CH348720A - Impulsschaltung für Achszählanlagen - Google Patents

Impulsschaltung für Achszählanlagen

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CH348720A
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Siegfried Dipl Ing Baumgart
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Siemens Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/167Circuit details

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description


  Impulsschaltung für Achszählanlagen    Bei Achszählanlagen an Eisenbahnen bewirkt jede  Fahrzeugachse, wenn sie an bestimmten Stellen der  Strecke, den sog. Zählstellen, vorbeiläuft, in den an  geschlossenen Zählwerken je nach ihrer Fahrrichtung  eine Einzählung oder Auszählung. Es kommt also  nicht nur darauf an, das Vorbeilaufen einer Achse zu  melden, sondern es muss auch die Fahrrichtung der  Achse gekennzeichnet werden. Hierzu erzeugt jede  Achse an einer Zählstelle eine Impulsfolge, aus deren  Ablauf auf die Fahrrichtung geschlossen werden kann.  Es werden z. B. an einer Zählstelle zwei Impulsgeber  so angeordnet, dass eine vorbeirollende Achse zuerst  nur den einen Impulsgeber, danach beide Impulsgeber  gleichzeitig und sodann nur den andern Impulsgeber  betätigt.  



  In vielen Fällen verwendet man Zählwerke, wel  che die von einer Achse an einer Zählstelle erzeugte  Impulsfolge nicht unmittelbar verarbeiten können.  Man ordnet dann zwischen der Zählstelle und dem  Zählwerk eine sog. Impulsschaltung an, welche die  von der Achse erzeugte Impulsfolge je nach der Fahr  richtung in einen Einzähl- oder Auszählimpuls um  wandelt. Eine wichtige Forderung, welche an die  Impulsschaltungen gestellt wird, tritt auf, wenn eine  Achse in den Bereich der Zählstelle, in dem die Im  pulsfolge erzeugt wird, hineinfährt und dann ihre  Fahrrichtung innerhalb dieses Bereiches umkehrt.  Es darf dann entweder kein Zählimpuls erzeugt wer  den, oder aber es muss, falls schon ein Zählimpuls  abgegeben sein sollte, nach Umkehr der Fahrrichtung  ein Zählimpuls entgegengesetzter Wirkung an das  Zählwerk weitergeleitet werden.

   Impulsschaltungen,  welche diese Forderung erfüllen, hat man bisher mit  Hilfe von Relais aufgebaut. Da die mechanisch be  wegten Teile von Relais infolge ihrer Trägheit sehr  schnellen Vorgängen nicht zu folgen vermögen, ist  die Anwendung von Relaisimpulsschaltungen bei    sehr hohen Fahrgeschwindigkeiten nicht möglich.  Ausserdem hat sich in der Praxis gezeigt, dass Kon  taktstörungen, die sich bei Relais nie gänzlich ver  meiden lassen, die Betriebssicherheit der Achszähl  anlagen zuweilen in unerwünschter Weise herabsetzen  können. Man muss hierzu bedenken, dass in den mei  sten Eisenbahnsicherungsanlagen jedes Relais bei  jeder Zugfahrt nur einmal arbeitet. Bei Impulsschal  tungen von Achszählanlagen hingegen muss jedes Re  lais bei der Vorbeifahrt jeder Achse einmal arbeiten.

    Nimmt man nun an, dass ein Zug durchschnittlich  hundert Achsen hat, so muss die Betriebssicherheit  der Relais in Achszählimpulsschaltungen um zwei  Zehnerpotenzen grösser sein als die der übrigen Relais  in Eisenbahnsicherungsanlagen, wenn man nicht eine  erhöhte Störungsanfälligkeit der Achszählanlagen in  Kauf nehmen will.  



  Die Erfindung bringt ein einfaches Mittel, um Re  lais in Achszählimpulsschaltungen weitgehend zu  vermeiden und die Arbeitsgeschwindigkeit gegenüber  den bekannten Einrichtungen beträchtlich zu erhöhen.  Gemäss der Erfindung wird in der Impulsschaltung  eine Drossel vorgesehen, deren Kern eine annähernd  rechteckige Magnetisierungsschleife hat. Die Drossel  hat Wicklungen, denen die von den Achsen erzeugten  Impulsfolgen zugeführt werden. Die Spannungen, die  hierbei an den Wicklungen auftreten, rühren zum Teil  vom Spannungsabfall im     Ohmschen    Widerstand der  Wicklungen her, zum Teil werden sie durch die Induk  tionsänderungen im Kern der Drossel hervorgerufen.

    Es ist leicht möglich, durch entsprechende Schaltungs  anordnung der Drosselwicklungen zu erreichen, dass  die daran auftretenden Spannungen ein eindeutiges  Kennzeichen dafür sind, in welcher Stellung sich die  Achse innerhalb des Wirkungsbereiches der Zähl  stelle befindet und in welcher Richtung sie sich  durch die Zählstelle hindurch bewegt. Durch die      \Spannungen an den Drosselwicklungen wird die Ab  gabe der Einzähl- und Auszählimpulse an das Zähl  werk gesteuert.  



  In den meisten Achszählanlagen werden an jeder  Zählstelle zwei Impulsgeber a und b angebracht, die  bei der Durchfahrt eine Achse zwei sich teilweise  überlappende Impulse erzeugen. Eine einfahrende  Achse beeinflusst z. B. zunächst nur den Impulsgeber  a, danach zusätzlich auch den Impulsgeber b und so  dann nur den Impulsgeber b allein. In den nachfol  gend anhand der Zeichnung beschriebenen beispiels  weisen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstan  des ist diese Art der Impulserzeugung vorausgesetzt.  Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt.  



  In der Zeichnung bedeuten:  Fig. 1 Schaltbild einer Impulsschaltung gemäss  einer ersten Ausführungsform des Erfindungsgegen  standes, wobei die Achsen Arbeitsstromimpulse er  zeugen,  Fig. 2 Impulsplan zum Schaltbild nach Fig. 1,  Fig. 3 Schaltbild einer Impulsschaltung gemäss  einer zweiten Ausführungsform des Erfindungsgegen  standes, wobei die Achsen Ruhestromimpulse er  zeugen,  Fig. 4 Impulsplan zum Schaltbild nach Fig. 3.  Die Impulspläne stellen den zeitlichen Verlauf der  Spannungen an bestimmten Stellen der Schaltung dar,  wenn sich z. B. eine einfahrende Achse durch die  Zählstelle hindurchbewegt. Die Ziffern links neben  den Fig. 2 und 4 geben die Punkte des Schaltbildes  in Fig. 1 bzw. 3 an, deren Spannungen dargestellt sind.  



  Von den beiden am Gleis angebrachten Impuls  gebern sind in Fig. 1 nur die Kontakte 1 und 2 dar  gestellt. Statt dieser Kontakte können auch entspre  chend wirkende Einrichtungen, z. B. Schalttransi  storen, in den Impulsgebern vorhanden sein. Es kommt  nur darauf an, dass während des Impulses die Span  nung niederohmig an die Wicklung der Drossel an  gelegt wird und nach Aufhören des Impulses der  Stromkreis an der Stelle der Kontakte 1 und 2 unter  brochen bzw. genügend hochohmig gemacht wird. Die  Drossel ist in Fig. 1 mit 5 bezeichnet; sie hat die  Wicklungen 6 und 7. Der Kern der Drossel kann  z. B. aus einer 50%igen Eisen-Nickel-Legierung mit  magn. Vorzugsrichtung bestehen; er wird zweck  mässig als Ringkern ausgebildet.

   Die Wicklungen 6  und 7 sind so bemessen, dass sie den Kern bis in die  Sättigung magnetisieren, und dass sie einander ent  gegenwirken, so dass keine Wirkung auf den Kern  eintritt, wenn sie beide gleichzeitig eingeschaltet sind.  Die an den Wicklungen auftretenden Spannungen  werden zweckmässigerweise Einrichtungen zugeführt,  die nur ansprechen, wenn die Spannung eine be  stimmte Amplitude überschreitet, oder wenn sie  ausserdem eine bestimmte Richtung hat. Die Einrich  tungen, die diese Aufgabe übernehmen, sind in Fig. 1  die Transistoren 14 und 15. Die an den Drosselwick  lungen auftretenden Spannungen werden ihnen über  die Kondensatoren 8 und 11 zugeführt.

   Hierdurch  wird erreicht, dass sich nicht die an den Wicklungen    auftretende Spannung direkt, sondern immer nur ihre  Änderung auswirkt, und dass sich eine bestimmte Zeit  nach Auftreten der Spannungsänderung wieder das  Potential Null an der Basis der Transistoren 14 und  15 einstellt. Ausserdem sind Spannungsteiler 9, 10  und 12, 13 vorgesehen, um der den Transistoren zu  geführten Spannung einen zweckmässigen Wert zu  geben.  



  Es soll nun die Wirkung der Einrichtung bei Ein  fahrt einer Achse beschrieben werden. Im Ruhezu  stand sind die Kontakte 1 und 2 geöffnet, an den  Punkten 3, 4, 18 und 19 der Schaltung herrscht das  Potential Null. Die Transistoren vom Leitfähigkeits  typus pnp, deren Emitterpotential -U1 sein möge,  sind daher gesperrt. Das Kollektorpotential der bei  den Transistoren, das auch die Ausgangsklemmen 20  und 21 der Schaltung führen, ist daher annähernd  gleich -U2. Zum Zeitpunkt t1 möge nun eine Achse  den einen der beiden Impulsgeber befahren und dabei  den Kontakt 1 schliessen. Es tritt dann an der Klemme  3 das Potential -U2 auf, wenn man die Leitungen zu  den Klemmen 3 und 4 als widerstandslos ansieht.  Hierdurch fliesst ein Ladestrom über den Konden  sator 8 und die Widerstände 9 und 10.

   Die Span  nung + U2 wird im Verhältnis des Spannungsteilers 9,  10 auf den Wert U3 herabgesetzt, der an der Basis  des Transistors 14 auftritt. An dem Zustand des Tran  sistors ändert sich hierbei nichts, da sein Basispoten  tial ja weiterhin positiv gegen den Emitter ist. Es  sei nun angenommen, dass die Induktion im Kern der  Drossel 5 im Zeitpunkt t1 gleich der negativen Sätti  gung ist, dann wird die an die Klemme 3 angelegte  Spannung U2 zunächst dadurch kompensiert, dass sich  die Induktion im Drosselkern von der negativen zur  positiven Sättigung ändert. Der hierbei fliessende  Magnetisierungsstrom möge so klein sein, dass sein  Spannungsabfall an der Wicklung 6 vernachlässigbar  ist.

   Dann hat die Induktionsänderung im Drossel  kern die Wirkung, dass an der Klemme 4 ebenfalls  die Spannung U2 aber mit entgegengesetztem Vor  zeichen auftritt, da die Wicklungen 6 und 7 gegen  einander gepolt sind. In entsprechender Weise tritt  nun an der Klemme 19, das heisst an der Basis des  Transistors 15, die Spannung -U3 auf, wenn man vor  aussetzt, dass die Wicklungen 6 und 7 niederohmig  gegen die Spannungsteiler 9, 10 und 12, 13 sind. Die  Spannung -U3 kann aber den Transistor 15 nicht  leitend machen, da das Emitterpotential -U1 so ge  wählt ist, dass der Emitter in diesem Fall stärker  negativ als die Basis des Transistors ist. Demnach  ändert sich also an dem Spannungszustand der Klem  men 20 und 21 zur Zeit     t1    nichts.

   Bei vollkommen  rechteckiger     Magnetisierungsschleife    der Drossel 5  bleibt der     zur    Zeit     t1    eingetretene Zustand so lange be  stehen, bis zur Zeit     t2    die positive Sättigung des Dros  selkernes erreicht ist. Dann beginnt über Kontakt 1  und Wicklung 6 ein Strom zu fliessen, der nur durch  den     Ohmschen    Widerstand des Kreises bestimmt ist.  Die Spannung des Punktes 3 ändert sich hierbei nicht.  Die Spannung am Punkt 4 wird beim Erreichen der      positiven Sättigung Null. Die hierbei auftretende  positive Spannungsspitze am Punkt 19 wirkt sich auf  den Zustand der Schaltung nicht weiter aus. Zum  Zeitpunkt t3 möge nun die Achse zusätzlich den  Kontakt 2 an der Zählstelle schliessen.

   Es fliesst  dadurch Strom über diesen Kontakt und die Wick  lung 7 der Drossel 5. Da sich die Wirkungen der  Wicklungen 6 und 7 aufheben, ändert sich hierbei die  Induktion im Drosselkern nicht. Lediglich die Span  nung am Punkt 4 steigt von Null auf den Wert +U2.  Dies hat eine positive Spannungsspitze von der Grösse  U3 an der Basis des Transistors 15 zur Folge, die  ebenfalls wirkungslos bleibt. Im Zeitpunkt t4 möge  nun die Achse den ersten Impulsgeber verlassen und  dabei den Kontakt 1 öffnen. Hierdurch wird der  Strom in der Wicklung 6 unterbrochen, und die  Spannung am Punkt 3 würde, wenn keine weitere  Wirkung einträte, von +U2 auf Null zurückgehen.  Es wird aber nun die Wicklung 17 allein vom Strom  durchflossen. Dies hat zur Folge, dass sich die Induk  tion in der Drossel vom positiven zum negativen  Sättigungswert hin ändert.

   Hierdurch wird in der  Wicklung 6 eine Spannung von der Grösse -U2 indu  ziert. Das Potential des Punktes 3 ändert sich mithin  im Zeitpunkt t4 von +U2 auf -U2, daher tritt am  Punkt 18 eine Spannungsspitze von der Grösse -2U3  auf. Da das Emitterpotential -U1 so gewählt ist, dass  U3  <  U1  <  2U3 ist, wird jetzt die Basis des Tran  sistors 14 negativ gegen den Emitter. Der Transistor  wird dadurch leitend, und es fliesst Strom über seinen  Kollektorwiderstand 16. Der hieran auftretende Span  nungsabfall bewirkt, dass die Klemme 20 ein Po  tential annimmt, das dem Emitterpotential ange  nähert gleich ist. Die Klemme 20 bildet den Ein  zählausgang der Schaltung. Es tritt also zur Zeit t4  daran ein positiver Einzählimpuls auf, der einem  Zählwerk zugeleitet werden kann. Im Zeitpunkt t5  ist die negative Sättigung im Drosselkern erreicht.

   Die  Spannung am Punkt 18 springt um den Betrag U3 ins  Positive. Der Einzählimpuls wird hierdurch beendet,  wenn nicht schon vorher durch das Abklingen des  Ausgleichvorganges im Kreis des Kondensators 8 das  Basispotential von 14 den Wert -Ui erreicht hat.  Endlich wird beim Verlassen der Zählstelle im Zeit  punkt t6 der Kontakt 2 geöffnet, wodurch das Po  tential am Punkt 4 von +U2 auf Null sinkt. Die  negative Spannungsspitze von der Grösse U3 an der  Basis von 15 bleibt, wie oben erläutert, ohne Wir  kung.  



  Durchfährt eine ausfahrende Achse die Zähl  stelle, so spielen sich entsprechende Vorgänge ab, die  man aus dem oben Beschriebenen leicht ableiten kann,  wenn man die symmetrisch angeordneten Glieder der  Schaltung miteinander vertauscht. Es wird in diesem  Fall der Transistor 15 leitend, wenn sich der Kontakt  2 öffnet. Der am Kollektorwiderstand 17 auftretende  Spannungsabfall erzeugt hierbei einen Impuls an dem  Auszählausgang 21 der Schaltung.  



  Aus dem oben Gesagten geht hervor, dass an den  Schaltungsausgängen nur dann ein Impuls entsteht,    wenn vorher beide Wicklungen 6 und 7 Strom er  hielten und beim Unterbrechen des Stromes in einer  der beiden Wicklungen der Drosselkern ummagneti  siert wird. Man erkennt ohne weiteres, dass sich die  ser Vorgang nicht abspielen kann, wenn eine einfah  rende Achse entweder nur den Kontakt 1 oder beide  Kontakte 1 und 2 geschlossen hat und danach ihre  Fahrrichtung umkehrt, ohne den Kontakt 1 vor dem  Kontakt 2 zu öffnen. Entsprechendes gilt für eine  ausfahrende Achse, die nur so weit in die Zählstelle  einfährt, dass sie den Kontakt 2 nicht vor dem Kon  takt 1 öffnet. Sollte jedoch z.

   B. eine einfahrende Achse  so weit in die Zählstelle einfahren, dass sie den Kontakt 1  öffnet, während 2 noch geschlossen bleibt, und danach  ihre Fahrrichtung umkehren, so hat sie bereits einen  Einzählimpuls abgegeben. Die Vorgänge, die sich dann  nach Umkehr der Fahrrichtung abspielen, sind aber  vollkommen denen gleich, die eine ausfahrende Achse  hervorruft, das heisst es wird ein Auszählimpuls beim  Öffnen des Kontaktes 2 erzeugt. Die Einzählung, die  vor Umkehr der Fahrrichtung hervorgerufen wurde,  wird durch den Auszählimpuls in ihrer Wirkung wie  der aufgehoben. Es ist also somit die Forderung er  füllt, dass bei Umkehr einer Achse innerhalb der Zähl  stelle entweder kein Impuls abgegeben werden darf  oder aber, falls schon ein Zählimpuls abgegeben sein  sollte, nach Umkehr der Fahrrichtung ein Zählimpuls  entgegengesetzter Wirkung erzeugt werden muss.

    



  Im folgenden soll ein Anwendungsbeispiel der  Erfindung gezeigt werden, bei welchem die Impuls  geber an der Zählstelle mit Ruhestrom arbeiten. Fig. 3  zeigt das Schaltbild, Fig. 4 den zugehörigen Impuls  plan.  



  Den Ruhestromkontakten 22 und 23, die sich in  den Impulsgebern am Gleis befinden, wird die Span  nung -U2 zugeführt. Sie wirkt auf die Drossel 5 mit  den Wicklungen 6 und 7, die ebenso gestaltet sein  möge wie in Fig. 1. Die Einrichtungen, welche in  Fig.3 die an den Drosselwicklungen auftretenden  Spannungen auswerten, sind ebenfalls Transistoren  und mit 38 und 39 bezeichnet. Um zu erreichen, dass  an den Transistoren nicht die an den Drosselwick  lungen auftretenden Spannungen direkt, sondern nur  die Änderungen dieser Spannungen wirksam wer  den, sind in Fig. 3 die beiden Übertrager 24 und 28  vorgesehen. Jeder der beiden Übertrager hat drei  Wicklungen; 25 und 29 sind die Primärwicklungen,  26, 27 bzw. 30, 31 sind die Sekundärwicklungen.

    Die Sekundärwicklungen ein und desselben     übertra-          gers    sind entgegengesetzt gepolt. Die Spannungen der  Sekundärwicklungen werden den Transistoren nicht  direkt, sondern über je ein     Koinzidenzgatter    zugeführt.  Das Gatter vor .der Basis des Transistors 38 besteht  aus den Sperrzellen 32, 33 und dem Widerstand 34.  Das entsprechende Gatter für den Transistor 39 wird  durch die Sperrzellen 35, 36 und dem Widerstand 37       gebildet.     



  Der Impulsplan     Fig.4    gilt ebenfalls, wie der  Impulsplan     Fig.    2, für     eine    einfahrende Achse. Ver  gleicht man das Kontaktdiagramm der Kontakte 1      und 2 in Fig. 2 mit dem der Kontakte 22 und 23  in Fig.4, so erkennt man, dass die Schaltvorgänge  in beiden Diagrammen in der gleichen Reihenfolge ab  laufen, wenn mehrere einfahrende Achsen nacheinan  der die Zählstellen passieren. Es ist lediglich der  Zustand zum Zeitpunkt t4 in Fig. 2 an den Anfang  des Vorganges in Fig. 4, nämlich an den Zeitpunkt t1  verschoben.

   Aus dem gleichen Grunde folgen auch  die Spannungsänderungen an den Punkten 3 und 4  in beiden Diagrammen in der gleichen Reihenfolge  aufeinander, nur mit dem Unterschied, dass auch hier  der Zeitpunkt t4 in Fig. 2 an die Stelle t1 in Fig. 4  verschoben ist, und dass die Spannungen umgekehrtes  Vorzeichen haben. Es erübrigt sich daher, das Zu  standekommen des Spannungsdiagrammes für die  Punkte 3 und 4 in Fig.4 zu erläutern. Aus dem  Spannungsdiagramm dieser beiden Punkte kann man  nun die entsprechenden Diagramme für die Punkte 42  bis 45 ableiten. So springt z. B. die Spannung am  Punkt 42 zur Zeit t1 um den Betrag 2 U3 ins Positive,  weil sich die Spannung am Punkt 3 von -U2 auf  +U2 geändert hat. Zur Zeit t2 ändert sich die Span  nung am Punkt 42 plötzlich um den Betrag -U3,  da sich die Spannung am Punkt 3 um den Betrag  U2 ins Negative geändert hat.

   Das gleiche gilt für  den Zeitpunkt t4. Die Spannung am Punkt 45 hat den  gleichen Verlauf wie am Punkt 42, nur mit dem Un  terschied, dass das Vorzeichen umgekehrt ist, weil die  Wicklung 27 umgekehrt gepolt ist wie die Wick  lung 26. In entsprechender Weise kann man den  Spannungsverlauf für die Punkte 43 und 44 aus  dem Spannungsverlauf am Punkt 4 ableiten. Will man  nun erreichen, dass zur Zeit t4 ein Einzählimpuls ab  gegeben wird, so kann man aus dem Impulsdiagramm  für die Punkte 42 bis 45 ablesen, dass zu dieser Zeit  die Spannungen an den Punkten 42 und 43 gleich  zeitig den Wert -U3 annehmen. Dies ist zu keiner  anderen Zeit in dem Spannungsdiagramm der Fall,  daher kann das gleichzeitige Auftreten eines nega  tiven Spannungswertes an den Punkten 42 und 43  als Kennzeichen für die Abgabe eines Einzählimpulses  an das Zählwerk dienen.

   Die Klemmen 42 und 43  dienen daher als Eingang für das Koinzidenzgatter,  das aus den Sperrzellen 35, 36 und dem Wider  stand 37 besteht. Der Ausgang dieses Koinzidenz  gatters ist mit der Basis des Transistors 39 verbun  den. Solange in den Sekundärwicklungen der Über  trager 24 und 28 keine Spannung induziert wird, fliesst  Strom von der Klemme mit dem Potential Null über  Wicklung 31 und Sperrzelle 36 einerseits, sowie über  Wicklung 26 und Sperrzelle 35 anderseits zum Wider  stand 37 und von dort zur Spannungsklemme -U2.  Da die Widerstände der Wicklungen 26 und 31 klein  gegen den Widerstand 37 sind, herrscht an der Basis  von 39 ein Potential zwischen Null und -U1. Der  Transistor ist gesperrt und an dem Einzählausgang  46, der mit seinem Kollektor verbunden ist, herrscht  das Potential -U2.

   Tritt nur an einer der beiden  Klemmen 42 und 43 ein negatives Potential auf, was  z. B. im Zeitpunkt t3 für die Klemme 43 zutrifft, so    ändert sich an der Basisspannung des Transistors  nichts. Es wird lediglich durch die an der Klemme 43  auftretende negative Spannung die Sperrzelle 36 in  Sperrichtung beansprucht. Ist aber an beiden Klem  men 42 und 43 negatives Potential vorhanden, was  für den Zeitpunkt t4 zutrifft, so tritt dieses auch an der  Basis des Transistors 39 auf. Der Transistor wird  dadurch leitend und der Spannungsabfall am Kollek  torwiderstand 41 bewirkt, dass sich das Potential des  Einzählausganges 46 von -U2 nahezu auf den näher  an Null liegenden Wert -U1 ändert. Es entsteht also  im Zeitpunkt t4 ein positiver Einzählimpuls an der  Klemme 46.  



  Befährt eine Achse die Zählstelle in Auszähl  richtung, so spielen sich entsprechende Vorgänge ab,  nur werden die Rollen der symmetrisch angeordneten  Schaltungselemente hierbei vertauscht, so dass der  Auszählimpuls an Klemme 47 erscheint, wenn Strom  über den Transistor 38 und seinen Kollektorwider  stand 40 fliesst.  



  Ein Einzählimpuls wird an das Zählwerk nur  abgegeben, wenn sich die Induktion in der Drossel  in ihrer Richtung ändert, und wenn ausserdem vorher  beide Wicklungen der Drossel stromlos waren. Dieser  Vorgang kann nicht eintreten, wenn eine einfahrende  oder eine ausfahrende Achse nur bis zu einer Stelle zwi  schen t3 und t4 im Diagramm Fig. 4 vorrückt und da  nach ihre Richtung umkehrt. Es wird daher in die  sem Fall überhaupt kein Impuls an das Zählwerk ab  gegeben. Kehrt die Achse jedoch ihre Fahrrichtung  um, nachdem sie in Einfahrrichtung den Punkt t4, in  Ausfahrrichtung den Punkt t3 überschritten hat, so  wird wohl ein Einzahl- als auch ein Auszählimpuls  erzeugt, so dass sich die beiden Wirkungen der Im  pulse aufheben.  



  Es sind zahlreiche Abwandlungen der in Fig. 1  und 3 gezeigten Schaltungen möglich. So könnte es  z. B. Vorteile bringen, den einen der beiden Im  pulsgeber einer Zählstelle mit Arbeitsstrom und den  anderen mit Ruhestrom zu betreiben. Man kann an  hand des Impulsdiagrammes, Fig.4, und nach den  oben gegebenen Erklärungen leicht ableiten, dass dann  die Änderung der Spannung an einer der beiden Klem  men 3 und 4 von Null auf     -U2    als. Kennzeichen für  die Abgabe eines Einzahl- oder     Auszählimpulses    die  nen kann. Das Kennzeichen darf nur ausgewertet wer  den, wenn sich gleichzeitig die Spannung an der an  deren Wicklung der Drossel nicht ändert. Diese Aus  wertung ist mit Hilfe von bekannten elektronischen  Schaltungsmitteln oder auch mit Hilfe von Relais  ohne weiteres möglich.  



  Ein Beispiel für eine andere Abwandlung ergibt  sich, wenn man in     Fig.    1 als Kennzeichen für die  Abgabe des Zählimpulses die Induktionsänderung  in der Drossel 5 nimmt und sich dieses Kennzeichen  nur auswirken lässt, wenn ausserdem vorher beide  Wicklungen erregt waren. Dies kann z. B. dadurch  geschehen, dass man auf der Drossel eine dritte Wick  lung anbringt, die das Kennzeichen für die Änderung      der Induktion gibt, und wenn man ausserdem den  beiden Drosselwicklungen z. B. Verzögerungsrelais  parallel schaltet, deren angezogener Zustand dafür  kennzeichnend ist, dass vor dem Umkippen der Induk  tion in der Drossel beide Wicklungen erregt waren.  



  Die in den Fig. 1 und 3 gezeigten Transistoren  können auch durch andere geeignete Einrichtungen,  z. B. polarisierte Relais, ersetzt werden. In manchen  Fällen können auch die Einrichtungen, welche die an  den Drosselwicklungen auftretenden Spannungen aus  werten, ganz fortfallen. So ist z. B. möglich, in Fig. 1  die Klemmen 18 und 19 als Ausgangsklemmen zu  benutzen und die Transistoren 14 und 15 mit ihren  Kollektorwiderständen 16 und 17 ganz fortzulassen,  wenn ein Zählwert benutzt wird, das nur auf nega  tive Spannungsimpulse einer Amplitude  <  U3 an  spricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Impulsschaltung für Achszählanlagen, bei der von der Fahrrichtung der Achsen abhängige Impuls folgen in Zählimpulse umgewandelt und, der Fahr richtung entsprechend, dem Stromweg für die Zäh lung zugeleitet werden, gekennzeichnet durch eine Drossel, deren Kern eine annähernd rechteckige Magnetisierungsschleife hat, mit Wicklungen, denen die von den Achsen erzeugten Impulsfolgen zugeführt werden, wobei die Abgabe der Zählimpulse durch die an den Wicklungen der Drossel auftretenden Span nungen gesteuert wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Impulsschaltung nach Patentanspruch für Achs zählanlagen, in denen jede Achse bei der Vorbeifahrt an einer Zählstelle zwei sich teilweise überlappende Impulse erzeugt, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Drossel zwei Wicklungen vorhanden sind, von denen die eine durch den einen, die andere durch den anderen der beiden, die überlappenden Impulse erzeugenden Impulsgeber Strom erhält. 2. Impulsschaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die beiden auf der Drossel vorhandenen Wicklungen so bemessen und gepolt sind, dass sich ihre Wirkungen bei gleichzeitiger Stromgabe auf beide Wicklungen aufheben. 3. Impulsschaltung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine derartige Bemessung der auf dem Kern der Drossel befindlichen Wicklungen, dass die Drossel durch Stromgabe auf eine dieser Wicklungen bis zur Sättigung magnetisiert wird. 4.
    Impulsschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Wicklungen der Dros sel auftretenden Spannungen Einrichtungen zugeführt werden, die beim Überschreiten einer bestimmten Amplitude dieser Spannungen ansprechen. 5. Impulsschaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die an den Wicklungen der Drossel auftretenden Spannungen Einrichtungen zu geführt werden, die nur auf eine bestimmte Richtung dieser Spannungen ansprechen. 6. Impulsschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen, welchen die an den Wicklungen der Drossel auftretenden Span nungen zur Auswertung zugeführt werden, Transi storen sind. 7.
    Impulsschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Wicklungen der Drossel und die Einrichtungen, welche die an den Drosselwicklungen auftretenden Spannungen aus werten, Widerstände so geschaltet sind, dass sich nur die Änderungen dieser Spannungen auswirken. B. Impulsschaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass den die Spannungen an den Drosselwicklungen auswertenden Einrichtungen Gatter der elektronischen Schaltkreistechnik vorge schaltet sind.
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