CH349295A - Impulsschaltung für Achszählanlagen - Google Patents

Impulsschaltung für Achszählanlagen

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CH349295A
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Seiler Herbert
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Siemens Ag
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61—RAILWAYS
    • B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00—Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16—Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/167—Circuit details

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Measurement Of Radiation (AREA)

Description


  Impulsschaltung für Achszählanlagen    Bei Achszählanlagen an Eisenbahnen bewirkt jede  Fahrzeugachse, wenn sie an bestimmten Stellen der  Strecke, den sogenannten Zählstellen, vorbeiläuft, in  den angeschlossenen Zählwerken je nach ihrer Fahr  richtung eine Einzählung oder Auszählung. Es kommt  also nicht nur darauf an, das Vorbeilaufen einer Achse  zu melden, sondern es muss auch die Fahrrichtung der  Achse gekennzeichnet werden. Hierzu erzeugt jede  Achse an einer Zählstelle eine Impulsfolge, aus deren  Ablauf auf die Fahrrichtung geschlossen werden kann.  Es werden z. B. an einer Zählstelle zwei Impulsgeber  so angeordnet, dass eine vorbeirollende Achse zuerst  nur den einen Impulsgeber, danach beide Impulsgeber       gleichzeitig    und sodann nur den anderen Impulsgeber  betätigt.  



  In vielen Fällen verwendet man Zählwerke, welche  die von einer Achse an einer Zählstelle erzeugte Im  pulsfolge nicht unmittelbar verarbeiten können. Man  ordnet dann zwischen der Zählstelle und dem Zähl  werk eine sogenannte Impulsschaltung an, welche die  von der Achse erzeugte Impulsfolge je nach der Fahr  richtung in einen Einzähl- oder Auszählimpuls um  wandelt. Eine wichtige Forderung, welche an die  Impulsschaltungen gestellt wird, tritt auf, wenn eine  Achse in den Bereich der Zählstelle, in dem die Im  pulsfolge erzeugt wird, hineinfährt und dann ihre  Fahrrichtung innerhalb dieses Bereiches umkehrt. Es  darf dann entweder kein Zählimpuls erzeugt werden,  oder aber es muss - falls schon ein Zählimpuls abge  geben sein sollte - nach Umkehr der Fahrrichtung  ein Zählimpuls entgegengesetzter Wirkung an das  Zählwerk weitergeleitet werden.

   Impulsschaltungen,  welche diese Forderung erfüllen, hat man bisher mit  Hilfe von Relais aufgebaut. Da die mechanisch be  wegten Teile von Relais infolge ihrer Trägheit sehr  schnellen Vorgängen nicht zu folgen     vermögen,    ist  die Anwendung von Relaisimpulsschaltungen bei sehr    hohen Fahrgeschwindigkeiten nicht möglich. Ausser  dem hat sich in der Praxis gezeigt, dass Kontaktstörun  gen, die sich bei Relais nie gänzlich vermeiden lassen,  die Betriebssicherheit der Achszählanlagen zuweilen  in unerwünschter Weise herabsetzen können. Man  muss hierzu bedenken, dass in den meisten Eisenbahn  sicherungsanlagen jedes Relais bei jeder Zugfahrt nur  einmal arbeitet. Bei Impulsschaltungen von Achszähl  anlagen hingegen muss jedes Relais bei der Vorbei  fahrt jeder Achse einmal arbeiten.

   Nimmt man nun  an, dass ein Zug durchschnittlich hundert Achsen hat,  so muss die Betriebssicherheit der Relais in Achszähl  impulsschaltungen um zwei Zehnerpotenzen grösser  sein als die der übrigen Relais in Eisenbahnsicherungs  anlagen, wenn man nicht eine erhöhte Störungsanfäl  ligkeit der Achszählanlage in Kauf nehmen will.  



  Die Arbeitsgeschwindigkeit von Schaltungsanord  nungen lässt sich erhöhen, und die Kontaktstörungen  lassen sich vermeiden, wenn man in den Schaltungen  sogenannte elektronische Bauelemente, z. B. Sperr  zellen, Transistoren, Röhren oder dergleichen, ver  wendet. Eine Anwendung dieser elektronischen Bau  elemente in Achszählimpulsschaltungen ist möglich,  wenn man in der Impulsschaltung gemäss der Erfin  dung Gatterschaltungen der elektronischen Schalt  kreistechnik verwendet.

   Gatter sind Schaltungsanord  nungen mit einem oder mehreren Eingängen und  einem Ausgang, die folgende Eigenschaft haben:  Kennzeichnet man den Zustand der Eingänge und des  Ausganges mit  Ja  oder  Nein , je nachdem, ob die  an ihnen auftretende Spannung oberhalb oder unter  halb eines bestimmten Grenzwertes liegt, so stellt das  Gatter eine durch seinen Aufbau festgelegte eindeutige  Abhängigkeit des Ja Nein-Zustandes an dem Ausgang  einerseits von den     JalNein-Zuständen    an den Eingän  gen anderseits her.

   Mit     Hilfe    dieser     Gatterschaltungen     können die Impulsschaltungen für     Achszählanlagen         besonders übersichtlich und einfach gestaltet werden,  wie anhand der beigefügten Zeichnung an einigen  beispielsweisen Ausführungsformen des Erfindungs  gegenstandes nachstehend gezeigt     wird.    Es bedeuten:  Fig. 1 Prinzipschaltschema einer Impulsschaltung  nach der Erfindung, mit Impulsdiagramm,  Fig. 2 und 3 Schaltschemata zweier Ausführungs  formen auf Grund des Prinzipschaltschemas nach  Fig. 1.  



  Ein Beispiel, wie die Erfindung verwirklicht wer  den kann, gibt das logische Schaltbild in Fig. 1. Hier  bei ist angenommen worden, dass an der zugehörigen  Zählstelle zwei Impulsgeber angeordnet sind, die bei  der Vorüberfahrt einer Achse zwei sich z. T. überlap  pende Impulse erzeugen. So erzeugt eine einfahrende  Achse zunächst den Impuls a allein, dann kommt der  Impuls<I>b</I> dazu. Danach hört der Impuls<I>a</I> auf, so dass  nur noch b allein vorhanden ist. Schliesslich nimmt  auch der Impuls b ein Ende, wenn die Achse die  Zählstelle verlässt. Bei einer ausfahrenden Achse wird  die Impulsfolge in umgekehrter Richtung durchlau  fen. Alle a-Impulse werden der Eingangsklemme 3,  alle b-Impulse der Eingangsklemme 4 zugeleitet. Das  Anliegen eines Impulses kennzeichnet den Zustand   Ja .. Bei Abwesenheit des Impulses besteht der Zu  stand  Nein  an den Eingangsklemmen.

   Der Ein  gangsklemme 3 sind die beiden Koinzidenzgatter 1  und 8 zugeordnet, von denen im folgenden 1 als Ein  gangsgatter und 8 als     Ausgangsgatter    bezeichnet ist.  Beide Gatter haben zwei Eingänge. Nur wenn an     bei-          ben    Eingängen der Zustand  Ja  anliegt, tritt auch  im Ausgang der Zustand  Ja  auf. Sonst besteht im  Ausgang der Zustand  Nein . Das Eingangsgatter 1  ist mit dem invertierenden Verstärker 9 verbunden.  Er hat die Eigenschaft, dass an seinem Ausgang der  Zustand  Ja  auftritt, wenn am Eingang  Nein  an  liegt und umgekehrt. Je ein Eingang der Gatter 1 und  8 ist mit der Eingangsklemme 3 verbunden. Der  zweite     Eingang    des Gatters 1 ist mit dem Ausgang  des invertierenden Verstärkers 10 verbunden.

   Der  zweite Eingang des Gatters 8 ist über den Konden  sator 12 mit dem zweiten Eingang des Gatters 1 ver  bunden; 14 ist ein Ladewiderstand. Die Schaltung  ist vollkommen symmetrisch aufgebaut, so dass es  sich erübrigt, die entsprechenden, zur Eingangs  klemme 4 gehörenden Bauteile 2, 7, 10, 11 und 13  zu beschreiben.  



  Bei der Einfahrt einer Achse     vollziehen    sich fol  gende Vorgänge:  Zunächst liegen an den oberen Eingängen der  Gatter 1 und 2 und an den äusseren Eingängen der  Gatter 7 und 8 die Zustände      Nein     an. Daher be  steht auch an den Ausgängen dieser Gatter der  Zustand  Nein . Die beiden Verstärker 9 und 10  geben daher den Zustand  Ja  ab, der an den untern  Eingängen der Gatter 1 und 2 anliegt. Entsteht nun  an der Klemme 3 der Impuls a, so führen beide Ein  gänge des Gatters 1 den Zustand  Ja . Dieser wird  an den Verstärker 9 weitergegeben und von dort als   Nein  an den unteren Eingang vom Gatter 2 an-    gelegt. Auf das Gatter 8 bleibt der a-Impuls ohne  Wirkung, da an seinem inneren Eingang die Wirkung   Ja  nicht vorhanden ist.

   Der Kondensator 12 be  wirkt nämlich, dass nur beim Übergang von  Nein  auf   Ja  der Zustand  Ja  für kurze Zeit an dem inneren  Eingang von 8 auftritt. Kommt nun der Impuls b  hinzu, so kann am Ausgang des Gatters 2 der Zu  stand  Ja  nicht auftreten, da über den Verstärker 9  am unteren Eingang von 2  Nein  anliegt. Auch am  Ausgang des Gatters 7 tritt beim Hinzukommen des  b-Impulses keine Wirkung ein, da am inneren Eingang  von 7 der Zustand  Ja  nicht vorhanden ist. Wird nun  der Impulsgeber, der den a-Impuls hervorruft, von der  Achse verlassen, so wird das Gatter 1 gesperrt, da  an seinem oberen Eingang nunmehr  Nein  anliegt.  Der Ausgang des Verstärkers 9 und der untere Ein  gang des Gatters 2 wechseln von  Nein  in  Ja .

    Hierdurch fliesst für eine begrenzte Zeitdauer ein  Ladestrom über den Kondensator 11 zum inneren  Eingang von 7, der dort für kurze Zeit den Zustand   Ja  hervorruft. Da ausserdem an dem rechten Ein  gang des Gatters 7 über die Klemme 4  Ja  anliegt,  gibt das Gatter 7 für eine begrenzte Zeitdauer an  seinem Ausgang den Zustand  Ja  ab. Dieser Aus  gang bildet den     Einzähl-Ausgang    der Impulsschaltung  mit der Klemme 5. Der an Erde liegende Widerstand  13 ermöglicht es dem Kondensator 11, bis zur Durch  fahrt der nächsten Achse wieder den Ladezustand an  zunehmen, der vor dem Wechsel von  Nein  in  Ja   vorhanden war. Hört nach Durchfahrt der Achse auch  der Impuls b auf, so wechseln der Ausgang des Ver  stärkers 10 und der untere Eingang des Gatters 1  ebenfalls von  Nein  in  Ja .

   An dem     Auszähl-Ein-          gang    6 kann aber jetzt kein Impuls auftreten, da am  linken Eingang des Gatters 8 der Zustand  Nein  an  liegt.    Kehrt eine Achse um, die bereits den Impuls a  erzeugt, bevor der Impuls b auftritt, so ist kein Zähl  impuls abgegeben worden. Es wird dann auch nach  Umkehr der Fahrrichtung kein Impuls abgegeben,  denn es vollzieht sich nun der gleiche Vorgang, der  in analoger Weise für eine einfahrende Achse beim  Aufhören des     b-Impulses    oben beschrieben worden  ist.  



  Kehrt die Achse in der Stellung um, in der sie die  Impulse<I>a</I> und<I>b</I> erzeugt, so ist ebenfalls noch kein  Zählimpuls abgegeben worden. Ist die Achse von links  gekommen, so ist im Augenblick der Umkehr am  Ausgang von 1 der Zustand  Ja , am Ausgang von 2  der Zustand  Nein  vorhanden. Verlässt die Achse  nun nach der Richtungsumkehr den Impulsgeber b,  so bleibt dieser Zustand bestehen, denn durch Weg  fall des     b-Impulses    ändert sich am Ausgang des Gat  ters 2 nichts, so dass auch der Zustand an beiden  Eingängen des Gatters 1 erhalten bleibt.

   Auch beim  Aufhören des     a-Impulses    tritt keine Wirkung auf, da  der Vorgang in der Schaltung sich in analoger Weise       vollzieht,    wie beim Aufhören des     b-Impulses    beim  Durchlaufen einer einfahrenden Achse.      Ist die Achse vor ihrer Richtungsumkehr bereits  so weit vorangekommen, dass der b-Impuls allein  besteht, so hat bereits eine Einzählung stattgefunden.  Das Gatter 2 gibt nunmehr den Zustand  Ja , das  Gatter 1 den Zustand  Nein  ab. Beim Zurück  rollen der Achse wird jetzt ein Auszählimpuls erzeugt,  wenn der b-Impuls aufhört; denn nun wechselt der  Zustand am Ausgang des Verstärkers 10 und am  unteren Eingang des Gatters 1 von  Nein  in  Ja ,  während am linken Eingang des Gatters 8 der Zu  stand  Ja  besteht.

      Eine Abwandlung der Schaltung nach Fig. 1 ist  beispielsweise dadurch möglich, dass das Koinzidenz  gatter 1 mit dem zugehörigen invertierenden Ver  stärker 9 und entsprechend das Koinzidenzgatter 2  mit dem Verstärker 10 durch je ein Sperrgatter er  setzt werden. Ein Sperrgatter ist eine Schaltungsanord  nung, die an ihrem Ausgang nur dann den Zustand   Ja  abgibt, wenn an ihrem einschränkenden Ein  gang der Zustand  Ja  nicht vorhanden ist und ausser  dem an einem anderen, nicht einschränkenden Ein  gang der Zustand  Ja  auftritt. In Fig. 1 ist der Aus  gang des linken Sperrgatters mit einem einschränken  den Eingang des rechten Sperrgatters zu verbinden.

   Es  ist dann ohne weiteres ersichtlich, dass die Zustände  an den Ausgängen der beiden Sperrgatter in Abhän  gigkeit von der Achsstellung die gleichen sind wie  bei der gezeichneten Schaltung mit Koinzidenzgattern  und invertierenden Verstärkern. Es muss lediglich be  achtet werden, dass die Koinzidenzgatter, die den  Ausgang der Schaltung bilden, jetzt einen Impuls ab  geben müssen, wenn über die Kondensatoren 11 und  12 ein Ladestrom fliesst, der dem Übergang von  Ja   in  Nein  entspricht. Es muss daher vor die inneren  Eingänge der Ausgangsgatter ein Inventer, z. B. ein  Wandler mit entsprechend gepolten Wicklungen, ge  schaltet werden.  



  Ein Beispiel, wie die logische Schaltung nach Fig.1  technisch verwirklicht werden kann, zeigt Fig. 2. Das  Koinzidenzgatter 1 wird hier durch die Sperrzellen  15 und 16 und den Widerstand 17 gebildet. In ent  sprechender Weise werden die Gatter 2, 7 und 8 durch  die Bauteile l8-20, 31-33 und 34-36 darge  stellt. Der invertierende Verstärker 9 wird technisch  verwirklicht durch den pnp-Transistor 21, den     Span-          nungsteiler    22, 23, 24 und den Kondensator 25. In  entsprechender Weise bilden die Bauteile 26-30 den  invertierenden Verstärker 10. Es ist ferner voraus  gesetzt, dass der Zustand  Ja  an einer Stelle der  Schaltung bestehen soll, wenn ihr Potential gegen  Erde  <  - U1 ist. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, so  besteht der Zustand  Nein .

   Die Potentiale 0, im  Schaltbild durch das Erdungszeichen dargestellt,  .-. U1 und - U2 können einer Batterie, gegebenen  falls unter Zuhilfenahme eines Spannungsteilers ent  nommen werden. Die Wirkungsweise der Schaltung  in Fig. 2 kann aus den bisher gegebenen Erklärungen  für jeden Betriebszustand ohne weiteres abgeleitet  werden. Der Vollständigkeit halber soll sie im folgen-    den für die Durchfahrt einer Achse in     Einzählrich-          tung    beschrieben werden.  



  Im Ruhezustand liegen die Klemmen 3 und 4 an  Erde. Es fliesst Strom z. B. von Klemme 3 über Sperr  zelle 15 und Widerstand 17 nach - U2. An der  Basis des Transistors 21 liegt somit das Erdpotential,  da im folgenden vereinfachender Weise angenommen  wird, dass Sperrzellen und Transistoren in durch  lässigem Zustand den Widerstand 0, in sperrendem  Zustand den Widerstand unendlich haben. In ent  sprechender Weise tritt an der Basis des Transistors  26 und an den Ausgangsklemmen 5 und 6 ebenfalls  das Potential 0 auf. Die Transistoren 21 und 26 sind  also gesperrt, da die Basis positiv gegen den     Emitter     ist.

   Der     Spannungsteiler    27-29 ist so bemessen, dass  bei gesperrtem Transistor 26 an der Verbindungsstelle       Vb    der Widerstände 28 und 29     ein    Potential  < - U1  auftritt. Es wird also von dem     Koinzidenzgatter    18,  19, 20 die Wirkung  Nein  an den invertierenden  Verstärker abgegeben, der seinerseits die Wirkung   Ja  an den unteren Eingang des     Koinzidenzgatters     15, 16, 17 weitergibt. Dieser Umstand hat aber keinen  Einfluss, da das Potential der Basis des Transistors  21 durch den an Klemme 3 über die Sperrzelle 15 und  den Widerstand 17 führenden Stromkreis auf Erde  festgelegt ist, wodurch die Sperrzelle 16 in Sperrich  tung beansprucht wird.

   Tritt nun der Impuls a an  Klemme 3 auf, so liegt nunmehr auch an der  Sperrzelle 15 ein Potential  < - UI an, das daher auch  jetzt an der Basis des Transistors 21 auftritt. Der  Transistor wird dadurch leitend. Hierdurch verschieben  sich die Potentiale an dem Spannungsteiler 22, 23, 24.  An der Verbindungsstelle<I>Va</I> zwischen den Wider  ständen 23 und 24 ändert sich das Potential auf einen  Wert zwischen 0 und -     U1.    Dieses Potential liegt nun  auch an der Sperrzelle 19 an und verhindert, dass der  Transistor 26 leitend wird, wenn zu dem     a-Impuls    der       b-Impuls        hinzukommt.    Dann ist nämlich das Poten  tial an dem Verbindungspunkt zwischen 18 und 20  stärker positiv als an der Klemme 4, und das Ventil  18 wird geschlossen.

   Somit liegt an der Basis des  Transistors 26 eine Spannung zwischen 0 und -     U1,     so dass der Transistor nach wie vor gesperrt bleibt.  Erst wenn die Achse den Impulsgeber, der den Impuls  a erzeugt, verlässt, ändern sich die Verhältnisse. An  Klemme 3 wird jetzt wieder Erde gelegt. Damit wird  der Transistor 21 gesperrt. Das Potential an der Ver  bindungsstelle<I>Va</I> nimmt wieder einen Wert an, der  kleiner ist als -     U1.    Damit ist nunmehr an den beiden  Sperrzellen 18 und 19 ein Potential  < - UI vorhanden,  so dass der Transistor 26 leitend wird.

   Wesentlich für  die Wirkung der Schaltung ist, dass bei der Verände  rung des Potentials an der Verbindungsstelle<I>Va</I> von  einem Wert zwischen 0 und     -U1    auf einen Wert   < -     U1    nunmehr ein Ladestrom von Erde über Wider  stand 13 und Kondensator 11 fliesst. Dadurch kommt  vorübergehend ein Potential  < - U1 an die obere Seite  der Sperrzelle 32. Da im gleichen Augenblick auch  von der Klemme 4 her ein Potential  < -     U1    an der  oberen Seite der Sperrzelle 31 anliegt,     nimmt    die      Spannung an der Ausgangsklemme 5 vorübergehend  einen Wert  < - U1 an, das heisst, es wird ein Einzähl  impuls abgegeben.

   Da der Spannungsteiler 22, 23,  24 durch den Ladestrom des Kondensators 11 kurz  zeitig belastet wird, wodurch die Spannung an dem  Verbindungspunkt     ha    von dem gewünschten     Wert     vorübergehend abweichen könnte, ist es zweckmässig,  zum Widerstand 23 den Kondensator 25 parallel zu  schalten. Dieser Kondensator verlagert die Span  nung am Verbindungspunkt     ha    bei der Sperrung des  Transistors 21 vorübergehend weiter ins Negative.  



  Ein weiteres Beispiel für die technische Verwirk  lichung der logischen Schaltung nach Fig. 1 zeigt  Fig. 3. Hierbei wird das Eingangsgatter 1 mit dem       invertierenden    Verstärker 9 durch die Elektronen  röhre 37 mit dem Anodenwiderstand 38 und den Wi  derständen 39 bis 42 dargestellt. Entsprechendes gilt  für die Elektronenröhre 43 mit den Widerständen  44-48. Die Koinzidenzgatter 7 und 8 am Ausgang  der Impulsschaltung werden dargestellt durch die Wi  derstände 51, 52 und die Sperrzelle 53 bzw. durch  die Widerstände 54, 55 und die Sperrzelle 56. Der  Zustand  Ja  möge in dieser Schaltung dadurch ge  kennzeichnet sein, dass das Potential einen bestimmten  positiven     Wert    überschreitet. Ist dies nicht der Fall,  so herrscht der Zustand  Nein .

   In der Grundstellung  liegt an den Eingangsklemmen 3 und 4 Erdpotential.  Das Potential der Steuergitter in den Röhren 37 und  43 wird durch die Hilfsstromquelle U1 und die     Span-          nungsteiler    40, 41, 42 bzw. 46, 47, 48 bestimmt. Es  hat einen negativen Wert, so dass die Röhren ge  sperrt sind. Das Anodenpotential     -E-    U2 der Röhre 37  liegt auch am     Schirmgitter    der Röhre 43 an. Ent  sprechendes gilt für das Schirmgitter der Röhre 37.  Man erkennt, dass die Anoden der Röhren 37 und 43  die invertierenden Ausgänge der Verstärker 9 und 10  in der logischen Schaltung Fig. 1 bilden. Die Ventile  53 und 56 in den Ausgangsgattern werden durch die  Hilfsspannung - U1 in Grundstellung geschlossen ge  halten.

   Daher tritt an den Verbindungspunkten 55, 56  und 52, 53 und damit an den Ausgangsklemmen 5  und 6 Erdpotential auf. Gibt nun eine einfahrende  Achse den Impuls a ab, so entsteht an der Klemme 3  ein positives Potential. Dadurch wird auch das Steuer  gitter weiter ins Positive gebracht, so dass die Röhre  37 leitend wird. Dadurch sinkt das Anodenpoten  tial der Röhre 37 und damit auch das Potential des  Schirmgitters der Röhre 43 auf einen relativ kleinen  Wert ab. Der     invertierende    Verstärker gibt somit an  seinen Ausgang den Zustand  Nein  ab und sperrt  damit das Koinzidenzgatter der anderen Eingangs  klemme. Die Wirkung wird noch dadurch verstärkt,  dass Steuergitter und Schirmgitter der Röhre 43 durch  den Widerstand 47 gekoppelt sind, so dass auch das  Potential des Steuergitters noch weiter ins Negative  gebracht wird.

   Tritt nun der b-Impuls an Klemme 4  auf, so kann die Röhre 43 dadurch nicht leitend ge  macht werden. Beim Auftreten des b-Impulses fliesst  Strom von Klemme 4 über die Widerstände 50 und    51 nach -U1. Der Spannungsabfall, der hierbei am  Widerstand 51 auftritt, ist aber nicht gross genug, um  das Ventil 53 zu öffnen. Wenn nun der a-Impuls an  Klemme 3 aufhört, verändern sich die Verhältnisse in  der Schaltung. Die Röhre 3 wird wieder gesperrt, weil  an ihr nunmehr der Ausgangszustand vorhanden ist,  und die Röhre 43 wird jetzt leitend, weil ihr Steuer  gitter durch den an der Klemme 4 anliegenden Impuls  ein genügend stark positives Potential erhalten hat.

    Wesentlich für die Wirkung der Schaltung ist nun, dass  das Koinzidenzgatter 51, 52, 53 sowohl über Klemme  4 und Widerstand 50 als auch über den Konden  sator 11 von der Anode der Röhre 37 her einen posi  tiven Impuls erhält. Über den Widerstand 51 fliesst  nämlich sowohl der Strom, der von der Klemme 4  über den Widerstand 50 herkommt, als auch der  Ladestrom des Kondensators<B>11.</B> Dadurch wird für  kurze Zeit die Spannung am obern Ende von 51 so  gross, dass     das    Ventil 53 geöffnet wird und Strom  über den Widerstand 52 fliesst. Der an diesem Wi  derstand auftretende Spannungsabfall wird über die  Klemme 5 als Einzählimpuls an das angeschlossene  Zählwerk abgegeben. Hört später der b-Impuls auf,  so wird die Röhre 43 gesperrt.

   An ihrer Anode tritt  dadurch die Spannung     -f-    U2 auf, und es     fliesst    über  den Kondensator 12 und den Widerstand 54 ein Aus  gleichsstrom. Der     Spannungsabfall    am Widerstand 54       genügt    aber nicht, um das Ventil 56 zu öffnen und  einen Impuls an die Klemme 6 abzugeben.  



  Die Anwendung des Erfindungsgedankens ist nicht  auf die gezeichneten Ausführungsbeispiele beschränkt.  Ebenso ist es für die Ausführung der Erfindung nicht  notwendig, mit Sperrzellen, Transistoren oder Elek  tronenröhren zu arbeiten. Es besteht die Möglichkeit,  auch andere elektronisch wirkende Bauelemente, z. B.       Kaltkathodenröhren,    anzuwenden. Ferner ist die Er  findung nicht auf Impulsschaltungen mit zwei sich  überlappenden Impulsen beschränkt, bei denen der  Zählimpuls nach Aufhören des ersten Achsimpulses  entsteht. Sie kann mit Erfolg auch in Anlagen ver  wendet werden, in denen z. B. der Zählimpuls erst  nach Aufhören des letzten Achsimpulses gegeben wird,  oder in denen jede Achse mehr als zwei Impulse er  zeugt.  



  Mit Hilfe der angegebenen Schaltungen können  aus Impulsfolgen zweier Geber, die beliebig zu  einander liegende Impulse erzeugen, auch nur die sich  zeitlich überlappenden Impulspaare herausgehoben  und getrennt nach Paaren mit entgegengesetzter Rei  henfolge der Impulse gezählt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Impulsschaltung für Achszählanlagen, bei der von der Fahrrichtung der Achsen abhängige Impulsfolgen in Zählimpulse umgewandelt und, der Fahrrichtung entsprechend, dem Stromweg für die Zählung zu geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass sie Gat- terschaltungen der elektronischen Schaltkreistechnik aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Impulsschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von jeder Eingangsklemme (3, 4) der Impulsschaltung eine Verbindung zu einem Ein gang eines dieser Eingangsklemme zugeordneten Ein gangsgatters (1, 2) führt, das nur dann für einen an dieser Eingangsklemme anliegenden Impuls durch lässig ist, wenn von dem Eingangsgatter der anderen Eingangsklemme keine Wirkung abgegeben wird. 2. Impulsschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass von jeder Eingangsklemme der Impulsschaltung eine Verbindung zu einem Eingang eines dieser Eingangsklemme zugeordneten Ausgangs gatters (8, 7) führt, das nur dann für einen an dieser Eingangsklemme anliegenden Impuls durchlässig, ist, wenn das Eingangsgatter der anderen Eingangsklemme von Durchgang auf Sperrung umgesteuert wird. 3.
    Impulsschaltung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Ausgangsgatter der jenigen Eingangsklemme, die bei einer einfahrenden Achse den Impuls von der Strecke her zuletzt erhält, den Einzählausgang der Impulsschaltung bildet, wo gegen das Ausgangsgatter derjenigen Eingangsklemme, die bei einer ausfahrenden Achse den Impuls von der Strecke her zuletzt erhält, den Auszählausgang der Impulsschaltung bildet. 4. Impulsschaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Eingangsgatter Koinzi denzgatter sind, und dass der Ausgang eines jeden Eingangsgatters über einen invertierenden Verstär ker (9, 10) mit einem Eingang des anderen Eingangs gatters verbunden ist. 5.
    Impulsschaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Eingangsgatter Sperr gatter sind, und dass der Ausgang eines jeden Ein gangsgatters mit dem einschränkenden Eingang des anderen Eingangsgatters verbunden ist. 6. Impulsschaltung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gatterschaltungen aus Sperr zellen und Widerständen bestehen. 7. Impulsschaltung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der invertierende Verstär ker ein Transistorverstärker ist. B. Impulsschaltung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das als Eingangsgatter die nende Koinzidenzgatter mit dem zugehörigen inver tierenden Verstärker durch eine Elektronenröhre mit vorgeschaltetem Anodenwiderstand gebildet wird. 9.
    Impulsschaltung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Anode der Elektro nenröhre, die das Eingangsgatter der einen Eingangs klemme bildet, mit dem Schirmgitter der Elektronen röhre, die das Eingangsgitter der anderen Eingangs klemmen bildet, verbunden ist. 10. Impulsschaltung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass das Steuergitter der Elek tronenröhre, die das Eingangsgatter der einen Ein gangsklemme bildet, mit der Eingangsklemme selbst und mit der Anode der Elektronenröhre, die das Eingangsgatter der anderen Eingangsklemme bildet, verbunden ist. 11.
    Impulsschaltung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Steuergitter der als Eingangsgatter dienenden Elektronenröhren ständig mit einem bestimmten Punkt eines von einer Hilfs- stromquelle gespeisten Spannungsteilers verbunden sind. 12. Impulsschaltung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass den Ausgang der Impuls schaltung bildende Koinzidenzgatter aus einem Wider stand bestehen, über den die den Gattereingängen zu fliessenden Impulse geleitet werden, und dem die Reihenschaltung eines Widerstandes mit einer in Sperrichtung vorgespannten Sperrzelle parallel liegt. 13.
    Impulsschaltung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass in der Zuführungsleitung zu einem Eingang der Ausgangsgatter ein Konden sator geschaltet ist.
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