CH350351A - Antriebsaggregat mit mehreren Asynchronmotoren, deren Rotoren mechanisch gekuppelt sind - Google Patents

Antriebsaggregat mit mehreren Asynchronmotoren, deren Rotoren mechanisch gekuppelt sind

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CH350351A
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Description


  Antriebsaggregat mit mehreren     Asynchronmotoren,    deren Rotoren mechanisch  gekuppelt sind    Es sind elektrische Regelantriebe, insbesondere  für Hebezeuge und Transportanlagen, bekannt, bei  welchen der     Stator    eines     Drehstrommotors    mit Schleif  ringläufer drehbar gelagert ist und über ein Gestänge  eine auf die angetriebene Welle einwirkende Bremse  verstellt. Dadurch kann die Regelfähigkeit des Mo  tors auch bei geringen Teillasten verbessert werden.  



  Man hat ferner Antriebsaggregate vorgeschla  gen, die mehrere     Asynchronmotoren    aufweisen, de  ren Rotoren mechanisch gekuppelt sind. Dabei ist  Zweckmässig einer der     Asynchronmotoren    als     Mess-          maschine    geringer Leistung ausgebildet, deren     Stator     beweglich gelagert ist und Kontakte betätigt, welche  in Abhängigkeit vom gesamten Lastmoment die wirk  same Polzahl des Aggregates umschalten.

   Die ein  fachste Ausführungsform eines solchen Antriebs  aggregates verwendet zwei polumschaltbare     Asyn-          chronmotoren    verschiedener Leistung, von welchen  derjenige mit     d'er    geringeren Leistung als     Messmaschine     dient.

   Am     Stator    der     Messmaschine    angreifende     Federn     haben den Zweck, das Ansprechen der Kontakte und  damit die     Umschaltung    auf eine andere     Polzahl    nur  dann     zuzulassen,    wenn das auf den     Stator    der     Mess-          maschine    einwirkende Drehmoment die diesbezügli  chen vorgegebenen Werte über- oder unterschreitet.  Man erhält auf diese Weise einen selbsttätig arbei  tenden Regelantrieb, dessen Drehzahl sich stufen  weise dem Lastdrehmoment anpasst.

   Für die meisten  Verwendungszwecke solcher Antriebsaggregate wird  ferner eine auf die Antriebswelle mechanisch ein  wirkende Bremseinrichtung vorgesehen, die unter  dem Einfluss eines     Bremsluftmagneten    steht, wobei  der     Bremsluftmagnet    die Bremse stets dann lüftet,  wenn die     Statorwicklungen    der     Asynchronmotoren     unter Spannung stehen.  



  Es ist bekannt, dass bei einem     Antriebsaggregat,       welches den Steuerorganen unmittelbar Folge leisten  soll, an den     Bremsluftmagneten    grosse Anforderungen  gestellt werden müssen, da dieser die Bremse sehr  rasch betätigen muss. Ausserdem treten beim Anlauf  eines Aggregates der     obgenannten    Bauart am dreh  baren     Stator    der     Messmaschine    plötzlich grosse Dreh  momente auf, die mittels zusätzlichen federnden  Puffern aufgefangen werden müssen, deren zweck  mässige Anordnung ebenfalls häufig eine schwer er  füllbare Forderung darstellt.

   Der Zweck der vorlie  genden Erfindung ist die Behebung dieser Mängel;  bei einem Antriebsaggregat mit mehreren Asynchron  motoren, deren Rotoren mechanisch gekuppelt sind  und von welchen mindestens einer einen drehbar  gelagerten     Stator    mit elektrischen     Schaltkontakten     aufweist, welche die wirksame     Polzahl    des Aggrega  tes in Abhängigkeit des Lastdrehmomentes selbsttätig  umschalten, wird dies erfindungsgemäss dadurch er  reicht, dass eine auf die     Antriebswelle    des Aggregates  mechanisch einwirkende Bremsvorrichtung ange  bracht ist, welche vom drehbar gelagerten     Stator     derart betätigt wird, dass sie immer dann gelüftet  wird,

   wenn sich der     Stator    in der einen oder anderen  Drehrichtung bewegt, und dass ferner ein Halte  magnet vorhanden ist, welcher im angezogenen Zu  stand die Bremsvorrichtung gelüftet und dadurch den  drehbar     "gelagerten        Stator    für die Drehmoment  messung     freihält.       Ein     Ausführungsbeispiel    der vorliegenden Erfin  dung in der Zeichnung schematisch dargestellt,  und     zwar    zeigt:

         Fig.l    einen     Längsschnitt    durch ein aus zwei       Asynchronrnotoren    aufgebautes Antriebsaggregat,       Fig.    2 einen Querschnitt an der Stelle     11-1I    der       Fig.l,    ,           Fig.3    einen Querschnitt an der Stelle     III        III     der     Fig.    1,       Fig.    4 das zugehörige Schema     zur    Speisung des  Antriebsaggregates und       Fig.    5 das entsprechende Steuerschema zum Be  trieb des Aggregates.  



  Das vom Aggregat beispielsweise anzutreibende  Hubwerk wird von einem fest eingebauten     Asyn-          ehronmotor    10 entsprechender     Leistung    bewegt. Der       Asynchronmotor    10 ist als Hauptmotor zu betrach  ten, der die erforderliche mechanische Leistung abzu  geben hat. Das Antriebsaggregat weist ausserdem  noch einen     Messmotor    auf, der mit dem Hauptmotor  elektrisch parallel geschaltet ist. Der     Messmotor    20  kann beispielsweise etwa einen     Zwanzigstel    der  Leistung des     Hauptmotors    10 haben.

   Hauptmotor 10  und     Messmotor    20 sind beide als     polumschaltbare          Asynchronmaschinen    ausgebildet. Der     Stator    des     Mess-          motors    20 ist in den Schildern 31 und 32 des Ge  häuses 33 drehbar     gelagert;    das Gehäuse 33 ist sei  nerseits mit dem Hubwerk fest verbunden. Die Rück  führfeder 21 begrenzt die     Ausschwenkungen    des     Sta-          tors    des     Messmotors    20 und hält ihn im nichterreg  ten Zustand in einer vorgegebenen Nullage.

   Der Ro  tor des     Messmotors    20 ist über die     Kupplung    11, welche  gleichzeitig als Bremsscheibe     ausgebildet    sein kann,  mit dem Rotor der Hauptmaschine 10 starr ge  kuppelt. Hauptmaschine 10 und     Messmaschine    20  arbeiten beide zusammen über das Getriebe 34 auf  die Hubtrommel 35 und bewegen     mittels    der Hub  seile 36 den nicht näher dargestellten Lasthaken.  Der     Stator    der     Messmaschine    20 trägt an seinem  Umfang die Schaltnocken 22 und 23, welche je nach  den     Ausschwenkungen    des     Stators    die Kontakte 24,  25, 26, 27 betätigen.

   Der     Stator    der     Messmaschine    20  ist ferner über die Hebel 44 und 45 mit dem Nocken 46  mechanisch derart gekuppelt, dass er bei einer Be  wegung in irgendeiner der beiden Drehrichtungen  des     Stators    die Bremsbacken 37     betätigt.    Beim Öffnen  der letzteren durch Verdrehung des Nockens 46 fällt  der Anker 41 auf den Haltemagneten 42, welcher  diesen in erregtem Zustand     festhält.    Dadurch werden  vermittels des Haltenockens 43 die Bremsbacken 37  in geöffneter Stellung gehalten,

   so dass sich darauf  der Nocken 46 frei bewegen     lä.sst.    Der     Stator    der       Messmaschine    20 ist dann für die Drehmoment  messung des Hubwerkes freigegeben. Die Grösse des       Messausschlages    des     Stators    der     Messmaschine    20  richtet sich dabei einerseits nach dem vom     Messmo-          tor    abgegebenen Drehmoment und anderseits nach  dem von der Feder 21 verursachten     Rückstellmo-          ment.    Wird die Erregung des     Haltemagneten    42 un  terbrochen,

   dann werden durch die Bremsfeder 38  die Bremsbacken 37 geschlossen und der Anker 41  vermittels des Haltenockens 43 abgehoben.  



  Im angegebenen Beispiel können beispielsweise  der Hauptmotor 10 und der     Messmotor    20 je mit  einer vierpoligen und einer     sechszehnpoligen        Stator-          wicklung    versehen sein, deren     Klemmen    mit 17, 27  bzw. 18, 28 bezeichnet sind. Die Motoren 10 und 20    werden hierbei vorzugsweise derart bemessen, dass  ihre     Drehmoment-Drehzahl-Kennlinien        irn    Arbeits  bereich zueinander ähnlich sind, so dass die pro  zentualen Anteile an der Arbeitsleistung konstant  sind.

   Dadurch     ergibt    sich auch für alle Belastungen  des Antriebsaggregates eine     gleichmässige        Erwärmung     beider Motoren 10 und 20. Mit Rücksicht auf eine  gute Reaktionsfähigkeit der     Mess-    und Bremsein  richtung wird man die     Messmaschine    20 nicht allzu  gross     wählen    und ihre Leistung wird     zweckmässig     etwa drei bis zehn Prozent der Leistung der Haupt  maschine 10 gewählt. Zu beachten ist, dass mit der       Messmaschine    20 unmittelbar die vom Antriebsaggre  gat abgegebene mechanische Leistung gemessen wird.

    Wird daher etwa durch eine Verschlechterung des  Getriebewirkungsgrades bei tiefen Temperaturen  eine Verminderung des Gesamtwirkungsgrades her  vorgerufen, so ist trotzdem     eine    Überlastung der Mo  toren 10, 20 ausgeschlossen. Es wird vielmehr nur  die Lastgrenze, bei welcher die selbsttätige Umschal  tung auf eine kleine Geschwindigkeit erfolgt, entspre  chend herabgesetzt.  



  Nach dem Schaltschema der     Fig.    4 wird das An  triebsaggregat 10, 20 über den Hauptschalter 50, die  Schütze 60 oder 70 und die Schütze 80 oder 90 ge  speist. Das Schütz 60 schaltet das Antriebsaggregat  beispielsweise im Sinne eines     Hebens    der Last,  während das Schütz 70 das Senken einer Last be  wirkt. Das Schütz 80 schaltet hingegen     ersichtlich    das  Antriebsaggregat auf grosse Geschwindigkeit, da  dann die vierpoligen Wicklungen 17 und 27 der Mo  toren gespeist werden. Vermittels des Schützes 90  werden hingegen die     sechszehnpoligen    Wicklungen  18, 28 des Aggregates an das Netz angeschlossen und  die geringere Geschwindigkeit eingeschaltet.  



  Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrich  tung wird am besten anhand des Steuerschemas der       Fig.    5 für die verschiedenen vorkommenden Betriebs  bedingungen erläutert. Der Steuerschalter 100 hat       in    der Mittellage seine Nullstellung, links seine Ar  beitsstellung für  Heben  und rechts seine Arbeits  stellung für  Senken . Ist der Schalter 50 geschlos  sen, so legt der Steuerschalter 100 in der Stellung   Heben      Spannung    an das Schütz 60, wodurch die  Leistungskontakte 61 und die Steuerkontakte 62, 63  geschlossen sowie der Kontakt 64 geöffnet werden.  Das Schliessen der Steuerkontakte 63 bewirkt das       Einschalten    des Schützes 90 mit seinen Leistungs  kontakten 91 und dem Steuerkontakt 92, welcher  öffnet.

   Nachdem der     Messmotor    20 zufolge seines  Anlaufdrehmomentes die Bremsbacken 37 geöffnet  hat, welche weiterhin durch den dann erregten Halte  magneten 42 offen gehalten werden, läuft der An  trieb im Hubsinne auf der langsamen Geschwindig  keit. Im Moment, wo der     Stator    des     Messmotors    20  zufolge des Anlaufdrehmomentes maximal     ausge-          lenkt    wird, werden die Kontakte 25, 26 geschlossen,  weil der Nocken 22 unter ihnen     wegläuft.    In der  Folge schaltet vorerst das Relais 110 mit den Kon  takten 111 und 112 ein. Der Kontakt 111 bewirkt      eine Haltung des Relaisankers des Relais 110 auch  nachdem der Kontakt 25 wieder geöffnet hat.

   Um  den     Anlaufvorgang    des Hubwerkes abzuwarten, schal  tet das Relais 120 erst mit einer gewissen Anzug  verzögerung ein und schliesst dann den Kontakt 121.  Ist die Last grösser als die Umschaltlast, das heisst die  Last, bei der eine     Umschaltung    auf eine andere Ge  schwindigkeit stattfindet, so bleibt der Kontakt 24,  der durch das Anlaufmoment des     Messmotors    20  geöffnet wurde, weiterhin offen und der Antrieb  läuft mit kleiner Geschwindigkeit weiter, bis der  Steuerschalter 100 ausgeschaltet wird. Ist dagegen  die Last kleiner als die Umschaltlast, so schliesst  der Kontakt 24 und schaltet die Relais 130  und 140 ein.

   Mit der Einschaltung des Relais 130  werden die Kontakte 131, 132, 133 eingeschaltet  und analog bewirkt die Einschaltung des Relais 140  die Einschaltung der Kontakte 141, 143 und die Aus  schaltung der Kontakte 142, 144. Der Kontakt 131  schaltet über den Kontakt 62 das Relais 160 ein, so  dass der zugehörige Kontakt 162 ein- und der zu  gehörige Kontakt 161 ausgeschaltet wird. Dadurch  wird das Schütz 90 aus- und damit das Schütz 80 ein  geschaltet. Der Antrieb läuft infolgedessen im Hub  sinne auf der hohen Geschwindigkeit. Der Kontakt  24 öffnet infolge des vom     Messmotor    20 ent  wickelten Beschleunigungsdrehmomentes. Gleichzeitig  schliesst aber der Kontakt 26 und     verhindert    den  Abfall der Relais 130, 140 und 160.

   Nachdem die  Beschleunigungsphase abgeschlossen ist, öffnet der  Kontakt 26, während der     Lastumschaltkontakt    7  schliesst und die Relais 130, 140 und 160 weiterhin  am Abfallen verhindert. Die Einstellung des Kon  taktes 7 entspricht dem     Lastumschaltmoment    auf der  hohen Geschwindigkeitsstufe, welches bei gegebener  Umschaltlast wegen der grösseren Reibungsmomente  höher ist als auf der kleinen Geschwindigkeitsstufe.  Sollte sich aus irgendwelchen Gründen die Last wäh  rend der Hubbewegung über die Umschaltlast hinaus  vergrössern, so schaltet der Kontakt 7 aus. Die Re  lais 130, 140 und 160     fallen    ab und ebenso das  Schütz 80, während das Schütz 90 einschaltet und  dementsprechend das Antriebsaggregat auf die klei  nere Geschwindigkeit zurückfällt.

   Beim Ausschalten  des Steuerschalters<B>100</B> fällt das Relais 160 ab, der  Kontakt 162 öffnet sich und der Kontakt<B>161</B> wird  geschlossen. Der Antrieb schaltet somit auf die kleine  Geschwindigkeit zurück, weil das Relais 140 abfall  verzögert ausgeführt ist und die Schütze 60 und 90  über den Kontakt 141 am Abfallen     verhindert    wer  den. Die Abfallverzögerung des Relais 140 soll so  gross sein, dass während seiner Verzögerungszeit die  elektrische     Abbremsung    des Antriebes auf     kleine     Geschwindigkeit erfolgen kann.

   Nachdem dann aber  das Relais 140     abgefallen    ist und der Kontakt 141  geöffnet hat, ist die Steuerung spannungslos und der  Antrieb wird durch die Bremsbacken 37     stillgesetzt.     



  Die oben beschriebene Wirkungsweise ergibt sich,  wenn eine grosse Last etwa aus der sog.     Schlaffseil-          stellung    heraus angehoben wird. Ohne dass die Stellung    des     Steuerschalters   <B>100</B>     verändert    werden müsste, läuft  der Antrieb zuerst auf kleine Hubgeschwindigkeit  hoch. Nach Abschluss der Beschleunigungsphase  schaltet der Antrieb selbsttätig auf die grosse Hub  geschwindigkeit um. Nachdem das Seil gestreckt  worden ist, an welchem die Last hängt, schaltet der  Antrieb selbsttätig auf die kleine     Geschwindigkeit    zu  rück, sofern die     hängende    Last grösser ist als die Um  schaltlast.

   Es ist offensichtlich, dass hierdurch die to  tale Zeit,     innert    welcher eine Last bis zu einer vor  gegebenen Höhe gehoben werden muss, stark verrin  gert wird, und zwar ohne dass eine besondere Auf  merksamkeit hinsichtlich der Bedienung des An  triebsaggregates erforderlich wäre. Man hat lediglich  den Steuerschalter 100 ein- und im richtigen Zeit  punkt wieder auszuschalten, wenn die Last bis zur  gewünschten Höhe angehoben worden ist. Ausserdem  wird der Antrieb bei einer     Vielzahl    von kurzzeitigen  Anläufen thermisch geschont, da er immer nur auf die  geringere Geschwindigkeit hochläuft.

   Durch die be  schriebenen Mittel zur Stillsetzung des Antriebes wird  der     Nachlaufweg    der Last auf ein     Minimum    reduziert,  und die mechanische Bremse wird     bezüglich    Ab  nutzung und Erwärmung sehr geschont. Die Ein  richtung zur     Betätigung    der Bremse ist bezüglich  ihrer Wirkungsweise unabhängig vom Abnützungs  grad der Bremsbeläge, .so dass auf eine Nach  stellung der Bremsbacken über längere Zeitabschnitte  hinweg auch verzichtet werden kann.  



  Die Leistung eines Hubwerkes wird im Hubsinne  durch die Motorleistung und im Senksinne durch die  Bremsleistung     begrenzt.        Infölge    der Anwendung der  oben beschriebenen elektrischen Zwischenbremsung  kann die Leistung im Senksinne wesentlich gestei  gert werden. Dies führt dazu, dass in weitaus den  meisten     Fällen    alle vorkommenden Lasten mit grosser  Geschwindigkeit gesenkt werden können. Die bisher  beschriebene Steuerung ermöglicht dies wie folgt:  Durch Umlegen des Steuerschalters 100 nach  rechts werden das Schütz 70 und dessen Steuerkon  takte 72, 73     eingeschaltet    sowie der Steuerkontakt  74 ausgeschaltet.

   Gleichzeitig wird das Relais 150  und dessen Kontakt 151 eingeschaltet. über den  Kontakt 151 werden in der Folge das Relais 140 und  dessen Kontakte 141, 143 eingeschaltet und dessen  Kontakte 142, 144     ausgeschaltet    sowie das Relais  130 und dessen Kontakte 131, 132, 133 eingeschal  tet. über die Kontakte 72 und 131 wird ferner das  Relais 160 mit seinem Kontakt 162     eingeschaltet,     während der Kontakt 161 ausgeschaltet wird. Man  erkennt leicht, dass der Antrieb somit im Senksinne  läuft, und zwar unabhängig von der Grösse der Last  mit grosser Geschwindigkeit. Sollte es     wünschenswert     sein, auch beim Senken zuerst über die kleinere Ge  schwindigkeit anzufahren, so könnte dies durch eine  entsprechende Einschaltverzögerung des Relais 160  erreicht werden.

   Beim Ausschalten des Steuerschalters  100 wird hingegen der Antrieb auch beim Senken  über die elektrische Zwischenbremsung     stillgesetzt,     und zwar     ähnlich,    wie dies bereits oben bei der Er-      Läuterung des Hubvorganges beschrieben worden ist.  Die     Leistungsfähigkeit    der mechanischen Bremse  muss aus     Sicherheitsgründen    lediglich so bemessen  werden, dass sie bei Spannungsausfall am elektrischen  Speisenetz ein Durchsacken der Last noch     zu    verhin  dern vermag. Die Umschlagleistung der     erläuterten     Antriebsaggregates und damit des Hubwerkes ist so  mit ersichtlich sehr hoch.  



  Anhand der Zeichnung ist     ein    Hubwerk erläutert  worden, dessen Antriebsaggregat zwei Geschwindig  keitsstufen     aufweist,    die selbsttätig und auf elek  trischem Wege je nach der vorhandenen Last sich  einschalten. Es lassen sich aber auch Antriebsaggre  gate mit     drei    oder noch mehr Geschwindigkeitsstufen  in analoger Weise bauen. Zu diesem Zweck können  die Motoren entweder eine     Mehrzahl    von Wicklungen  haben, sie können nur eine, aber polumschaltbare  Wicklung aufweisen, oder es können weitere Mo  toren zusätzlich angekuppelt bzw. angeschlossen wer  den.

   Dadurch, dass man das Ende des     Hubseiles     nicht nach     Art    eines Flaschenzugs auf einen Fix  punkt,     sondern    auf eine     zweite    Hubtrommel     führt,     welche ähnlich wie die erste Hubtrommel angetrieben  wird, können Hubwerke für grosse Leistungen mit       Kurzschlussankermotoren        geschaffen    werden. Durch  zeitlich     gestaffelten    Anlauf     d'er    Motoren lassen sich  mit kleineren Anlaufströmen grössere Beschleunigun  gen erreichen, als solche bisher bei Verwendung von  Motoren mit     Schleifringanker    erzielbar waren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Antriebsaggregat mit mehreren Asynchronmoto- ren, deren Rotoren mechanisch gekuppelt sind und von welchen mindestens einer einen drehbar ge lagerten Stator sowie elektrische Schaltkontakte auf weist, welche die wirksame Polzahl des Aggregates in Abhängigkeit des Lastmomentes selbsttätig um schalten, dadurch gekennzeichnet, dass eine auf die Antriebswelle des Aggregates mechanisch einwir kende Bremsvorrichtung angebracht ist, welche von dem drehbar gelagerten Stator derart betätigt wird, dass sie immer dann gelüftet wird, wenn sich der Sta- tor in der einen oder anderen Drehrichtung bewegt,
    und dass ferner ein Haltemagnet vorhanden ist, wel cher im angezogenen Zustand die Bremseinrichtung gelüftet und dadurch den drehbar gelagerten Stator für die Drehmomentmessung freihält. UNTERANSPRÜCHE 1. Antriebsaggregat nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine Steuerschaltung, in welcher der Haltemagnet so lange als irgendeiner der Asyn- chronmotoren elektrisch erregt wird. 2.
    Antriebsaggregat nach Patentanspruch, für den Antrieb des Hubwerkes eines Hebezeuges, gekenn zeichnet durch eine derart ausgebildete Steuerschal tung, dass sich die Hubgeschwindigkeit des Aggre gates bei hohen Lasten selbsttätig und stufenweise verringert, während das Senken der Last unabhängig vom Lastdrehmoment auf einer hohen Geschwindig keitsstufe stattfindet. 3.
    Antriebsaggregat nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Anlauf des Aggregates automatisch sukzessive von der niedrigsten bis zur höchsten, bei der betreffenden Last und Bewegungs richtung zulässigen Geschwindigkeitsstufe erfolgt und dass Mittel vorgesehen sind, welche die Beharrungszeit des Aggregates auf einer der mittleren Geschwindig keitsstufen nach Bedarf ausdehnen. 4.
    Antriebsaggregat nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Stillsetzung des Aggre gates zwecks elektrischer Zwischenbremsung über eine oder mehrere Zwischengeschwindigkeitsstufen erfolgt, und dass die mechanische Bremseinrichtung erst auf einer niedrigeren Geschwindigkeitsstufe ein- fällt.
CH350351D 1957-02-09 1957-02-09 Antriebsaggregat mit mehreren Asynchronmotoren, deren Rotoren mechanisch gekuppelt sind CH350351A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN116873773A (zh) * 2023-08-25 2023-10-13 中冶赛迪信息技术(重庆)有限公司 物料吊运控制方法、系统、电子设备及可读存储介质

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CN116873773A (zh) * 2023-08-25 2023-10-13 中冶赛迪信息技术(重庆)有限公司 物料吊运控制方法、系统、电子设备及可读存储介质

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