 drehbar und mit einer oder mehreren Federn 35 versehen, die mit dem Glied 3 zusammenwirken, und zwar so, dass sie den Zapfen 31 selbsttätig in diejenige Einkerbung 34 zum Einschnappen bringen, auf die der Zapfen ausgerichtet ist. Das Gleitstück 31 besitzt einen Betätigungsgriff 36 in Form eines Zapfens der aus dem Block herausragt.
Bei dieser Ausführung ist noch zu bemerken, dass Hebel 14 und Hebel 23 um einen gewissen Winkel im Gegenuhrzeigersinn in Fig. 3 gedreht werden können, so dass sie eine unwirksame Stellung einnehmen, in der verhütet wird, dass die Rolle 22 den Hebel 23 berührt, so dass das Tragelement 4 nicht betätigt wird, wenn das Förderglied 3 an der betreffenden Stelle vorbeigeht. Die Bezugszahl 37 bezeichnet einen Anschlag, der die Bewegung des Hebels 14 im Uhrzeigersinn, wie sie bei der Betäti- gung des Tragelementes 4 auftritt, begrenzt. Ausserdem dient dieser Anschlag 37 dazu, das Gestänge in dieser in Fig. 3 in ausgezogenen Linien gezeigten Grenzlage zu halten.
Beispielsweise kann jede der beschriebenen Fördervorrichtungen auch zum Fördern anderer von einer Aufhängevorrichtung getragener Gegenstände als auf Kleiderhängern aufgehängten Kleidern dienen.