CH347917A - Verfahren zur Herstellung neuer Carbonsäureamidgruppen enthaltender Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Carbonsäureamidgruppen enthaltender Azofarbstoffe

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CH347917A
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Max Dr Schmid
Henri Dr Streiff
Rudolf Dr Mory
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Ciba Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/32Preparation of azo dyes from other azo compounds by reacting carboxylic or sulfonic groups, or derivatives thereof, with amines; by reacting keto-groups with amines
    • C09B43/38Preparation of azo dyes from other azo compounds by reacting carboxylic or sulfonic groups, or derivatives thereof, with amines; by reacting keto-groups with amines by reacting two or more ortho-hydroxy naphthoic acid dyes with polyamines

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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Carbonsäureamidgruppen    enthaltender     Azofarbstoffe       Es wurde gefunden, dass man zu wertvollen, neuen       Carbonsäureamidgruppen    enthaltenden     Azofarbstof-          fen    gelangt, wenn man von     wasserlöslichmachenden     Gruppen, als z.

   B.     Sulfonsäuregruppen,        Sulfonsäure-          amidgruppen    und     COOH-Gruppen    freie     Carbonsäure-          halogenide    der Formel  
EMI0001.0013     
    worin     R1    einen aromatischen Rest der Benzol- oder       Naphthalinreihe,    R, einen aromatischen Rest der Ben  zol- oder     Naphthalinreihe,    worin die     Azogruppen    in       1,4-Stellung    zueinander stehen, und     R3    einen     Naph-          thalinrest,    worin die     Azo-,

          Oxy-    und     Carbonsäure-          halogenidgruppe    in     1,2,3-Stellung    zueinander stehen,  bedeuten, mit von     wasserlöslichmachenden    Gruppen  freien     Arylaminen    umsetzt, welche zwei primäre       Aminogruppen    enthalten.  



  Gute Ergebnisse werden mit vorzugsweise nicht       verküpbaren    aromatischen Diaminen erzielt. Als sol  che seien einkernige Diamine, wie     1,4-Diamino-ben-          zol,        1,4-Diamino-2,5-dialkoxy-benzole    oder     1,4-Di-          amino-benzole,    deren 2- und     5-Stellung    durch ver  schiedenartige     Substituenten    besetzt sind, wie     Nitro-          gruppen,    Halogenatome,     Alkoxygruppen,        Alkylgrup-          pen    oder auch     1,

  3-Diamino-benzol    oder seine     Substi-          tutionsprodukte,    wie z. B.     4-Methyl-1,3-diamino-ben-          zol,    erwähnt.  



  In vielen Fällen werden besonders wertvolle Re  sultate bei Verwendung von zwei- -und mehrkernigen  Aminen erhalten, so z. B. unter Verwendung von       4,4'-Diamino-diphenyl    und seinen Derivaten, wie     3,3'-          Dichlor-,        3,3'-Dimethyl-,        3,3'-Dialkoxy-4,4'-diamino-          diphenyl,        3,5,3',5'-Tetrachlor-4,4'-diamino-diphenyl     und     4,4'-Diamino-diphenyläther.    Schliesslich kommen  auch Diamine ganz anderer Art in Frage, z. B.

   Di-         aminopyren,    2,8 -     Diamino-chrysen,    4,11-     Diamino-          fluoranthen,    2,6- oder     1,5-Diamino-naphthaline,        Di-          amino-benzthiazole,    wie     2-(4'-Amino-phenyl)-6-          amino-benzthiazol.     



  Zu den     Azocarbonsäuren    gelangt man, wenn man  ein     diazotiertes    aromatisches Amin der Formel       RiNH2     mit einer Mittelkomponente der Formel       R2NH2     kuppelt, den so erhaltenen     Aminomonoazofarbstoff          diazotiert    und mit einer     2,3-Oxy-naphthoesäure    kup  pelt.  



  Als Amine der Formel     R,NH,    kommen von was  serlöslichmachenden Gruppen freie Amine der     Naph-          thalinreihe,    wie beispielsweise     1-Amino-naphthalin,     insbesondere aber     Aminobenzole,        in    Frage. Als Bei  spiele seien genannt: das     unsubstituierte    Anilin, kern  halogenierte     Aniline,    wie z.

   B. o-, p- oder     m-Chlor-          anilin,        2,5-Dichlor-anilin,        3,4,5-Trichlor-anilin,        p-          Brom-anilin,        Nitro-aniline,    wie o-, p- oder     m-Nitro-          anilin,        Alkoxy-aniline,    wie z.

   B. o- und     p-Methoxy-          anilin,        kernalkylierte        Aniline,    wie die     Toluidine,        m-          Xylidin,        Halogen-alkylaniline,    wie     3-Trifluormethyl-          anilin    oder     3,5-Di-(trifluormethyl)-anilin,        Phenylani-          line,    wie     p-Amino-diphenyl,        ferner        Aniline,    enthal  tend funktionell abgewandelte     Carboxylgruppen,

      bei  spielsweise     Carbonsäureestergruppen,        Cyanogruppen     oder     Carbonsäurephenylamidgruppen.    Von dieser  Gruppe seien die folgenden Vertreter genannt:     Anilin-          2-carbonsäureäthylester,        Anilin-3-carbonsäuremethyl-          ester,        Anilin-3,5-dicarbonsäuredimethylester,        3-Cyano-          anilin,    3- oder     4-Anilin-carbonsäureanilid.    Weiterhin  kommen in Betracht     Aniline,    enthaltend verschiedene       Substituenten,

      wie beispielsweise     2-Chlor-5-methyl-          anilin,        4-Chlor-2-methyl-anilin,    2-Methyl-5-chlor-ani-           lin,        2-Chlor-4-nitro-anilin,        2-Chlor-5-trifluormethyl-          anilin,        4-Chlor-2-trifluormethyl-anilin,        2-Nitro-4-          chlor-anilin,        4-Chlor-2-methoxy-anilin,        2-Chlor-4-          methoxy-anilin,        4-Chlor-2-methoxy-5-methyl-anilin,          2-Nitro-4-methyl-anilin,

      4- oder     5-Nitro-2-methyl-          anilin,        4-Nitro-2-methoxy-anilin,        4-Chlor-2,5-dimeth-          oxy-anilin.     



  Als Mittelkomponenten der Formel     RZNH2    kom  men solche von     wasserlöslichmachenden    Gruppen  freie Amine der Benzol- oder der     Naphthalinreihe    in  Betracht, die in     p-Stellung    zur     Aminogruppe    kuppeln,  beispielsweise     1-Amino-naphthalin,        1-Amino-2-alk-          oxy-naphthaline,        1-Amino-8-chlor-naphthalin,    insbe  sondere aber     Aniline,    wie z. B. Anilin, Halogenani  line, wie z. B.     2-Chlor-anilin,        Alkoxyaniline,    wie z. B.

         2-Methoxy-    oder     2-Äthoxy-anilin,        2,5-Dimethoxy-          anilin,        2,5-Diäthoxy-anilin,        kernalkylierte        Aniline,    wie  z. B.     2-Methyl-anilin,        2,5-Dimethyl-anilin    oder Ani  line mit verschiedenen     Substituenten,    wie beispiels  weise     2-Methoxy-5-methyl-anilin,        2-Chlor-5-methyl-          anilin,        2-Chlor-5-methoxy-anilin.     



  Als     Schlusskomponente    wird eine     2,3-Oxy-naph-          thoesäure    verwendet, die gegebenenfalls     in    dem von  der     Carbonsäuregruppe    freien     Benzolring    substituiert  sein kann,     beispielsweise    durch ein Halogenatom,     eine          Alkoxy-    oder     Alkylgruppe.    Zweckmässig     wird    jedoch,    dank ihrer leichten Zugänglichkeit, die     unsubstituierte          2,3-Oxy-naphthoesäure    verwendet.  



  Die erhaltenen     Azocarbonsäuren    werden mit Mit  teln behandelt, die befähigt sind,     Carbonsäuren    in  ihre     Halogenide,    z. B. die Chloride oder     Bromide,     überzuführen, so insbesondere mit     Phosphorhalogeni-          den,    wie     Phosphorpentabromid    oder     Phosphortrichlo-          rid    oder     -pentachlorid,        Phosphoroxyhalogeniden    und  vorzugsweise mit     Thionylchlorid.     



  Die Behandlung mit solchen     säurehalogenierenden     Mitteln wird zweckmässig in indifferenten organischen  Lösungsmitteln, wie Chlorbenzolen, z. B. Mono- oder       Dichlorbenzol,        Toluol,        Xylol    oder Nitrobenzol, durch  geführt, gegebenenfalls     in    Gegenwart von     Dimethyl-          formamid.     



  Bei der Herstellung der     Carbonsäurehalogenide    ist  es in der Regel zweckmässig, die in     wässrigem    Me  dium hergestellten     Azoverbindungen    vorerst zu trock  nen oder durch Kochen in einem organischen Lö  sungsmittel     azeotrop    von Wasser zu befreien. Diese       azeotrope    Trocknung kann     gewünschtenfalls    unmittel  bar vor der Behandlung mit     säurehalogenierenden     Mitteln vorgenommen werden.  



  Die neuen, nach dem vorliegenden Verfahren er  hältlichen Farbstoffe entsprechen der Formel  
EMI0002.0083     
    worin     R1,        R,    und R3 die angegebene     Bedeutung    haben  und Ar den Rest eines aromatischen     Diamins,    vor  zugsweise eines solchen, der nur aus     carbocyclischen     und aus höchstens vier aromatischen Ringen besteht,  darstellt. Sie stellen wertvolle Pigmente dar, die sich  vorzüglich eignen zum Färben von     Polyvinylverbin-          dungen,    z.

   B. zum Einwalzen in     Polyvinylchlorid-          folien,    und zeichnen sich durch besonders grosse  Farbstärke sowie gute Licht- und     Migrationsechtheit     und ausserdem durch Temperaturbeständigkeit und       Lösungsmittelechtheit    aus.

   Dies ist auch für den     so-          genannten    Pigmentdruck wertvoll, d. h. für Druck  verfahren, die darauf beruhen, Pigmente mittels pas  sender Klebmittel, wie Casein,     härtbaren    Kunststof  fen, insbesondere     Harnstoff-    oder     Melamin-Formalde-          hyd-Kondensationsprodukten,        Polyvinylchlorid-    oder       Polyvinylacetat-Lösungen    bzw. -Emulsionen oder an  deren Emulsionen (z.

   B.     Öl-in-Wasser-    oder     Wasser-          in-Öl-Emulsionen)    auf einem Substrat, insbesondere  auf einer Textilfaser, aber auch auf anderen flächen  förmigen Gebilden, wie Papier (z. B. Tapeten) oder  Geweben aus Glasfasern, zu fixieren. Die nach dem  vorliegenden Verfahren erhaltenen Pigmente können  auch für andere Verwendungszwecke, z.

   B. in fein  verteilter Form zum Färben von Kunstseide und Vis  kose oder     Celluloseäthern    und     -estern    oder von  Superpolyamiden bzw.     Superpolyurethanen    in der    Spinnmasse, sowie zur Herstellung von gefärbten  Lacken oder Lackbildnern, Lösungen und Produkten  aus     Acetylcellulose,        Nitrocellulose,    natürlichen Har  zen oder Kunstharzen, wie     Polymerisations-    oder  Kondensationsharzen, z.

   B.     Aminoplasten,        Phenol-          plasten,    Polystyrol, Polyäthylen,     Polyacrylate,    Gummi,  Casein, Silikon und     Silikonharzen,    gute Dienste lei  sten. Ausserdem lassen sie sich vorteilhaft bei der  Herstellung von Farbstiften, kosmetischen Präpara  ten oder     Laminierplatten    verwenden.  



  Präparate, die solche Pigmente in feinverteilter  Form enthalten, können in an sich bekannter Weise  durch intensive mechanische Behandlung, z. B. auf  Walzenstühlen oder in passenden Knetapparaten, er  halten werden. Hierbei wählt man das     dispergierende     und die intensive Bearbeitung erlaubende Medium,  je nach dem ins Auge gefassten Zweck, aus, z.

   B. wird  man für die Herstellung von     wässrigen        dispergierbaren     Präparaten     Sulfitablauge    oder     dinaphthylmethandisul-          fonsaure    Salze, für die Herstellung von     Acetatkunst-          seiden-Spinnpräparaten,        Acetylcellulose,    mit wenig  Lösungsmittel gemischt, verwenden.  



  Infolge der besonders günstigen physikalischen  Form, in der die Produkte gemäss vorliegender Erfin  dung meistens erhalten werden, und infolge ihrer  chemischen Indifferenz und guten Temperaturbestän  digkeit können diese normalerweise in Massen bzw.      Präparaten der genannten Art leicht verteilt werden,  und dies zweckmässig in einem Zeitpunkte, da diese  Massen bzw. Präparate ihre definitive Gestalt noch  nicht besitzen. Die zur Formgebung benötigten Mass  nahmen, wie Spinnen, Pressen, Härten, Giessen, Ver  kleben u. a. m., können dann auch in Gegenwart der  vorliegenden Pigmente ohne weiteres durchgeführt  werden, ohne     däss    etwaige chemische Reaktionen des  Substrates, wie weitere     Polymerisationen,    Kondensa  tionen usw., behindert werden.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  79,2 Teile des wie üblich erhaltenen Farbstoffes  aus     diazotiertem        4-Amino-azobenzol    und     2-Oxy-          naphthalin-3-carbonsäure    werden unter Rühren in    750     Vol.-Teile        1,2-Dichlor-benzol    eingetragen. Man  gibt dem Gemisch 20 Teile     Thionylchlorid    zu und  erwärmt auf 140 . Nach einigen Minuten geht das  Säurechlorid des Farbstoffes in Lösung. Man rührt  etwa 1 Stunde bei 140 bis 150  und lässt erkalten.

    Das ausgefallene, kristalline Produkt wird     abgenutscht     und mit wenig kaltem     Dichlorbenzol    und Chlorbenzol  nachgewaschen und im Vakuum bei 70 bis 80  ge  trocknet     (Smp.    des     Säurechlorides    195-197      Zers.).     82,9 Teile des nach obigem Absatz hergestellten       Säurechlorides    werden in     2000        Vol.-Teile    trockenes  Chlorbenzol -und 20     Teile        Pyridin    eingetragen. Man  gibt dem Gemisch 25,3 Teile     4,4'-Diamino-3,3'-di-          chlor-diphenyl    zu und erwärmt unter Rühren zum  Sieden.

   Man kocht etwa 24 Stunden; nach beendeter  Kondensation     nutscht    man das gebildete Pigment  noch heiss ab, wäscht mit warmem Chlorbenzol, an  schliessend mit heissem Alkohol nach, und trocknet.  Der Kondensationsfarbstoff der Formel  
EMI0003.0023     
    stellt ein dunkelrotes Pigment dar, welches in den  üblichen Lösungsmitteln schwer bis unlöslich ist und,  in     Polyvinylchlorid    eingewalzt, kräftige     violettrote     Töne von guter     Migrations-    und Lichtechtheit gibt.  



  Wird im vorliegenden Beispiel das     4,4'-Diamino-          3,3'-dichlor-diphenyl    durch äquivalente Mengen der  nachfolgend genannten Diamine ersetzt, so erhält man  Kondensationspigmente, welche ebenfalls in den übli  chen Lösungsmitteln schwer- bis unlöslich sind und,  in PVC-Folien eingewalzt, kräftige Töne der nach  folgend genannten Nuancen von guten     Migrations-          und        Lichtechtheiten    ergeben.

    
EMI0003.0032     
  
    <U>Diamin</U> <SEP> Far<U>be <SEP> in <SEP> PVC</U>
<tb>  4,4'-Diamino-3,3'-dimethyl-diphenyl <SEP> blaustichig <SEP> rot
<tb>  1,5-Diamino-naphthalin <SEP> violett
<tb>  4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxy-diphenyl <SEP> bordeauxrot       <I>Beispiel 2</I>  84,8 Teile des wie üblich erhaltenen Farbstoffes  aus     diazot.        4-Amino-3,2'-dimethyl-azobenzol    und 2-         Oxy-naphthalin-3-carbonsäure    werden unter Rühren  in 800     Vol.-Teile    Chlorbenzol eingetragen. Man gibt  dem Gemisch 20 Teile     Thionylchlorid    zu und erwärmt  zum Kochen. Nach einigen Minuten geht das Säure  chlorid des Farbstoffes in Lösung. Man rührt noch  etwa 1 Stunde bei Siedetemperatur und lässt erkalten.

    Das ausgefallene kristalline Produkt wird     abgenutscht     und mit wenig kaltem Chlorbenzol nachgewaschen  und im Vakuum bei 70-80  getrocknet     (Smp.    des  Säurechlorids     220=222 ).       88,5 Teile des nach obigem Absatz hergestellten  Säurechlorids werden in 2000     Vol.-Teile    trockenes  Chlorbenzol und 20 Teile     Pyridin    eingetragen. Man  gibt dem Gemisch 10,8 Teile     1,4-Diamino-benzol    zu  und erwärmt unter Rühren zum Sieden.

   Man kocht  etwa 24 Stunden; nach beendeter Kondensation       nutscht    man das gebildete Pigment noch heiss ab,  wäscht mit warmem Chlorbenzol,     anschliessend    mit  heissem Alkohol nach und trocknet. Der Kondensa  tionsfarbstoff der Formel  
EMI0003.0046     
    stellt ein dunkelrotes Pigment dar, welches in den  üblichen Lösungsmitteln schwer bis unlöslich ist und,  in PVC eingewalzt, kräftige violette Töne von guter       Migrations-    und Lichtechtheit gibt.  



  Ersetzt man in obigem Beispiel das     1,4-Diamino-          benzol    durch äquivalente Mengen der nachfolgend    genannten Diamine, so erhält man Kondensations  pigmente, welche ebenfalls in den üblichen Lösungs  mitteln schwer- bis unlöslich sind und, in PVC-Folien  eingewalzt, kräftige Töne der nachfolgend genannten  Nuancen von guten     Migrations-    und     Lichtechtheiten     ergeben.

      
EMI0004.0001     
  
    <U>Diamin <SEP> Farbe <SEP> in <SEP> PVC</U>
<tb>  4,4'-Diamino-diphenyl <SEP> Bordeaux
<tb>  4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxy-diphenyl <SEP> violett
<tb>  4;4'-Diamino-3,3'-dimethyl-diphenyl <SEP> violett
<tb>  1,4-Diamino-2-chlor-benzol <SEP> violettrot
<tb>  1,5-Diamino-naphthalin <SEP> violett       <I>Beispiel 3</I>    94,9 Teile des wie üblich erhaltenen Farbstoffes  aus     diazot.        4-Amino-2-methyl-5-methoxy-4'-chlor-          azobenzol    und     2-Oxy-naphthalin-3-carbonsäure    wer  den unter Rühren in 1000     Vol.-Teile        1,2-Dichlor-          benzol    eingetragen.

   Man gibt dem Gemisch 20 Teile       Thionylchlorid    zu und erwärmt auf 140-150 . Man    rührt etwa 2 Stunden bei 140-150  und lässt erkal  ten. Das ausgefallene, kristalline Produkt wird     ab-          genutscht    und mit wenig kaltem     Dichlorbenzol    und  Chlorbenzol nachgewaschen und im Vakuum bei 70  bis 80  getrocknet     (Smp.    des     Säurechlorides    272 bis  273 ).  



  98,6 Teile des nach obigem Absatz hergestellten       Säurechlorides    werden in 2000     Vol.-Teile    trockenes  Chlorbenzol und 20 Teile     Pyridin    eingetragen. Man  gibt dem Gemisch 15,8 Teile     1,5-Diamino-naphtha-          lin    zu -und erwärmt unter Rühren zum Sieden. Man  kocht etwa 24 Stunden; nach beendeter Kondensation       nutscht    man das gebildete     Pigment    noch heiss ab,  wäscht mit warmem Chlorbenzol, anschliessend mit  heissem Alkohol nach und trocknet.

   Der Kondensa  tionsfarbstoff der Formel  
EMI0004.0022     
    stellt ein dunkelblaues Pigment dar, welches in den  üblichen Lösungsmitteln schwer bis unlöslich ist und,  in     PV        eingewalzt,    kräftige blauviolette Töne von guter       Migrations-    und Lichtechtheit gibt.  



  Wird in obigem Beispiel das     1,5-Diamino-naph-          thalin    durch 10,8 Teile     1,4-Diamino-benzol    ersetzt, so  erhält man ebenfalls ein Kondensationspigment, wel  ches in den üblichen Lösungsmitteln schwer- bis un  löslich ist und, in PVC-Folien eingewirkt, kräftige,       rotstichig    blaue Töne von guter     Migrations-    und  Lichtechtheit ergibt.

      <I>Beispiel 4</I>    108,6 Teile des wie üblich erhaltenen Farbstoffes  aus     diazot.        4-Amino-2,5-diäthoxy-2'-methyl-5'-nitro-          azobenzol    und     2-Oxy-naphthalin-3-carbonsäure    wer  den unter Rühren in 700     Vol.-Teile    Chlorbenzol ein-    getragen. Man     gibt    dem Gemisch 20 Teile     Thionyl-          chlorid    zu und erwärmt zum Kochen. Man rührt etwa  3 Stunden bei Siedetemperatur und lässt erkalten. Das  ausgefallene, kristalline Produkt wird     abgenutscht    und  mit wenig kaltem Chlorbenzol nachgewaschen und im  Vakuum bei     70-80     getrocknet.  



  112,3 Teile des nach obigem Absatz hergestellten       Säurechlorides    werden in 2000     Vol.-Teile    trockenes  Chlorbenzol und 20 Teile     Pyridin    eingetragen. Man  gibt dem Gemisch 21,2 Teile     4,4'-Diamino-3,3'-di-          methyl-diphenyl    zu und erwärmt unter Rühren zum  Sieden.  



  Man kocht etwa 24 Stunden; nach beendeter  Kondensation     nutscht    man das gebildete Pigment noch  heiss ab, wäscht mit warmem Chlorbenzol, anschlie  ssend mit heissem Alkohol nach und trocknet. Der  Kondensationsfarbstoff der Formel  
EMI0004.0047     
    stellt ein dunkelblaues Pigment dar, welches in den  üblichen Lösungsmitteln schwer- bis unlöslich ist und,  u. a. in     PV        eingewalzt,    kräftige, reine blaue Töne von  guter     Migrations-    und Lichtechtheit gibt.  



  Wird in obigem Beispiel das     4,4'-Diamino-3,3'-          dimethyl-diphenyl    durch 18,4 Teile     4,4'-Diamino-          diphenyl    ersetzt, so erhält man ebenfalls ein Konden  sationspigment, welches in den üblichen Lösungsmit  teln schwer- bis unlöslich ist und, in PVC-Folien ein-    gewalzt, kräftige,     rotstichig    blaue Töne von guter       Migrations-    und Lichtechtheit gibt.

      <I>Beispiel 5</I>  91,7 Teile des wie üblich erhaltenen Farbstoffes  aus     diazot.        4-Amino-2,5-dimethyl-2'-chlor-azobenzol     und     2-Oxynaphthalin-3-carbonsäure    werden unter  Rühren in 800     Vol.-Teile        1,2-Dichlor-benzol    einge  tragen. Man gibt dem Gemisch 20 Teile Thionylchlo-           rid    zu und erwärmt auf 150 . Nach     einigen    Minuten  geht das Säurechlorid des Farbstoffes in Lösung. Man  rührt noch etwa 1 Stunde bei 150  und lässt erkalten.

    Das ausgefallene, kristalline Produkt wird     abgenutscht     und mit wenig kaltem     Dichlorbenzol    und Chlorbenzol  nachgewaschen und im Vakuum bei 70-80  getrock  net     (Smp.    des     Säurechlorides    255-256 ).  



  95,4 Teile des nach obigem Absatz hergestellten       Säurechlorides    werden in 2000     Vol:    Teile trockenes    Chlorbenzol und 20 Teile     Pyridin    eingetragen. Man  gibt dem Gemisch 17,7 Teile     1,4-Diamino-2,5-di-          chlor-benzol    zu und erwärmt unter Rühren zum Sie  den.  



  Man kocht etwa 24 Stunden; nach beendeter  Kondensation     nutscht    man das gebildete Pigment  noch heiss ab, wäscht mit warmem Chlorbenzol, an  schliessend mit heissem Alkohol nach und trocknet.  Der Kondensationsfarbstoff der Formel  
EMI0005.0013     
    stellt ein violettes Pigment dar, welches in den übli  chen Lösungsmitteln schwer bis unlöslich ist und, u. a.  in     PV    eingewalzt, kräftige violette Töne von guter       Migrations-    und Lichtechtheit gibt.  



  Wird das     1,4-Diamino-2,5-dichlor-benzol    im obi  gen Beispiel durch äquivalente Mengen der nachfol  gend genannten Diamine ersetzt, so erhält man Kon  densationspigmente, welche ebenfalls in den üblichen  organischen Lösungsmitteln schwer- bis unlöslich sind  und, in PVC-Folien eingewalzt,     kräftige    Töne der  nachfolgend genannten Nuancen von guter     Migra-          tions-    und Lichtechtheit ergeben.

    
EMI0005.0020     
  
    <U>Diamin</U> <SEP> Farbe <SEP> in <SEP> PVC
<tb>  1,4-Diamino-benzol <SEP> violett
<tb>  4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxy-diphenyl <SEP> blauviolett
<tb>  1,3-Diamino-4-methyl-benzol <SEP> blaustichig <SEP> rot       <I>Beispiel 6</I>  25,5 Teile des wie üblich erhaltenen Farbstoffes aus  diatot.     4-Amino    - 2 -     methyl    - 5-methoxy-2',5'-dichlor-         azobenzol    und     2-Oxy-naphthalin-3-carbonsäure    wer  den unter Rühren in 300     Vol.-Teile        Chlorbenzol    ein  getragen. Man gibt dem Gemisch 7,2     Vol.-Teile        Thio-          nylchlorid    zu und erwärmt auf 130 bis 140 .

   Nach  2 Stunden gibt man wieder 3,6     Vol.-Teile        Thionyl-          cWorid    und dann in einstündigem Abstand noch zwei  mal je 3,6     Vol.-Teile        Thionylchlorid    zu. Eine Stunde  nach der letzten Zugabe lässt man erkalten. Das aus  gefallene, kristalline Produkt wird     abgenutscht    und  mit wenig kaltem Chlorbenzol, dann mit     Petroläther     nachgewaschen und im Vakuum bei Raumtemperatur  getrocknet.  



  16,9 Teile des nach obigem Absatz hergestellten       Säurechlorides    werden in 500     Vol.-Teile    trockenes  Chlorbenzol und 3     Vol.-Teile        Pyridin    eingetragen.  Man gibt dem Gemisch 2,75 Teile     1,4-Diamino-2-          chlor-5-methoxy-benzol    zu und erwärmt unter Rüh  ren zum Sieden.  



  Man kocht etwa 16 Stunden; nach beendeter Kon  densation     nutscht    man das gebildete Pigment noch  heiss ab, wäscht mit warmem Chlorbenzol, anschlie  ssend mit heissem Alkohol nach und trocknet. Der  Kondensationsfarbstoff der mutmasslichen Formel  
EMI0005.0044     
    stellt ein violettes, grün bronzierendes Pigment dar,  welches in den üblichen Lösungsmitteln schwer bis  unlöslich ist und, u. a. in     PCV        eingewalzt,    kräftige  violette Töne von guter     Migrations-    und Lichtecht  heit gibt.  



  Wird das     1,4-Diamino-2-chlor-5-methoxy-benzol     in obigem Beispiel durch eine äquivalente Menge von       1,4-Diaminobenzol    oder     4,4'-Diamino-3,3'-dimethyl-          1,1'-diphenyl    oder     3,8-Diamino-pyren    oder     3,10-Di-          amino-pyren    oder dem     Isomerengemisch    der beiden    letzteren ersetzt, so erhält man violette Kondensa  tionspigmente, welche ebenfalls in den üblichen or  ganischen Lösungsmitteln schwer- bis unlöslich sind  und, in PVC-Folien eingewalzt, kräftige Töne von  guter     Migrations-    und Lichtechtheit ergeben.  



  <I>Beispiel 7</I>  16,3 Teile des wie üblich erhaltenen Farbstoffes  aus     diazotiertem        4-Amino-2-methyl-5-methoxy-2'-tri-          fluor-methyl-4'-chlor-azobenzol    und 2-Oxy-naphtha-           lin-3-carbonsäure    werden unter Rühren in 150     Vo-          lumteilen    Chlorbenzol eingetragen. Man gibt dem Ge  misch 7,1     Volumteile        Thionylchlorid    zu, erwärmt 40  Minuten auf 130 bis 140  und lässt erkalten.

   Das aus  gefallene     kristalline    Produkt wird     abgenutscht    und mit  kaltem Chlorbenzol, dann mit     Petroläther    nachgewa  schen und im Vakuum bei Raumtemperatur getrock  net. Dunkles, grün bronzierendes Kristallpulver.  



  9,95 Teile des nach obigem Absatz hergestellten       Säurechlorides    werden in 600     Volumteile    trockenes    Chlorbenzol und 2     Volumteile        Pyridin    eingetragen.  Man gibt dem Gemisch 1,89 Teile     4,4'-Diamino-3,3'-          dimethyl-diphenyl    zu und erwärmt unter Rühren zum  Sieden.  



  Man kocht etwa 16 Stunden; nach beendeter  Kondensation putscht man das gebildete Pigment noch  heiss ab, wäscht mit warmem Chlorbenzol, anschlie  ssend mit heissem Alkohol nach und trocknet. Der  Kondensationsfarbstoff der Formel  
EMI0006.0015     
    stellt ein dunkelviolettes Pigment dar, welches in den  üblichen Lösungsmitteln schwer bis unlöslich ist und,  u. a. in PVC     eingewalzt,    kräftige rotviolette Töne von  guter     Migrations-    und Lichtechtheit gibt.  



  Ersetzt man in obigem Beispiel das     4,4'-Diamino-          3,3'-dimethyl-diphenyl    durch eine äquivalente Menge       1,4-Dianlino-2-chlor-5-methoxy-benzol,    so erhält man  ein violettes Pigment mit ebenfalls sehr guten Echt  heitseigenschaften.  



  <I>Beispiel 8</I>  10,85 Teile des wie üblich erhaltenen Farbstoffes  aus     diazotiertem        4-Amino-2-methyl-5-methoxy-2'-          chlor-5'-trifluormethyl-azobenzol    und     2-Oxy-naphtha          lin-3-carbonsäure    werden im     Gemisch    mit 200     Vo-          lumteilen    Chlorbenzol und 10,6     Volumteilen    Thio-         nylchlorid    11/2 Stunden auf 130 bis 140" erwärmt.

    Nach dem Erkalten wird das ausgefallene,     nadlig-          kristalline    Produkt     abfiltriert,    mit kaltem Chlorbenzol,  dann mit     Petroläther    gewaschen und im Vakuum bei  Raumtemperatur getrocknet.  



  18 Teile des nach obigem Absatz hergestellten       Säurechlorides    werden in 850     Volumteile    trockenes  Chlorbenzol und 4     Volumteile        Pyridin    eingetragen.  Man gibt dem Gemisch 1,73 Teile     1,4-Diamino-ben-          zol    zu und erwärmt 16 Stunden zum Sieden. Nach  beendeter Kondensation putscht man das gebildete  Pigment noch heiss ab, wäscht es mit heissem Chlor  benzol, anschliessend mit heissem Alkohol, heissem  Wasser und trocknet es.

   Der Kondensationsfarbstoff  der Formel  
EMI0006.0041     
    stellt ein dunkelviolettes Pigment mit     grünem    Ober  flächenglanz dar, welches in den üblichen Lösungs  mitteln schwer- bis unlöslich ist und, in feine Ver-         teilung    gebracht, in PVC eingewalzt, kräftige violette  Töne von guter     Migrations-    und Lichtechtheit gibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Carbonsäureamidgruppen enthaltenden Azofarbstoffen der Formel EMI0006.0047 worin R1 einen aromatischen Rest der Benzol- oder Naphthalinreihe, R2 einen aromatischen Rest der Ben zol- oder Naphthalinreihe, worin die Azogruppen in 1,4-Stellung zueinander stehen, und R3 einen Naph- thalinrest, worin die Azo-,
    Oxy- und Carbonsäure- amidgruppe in 1,2,3-Stellung zueinander stehen, be- deuten, dadurch gekennzeichnet, dass man von wasser- löslichmachenden Gruppen frei Carbonsäurehaloge- nide der Formel HO-R3-N=N-R2 N=N-Ri COHaI mit von wasserlöslichmachenden Gruppen freien Aryl- aminen umsetzt, welche zwei primäre Aminogruppen enthalten.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Arylamine Diamine ver wendet, welche nur aus carbocyclischen und höch stens vier aromatischen Ringen bestehen. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von Carbonsäurechloriden ausgeht. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von solchen Carbonsäurehalo- geniden der angegebenen Formel ausgeht, worin R3 den Rest der Formel EMI0007.0011 darstellt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von solchen Carbonsäurehalo- geniden der angegebenen Formel ausgeht, worin R, und R2 Benzolreste bedeuten. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung in einem iner- ten organischen Lösungsmittel bei erhöhter Tempera tur in Gegenwart eines säurebindenden Mittels durch führt.
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