CH349535A - Fassförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Fassförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Fassförmiges Gefäss und Verfahren zu dessen Herstellung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein fassförmiges Gefäss, dessen mittlerer Mantelteil nach aussen vorspringende, ringsumlaufende Wülste und eine durch einen Mündungsring eingefasste Öffnung aufweist, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Gefässes. Das Gefäss ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem die Öffnung samt dem sie einfassenden, nach aussen vorstehenden Mündungsring aufweisenden Metallfass und einer dieses mindestens im mittleren Mantelteil umhüllenden Verkleidung aus gummielastischem Stoff besteht, welche die Ringwülste aufweist und den Mündungsring am Umfang seines vorstehenden Teils allseitig umfasst.
Das Verfahren zur Herstellung eines solchen Gefässes ist gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallfass mit nach aussen vorstehendem Mündungsring mindestens über den mittleren Mantelteil unter allseitiger Umfassung des Umfanges des vorstehenden Mündungsringteiles mit einer Ringwülste aufweisenden Verkleidung aus gummielastischem Stoff umhüllt wird.
Dadurch wird gegenüber bekannten Gefässen der eingangs erwähnten Art eine wesentliche Vervollkommnung erzielt. Insbesondere lässt sich die Innenseite des Metallfasses ohne Einschweissen eines Verschalungsbleches, welches den Mündungsring einfasst, der Anforderungen der Praxis aufs beste anpassen, weil dann bei nach unten liegender Mündung der gesamte flüssige Inhalt durch die Mündungsöffnung ausfliessen kann. Bei den bisherigen Gefässen der genannten Art musste der mittlere Metallmantelteil eine Profilierung aufweisen, welche die Ringwülste umfasst, so dass es erforderlich war, in der Umgebung des Mündungsringes das genannte Verschalungsblech einzusetzen, damit die innere Stirnfläche des Mündungsringes nicht gegenüber der Innenfläche des Metallmantels vorspringen konnte.
Abgesehen von den praktischen Schwierigkeiten zum einwandfreien flüssigkeitsdichten Einsetzen des Verschalungsbleches war sowohl der hierfür erforderliche Material- und Arbeitsaufwand erheblich. Ausserdem war die Profilierung des mittleren Metallmantelteils infolge der Vorsehung der Ringwülste mit erheblichem Arbeitsaufwand verbunden.
Demgegenüber hat das Gefäss gemäss der vorliegenden Erfindung den Vorteil, dass der Metallfassmantel ringwulstlos hergestellt und der Mündungsring nach aussen vorspringend eingesetzt werden kann, beides also in denkbar einfachster Weise. Ausserdem kann das Gefäss mit einer glatten und keinerlei zu Undichtigkeiten neigende Verbindungsstellen aufweisenden Innenseite hergestellt werden. Demgegenüber ist die Mehrarbeit, welche durch Herstellen-der gummielastischen Verkleidung entsteht, sowie der betreffende Materialaufwand praktisch von geringerer Bedeutung, da hierfür ein leicht verformbarer Stoff Verwendung finden kann, insbesondere ein Kunststoff, wie Polyäthylen.
Ausserdem kann ein Stoff mit gegenüber dem bisher verwendeten Metall geringerem spezifischem Gewicht vorgesehen sein, so dass insgesamt auch eine Gewichtsersparnis, bezogen auf das fertige Gefäss, bei gleicher Festigkeit erreichbar ist.
Es ist hierbei zu berücksichtigen, dass man bei den üblichen Metallgefässen aus Gründen der Verschliessfestigkeit und Stosssicherheit eine grössere Wanddicke verwenden musste, als an und für sich die Stabilität und Tragfähigkeit des Gefässes notwendig war. Diese geforderte stärkere Wanddicke betrifft jedoch gerade die mittlere Mantelpartie, welche auch dem grössten Verschleiss unterliegt. Aus diesen Gründen ist der mittlere Mantelteil des Gefässes auch mit den erwähnten Ringwülsten versehen, auf welche das Gefäss über den Boden gerollt und mitunter schlagweise auf den Boden aufgesetzt wird.
Beim erfindungsgemässen Ge fäss werden diese Beanspruchungen von der Verklei dung aufgenommen, welche vermöge ihrer elastischen Eigenschaften hierzu viel besser geeignet sein kann als das bisher verwendete Metall, ohne dass gewichtsmässig ein als Ganzes schwereres Gefäss erforderlich ist, als es Metallgefässe bisheriger Art gleicher Widerstandsfähigkeit sind.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Gefässes in im Bereich des Mündungsringes in der Mittellängsebene aufgeschnittenem Zustand.
Das dargestellte Gefäss besteht aus einem Fass 1, dessen Mantel und Böden aus Metall bestehen, und einer dessen Mantel im mittleren Teil umhüllenden Verkleidung 3.
Das Metallfass 1 weist im mittleren Mantelteil eine Öffnung und einen diese einfassenden Mündungsring 2 auf. Dieser ist nach aussen vorstehend mit dem die Öffnung begrenzenden Rand des Metallmantels verschweisst.
Die Verkleidung 3 besteht aus gummielastischem Stoff, z. B. aus natürlichem oder künstlichem Gummi, bzw. aus Kunststoff, insbesondere Polyäthylen. Die Verkleidung 3 weist ringsumlaufende Ringwülste 4 auf und umfasst allseitig den Umfang des vorstehenden Teils des Mündungsringes 2. Wie ersichtlich, ist das Metallfass 1 exzentrisch in der Verkleidung 3 angeordnet, wobei sich die kleinste Wandstärke der letzteren an der dem Mündungsring 2 gegenüberliegenden Seite befindet.
Dies hat den Vorteil eines geringeren Materialaufwandes für die Verkleidung, weil bei zentrischer Anordnung die Verkleidung ringsum das im Bereich des Mündungsringes 2 befindliche Profil grösster Dicke aufweisen müsste, weil die Dicke hier durch das radiale Mass, um welches der Mündungsring 2 über den Metallmantel vorsteht, gegeben ist und die Ringwülste 4 zum Schutze und zur Ermöglichung des Rollens des Fasses über den Erdboden nach aussen vorstehen müssen.
Durch die exzentrische Lage des Metallfasses wird jedoch der weitere Vorteil erzielt, dass das Fass die Tendenz hat, in die in der Zeich- nung dargestellte Lage mit nach oben gerichtetem Mündungsring zu rollen, weil in dieser Lage der Gesamtschwerpunkt des Fasses am tiefsten liegt, mit Rücksicht darauf, dass das spezifische Gewicht des Materials für die Verkleidung wesentlich geringer ist als dasjenige des Metalls, aus welchem das Metallfass besteht, insbesondere wenn letzteres aus nicht rostendem Stahl hergestellt ist, wie dies z. B. für Bierfässer in bevorzugter Weise der Fall ist, für welchen Zweck sich das dargestellte Gefäss 1 besonders eignet.
Die Verkleidung 3 kann separat hergestellt und nach Fertigstellung unter vorübergehender elastischer Ausweitung über den Metallfassmantel gezogen werden. Sie liegt hierauf kraftschlüssig überall am Metallmantel an, ebenso allseitig am Umfang des vorstehenden Teiles des Mündungsringes 2. Falls die Verkleidung aus Gummi besteht, kann sie eventuell auch auf dem Metallmantel selbst geformt und in der Form mitsamt dem Metallmantel vulkanisiert werden.
Besteht die Verkleidung aus einem bei erhöhter Temperatur giessfähigen Stoff, so kann sie unmittelbar auf das Metallfass in entsprechend erhitztem Zustande aufgegossen werden, unter Verwendung einer entsprechenden Gussform. Es kann jedoch auch die, wie vorher erwähnt, separat hergestellte Verkleidung, wenn sie aus schweissfähigem Stoff besteht, durch nachträgliches Einleiten eines erhitzten Mediums in das Metallfass mit dem Metallmantel verschweisst werden. Zu diesem Zwecke muss das Medium mit einer ausreichenden Temperatur während eines zum Verschweissen der Verkleidungsinnenseite mit dem Metallmantel ausreichenden Zeitintervalles den Metallmantel mindestens an einem Teil der von der Bekleidung bedeckten Stellen auf die Schweisstemperatur des Verkleidungsstoffes gebracht werden.
Das Medium kann ohne weiteres durch die vom Ring 2 eingefasste Mündung in das Metallfass eingeleitet werden, zweckmässig in Form eines heissen Gas- oder Luftstromes, der mittels eines bis auf den Boden des Metallfasses reichenden Rohres eingeführt wird und das Fass durch die Öffnung verlässt.
Die Verkleidung 3 kann auch, wenn sie aus schweissfähigem Stoff besteht, zweckmässig an der der Mündungsöffnung gegenüberliegenden Seite in der Mantellängsrichtung aufgeschlitzt werden. Alsdann kann der so entstandene offene Ring durch Aufweitung über das Metallfass und den Mündungsring 2 gezogen und alsdann der Schlitz im Verkleidungsring wieder durch Verschweissen geschlossen werden, und zwar zweckmässig unter Anpassung zur Bewirkung einer kraftschlüssigen Anlage der Verkleidung am Metallmantel. Auch eine so aufgezogene Verkleidung kann nachträglich natürlich in der erwähnten Weise mit dem Metallmantel verschweisst werden.
Abweichend von der Zeichnung steht nichts im Wege, das Metallfass auf seiner ganzen Oberfläche mit einer Verkleidnug aus elastischem Stoff zu versehen.
Eine solche Verkleidung kann, abgesehen vom Aufgiessen bei Verwendung giessfähigen Stoffes, auch durch vorherige Herstellung in einer Gussform separat gebildet werden, wobei dann bereits zum Herausnehmen des verwendeten Giesskernes das Verkleidungsstück über einen Teil bzw. die ganze Länge des Mantels und eventuell eines Teiles der Böden in der Längsrichtung an einer zweckmässig der Mündung gegen überliegenden Stelle aufgeschlitzt werden. Hierauf lässt sich wegen der gummielastischen Eigenschaft des Stoffes das Verkleidungsstück vom Giesskern abziehen und in umgekehrter Weise auf das Metallfass aufziehen. Alsdann wird der Schlitz durch Verschweissen wieder geschlossen. Auch ein solches Verkleidungsstück kann nachträglich mit dem Metallfass in der erwähnten Weise verschweisst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Fassförmiges Gefäss, dessen mittlerer Mantelteil nach aussen vorspringende, ringsumlaufende Wülste und eine durch einen Mündungsring eingefasste Öffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem die Öffnung samt dem sie einfassenden, nach aussen vorstehenden Mündungsring (2) aufweisenden Metallfass (1) und einer dieses mindestens im mittleren Mantelteil umhüllenden Verkleidung (3) aus gummielastischem Stoff besteht, welche die Ringwülste (4) aufweist und den Mündungsring (2) am Umfang seines vorstehenden Teils allseitig umfasst.II. Verfahren zur Herstellung eines Gefässes gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallfass (1) mit nach aussen vorstehendem Mündungsring (2) mindestens über den mittleren Mantelteil unter allseitiger Umfassung des Umfanges des vorstehenden Mündungsringteiles mit einer Ringwülste (4) aufweisenden Verkleidung (3) aus gummielastischem Stoff umhüllt wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallfass (1) exzentrisch in der Verkleidung (3) angeordnet ist und die kleinste Wandstärke der letzteren an der dem Mündungsring (2) gegenüberliegenden Seite liegt.2. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) aus einem einzigen Stück bezieht.3. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) mindestens auf einem Teil ihrer Innenseite mit dem Metallmantel verbunden ist.4. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung aus Kunststoff besteht.5. Gefäss nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung aus Polyäthylen besteht.6. Gefäss nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung aus natürlichem oder künstlichem Gummi besteht.7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung, gesondert hergestellt und nach Fertigstellung unter vorübergehen- der elastischer Ausweitung über den Metallmantel gezogen wird.8. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verkleidung ein bei erhöhter Temperatur giessfähiger Stoff verwendet und auf das Metallfass aufgegossen wird.9. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung aus einem schweissfähigen Stoff hergestellt und mindestens über ihren mittleren Mantelteil in der Längsrichtung an einer Stelle aufgeschlitzt, alsdann über das Metallfass gezogen und anschliessend durch Verschweissen des Schlitzes wieder geschlossen wird.10. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung mindestens auf einem Teil ihrer Innenseite mit dem Metallfass verschweisst wird.11. Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mit einer Verkleidung aus schweissbarem Material versehene Metallfass durch Einleiten eines erhitzten Mediums mindestens an einem Teil der von der Verkleidung bedeckten Stellen während eines zum Verschweissen der Verkleidungsinnenseite mit dem Metallfass ausreichenden Zeitintervalls auf Schweisstemperatur gebracht wird.
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1955
- 1955-12-21 CH CH349535D patent/CH349535A/de unknown
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