Verfahren zur Durchführung des Spülprozesses in einer Waschmaschine und Einrichtung zur Durchführung. des Verfahrens Bei Waschmaschinen bezweckt der Spülvorgang das möglichst weitgehende Entfernen von restlichen Schmutzteilchen, welche durch die vorhergehenden Waschgänge bereits von der Faser weitgehend abge löst sind, und vor allem auch das Entfernen der beim Waschen und Spülen benutzten Waschmittel, die sich nach dem Waschen und Spülen noch in erheblichen Restmengen in der Wäsche befinden. Um dieses Spü len möglichst intensiv zu gestalten, ist das sogenannte Durchlaufspülen bekannt, welches darin besteht, dass bei dauernd bewegtem Wäschebeweger laufend Frischwasser zufliesst und Spülwasser abläuft.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Durchführung des Spülprozesses in einer Waschma schine und auf eine Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass der Flüssigkeitsstand im Laugenbehälter während des Spülvorganges zwischen zwei Höhen periodisch wechselt, wobei der obere Flüssigkeitsstand über dem beim Waschgang eingestellten Flüssigkeitsstand liegt, während der untere Stand wenigstens angenähert dem Flüssigkeitsstand beim Waschgang entspricht.
Die er findungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeich net, dass eine auf zwei verschiedene Flüssigkeitsstände ansprechende Schaltvorrichtung bei Erreichen des oberen Flüssigkeitsstandes ein dem Laugenbehälter zugeordnetes Auslassventil öffnet, während sie bei Erreichen des unteren Flüssigkeitsstandes das ge nannte Auslassventil schliesst und ein Einlassventil öffnet.
Die Anordnung wird dabei vorzugsweise so gewählt, dass die Schaltvorrichtung gleichzeitig mit dem Öffnen und Schliessen des Auslassventils eine Laugenpumpe zum Absaugen des Spülwassers aus dem Laugenbehälter ein- bzw. ausschaltet. Der Ab lauf des Spülvorganges kann also so beeinflusst wer- den, dass während des Spülens nicht nur dauernd Frischwasser zu- und schmutziges Spülwasser abläuft, sondern dass dabei auch der Flüssigkeitsstand peri odisch abwechselnd zwischen einem Höchst- und Niedrigststand wechselt.
Bei den bekannten Waschmaschinen, die mit Ein regelung des Flüssigkeitsstandes durch Schwimmer- schalter arbeiten, ergibt sich als Folge dieser Schwim mersteuerung zwar auch eine geringfügige, periodisch abwechselnde Höhe des Pegels in der Maschine, die in der Grössenordnung bis zu etwa 5 % des normalen Flüssigkeitsstandes beim Waschen liegt.
Mit einer er findungsgemässen Einrichtung können jedoch Flüssig keitsstandänderungen erzielt werden, die wesentlich grössere Ausmasse, z. B. 100 1/o, erreichen.
Beim Spülen liegt also der höchste Flüssigkeits stand über und der tiefste Flüssigkeitsstand im Be reich des beim Waschprozess üblichen normalen Flüs sigkeitsstandes. Der Höchststand der Flüssigkeit bei dieser Betriebsweise kann je nach den Mengenabmes- sungen zwischen 40 und 60% des Trommeldurch- messers vom tiefsten Punkt der Trommel an gerech net betragen.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren lässt sich also folgender Effekt ausnutzen: Bei sehr niedrigem Pegel wird eine grosse mechanische Kom ponente in der Wäsche erzeugt, d. h. in diesem Be triebszustand wird die Wäsche durch die grosse Fall- höhe in einer Trommelwaschmaschine stark durch gewalkt, und dementsprechend werden die noch in der Wäsche befindlichen Fremdkörper mechanisch gut von der Faser gelöst.
Bei sehr hohem Pegel, der, wie angedeutet, wesentlich über dem normalen Stand beim Waschen liegen kann, wird der Wäsche Ge legenheit gegeben, die vorher bei niedrigem Laugen stand intensiv gelockerten Fremdkörper an die Spül lauge abzugeben, die sie dann abführt. Der durch die neue Einrichtung automatisch ge steuerte Spiilvorgang kann periodisch abwechselnd folgende Betriebszustände durchlaufen: 1. Zufliessen von Frischwasser ohne Absaugen der Schmutzlauge. Hierbei steigt der Pegel bis weit über das bei normalem Waschen übliche Mass.
z. Bei Erreichen eines bestimmten Pegels erfolgt automatisch die Umschaltung und das Abführen des Spülwassers ohne Frischwasserzufluss. Dabei sinkt der Pegel, die mechanische Komponente der weiter arbei tenden Maschine wird immer grösser, bis der den Vor gang steuernde Schalter im Bereich des normalen Waschlaugenstandes oder auch geringfügig darüber oder darunter den Abfluss des Spülwassers unterbricht und wieder das Zufliessen von Frischwasser einleitet und so fort.
Bei Anlagen mit einer Absaugpumpe, die eine genügend grosse Förderleistung besitzt, kann während des Absaugens des Spülwassers der Frischwasserzu- fluss auch stetig weiter laufen.
Besonders vorteilhaft wird man den beschrie benen, periodisch wechselnden Vorgang beim Spülen so steuern, dass das Abpumpen in einer wesentlich kürzeren Zeit vorgenommen wird als das Zufliessen lassen von Frischwasser. Das hat den Vorteil, dass während des Zufliessens von Frischwasser infolge der stetigen Vergrösserung der schmutzaufnahmefähigen Wassermenge eine besonders wirksame Schmutzab gabe erfolgt, weil dadurch im Gegensatz zu dem bis her üblichen Spülen bei gleichem Pegel eine der Ten denz nach gleichbleibend geringe Schmutzkonzentra tion erreicht wird.
Umgekehrt kann bei gegenüber der Zufliessperiode schnellerem Absaugen des schmutzi gen Spülwassers dafür gesorgt werden, dass der aus gespülte Schmutz in möglichst kurzer Zeit abgeführt und dass dieser Betriebszustand, bei dem die für das Ausspülen zur Verfügung stehende Spülwasser menge dauernd kleiner und damit weniger aufnahme fähig wird, in möglichst kurzer Zeit beendet ist. Als günstig haben sich in praktischer Ausführung z. B.
folgende Zeiten erwiesen: Steigender Flüssigkeitsstand: 50 Sekunden Fallender Flüssigkeitsstand: 6 Sekunden Vorteilhaft ist es für den Durchlaufspülvorgang, ein besonderes, eine kleinere Durchflussmenge als das normale Einlassventil lieferndes Einlassventil zu ver wenden.
Man kann dann erreichen, dass das Füllen des Laugenbehälters zum 1. Vorwaschen, 2. Vorwaschen und Klarwaschen und zum ersten und zweiten Spülen durch Anwendung des nomalen Einlassventils mög lichst schnell vor sich geht, während das Steigen des Flüssigkeitsstandes beim Durchlaufspülen durch An wendung des besonderen Einlassventils langsamer vor sich geht.
Im weiteren kann man am Laugenbehälter etwas (vorzugsweise einige Zentimeter) tiefer, als es dem oberen Pegel entspricht, einen Überlauf vorsehen, an den ein ebenfalls durch die Absaugpumpe ent leerbarer überlaufbehälter angeschlossen ist. Durch diese Ergänzung kann eine besonders wirksame Spül wirkung erzielt werden.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass nicht nur der am Boden des Laugenbehälters befindliche Schmutzschlamm und der in der Wasch lauge in Form von schwebenden Teilchen befindliche Schmutz gründlich fortgespült wird, sondern durch die Anwendung des überlaufs werden auch die auf der Oberfläche des Wasserspiegels schwimmenden oder auf bzw. im Schaum schwebenden Schmutzteil chen besonders intensiv und wirksam weggespült.
Man wird den zusätzlichen überlaufbehälter vor zugsweise so bemessen, dass er ein Fassungsvermögen von etwa 20 bis 50 /o des Waschlaugenvolumens beim Waschprozess hat. Auf diese Weise wird erreicht, dass der auf der Wasseroberfläche befindliche Schmutz besonders intensiv entfernt und durch Überfliessen in den Überlaufbehälter alsbald von dem übrigen Flüssigkeitsinhalt getrennt werden kann.
Dem über- laufbehälter selbst wird man zweckmässig eine mit einem eigenen Auslassventil versehene Abflussleitung zuordnen, die hinter dem Auslassventil des Laugen behälters in die gemeinsame Ansaugleitung der Lau genpumpe führt. Zur Entleerung des Laugenbehäl- ters und des überlaufbehälters kann also ein und dieselbe Pumpe in der beschriebenen Schaltung der Wasserwege benutzt werden.
Man wird die beiden Auslassventile für den Laugenbehälter einerseits und den Ü berlaufbehälter anderseits bzw. die Zuleitungen zu diesen Ventilen so dimensionieren und aufein ander abstimmen, dass bei gleichzeitigem Öffnen bei der Ventile und bei laufender Absaugpumpe der In halt des überlaufbehälters nicht durch die Ventile in den Laugenbehälter zurücktreten kann.
Die neue Spüleinrichtung kann man insbesondere bei Waschautomaten anwenden. In diesem Fall wählt man die Einrichtung vorzugsweise so, dass das Ein lassventil und die beiden Auslassventile für den über- laufbehälter und den Laugenbehälter sowie die Pumpe von einem Programmsteuergerät auf Wunsch je nach dem beabsichtigten Zweck einzeln oder in beliebiger Kombination gleichzeitig oder nacheinan der ein- und/oder ausgeschaltet werden können.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Einrichtung nach der Erfindung dargestellt und an hand derselben wird auch das erfindungsgemässe Ver fahren zur Durchführung des Spülprozesses beispiels weise erläutert. Fig. 1 zeigt schematisch eine Einrich tung zur Steuerung des Wasserdurchflusses in einer Waschmaschine, und Fig. 2 zeigt eine ähnliche Ein richtung an einem Waschautomaten mit Überlauf behälter.
Mit 31 ist der Laugenbehälter einer Trommel waschmaschine bezeichnet. Die Trommel 32 wird vom Elektromotor 33 über einen Riementrieb an getrieben. Mit 34 ist ein elektromagnetisch gesteuer tes Einlassventil und mit 35 ein elektromagnetisch gesteuertes Auslassventil für den Laugenbehälter be zeichnet. Diese Ventile liegen in der Wasserzufluss- leitung 36 bzw. in der Abflussleitung 37.
Die Abfluss- Leitung 37 mündet in den Saugstutzen der Laugen pumpe 58, welche von dem Motor 57 angetrieben wird. über eine Verbindungsleitung 38 steht der un tere Teil des Laugenbehälters 31 mit zwei Schwim merbehältern 39 und 40 in Verbindung. Der Schwim merbehälter 39 enthält einen Schwimmer 41, dessen Schaltplatte 42 den Schalter 43 betätigt (Moment schalter als Zweistellungs-Ein-Aus-Schalter). Mit die sem Schalter 43 wird der Laugenstand der Maschine beim Waschprozess in bekannter Weise eingeregelt.
Der Schalter 43 kann feststehend angeordnet sein, er kann auch von Hand in seiner Höhenlage einstell bar gemacht sein, um willkürlich beim Waschen den eingeregelten Laugenstand verändern zu können.
Der Schwimmerbehälter 40 dient dazu, den Flüs sigkeitsstand beim Spülprozess zu beeinflussen. Mit 44 ist ein Schalter bezeichnet (Momentschalter als 2-Stellungs-Umschalter), der von der Schaltplatte 45 des Schwimmers 46 betätigt wird.
Während der Schaltbereich 47 des schwankenden Laugenstandes beim Waschprozess am Schalter 43 verhältnismässig klein ist entsprechend dem kleinen Schaltweg des Schalters 43, hat der Schalter 44, mit dem der peri odisch schwankende Pegel beim Spülprozess einge- grenzt wird, einen ganz wesentlich grösseren Schalt weg und der Flüssigkeitsstand dementsprechend einen ganz wesentlich grösseren Schwankungsbereich 48. Um das Waschprogramm in der gewünschten Weise zu steuern, ist fernerhin noch ein Umschalter 49 vor gesehen (3-Stellungs-Umschalter), der vom Pro gramm-Steuergerät 50 des Waschautomaten betätigt wird.
Mit 51 ist die der elektrischen Steuerung zu geordnete Spannungsquelle bezeichnet. Das Pro gramm-Steuergerät 50 legt den Umschalter 49 beim Übergang vom Waschen zum Spülen und weiter zum völligen Ablassen nacheinander in die Stellungen I - Waschen, 1I = völliges Ablassen und III - peri odisches Durchlaufdauerspülen und ganz zum Schluss wieder zurück in die Stellung II = endgültiges, völli ges Ablassen.
In der Schaltlage I ist der Schalter 43, welcher dem Waschgang zugeordnet ist, und der Elektroma gnet 52 des Zulaufventils 34 eingeschaltet. In dieser Schaltlage wird also beim Waschprozess Wasser aus der Zulaufleitung zugelassen, und zwar so lange, bis der Schwimmer 41 anspricht und über den Schalter 43 den Zulauf unterbricht.
In der Schaltlage 1I wird der Elektromagnet 53 des Auslassventils 35 sowie der Motor 57 der Pumpe 58 eingeschaltet (.'Motor 57 und Auslassventilmagnet 53 sind parallel geschaltet), und der Laugenbehälter- inhalt wird ausgepumpt, bis das Programmsteuergerät 50 den Umschalter 49 weiter in die Stellung III bringt.
In der Schaltlage<B>111</B> wird bei leerem Laugen behälter zunächst durch den Umschalter 44 das Ein lassventil 34 durch seinen Magneten 52 eingeschaltet, und der Wasserstand im Laugenbehälter 31 steigt, bis der Umschalter 44 im obersten erreichbaren Ende des Spülpegelbereiches 48 das Auslassventil 35 über dessen Magneten 53 und den Laugenpumpenmotor 57 einschaltet: Dadurch wird der Laugenbehälter wie der entleert, und zwar so lange, bis der Umschalter 44 das Auspumpen wieder abschaltet und auf Wieder- auffüllen wie oben umschaltet.
In dieser Weise ver läuft das periodische Durchlaufdauerspülen so lange, bis das Programmsteuergerät endgültig den Umschal ter 49 auf Stellung 1I - Ablassen umschaltet und durch völliges Abpumpen den Spülvorgang beenden lässt.
Bei der eben geschilderten Arbeitsweise wird das Zuströmen von Frischwasser während des Auspum- pens unterbrochen. Bei einer genügend kräftigen Lau genpumpe kann das Zulaufen von Frischwasser wäh rend des Abpumpens fortdauern, wenn nämlich die Leistung der Laugenpumpe so gross ist, dass das wäh rend des Abpumpens zufliessende Frischwasser das Absinken des Laugenspiegels kaum beeinflusst.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das Abpumpen des Spülwassers in einem wesentlich kürzeren Zeitraum vor sich geht, als das Wiederansteigen des Spülwasserpegels bis zu seinem höchsten Stande dauert.
Auf die geschilderte Weise arbeitet die Automa tik beim Spülprozess mit periodisch in grossem Aus mass wechselndem Flüssigkeitsstand, wodurch eine besonders intensive Spülwirkung erzielt wird, Bei diesem Spülprozess schwankt der Pegel zwischen dem in der Figur angedeuteten Höchststand 54, der ganz wesentlich über dem normalen Laugenstand 55 beim Waschen liegt, und einem tiefsten Stand 56, der im Bereich des normalen Laugenstandes, vorzugsweise sogar etwas unterhalb des Standes 55, liegt.
In der Fig. 2 ist mit 131 der Laugenbehälter einer Trommelwaschmaschine bezeichnet. Die Trommel 132 wird vom Elektromotor 133 über einen Riemen trieb angetrieben. Mit 134 ist ein elektromagnetisch gesteuertes Einlassventil und mit 135 ein elektroma gnetisch gesteuertes Auslassventil am Boden des Lau genbehälters 131 und mit 135a ein elektromagnetisch gesteuertes Auslassventil am Boden des überlaufbe- hälters 161 bezeichnet.
Der Überlaufbehälter 161 ist durch eine überlaufverbindungsleitung 162 mit dem Laugenbehälter 131 verbunden. Die Ventile liegen in der Wasserzuflussleitung 136 bzw. in der Abflusslei- tung 137 bzw. 163.
Die Abflussleitungen 137 und 163 münden in den Saugstutzen der Laugenpumpe 156, welche von dem Motor 157 angetrieben wird. über eine Verbindungsleitung 138 steht der untere Teil des Laugenbehälters 131 mit zwei Schwimmerbehäl tern 139 und 140 in kommunizierender Verbindung.
Der Schwimmerbehälter 139 enthält einen Schwim mer 141, dessen Schaltplatte 142 den Schalter 143 betätigt (Moment-Umschalter). Mit diesem Umschal ter 143 wird der Laugenstand der Maschine beim Waschprozess in bekannter Weise eingeregelt; solange der Schalter 143 in der Stellung 143a steht, erhält das Einlassventil 134 Spannung und lässt Wasser ein, bis der Schalter beim Erreichen des Laugenstandes 164 in die Stellung b umspringt, dadurch das Magnet- ventil 134 abschaltet und dafür den Motor 133 ein schaltet.
Der Schwimmerbehälter 140 dient dazu, den Flüssigkeitsstand beim Spülprozess zu beeinflussen. Mit 144 ist ein Schalter bezeichnet (Momentschalter als Aus / Ein -Schalter), der von der Schaltplatte 145 des Schwimmers 146 betätigt wird.
Während der Schaltbereich 147 des Laugenstandes beim Wasch prozess am Schalter 143 verhältnismässig klein ist, ent sprechend dem kleinen Schaltweg des Schalters 143, hat der Schalter 144, mit dem der periodisch schwan kende Flüssigkeitsstand beim Spülprozess eingegrenzt wird, einen ganz wesentlich grösseren Schaltweg und der Flüssigkeitsstand dementsprechend einen ganz wesentlich grösseren Schwankungsbereich 148. Um das Waschprogramm in der gewünschten Weise zu steuern, ist ferner noch ein Umschalter 149 vorge sehen.
Dieser Umschalter 149 ist als zweipoliger Schiebeschalter dargestellt mit den vier möglichen Stellungen<I>A, B,</I> C und<I>D,</I> in welche er mechanisch vom Programmsteuergerät 150 des Waschautomaten nach Bedarf gebracht wird. Mit 151 ist die der elek trischen Steuerung zugeordnete Spannungsquelle be zeichnet.
Mit der beschriebenen Anordnung sind folgende Vorgänge einsteuerbar: <I>1. Umschalter 149 in Stellung A</I> Über die Schaltkontakte A erhält zunächst der bewegliche Kontakt 143c des Umschalters 143 Span nung, und bei zunächst leerem Laugenbehälter 131 steht der Umschalter in Stellung 143a. Dadurch er hält das elektromagnetische Einlassventil 134 Span nung, und durch die Zuflussleitung 136 strömt Was ser in den Laugenbehälter ein. Der Wasserpegel steigt, bis er nach Erreichen der Pegelhöhe 164 den Umschalter 143 in die Stellung 143b umspringen lässt.
Dadurch wird das Einlassventil 134 stromlos, die Wasserzufuhr hört auf, und der Motor 133 erhält Spannung und treibt seinerseits die Waschtrommel 132 an, d. h. der Waschvorgang beginnt.
<I>2. Umschalter 149 in Stellung B</I> Nach Beendigung des Waschganges (Waschmittel- zufuhr und Heizung sind der Einfachheit halber hier nicht dargestellt) verstellt das Programmsteuergerät 150 den Umschalter 149 in die Stellung B.
Über die Kontakte B erhalten die beiden Auslass- ventile 135 und 135a sowie der Motor<B>157</B> Span nung, und die schmutzige Waschlauge wird abge pumpt. Nach Beendigung des Auspumpens kann der Spülvorgang beginnen. Das Programmsteuergerät 150 verstellt deshalb nunmehr mechanisch den Umschal ter 149 in die Stellung C.
<I>3. Umschalter 149 in Stellung C</I> Über die Kontakte C erhalten in diesem Falle nur das Auslassventil 135a und der Motor 157 Span nung, während das Auslassventil 135 geschlossen bleibt. Ausserdem erhält das Schütz 167 Spannung, und über die dadurch geschlossenen Kontakte 168 und<B>169</B> erhält zunächst bei leerem Laugenbehälter <B>131</B> über den Umschalter 143 und Kontakt 143a das Einlassventil 134 Spannung.
Deshalb tritt jetzt das (gegebenenfalls vorgewärmte) Spülwasser in den Laugenbehälter 131 ein, und der Wasserpegel steigt an, weil das Auslassventil 135 am Boden des Laugen behälters 131 geschlossen ist. Nach Erreichen des Pegels 164 springt Momentumschalter 143 in die Stellung 143b, der Motor 133 erhält Spannung und beginnt, die Trommel zu drehen. Der Spülvorgang beginnt. Da das Einlassventil 134 aber auch über den Schützkontakt 169 weiterhin Spannung erhält, steigt der Wasserpegel im Laugenbehälter 131 weiter an.
Nach Erreichen des Pegels 165 beginnt das im Lau genbehälter 131 befindliche Wasser, durch den Über laufbehälter 162 überzulaufen, wobei naturgemäss vor allem der auf der Wasseroberfläche schwimmende Schmutz und Schaum bevorzugt abgeführt werden. Da das Ventil 135a geöffnet und die Pumpe 156 in Tätigkeit ist, wird laufend das überfliessende Wasser samt Schmutz und Schaum abgeführt, und der Pegel kann über die Pegelhöhe 165 hinaus nicht ansteigen, obwohl dauernd Wasser zuläuft.
Es werden also in diesem ersten Teil des Durch laufspülens bevorzugt der auf der Wasseroberfläche schwimmende Schmutz und Schaum abgeführt. Nach einer gewissen Spülzeit, die in der Grössenordnung von einigen Sekunden liegt, wird der Hauptteil des Schaumes und des auf der Flüssigkeit schwimmenden Schmutzes abgeführt sein, und man geht jetzt vorteil haft zum zweiten Teil des Durchlaufspülens über.
Das Programmsteuergerät 150 verstellt zunächst den Umschalter 149 in die Stellung D.
<I>4. Umschalter 149 in Stellung D</I> Über die Kontakte D erhält das Schütz 167 Span nung, und dadurch bleibt zunächst der Schaltzustand für das Einlassventil 134 und für den Waschmotor 133 erhalten wie in Stellung C, jedoch sind das Aus lassventil 135a für den Überlaufbehälter <B>161</B> und der Laugenpumpenmotor 157 abgeschaltet. Der Schalter 144 steht nämlich in der Stellung<I>144a,</I> d. h. die Schalterkontakte sind offen.
Durch das weiterhin ein strömende Wasser steigt der Pegel weiterhin an, bis beim Erreichen des Pegelstandes 166 der Umschal ter 144 in die Stellung<I>144b</I> umspringt. Dadurch er halten das Auslassventil 135a und der Pumpenmotor <B>157</B> und ausserdem über die beiden rechten Kontakte D auch das Ventil 135 Spannung. Es werden also sowohl der Inhalt des Überlaufbehälters 161 als auch der Inhalt des Laugenbehälters 131 abgepumpt; letz terer allerdings nicht restlos, sondern nur so lange, bis der Pegelstand 164 erreicht ist.
In diesem Augen blick springt der Schalter 144 wieder zurück in die Stellung<I>144a,</I> und das Abpumpen hört auf. Da die Pumpe 156 ein Vielfaches der Wassermenge abpumpt, als in der gleichen Zeit durch das Einlassventil 134 zuläuft, kann das Ventil 134 dabei weiter geöffnet bleiben, und ebenso läuft der Motor 133 während des Abpumpens weiter.
Der hier geschilderte Vorgang wiederholt sich nun periodisch so lange, bis das Spülwasser genügend sauber fliesst, und dann können in der geschilderten Weise durch Umstellen des Schalters 149 in die Stellung 149 B der Laugenbehälter 131 und der überlaufbehälter 161 endgültig geleert werden.
Zur Verdeutlichung des Spülverfahrens sind die verschiedenen Pegelstände bzw. die verschiedenen Wasservolumina in der Fig. 2 wie folgt gekennzeich net: Der Laugenbehälterinhalt beim Waschen, der nach Beendigung durch das Auslassventil 135 restlos abgepumpt wird, ist waagrecht schraffiert.
Durch Schraffur von links unten nach rechts oben ist der Wasserinhalt des Laugenbehälters 131 im ersten Teil des Durchlaufspülens gekennzeichnet. Dieser Wasserinhalt wird im ersten Teil des Durch laufspülens nicht abgepumpt.
Durch Schraffur von rechts unten nach links oben ist der Inhalt des Überlaufbehälters 161 gekennzeich net, welcher im ersten Teil des Durchlaufspülens lau fend in dem Masse abgesaugt wird, wie er über den Überlauf 162 in den überlaufbehälter 161 einläuft. Der überlaufbehälter 161 wird deshalb in diesem ersten Teil des Spülverfahrens nicht so voll laufen, wie er gezeichnet ist, weil sein Inhalt laufend abge pumpt wird.
Gekreuzt schraffiert ist diejenige Wassermenge, welche noch fehlt, um den Pegelstand 166 zu errei chen und den Umschalter 144 in die Stellung b um springen zu lassen. Nach Schliessen des Kontaktes <I>144b</I> wird durch das Bodenauslassventil <B>135</B> sowohl der von links unten nach rechts oben schraffierte Teil des Wassers als auch der gekreuzt schraffierte Teil des Wassers aus dem Laugenbehälter 131 so weit abgepumpt, bis der Pegelstand 164 erreicht ist.
Gleichzeitig wird der von rechts unten nach links oben schraffierte und der gekreuzt schraffierte In halt des überlaufbehälters 161 aus dem überlauf behälter 161 abgepumpt. Durch entsprechende Di- mensionierung der Leitung 163 kann erreicht werden, dass bei diesem gemeinsamen Auspumpen aus Lau genbehälter 131 und überlaufbehälter 161 der über laufbehälter<B>161</B> mit Sicherheit bereits leergepumpt ist, wenn der Pegelstand 164 erreicht wird.