CH351093A - Schalldämmendes Bauelement - Google Patents
Schalldämmendes BauelementInfo
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Description
Schalldämmendes Bauelement Die vorliegende Erfindung betrifft ein schalldäm mendes Bauelement, insbesondere in Form von Wän den, Türen, Verkleidungen oder Teile davon, beste hend aus zwei äusseren Schichten, die in Abständen durch Distanzkörper aus weicherem schalldämmendem Material miteinander verbunden sind: Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzkörper höchstens 20% des Raumes zwischen den Schichten einnehmen und aus weichelastischem Kunstharzschaum bestehen. Die Schallisolierung von Räumen gehört zu den schwierigsten Problemen des Baufaches, da hieraus noch keine feststehenden Regeln vorliegen, die wissenschaftlich genügend begründet oder praktisch ausprobiert sind. Anderseits handelt es sich darum, billige Ausführungsformen zu finden, die wirtschaft lich für das Baufach tragbar sind. Im allgemeinen be stehen zwei getrennte Teilgebiete, einerseits die Luft schall- und Körperschalldämmung, welche die Schall ausbreitung zwischen verschiedenen Räumen durch Wände und Decken betreffen, und anderseits die Schallschluckung, die für Hörsamkeit und Lärm minderung in einem Raum - die Raumakustik wesentlich ist. Nach der vorliegenden Erfindung han delt es sich vor allem um die Körperschalldämmung, indem die genannten Distanzkörper, welche die äusseren Schichten verbinden und zusammenhalten, derart gewählt werden müssen, dass sie den Schall möglichst dämmen. Ausserdem müssen sie eine ge wisse Festigkeit haben, um dem Bauelement den nötigen Zusammenhalt zu geben. Wie gefunden wurde, sind dafür weichelastische Kunstharzschäume beson ders geeignet. Für solche kommen vor allem Zell- körper mit geschlossenen Zellen aus Polyvinylchlorid- massen mit einem Weichmachergehalt von 45-55% in Betracht. Die geschlossenen Zellen geben der Masse die gewünschte Festigkeit und Nervigkeit, während die Weichmacher den weichelastischen Zustand bedin gen, welcher für die Schalldämmung erforderlich ist. Selbstverständlich haben diese schalldämmenden Distanzstücke immer noch eine gewisse Schallüber tragung, und es ist, wie gefunden wurde, notwendig, dass dieselben nur einen kleinen Teil, höchstens 20% des Raumes, zwischen den Schichten einnehmen. Es ist schon bekannt, weiche Kunststoffschäume mit offenen Poren als Schallschlucker in Form von Aussenwänden zu verwenden, doch mussten diese in Form von Platten verwendet werden, die die Wände vollständig bedeckten, und waren daher sehr teuer in der Anwendung im Bau. Es ist auch bekannt, eine Luft-Schall isolierende Zwischenwand aus beieinan- derstehenden, parallelen Schalen herzustellen, die durch Distanzstücke verbunden sind. Diese Distanz stücke bestanden aus schalldämmendem Material, das aus weichem Gummi hergestellt wurde. Weicher Gummi hat aber gegenüber weichelastischem Kunst harzschaum eine schlechte Körperschalldämmung; er ist ferner unbeständig und hat einen unangenehmen Geruch, so dass er bei der Isolation von Räumen kaum verwendet werden kann. Ausserdem wurden diese Distanzstücke aus Gummi in grösseren Stücken verwendet, so dass deren Schallübertragung immer noch beträchtlich war. Die Distanzkörper gemäss der vorliegenden Erfin dung aus weichelastischem Kunstharzschaum können z. B. aus einzelnen Zapfen bestehen, die gleichmässig in bestimmten Abständen zwischen den äusseren Schichten, z. B. Platten, befestigt werden, oder sie können aus Streifen bestehen, die den Raum zwischen den Aussenschichten in z. B. viereckige Hohlräume einteilen. Die Höhe und Breite der Zapfen und Strei fen kann man dem jeweiligen Verhältnis anpassen. Die Menge und Dicke der Zapfen oder die Anzahl und Form der Streifen müssen so gewählt werden, dass, wie oben dargelegt, dieselben höchstens 20% des Raums zwischen den Aussenschichten einnehmen. Die zwei Aussenschichten, welche härter sind als die Distanzkörper, können aus Platten angefertigt sein, die z. B. aus Metallen, Holz, Kunstholz, z. B. Pavatex (eingetragene Marke), hartem Zellkörper mit offenen Zellen, Karton usw. bestehen und vor teilhaft schallschluckende Eigenschaften besitzen. Hohlräume zwischen den Aussenschichten und den Distanzkörpern können vorteilhafterweise mit einer schalldämmenden oder schallschluckenden Füllung versehen werden. Diese kann aus verschiedenen Ma terialien bestehen, wie z. B. Glaswolle, Korkschnitzel, Kunststoffschäume der verschiedensten Art; vorzugs weise wird man dafür zerkleinertes Schaummaterial, zweckmässig aus schaumgummiartig eingestelltem Zell- körper mit geschlossenen oder offenen Zellen wählen. Man kann das Bauelement z. B. direkt als schall dicht isolierte Wand ausführen. Man wird dann die Aussenschichten entsprechend stark wählen. Handelt es sich darum, eine bereits bestehende Wand gegen Schall zu isolieren, so wird man ein Bauelement ver wenden, dass nach aussen z. B. mit einer Holzfaser platte, z. B. einer Pavatex -Platte, versehen ist und bei der die nach innen gegen die Wand gelegene Schicht aus billigem Karton besteht. Bei einem solchen Bauelement können die Distanzkörperstreifen z. B. etwa 2 cm breit und etwa 5 cm hoch sein und etwa 40 cm auseinanderliegen und in senkrechter und waagrechter Richtung gezogen und mit den Aussen schichten, z. B. durch Kleben, verbunden sein, so dass sich grössere Vierecke von etwa 40 cm Seitenlänge bilden. Die so gebildeten stehenden Hohlräume wer den mit weichen Zellkörperschnitzeln dicht gefüllt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schalldämmendes Bauelement, bestehend aus zwei äusseren Schichten, die in Abständen durch Distanz körper aus weicherem, schalldämmendem Material miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzkörper höchstens 20 ö des Raumes zwischen den äusseren Schichten einnehmen und aus weichelastischem Kunstharzschaum bestehen. UNTERANSPRüCHE 1. Bauelement nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzkörper aus Streifen bestehen, die den Raum zwischen den Aussenschichten in Hohlräume einteilen. z. Bauelement nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume mit schalldäm menden Füllungen versehen sind. 3.Bauelement nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, d'ass die schalldämmende Füllung aus zerkleinertem, weichelastischem Kunst harzschaum besteht. 4. Bauelement nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzschäume aus Polyvinylchloridmassen mit 45-55% Weichmachern bestehen und geschlos sene Zellen aufweisen. 5. Bauelement nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenschichten aus Holzfaserplatte bestehen. 6.Bauelement nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenschicht, welche dazu bestimmt ist, gegen die gegen Schall zu isolierenden Flächen gelegt zu werden, aus Karton besteht.
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