Prüfanordnung für Fernmeldeanlagen Die Erfindung bezieht sich auf eine Prüfanord nung zum Prüfen von fest in Fernmeldeanlagen ein gebauten elektrischen Bauelementen, welche Fern meldeanlagen auch steckbare Bauelemente enthalten.
Fernmeldeanlagen sind zur Übertragung von Nachrichten mit den verschiedensten Arten von elek trischen Bauelementen, z. B. Relais, Spulen, Konden satoren, Widerständen, Schrittschaltwerken, Gleich richtern usw., ausgerüstet.
Es ist bekannt, einen Teil dieser Bauelemente, die einer besonderen Wartung bedürfen, steckbar aus zuführen. In diesem Falle wird das Bauelement auf einer steckerartig ausgebildeten Grundplatte montiert und lediglich der mit den entsprechenden Anschlüssen ausgerüstete Sockel zu diesen Bauelementen durch Lötverbindungen mit der Anlage verbunden. Aus fabrikationstechnischen Gründen sind sowohl die Sockel als auch die Grundplatten dieser Bauelemente einheitlich ausgeführt, das heisst, sie sind alle mit einer gleichen Anzahl gleichmässig angeordneter Kontakt stifte bzw. Anschlüsse ausgerüstet.
Da aber im In teresse der einheitlichen Ausführung den maximalen Bedürfnissen an Kontaktstiften Rechnung getragen werden muss, besitzen viele steckbare Bauelemente eine gewisse Anzahl unbeschalteter Kontaktstifte und deren Sockel unbeschaltete Anschlüsse. Die überprü- fung solcher steckbarer Bauelemente kann durch Herausnehmen aus dem Sockel und Einsetzen in eine entsprechende Messeinrichtung durchgeführt werden.
Für die Mehrzahl der in Fernmeldeanlagen ver wendeten Bauelemente kommt eine derartige steck bare Ausführung nicht in Frage; sie werden vielmehr fest eingebaut und bei Herstellung der Anlage durch Lötverbindungen fest verdrahtet. Die Überprüfung und Wartung dieser fest eingebauten Bauelemente wird so durchgeführt, dass die zur Prüfung benötigten Messanschlüsse über lose Verbindungsorgane (Kro- kodilklemmen und Bananenstecker) an die Messgeräte herangeführt werden. Diese Anschlussart ist aber einerseits zeitraubend und unübersichtlich und be lastet anderseits auch das Messergebnis mit einer gewissen Messunsicherheit, hervorgerufen durch schlechte Kontakte.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Prüfanordnung zu schaffen, mit der die zur Überprüfung eines fest eingebauten Bau elementes erforderlichen Messanschlüsse in einer mess- technisch sicheren und elektrisch gut leitenden Ver bindung an die Messgeräte angeschaltet werden kön nen.
Durch die Prüfanordnung gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zur Ermögli chung der Prüfung der in der Anlage fest eingebauten elektrischen Bauelemente Anlagepunkte mit unbe- schalteten Anschlüssen an den Sockeln zur Aufnahme der steckbaren Bauelemente fest verbunden sind, und dass sie eine Messeinrichtung aufweist, welche durch einen in die Sockel der steckbaren elektrischen Bau elemente einsteckbaren Prüfstecker mit den zu prüfen den, fest eingebauten Bauelementen verbindbar ist.
Auf diese Weise kann jedes in der Anlage fest ein gebaute elektrische Bauelement, ohne bei der Her stellung der Anlage zusätzliche Messbuchsen vor sehen zu müssen, über eine Steckverbindung mit einer Messeinrichtung in einer messsicheren und elektrisch gut leitenden Weise verbunden werden. Es ist lediglich zur Durchführung der Prüfung ein steckbares Bau element herauszuziehen und an seiner Stelle ein mit der Messeinrichtung verbundener Prüfstecker einzu setzen.
Es ist zwar in mit Röhren bestückten Schaltungen bekannt, Betriebsprüfungen der Röhren dadurch zu ermöglichen, dass zwischen Röhre und Sockel ein mit Steckbuchsen versehener Prüfstecker eingesetzt wird, aber dieser Prüfstecker gestattet es nur, die über die beschalteten Röhrenkontakte verlaufenden Strom kreise aufzutrennen und in diese irgendwelche Mess- instrumente einzuschalten, die lediglich eine über prüfung der an sich leicht herausnehmbaren Röhre im Betrieb zulassen. Zusätzliche Prüfstromkreise über un- beschaltete Röhrenkontakte stehen hierbei nicht zur Verfügung.
Die Prüfanordnung gemäss der Erfindung kann derart ausgebildet sein, dass z. B. die verschiedenen Messungen, die zur Überprüfung eines einzigen Bau elementes, z. B. zur Messung der Ansprech- und Ab fallszeit eines Relais erforderlich sind, so durchge führt werden können, dass in der Messeinrichtung eine an einen Steckkontakt des Prüfsteckers angeschlos sene Verbindung an den Schaltarm eines Drehschal ters angeschaltet ist, .über den in Abhängigkeit von seiner Schaltstellung verschiedene Messinstrumente an das zu prüfende Bauelement anschaltbar sind.
Ein weiterer Vorteil kann dadurch erreicht wer den, dass diejenigen Steckkontakte der Prüfstecker, die bei eingestecktem Prüfstecker Verbindung mit den an die Stromquellen der Anlage angeschlossenen An schlüssen an den Sockeln der steckbaren Bauelemente haben, mit der Messeinrichtung verbunden sind. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass für die Prü fung mittels der Messeinrichtung die Stromquellen der Fernmeldeanlage mitbenutzt werden.
Zur Erläuterung der Prüfanordnung nach der Erfindung sind nachstehend einige Beispiele aus der Fernmeldetechnik angeführt.
In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 eine bekannte Ausführung eines steckbaren Telegraphenrelais mit einem entsprechenden Sockel, Fig. 2 ein Schaltbild der Grundplatte dieses Relais, Fig. 3 eine in Fernschreibvermittlungsanlagen oft angewandte Impulsübertragungsschaltung mit Mess- anschlüssen gemäss der Erfindung, Fig.4 eine Messeinrichtung mit Prüfstecker, die zum Prüfen von fest eingebauten Bauelementen an diese anschliessbar ist,
Fig. 5 eine bekannte Vorwählerschaltung mit Mess- anschlüssen gemäss der Erfindung.
Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines steckbar ausgeführten Telegraphenrelais, das aus der Relaisschutzkappe 22, unter der die Spulen und Ankerkontakte angeordnet sind, und der Grund platte 23 besteht, die aus fabrikationstechnischen Gründen für alle Arten dieser Relaistype einheitlich mit sechzehn messerartig ausgebildeten Steckkontak ten 1 bis<I>12, Z, A, T</I> und 13, und zwei Führungs stiften 25 bestückt ist. Einige der Steckkontakte 1 bis <I>12, Z, A, T</I> und 13 sind mit den unter der Schutz kappe 22 angeordneten Spulen und Ankerkontakten fest verbunden, so dass der Anschluss des Relais an eine Schaltung durch Einsetzen in einen entsprechen den, in der Fernmeldeanlage fest angeordneten Ein stecksockel 26 erfolgen kann.
Die Führungsstifte 25 dienen zur Festlegung der richtigen Einstecklage. Der Einstecksockel 26 besitzt für die mechanische Befesti- gung drei Bohrungen 27 und entsprechend den sech zehn Steckkontakten des Relais sechzehn Sockel anschlüsse 1' bis<I>12', Z', A', T'</I> und 13', vorzugs weise Lötfahnen, für die Verbindung mit der Schal tung.
In der Fig. 2 ist ein Schaltbild der Grundplatte dieses Relais dargestellt. Die in Fig. 1 mit 1 bis 12, <I>Z, A, T</I> und 13 bezeichneten Steckkontakte sind, wie das Schaltbild zeigt, in vier Zeilen zu jeweils vier Stück angeordnet. Die mit den Zahlen 1 bis 12 und 13 bezeichneten Steckkontakte sind für den An schluss von Relaiswicklungen (WI und WII) vorge sehen. An die mit Z, A,<I>T</I> bezeichneten Steckkon takte ist der Anker<I>A,</I> der Arbeitskontakt<I>T</I> und der Ruhekontakt Z des Relais angeschlossen. In diesem vorliegenden Beispiel handelt es sich um das Schalt bild der Grundplatte eines häufig in Fernmeldeanlagen verwendeten Relais, das mit zwei Wicklungen WI und WII ausgerüstet ist.
Die Wicklung WI ist an die Steckkontakte 1 und 4, die Wicklung WII an die Steckkontakte 5 und 8 angeschlossen. Wie aus diesem Schaltbild der Grundplatte zu ersehen ist, besitzen also bestimmte, innerhalb einer Anlage verwendete, steckbar ausgeführte Relaistypen eine gewisse An zahl nicht angeschlossener Steckkontakte. Entspre chend diesen Relaistypen sind dann an dem Einsteck- sockel 26 des Relais ebenfalls einige der Sockel anschlüsse 1' bis<I>12', Z', A', T'</I> und 13' nicht be- schaltet.
In Fig. 3 ist eine bekannte und in Fernschreib anlagen häufig eingebaute Impulsübertragungsschal- tung, deren Eingang mit Eg und deren Ausgang mit Ag bezeichnet ist, dargestellt. Sie ist mit einem steck baren Bauelement, nämlich dem Telegraphenrelais B, und mehreren in der Schaltung durch Lötverbindungen fest eingebauten Steuerrelais<I>V, W, X</I> und<I>Y</I> aus gerüstet. Auf der rechten Seite der Fig.3 ist das Telegraphenrelais B schaltbildmässig dargestellt.
Es wird über seine mit 1 bis<I>12, Z, A, T</I> und 13 bezeich neten Steckkontakte und die gleichlautend bezeich neten Anschlüsse seines Einstecksockels mit der auf der linken Seite der Figur dargestellten Schaltung ver bunden.
Für die Wirkungsweise der Impulsübertragungs- schaltung ist das Telegraphenrelais B mit zwei Wick lungen, die an die Steckkontakte 1, 4, 5 und 8 ange schlossen und durch Verbinden der Steckkontakte 4 und 5 in Reihe geschaltet sind, und einem Anker b mit jeweils einem Ruhe- und einem Arbeitskontakt Z und T ausgerüstet. Der Ruhekontakt Z, der Ar beitskontakt<I>T</I> und der Anker<I>b</I> sind an die Steck kontakte Z, A,<I>T</I> angeschlossen. Das Telegraphen relais weist also sieben beschaltete und neun unbe- schaltete Steckkontakte auf.
Entsprechend der Be- schaltung des Telegraphenrelais sind natürlich auch nur sieben Sockelanschlüsse für die Anschaltung des Relais ausgenützt.
Im Sinne der Erfindung sind einige dieser unbe- schalteten Anschlüsse am Sockel für eine Prüfung von fest eingebauten Bauelementen mit geeigneten Anlage- punkten fest verbunden. Ein fest eingebautes Bauele ment in der in Fig.3 dargestellten Impulsübertra- gungsschaltung ist beispielsweise das Relais Y. Ge eignete Anlagepunkte, beispielsweise für eine An sprechzeitmessung dieses Relais, sind die Punkte 20, 21 und 22.
Die fest eingebauten Messverbindungen dieser Schaltpunkte mit den uribeschalteten An schlüssen am Sockel des Telegraphenrelais B sind in der Fig. 3 gestrichelt eingezeichnet.
In der Fig.4 ist eine Messeinrichtung ME mit ihrem Prüfstecker PSt dargestellt. Sie enthält ein Zeit messgerät Z, ein Strommessgerät J, ein Messeinleitungs- relais M, das mit den beiden Schaltern ml und m2 ausgerüstet und in dessen Erregungsstromkreis eine den Prüfvorgang einleitende Prüftaste Pt angeordnet ist, und den mit den Armen 1 und 2 versehenen Dreh schalter Ds.
Die Messeinrichtung ist mit dem entsprechend dem Sockel des Telegraphenrelais ausgeführten Prüfstecker PSt, dessen Steckkontakte 1 bis<I>12, Z, A, T</I> und 13 auf der linken Seite der Fig. 4 dargestellt sind, ver sehen, von dem ein Steckkontakt an den Arm Ds1 und ein weiterer Steckkontakt an einen Schaltkontakt 5 des Drehschalters Ds angeschaltet sind. Im Rahmen der Erfindung könnten die einzelnen Steckkontakte des Prüfsteckers auch nur an die Schaltkontakte oder nur an je einen von mehreren Armen des Drehschal ters angeschlossen sein.
Auf diese Weise kann der Drehschalter zur Anschal- tung von verschiedenen Messobjekten an -ein Mess- instrument bzw. für die Anschaltung eines Messobjek- tes an verschiedene Messinstrumente benutzt werden.
Im Rahmen der Erfindung können für die Prüfung verschiedener fest eingebauter elektrischer Bauele mente auch verschiedene Prüfstecker vorgesehen sein, deren Steckkontakte zwar mechanisch gleich ange ordnet, aber elektrisch unterschiedlich beschaltet sind. Der Drehschalter ist bei dieser Ausführung der Prüf stecker nicht mehr unbedingt erforderlich.
Die Wirkungsweise der in Fig. 3 und 4 darge stellten Schaltung wird anhand einer Ansprechzeit messung des in Fig.3 dargestellten Steuerrelais Y beschrieben. Die Schaltvorgänge verlaufen im ein zelnen wie folgt: Das in Fig.3 dargestellte, steckbar ausgeführte Telegraphenrelais B wird herausgezogen und an seiner Stelle der Prüfstecker PSt eingeführt, der zu der in Fig. 4 dargestellten Messeinrichtung ME gehört.
Zu einer Relais-Ansprechzeitmessung des Relais Y ist der in Fig. 4 dargestellte Drehschalter Ds auf die Stellung 1 einzustellen. Damit ist der Anschluss des Messobjektes y mit der Messeinrichtung vollendet.
Zu Beginn der Messung wird die Prüftaste Pt (Fig.4) gedrückt, und das Messrelais M spricht an (+ <I>TB,</I> Steckkontakt<I>T, M,</I> Pt, Steckkontakt Z, <I>-TB).</I> Der Schalter ml schliesst den Erregungsstrom kreis des zu prüfenden Steuerrelais<I>Y (-TB, Y,</I> Messpunkt 20, Steckkontakt 2, Schaltarm Dsl in Stel lung 1, ml, Schaltarm Ds2 in Stellung 1, Steckkon takt 13, Anlagepunkt 21, Erde).
Gleichzeitig mit Beginn der Erregung des Relais Y schliesst der Schalter m2 einen Messstromkreis für das Zeitmessgerät Z, das in sich eine Stromquelle enthält (Anlagepunkt 21, Steckkontakt 13, Messgerät Z mit Stromquelle, m2, Steckkontakt 6, Anlagepunkt 22, y1, Schaltpunkt 21). Das Messgerät Z registriert den Be ginn der Messung und zählt fortlaufend in Zeitein heiten weiter. Sobald das Relais Y angesprochen hat, öffnet sein Schalter y1 den oben beschriebenen Mess- kreis und stoppt dadurch die Messung.
Die Ansprech zeit des Relais Y kann in bekannter Weise am Mess- instrument abgelesen werden. Die Messung ist be endet. Nun wird der Prüfstecker herausgezogen und das Telegraphenrelais B wieder eingesetzt.
In Fig.5 ist eine bekannte Vorwählerschaltung dargestellt. Die Wirkungsweise der Schaltung ist im einzelnen folgende: Wünscht der Teilnehmer Tn einen Anruf, so schliesst er mittels der Anruftaste AT die Wicklung I des Schauzeichenrelais Sz kurz und er höht dadurch den durch die Teilnehmerschleife flie ssenden Strom auf die Ansprechstromstärke des Relais <I>R (-TB, r2, b</I> in Lage Z, 12, SzII, AT, <I>EM, SK,<B>11,</B></I> Wicklung I des Relais R, + <I>TB)
.</I>
In diesem Stromkreis spricht das Relais R an und öffnet mit dem Schalter r2 einen Kurzschluss der Wicklung II des Relais A. Dadurch wird das Relais A trennseitig erregt und öffnet mittels seines Ankers a den Kurzschluss der Wicklung II des Relais R.
Da bei Ansprechen des Relais R der Schalter r1 die Wicklung I dieses Relais kurzschliesst, hält sich das Relais R weiterhin über seine Wicklung II erregt <I>(- TB,</I> Wicklung 1I des Relais R, Anker a in Trenn lage<I>T,</I> -f- <I>TB).</I> Bei Ansprechen des Relais R schliesst der Schalter r3 einen Stromkreis für den Drehmagne ten<I>D</I> des Vorwählers (Erde, Wählerarm<I>d4</I> in Stel lung 0,<I>r3, D,</I> Ru, <I>-WB).</I> Der Vorwähler beginnt zu laufen und sucht in bekannter Weise einen freien Gruppenwähler GW.
Wie aus dieser Beschreibung der Schaltung her vorgeht, ist eine Ansprechzeitmessung eines Relais ohne eingestecktes Telegraphenrelais in einfacher Weise nicht durchzuführen. Diese Schwierigkeiten können aber dadurch beseitigt werden, dass als Prüf stecker der Messeinrichtung ein solcher vorgesehen ist, welcher als Zwischenstecker für das Telegraphen relais ausgebildet ist. In diesem Fall besitzt er noch einen Aufsatz, der so wie der in der Anlage fest ein gebaute Sockel ausgebildet ist und in den das Relais eingesteckt werden kann. Auf diese Weise ist es z. B.
möglich, ein Messobjekt an die uribeschalteten Kon takte des Telegraphenrelais anzuschalten und diese uribeschalteten Kontakte mit einer Messeinrichtung zu verbinden, gleichzeitig aber das Telegraphenrelais in der Schaltung zu belassen. Eine solche Messung wird anhand der Fig. 5 im folgenden beschrieben: Wie bereits in Fig. 3 eingehend beschrieben, sind auch in der Fig. 5 für eine Ansprechzeitmessung des Relais R geeignete Messpunkte 30, 31, 32 und 33 an die uribeschalteten Kontakte 2, 3, 6 und 13, z.
B. des Sockels vom Telegraphenrelais B, angeschlossen. Zu Beginn der Messung wird zunächst das Telegraphen relais B herausgezogen, an seiner Stelle der jetzt als Zwischenstecker ausgebildete Prüfstecker der Mess- einrichtung ME eingesetzt und auf diesen Zwischen stecker das Telegraphenrelais B wiederum einge steckt. Für eine Ansprechzeitmessung des Relais R ist der Drehschalter Ds der Messeinrichtung nach Fig. 4 auf die Stellung 5 einzustellen.
Damit ist die Messeinrichtung wiederum mit dem Messobjekt R ver bunden, und die Messung kann beginnen. Drückt der Messende die Prüftaste Pt, so spricht wiederum, wie bereits beschrieben, das Messrelais M an und schliesst mit seinem Schalter ml den Erregungsstromkreis für das Relais R über Wicklung I, und zwar + <I>TB,</I> Wicklung I des Relais R, Anlagepunkt 30, Steckkon takt 2, Schaltarm Dsl in Stellung 5, RN, m1, Schalt arm Ds2 in Stellung 5, Strommessgerät J, Steckkon takt 3, Anlagepunkt 31, Anker b in Lage Z, r2,
<I>-TB.</I>
Durch den regelbaren Nachbildwiderstand RN und das Strommessgerät J in diesem Stromkreis ist es ermöglicht, vor der eigentlichen Ansprechzeit messung den Ansprechstrom des Relais R in seiner Stärke dem Strom anzugleichen, den ein Teilnehmer durch Drücken der Anruftaste AT bewirkt.
Gleich zeitig mit dem Schliessen des vorbereiteten Erregungs stromkreises durch den Schalter ml schliesst der Schal ter m2 den Messstromkreis für das Zeitmessgerät Z, das in sich eine Stromquelle enthält (Anlagepunkt 33, Steckkontakt 13, Zeitmessgerät Z, Schalter m2, Steck kontakt 6, Anlagepunkt 32, r3, Wählerarm d4 in Stellung 0, Anlagepunkt 33). Das Zeitmessgerät läuft an und registriert, wie bereits beschrieben, den Beginn der Messung. Sobald das Relais R anspricht, öffnet Schalter r3 diesen Messstromkreis und unterbricht damit die Zeitmessung.
Die gemessene Zeit zwischen Beginn der Messung und Auftrennen des Messstrom- kreises kann in bekannter Weise am Zeitmessgerät abgelesen werden. Damit ist die Messung der An sprechzeit des Relais R in einer Vorwählerschaltung ebenfalls beendet.
Die vorliegende Erfindung ist nicht allein auf; wie in den Ausführungsbeispielen angeführt, Fernschreib- vermittlungsanlagen anwendbar, sondern kann in jeder Fernmeldeanlage, die mit steckbaren Bauelementen oder Baugruppen und fest eingebauten Bauelementen ausgerüstet ist, angewendet werden.