CH347922A - Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Acedianthronreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Acedianthronreihe

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CH347922A
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Armin Dr Caliezi
Walter Dr Kern
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/48Anthrimides

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    von     Küpenfarbstoffen    der     Acedianthronreihe       Es wurde gefunden, dass man zu wertvollen       Küpenfarbstoffen    der     Acedianthronreihe    gelangt,  wenn man Mono- oder     Dibromacedianthrone    mit  Aminen der     Anthrachinonreihe    kondensiert.  



  Die als Ausgangsstoffe für das vorliegende Ver  fahren dienenden Mono- oder     Dibromacedianthrone     werden zweckmässig durch     Bromieren    von     Ace-          dianthron    in einem organischen Lösungsmittel, wie  Nitrobenzol, oder in einem anorganischen Lösungs  mittel, wie     Chlorsulfonsäure,    erhalten.  



  Als erfindungsgemäss zu verwendende Amine der       Anthrachinonreihe    seien beispielsweise das 1- oder  2 -     Aminoanthrachinon,    1 -     Amino-5-benzoylamino-          anthrachinon,    1,4- oder     1,5-Diaminoanthrachinon     oder das     4,4'-Diamino-1,1'-dianthrimidcarbazol    ge  nannt.  



  Die Kondensation des Mono- oder     Dibrom-          acedianthrons    mit den Aminen der Anthrachinon-    reihe erfolgt zweckmässig in der Weise, dass auf ein  Bromatom des     Acedianthrons    eine     Aminogruppe    zur  Umsetzung gelangt,

   dass also entweder 1     Mol        Mono-          bromacedianthron    mit einem     Mol    eines Monoamins  oder 2     Mol        Monobromacedianthron    mit einem     Mol     eines     Diamins    oder 1     Mol        Dibromacedianthron    mit  2     Mol    eines Monoamins kondensiert werden.

   Die  Umsetzung wird     zweckmässig    in der Hitze in einem  hochsiedenden Lösungsmittel, wie Nitrobenzol,       Naphthalin,        Anthracen    oder     Phenanthren    durchge  führt, zweckmässig unter Zusatz säurebindender Mit  tel, wie z. B.     Natriumcarbonat,    und katalytischer  Mengen von     Kupfersalzen    oder Kupferpulver. Als  günstigster Temperaturbereich kommt ein solcher  zwischen 100 bis 350  in Frage.  



  Die nach dem     vorliegenden    Verfahren erhaltenen  Produkte entsprechen z. B. der allgemeinen Formel  
EMI0001.0041     
    worin     Ae    einen     Acedianthronrest    bedeutet, in wel  chem die     NH-Gruppen    die gleiche Stellung ein  nehmen wie die Bromatome im Mono- oder     Dibrom-          acedianthron,    Ar für einen     Arylrest    der     Anthra-          chinonreihe    steht, und m und n eine ganze Zahl im  Werte von höchstens 2 bedeuten.

   Diese Produkte  stellen wertvolle braune     Küpenfarbstoffe    dar, die  sich zum Färben der verschiedensten Materialien.,  insbesondere aber von natürlichen und regenerierten       Cellulosefasern    und als Pigmente eignen. Diese Farb  stoffe sind besonders geeignet für den Druck und  ergeben farbstarke, nicht faserschädigende echte,  braune Drucke.  



  Die     isomeren    Verbindungen, die erhalten werden  durch Kondensation von     Aminoacedianthronen    mit         Halogenarylverbindungen    sind zum Teil bekannt.  Überraschenderweise konnte festgestellt werden, dass  die verfahrensgemäss erhaltenen Verbindungen von  den bekannten Produkten verschieden sind und sich  durch bessere     färberische    Eigenschaften auszeichnen.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente     Gewichtsprozente,    und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  100 Teile Nitrobenzol, 7 Teile     Bromacedianthron,     1,7 Teile     1,5-Diaminoanthrachinon,    2 Teile     Na-          triumcarbonat,    1 Teil Kupferpulver und 0,3 Teile  Kupferchlorid werden 20 Stunden auf 210 bis 220       erhitzt. Dann kühlt man die Mischung auf 100  ab  und filtriert den ausgefallenen Farbstoff ab. Er wird  mit     Nitrobenzol    und Alkohol gewaschen und mit  verdünnter Salzsäure ausgekocht. Nach dem Trock  nen erhält man 7 Teile eines schwarzbraunen Pulvers,  welches Baumwolle in kräftigen schwarzbraunen  Tönen färbt und bedruckt.

      <I>Beispiel 2</I>  120 Teile Nitrobenzol, 5,6 Teile     Dibromace-          dianthron,    5,5 Teile     1-Aminoanthrachinon,    2 Teile       Natriumcarbonat,    0,5 Teile Kupferchlorid und 0,3  Teile Kupferpulver werden 27 Stunden auf 210 bis  220  erhitzt und     anschliessend    wie im Beispiel 1 auf  gearbeitet. Man erhält ein Produkt, das Baumwolle  aus der     Küpe    in kräftigen und echten braunen Tönen  färbt.  



  <I>Beispiel 3</I>  100 Teile Nitrobenzol, 4,85 Teile     Bromace-          dianthron,    3 Teile     1-Aminoanthrachinon,    0,2 Teile  Kupferpulver, 0,3 Teile Kupferchlorid und 1 Teil       Natriumcarbonat    werden 20 Stunden auf 210 bis  220  erhitzt und anschliessend wie im Beispiel 1 auf  gearbeitet. Der erhaltene     Farbstoff    färbt und be  druckt Baumwolle in kräftigen, echten rotbraunen  Tönen.  



  <I>Beispiel 4</I>  80 Teile Nitrobenzol, 4,86 Teile     Bromace-          dianthron,    3,8 Teile     1-Amino-5-benzoylaminoanthra-          chinon,    0,8 Teile Kupferpulver und 1,2 Teile     Na-          triumcarbonat    werden 20 Stunden auf 210 bis 220   erhitzt und anschliessend wie im Beispiel 1 aufge  arbeitet. Man erhält 6,7 Teile eines schwarzbraunen  Pulvers, das Baumwolle in kräftigen, echten     braunen,     Tönen färbt und bedruckt.  



  Verwendet man anstelle von     1-Aniino-5-benzoyl-          aminoanthrachinon    das     1-Amino-4-benzoylamino-          anthrachinon,    so erhält man einen     Farbstoff,    der  Baumwolle in     khakibraunen    Tönen färbt.    <I>Beispiel 5</I>  120 Teile Nitrobenzol, 3,7 Teile 4,4' -     Di-          amino-1,1'-dianthrimidcarbazol,    8,8 Teile     Brom-          acedianthron,    0,5 Teile Kupferpulver, 0,7 Teile  Kupferchlorid und 2 Teile     Natriumcarbonat    werden  20 Stunden auf 210 bis 220  erhitzt und dann wie  im Beispiel 1 aufgearbeitet.

   Man     erhält    8,7 Teile  eines schwarzbraunen Pulvers, das Baumwolle in  echten braunen Tönen färbt und bedruckt.  



  <I>Beispiel 6</I>  50 Teile Nitrobenzol, 3,5 Teile     Monobrom-2,2'-          dimethylacedianthron,    erhalten durch     Bromieren    von       Dimethylacedianthron    in     Chlorsulfonsäure,    2 Teile       1-Aminoanthrachinon,    0,4 Teile     Kupfer-I-chlorid,     0,2 Teile Kupferpulver und 0,5 Teile     Natrium-          carbonat    werden 20 Stunden auf 210 bis 220  er  hitzt und anschliessend wie im Beispiel 1 aufgearbei-         tet.        Man    erhält ein rotbraunes Pulver, das Baumwolle  in kräftigen,

   rotbraunen Tönen färbt und     bedruckt.     <I>Beispiel 7</I>  0,9 Teile     Dibromacedianthron,    1,5 Teile     Amino-          dibenzanthron,    0,15 Teile     Cu-l-oxyd,    0,15 Teile       Cu-II-oxyd,    0,2 Teile     Natriumacetat    wasserfrei und  20 Teile Nitrobenzol wasserfrei werden 16 Stunden  am     Rückfluss    gekocht. Dann kühlt man auf 100  ab,  filtriert, wäscht mit Nitrobenzol und Alkohol. An  schliessend kocht man den Rückstand 2 Stunden mit  1 Liter     5o/oiger    Salzsäure aus. Man erhält ein dun  kelgraues Pulver, das Baumwolle in kräftigen grauen  Tönen von sehr guter Lichtechtheit färbt.  



  Der nach Beispiel 1 erhaltene Farbstoff kann  wie folgt verwendet werden:  a) 1 Teil des nach Beispiel 1 erhaltenen Farb  stoffes wird in 100 Teilen Wasser unter Zusatz von  4 Raumteilen     30o/oiger        Natriumhydroxydlösung    mit  2 Teilen     Natriumhydrosulfit    bei 45      verküpt.    Die so  erhaltene     Stammküpe    gibt man zu einer Lösung von  4 Raumteilen     30o/oiger        Natriumhydroxydlösung    und  2 Teilen     Natriumhydrosulfit    in 2000 Teilen Wasser.  In dem so erhaltenen Färbebad färbt man 100 Teile.

    Baumwolle während einer Stunde bei 40 bis 50   unter Zugabe von 10 Teilen     Natriumchlorid.    Die  Baumwolle wird hierauf abgequetscht, an der Luft  oxydiert, gespült,     abgesäuert,    nochmals gespült und  kochend geseift. Sie ist in schwarzbraunen Tönen  von hervorragenden     Echtheiten    gefärbt.  



  b) 200 Teile des fein verteilten, gemäss Beispiel 1  erhaltenen Farbstoffes werden mit 100 Teilen Wasser,  600 Teilen einer     Pottascheverdickung    (hergestellt aus  90 Teilen Weizenstärke, 330 Teilen Wasser, 100  Teilen Glycerin, 140 Teilen Britisch-Gummi, 170  Teilen     Traganthschleim    und 170 Teilen Pottasche)  und 100 Teilen     Hydrosulfit    zu einem Teig vermischt.  Mit diesem wird ein Baumwolltuch bedruckt. Nach  dem Aufdruck wird bei mässiger Wärme getrocknet  und hierauf 5 bis 10 Minuten in luftfreiem,  feuch  tem  Dampf bei 101 bis 103  gedämpft, in fliessen  dem Wasser gespült, bis der Farbstoff     reoxydiert    ist,  und kochend geseift. Man erhält einen kräftigen,  echten schwarzbraunen Druck.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Acedianthronreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man Mono- oder Dibromacedianthrone mit Aminen der Anthrachinonreihe kondensiert. UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung in einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines säure bindenden Mittels und in Gegenwart katalytischer Mengen von Kupfersalzen oder Kupferpulver durch führt.
CH347922D 1956-10-04 1956-10-04 Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Acedianthronreihe CH347922A (de)

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