CH350182A - Verfahren zur Verhütung der Gerinnung von Schlachttierblut - Google Patents

Verfahren zur Verhütung der Gerinnung von Schlachttierblut

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CH350182A
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Otto Dr Pfrengle
Christel Dr Pietruck
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Chem Fab Budenheim Aktiengesel
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    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J3/00Working-up of proteins for foodstuffs
    • A23J3/04Animal proteins
    • A23J3/12Animal proteins from blood

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Description


  Verfahren zur Verhütung der     Gerinnung    von     Schlachttierblut            Alkalisalze    von kondensierten Phosphorsäuren,  das heisst Salze solcher Phosphorsäuren, die weniger  Konstitutionswasser enthalten als die Phosphorsäure,  z. B.     Pyro-,        Poly-    und     Metaphosphorsäuren,    werden  seit längerer Zeit zur Verhütung der Gerinnung von       Schlachttierblut    verwendet.  



  Die kondensierten Phosphate werden dabei aus  schliesslich in einer schweren, dichten Pulverform an  gewandt, die durch Feinmahlen kristalliner oder     glas-          förmiger    Phosphate erhalten wird. Diese handels  übliche Form der Phosphate löst sich verhältnis  mässig langsam in Wasser auf und insbesondere das       Tetranatriumpyrophosphat,    das     Natriumtripolyphos-          phat,    und alle     Phosphatgläser    neigen beim Zusammen  bringen mit Wasser zur     Klumpenbüdung.    Diese     Klum-          penbildung    erschwert jedoch die praktische Anwen  dung; auch kann es z.

   B. beim Einstreuen des Phos  phats in das Blut zur Bildung kleiner Phosphat  klümpchen und damit zu Fehlfabrikaten kommen.  



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ver  hütung der Gerinnung von     Schlachttierblut    mit Alkali  salzen von kondensierten Phosphorsäuren.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass solche     Alkalisalze    von konden  sierten Phosphorsäuren, die ein Schüttgewicht von  weniger als 600     g11,    vorzugsweise weniger als 400     gll,     aufweisen, mit dem Blut zusammengebracht werden.  



  Es hat sich gezeigt, dass man durch das erfin  dungsgemässe Verfahren die Verhütung der Gerinnung  von     Schlachttierblut    mit kondensierten     Alkaliphos-          phaten    in mehrfacher Hinsicht verbessern kann.  Solche Phosphate waren bisher noch nicht im Handel  erhältlich. Sie können durch einen direkten oder in  direkten     Sprühprozess    in einer sehr voluminösen und  leichtlöslichen Form gewonnen werden.  



  Unter einem direkten     Sprühprozess    wird verstan  den, dass     Alkaliorthophosphatlösungen    oder auch Lö-    sungen kondensierter     Alkaliphosphate,    insbesondere       Phosphatgläser,    in einem Sprühturm in eine heisse  Gaszone     versprüht    werden, wobei die     Orthophosphate     bei ausreichend hoher     Heizgastemperatur    in konden  sierte     Alkaliphosphate    übergehen, während die Lö  sungen der kondensierten     Alkaliphosphate,    insbe  sondere die     langkettigen        Polyphosphatgläser,

      dabei  häufig einen     Kettenlängenabbau    erleiden, alle aber in  einer leichten, voluminösen Form anfallen. Unter  einem indirekten     Sprühprozess    wird verstanden, dass       Alkaliorthophosphatlösungen    in einem Sprühtrockner  bei niedrigeren     Heizgastemperaturen    in ein voluminö  ses     Orthophosphatcalcinat    überführt werden und  dieses     Calcinat    in einer zweiten     Erhitzungsapparatur,     z. B. einem     Drehrohrofen,    bei Temperaturen zwischen  260 und     500     dann in ein voluminöses kondensiertes       Alkaliphosphat    umgewandelt wird.

   Hierbei ist immer  Voraussetzung, dass sowohl beim     Sprühtrocknungs-          vorgang    selbst wie beim Transport der Teilchen, bei  der     Abscheidung    von der     Trocknungsluft    wie auch bei  der Nacherhitzung durch eine geeignete Arbeitsweise  vermieden wird, dass die sperrige bzw. hohlkugel  förmige Feinstruktur der Einzelteilchen wesentliche  mechanische Schädigungen erleidet. Ein     nachheriges     Mahlen der Produkte wird daher in der Regel auch  unterbleiben, und es wird nur in solchen Fällen, bei  denen im     Sprühprozess    ein allzu leichtes Schüttgewicht  - z.

   B. 30     gll    - erreicht worden     ist,    unter Um  ständen durch einen kurzen     Mahlprozess    eine Erhö  hung des Schüttgewichtes angestrebt werden.  



  Diese voluminösen kondensierten     Alkaliphosphate     lösen sich nun ausserordentlich rasch in Wasser auf.  Streut man sie in Wasser oder in     Kochsalzlösungen     ein, dann lösen sie sich meist schon beim Untersinken  in der Flüssigkeit auf, häufig ohne dass ein Um  rühren notwendig ist. Die Wirkung der Phosphate  tritt daher gerade in den Fällen, in denen die Phos-           phate    trocken in das Blut eingestreut werden, beson  ders rasch und unmittelbar ein. Ein Zusatz von klei  nen Anteilen hochmolekularer und vernetzter Poly  phosphate, wie z. B. der     Kurrolschen        Kaliumphos-          phate,    in einer voluminösen Form kann dabei von  Vorteil sein.  



  Es wurde festgestellt, dass sich insbesondere die  durch einen direkten     Sprühprozess    in nichtkristalliner,  voluminöser Form gewonnenen Phosphate im Blut  rasch auflösen und sich infolgedessen hervorragend  für die     Gerinnungsverhütung    von     Schlachttierblut     eignen.  



  Einige der zur     Gerinnungsverhütung    geeigneten  handelsüblichen     Alkaliphosphate    sind an sich in  Wasser verhältnismässig leicht löslich, doch lösen sich  diese Salze beim Zugeben zum     Schlachttierblut    nur  sehr langsam, teilweise erst nach mehreren Tagen  auf. Man musste deshalb zunächst eine     wässrige    Lö  sung der kondensierten     Alkaliphosphate    herstellen,  die dann mit dem Blut vermischt wurde. Dieses Ver  fahren ist umständlich und bringt überdies eine un  erwünschte Verdünnung des Blutes mit sich.  



  Eine Beobachtung des     Benetzens    und     Auflösens     von     Alkaliphosphaten    im Blut ergibt, dass die im Han  del befindlichen Präparate sich sehr schwer benetzen,  wodurch die     Auflösung    lange Zeit     erfordert.    Manche       Alkaliphosphate    benetzen sich zwar leichter, diese zer  teilen sich jedoch im Blut nicht und lösen sich nicht  auf.  



  Wird das Phosphat in ein zylinderförmiges hohes  Pulverglas mit einem Inhalt von 100     cms    gegeben,  das frische Blut darauf gefüllt und die Mischung um  geschwenkt, dann stellt man fest, dass bei den im Handel  befindlichen Präparaten Teile des Salzes noch über  Tage hinweg ungelöst am Boden des Gefässes liegen.  Andere Phosphate lösen sich zwar etwas schneller,  doch     dauert    es auch bei diesen noch mehrere Stunden,  bis das Phosphat gelöst ist.  



  Will man die vorherige Auflösung des Phosphates  in Wasser vermeiden, so ist es nötig, dass das Phosphat  sich sofort mit dem Blut benetzt und bei geringem  Umrühren sich rasch und vollkommen auflöst, da  sonst innerhalb der     Gerinnungszeit    des Blutes nur ein  Teil des Phosphates wirksam sein kann.  



  Besonders günstig sind für diesen Anwendungs  zweck die neuartigen Phosphate deshalb, weil sie in  folge ihrer raschen Löslichkeit ohne vorheriges Auf  lösen in Wasser direkt mit dem Blut zusammenge  bracht werden können. Sie werden     zweckmässigerweise     direkt in das leere     Blutauffanggefäss    eingebracht, dann  das Blut darauf gegossen und nötigenfalls kurz um  gerührt. So gelingt es ohne vorheriges     Auflösen    des  Phosphats in Wasser und Zugabe der Lösung, die  eine Verdünnung des Blutes bewirken würde, die Ge  rinnung des Blutes zu verhindern. Die Menge des  Phosphats wird jeweils für ein Stück Vieh bestimmter  Grösse - z.

   B. ein Schwein oder ein Rind - in Ein  zelbeuteln verpackt an den Verbraucher geliefert und  diese     Phosphatmenge    in das Auffanggefäss gegeben,  wodurch Fehldosierungen vermieden werden und eine    sehr bequeme Arbeitsweise erreicht werden kann.  Diese Arbeitsweise empfiehlt sich in a11 den - be  sonders häufigen - Fällen, bei denen das Blut als  solches direkt, z. B. für die Wurstfabrikation, Verwen  dung findet.  



  Soll das Blut für die Plasmagewinnung dienen,  also zentrifugiert werden, dann kann es sich empfeh  len, das Blut vorher etwas zu verdünnen, da mit  Wasser verdünntes Blut sich allgemein besser zentri  fugieren lässt und das Plasma eine hellere Farbe auf  weist, als beim nicht verdünnten Blut. Auch in die  sen Fällen wird das     voluminöse    Phosphat trocken aus  dem Beutel in die     Blutauffangschüssel    geschüttet,  dann Wasser in einer Menge von etwa     1:1o    des Blut  volumens dazugesetzt und hierauf sofort das Blut  dazugegeben und einmal kurz umgerührt. Auch hier  bringen die neuartigen Phosphate eine wesentliche  Vereinfachung der Arbeitsweise.

   Es eignen sich hier  besonders die durch einen direkten     Sprühprozess    her  gestellten kondensierten     Alkaliphosphate    mit einem  Schüttgewicht von 150 bis 400 g!1 und einem     PH-          Wert    zwischen 5,5 und 7,5. Das mittlere Molekular  gewicht soll zwischen 200 und 1600, vorzugsweise  zwischen 200 und 1000 liegen. Man kann sie erhalten  z. B. durch Sprühtrocknen der Lösung des     sogenann-          ten        Grahamschen    Salzes (glasigen     Alkalipolymeta-          phosphate)    mit oder ohne Zusatz von Natronlauge zu  der zu versprühenden Lösung.  



  Diese     Sprühcalcinate    bestehen meist aus dünn  wandigen, perlmutterglänzenden Hohlkugeln von  einem Durchmesser zwischen 0,03 und 0,5 mm, die  sich vom Blut rasch benetzen lassen und vermöge  ihrer     Dünnwandigkeit    auch sehr rasch aufgelöst wer  den.  



  Auch die aus leichten     Orthophosphatsprühealci-          naten    durch thermische Nachbehandlung in leichter  Form     herstellbaren        Pyro-    und     Tripolyphosphate    zei  gen eine gute Auflösbarkeit im Blut, wenngleich sie  nicht aus Hohlkügelchen, sondern aus einem     Hauf-          werk    winziger     Kristallite    bestehen, in dessen Zwi  schenräume das Blut rasch eindringen kann.  



  Gibt man in eines der oben erwähnten 100     cm3     fassenden Gläser 0,5 g von einem     Tetranatriumpyro-          phosphat,    das aus einem auf     Calcinatwalzen    getrock  neten     Dinatriumorthophosphat    hergestellt wurde, und  schüttelt das Gemisch um, so zeigt sich nach einer  halben Stunde noch eine ungelöste Menge des     Pyro-          phosphats.    Verwendet man statt dessen ein     Tetra-          natriumpyrophosphat,

      das durch     Caleination    einer       Dinatriumorthophosphatlösung    in einem Sprühtrock  ner und nachfolgende Überführung in ein Drehrohr  hergestellt wurde und ein Schüttgewicht von 365     b!1     aufweist, so hat sich dieses Produkt nach einer hal  ben Stunde vollständig in dem Blut gelöst.  



  Führt man den gleichen Versuch mit einem gla  sigen     Polymetaphosphat        (Grahamschen    Salz) durch,  das durch Abkühlen einer Schmelze und darauffolgen  des Mahlen hergestellt wurde, so ist dieses nach einer  halben Stunde praktisch noch völlig ungelöst. Stellt  man das glasige Phosphat jedoch durch Auflösen des      erkalteten Schmelzproduktes und     Calcination    in einem  Sprühtrockner her, so ist das Produkt nach einer hal  ben Stunde vollständig gelöst.  



  Um das bei der Anwendung der Phosphate mit  niedrigem Schüttgewicht erzielte rasche Auflösen im  Blut noch weiter zu beschleunigen, kann das Phos  phat durch Übersprühen einer     H,0,-Lösung    teilweise  in ein     Perphosphat,    insbesondere     Perpyro-    oder     Per-          tripolyphosphat    überführt werden. Die beim Zusam  menbringen mit dem Blut sofort einsetzende     0-Ab-          spaltung    begünstigt die Benetzung und Auflösung be  trächtlich.  



  Den Phosphaten können weitere, als Zusätze zu       Blutgerinnungsverhütungsmitteln    bekannte Stoffe, wie  z. B. Kochsalz, zugesetzt werden. Sie können ge  gebenenfalls auch bei der Herstellung der Phosphate  schon in das Präparat eingebaut werden. Es kann z. B.  der     Kochsalzzusatz    mit der     Phosphatlösung    versprüht  werden.  



  Die zu verwendenden Mengen der neuartigen  Phosphate bewegen sich grössenordnungsmässig etwa  in dem Rahmen der bisher gebräuchlichen Phosphat  mengen, doch können sie in vielen Fällen wegen der  rascheren und vollständigen Auflösung und dadurch  besseren Wirkung auch mengenmässig reduziert wer  den. Für die     Blutgerinnungsverhütung    sind in der  Regel 3,5g pro Liter Blut ausreichend.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine konzentrierte Lösung eines     Natriumpoly-          metaphosphatglases    mit einem Na:     P-Verhältnis    =  1 : 1 wird in einem 13 m hohen Sprühtrockner bei  einer     Heizlufteintrittstemperatur    von 300  und einer       Luftaustrittstemperatur    von 125  im Gleichstrom ver  sprüht. Die     Abscheidung    von der Abluft erfolgt in  einer     Abscheiderbatterie.    Es entsteht dabei ein vo  luminöses Produkt mit einem     pH-Wert    von 5,6, einem  Schüttgewicht von 200     g/1    und einem mittleren Mole  kulargewicht von 850.

   Es besteht aus feinen, glasi  gen Hohlkügelchen mit einem mittleren Durchmesser  von 0,12 mm.  



  Hiervon werden 30 g in einer     Blutauffangpfanne     trocken verteilt und die Hälfte des Blutes eines Rindes       darauflaufen    gelassen und umgerührt. Das Blut ge  rinnt nicht und bleibt tagelang flüssig.  



  <I>Beispiel 2</I>  Es wird ein Mischprodukt von     35 b    saurem     Na-          triumpyrophosphat,    das durch Sprühtrocknen von       Mononatriumorthophosphat    und Nachbehandlung in  einer Drehtrommel in leichter Form hergestellt worden  war,     251/",    eines     Natriumtripolyphosphats,

      das durch  Sprühtrocknen einer Lösung von Mono- und     Di-          natriumorthophosphat    und     überführung    des     Calcinats     in     Natriumtripolyphosphat    durch Nachbehandlung in  einem     Drehrohrofen    bei etwa 300  hergestellt worden  war, und schliesslich 40% eines     Perpyrotripolyphos-          phats    verwendet.  



  Das     Perpyrotripolyphosphat    wurde dadurch her  gestellt, dass eine Lösung von Mono- und     Dinatrium-          orthophosphat    in einem Sprühtrockner     calciniert,    und    dieses     Orthophosphatcalcinat    in einem     Drehrohrofen     in ein Gemisch von     40 /o        Tetranatriumpyrophosphat     und 60%     Natriumtripolyphosphat    überführt wurde.  Dieses voluminöse Produkt wurde mit Wasserstoff  superoxydlösung besprüht, so dass es einen Gehalt  an     9,1%        H20.    aufnahm.

   Es hatte ein Schüttgewicht  von 430 g/1. 37,5 g des voluminösen     Phosphatgemi-          sches    wurden trocken in einer     Blutauffangpfanne    ver  teilt und die Hälfte des Blutes eines Rindes darauf  laufen gelassen und kurz umgerührt. Das Phosphat  gemisch löst sich augenblicklich in dem Blut, und  dasselbe bleibt tagelang flüssig.  



  <I>Beispiel 3</I>  Eine konzentrierte Lösung eines     Natriumpoly-          metaphosphatglases    mit Na.     P-Verhältnis    1 : 1 wird  unter Zusatz von Natronlauge, wobei das Verhältnis       Phosphatglas    :     NaOH    = 100: 14 war, in einem 8 m  hohen Sprühtrockner bei einer     Heizlufteintrittstem-          peratur    von 230  und einer Austrittstemperatur von       120     im Gleichstrom     verdüst.    Das Produkt wird direkt  am Turm abgenommen.

   Es entsteht dabei ein vo  luminöses Produkt mit einem Schüttgewicht von  300     g11.    Es hat einen PH-Wert von 7,0 und besteht aus  glasigen Phosphaten mit einem mittleren Molekular  gewicht von 300.  



  Hiervon werden 37,5 g in einer     Blutauffangpfanne     trocken verteilt und die     Hälfte    des Blutes eines Rindes       darauflaufen        gelassen    und leicht umgerührt. Das  Blut gerinnt nicht und bleibt tagelang flüssig.  



  <I>Beispiel 4</I>  Es wird ein Produkt verwendet, wie es in Bei  spiel 3 beschrieben ist. Man gibt davon 37,5 g in eine       Blutauffangpfanne    und giesst etwa 1/2 1 Wasser darauf.  Das Phosphat löst sich sofort auf. Darauf lässt man  nun die Hälfte des Blutes eines eben gestochenen  Rindes laufen. Das Blut bleibt     flüssig    und kann zum  Zwecke der Gewinnung eines hellfarbigen Plasmas  zentrifugiert werden.  



  <I>Beispiel 5</I>  Eine konzentrierte Lösung eines     Natriumpoly-          metaphosphatglases    mit Na: P = 1 : 1 wird mit so  viel Natronlauge versetzt, dass auf 100 Teile     Phos-          phatglas    14 Teile     NaOH        kommen,    und in einem 13 m  hohen     Sprühtrockner    im Gleichstrom bei einer     Heiz-          lufteintrittstemperatur    von 180" und einer Luftaus  trittstemperatur von 120      verdüst.    Das Trockenpro  dukt wird am Ende längerer Transportkanäle in einer       Abscheidebatterie    von der Abluft getrennt.

   Es ent  steht dabei ein voluminöses Produkt, das ein Schütt  gewicht von 240     g/1    aufweist,     einen        pH-Wert    von  7,35 hat und aus glasigen Phosphaten mit einem  mittleren     Molekulargewicht    von 240 besteht. Von die  sem Phosphat gibt man 18 g in eine     Blutauffangpfanne     und lässt das Blut eines Schweines dazu laufen. Das  Blut bleibt flüssig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Verhütung der Gerinnung von Schlachttierblut mit Alkalisalzen von kondensierten Phosphorsäuren, dadurch gekennzeichnet, d'ass solche Alkalisalze von kondensierten Phosphorsäuren, die ein Schüttgewicht von weniger als 600 g/1 aufweisen, mit dem Blut zusammengebracht werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man Alkaliphosphate verwendet, welche ein Schüttgewicht von weniger als 400 g/1 auf weisen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Alkaliphosphat trocken in Pulverform mit dem Blut zusammengebracht wird. 3. Verfahren nach Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass das Phosphat in ein leeres Blutauffangsgefäss eingebracht und dann das Blut daraufgegossen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter- ansprüche,n 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkaliphosphate verwendet, die ein mittleres Mole kulargewicht zwischen 200 und 1600 besitzen und in nicht kristalliner, glasiger Form vorliegen.
    PATENTANSPRUCH II Mittel zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein Alkalisalz einer kondensierten Phos phorsäure als Komponente enthält, welches ein Schüttgewicht von weniger als 600 g/1 aufweist. UNTERANSPRUCH 5. Mittel nach Patentanspruch<B>11,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass das Alkaliphosphat ein Schüttge wicht von weniger als 400 g/1 aufweist.
CH350182D 1955-06-27 1956-06-27 Verfahren zur Verhütung der Gerinnung von Schlachttierblut CH350182A (de)

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