CH348728A - Prüfanordnung für Fernmeldeanlagen - Google Patents

Prüfanordnung für Fernmeldeanlagen

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CH348728A
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Theodor Dipl Ing Mierzinsky
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Siemens Ag
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q1/00Details of selecting apparatus or arrangements
    • H04Q1/18Electrical details
    • H04Q1/20Testing circuits or apparatus; Circuits or apparatus for detecting, indicating, or signalling faults or troubles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description


      Prüfanordnung    für Fernmeldeanlagen    Die Erfindung bezieht sich auf eine Prüfanord  nung zum Prüfen von fest in Fernmeldeanlagen ein  gebauten elektrischen Bauelementen, welche Fern  meldeanlagen auch steckbare Bauelemente enthalten.  



  Fernmeldeanlagen sind zur Übertragung von  Nachrichten mit den verschiedensten Arten von elek  trischen Bauelementen, z. B. Relais, Spulen, Konden  satoren, Widerständen,     Schrittschaltwerken,    Gleich  richtern usw., ausgerüstet.  



  Es ist bekannt, einen Teil dieser Bauelemente,  die einer besonderen Wartung bedürfen, steckbar aus  zuführen. In diesem Falle wird das Bauelement auf  einer     steckerartig    ausgebildeten Grundplatte montiert  und lediglich der mit den entsprechenden Anschlüssen  ausgerüstete Sockel zu diesen Bauelementen durch  Lötverbindungen mit der Anlage verbunden. Aus  fabrikationstechnischen Gründen sind sowohl die  Sockel als auch die Grundplatten dieser Bauelemente  einheitlich ausgeführt, das heisst, sie sind alle mit einer  gleichen Anzahl gleichmässig angeordneter Kontakt  stifte bzw. Anschlüsse ausgerüstet.

   Da aber im In  teresse der einheitlichen Ausführung den maximalen  Bedürfnissen an Kontaktstiften Rechnung getragen  werden muss, besitzen viele steckbare Bauelemente  eine gewisse Anzahl     unbeschalteter    Kontaktstifte und  deren Sockel     unbeschaltete    Anschlüsse. Die     überprü-          fung    solcher steckbarer Bauelemente kann durch  Herausnehmen aus dem Sockel und Einsetzen in eine  entsprechende     Messeinrichtung    durchgeführt werden.  



  Für die Mehrzahl der in Fernmeldeanlagen ver  wendeten Bauelemente kommt eine derartige steck  bare Ausführung nicht in Frage; sie werden vielmehr  fest eingebaut und bei Herstellung der Anlage durch  Lötverbindungen fest verdrahtet. Die Überprüfung  und Wartung dieser fest eingebauten Bauelemente  wird so durchgeführt, dass die zur Prüfung benötigten       Messanschlüsse    über lose Verbindungsorgane (Kro-         kodilklemmen    und Bananenstecker) an die Messgeräte  herangeführt werden. Diese     Anschlussart    ist aber  einerseits zeitraubend und unübersichtlich und be  lastet anderseits auch das     Messergebnis    mit einer  gewissen     Messunsicherheit,    hervorgerufen durch  schlechte Kontakte.  



  Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe  zugrunde, eine Prüfanordnung zu schaffen, mit der  die zur Überprüfung eines fest eingebauten Bau  elementes erforderlichen     Messanschlüsse    in einer     mess-          technisch    sicheren und elektrisch gut leitenden Ver  bindung an die Messgeräte angeschaltet werden kön  nen.  



  Durch die Prüfanordnung gemäss der Erfindung  wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zur Ermögli  chung der Prüfung der in der Anlage fest eingebauten  elektrischen Bauelemente Anlagepunkte mit     unbe-          schalteten    Anschlüssen an den     Sockeln    zur Aufnahme  der steckbaren Bauelemente fest verbunden sind, und  dass sie eine     Messeinrichtung    aufweist, welche durch  einen in die Sockel der steckbaren elektrischen Bau  elemente     einsteckbaren        Prüfstecker    mit den zu prüfen  den, fest eingebauten Bauelementen     verbindbar    ist.  



  Auf diese Weise kann jedes in der Anlage fest ein  gebaute elektrische Bauelement, ohne bei der Her  stellung der Anlage zusätzliche     Messbuchsen    vor  sehen zu müssen, über eine Steckverbindung     mit    einer       Messeinrichtung    in einer     messsicheren    und elektrisch  gut leitenden Weise verbunden werden. Es ist lediglich  zur Durchführung der Prüfung ein steckbares Bau  element herauszuziehen und an seiner Stelle ein mit  der     Messeinrichtung    verbundener Prüfstecker einzu  setzen.  



  Es ist zwar in     mit    Röhren bestückten Schaltungen  bekannt, Betriebsprüfungen der Röhren dadurch zu  ermöglichen, dass zwischen Röhre und Sockel ein mit  Steckbuchsen versehener Prüfstecker eingesetzt wird,      aber dieser Prüfstecker gestattet es nur, die über die  beschalteten Röhrenkontakte verlaufenden Strom  kreise aufzutrennen und in diese irgendwelche     Mess-          instrumente    einzuschalten, die lediglich eine über  prüfung der an sich leicht herausnehmbaren Röhre im  Betrieb zulassen. Zusätzliche Prüfstromkreise über     un-          beschaltete    Röhrenkontakte stehen hierbei nicht zur  Verfügung.  



  Die Prüfanordnung gemäss der     Erfindung    kann  derart ausgebildet sein, dass z. B. die verschiedenen  Messungen, die zur Überprüfung eines einzigen Bau  elementes, z. B. zur Messung der     Ansprech-    und Ab  fallszeit eines Relais erforderlich sind, so durchge  führt werden können, dass in der     Messeinrichtung    eine  an einen Steckkontakt des Prüfsteckers angeschlos  sene Verbindung an den Schaltarm eines Drehschal  ters angeschaltet ist, .über den in Abhängigkeit von  seiner Schaltstellung verschiedene     Messinstrumente     an das zu prüfende Bauelement     anschaltbar    sind.  



  Ein weiterer Vorteil kann dadurch erreicht wer  den, dass diejenigen Steckkontakte der Prüfstecker,  die bei eingestecktem Prüfstecker Verbindung mit den  an die Stromquellen der Anlage angeschlossenen An  schlüssen an den Sockeln der steckbaren Bauelemente  haben, mit der     Messeinrichtung    verbunden sind. Auf  diese Weise kann erreicht werden, dass für die Prü  fung mittels der     Messeinrichtung    die Stromquellen  der Fernmeldeanlage mitbenutzt werden.  



  Zur Erläuterung der Prüfanordnung nach der  Erfindung sind nachstehend einige Beispiele aus der       Fernmeldetechnik    angeführt.  



  In der Zeichnung zeigt:       Fig.    1 eine bekannte Ausführung eines steckbaren  Telegraphenrelais mit einem entsprechenden Sockel,       Fig.    2 ein Schaltbild der Grundplatte dieses Relais,       Fig.    3 eine in     Fernschreibvermittlungsanlagen    oft  angewandte     Impulsübertragungsschaltung    mit     Mess-          anschlüssen    gemäss der Erfindung,       Fig.4    eine     Messeinrichtung    mit Prüfstecker, die  zum Prüfen von fest eingebauten Bauelementen an  diese     anschliessbar    ist,

         Fig.    5 eine bekannte     Vorwählerschaltung    mit     Mess-          anschlüssen    gemäss der Erfindung.  



  Die     Fig.    1 zeigt eine perspektivische Darstellung  eines steckbar ausgeführten Telegraphenrelais, das  aus der     Relaisschutzkappe    22, unter der die Spulen  und Ankerkontakte angeordnet sind, und der Grund  platte 23 besteht, die aus fabrikationstechnischen  Gründen für alle Arten dieser Relaistype einheitlich  mit sechzehn messerartig ausgebildeten Steckkontak  ten 1 bis<I>12, Z, A, T</I> und 13, und zwei Führungs  stiften 25 bestückt ist. Einige der Steckkontakte 1 bis  <I>12, Z, A, T</I> und 13 sind mit den unter der Schutz  kappe 22 angeordneten Spulen und Ankerkontakten  fest verbunden, so dass der Anschluss des Relais an  eine Schaltung durch Einsetzen in einen entsprechen  den, in der     Fernmeldeanlage    fest angeordneten Ein  stecksockel 26 erfolgen kann.

   Die Führungsstifte 25  dienen zur Festlegung der richtigen     Einstecklage.    Der       Einstecksockel    26 besitzt für die mechanische Befesti-         gung    drei Bohrungen 27 und entsprechend den sech  zehn Steckkontakten des Relais sechzehn Sockel  anschlüsse 1' bis<I>12', Z', A', T'</I> und 13', vorzugs  weise Lötfahnen, für die Verbindung mit der Schal  tung.  



  In der     Fig.    2 ist ein Schaltbild der Grundplatte  dieses Relais dargestellt. Die in     Fig.    1 mit 1 bis 12,  <I>Z, A, T</I> und 13 bezeichneten Steckkontakte sind,  wie das Schaltbild zeigt, in vier Zeilen zu jeweils  vier Stück angeordnet. Die mit den Zahlen 1 bis 12  und 13 bezeichneten Steckkontakte sind für den An  schluss von Relaiswicklungen (WI und     WII)    vorge  sehen. An die mit Z, A,<I>T</I> bezeichneten Steckkon  takte ist der Anker<I>A,</I> der Arbeitskontakt<I>T</I> und der  Ruhekontakt Z des Relais angeschlossen. In diesem  vorliegenden Beispiel handelt es sich um das Schalt  bild der Grundplatte eines häufig in Fernmeldeanlagen  verwendeten Relais, das mit zwei Wicklungen WI und       WII    ausgerüstet ist.

   Die Wicklung WI ist an die  Steckkontakte 1 und 4, die Wicklung     WII    an die  Steckkontakte 5 und 8 angeschlossen. Wie aus diesem  Schaltbild der Grundplatte zu ersehen ist, besitzen  also bestimmte, innerhalb einer Anlage verwendete,  steckbar ausgeführte Relaistypen eine gewisse An  zahl nicht angeschlossener Steckkontakte. Entspre  chend diesen Relaistypen sind dann an dem     Einsteck-          sockel    26 des Relais ebenfalls einige der Sockel  anschlüsse 1' bis<I>12', Z', A', T'</I> und 13' nicht     be-          schaltet.     



  In     Fig.    3 ist eine bekannte und in Fernschreib  anlagen häufig eingebaute     Impulsübertragungsschal-          tung,    deren Eingang     mit        Eg    und deren Ausgang mit       Ag    bezeichnet ist, dargestellt. Sie ist mit einem steck  baren Bauelement, nämlich dem Telegraphenrelais B,  und mehreren in der Schaltung durch Lötverbindungen  fest eingebauten Steuerrelais<I>V, W, X</I> und<I>Y</I> aus  gerüstet. Auf der rechten Seite der     Fig.3    ist das  Telegraphenrelais B schaltbildmässig dargestellt.

   Es  wird über seine mit 1 bis<I>12, Z, A, T</I> und 13 bezeich  neten Steckkontakte und die gleichlautend bezeich  neten Anschlüsse seines     Einstecksockels    mit der auf  der linken Seite der Figur dargestellten Schaltung ver  bunden.  



  Für die Wirkungsweise der     Impulsübertragungs-          schaltung    ist das Telegraphenrelais B mit zwei Wick  lungen, die an die Steckkontakte 1, 4, 5 und 8 ange  schlossen und durch Verbinden der Steckkontakte 4  und 5 in Reihe geschaltet sind, und einem Anker b  mit jeweils einem Ruhe- und einem Arbeitskontakt  Z und T ausgerüstet. Der Ruhekontakt Z, der Ar  beitskontakt<I>T</I> und der Anker<I>b</I> sind an die Steck  kontakte Z, A,<I>T</I> angeschlossen. Das Telegraphen  relais weist also sieben beschaltete und neun     unbe-          schaltete    Steckkontakte auf.

   Entsprechend der     Be-          schaltung    des Telegraphenrelais sind natürlich auch  nur sieben Sockelanschlüsse für die     Anschaltung    des  Relais ausgenützt.  



  Im Sinne der Erfindung sind einige dieser     unbe-          schalteten    Anschlüsse am Sockel für eine     Prüfung    von  fest eingebauten Bauelementen mit geeigneten Anlage-      punkten fest verbunden. Ein fest eingebautes Bauele  ment in der in     Fig.3    dargestellten     Impulsübertra-          gungsschaltung    ist beispielsweise das Relais Y. Ge  eignete Anlagepunkte, beispielsweise für eine An  sprechzeitmessung dieses Relais, sind die Punkte 20,  21 und 22.

   Die fest eingebauten     Messverbindungen     dieser Schaltpunkte mit den uribeschalteten An  schlüssen am Sockel des Telegraphenrelais B sind  in der     Fig.    3 gestrichelt eingezeichnet.  



  In der     Fig.4    ist eine     Messeinrichtung        ME    mit  ihrem Prüfstecker     PSt    dargestellt. Sie enthält ein Zeit  messgerät Z, ein     Strommessgerät    J, ein     Messeinleitungs-          relais    M, das mit den beiden Schaltern ml und m2  ausgerüstet und in dessen Erregungsstromkreis eine  den Prüfvorgang einleitende Prüftaste     Pt        angeordnet     ist, und den mit den Armen 1 und 2 versehenen Dreh  schalter     Ds.     



  Die     Messeinrichtung    ist mit dem entsprechend dem  Sockel des Telegraphenrelais ausgeführten Prüfstecker       PSt,    dessen Steckkontakte 1 bis<I>12, Z, A, T</I> und 13  auf der linken Seite der     Fig.    4 dargestellt sind, ver  sehen, von dem ein Steckkontakt an den     Arm        Ds1     und ein weiterer Steckkontakt an einen Schaltkontakt  5 des Drehschalters     Ds    angeschaltet sind. Im Rahmen  der Erfindung könnten die     einzelnen    Steckkontakte  des Prüfsteckers auch nur an die Schaltkontakte oder  nur an je einen von mehreren Armen des Drehschal  ters angeschlossen sein.  



  Auf diese Weise kann der Drehschalter zur     Anschal-          tung    von verschiedenen     Messobjekten    an -ein     Mess-          instrument    bzw. für die     Anschaltung    eines     Messobjek-          tes    an verschiedene     Messinstrumente    benutzt werden.  



  Im Rahmen der Erfindung können für die Prüfung  verschiedener fest eingebauter elektrischer Bauele  mente auch verschiedene Prüfstecker vorgesehen sein,  deren Steckkontakte zwar mechanisch gleich ange  ordnet, aber elektrisch unterschiedlich beschaltet sind.  Der Drehschalter ist bei dieser Ausführung der Prüf  stecker nicht mehr unbedingt erforderlich.  



  Die Wirkungsweise der in     Fig.    3 und 4 darge  stellten Schaltung wird anhand einer Ansprechzeit  messung des in     Fig.3    dargestellten Steuerrelais Y  beschrieben. Die Schaltvorgänge verlaufen im ein  zelnen wie folgt:  Das in     Fig.3    dargestellte, steckbar ausgeführte  Telegraphenrelais B wird herausgezogen und an seiner  Stelle der Prüfstecker     PSt    eingeführt, der zu der in       Fig.    4 dargestellten     Messeinrichtung        ME    gehört.  



  Zu einer     Relais-Ansprechzeitmessung    des Relais  Y ist der in     Fig.    4 dargestellte Drehschalter     Ds    auf  die Stellung 1 einzustellen. Damit ist der Anschluss des       Messobjektes    y mit der     Messeinrichtung    vollendet.  



  Zu Beginn der Messung wird die     Prüftaste        Pt          (Fig.4)    gedrückt, und das     Messrelais    M spricht an       (+   <I>TB,</I> Steckkontakt<I>T, M,</I>     Pt,    Steckkontakt Z,  <I>-TB).</I> Der Schalter ml schliesst den Erregungsstrom  kreis des zu prüfenden Steuerrelais<I>Y (-TB, Y,</I>       Messpunkt    20, Steckkontakt 2, Schaltarm     Dsl    in Stel  lung 1, ml, Schaltarm     Ds2    in Stellung 1, Steckkon  takt 13, Anlagepunkt 21, Erde).

      Gleichzeitig mit Beginn der Erregung des Relais Y  schliesst der Schalter m2 einen     Messstromkreis    für das       Zeitmessgerät    Z, das in sich eine Stromquelle enthält  (Anlagepunkt 21, Steckkontakt 13, Messgerät Z mit  Stromquelle, m2, Steckkontakt 6, Anlagepunkt 22, y1,  Schaltpunkt 21). Das Messgerät Z registriert den Be  ginn der Messung und zählt fortlaufend in Zeitein  heiten weiter. Sobald das Relais Y angesprochen hat,       öffnet    sein Schalter     y1    den oben beschriebenen     Mess-          kreis    und stoppt dadurch die Messung.

   Die Ansprech  zeit des Relais Y kann in bekannter Weise am     Mess-          instrument    abgelesen werden. Die Messung ist be  endet. Nun wird der Prüfstecker herausgezogen und  das Telegraphenrelais B wieder eingesetzt.  



  In     Fig.5    ist eine bekannte     Vorwählerschaltung     dargestellt. Die Wirkungsweise der Schaltung ist im  einzelnen folgende: Wünscht der     Teilnehmer        Tn    einen  Anruf, so schliesst er mittels der Anruftaste     AT    die  Wicklung I des     Schauzeichenrelais        Sz    kurz und er  höht dadurch den durch die     Teilnehmerschleife    flie  ssenden Strom auf die     Ansprechstromstärke    des Relais  <I>R (-TB, r2, b</I> in Lage Z, 12,     SzII,        AT,   <I>EM, SK,<B>11,</B></I>  Wicklung I des Relais R,     +   <I>TB)

  .</I>  



  In diesem Stromkreis spricht das Relais R an und  öffnet mit dem Schalter r2 einen Kurzschluss der  Wicklung     II    des Relais A. Dadurch wird das Relais A  trennseitig erregt und öffnet mittels seines Ankers a  den Kurzschluss der Wicklung     II    des Relais R.

   Da  bei Ansprechen des Relais R der Schalter     r1    die  Wicklung I dieses Relais kurzschliesst, hält sich das  Relais R weiterhin über seine Wicklung     II    erregt  <I>(- TB,</I> Wicklung     1I    des Relais R, Anker     a    in Trenn  lage<I>T,</I>     -f-   <I>TB).</I> Bei Ansprechen des Relais R schliesst  der Schalter r3 einen Stromkreis für den Drehmagne  ten<I>D</I> des     Vorwählers    (Erde, Wählerarm<I>d4</I> in Stel  lung 0,<I>r3, D,</I>     Ru,   <I>-WB).</I> Der     Vorwähler    beginnt  zu laufen und sucht in bekannter Weise einen freien  Gruppenwähler     GW.     



  Wie aus dieser Beschreibung der Schaltung her  vorgeht, ist eine     Ansprechzeitmessung    eines Relais  ohne eingestecktes Telegraphenrelais in einfacher  Weise nicht     durchzuführen.    Diese Schwierigkeiten  können aber dadurch beseitigt werden, dass als Prüf  stecker der     Messeinrichtung    ein solcher vorgesehen ist,  welcher als Zwischenstecker für das Telegraphen  relais ausgebildet ist. In diesem Fall besitzt er noch  einen Aufsatz, der so wie der in der Anlage fest ein  gebaute Sockel ausgebildet ist und in den das Relais  eingesteckt werden kann. Auf diese Weise ist es z. B.

         möglich,    ein     Messobjekt    an die uribeschalteten Kon  takte des Telegraphenrelais anzuschalten und diese  uribeschalteten Kontakte     mit    einer     Messeinrichtung    zu  verbinden, gleichzeitig aber das Telegraphenrelais in  der Schaltung zu belassen. Eine solche Messung wird       anhand    der     Fig.    5 im folgenden beschrieben:  Wie bereits in     Fig.    3 eingehend beschrieben, sind  auch in der     Fig.    5 für eine     Ansprechzeitmessung    des  Relais R geeignete     Messpunkte    30, 31, 32 und 33 an  die uribeschalteten Kontakte 2, 3, 6 und 13, z.

   B. des  Sockels vom Telegraphenrelais B, angeschlossen. Zu      Beginn der Messung wird     zunächst    das Telegraphen  relais B herausgezogen, an seiner Stelle der jetzt als  Zwischenstecker ausgebildete Prüfstecker der     Mess-          einrichtung        ME    eingesetzt und auf diesen Zwischen  stecker das Telegraphenrelais B wiederum einge  steckt. Für eine     Ansprechzeitmessung    des Relais R  ist der Drehschalter     Ds    der     Messeinrichtung    nach       Fig.    4 auf die Stellung 5 einzustellen.

   Damit ist die       Messeinrichtung    wiederum mit dem     Messobjekt    R ver  bunden, und die Messung kann beginnen. Drückt der  Messende die Prüftaste     Pt,    so     spricht    wiederum, wie  bereits beschrieben, das     Messrelais    M an und schliesst  mit seinem Schalter ml den Erregungsstromkreis für  das Relais R über Wicklung I, und zwar     +   <I>TB,</I>  Wicklung I des Relais R, Anlagepunkt 30, Steckkon  takt 2, Schaltarm     Dsl    in Stellung 5,     RN,    m1, Schalt  arm     Ds2    in Stellung 5,     Strommessgerät    J, Steckkon  takt 3, Anlagepunkt 31, Anker b in Lage Z, r2,

    <I>-TB.</I>  



  Durch den regelbaren     Nachbildwiderstand        RN     und das     Strommessgerät    J in diesem Stromkreis ist  es ermöglicht, vor der eigentlichen Ansprechzeit  messung den     Ansprechstrom    des Relais R     in    seiner  Stärke dem Strom anzugleichen, den     ein    Teilnehmer  durch Drücken der Anruftaste     AT    bewirkt.

   Gleich  zeitig mit dem Schliessen des vorbereiteten Erregungs  stromkreises durch den Schalter ml schliesst der Schal  ter m2 den     Messstromkreis    für das     Zeitmessgerät    Z,  das in sich eine Stromquelle enthält (Anlagepunkt 33,  Steckkontakt 13,     Zeitmessgerät    Z, Schalter m2, Steck  kontakt 6, Anlagepunkt 32, r3, Wählerarm d4 in  Stellung 0, Anlagepunkt 33). Das     Zeitmessgerät    läuft  an und registriert, wie bereits beschrieben, den Beginn  der Messung. Sobald das Relais R anspricht, öffnet  Schalter r3 diesen     Messstromkreis    und unterbricht  damit die Zeitmessung.

   Die gemessene Zeit zwischen  Beginn der Messung und Auftrennen des     Messstrom-          kreises    kann in bekannter Weise am     Zeitmessgerät     abgelesen werden. Damit ist die Messung der An  sprechzeit des Relais R in einer     Vorwählerschaltung     ebenfalls beendet.  



  Die     vorliegende    Erfindung ist nicht allein auf; wie  in den Ausführungsbeispielen angeführt,     Fernschreib-          vermittlungsanlagen    anwendbar, sondern kann in jeder  Fernmeldeanlage, die mit steckbaren Bauelementen  oder Baugruppen und fest eingebauten Bauelementen  ausgerüstet ist, angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Prüfanordnung zum Prüfen von fest in Fernmelde anlagen eingebauten elektrischen Bauelementen, wel che Fernmeldeanlagen auch steckbare Bauelemente enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass zur Er möglichung der Prüfung der in der Anlage fest ein gebauten elektrischen Bauelemente Anlagepunkte mit unbeschalteten Anschlüssen an den Sockeln zur Auf nahme der steckbaren Bauelemente fest verbunden sind, und dass sie eine Messeinrichtung aufweist, wel che durch einen in die Sockel der steckbaren elek trischen Bauelemente einsteckbaren Prüfstecker mit den zu prüfenden, fest eingebauten Bauelementen verbindbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Prüfanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Messeinrichtung eine an einen Steckkontakt des Prüfsteckers angeschlossene Verbindung an den Schaltarm eines Drehschalters (Ds) angeschaltet ist, über den in Abhängigkeit von seiner Schaltstellung verschiedene Messinstrumente an das zu prüfende Bauelement anschaltbar sind. 2.
    Prüfanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Messeinrichtung einzelne an die Steckkontakte des Prüfsteckers führende Ver bindungen jeweils an die Bankkontakte eines Dreh schalters (Ds) angeschaltet sind, über den in Abhän gigkeit von dessen Schaltstellung verschiedene Mess- objekte an das Messinstrument anschaltbar sind. 3. Prüfanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Prüfung verschiedener fest eingebauter elektrischer Bauelemente verschie dene Prüfstecker vorgesehen sind, deren Steckkon takte zwar mechanisch gleich ausgebildet, aber elek trisch unterschiedlich beschaltet sind.
    4. Prüfanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass diejenigen Steckkontakte der Prüfstecker, die bei eingestecktem Prüfstecker Ver bindung mit den an die Stromquellen der Anlage angeschlossenen Anschlüssen an den Sockeln der steckbaren Bauelemente haben, mit der Messeinrich- tung verbunden sind. 5. Prüfanordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Prüfstecker als Zwischenstecker ausgebildet und mit einem Sockel zum Einstecken des Relais ausgerüstet sind.
CH348728D 1955-06-24 1956-03-16 Prüfanordnung für Fernmeldeanlagen CH348728A (de)

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DES44473A DE959199C (de) 1955-06-24 1955-06-24 Pruefanordnung zum Pruefen von fest eingebauten elektrischen Bauelementen in Fernmeldeanlagen

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