CH349599A - Verfahren zur Herstellung neuer Antituberkulotica - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Antituberkulotica

Info

Publication number
CH349599A
CH349599A CH349599DA CH349599A CH 349599 A CH349599 A CH 349599A CH 349599D A CH349599D A CH 349599DA CH 349599 A CH349599 A CH 349599A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
quinoline
acid
aldehyde
parts
dependent
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hofstetter Emil
Original Assignee
Geistlich Soehne Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Geistlich Soehne Ag filed Critical Geistlich Soehne Ag
Publication of CH349599A publication Critical patent/CH349599A/de

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D401/00—Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, at least one ring being a six-membered ring with only one nitrogen atom
    • C07D401/02—Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, at least one ring being a six-membered ring with only one nitrogen atom containing two hetero rings
    • C07D401/12—Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, at least one ring being a six-membered ring with only one nitrogen atom containing two hetero rings linked by a chain containing hetero atoms as chain links

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Antituberkulotica
Es ist bekannt, dass   Isonikotinsäurehydrazid,    im folgenden INH genannt, antituberkulotische Wirkung besitzt. Seine Nützlichkeit wird aber etwas eingeschränkt durch die Tatsache, dass der Tuberkelbazillus rasch gegen INH widerstandsfähig wird, so dass die Verwendung dieser Substanz in der Therapie beschränkt ist. Auch ist INH in grossen Dosen merklich toxisch.



   Es wurde nun gefunden, dass die neuen Stoffe, die man erhält, wenn man INH mit einem Chinolinaldehyd der Formel
EMI1.1     
 worin R ein Wasserstoffatom, eine   Alkyl- oder    eine Aralkylgruppe bedeutet, umsetzt, antituberkulotische Wirkung zeigen und im besonderen auch gegen INHresistente Stämme des Tuberkelbazillus wirksam sind. Zudem sind die neuen Stoffe bei den anzuwendenden Dosen weniger toxisch als INH.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung dieser neuen Stoffe der Formel
EMI1.2     
 das dadurch gekennzeichnet ist, dass man einen Chinolinaldehyd der Formel
EMI1.3     
 mit INH umsetzt.



   Die   Aldehydgruppe    kann an jeder beliebigen Stelle des Chinolinkerns sitzen, doch zieht man im allgemeinen 5- oder 2-Stellung vor. Von den neuen Stoffen sind besonders wertvoll das Isonikotinsäurehydrazon des 8-Hydroxy-chinolin-5-aldehyds, welches einen Schmelzpunkt von   239-241"C    hat, das Isonikotinsäurehydrazon des 8-Hydroxy-chinolin-2aldehyds, welches einen Schmelzpunkt von 225 bis 2270 C hat, und das Isonikotinsäurehydrazon des   8-Benzyloxychinolin-2-aldehyds,    welches sich bei   180-182"C    zersetzt.



   Die Umsetzung des Chinolinaldehyds mit INH wird zweckmässig in einem Lösungsmittel, z. B.



  Alkohol, durchgeführt, vorzugsweise unter Erhitzen am Rückfluss. Die Dauer des Erhitzens hängt vom verwendeten Aldehyd ab, liegt aber im allgemeinen in der Grössenordnung 2-8 Stunden.



   Die gebildeten Hydrazone können aus dem Reaktionsgemisch beispielsweise isoliert werden, indem man einen Teil des Lösungsmittels verdampft und das Gemisch auf Oo C abkühlt, wobei die Hydrazone ausfallen; sie können dann leicht entfernt werden, z. B. durch Filtration.



   Die neuen Hydrazone bilden sowohl mit Basen, beispielsweise   Alkalihydroxyden,    als auch mit Mineralsäuren, beispielsweise Salzsäure, Salze. Andere nichttoxische Salze, welche für eine therapeutische Verwendung in Frage kommen, sind u. a. die Salze mit organischen Säuren, z. B. p-Amino-salicylsäure  und Glutaminsäure. Es ist bekannt, dass die p-Aminosalicylsäure selbst schon antituberkulotische Wirkung besitzt, so dass die p-Amino-salicylsäure-Salze der Hydrazone bezüglich ihrer antituberkulotischen Wirkung besonders interessant sind.



   Die Salze der Hydrazone mit p-Amino-salicylsäure und Glutaminsäure können beispielsweise leicht so hergestellt werden, dass man die freie Säure oder ihr Natriumsalz in wässriger Lösung mit einer Lösung des Hydrazons, z. B. in Salzsäure, umsetzt und das gebildete Salz des Hydrazons durch Zugabe von Alkali ausfällt.



   Beispiel I
17,3 Gewichtsteile 8-Hydroxy-chinolin-5-aldehyd und 13,7 Gewichtsteile INH werden zusammen in 800 Volumteilen Alkohol gelöst und die Lösung 4-5 Stunden am Rückfluss gekocht. Dann wird sie auf etwa die Hälfte ihres Volumens eingeengt und auf   O"C    abgekühlt; dabei fällt das Hydrazon aus und kann am Vakuum abfiltriert und getrocknet werden. Weitere Mengen Hydrazon können durch weitere Konzentrierung der Mutterlauge erhalten werden. Die Gesamtausbeute an Hydrazon beträgt bis ungefähr   700/o.   



   Das erhaltene Isonikotinsäurehydrazon des 8-Hydroxy-chinolin-5-aldehyd kann aus Alkohol oder einem grossen Volumen Wasser umkristallisiert werden. Es ist löslich in verdünnter Salzsäure oder verdünnter Natronlauge. Das reine Hydrazon schmilzt   bei 2392410 C.   



   Die so erhaltene Verbindung kann wie folgt in Salze übergeführt werden: a) 2,9 Gewichtsteile des Hydrazons werden unter Erhitzen in 50 Volumteilen in Salzsäure gelöst und zu einer Lösung von 2,1 Gewichtsteilen Natrium-pamino-salicylat in 40 Volumteilen Wasser gegeben.



  Beim Neutralisieren des Reaktionsgemisches mit 40 Volumteilen in Natriumhydroxyd fällt das p-Aminosalicylat des Hydrazons als braunoranger Niederschlag aus. Dieses Salz zersetzt sich bei   2802850    C und ist in Wasser sehr schlecht löslich. b) 3 Gewichtsteile des Hydrazons werden in 50    Volumteilen in Salzsäure gelöst und ! zu einer Lö-    sung von   1,5    Gewichtsteilen   l (+)-Glutaminsäure    in
10 Volumteilen ln Natriumhydroxyd gegeben. Bei der Zugabe von weiteren 40 Volumteilen in Na  triumhydroxyd    fällt das   l (+)-Glutaminat    als gelbbrauner Niederschlag aus. Es ist in Wasser sehr schlecht löslich und zersetzt sich bei   2752800 C.   



   Beispiel 2
8,7 Gewichtsteile 8-Hydroxy-chinolin-2-aldehyd und 7 Gewichtsteile INH werden in 100 Volumteilen Alkohol gelöst und ungefähr 4 Stunden am Rückfluss gekocht. Bereits beim Erhitzen scheidet sich ein Niederschlag aus, der durch Abkühlen auf   0"    C, Abfiltrieren am Vakuum und Trocknen gewonnen wird. Eine weitere Menge des Produktes kann durch Eindampfen der Mutterlauge gewonnen werden. Die Ausbeute beträgt ungefähr   800/0.    Das so erhaltene Hydrazon kann aus Alkohol umkristalli- 60 siert werden und schmilzt bei   2252270    C.



   Beispiel 3
10 Gewichtsteile 8-Benzyloxy-chinolin-2-aldehyd und 5,2 Gewichtsteile INH werden zusammen in 100 Volumteilen Alkohol gelöst und am Rückfluss 65 4-5 Stunden gekocht. Dann wird ungefähr die Hälfte des Alkohols abdestilliert und der Rückstand auf   Oo C    abgekühlt. Man erhält ein kristallines Hydrazon mit einer Ausbeute von ungefähr 800/0, das aus Alkohol umkristallisiert werden kann. Es 70 schmilzt bei   180-182"    C.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Stoffe der Formel EMI2.1 worin R ein Wasserstoffatom, eine Alkyl- oder eine 80 Aralkylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Chinolinaldehyd der Formel EMI2.2 mit Isonikotinsäurehydrazid umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 90 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 8-Hydroxy-chinolin-5-aldehyd verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 8-Hydroxy-chinolin-2-aldehyd 95 verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 8-Benzyloxy-chinolin-2aldehyd verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- loo kennzeichnet, dass man die Umsetzung in Alkohol durchführt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei erhöhter Temperatur am Rückfluss durchführt. los 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionsdauer 2-8 Stunden beträgt.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Produkt in ein 110 nichttoxisches Salz mit einer Säure überführt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Produkt mit dem Natriumsalz einer Säure umsetzt. 115 9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man pAmino-salicylsäure verwendet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man Glutaminsäure verwendet.
    11. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in wässriger Lösung durchführt.
CH349599D 1956-11-22 1956-11-22 Verfahren zur Herstellung neuer Antituberkulotica CH349599A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH349599T 1956-11-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH349599A true CH349599A (de) 1960-10-31

Family

ID=4508797

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH349599D CH349599A (de) 1956-11-22 1956-11-22 Verfahren zur Herstellung neuer Antituberkulotica

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH349599A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10189811B2 (en) * 2013-12-20 2019-01-29 FACULDADES CATÓLICAS, Associação sem fins Lucrativos Method for preparing the anhydrous crystalline form of isoniazid-derived hydrazone, thus produced cristalline polymorph of the anhydrous form, use thereof for the treatment of Alzheimer's disease, parkinsonism and other neurodegenerative disorders, and pharmaceutical composition

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10189811B2 (en) * 2013-12-20 2019-01-29 FACULDADES CATÓLICAS, Associação sem fins Lucrativos Method for preparing the anhydrous crystalline form of isoniazid-derived hydrazone, thus produced cristalline polymorph of the anhydrous form, use thereof for the treatment of Alzheimer's disease, parkinsonism and other neurodegenerative disorders, and pharmaceutical composition
US10316019B2 (en) 2013-12-20 2019-06-11 Faculdades Católicas, Associação Sem Fins Lucrativos, Mantenedora Da Pontifícia Universidade Católica Method for preparing the anhydrous crystalline form of isoniazid-derived hydrazone, thus produced crystalline polymorph of the anyhydrous form, use thereof for the treatment of alzheimer's disease, parkinsonism and other neurodegenerative disorders, and pharamceutical composition

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1258412B (de) Verfahren zur Herstellung von 5, 5-Bis-(p-hydroxyphenyl)-imidazolinonen-(4) und ihren Salzen
CH396881A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Hydrazone
DE910299C (de) Verfahren zur Herstellung von heterocyclischen bis-quaternaeren Ammoniumsalzen, die eine Polymethylenkette enthalten
CH345016A (de) Verfahren zur Herstellung von p-Oxy-phenylamiden
DE825840C (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Piperazine
AT253132B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Amino-nortropan-Derivaten
AT247353B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 2-Chlor-4-azaphenthiazinderivate
AT203501B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Derivate des Piperazins
AT229874B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen (5- oder 6)-Alkyl- und 5, 6-Dialkyl-3-alkoxy-pyrazinen
DE850297C (de) Verfahren zur Herstellung von Amidinsalzen
AT203495B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen
AT227686B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Anthranilsäuren und deren Salzen
DE825548C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen diquartaeren Salzen von Pyrimidylaminocinnolinen
AT278786B (de) Verfahren zur herstellung von neuen pyridinmalonaten und von deren saeureadditionssalzen
AT227696B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-oxazolen
AT228190B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazinderivaten und ihren Salzen
AT238174B (de) Verfahren zur Herstellung von N-(2,3-Dimethylphenyl)-anthranilsäure und deren Salzen
AT252912B (de) Verfahren zur Herstellung der 3-Methylflavon-8-carbonsäure und deren Estern
AT211823B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Aryloxyessigsäureamiden
AT228793B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodibenzylderivaten
AT365598B (de) Verfahren zur herstellung eines neuen formamidkomplexes von 7-beta-(d-2-phenylacetamido) -3-methylceph-3-emcarbonsaeure
AT212301B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Anilindisulfonsäurechlorid-Derivaten
AT241461B (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Isonicotinsäure-thioamiden
AT146504B (de) Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure.
AT276407B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 1,2,3,4-Tetrahydrochinazolinderivate und ihrer Salze