Stapler für Stückgut, insbesondere Käse Stapler, das heisst Kleinfahrzeuge mit einer Hebe einrichtung zum vorwiegend werkinternen Transport von Waren, sind schon in einer Reihe von Ausfüh rungen vorgeschlagen worden, wobei die Hebeein richtung der zu transportierenden Ware angepasst und mit einem Hubrahmen oder Greiferarmen aus gestattet war.
Es wurde weiter schon vorgeschlagen, solche Stapler nicht nur zum Transport, sondern auch dazu zu verwenden, gestapelte Waren in eine für irgend eine Behandlung geeignete Stellung zu bringen. Zu diesen Einrichtungen gehören die Käsestapler, die dazu dienen, einen Käselaib aus einem Holzregal herauszunehmen, ihn zu wenden, in eine für das Salzen geeignete Stellung zu bringen und wieder in das Regal einzulegen.
Die hauptsächlichsten Schwie rigkeiten bei solchen Käsestaplern waren die, dass der befahrbare Raum im Gang zwischen benach barten Käseregalen üblicherweise sehr eng ist, und dass die Käselaibe von einer Unterlage abgehoben werden müssen, über welche sie nur sehr wenig hervorstehen. Der erste Umstand hat zur Folge, dass nach dem Erfassen des Käselaibes auf dem Regal ein Ausfahren des ganzen Staplers unmöglich und weiter der benachbarten Käselaibe wegen eine Ver- schwenkbewegung ausgeschlossen ist.
Eine Folge des zweitgenannten Umstandes war, dass bei allen vor- bekannten Käsestaplern der Käselaib von Hand so weit den Greiferarmen oder einem Zuführtisch zugeschoben werden musste, dass diese Greiferarme den Käselaib ergreifen konnten, oder der Käselaib so weit auf den Zuführtisch zu liegen kam, dass er dessen nachfolgender Bewegung zu folgen imstande war.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Staplers, mit welchem ohne manuelle Arbeit nur wenig über eine Unterlage hinausragendes Stückgut erfassbar und auf einen Hubrahmen schiebbar sein kann, z. B. eines Käsestaplers, bei welchem in den gegebenen engen Raumverhältnissen der erfasste Käselaib auf einfache Weise in die für die betreffen den Behandlungen geeignete Lage bringbar sein kann.
Der erfindungsgemässe Stapler, mit mindestens einem heb- und senkbaren Greiferarm, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Greiferarm einen ausfahr baren Förderer mit Förderbahn besitzt. Der Förderer kann dabei als Rollbahn, Förderband, Kettenband, Raupenband usw. ausgebildet sein.
In der Zeichnung ist als beispielsweise Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes ein Käse- stapler dargestellt, und zwar zeigt: Fig. <B>1</B> eine Seitenansicht, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie<B>11-11</B> in Fig. 4 in grösserem Massstab, Fig. <B>3</B> eine Ansicht in Richtung des Pfeils III in Fig. <B>1,</B> Fig. 4 eine Draufsicht,
Fig. <B>5</B> einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4 und Fig. <B>6</B> einen teilweisen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 4 in grösserem Massstab.
Der Stapler nach dem dargestellten Ausfühlungs- beispiel besitzt einen Fahrgestellrahmen <B>1</B> mit zwei nach der gleichen Seite gerichteten Auslegern 2. Der Fahrgestellrahmen besitzt zwei Fahrrollen<B>3,</B> während am freien Ende jedes Auslegers 2 eine weitere Fahr rolle 4 angeordnet ist.
Eine auf der Unterseite des Rahmens<B>1</B> angeordnete, an sich bekannte, federnde und mit dem Fuss bedienbare Arretiervorrichtung <B>5</B> dient der Blockierung des in die Arbeitsstellung ge fahrenen Staplers. Der Fahrgestellrahmen <B>1</B> trägt zwei Hubmasten<B>6,</B> welche durch Querbänder 7a,<B>7b</B> und 7c miteinander verbunden sind.
Beidseitig der Hubmasten<B>6</B> sind am Fahrgestellrahmen <B>1</B> einer- seits eine Hydraulikgruppe <B>8</B> und anderseits eine Aufrolltrommel <B>9</B> für das elektrische Zuführkabel in entsprechenden Kästen untergebracht. Die Hydrau- likgruppe besitzt zwei über den betreffenden Kasten hinausragende Steuerhebel<B>10</B> und<B>11,</B> von denen der eine mit elektrischen Schaltern 12 versehen ist.
Jeder Hubmast<B>6</B> besteht aus einem am Fahr- stellrahmen direkt befestigten Trägermast 6a, in ge welchen eine ebenfalls U-förmige Schiene<B>6b</B> eingelegt und mit ihr verbunden ist, welche letzte die Führung für Rollen<B>13</B> des Hubschlittens 14 bildet. Über das Querband 7c stützt sich der weiter durch das Quer band<B>7b</B> gehaltene Hubzylinder<B>15</B> gegen den Fahr- gestellrahmen <B>1</B> ab; der Kolben<B>16</B> des Zylinders trägt an seinem obern. Ende eine Rolle<B>17,</B> um die ein einerseits am Zylinder<B>15</B> und anderseits am Hubschlitten 14 befestigtes Seil<B>18</B> gelegt ist.
Schon aus dieser Anordnung ergibt sich, dass, wenn der Hubkolben<B>16</B> nach oben bewegt wird, diese Bewe gung auf den Hubschlitten 14 übertragen wird. Der Hubschlitten 14 besteht aus der Schlittenplatte<B>19</B> mit den abgewinkelten Rändern 19a, welche letzten der Lagerung der schon genannten Schlittenrollen<B>13</B> dienen, die ihrerseits in den Schienen<B>6b</B> laufen und so eine reibungsarine Beweg gung des Schlittens längs der Hubmasten gestatten.
In der Schlittenplatte<B>19</B> ist der Lagerring 20 befestigt, in welchem der Dreh zapfen 21 für das Greifergestell 22 vermittels Kegel lager<B>23</B> drehbar gehalten ist. Rippen 24 auf der Aussenseite und<B>25</B> auf der Innenseite der Schlitten platte dienen der Versteifung der Lagerstelle. Der Drehzapfen 21 ist ausgebohrt und in die Bohrung ist ein Steuerzapfen<B>26</B> eingeschoben und durch den an der Schlittenplatte befestigten Bügel<B>27</B> gegen Verdrehung gesichert. Drehzapfen und Steuerzapfen besitzen eine Reihe von in gewissen Relativstellungen der Zapfen kommunizierenden Druckkanälen<B>28</B> zu später beschriebenen Druckzylindern.
Des weiteren sind zwischen Drehzapfen und Steuerzapfen nicht dargestellte elektrische Kontakte vorg gesehen, welche im Stromkreis von später erwähnten Antriebsmoto ren liegen.
Der Drehzapfen 21 ist mit der Tragplatte<B>29</B> des Greifergestelles 22 verschraubt. Die Platte<B>29</B> besitzt zwei in bezug auf die Achse des Drehzapfens 21 um <B>1800</B> versetzte, als Rasten dienende Öffnungen<B>30,</B> wobei in zwei Drehstellungen des Gestelles jeweils in eine dieser Öffnungen der durch die Feder<B>31</B> belastete, am Hubschlitten angeordnete Arretier- bolzen <B>32</B> eintritt und so die Stellung des Greifer- gestelles gegenüber dem Hubschlitten 14 sichert.
Ein Hebel<B>33</B> des Bolzens<B>32</B> ragt durch einen schrauben- förmiggen, seitlichen Schlitz aus der Führungshülse 34 am Schlitten, für den Bolzen<B>32</B> hinaus, so dass bei entsprechender Bewegung des Hebels<B>33</B> ent gegen der Wirkung der Feder<B>31</B> der Bolzen<B>32</B> aus der betreffenden Öffnung<B>30</B> herausgezogen und so die Drehsicherung zwischen dem Greifergestell 22 und dem Hubschlitten 14 aufgehoben werden kann.
In dieser Lage besteht die Möglichkeit, das gesamte Greifergestell gegenüber dem Hubschlitten um eine senkrecht zu diesem letzten und damit parallel zu den noch zu beschreibenden Greiferarmen liegenden Achse zu verdrehen, wobei unter Wirkun <B>g</B> der Feder <B>31</B> nach Loslassen des Hebels<B>33</B> der Bolzen<B>32</B> nach einer Verdrehung von 180'# in die andere<B>Öff-</B> nung<B>30</B> einschnappt und so das Greifergestell 22 in der neuen Stellung gegenüber dem Hubschlitten und den Hubmasten sichert.
An ihren beiden seitlichen Rändern trägt die Platte<B>29</B> zwei von der einen Seite her teilweise durchbohrte Säulen<B>35,</B> wobei der Rand des Endes ihres durchbohrten Teils auf der Aussenseite von einem Führungsschlitz<B>36</B> durchbrochen ist. An bei den Enden der Säulen<B>35</B> ist auf deren Aussenseite <B>je</B> eine Lagerlasche angeordnet, von welchen Laschen diejenigen 37a an den nicht durchbohrten Enden der Säulen<B>35</B> fest mit diesen Säulen verbunden sind, während die anderen<B>37b je</B> eine vorspringende Rippe <B>38</B> aufweisen, mit welchen sie in den entsprechenden Führungsschlitz<B>36</B> eintreten. Diese beiden Laschen <B>37b</B> sind somit in Richtung der Achse der betreffen den Säule in gewissen Grenzen gegeneinander ver schiebbar, wobei die untere Grenze durch die Länge des Schlitzes<B>36</B> gegeben ist.
Die Lagerlaschen 37a bzw. <B>37b</B> tragen<B>je</B> eine hohle Welle, und zwar die Lagerlaschen 37a die Hohlwelle<B>39</B> und die Lagerlaschen<B>37b</B> die Hohl welle 40, wobei um jede dieser Wellen<B>39</B> und 40 <B>je</B> ein Greiferarm 41 bzw. 42 verschwenkbar ist. Die um die betreffende Hohlwelle<B>39</B> bzw. 40 drehbaren Lagerhülsen der Greiferarme 41 bzw. 42 sind mit 43 bzw. 44 bezeichnet und besitzen<B>je</B> zwei Paare von einander gegenüberliegenden Rasten 45a und 45b, wobei die Rastenpaare um einen gewissen Winkel gegeneinander versetzt sind.
Die beiden Hohl wellen<B>39</B> und 40 besitzen<B>je</B> zwei Paare von ein ander gegenüberliegenden Schlitzen 46, wobei durch jedes Schlitz*paar ein Arretierungsbolzen 47 durch tritt. Jeder der beiden einer Hohlwelle zugeordneten Arretierungsbolzen 47 ist an einer gleitbar innerhalb der betreffenden Hohlwelle gehaltenen Hülse 48 vermittels einer Schraube 49 befestigt. An den ein ander zugewendeten Enden ist in jede Hülse 48 ein durch einen entsprechenden Schlitz<B>50</B> der betreffen den Hohlwelle durchtretender Betätigungshebel<B>51</B> eingeschraubt.
In jeder Hülse 48 befindet sich eine Feder<B>52,</B> welche sich einerseits gegen den betreffen den Arretierungsbolzen 47 und anderseits gegen die betreffende Stirnfläche eines in den einander zuge kehrten Endteilen der beiden Hülsen 48 gleitbar ge haltenen Rohrstückes<B>53</B> abstützt, welches Rohrstück einen Schlitz 54 für den Durchtritt des einen Hebels <B>51</B> besitzt, während der andere Hebel auch mit die sem Rohrstück verschraubt ist (Fig. <B>5).</B> Die Elemente 45 bis 54 bilden so je eine Arretiervorrichtung für den um die betreffende Hohlwelle<B>39</B> bzw. 40 schwenkbaren Greiferarm 41 bzw. 42.
In der dar gestellten Lage, in welcher die Bolzen 47 durch die Federn<B>52</B> in die Rasten 45a der Lagerhülsen 44 eingedrückt werden, sind die Greiferarme 41 und 42 in horizontaler Lage gegen Verdrehung gesichert. Werden hingegen die beiden Hebel<B>51</B> eines Greifer- armes gegeneinander zu bewegt, so treten die Bolzen 47 entgegen der Wirkung der Federn<B>52</B> aus den Rasten 45a heraus und der betreffende Greiferarm kann um die betreffende Hohlwelle verschwenkt werden.
Diese Verschwenkbewegung ist so weit durch führbar, bis nach Loslassen der Hebel<B>51</B> unter Ein wirkung der Federn<B>52</B> die Bolzen 47 in das Rasten- paar 45b einspringen und so den betreffenden Greifer- arm in einer aufgeklappten Stellung halten, wie sie in Fig. <B>1</B> strichpunktiert für den Greiferarm 42 angedeutet ist.
In der Mitte jeder hohlen Welle<B>39</B> und 40 ist ein Laschenpaar<B>55</B> bzw. <B>56</B> angeordnet, wobei am Laschenpaar<B>56</B> der Zylinder<B>57</B> und am Laschen paar<B>55</B> der dem Zylinder zugeordnete Kolben<B>58</B> angelenkt sind. Wird dieser Kolben<B>58</B> eingezogen, so nähern sich die Wellen<B>39</B> und 40 der beiden Greifer- arme 41 und 42, wobei die Rippen<B>38</B> der Lager laschen<B>37b</B> in den entsprechenden Führungsschlitzen <B>36</B> der Säulen<B>35</B> gleiten.
Jeder Greiferarm 41 und 42 besitzt einen Träger teil<B>59</B> und einen in diesem Trägerteil verschiebbaren Förderer in Form einer Rollbahn<B>60.</B> Von diesen Trägerteilen weist jeder zwei im Querschnitt U-för- mige mit ihren Flanschen gegeneinander gerichtete Tragarme<B>61</B> auf, welche<B>je</B> mit einer der Lager hülsen 43 bzw. 44 verbunden sind, so dass die beiden, einen Trägerteil bildenden Tragarme<B>61</B> um die zugehörige Hohlwelle<B>39</B> bzw. 40 schwenkbar sind.
Die beiden Tragarme<B>61</B> jedes Trägerteils sind am hinteren Ende durch eine Strebe<B>62</B> miteinander verbunden und bilden eine Führung für die entspre chende, verschiebbare Rollbahn<B>60.</B> Die beiden Rollbahnen bestehen<B>je</B> aus zwei Auslegern<B>63,</B> zwi schen welchen eine Anzahl von senkrecht zu ihnen stehenden Achsen 64 in entsprechenden Lagerbüchsen <B>65</B> frei drehbar gelagert sind.
Fest auf den Achsen sind<B>je</B> zwei Förderrollen<B>66</B> aufgebracht und auf einzelnen dieser Achsen sitzen weiter Kettenräder<B>67,</B> welche mit einer Kette<B>68</B> in Eingriff stehen, welche letzte von einem fest mit den Rollbahnauslegern ver bundenen Antriebsmotor<B>69</B> über eine Schnecke<B>70,</B> ein Schneckenrad<B>71</B> und ein Antriebskettenrad <B>72</B> in Umlauf gesetzt werden kann. Eine Umlenkrolle <B>73</B> dient der Führung der Kette derart, dass sie mit den Kettenrädern der Achsen 64 in Eingriff kommt. Die vorderste, das heisst äusserste Achse der Rollbahn besitzt auf jeden Fall ein Kettenrad<B>67,</B> so dass deren Förderrollen auf alle Fälle angetrieben sind.
Die Aus leger<B>63</B> sind ebenfalls als U-Schienen ausgebildet und liegen mit ihrem untern Flansch auf der Innen seite des entsprechenden Flansches des betreffenden Tragarmes<B>61</B> auf, während auf ihrer Oberseite ein Winkeleisen 74 mit ihnen verschraubt ist, welches mit gleitender Reibung gegen die Innenseite des andern Flansches des Tragarmes<B>61</B> anliegt, so dass durch diese Tragarme<B>je</B> eine geeignete Führung für einen Ausleger<B>63</B> gebildet wird.
Die beiden Ausleger<B>63</B> einer Rollbahn<B>60</B> sind durch Querstreben<B>75</B> und <B>76</B> miteinander verbunden, wobei an Laschen<B>77</B> der Querstrebe<B>75</B> jedes Auslegers ein Kolben<B>78</B> und an Laschen<B>79</B> der Strebe<B>62</B> jedes Auslegers Zylinder <B>80</B> angelenkt sind, so dass, wenn in einen der Zylin der<B>80</B> entsprechend Druckflüssigkeit eingepresst wird, sein Kolben<B>78</B> und damit die betreffende Rollbahn <B>60</B> sich längs der durch die Tragarme<B>61</B> gebildeten Führung sich vom Greifergestell 22 weg nach vorne bewegt und umgekehrt. Die vordere Stellung der unteren Rollbahn ist in Fig. <B>1</B> strichpunktiert ange geben.
Die einzelnen Steuermittel sind in der Zeichnung nicht näher dargestellt. Die Hydraulikgruppe <B>8</B> liefert die Druckflüssigkeit für die Zylinder<B>15, 57</B> und<B>80.</B> Die entsprechenden Steuerorgane sind die Steuer hebel<B>10</B> und<B>11,</B> wobei der Steuerhebel<B>10</B> die Regulierung des Zutrittes der Druckflüssigkeit zum Zylinder<B>15</B> und zum Zylinder<B>57</B> und der Steuerhebel <B>11</B> die des Zutrittes zu den Zylindern<B>80</B> ermöglicht. Die Anordnung der Druckkanäle<B>28</B> im Steuerzapfen <B>26</B> und im Drehzapfen 21 sind dabei so angeordnet, dass die Verbindung zum jeweils oberen Greiferarm bzw. dessen Zylinder<B>80</B> unterbrochen ist.
Die Steuerung der Antriebsmotoren<B>69</B> für die Förderrollen<B>66</B> geschieht durch den elektrischen Schalter 12 auf dem Steuerhebel<B>11,</B> wobei durch entsprechende Betätigung der Antrieb in beiden Rich tungen gesteuert werden kann. Die entsprechenden nicht dargestellten elektrischen Zuleitungen zu den Antriebsmotoren erfolgen über entsprechende Kon taktstücke vom Steuerzapfen<B>26</B> auf den Drehzapfen 21, wobei diese Kontaktstücke so angeordnet sind, dass die genannte elektrische Verbindung zum An triebsmotor<B>69</B> des jeweils obem Greiferarmes unter brochen ist.
Die Handhabungs- und Arbeitsweise des beschrie benen Käsestaplers-. Der Stapler wird vermittels der Rollen<B>3</B> und 4 längs des Ganges zwischen zwei ,gegenüberliegenden Käseregalen eines Käselager raumes von Hand so wei t verschoben und gedreht, bis die beiden Greiferarme 41 und 42 mit einge zogenen Auslegern<B>63</B> senkrecht zum Gestell mit der senkrechten Reihe zu behandelnder Käselaibe gegenüberstehen.
Vermittels des Steuerhebels<B>10</B> bzw. des Druckzylinders<B>15</B> und Kolbens<B>16</B> wird der Hubschlitten 14 so weit angehoben, bis der untere Greiferarm 41 sich in einer Ebene befindet, die einige Zentimeter tiefer liegt, als die Unterseite des Unterlagebrettes <B>82</B> des zu behandelnden Käselaibes <B>81.</B> Anschliessend werden die Ausleger und damit die Rollbahn des unteren Greiferarmes durch entspre chende Steuerung des betreffenden Zylinders<B>80</B> aus gefahren, bis die äusserste, angetriebene Förderrolle <B>66</B> unter den vorstehenden Rand des Unterlagebrettes zu liegen kommt.
Durch ein weiteres Anheben des Hubschlittens wird dieser Brettrand anschliessend um einige Zentimeter angehoben und anschliessend der Antriebsmotor der Rollbahn des unteren Greifer- armes so in Umlauf gesetzt, dass die antreibbaren Förderrollen in Fig. <B>1</B> im Gegenuhrzeigersinn umlau fen.
Dadurch wird das angehobene Unterlagebrett samt dem betreffenden Käselaib aus dem Gestell nach vorne auf die Rollbahn gezogen und sukzessive auch durch die übrigen angetriebenen Förderrollen <B>66,</B> sowie durch Einziehen der Rollbahn, gegen das Greifergestell 22 zu auf der Rollbahn nach hinten befördert, bis er sich zwischen beiden Greiferarmen befindet, wie dies in Fig. <B>1</B> strichpunktiert angedeutet ist.
Anschliessend wird ein neues Unterlagebrett auf die Oberseite des Käselaibes gelegt und vermittels des Steuerhebels<B>10</B> der Kolben<B>58</B> in den Zylinder<B>57</B> eingezogen, so dass der Käselaib<B>81</B> samt den beiden Unterlagebrettern zwischen den beiden Greiferarmen 41 und 42 so weit gepresst wird, dass er beim nach folgenden Wendevorgang nicht zwischen den Greifer- armen austreten kann.
Zum Zwecke des Wendens wird die Sicherungseinrichtung<B>30</B> bis 34 durch Ent- riegelung des Bolzens<B>32</B> vermittels des Hebels<B>33</B> entsperrt und anschliessend von Hand das ganze Grei- fergestell 22 mit den Greiferarmen 41 und 42 um <B>1801></B> verschwenkt, nach welcher Verdrehung bei los gelassenem Hebel<B>33</B> unter Wirkung der Feder<B>31</B> der Bolzen<B>32</B> in die öffnung <B>30</B> einschnappt und so das Greifergestell in der neuen Stellung sichert, in welcher, von der Stellung nach Fig. <B>1</B> ausgehend,
nunmehr der Greiferarm 41 oben und der Greifer- arm 42 unten liegt. Der Klemmdruck der Greifer- arme wird anschliessend durch geeignete Steuerung der Druckflüssigkeit im Zylinder<B>57</B> gelöst und der nunmehr obere Greiferarm 41 in die in Fig. <B>1</B> strich punktierte Stellung aufgeklappt.
Dies geschieht da durch, dass die beiden Hebel<B>51</B> des obern Greifer- armes einander genähert werden, wodurch die Bol zen 47 aus den Rasten 45a austreten, so dass der betreffende Greiferarm nuninehr frei verschwenkbar ist.
Die aufgeklappte Stellung dieses Greiferarms ist durch den Winkel der Rasten 45b gegenüber den Rasten 45a gegeben, wobei nach Loslassen der Hebel <B>51</B> und eingeleiteter Verschwenkbewegung die Bolzen 47 unter Wirkung der Federn<B>52</B> selbsttätig nach Erreichen des gewünschten Verschwenkwinkels in die Rasten 45b einschnappen und so den obern Greifer- arm in der aufgeklappten Stellung sichern. In dieser Lage kann nun das alte Unterlagebrett weggenommen und die nunmehr frei zugängliche Seite des Käse laibes, das heisst dessen vorherige Unterseite ge waschen und gesalzen werden.
Anschliessend wird nach entsprechender Lösung der Sicherungsvorrich tung 47-51 der obere Greiferarm 41 wieder nach unten verschwenkt und durch entsprechenden Antrieb der Förderrollen<B>66 -</B> in Fig. <B>1</B> im Uhrzeigersinn <B>-</B> und Ausfahren der Rollbahn des nun unteren Greifer- armes 42 der Käselaib samt dem neuen Unterlage- brett wieder dem Regal zugeführt und durch<B>Ab-</B> senken des Hubschlittens an derjenigen Stelle wieder abgelegt, von welcher er weggenommen wurde.
Durch den beschriebenen Stapler ist es möglich, solche Käselaibe ohne Handarbeit zwischen die Greiferarme zu bringen und trotz der beschränkten Raumverhältnisse in eine Stellung zu führen, in wel cher die betreffende Behandlung des Käselaibes leicht und zweckmässig vorgenommen werden kann. Die gesamte Bedienung des Staplers sowie die Vor nahme der notwendigen Arbeiten können von einer einzigen Person bewältigt werden.
Es besteht durchaus die Möglichkeit, den beschrie benen Stapler auch für andere Zwecke, beispielsweise reine Transportzwecke, zu benutzen, in welchem Falle der obere Greiferarm und die gesamte Wendeeinrich tung des Greifergestelles auch weggelassen werden können, wobei aber der Vorteil des beschriebenen Staplers bestehen bleibt, wonach die zu transpor tierende Ware ohne Handarbeit auf den Greiferarm gebracht werden kann, und zwar auch dann, wenn die Unterseite der betreffenden Ware nicht völlig frei liegt und sie nur mit ihrem Rand über ihre Unter lage hinausragt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die För derer mit Förderbahn der Greiferarme als Rollbahn ausgebildet. Diese kann aber ohne weiteres durch andere äquivalente Mittel ersetzt werden, wie bei spielsweise ein Förderband, ein Kettenband mit einer oder mehreren nebeneinanderliegenden Ketten oder ein Raupenband aus irgendeinem zweckdienlichen Material.