CH348936A - Mechanischer Webstuhl mit selbsttätigem Schlauchkopsrestauswerfer - Google Patents
Mechanischer Webstuhl mit selbsttätigem SchlauchkopsrestauswerferInfo
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Description
Mechanischer Webstuhl mit selbsttätigem Schlauchkopsrestauswerfer Die Erfindung betrifft einen Webstuhl mit selbst tätigem Schlauchkopsrestauswerfer, der jeweils nach Einleiten des Kopswechselvorgangs in den Web- schützen eingreift und den Restfaden erfasst.
Bei me chanischen Webstühlen mit einer selbsttätigen Schuss- spulenauswechselvorrichtung für Schlauchkopse ist es üblich, den Schussfaden in dem Webschützen gänzlich ablaufen zu lassen und erst dann, wenn der Schuss- fadenfühler das Fehlen des Schussfadens entdeckt hat, eine neue Schussspule in den Webschützen einzu führen.
Hierbei bleibt fast immer ein nicht vollständi ger Schussfaden im Gewebe, welcher den guten Aus fall der Ware beeinträchtigt. Um diesen Nachteil zu beseitigen, sind sogenannte Restauswerfer entwickelt worden, die von vorn durch die Schussspulenein- schlagöffnung des Webschützens in diesen eingeführt werden.
Bei anderen bekannten Schussspulenaus- wechselvorrichtungen sind zum Entfernen des vor bestimmten Fadenkopsrestes besondere Öffnungen im Webschützen vorgesehen, durch die der Auswerfer in den Webschützen eingreift. Abgesehen davon, dass hierbei teilweise auch Leerschüsse erforderlich sind, ist es bei den bekannten Vorrichtungen nachteilig, dass durch diese öffnungen die Wandungen des Web- schützens geschwächt werden.
Die Erfindung besteht darin, dass der Ausverfer an der Kops-Auswechselseite des Webstuhls und zwi schen dem Kops-Auswechsler und der Ware an geordnet ist, so dass er, bevor der Schützen seine End- stellung erreicht, den Schlauchkopsrest auswerfen kann.
Durch diese Ausbildung wird jeweils der Faden- kopsrest bereits ausgeworfen, ehe der Webschützen in die Endstellung gelangt, so dass auch jeglicher Leer schuss vermieden wird.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfin dung in einem Ausführungsbeispiel beispielsweise dar gestellt, und zwar zeigt: Fig. 1L und 1R einen schematischen Grundriss des vorderen Webstuhlgestells und der Lade im vorderen Totpunkt, wobei der mittlere Teil mit dem Webfach fortgelassen ist.
Fig. 2L und 2R zeigen eine Vorderansicht auf die Lade gemäss Fig. 1L und 1R unter Fortlassung des vorderen Webstuhlgestells.
Fig.3 zeigt einen Schnitt gemäss Linie 111-III der Fig. 1L unter Fortfall der weiter zurückliegenden Teile.
Fig.4 zeigt einen Schnitt gemäss Linie IV-IV der Fig.1L.
Fig.5 zeigt einen Grundriss von Schaltorganen in anderer Stellung am linken Teil des Webstuhl gestells gemäss Fig. IL.
Fig. 6 zeigt eine Vorderansicht gemäss Pfeil A der Fig. 1L auf den linken Teil des Webstuhlgestells. Fig.7 zeigt einen Schnitt durch die Auswerfer vorrichtung nach Linie VI-VI der Fig. 2R.
Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht der Abziehvorrich tung des Fadenanfangs des Schussspulenmagazins am rechten Teil des Webstuhlgestells gemäss Fig. 1R.
Fig. 9 zeigt eine Vorderansicht zu Fig. B.
Fig. 10 zeigt eine teilweise Ansicht des Schützens mit einer Fädelvorrichtung im Schnitt.
Fig. 11 zeigt den Grundriss zu Fig. 10 mit ge schlossener Fädelvorrichtung.
Fig.12 wie Fig. 11, jedoch mit geöffneter Fädel- vorrichtung.
Fig. 13 zeigt einen Schnitt nach Linie XIII-XIII der Fig. 10.
Fig. 14 zeigt eine andere Ausführungsform der am Schützen angebrachten Fädelvorrichtung, wobei der Schützen teilweise im Schnitt dargestellt ist.
Fig. 15 zeigt einen Grundriss zu Fig. 14 im ein gefädelten Zustand.
Fig.16 zeigt im Grundriss die Fädelvorrichtung im geöffneten Zustand. Fig. 17 zeigt einen Schnitt nach der Linie XVIII-XVIII der Fig. 14 durch den Schützen.
Fig.18 zeigt eine andere Ausführungsform der Betätigungsvorrichtung für den Auswerfer in Vorder ansicht.
Fig. 19 zeigt einen Schnitt durch die Weblade mit daran angebrachtem Auswerfer in Arbeitsstellung sowie einen Schnitt durch den Schützen nach Linie XX-XX der Fig. 18.
Fig.20 zeigt die gleiche Auswerfervorrichtung in Ruhestellung, nachdem der Schützen den Auswerfer passiert hat.
Fig. 21 zeigt einen Grundriss zu Fig. 20.
Das Schussspulen- (Schlauchkops-) Magazin 91 be findet sich auf der rechten Seite des Webstuhlgestells. Hier ist (Fig. 1R) über dem Einlauf zu dem Schützen kasten 10 der Schussspulenrestauswerfer 11 schwenk bar an dem Ladendeckel 12 gelagert.
Der Auswerfer 11 ist so angeordnet, dass er je weils nach Einleiten des Kopsauswechselvorganges beim Einlauf des Webschützens 35 in den Schützen kasten 10 von oben durch die Schussspuleneinschlag- öffnung des Webschützens 35 in diesen greift und vor Erreichen der Endstellung des Webschützens 35 im Schützenkasten 10 den Fadenkopsrest 54 erfasst und herausschleudert.
Der Auswerfer 11 ist auf einer parallel zur Schützenbahn und etwa mittig und oberhalb zum Web- schützen 35 angeordneten Achse 83a in Richtung auf die Schützenbahn hin in eine zu derselben senkrecht gerichteten Arbeitslage C (Fig. 7) einschwenkbar und auf einem senkrecht zu der Achse 83a angeordneten Zapfen 19 verschwenkbar gelagert. Zum Heraus schleudern des Fadenkopsrestes 54 ist auf dem Zapfen 19 eine Feder 19a vorgesehen.
Ferner sitzt auf der Achse 83a eine Rückholfeder 83, die den Aus werfer 11 jeweils aus der Schützenbahn heraus nach vorn in eine Ruhelage D verschwenkt (Fig.7). Der Auswerfer 11 ist durch den auf der dem Magazin 91 entgegengesetzten Seite des Webstuhles angeordneten Schussspulenfühler über einen Bowdenzug 39 betätig- bar. Mit dem Auswerfer 11 arbeitet ein elastischer Abstreifer 85, z. B. ein Borstenbündel, zusammen. Der Abstreifer 85 ist, in Richtung des in den Schützen kasten 10 einlaufenden Webschützens 35 gesehen, unmittelbar vor dem Auswerfer 11 angeordnet.
Die Feder 19a dient dazu, dass beim Einlaufen des Webschützens 35 in den Schützenkasten 10 der Auswerfer 11 entgegen der Kraft der Feder 19a durch den Webschützen entgegen dem Uhrzeigersinn (in Fig.2R gesehen) angehoben wird und dass an schliessend, nachdem der Webschützen am Auswer fer 11 vorbei und in den Schützenkasten 10 weiter eingelaufen ist, der Auswerfer 11 durch die Kraft der Feder 19a wieder im Uhrzeigersinn sich verschwenkt, so dass mit Unterstützung des elastischen Abstreifers 85 der Fadenkopsrest 54 aus dem Webschützen herausgeschleudert wird.
Die Wirkungsweise der Auswerfervorrichtung ist folgende: Läuft der Webschützen 35 in den rechten Schützenkasten 10 ein, so hebt seine' Spitze den Aus werfer 11, sofern dieser in die Arbeitsstellung C ge schwenkt worden ist, leicht an, der sich aber sofort wieder senkt und so den ganzen Schussspulenraum 55 an sich vorbeiwandem lässt.
Dabei erfasst er den Schuss- spulenrest 54, während der Webschützen 3 5 weiterwan- dert. Hinten im Webschützen 35 ist der Schussspulen- raum 55 abgeschrägt (Fig. 2R), damit der Auswerfer 11 angehobenwirdundso den Schussspulenrest54 aus dem Webschützen 35 entfernt.
Nähert sich die Weblade 31 nun ihrem vorderen Totpunkt, so wird aus dem Schussspulenmagazin 91 in bekannter Weise eine neue Schussspule in den vorher vom Schlauchkopsrest be freiten Webschützen 35 eingeführt.
Auf der linken Seite des Webstuhls gemäss Fig. 1L sitzen an der Weblade 31 der Schussspulenfühler 32 und eine Öffnungsvorrichtung 33, welche auf den weiter unten beschriebenen Fädelhebel 34 im Schützen 35 einwirkt.
Auf derselben Seite des Webstuhls sitzen an dem vorderen Webstuhlgestell 36 der Anschlag 37 zum Schliessen des Fädelhebels 34 und die Schalt vorrichtung 38 für die Betätigung der Öffnungsvor richtung 33 des Auswerfers<B>11</B> und des Kopsaus- wechslers. Die Schaltvorrichtung 38 ist mit dem Schussspulenmagazin 91 und mit dem Schussspulenrest- auswerfer 11 durch Bowdenzüge 39 verbunden.
Der Fädelhebel 34 des Webschützens 35 ist so eingerichtet, dass er jeweils durch den Ansatz 40 am langen Hebel 41 der Öffnungsvorrichtung 33 geöffnet, durch den Anschlag 37 an dem Webstuhlgestell 36 geschlossen und durch einen Bolzen 42 mit Feder 43 in der jeweils geschalteten Stellung arretiert wird.
Das Schussspulenmagazin 91 befindet sich auf jeden Fall auf der rechten Seite des Webstuhls. Es hat einen seitlichen, bis unten durchgehenden Schlitz 92 für die Fadenanfänge 93 der Schussspulen 94. Diese Fadenanfänge 93 hängen frei aus diesem Schlitz 92 etwa 20 bis 30 cm herunter. Der Schlitz 92 wird zwi schen Oberteil 95 und Unterteil 96 des Magazins 91 gebildet und ist zur Halterung des Oberteils 95 durch Stege 97 überbrückt, welche die Fadenanfänge 93 aber nicht festhalten oder aus dem Schlitz 92 ableiten. Am unteren Ende dieses Schlitzes 92 befindet sich eine selbsteinfädelnde Fadenhaltevorrichtung 98 mit Klemmrolle 99 auf einem schwenkbaren Doppelhebel 100 für die Fadenanfänge 93.
Die Klemme wird jeweils durch den Anschlag der Weblade 31 geöffnet und durch Federzug 101 geschlossen (Fig. 8, 9). Der untere Schenkel 102 des Doppelhebels 100 bildet wiederum einen Teil der Abziehvorrichtung für die geklemmten Fadenanfänge 93, und zwar ist dieser Schenkel 102 mit einem rechtwinklig abgebogenen Arm 104 versehen, der eine geriffelte Walze 103 auf weist. Diesem Arm 104 gegenüber sitzt an der Web- lade 31 eine Rolle 105 aus Holz, Gummi oder der gleichen. Beim Vorgehen der Weblade 31 trifft die Rolle 105 auf den abgewinkelten Arm 104 des Doppelhebels 100 und nimmt diesen gegen den Zug der Feder 101 mit.
Die Klemmrolle 99 öffnet sich und der vorher eingeklemmte Fadenanfang 93 wird aus der Fadenhaltevorrichtung 98 herausgezogen.
Wenn der Webschützen 35 in dem linken Schützen kasten 44 in seiner Endstellung zur Ruhe kommt, drückt er einen kleinen federbelasteten Winkelhebel 45 nach aussen, wodurch der andere Schenkel dieses .Winkelhebels 45 dem Schussspulenfühler 32 den Weg in den Schützen 35 freigibt. Befindet der Schützen 35 sich jedoch nicht oder nicht weit genug in dem Schützenkasten 44, so gibt der Winkelhebel 45 dem Schussspulenfühler 32 den Weg nicht frei.
Der Schussspulenfühler 32 sitzt an der Weblade 31 auf der Fühlerwelle 46. Diese Fühlerwelle 46 trägt ferner einen Anschlag 47 für den Schussspulenfühler 32, einen Stellring 48 mit einstellbarer Feder 49, wel che den Schussspulenfühler 32 gegen diesen Anschlag 47 drücken will, eine Rückholfeder 50, welche die Welle 46 mit Schussspulenfühler 32 usw. in Null stellung hält und in diese zurückführt. Ferner ist ein Betätigungshebel 51 fest mit der Fühlerwelle 46 ver schraubt und liegt in seiner Ruhestellung mit einem Anschlag 52 an der Weblade 31 an.
Nähert sich die Weblade 31 dem vorderen Tot punkt, so trifft der Betätigungshebel 51 des Schuss- spulenfühlers 32 auf einen abgefederten Anschlag bolzen 53 des Webstuhlgestells 36 (Fig.4), welcher bei bis zum Anschlag durchgedrücktem Betätigungs hebel 51 nachgibt. Der Betätigungshebel 51 verdreht dadurch beim weiteren Vorlauf der Weblade 31 die Fühlerwelle 46. Diese nimmt die einstellbare Feder 49 und diese den Fühler 32 so weit mit, bis letzterer Wi derstand findet.
Wenn der Webschützen 35 nicht ganz im Schützen kasten 44 ist, hält der Winkelhebel 45 den Fühler 32 zurück. Wenn die Schussspule 94 noch nicht bis auf den vorbestimmten Schussspulenrest 54 abgewebt ist, so hält sie den Fühler 32 und es spannt sich dann nur die einstellbare Feder 49 nach. Die Rückholfeder 50 wird ebenfalls nachgespannt und bringt beim Rück lauf der Weblade 31 alle Teile der Fühlervorrichtung in ihre Ruhestellung zurück.
Ist die Schussspule aber bis auf einen vorbestimmten Rest 54 abgewebt, so geben die Windungen des Schussspulenrestes 54 nach und der Schussspulenfühler 32 kann dann in den Schussspulenraum 55 des Schützens eintreten.
Der Schussspulenfühler 32 ist als Bügelfühler aus Stahldraht gefertigt mit breiter Auflage 56 auf der Schussspule. Zur Schaltvorrichtung 38 hin trägt der Schussspulenfühler 32 noch einen kurzen Stösser 57, welcher durch das Eintauchen des Fühlers 32 in den Schussspulenraum 55 angehoben wird, bis er bei völlig eingetauschtem Fühler 32 mit seiner Vorderkante auf gleicher Höhe mit einem Riegel 58 der Schaltvorrich tung 38 steht und diesen durch den weiteren Vorlauf der Weblade 31 nach vorne verschiebt.
Der Riegel 58, durch einen Federschnepper 59 in seiner jeweiligen Lage gehalten, ist in einem Segmenthebel 60 geführt. Der Segmenthebel 60, auf einer Welle 61 schwenkbar gelagert, ist über einen Rastenhebel 62 und über Bowdenzüge 39 mit dem Schussspulen-Magazin 91 und dem Restauswerfer 11 verbunden.
Ebenfalls auf der Welle 61 gelagert ist der Schalt hebel 63, welcher als Winkelhebel ausgebildet ist. Der Schenkel 64 dieses Schalthebels 63 ist über ein Zwi schenglied 65 aus Leder, Gliederkette, Zugfeder oder dergleichen an der Weblade 31 befestigt und wird daher bei dem Rücklauf der Weblade 31 um einen bestimmten Winkel verschwenkt. Beim Vorlauf der Weblade 31 bringt ein Anschlag 66 an derselben den Schalthebel 63 in seine Ausgangsstellung zurück. An dem anderen Schenkel 67 des Schalthebels 63 befin det sich ein Mitnehmer 68, der mit dem Riegel 58 des Segmenthebels 60 zusammenarbeitet, und ein Zu rücksteller 69 für diesen Riegel 58.
An dem Riegel 58 befindet sich weiter ein kleiner Finger 70, der einen durch eine Feder 71 in Ruhe stellung gehaltenen Winkelhebel 72, 73 betätigt, wel cher jeweils die Vorrichtung 33 zum Öffnen des Fädelhebels 34 des Webschützens 35 mittels seiner Nase 76 ausklinkt.
Diese Vorrichtung 33 besteht aus einer Hülse 77, die auf der verlängerten Fühlerwelle 46 von dieser unabhängig drehbar gelagert ist, sowie einem mit einer Klinke 75 zusammenarbeitenden Sperrhebel 79 und dem langen Hebel 41 mit Nase 40 und dem Spann hebel 74. Die Vorrichtung 33 wird im vorderen Tot punkt der Weblade 31 durch Anschlag des Spann hebels 74 am Webstuhlgestell 36 gespannt und in dieser Lage durch die über den Sperrhebel 79 fassende Klinke 75 gehalten.
Durch die Verschiebung des Riegels 58 mit seinem Finger 70 wird der lange Arm 73 des Winkelhebels 72, 73 mit seiner Nase 76 in den Bereich der Klinke 75 geschwenkt, so dass beim Rücklauf der Weblade 31 die Klinke 75 den Sperrhebel 79 freigibt. Hierdurch schwenkt der lange Arm 41 mit seinem Ansatz 40 unter Wirkung der Feder 80 vor den Fädelhebel 34 des Webschützens 35 und öffnet diesen beim Ver schieben des Webschützens 35.
Gleichzeitig mit dem weiteren Rücklauf der Web- lade 31 nimmt der Mitnehmer 68 des Schalthebels 63 den Segmenthebel 60 mit Riegel 58 und Rastenhebel 62 mit, und der Bowdenzug 39 wird angezogen.
In der hinteren Stellung rastet der Rastenhebel 62 ein und hält das Ganze so lange in dieser Stellung, bis der Zurücksteller 69 beim nun folgenden Vorlauf der Weblade 31, die über Anschlag 66 den Arm 64 des Schalthebels 63 schwenkt, den Riegel 58 zurück schiebt und der Mitnehmer 68 den Rastenhebel 62 löst, indem der Mitnehmer 68 auf die Kurvenfläche 81 des Rastenhebels 62 aufläuft, wodurch der Segment hebel 60 wieder in seine alte Lage zurückkehrt.
Der durch die Schaltvorrichtung 38 bewirkte An zug des Bowdenzuges 39 hebt auf der rechten Web stuhlseite einen Stösser des Schussspulen-Magazins 91 in bekannter Weise an und verschwenkt den Schuss- spulenrestauswerfer 11 in seine Arbeitsstellung durch Drehen um die Welle 83a. Hierbei ragt dieser mit seinem abgefederten Haken in die Bewegungsbahn des Webschützens 35.
Läuft der Webschützen nun in den rechten Schützenkasten 10 ein, so hebt seine Spitze den Auswerfer 11 leicht an, der sich aber sofort wieder senkt und so den ganzen Schussspulenraum 55 an sich vorbeiwandern lässt. Dabei erfasst er den Schussspulenrest 54, während der Schützen 35 weiter wandert. Hinten im Schützen 35 ist der Schussspulen- raum 55 abgeschrägt, damit der Auswerfer 11 an gehoben wird und so den Schussspulenrest 54 aus dem Webschützen 35 entfernt.
Nähert sich die Weblade 31 nun ihrem vorderen Totpunkt, so führt das Schussspulen-Magazin 91 in bekannter Weise eine neue Schussspule 94 in den Web- schützen 35 ein.
Die Rückholfeder 83 bringt den Schussspulenrest- auswerfer 11 wieder in seine Ruhelage zurück, wobei der Schussspulenrest 54 vom Auswerfer 11 abgeschleu- dert wird. Der mit dem Auswerfer 11 zusammen arbeitende elastische Abstreifer 85 ermöglicht das Abwerfen des Schussspulenrestes 54 in gewünschter Richtung, wodurch insbesondere sichergestellt wird, dass der Schussspulenrest 54 nicht in das Webfach geschleudert werden kann.
Dann läuft der Web schützen 35 durch das Webfach in den linken Schüt zenkasten 44, wobei sich der Schussfaden der neuen Schussspule in den Schlitz 84 des Schützenkörpers ein-. legt (Fig. 10, 11).
Nähert sich die Weblade 31 wieder dem vorderen Totpunkt, so schliesst der Anschlag 37 an dem Web stuhlgestell 36 den Fädelhebel 34 und der Schuss faden kann sich nicht mehr ausfädeln.
Nun hat der Schussspulenrest 54 aber noch eine Verbindung zur Warenkante, ebenfalls wie der Fa denanfang 93 der neu eingeführten Schussspule 94, welche von der Fadenhaltevorrichtung 98, 99 an dem Schussspulen-Magazin 91 zur Warenkante verläuft. Nach einigen gewebten Schüssen werden beide Fäden durch eine an der Warenkante arbeitende bekannte Schere abgeschnitten. Der Schussspulenrest 54 fällt in einen Behälter, der Fadenanfang 93 kommt mit seinem .nun herabhängenden Teil zwischen die Ausziehvorrichtung 103, 105 und wird nach einigen weiteren Schüssen von dieser vollständig aus der Fa denhaltevorrichtung 98, 99 herausgezogen und fällt zu Boden.
In den Fig. 14 bis 17 ist eine Fädelhebelvorrich- tung gezeigt, die jeweils durch den in Arbeitsstellung gebrachten Auswerfer geöffnet wird. Zu diesem Zweck besteht die Fädelhebelvorrichtung aus einem hori zontal um einen Bolzen 124 des Schützens 35 schwenkbaren ösenförmigen Hebel 125. Dieser Hebel 125 besitzt eine spaltförmige Einfädelöffnung 126 für den Faden 127.
Der eine Arm 125a des ösen- förmigen Hebels 125 fasst über den anderen Arm 125b an der Öffnung 126 hinweg. Dadurch wird ein sicheres Erfassen des Fadens 127 ermöglicht. Durch Anord nung von Bremsbelägen 128 (siehe Fig. 14) ist der Fädelhebel 125 mit Reibung unter Wirkung der Fe der 129 auf dem Bolzen 124 gelagert.
Die Betätigung der Fädelvorrichtung zwecks Aus- fädelns des Fadens 127 erfolgt durch den in Arbeits stellung gebrachten Auswerfer 11, wenn dieser in den Schützen einfasst.
Für die beiden Stellungen des Fädelhebels, d. h. einmal bei eingefädeltem und einmal bei ausgefädel tem Faden, können Anschläge vorgesehen sein.
Bei der in den Fig. 18 bis 21 dargestellten Aus führungsform der Auswerfervorrichtung ist der um die Welle 83a' schwenkbare Auswerfer 11' an einem Hebel 130 um den Bolzen 131 drehbar. Er steht unter der Wirkung der Feder 132, so dass er nach hinten ausweichen kann. Der um den Bolzen 83a' schwenkbare Hebel 130 ist mit einem Schlitz 133 versehen, in den ein Stift 134 eines Betätigungshebels 135 einfasst. Der Betätigungshebel sitzt auf einer Drehachse 136, die in dem Bock 137 gelagert ist.
Die Drehachse 136 trägt am anderen Ende einen durch Bowdenzug 39 von der Schaltvorrichtung 38 des Schussspulenfühlers betätigbaren Hebel 138, welcher einen Anschlag 139 für eine Brustbaumnase 140 aufweist.
Wird durch den Bowdenzug der Hebel 138 in Richtung des Pfeiles C (Fig.20) angezogen, so wird dadurch der Auswerferschwenkhebel 130 in die in Fig. 19 gezeigte Arbeitsstellung eingebracht, so dass der Auswerferhaken 11' nunmehr in den Bereich des Schützens gelangt, wobei der Stift 134 in Verbindung mit der Feder 132 und dem Schlitz 133 die Stellung des schwenkbaren Hebels 130 so blockiert, dass sie nur durch das Auftreffen des Anschlages 139 auf der Brustbaumnase 140 beim Vorlauf der Weblade gelöst werden kann,
was gleichzeitig eine Rückfüh rung der Auswerfervorrichtung in ihre Ruhestellung (Fig.20) bewirkt. In Ruhestellung wird der Hebel 130 durch die Feder 83' gehalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mechanischer Webstuhl mit selbsttätigem Schlauch- kopsrestauswerfer, der jeweils nach Einleiten des Kopsauswechselvorgangs in den Schützen eingreift und den Restfaden erfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerfer (11, l l') an der Kopsauswechsel- seite des Webstuhls und zwischen dem Kopsaus- wechsler und der Ware angeordnet ist, so dass er, bevor der Schützen seine Endstellung erreicht, den Schlauchkopsrest (54) auswerfen kann. UNTERANSPRÜCHE 1.Webstuhl nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der auf einer parallel zur Schützen bahn verlaufenden Achse (83a, 83a') gelagerte und seitlich aus der Schützenbahn schwenkbare Auswer fer (11, 11 ') jeweils von oben durch die Kops-Ein- schlagöffnung in den Schützen (35) greift. 2.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aus werfer (11) auf einer parallel zur Schützenbahn und etwa mittig und oberhalb zum Webschützen (35) an geordneten Achse (83a) in Richtung auf die Schüt- zenbahn hin in eine zur derselben senkrecht gerich teten Arbeitslage (C) einschwenkbar und auf einem senkrecht zu genannter Achse (83a) angeordneten Zapfen (19) verschwenkbar gelagert ist. 3. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Herausschleudern des Fadenkopsrestes (54) auf dem genannten Zapfen (19) eine Feder (19a) vorgesehen ist. 4.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der genannten Achse (83a) eine Rückholfeder (83) vorgesehen ist, die jeweils den Auswerfer (11) aus der Schützenbahn heraus in Richtung auf den vorderen Totpunkt der Weblade hin in eine Ruhelage (D) verschwenkt. 5.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerfer (11) durch den auf der dem Kopsaus- wechsler (91) entgegengesetzten Seite des Webstuhls angeordneten Schussspulenfühler (32) über einen Bowdenzug (39) oder über ein Hebelgestänge betä- tigbar ist. 6. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Auswerfer (11) zusammenarbeitender, elastischer Abstreifer (85) vorgesehen ist, der, in Richtung des in den Schützenkasten (10) einlaufen den Webschützens (35) gesehen, unmittelbar vor dem Auswerfer (11) angeordnet ist.7. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Abstreifer (85) ein Borstenbündel dient. B. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schützen (35) einen beim Kopsauswechseln zu öffnenden Fädelhebel (34, 125) aufweist. 9. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Fädelhebel (34) in geöffneter und geschlossener Stellung mittels Federschnepper (42, 43) arretierbar ist. 10.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnen des Fädelhebels (34) jeweils in Abhängigkeit von dem Schussspulenfühler (32) erfolgt. 11.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das öffnen des Fädelhebels (34) jeweils durch einen unter Federwirkung (80) stehenden, in die Schuss- bahn des Schützens (35) einschwenkbaren Arm nach Freigabe seiner Arretierung (76) durch den Schuss- spulenfühler (32) erfolgt.12. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vorgehen der Lade der Fädelhebel (34) durch An- schläge (37) am Webstuhlgestell schliessbar und der Arm zum Öffnen des Fädelhebels in Ruhestellung bringbar ist.13. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klemmorgan, beispielsweise eine Klemmrolle (99), der Fadenhaltevorrichtung des Kopsmagazins (91) für den Fadenanfang an dem einen Arm eines feder belasteten schwenkbaren Doppelhebels (100) gelagert ist, dessen anderer Arm (102) mit einem durch eine Rolle (105)gebildeten Anschlag zusammenarbeitet und so mit diesem gemeinsam die Abziehvorrichtung für den jeweils abgeschnittenen Fadenanfang des zu- letzt in den Schützen eingesetzten Kops bildet (Fig. 8 und 9). 14. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussspulenfühler (32) an der Weblade angeordnet ist und mit einer an dem Webstuhlgestell angeordne ten Schaltvorrichtung (38) zusammenarbeitet. 15.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussspulenfühler (32) unter einer einstellbaren Fe derwirkung (49) steht, unter deren Einfluss er jeweils in den Schützen einschwenkt.16. Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein in den auf der Fühlerseite des Webstuhls liegenden Schützenkasten ragender Doppelhebel (45) vorge sehen ist, der bei leerem Schützenkasten bzw. nicht vollständig eingelaufenem Schützen den Schussspulen- fühler (32) sperrt. 17.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Fädelhebel (125) aus einem horizontal um einen Bolzen (124) des Schützens (35') schwenkbaren, ösenförmigen Hebel (125) gebildet ist, der eine Ein fädelöffnung (126) aufweist, wobei ein Arm (125a) des Hebels über den anderen Arm (125) an der Öffnung (126) hinwegfasst. 18.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 bis 8 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass durch Anordnung von Bremsbelägen (l28) der Fädelhebel (125) mit Reibung unter Federwirkung (129) auf dem Bolzen (124) gelagert ist. 19.Webstuhl nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der um die Achse (83d) unter Wirkung einer Feder (83') jeweils in Ruhestellung gehaltene Auswerfer (l1') vermittels eines in einen Schlitz (133) fassenden Betätigungs hebels (135) in Arbeits- oder Ruhestellung schwenk bar ist, dessen Drehachse (136) von einem durch Bowdenzüge betätigbaren Hebel (138) drehbar ist, welcher einen Anschlag (139) für eine Brustbaum nase (140) aufweist.
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| CH (1) | CH348936A (de) |
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1955
- 1955-12-05 CH CH348936D patent/CH348936A/de unknown
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