DE959199C - Pruefanordnung zum Pruefen von fest eingebauten elektrischen Bauelementen in Fernmeldeanlagen - Google Patents
Pruefanordnung zum Pruefen von fest eingebauten elektrischen Bauelementen in FernmeldeanlagenInfo
- Publication number
- DE959199C DE959199C DES44473A DES0044473A DE959199C DE 959199 C DE959199 C DE 959199C DE S44473 A DES44473 A DE S44473A DE S0044473 A DES0044473 A DE S0044473A DE 959199 C DE959199 C DE 959199C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- plug
- test
- components
- relay
- permanently installed
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000012360 testing method Methods 0.000 title claims description 47
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 21
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 12
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 6
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 5
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 230000000977 initiatory effect Effects 0.000 description 2
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 2
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 2
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 241000270728 Alligator Species 0.000 description 1
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 1
- 240000005561 Musa balbisiana Species 0.000 description 1
- 235000018290 Musa x paradisiaca Nutrition 0.000 description 1
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 1
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 1
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 238000007689 inspection Methods 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 238000012552 review Methods 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 238000005476 soldering Methods 0.000 description 1
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
- H04Q1/00—Details of selecting apparatus or arrangements
- H04Q1/18—Electrical details
- H04Q1/20—Testing circuits or apparatus; Circuits or apparatus for detecting, indicating, or signalling faults or troubles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Prüfanordnung zum Prüfen von fest eingebauten elektrischen
Bauelementen in solchen Fernmeldeanlagen, in denen auch steckbare Bauelemente vorgesehen sind
und bei denen an den Sockeln dieser steckbaren Bauelemente nicht alle Anschlüsse beschaltet sind.
Fernmeldeanlagen sind zur Übertragung von Nachrichten mit den verschiedensten Arten von
elektrischen Bauelementen, zum Beispiel Relais, Spulen, Kondensatoren, Widerständen, Scfcrittschaltwerken,
Gleichrichtern usw., ausgerüstet.
Es ist bekannt, einen Teil dieser Bauelemente, die einer besonderen Wartung bedürfen, steckbar
auszuführen. In diesem Falle wird das Bauelement auf einer steckerartig ausgebildeten Grundplatte
montiert und lediglich der mit den entsprechenden Anschlüssen ausgerüstete Sockel durch Lötverbindungen
mit der Anlage verbunden. Aus fabrikationstechnischen Gründen sind sowohl die Sockel als
auch die Grundplatten dieser Bauelemente einheitlieh ausgeführt, d. h., sie sind alle mit einer
gleichen Anzahl gleichmäßig angeordneter Kontaktstifte bzw. Sockelanschlüsse ausgerüstet. Da aber
im Interesse der einheitlichen Ausführung den maximalen Bedürfnissen an Kontaktstiften, Rechnung
getragen werden muß, besitzen viele steckbare Bauelemente eine gewisse Anzahl unbeschalteter
Kontaktstifte und deren Sockel unbeschaltete An-
Schlüsse. Die Überprüfung solcher steckbarer Bauelemente kann durch Herausnehmen aus dein Sockel
und Einsetzen in eine entsprechende Meßeinrichtung durchgeführt werden.
S Für die Mehrzahl der in Fernmeldeanlagen verwendeten Bauelemente kommt eine derartige steckbare
Ausführung nicht in Frage; sie werden vielmehr fest eingebaut und bei Herstellung der Anlage
durch Lötverbindungen fest verdrahtet. Die
ίο - Überprüfung und Wartung dieser fest eingebauten
Bauelemente wird so durchgeführt, daß die zur Prüfung benötigten Meßanschlüsse über lose Steckverbindungen
(Krokodilklemmen und Bananenstecker) an die Meßgeräte herangeführt werden.
Diese Anschlußart ist aber einerseits zeitraubend und unübersichtlich und belastet andrerseits auch
das Meßergebnis mit einer gewissen Meßunsicherheit, hervorgerufen durch schlechte Kontakte.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde,
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde,
ao eine Prüfanordnung zu schaffen, mit der die zur Überprüfung von fest eingebauten Bauelementen
erforderlichen Meßanschlüsse in einer meßtechnisch sicheren und elektrisch gut leitenden Verbindung
an die Meßgeräte angeschaltet werden können.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß Schaltpunkte, die ein Prüfen der
fest eingebauten elektrischen Bauelemente ermöglichen, mit sonst unbeschaltet bleibenden Sockelanschlüssen
steckbarer Bauelemente fest verbunden sindl, sod(aß durch einenden-steckbaren Bauelementen
entsprechenden Prüfstecker eine Prüfeinrichtung an die fest eingebauten Bauelemente' anschattbar ist.
Auf diese Weise kann jedes in der Anlage fest
eingebaute elektrische Bauelement, ohne daß bei der Herstellung der Anlage zusätzliche Meßbuchsen
vorgesehen werden müssen, über eine Steckverbindung mit einer Meßeinrichtung in einer meßsicheren
und elektrisch gut leitenden Weise verbunden werden. Es ist lediglich zur Durchführung der Prüfung
ein steckbares Bauelement herauszuziehen und an seiner Stelle ein mit der Meßeinrichtung verbundener
Prüfstecker einzusetzen.
Es ist zwar in mit Röhren bestückten Schaltungen bekannt, Betriebsprüfungen der Röhren dadurch
zu ermöglichen, daß zwischen Röhre und Sockel ein mit Steckbuchsen versehener Prüfstecker
eingesetzt wird; aber dieser Prüf stecker gestattet es nur, die über die beschalteten Röhrenkontakte
verlaufenden Stromkreise aufzutrennen und in diese irgendwelche Meßinstrumente einzuschalten,
die lediglich eine Überprüfung der an sich leicht herausnehmbaren Röhre im Betrieb zulassen. Zusätzliche
Prüfstromkreise über unbeschaltete Röhrenkontakte stehen hierbei nicht zur Verfügung.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können die verschiedenen Messungen, die zur
Überprüfung eines einzigen Bauelementes, zum Beispiel zur Messung der Ansprech- und Abfallzeit
eines Relais, erforderlich sind, so durchgeführt werden, daß in der Meßeinrichtung einzelne an die
Steckkontakte des Prüfsteckers führende Verbindungen an Schaltkontakte eines Drehschalters angeschaltet
sind, über den jeweils entsprechend seiner Schaltstellung verschiedene Meßinstrumente
an das zu prüfende Bauelement angeschaltet werden.
Ein weiterer Vorteil kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht werden,
daß die Steckkontakte, der Prüfstecker beim Einstecken auch eine Verbindung zwischen beschalteten,
an die Stromquelle der Anlage angeschlossenen Sockelanschlüssen der steckbaren Bauelemente
und der Meßeinrichtung herstellen. Auf diese Weise kann es erreicht werden, daß in der
Meßeinrichtung für das Prüfen die Stromquellen der Fernmeldeanlage mitbenutzt werden.
Einzelheiten der Erfindung gehen aus den folgenden Ausführungsbeispielen hervor:
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι eine bekannte Ausführung eines steckbaren
Telegrafenrelais mit einem entsprechenden Sockel,
Fig. 2 ein Sockelschaltbild dieses Relais,
Fig. 3 eine Übertragungsschaltung ■ mit Meßanschlüssen gemäß der Erfindung,
Fig. 4 eine Meßeinrichtung, die zum Prüfen von fest eingebauten Bauelementen an. diese gemäß
der Erfindung angeschlossen wird,
Fig. S eine bekannte Vorwählerschaltung mit Meßanschlüssen gemäß der Erfindung.
Die Fig.'ι zeigt eine perspektivische Darstellung
eines steckbar ausgeführten Telegrafenrelais, das aus der Relaisschutzkapp.e 22, unter der die Spulen
und Ankerkontakte angeordnet sind, und der Grundplatte 23 besteht, die aus fabrikationstechnischen
Gründen für alle Arten dieser Relaistype einheitlich mit sechzehn messerartig ausgebildeten
Steckkontakten 1 bis 12, Z, A, T und 13 und zwei
Führungsstiften 25 bestückt ist. Einige der Steckkontakte ι bis 12, Z, A, T und 13 sind mit den
unter der Schutzkappe 22 angeordneten Spulen und Ankerkontakten fest verbunden, so daß der Anschluß
des Relais an eine Schaltung durch Ein-.setzen in einen, entsprechenden Einstecksockel 26
erfolgen kann. Die Führungsstifte 25 dienen zur Definition der Einstecklage. Der Einstecksockel 26
besitzt für die mechanische Befestigung drei Bohrungen 27 und entsprechend den sechzehn Steckkontakten
des Relais sechzehn Sockelanschlüsse 1' bis 12', Z', Ä, T' und 13', vorzugsweise Lötfahnen,
für die Verbindung mit der Schaltung.
In der Fig.. 2 ist ein sogenanntes Sockelschaltbild dieses Relais, d. h. ein Schaltbild von der Anordnung
der Steckkontakte in der Grundplatte 23 dieses Relais, dargestellt. Die in Fig. 1 mit 1 bis
12, Z, A, T und 13 bezeichneten Steckkontakte sind,
wie das Schaltbild zeigt, in vier Zeilen zu jeweils vier Stück angeordnet. Die mit den Zahlen 1 bis 12
und 13 bezeichneten Steckkontakte sind für den Anschluß von Relaiswicklungen vorgesehen. An die iao
mit Z, A, T bezeichneten Steckkontakte ist der Anker A, der Arbeitskontakt T und der Rühekontakt
Z des Relais angeschlossen. In diesem vorliegenden Beispiel handelt es sich um das Sockelschaltbild
eines häufig in Fernmeldeanlagen verwendeten Relais, das mit zwei Wicklungen WT und
WIl ausgerüstet ist. Die Wicklung Wl ist an die
Steckkontakte ι und 4, die Wicklung WU an die Steckkontakte 5 und 8 angeschlossen. Wie aus
diesem Sockelschaltbild zu ersehen ist, besitzen also bestimmte, innerhalb einer Anlage verwendete,
steckbar ausgeführte Relaistypen eine gewisse Anzahl nicht angeschlossener Steckkontakte. Entsprechend
diesen Rel'aistypen sind dann an dem Einstecksockel 26 des Relais ebenfalls einige der
Sockelanschlüsse 1' bis 12', Z', Ä, T' und 13' auch
nicht beschaltet.
In Fig. 3 ist eine bekannte Übertragungsschaltung, deren Eingang mit Eg und deren Ausgang
mit Ag bezeichnet ist, dargestellt. Die Übertragung
ij5 ist mit einem steckbaren Bauelement, nämlich dem
Telegrafenrelais B, und mehreren in der Schaltung durch Lötverbindungen fest eingebauten Steuerrelais
V, W, X und Y ausgerüstet. Auf der rechten Seite der Fig. 3 ist das Telegrafenrelais strichpunktiert
eingerahmt dargestellt. Beim Einstecken des Relais B werden seine mit 1 bis 12, Z, A, T
und 13 bezeichneten Steckkontakte mit den gleichlautend
bezeichneten Anschlüssen seines Einstecksockels auf der linken Seite der Fig. 3 verbunden.
Für die Wirkungsweise der Übertragungsschaltung ist das Telegrafenrelais B mit zwei Wicklungen,
die an die Steckkontakte 1, 4, 5 und 8 angeschlossen und durch Verbinden der Steckkontakte
4 und S in Reihe geschaltet sind, und mit einem Anker b mit jeweils einem Ruhe- und einem
Arbeitskontakt Z und T ausgerüstet. Der Ruhekontakt Z, der Arbeitskontakt T und der Anker b
sind an die Steckkontakte Z, A, T angeschlossen.
Das Telegrafenrelais weist also sieben beschaltete und neun unbeschaltete Steckkontakte auf. Entsprechend
der Beschattung des Telegrafenrelais sind natürlich auch nur sieben Sockelanschlüsse für
die Anschaltung des Relais ausgenützt.
Gemäß der Erfindung werden nun diese unbeschalteten Sockelanschlüsse für eine Prüfung von
fest eingebauten Bauelementen mit geeigneten Schaltpunkten dieser Bauelemente fest verbunden.
Ein fest eingebautes Bauelement in der in Fig. 2 dargestellten Übertragungsschaltung ist beispielsweise
das Relais Y. Geeignete Schaltpunkte, beispielsweise für eine Ansprechzeitmesisung dieses
Relais, sind die Punkte 20, 21 und 22. Die gemäß der Erfindung fest eingebauten Meßverbindungen
dieser Schaltpunkte mit den unbeschalteten Sockelanschlüssen 2, 13,6 des Telegrafenrelais
B sind in der Fig. 3 gestrichelt eingezeichnet. In der Fig. 4 ist eine Meßeinrichtung dargestellt.
Sie besteht aus einem Zeitmeßgerät Z, einem Strommeßgerät /, einem Meßeinleitungsrelais M, das mit
den beiden Kontakten mi und ni2 ausgerüstet und
in dessen Erregungsstromkreis eine den Prüfvorgang einleitende Prüftaste Pt angeordnet ist, und
dem mit den Armen 1 und 2 versehenen Drehschalter Ds.
Die Meßeinrichtung ist gemäß der Erfindung mit einem entsprechend dem Sockel des Telegrafenrelais
ausgeführten Prüfstecker, dessen Steckkontakte 1" bis 12", Z", A", T "und 13" auf der linken Seite
der Fig. 4 dargestellt sind, versehen, von dem ein Steckkontakt an den Arm Ds 1 und ein weiterer
Steckkonitakt an einen Schaltkontakt des Drehschalters Ds angeschaltet sind. Es könnten die einzelnen
Steckkontakte des Prüf Steckers aber auch nur an die Schaltkontakte oder nur an die Arme
des Drehschalters angeschlossen sein.
Auf diese Weise kann der Drehschalter zur Anschaltung von verschiedenen Meßobjekten an ein
Meßinstrument bzw. für ein Meßobjekt an verschiedene Meßinstrumente benutzt werden.
Es können aber auch für verschiedene Messungen unterschiedlich beschaltete Prüfstecker verwendet
werden.
Die Wirkungsweise der in Fig. 3 und 4 dargestellten Schaltung wird an Hand einer Ansprechzeitmessung
des in Fig. 3 dargestellten Steuerrelais Y beschrieben. Die Scbaltvo'rgänge verlaufen
im einzelnen wie folgt:
Das in Fig. 3 dargestellte, steckbar ausgeführte
Teliegrafenrelais B wird herausgezogen und an
seiner Stelle der Prüfstecker eingeführt, der zu der in Fig. 4 dargestellten Meßeinrichtung gehört.
Zu einer Relaisansprechzeitmessung des Relais Y ist der in Fig. 3 dargestellte Drehschalter Ds auf
die Stellung 1 einzustellen. Damit ist der Anschluß des Meßobjektes an die Meßeinrichtung vollendet.
Zu Beginn der Messung wird die Prüftaste Pt gedrückt, und das Meßrelais M spricht an (■+ TB,
Steckkontakt T", Relais M, Prüftaste Pt, Steckkontakt Z", — TB). Der Schalter«1 schließt den
Erregungsstromkreis des zu prüfenden Steuerrelais Y (— TB, Y, Meßpunkt 20, Steckkontakt 2",
Schaltarm' Ds 1 in Stellung 1, Kontakt mi, Sahaltarm
Ds2 in Stellung i, Steckkontakt 13", Schaltpunkt
21, Erde).
Gleichzeitig mit Beginn der Erregung des Relais Y schließt der Kontakt m2 einen MeiSstromkreis
für das Zeitmeßgerät Z* (Schaltpunkt 21, Steckkontakt 13, Meßgerät Z, «2, Steckkontakt 6",
Schaltpunkt 22, Kontakt 3/1, Schaltpunkt 21). Das
Meßgerät Z registriert den Beginn der Messung und zählt fortlaufend in Zeiteinheiten weiter. Sobald
das Relais Y angesprochen hat, öffnet sein Kontakt y 1 den oben beschriebenen Meßkreis und
beendet dadurch die Messung. Die Ansprechzeit des Relais Y kann in bekannter Weise am Meßinstrument
abgelesen werden. Die Messung ist beendet. Nun wird der Prüfstecker herausgezogen und das
Telegrafenrelais wieder eingesetzt.
In Fig. 5 ist eine bekannte Vorwählerschaltung dargestellt. Die Wirkungsweise der Schaltung ist
im einzelnen folgende: Wünscht der Teilnehmer Tn
eine Verbindung, so schließt er mittels der Anruftaste AT die Wicklung I des Schauzeichenrelais Ss
kurz und erhöht dadurch den durch die Teilnehmerschleife fließenden Strom auf die Ansprechstromstärke
des Relais R (— TB, Kontakt rs, b in Zeichenlage Z, Kontakt/2, Ss II, AT, EM, SK,
Kontakt /1, Wicklung I des Relais R, .+ TB).
In diesem Stromkreis spricht das Relais R an und öffnet mit dem Kontakt?'2 den Kurzschluß der
Wicklung-II des Relais A. Dadurch wird das Re-
lais A trennsei tig erregt und öffnet mittels seines
Ankers α den Kurzschluß der Wicklung II des Relais R. Da beim Ansprechen des Relais R der Kontakt
π die Wicklung I dieses Relais kurzschließt, hält sich das Relais R weiterhin über seine Wicklung
II erregt (—TB, WicklungII des Relais R1
■ Anker α in Trennlage T1 + TB). Bei Ansprechen
des Relais R schließt der Kontakt r3 einen Stromkreis
für den Drehmagneten D des Vorwählers ίο (Erde, Wählerarm ei4 in' Stellung o, Kontakt rß,
Drehmagnet D, Relaisumdreher Ru, —WB). Der
Vorwähler beginnt zu laufen und sucht in bekannter Weise einen freien Gruppenwähler GW.
Wie aus dieser Beschreibung der Schaltung hervorgeht, ist eine Ansprechzeitmessung eines Relais
ohne eingestecktes Telegrafenrelais in einfacher Weise nicht durchzuführen. Diese Schwierigkeit
kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung aber dadurch beseitigt werden, daß der
ao Prüfstecker der Meßeinrichtung als Zwischenstecker für das Telegrafenrelais ausgebildet ist. Auf
diese Weise ist es zum Beispiel möglich, ein fest eingebautes Meßobjekt in der vorstehend beschriebenen
Art an die unbeschalteten Sockelanschlüsse eines steckbar ausgeführten Telegrafenrelais anzuschalten
und diese unbeschalteten Sockelanschlüsse mit einer Meßeinrichtung zu verbinden, gleichzeitig
aber das Telegrafenrelais in der Schaltung zu belassen. Eine solche Messung wird an Hand der
Fig. 5 im folgenden beschrieben:
Ähnlich wie in, Fig. 3- sind in, der Fig. 5 für eine
Ansprechzeitmessung des Relais R geeignete Meßpunkte 30, 31, 32 und 33 an die unbeschalteten
Sockelanschlüsse 2, J, 6 und 13 eines Telegrafenrelaissockels
angeschlossen. Vor Beginn der Messung wird zunächst das Telegrafenrelais B herausgezogen,
dann an seiner Stelle der als Zwischenstecker ausgebildete Prüfstecker der Meßeinrichtung
(gemäß Fig. 4) eingesetzt und in diesen Zwischenstecker schließlich das Telegrafenrelais B
wiederum eingesteckt. Für eine Ansprechzeitmessung des Relais R ist· der Drehschaltei Ds
(Fig. 4) auf die Stellung 5 einzustellen. Damit ist die Meßeinrichtung mit dem Meßobjekt verbunden,
und die Messung kann beginnen. Drückt der Messende die Prüf taste Pt1 so spricht, wie bereits
beschrieben, das Meßrelais M an und schließt mit seinem Kontakt m 1 den Erregungsstromkreis für
das Relais R über Wicklung I, und zwar + TB, Wicklung I des Relais R, Schaltpunkt 30, Steckkontakt
2/2", Schaltarm Ds 1 in Stellung 5, Widerstand
RN, Kontakt mi, Schaltarm Ds2 in Stellung
5, Strommeßgerät/, Steckkontakt3"/3, Schaltpunkt 31, Anker b in Zeichenlage Z, Kontakt r2,
—TB.
Durch den regelbaren Nachbildwiderstand RN und das Strommeßgerät / in diesem Stromkreis ist
es möglich, vor der eigentlichen Ansprechzeitmessung den Ansprechstrom des Relais R in seiner
Stärke dem Strom anzugleichen, den sonst ein Teilnehmer durch Drücken der Anruf taste AT bewirkt.
Gleichzeitig mit dem Schließen des vorbereiteten Erregungsstiromkreises
durch den Kontakt m 1 schließt der Kontakt m 2 den Meßstromkreis für das Zeitmeßgerät
Z (Schaltpunkt 33, Steckkontakt 13/13",
Zeitmeßgerät Z, Kontakt «2, Steckkontakt 6'76, Schaltpunkt 32, Kontakt r3, Wählerarm d/\. in Stellung
o, Schaltpunkt 33). Das Zeitmeßgerät läuft an und registriert, wie bereits beschrieben, den Beginn
der Messung. Sobald dann das Relais R anspricht, öffnet Kontakt r3 diesen Meßstromkreis und unterbricht
damit die Zeitmessung. Die gemessene Zeit zwischen Beginn der Messung und Auftrennen des
Meßstromkreises kann in bekannter Weise am Zeitmeßgerät abgelesen werden. Damit ist die Messung
der Ansprechzeit des Relais R in einer Vorwählerschaltung ebenfalls beendet.
Die Erfindung ist nicht allein auf die in den Äusführungsbeispielen
angeführten Fernschreibvermittlungsanlagen anwendbar, sondern kann in jeder
Fernmeldeanlage, die mit steckbaren Bauelementen oder Baugruppen und fest eingebauten Bauelementen
ausgerüstet ist, angewendet werden, sofern an den Sockeln der steckbaren Bauelemente nicht alle Anschlüsse
beschaltet sind.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Prüfanordnung zum Prüfen, von fest eingebauten elektrischen Bauelementen in solchen Fernmeldeanlagen, in denen auch steckbare Bauelemente vorgesehen sind und bei denen an den Sockeln dieser steckbaren Bauelemente nicht alle Anschlüsse beschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltpunkte (20, 21 und 22 in Fig. 3; 30, 31, 32 und 33 in Fig. 5), die ein Prüfen- der fest eingebauten· elektrischen Bauelemente (Y, R) ermöglichen, mit sonst unbeschaltet bleibenden Sockelanschlüssen (2, 3, 6, 13) steckbarer Bauelemente (B) fest verbunden sind, so daß durch einen den steckbaren Bauelementen (B) entsprechenden Prüfstecker eine Prüfeinrichtung (Fig. 4) an die fest eingebauten Bauelemente anschaltbar ist.
- 2. Prüfanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Meßeinrichtung einzelne an die Steckkontakte des Pr.üfsteckers führende Verbindungen an Schaltkontakte eines Drehschalters (Ds) angeschaltet sind, über den jeweils entsprechend seiner Schaltstellung verschiedene Meßinstrumente an das zu prüfende fest eingebaute Bauelement angeschaltet werden.
- 3. Prüfanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Meßeinrichtung die einzelnen, an die Steckkontakte des Prüf Steckers führenden' Verbindungen jeweils an einen Schaltkontakt eines Drehschalters (Ds) angeschaltet sind, über den jeweils entsprechend seiner Schaltstellung verschiedene Meßobjekte an die Meßeinrichtung angeschaltet werden.
- 4. Prüfanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Prüfung verschiedener fest eingebauter elektrischer Bauelemente die Steckkontakte der Prüfstecker unterschiedlich beschaltet sind.
- 5. Prüfanordnung nach einem der An-Sprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daßSteckkontakte der Prüfstecker beim Einstecken auch eine Verbindung zwischen beschalteten an die Stromquellen der Anlage angeschlossenen Sockelanschlüssen der steckbaren Bauelemente und der Meßeinrichtung herstellen.
- 6. Prüfanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfstecker als Zwischenstecker ausgebildet sind, die zwischen die steckbaren Bauelemente und deren Sockel steckbar sind.ίοHierzu ι Blatt Zeichnungen© 609 617/207 8.56 (609 809 2. 57)
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES44473A DE959199C (de) | 1955-06-24 | 1955-06-24 | Pruefanordnung zum Pruefen von fest eingebauten elektrischen Bauelementen in Fernmeldeanlagen |
| CH348728D CH348728A (de) | 1955-06-24 | 1956-03-16 | Prüfanordnung für Fernmeldeanlagen |
| BE548944A BE548944A (fr) | 1955-06-24 | 1956-06-23 | Système d'essai pour installations de télécommunication |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES44473A DE959199C (de) | 1955-06-24 | 1955-06-24 | Pruefanordnung zum Pruefen von fest eingebauten elektrischen Bauelementen in Fernmeldeanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE959199C true DE959199C (de) | 1957-02-28 |
Family
ID=7485140
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES44473A Expired DE959199C (de) | 1955-06-24 | 1955-06-24 | Pruefanordnung zum Pruefen von fest eingebauten elektrischen Bauelementen in Fernmeldeanlagen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE548944A (de) |
| CH (1) | CH348728A (de) |
| DE (1) | DE959199C (de) |
-
1955
- 1955-06-24 DE DES44473A patent/DE959199C/de not_active Expired
-
1956
- 1956-03-16 CH CH348728D patent/CH348728A/de unknown
- 1956-06-23 BE BE548944A patent/BE548944A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH348728A (de) | 1960-09-15 |
| BE548944A (fr) | 1959-11-20 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3924763C2 (de) | Prüfeinrichtung für mehradrige elektrische Kabel | |
| DES0044473MA (de) | ||
| DE1900298A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Pruefen von elektronische Bauteile aufweisenden gedruckten Schaltungen | |
| DE303176C (de) | ||
| CH348728A (de) | Prüfanordnung für Fernmeldeanlagen | |
| DE3706380C2 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Prüfung der Adern eines Busses von nach dem ISDN-System arbeitenden fernmeldetechnischen Hausinstallationen | |
| DE826612C (de) | Leistungs-Roehrenpruefgeraet | |
| DE919479C (de) | Elektrische Pruefvielfachschaltung fuer Fernmeldeanlagen | |
| DE393342C (de) | Einrichtung zum Pruefen der Unversehrtheit eines Messgeraetes waehrend des Betriebes | |
| DE605589C (de) | Klemmenanordnung zur Pruefung von elektrischen Messgeraeten, wie Zaehlern und Wattmetern, ohne Unterbrechung der Stromabgabe | |
| DE1296261B (de) | Einrichtung zur Funktionspruefung von Relais oder anderen steuerbaren elektromechanischen Schaltvorrichtungen | |
| DE709317C (de) | Roehrenpruefgeraet unter Verwendung von Schaltkarten | |
| AT133825B (de) | Gerät zum Prüfen mehradriger Telephonkabel auf Isolationswiderstand und Unterbrechung. | |
| DE938138C (de) | Spannungspruefer | |
| DE726215C (de) | Vorrichtung zur halbselbsttaetigen Pruefung von Gruppen- und Leitungswaehlern mit Schrittschaltbetrieb in Selbstanschluss-Fernsprechanlagen | |
| DE1762082C (de) | Schaltungsanordnung für Fernmelde , insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, zum gleichstrommaßtgen Prüfen von gleich artigen Adern einer fur die Prüfung aufge bauten Leitungsschleife | |
| DE951157C (de) | Schablonengesteuerte Pruefanordnung zur selbsttaetigen Pruefung elektrotechnischer Geraete und Einrichtungen | |
| DE881072C (de) | Schaltungsanordnung zur Pruefung auf gleichzeitiges Vorhandensein mehrerer Spannungen, insbesondere fuer Fernsprechanlagen | |
| DE4032926A1 (de) | Vorrichtung zum pruefen eines kraftfahrzeugtestsystems | |
| DE516412C (de) | Logarithmischer Rechenapparat | |
| DE2222012C3 (de) | Vorrichtung zum Messen von Erd- und Außenerdkopplungen an einem vieladrigen Fernmeldekabel | |
| DE887676C (de) | Kabeladern-Auspruefungsgeraet | |
| AT379246B (de) | Schaltplatte zum aufbau und zur demonstration von elektrischen oder elektronischen schaltungen mit einer arbeitsplatte | |
| DE913072C (de) | Klemmenleiste | |
| DE712803C (de) | Schaltungsanordnung zur Fernueberwachung einer Fernsprechstation auf Betriebsfaehigkeit |