CH348218A - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

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CH348218A
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Willy Dr Steinemann
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/021Disazo dyes characterised by two coupling components of the same type
    • C09B35/023Disazo dyes characterised by two coupling components of the same type in which the coupling component is a hydroxy or polyhydroxy compound

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Azofarbstoffen       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von     Azofarbstoffen,    welche  der Formel I oder     1I    entsprechen  
EMI0001.0004     
  
EMI0001.0005     
    worin -N = N- in     ortho-Stellung    zur     Hydroxy-          gruppe    steht, -OH und -N <  weder in     ortho-          noch    in     peri-Stellung    zueinander stehen, x die ein  fache     Kohlenstoffbindung    oder ein Sauerstoffatom,

    R eine verzweigte oder     unverzweigte    Kohlenwasser  stoffkette mit 2 bis 4     Kohlenstoffatomen,        R1    den  in     ortho-Stellung    zur -N =     N-Gruppe    eine zur       Metallkomplexbildung    befähigende Gruppe tragenden  Rest einer aromatischen     Diazoverbindung,        Diazo-          monoazo-,        Diazodisazo-    oder     Diazopolyazoverbin-          dung    und     R,

      den in     ortho-Stellung    zu den beiden  -N =     N-Gruppen    je eine zur     Metallkomplexbildung     befähigende Gruppe tragenden Rest einer     Tetrazo-          komponente    bedeutet.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstel  lung der neuen     Azofarbstoffe    ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man 1     Mol    der     Diazoverbindung    oder  der     Tetrazoverbindung    aus einem Monoamin oder         Diamin    der Formel     R,-NH2    bzw.     H@N-R2        NH"     mit 1 bzw. 2 Molen einer in     ortho-Stellung    zur       Hydroxygruppe    kuppelnden Verbindung der Formel  
EMI0001.0041     
    kuppelt.

      Die Kupplung der     Diazo-    oder     Tetrazoverbindun-          gen    erfolgt vorteilhaft in wässeriger alkalischer Lö  sung. In einigen Fällen beschleunigt der Zusatz eines  organischen, wasserlöslichen Lösungsmittels, wie z. B.       Pyridin,        Dioxan,        Äthylglykol,    die Kupplungsreaktion.  In wenigen Fällen ist die Reaktion in einem orga  nischen Lösungsmittel, z. B. in     Pyridin,    auszuführen.

        Von den aromatischen     Amino-    und     Diaminover-          bindungen,    welche sich zur Herstellung der     Diazo-          und        Tetrazokomponenten    eignen, sind z.

   B. die fol  genden zu erwähnen:     2-Amino-l-hydroxy-benzol,          2-Amino-l-methoxy-benzol,        2-Amino-benzol-l-car-          bonsäure,        2'-Amino-phenoxyessigsäure    und ihre mit  Halogenatomen,     Alkyl-,        Alkoxy-,        Alkanoyl-,    Cyan-,       Nitro-,        Acylamino-,        Alkyl-    sowie     Arylsulfonyl-,        Sul-          fonsäure-    und     Sulfonsäureaniidgruppen    substituierten  Derivate,

       1-Amino-2-hydroxy-    oder     -alkoxynaph-          thalin    und     2-Amino-l-hydroxy-    oder     alkoxynaph-          thalin,    sowie deren mit den obengenannten     Substi-          tuenten    versehenen Abkömmlinge,       4-Amino=3-hydroxy-    oder     -3-methoxy-    oder       4-Hydroxy-3-amino-1,1'-azobenzol,          4-Amino-1,1'-azobenzol-3-carbonsäure,    ferner       4,4'-Diamino-3,3'-dimethoxy-    oder       -dihydroxy-1,1'-diphenyl,          4,

  4'-Diamino-1,1'-diphenyl-3,3'-dicarbonsäure,          4,4'-Diamino-1,1'-azobenzol-3,3'-dicarbonsäure,          4,4'-Diamino-1,1'-diphenylharnstoff-3,3'-          dicarbonsäure,          Terephthalsäure-    oder     Fumarsäure-4',4"-diamino-          3',3"-dicarboxy-1';1"-diphenylamid.     



  Als Metalle, welche zur     Metallkomplexbildung     geeignet sind, kommen besonders die folgenden in  Betracht: Chrom, Kobalt, Nickel, Kupfer und Eisen  in Form ihrer wasserlöslichen Salze.  



  Die neuen     Monoazofarbstoffe    und ihre     Metall-          komplexverbindungen    eignen sich zum Färben von  Wolle, Seide und synthetischen     Polyamidfasern,    sowie  Leder, in rotbraunen, violetten bis grauen Tönen von  guter Wasch-, Walk- und Lichtechtheit.  



  Die symmetrischen     Disazofarbstoffe    und ihre       Metallkomplexverbindungen    färben ebenfalls Wolle,  Seide und synthetische     Polyamidfasern,    aber auch  Baumwolle, Flachs, Leinen, Hanf,     Ramie,    Jute und  Fasern aus regenerierter     Cellulose    in rotbraunen,  blauen bis     grauen    echten Tönen. Durch geschickte  Auswahl der bestgeeigneten     Diazo-    und     Azokompo-          nenten    können sowohl     Woll-    wie Baumwollfarbstoffe  hergestellt werden, deren Färbungen den höchsten  Echtheitsansprüchen genügen.  



  Die wasserunlöslichen metallhaltigen     Azofarb-          stoffe    werden wegen ihrer guten Lichtechtheit als  Pigmentfarbstoffe für Papier und für     Viscose    in der  Masse verwendet.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente  und die Temperaturen sind in Celsiusgraden ange  geben.  



  <I>Beispiel 1</I>  20,2 Teile     2-Amino-l-hydroxy-benzol-4-sulfon-          säuremethylamid    werden in einer Mischung aus  20     Teilen    30     o/oiger    Salzsäure und 100 Teilen Wasser  bei     0-5     mit einer Lösung von 6,9 Teilen Natrium  nitrit und 30 Teilen Wasser     diazotiert.    Man vereinigt  die     Diazosuspension    bei 0-5  mit einer Lösung  von 25 Teilen 1-[7'-Hydroxy-naphthyl-(1')]-2-oxo-         piperidin,    4 Teilen     Natriumhydroxyd,    20 Teilen       Natriumcarbonat    und 250 Teilen Wasser. Man rührt  die Masse mehrere Stunden lang bei 0-5 .

   Nach  dieser Zeit ist die Kupplungsreaktion beendigt. Der  zum Teil ausgeschiedene Farbstoff wird durch An  säuern seiner Lösung ausgefällt, hierauf abgesaugt,  gewaschen und getrocknet. Gemahlen stellt er ein  dunkles Pulver dar, welches sich in Wasser mit  violetter und in konzentrierter Schwefelsäure mit  bordeauxroter Farbe löst. Seine nach dem     Nach-          chromierungsverfahren    oder dem     Einbadchromie-          rungsverfahren    hergestellten Färbungen auf Wolle  sind     rotstichig    grau und weisen sehr gute Wasch-,  Walk- und     Lichtechtheiten    auf.  



  Zur     überführung    in die     Kobaltkomplexverbin-          dung    werden 45,5 Teile des erhaltenen     Monoazofarb-          stoffes    in 30 Teilen     30o/oiger        Natriumhydroxyd-          lösung    und 1000 Teilen Wasser bei 90  gelöst. In  diese Lösung lässt man 80 Teile heisse     20o/oige          Kobaltosulfatlösung        eintropfen    und scheidet hierauf  den     kobalthaltigen        Azofarbstoff    ab, filtriert ihn ab  und trocknet ihn.

   Der gemahlene Farbstoff ist ein  violettes Pulver, welches Wolle, Seide und Polyamid  fasern in violetten Tönen von sehr guten Echtheits  eigenschaften färbt.  



  <I>Färbevorschrift</I>  2 Teile des so erhaltenen     Monoazofarbstoffes     werden in 4000 Teilen Wasser bei 40-50  gelöst.  Man versetzt die Lösung mit 10 Teilen kristallisier  tem Natriumsulfat und trägt darin 100 Teile Wolle       ein.        Nach        dem        Zutropfen        von    1     Teil        100        %        iger     Essigsäure erhitzt man das Färbebad innerhalb von  30 Minuten auf 100  und hält es während 45 wei  teren Minuten bei dieser Temperatur. Hierauf nimmt  man das Färbegut aus der Flotte heraus, spült es  mit Wasser und trocknet es.

   Man erhält eine violette  Färbung, welche eine sehr gute Licht-, Wasch- und       Walkechtheit    aufweist.  



  <I>Beispiel 2</I>  15,4 Teile     2,-Amino-l-hydroxy-4-nitro-benzol     werden in einer Mischung von 25 Teilen     30o/oiger     Salzsäure und 100 Teilen Wasser bei 0-5  gelöst  und mit einer Lösung von 6,9 Teilen     Natriumnitrit     in 30 Teilen Wasser versetzt, worauf man die     Diazo-          tierung    bei 0  zu Ende führt.

   Hierauf vereinigt man  die gelbe     Diazosuspension    mit einer Lösung von  31     Teilen        3-[7'-Hydroxy-3'-sulfamido-naphthyl-(1')]-          oxazolidon-2,    4 Teilen     Natriumhydroxyd,    20 Teilen       Natriumcarbonat    und 250 Teilen Wasser. Nach  mehrstündigem Rühren ist die Kupplungsreaktion  beendigt. Der auf übliche Weise isolierte     Monoazo-          farbstoff    ist nach dem Trocknen und Mahlen ein  dunkles Pulver, welches sich in Wasser mit violetter  und in konzentrierter Schwefelsäure mit bordeaux  roter Farbe löst.

   Seine nach dem     Nachchromierungs-          oder    dem     Einbadchromierungsverfahren    hergestellten  Färbungen auf Wolle oder     Polyamidfasern    sind grau  und besitzen sehr gute Wasch-, Walk- und     Licht-          echtheiten.         47,5 Teile des so hergestellten Farbstoffes werden  in 1200 Teilen warmem Wasser gelöst. Man versetzt  diese Lösung mit 16 Teilen     Natriumbichromat    und  kocht sie unter     Rückfluss    bis zur Beendigung der  Komplexbildung, was mehrere Stunden dauert.

   Der  abgeschiedene,     abfiltrierte    und getrocknete     chrom-          haltige    Farbstoff ist ein dunkles Pulver, welches sich  in Wasser mit grauer und in konzentrierter Schwefel  säure mit roter Farbe löst. Der Farbstoff färbt Wolle,  Seide und synthetische     Polyamidfasern    in grauen  Tönen von ausgezeichneter Wasch-, Walk- und Licht  echtheit.  



  <I>Beispiel 3</I>  Ersetzt man im Beispiel 2 die 31 Teile     3-[7'-          Hydroxy-3'-        sulfamidonaphthyl    - (1')] -     oxazolidon-    2  durch 22,8 Teile     1-[7'-Hydroxynaphthyl-(1')]-          pyrrolidon-2    und verfährt im übrigen genau, wie im  Beispiel 2 beschrieben wurde, so erhält man einen  sehr ähnlichen, ebenso gute Eigenschaften besitzenden  Farbstoff.  



  Zur     Cberführung    in die     Chromkomplexverbin-          dung    werden 39;3 Teile des so hergestellten     Mono-          azofarbstoffes    bei 90  in 1000 Teilen Wasser und  4 Teilen     Natriumhydroxyd    gelöst. Dann versetzt man  die     Farbstofflösung    gleichzeitig mit einer Lösung von  24 Teilen     Natriumbichromat    und 4 Teilen Natrium  hydroxyd in 100 Teilen Wasser und einer Lösung  von 16 Teilen Traubenzucker in 80 Teilen Wasser.

    Hierauf hält man die     Metallisierungslösung    so lange  auf     90-95 ,    bis die Komplexbildung vollständig ist,  isoliert den     chromhaltigen        Azofarbstoff    und trocknet  ihn. Er ist ein dunkles Pulver, das Wolle, Seide und  synthetische     Polyamidfasern    in grauen Tönen von  ausgezeichneten     Echtheiten    färbt.  



  <I>Beispiel 4</I>  21,6 Teile     2-Amino-l-hydroxy-benzol-4-sulfon-          säuredimethylamid    werden in einer Mischung aus  20 Teilen     30%iger    Salzsäure und 100 Teilen Wasser  bei 0-5  mit 6,9 Teilen     Natriumnitrit    versetzt und  bei 0  gerührt, bis die     Diazotierung    beendet ist.

   Dann  vereinigt man die     Diazosuspension    bei 0  mit einer  Lösung von 25 Teilen     3-[7'-Hydroxynaphthyl-(1')]-2-          oxo-tetrahydrooxazin,    4 Teilen     Natriumhydroxyd,       15 Teilen     Natriumcarbonat    in 250 Teilen Wasser  und rührt das Ganze bei 0-5  bis zur Beendigung  der Kupplungsreaktion. Hierauf scheidet man den       Monoazofarbstoff    aus der Lösung ab, filtriert ihn ab  und trocknet ihn. Er stellt ein dunkles Pulver dar,  welches sich in Wasser mit violetter und in konzen  trierter Schwefelsäure mit bordeauxroter Farbe löst.  47,1 Teile des so hergestellten Farbstoffes werden in  350 Teilen     Äthylglykol    gelöst.

   Man erwärmt diese  Lösung nach Zusatz von 50 Teilen     Kaliumchromi-          sulfat    auf 120-130 , bis die Komplexbildung voll  ständig ist, giesst dann das Ganze in 1500 Teile Was  ser und     salzt    die     Chromkomplexverbindung    aus. Der  Farbstoff wird abgesaugt, getrocknet und zu einem  dunklen Pulver gemahlen.

   Er färbt Wolle, Seide und       Polyamidfasern    in stark     rotstichiggrauen    Tönen mit  ausgezeichneten     Echtheiten.       <I>Beispiel 5</I>  26,4 Teile     2-Amino-l-hydroxy-benzol-4-sulfon-          säurephenylamid    werden in 120 Teilen Wasser und  20 Teilen     30%iger    Salzsäure bei 5 , wie im Beispiel 4  beschrieben wurde,     diazotiert.    Hierauf vereinigt man  die     Diazosuspension    mit einer eiskalten Lösung von  24,2 Teilen     1-[7'-Hydroxy-naphthyl-(1')]-5-methyl-          pyrrolidon-2,

      4 Teilen     Natriumhydroxyd    und 20 Tei  len     Natriumcarbonat    in 150     Teilen    Wasser. Nach  Beendigung der Kupplungsreaktion salzt man den       Monoazofarbstoff    aus, filtriert ihn ab und trocknet  ihn. Man löst 51,7 Teile des so hergestellten     Mono-          azofarbstoffes    in 1200 Teilen heissem Wasser und  versetzt diese Lösung mit einer Mischung aus 28,2  Teilen     Kobaltosulfat,    7,6 Teilen Weinsäure, 35 Tei  len     301/oiger        Natriumhydroxydlösung    und 350 Teilen  Wasser. Die Komplexbildung erfolgt sofort.

   Die ab  geschiedene,     abfiltrierte    und getrocknete     Kobaltkom-          plexverbindung    färbt Wolle, Seide und synthetische       Polyamidfasern    in violetten Tönen von sehr guten  Eigenschaften.  



  Die folgende Tabelle     enthält    eine Zusammen  stellung weiterer Ausgangsstoffe zur Herstellung von       Azofarbstoffen    gemäss den Beispielen 1-5, welche  durch ihre     Diazo-    und     Azokomponenten    sowie durch  den Farbton ihrer metallhaltigen Färbungen auf Wolle  charakterisiert sind.

      
EMI0004.0001     
  
    Beispiel <SEP> Chromhaltige <SEP> Kobalthaltige
<tb>  Nr. <SEP> Diazokomponente <SEP> Azokomponente <SEP> Färbung <SEP> auf <SEP> Färbung <SEP> auf
<tb>  Wolle <SEP> Wolle
<tb>  6 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-4-methyl- <SEP> 3-[7'-Hydroxynaphthyl(1')]- <SEP> rotstichig <SEP> grau <SEP> violett
<tb>  sulfonylbenzol <SEP> oxazolidon-2
<tb>  7 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP> <B>  <SEP>  </B> <SEP>  
<tb>  sulfonsäureamid
<tb>  8 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  sulfonsäurephenylamid
<tb>  9 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  sulfonsäuredimethylamid
<tb>  10 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  sulfonsäurepyrrolidid
<tb>  11 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  sulfonsäuremorpholid
<tb>  12 <SEP> 2-Amino-4-chlor-l-hydroxy-benzol <SEP> 

    <SEP> grau <SEP>   13 <SEP> 2 <SEP> Amino-4-chlor-5-nitro-l- <SEP>   <SEP> blaugrau <SEP> rotstichig <SEP> grau
<tb>  hydroxybenzol
<tb>  14 <SEP> 2-Amino-4-nitro-6-chlor-l- <SEP>   <SEP> grau <SEP>   hydroxybenzol
<tb>  15 <SEP> 2-Amino-6-nitro-l-hydroxy-benzol- <SEP>   <SEP>   <SEP> rotstichig <SEP> grau
<tb>  4-sulfonsäureamid
<tb>  16 <SEP> 2-Amino-6-nitro-l-hydroxy-benzol- <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  4-sulfonsäurehydroxäthylamid
<tb>  17 <SEP> 2 <SEP> Amino-4-nitro-1 <SEP> hydroxy-benzol- <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  6-sulfonsäurediäthylamid
<tb>  18 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-5-nitro- <SEP> 1-[7'-Hydroxynaphthyl(1')

  ]- <SEP> blaugrau <SEP> rotstichig <SEP> grau
<tb>  4-methylsulfonylbenzol <SEP> pyrrolidon-2
<tb>  19 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-4-nitro- <SEP>   <SEP> grau <SEP> grau
<tb>  6-acetylaminobenzol
<tb>  20 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-4-methyl- <SEP>   <SEP> blaugrau <SEP>  
<tb>  6-acetylbenzol
<tb>  21 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-4-chlor- <SEP> <B> </B> <SEP> > <SEP>  
<tb>  6-acetylbenzol
<tb>  22 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP>   <SEP> rotstichig <SEP> grau <SEP> violett
<tb>  sulfonsäure-(2'-sulfonsäure  dimethylamido)-phenylamid
<tb>  23 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-4,6-dichlor- <SEP> 1-[7'-Hydroxynaphthyl(1')]- <SEP> grau <SEP> rotstichig <SEP> grau
<tb>  Benzol <SEP> 5-methyl-pyrrolidon-2
<tb>  24 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-3,4,

  6-trichlor- <SEP>   <SEP> rotstichig <SEP> grau <SEP>   benzol
<tb>  25 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4-sulfon- <SEP>   <SEP>   <SEP> violett
<tb>  säure-(3'-methoxy)-propylamid
<tb>  26 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  sulfonsäureisopropylamid
<tb>  27 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP>   <SEP> <B>  <SEP>  </B>
<tb>  sulfonsäurediäthylamid       
EMI0005.0001     
  
    Beispiel <SEP> Chromhaltige <SEP> Kobalthaltige
<tb>  Diazokomponente <SEP> Azokomponente <SEP> Färbung <SEP> auf <SEP> Färbung <SEP> auf
<tb>  Nr.

   <SEP> Wolle <SEP> Wolle
<tb>  28 <SEP> 2-Amino-l-carboxy-benzol-5- <SEP> 1-[7'-Hydroxynaphthyl(1')]- <SEP> rotbraun <SEP> braun
<tb>  sulfonsäurephenylamid <SEP> 5-methyl-pyrrolidon-2
<tb>  29 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4-sulfon- <SEP> 1-[7'-Hydroxynaphthyl(1')]- <SEP> rotstickig <SEP> grau <SEP> violett
<tb>  säure-(2'-hydroxy)-äthylamid <SEP> 2-oxopiperidin
<tb>  30 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  sulfonsäurecyclohexylamid
<tb>  31 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-benzol-4- <SEP> 3-[7'-Hydroxynaphthyl(1')

  ]- <SEP> <B>  <SEP>  </B>
<tb>  sulfonsäurebenzylamid <SEP> 2-oxotetrahydrooxazin
<tb>  32 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-4-chlor-6- <SEP>   <SEP> grau <SEP> rotstickig <SEP> grau
<tb>  acetylamino-benzol
<tb>  33 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-4-acetyl- <SEP>   <SEP>   <SEP> grau
<tb>  amino-6-nitro-benzol
<tb>  34 <SEP> 2-Amino-1-hydroxy-4-acetyl-benzol <SEP>   <SEP>   <SEP>  
<tb>  35 <SEP> 2-Amino-l-hydroxy-4-acetyl- <SEP>   <SEP> blaugrau <SEP>  
<tb>  5-nitro-benzol       <I>Beispiel 36</I>  Man löst bei 40  8,12 Teile     Fumarsäure-4',4"-          diamino-3',3"-dicarboxy-1',1"-diphenylamid    als     Di-          natriumsalz    und 2,

  76 Teile     Natriumnitrit    in<B>150</B> Tei  len Wasser auf und lässt dann diese Lösung im Ver  laufe von 15 Minuten in eine gut gerührte Mischung  aus 15 Teilen     30o/oiger    Salzsäure, 25 Teilen Wasser  und 75 Teilen Eis     eintropfen,    wobei die Temperatur  bei 0-2  gehalten wird. Nachdem die     Tetrazotierung     beendigt ist, giesst man die     Tetrazoverbindung    zu  einer eiskalten, neutralen Lösung von 13 Teilen des       Natriumsalzes    des     3-[5'-Hydroxy-7'-sulfo-naphthyl-          (2')]-oxazolidon-2    und 20 Teilen     Natriumacetat    in  110 Teilen Wasser.

   Anschliessend stellt man durch  langsames     Zutropfenlassen    von 200 Teilen     l0o/oiger          Natriumcarbonatlösung    das schwach saure Reaktions  medium nach und nach schwach alkalisch     (pH    8,0  bis 9,0).  



  Nachdem die Kupplungsreaktion fertig ist, wird  der     Disazofarbstoff    auf übliche Art isoliert und ge  trocknet. Der neue Farbstoff färbt Baumwolle und  regenerierte     Cellulosefasern    in lebhaften roten Tönen,  deren     Echtheiten    durch Behandlung mit kupferabge-         benden    Mitteln beträchtlich verbessert werden kön  nen.  



  <I>Färbevorschrift</I>  In eine Färbeflotte, welche aus 2 Teilen des so  erhaltenen Farbstoffes und 3000 Teilen kalkfreiem  Wasser besteht, werden bei     50     100 Teile     vorge-          netztes    Baumwolltuch eingetragen. Man erhitzt das  Färbebad innerhalb von 30 Minuten zum Sieden und  hält es während 15 Minuten bei Siedetemperatur.  Im Verlauf des Färbeprozesses werden dem Bad  30 Teile Natriumsulfat in Form einer konzentrierten  wässerigen Lösung in kleinen Anteilen zugegeben.  Man lässt das Färbegut nach Beendigung des Färbe  prozesses in der Flotte innerhalb von 15-20 Minu  ten auf 50  abkühlen, nimmt es heraus und spült es  mit Wasser.

   Man bringt das gefärbte Baumwolltuch  in ein frisches Bad, bestehend aus 3000 Teilen Wasser,  2 Teilen kristallisiertem Kupfersulfat und 2 Teilen       IOOo/oiger    Essigsäure ein. Das Bad wird auf 70   erhitzt und während 30 Minuten bei dieser Tempe  ratur gehalten. Hierauf wird die     gekupferte    Färbung  aus der Flotte herausgenommen, mit Wasser gespült  und getrocknet. Man erhält eine lebhaft rote Färbung  von vorzüglicher Licht-, Wasch- und Schweissechtheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Formel EMI0005.0030 EMI0006.0001 worin -N = N- in ortho-Stellung zur Hydroxy- gruppe steht, -OH und -N < weder in ortho- noch in peri-Stellung zueinander stehen, x die ein fache Kohlenstoffbindung oder ein Sauerstoffatom, R eine verzweigte oder unverzweigte Kohlenwasser stoffkette mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen,
    R1 den in ortho-Stellung zur -N=N-Gruppe eine zur Metallkomplexbildung befähigende Gruppe tragenden Rest einer aromatischen Diazoverbindung, Diazo- monoazo-,
    Diazodisazo- oder Diazopolyazoverbin- dung und R2 den in ortho-Stellung zu den beiden IV = N-Gruppen je eine zur Metallkomplexbildung befähigende Gruppe tragenden Rest einer Tetrazo- komponente bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol der Diazoverbindung oder der Tetrazo- verbindung aus einem Monoamin oder Diamin der Formel Ri-NH2 bzw.
    H,N-R. NH., mit 1 bzw. 2 Molen einer in ortho-Stellung zur Hydroxygruppe kuppelnden Verbindung der Formel EMI0006.0036 kuppelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die erhaltenen Azofarbstoffe in Substanz mit einem metallabgebenden Mittel be handelt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als metallabgebendes Mittel ein chromabgebendes Mittel einsetzt. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als metallabgebendes Mittel ein kobaltabgebendes Mittel einsetzt. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Azofarbstoffe mit einem metallabgebenden Mittel derart behandelt, dass ein metallhaltiger Azofarbstoff entsteht, der im wesentlichen ein Metallatom an zwei Moleküle Azo- verbindung komplex gebunden enthält. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man auf zwei Moleküle Azo- verbindung eine weniger als zwei, mindestens aber ein Atom Metall enthaltende Menge eines metallabge benden Mittels einwirken lässt.
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