CH351114A - Automatische Kurvenabtasteinrichtung - Google Patents

Automatische Kurvenabtasteinrichtung

Info

Publication number
CH351114A
CH351114A CH351114DA CH351114A CH 351114 A CH351114 A CH 351114A CH 351114D A CH351114D A CH 351114DA CH 351114 A CH351114 A CH 351114A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
assignments
probe head
scanning
curve
line
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Haldemann Heinz
Original Assignee
Contraves Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Contraves Ag filed Critical Contraves Ag
Publication of CH351114A publication Critical patent/CH351114A/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Program-control systems
    • G05B19/02Program-control systems electric
    • G05B19/04Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers
    • G05B19/12Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using record carriers
    • G05B19/122Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using record carriers using cards, tapes or discs having conductive paths

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description


  Automatische     Kurvenabtasteinrichtung       Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine auto  matische     Kurvenabtasteinrichtung    mit einem Träger  für eine die funktionelle Beziehung zwischen zwei  Grössen definierende Kurvenlinie und einer relativ  zu diesem Träger beweglichen     Abtastvorrichtung.     



  Derartige     Kurvenabtastsysteme    bilden eine we  sentliche Grundlage zur automatischen Steuerung von  Fertigungsanlagen, wie Werkzeugmaschinen, Anlagen  zur Herstellung von chemisch-technischen Produk  ten oder Klimaanlagen, um nur einige wesentliche  Beispiele zu nennen.. Aber auch zur theoretischen  Analyse von     empirisch    gewonnenen, durch einen  Schreiber aufgezeichneten Beziehungen zwischen zwei  Grössen mit Hilfe von     Analogierechenmaschinen,    bei  spielsweise zur     Fourieranalyse    oder zur Zerlegung  in andere Komponenten, verwendet man mit Vorteil  solche     Kurvenabtastsysteme.     



  Es ist leicht einzusehen,     d'ass    für mechanische Ab  tastsysteme zuerst die betreffende Funktionskurve  durch ein mechanisches Organ, beispielsweise einen  gebogenen Draht oder eine Kurvenscheibe, realisiert  werden muss, damit man die Kurvenform durch  einen Fühler mechanisch abtasten kann.  



  Es sind auch optisch-elektrische     Abtastsysteme     bekannt, bei welchen die optische Differenzierung  der Kurvenlinie gegenüber ihrem Umfeld dazu aus  genützt wird, um ein optisch-elektrisches     Abtast-          system    mit     Differentialphotozellen    der Kurve ent  lang zu führen. Derartige optisch-elektrische Systeme  zeigen befriedigende Ergebnisse, wenn im Durch  leuchtungsverfahren, also mit Filmen als Funktions  träger, gearbeitet wird. Es wäre aber wünschenswert,  eine auf Papier gezeichnete Kurve automatisch ab  tasten zu können.  



  Bei optisch-elektrischen     Kurvenabtastsystemen,     die nach dem Reflexionsverfahren arbeiten, zeigt sich    nun der Nachteil, dass die Erzielung eines ausrei  chenden Kontrastes zwischen der     Reflexionsfähigkeit     von gebräuchlichen Tinten oder Tuschen und der  Reflexionsfähigkeit der Papiergrundfläche nicht  leicht ist, so dass man sich entsprechend starker  Lichtquellen und Kunstschaltungen der     Photozellen-          strom-Verstärkeranordnungen    bedienen muss. Ganz  allgemein sind solche optisch-elektrische Kurven  abtastsysteme kompliziert, schwer und     störungs-          anfällig.     



  Gemäss vorliegender Erfindung ist nun vorge  sehen, dass die     Abtastvorrichtung    als     Differential-          kondensator    ausgebildet ist, dessen elektrische Feld  verteilung durch die die Kurvenlinie bildende Mate  rieschicht als     Bestandteil    dieses Kondensators be  einflusst wird. Es können ohne Schwierigkeiten  Schreibtinten verwendet werden, deren Material ent  weder eine metallisch leitende Strichschicht (z. B.

         Silberpulvertinten)    oder eine Strichschicht von extrem  hoher     Dielektrizitätskonstante    erzeugt, so dass in  beiden Fällen durch die Strichschicht eine entspre  chende wirksame     Beeinflussung    des elektrischen  Feldes im     Differentialkondensator    erzielt werden  kann.  



  Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nach  stehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.  



  Es zeigen:       Fig.    1 einen Vertikalschnitt durch einen     kapa-          zitiven        Abtastkopf    und der schematisch dargestellten  äussern     Schaltung,          Fig.    2 einen Schnitt durch den     Tastkopf    nach der  Linie     11-II    von     Fig.    1,       Fig.3    eine Variante zu der Anordnung nach       Fig.    1,       Fig.    4 eine weitere Ausbildung des     Tastkopfes    und  der angeschlossenen Stromkreise,

             Fig.    5 eine Draufsicht auf einen Kurvenabschnitt  mit in Fehllage eingezeichnetem Zentrum A des Ab  tastkopfes gemäss     Fig.    2 oder 4,       Fig.    6 eine schaubildliche     Prinzipdarstellung     einer vollständigen     Abtasteinrichtung,          Fig.7    eine nach     Fig.6    arbeitende Einrichtung  im Grundruss,       Fig.8    eine nach     Fig.6    arbeitende Einrichtung  im Aufriss,       Fig.    9, 10 eine vereinfachte Einrichtung im  Grundruss und Aufriss.  



  Gemäss den     Fig.    1 und 2 ist vorgesehen, dass ein       Tastkopf    1 zwei in einer     Isolierstoffmasse    14 einge  bettete, im     Querschnitt        dreieckförmige    Elektroden  körper 11 und 12 enthält, die symmetrisch zur Trenn  ebene     S-S    (Fug. 2) eingebaut sind.

   Die voneinander  elektrisch     isolierten        Elektrodenkörper    11, 12 sind an  die in der Mitte geerdete Sekundärwicklung 22 eines       übertragers    20 angeschlossen, dessen Primärwicklung  21 an einen     Wechselspannungsgenerator    G ange  schlossen ist, so dass die in einer Ebene gelegenen  Unterseiten der beiden Elektroden 11, 12 Belegungen  eines ebenen Kondensators bilden, an deren einer  die Spannung     -f-        Ug        #        sin        (,)

  t    und an deren     anderer     Belegung die Spannung     -Ug   <I>-</I>     sin   <I>out</I> angelegt ist.  Diesen beiden     dreieckförmigen        Kondensatorbelegun-          gen    liegt als dritte Belegung eines     Differentialkon-          densators    die Oberseite einer Metallschiene 2 ge  genüber, welche über einen     Resonanzschwingkreis    K  an Erde angeschlossen ist.  



  Auf der Schiene 2, das heisst zwischen der Un  terseite des     Tastkopfes    1 und der Oberseite der  Schiene, ist ein Papierband 3 eingelegt, auf welchem  eine Kurvenlinie 4     aufgezeichnet    ist, die entweder  aus einer     metallisch    leitenden Masse besteht, indem  sie z. B. mit Silbertinte gezeichnet worden ist, oder  aber aus einem Material mit besonders hoher     Di-          elektrizitätskonstante    besteht (beispielsweise einer       Kunstharzmasse).     



  In beiden Fällen wird die Spannung     e    am  Schwingkreis K nur dann den Wert 0 haben, wenn  die Mittelachse A des     Tastkopfes    1 diese Strich  schicht 4 in der Mitte durchsticht. Wenn aber dies  nicht der Fall ist (siehe     Fig.    1 und 2), entsteht am  Schwingkreis K infolge der     asymmetrischen    Feld  beeinflussung     im        Kondensatorsystem    durch die  Strichschicht 4 eine Steuerspannung       E        sin        o)t,    wo  bei das Vorzeichen dieser Spannung, das heisst ihre  Phasenlage, von der Richtung der Ablage der Strich  schicht 4 gegenüber dem Zentrum A abhängig ist,

    während ihre Amplitude     E,    das heisst ihre Grösse, vom  Mass dieser Fehleinstellung abhängt.  



  Aus     Fig.    2 ist leicht ersichtlich, dass die Länge  desjenigen Strichstückes, welches im Bereich der  einen oder andern der     dreieckförmigen    Belegungen  11 oder 12 liegt, mit zunehmender Ablage     Ay    aus  dem     Zentrum    A vom Wert 0 aus proportional zu  nimmt. Um dies zu erreichen, haben die beiden Be  legungen 11, 12 die Form von Dreiecken, deren  Spitzen sich im Zentrum A beinahe berühren. Es    wird dadurch erreicht, dass die Amplitude     @    der  Steuerspannung E mit zunehmender Ablage     ly     grösser wird, während sie praktisch Null ist, wenn  sich das Zentrum A des     Abtastkopfes    über der       Strichmitte    befindet.

    



  Eine derartige Steuerspannung eignet sich zur  Steuerung eines     tachometrisch    gegengekoppelten  Servoantriebssystems mit dem Verstärker SV, dem  Motor<I>SM</I> und dem durch die     Abtriebswelle    5 des  Motors<I>SM</I> angetriebenen     Tachometergenerators     <I>TG.</I> Die Ausgangsspannung dieses     Tachometer-          generators    TG wird dabei in einem     Addierglied   <I>SA</I>  zur Steuerspannung     s        addiert    und die im Verstärker  SV verstärkte Summe dieser Spannungen wird als  Steuerspannung F dem Motor<I>SM</I> zugeführt.  



  Es ist gemäss den     Fig.    1 und 2 der Einfachheit  halber angenommen, dass ein Träger 10 des     Tast-          kopfes    ein Innengewinde aufweise, welches mit dem  Aussengewinde der als Leitspindel ausgebildeten Mo  torwelle 5 in Eingriff steht, so dass durch Drehen  der Spindel 5 der     Tastkopf    1 in einer zu dessen  Symmetrieebene     S-S    senkrechten Richtung     y-y,     verschoben wird.

   Diese Verschiebung erfolgt mit um  so grösserer Geschwindigkeit, je grösser der Ein  stellfehler     Ay    des     Tastkopfzentrums    A zur Mitte der  Strichschicht ist und in derjenigen     Richtung    die  eine Verminderung dieses Einstellfehlers     Jy    ergibt.  



  Wenn also das Papierband 3, auf welchem eine  Strichkurve 4 aufgezeichnet ist, welche die Funktion  zwischen einem     Abszissenwert    x und einem     Ordina-          tenwert    y darstellt, durch irgendwelche Antriebs  organe in der     Abszissenrichtung,    das heisst in bezug  auf     Fig.    1, senkrecht zur Zeichenebene bewegt wird,  so folgt der     Tastkopf    1 bzw.

   dessen Zentrum A,  automatisch den Veränderungen des     y-Wertes.    Da  die     momentane    Drehstellung der     Spindelwelle    5 unter  diesen Umständen dem durch die Kurve für den  entsprechenden     Abszissenwert    x zugeordneten     Ordi-          natenwert    y =     f    (x) entspricht, bestehen keinerlei  Schwierigkeiten, um sowohl die     Abszissenwerte    x als  auch die zugehörigen     Ordinatenwerte    y (x) mit Hilfe  elektrischer     Fernübertragungssysteme    an anderer  Stelle     auszuwerten,

      sei es im Sinne einer Programm  steuerung oder im Sinne einer Analyse der durch  die Kurve bestimmten Beziehungen y =     f        (.r)    einer  Rechenanlage.  



  Gemäss den     Fig.    3 und 4 ist vorgesehen, dass eine  als metallischer Leiter ausgebildete Strichschicht 4 an  den einen Pol einer     Wechselspannungsquelle    G an  geschlossen ist, wobei ihm die Unterseite des     Tast-          kopfes    1' gegenübersteht.

   Der     Tastkopf    1' weist hier  ausser den beiden     dreieckförmigen    Belegungen 11, 12,  deren gegeneinander gerichtete Spitzen annähernd im  Zentrum A liegen und symmetrisch sowohl zur  Trennebene     S-S    als auch zu der dazu senkrechten       Diametralebene        D-D    ausgebildet sind, noch zwei  weitere Belegungen 13, 14, die ebenfalls symmetrisch  zur gesamten     Diametralebene        D-D,    aber in     bezug         auf die Ebene     S-S    asymmetrisch, und zwar gemäss       Fig.    4     trapezförmig,    ausgebildet sind.  



  Nach den     Fig.    3 und 4 sind sowohl die Belegun  gen 11 und 12 als auch die Belegungen 13 und 14  an die Enden je einer in der Mitte geerdeten Über  tragerwicklung 23 bzw. 24 angeschlossen, so dass in  den Schwingkreisen     Ka    bzw.     Ka    Steuerspannungen       f    bzw.     ss    induziert werden.

   Genau gleich wie nach  den     Fig.    1 und 2 entspricht auch hier die Steuerspan  nung     e    in ihrem Vorzeichen der Richtung und in ihrer  Amplitude der Grösse der Ablage des Striches 4 vom  Zentrum A, während die Steuerspannung     ss    durch ihre  Phasenlage die Richtung und durch ihre Amplitude  die Grösse der Winkelabweichung<I>da</I> zwischen der  Strichrichtung und der Richtung der Ebene     S-S     kennzeichnet. Wie diese Steuerspannungen a und 6  ausgewertet werden können, soll anhand von     Fig.    6       erläutert    werden. Vorher sei noch Bezug genommen  auf     Fig.    5.  



  Sie stellt eine Kurvenlinie 4 in einem kartesischen  Koordinatensystem     x-y    dar. Ein     Tastkopf    ist im  Darstellungsfeld durch sein Zentrum A und die ge  nannten Ebenen     S-S    und     D-D    dargestellt, und es  sei angenommen, dass ein servomotorisches Dreh  system den     Tastkopf    bereits so gedreht habe, dass  die     Diametralebene        D-D    senkrecht zur Kurvenlinie  4 stehe.

   Der Winkel a bezeichnet dabei den Winkel  zwischen der     Tastkopfebene        D-D    und der     X-Rich-          tung.    Die durch die Belegungen 11 und 12 des     Tast-          kopfes    ermittelte Ablage des Zentrums A von der  Kurve 1 in der D     -D-Richtung    des     Tastkopfes    habe  den Wert R, ihre Komponenten in der<I>X-</I> bzw.     Y-          Richtung    haben also die Werte       Ry    = R     sin    a bzw.

         Rx=Rcosa     Anderseits wird gefordert, dass das Zentrum A  des     Tastkopfes    der Kurvenlinie mit der     Tangential-          geschwindigkeit    V folgen soll, deren Komponenten  in der X- bzw.     Y-Richtung    die Werte       Vx   <I>=</I> V     sin   <I>a</I> bzw.       Vy    = V     cos    a  haben.  



  Wenn also das Zentrum A des     Tastkopfes    durch  zwei     tachometrisch    gegengekoppelte Bewegungs  antriebe in der X- bzw.     Y-Richtung    bewegt werden  sollen, so müssen die entsprechenden elektrischen       Steuergrössenkomponenten        4y    und     4x    für die Nach  laufmotor-Systeme (siehe     Fig.    1) folgende Bedingun  gen erfüllen:

         Ay=Cl#R.sin        a-C2#V#cosa          dx=C1.R-cosa+C2-        V.sin    a  Nach     Fig.6    ist nun vorgesehen, dass eine Schiene  31 in ihrer Führung 32 durch die     Abtriebsspindel    33  eines Servomotors     My    in der     Y-Richtung    eines     kar-          tesischen    Koordinatensystems hin und her verscho  ben werden könne.

   Anderseits ist in einer Führung,  welche durch die Schiene 31 gebildet wird, der    Schlitten 34 in der X-Richtung des Koordinaten  systems verschiebbar, und     zwar    mit     Hilfe    der Ab  triebsspindel 35 des Servomotors     Mx.     



  Der Schlitten 34 wird senkrecht von     einer    dreh  baren Welle 36 durchsetzt, die unter der Platte einen       Tastkopf    1' nach den     Fig.    3 und 4 und oberhalb der  Platte einen Servomotor Ma sowie einen an sich be  kannten     Transformationsachtpol    37 als Analogie  rechenelement trägt.

   Auf den Wellen 33, 35, 36 der  Motoren     My,        Mx,    Ma sitzen je     Tachometergenera-          toren        Ty,        Tx,        Ta    und     Synchrogeber        Sy,        Sx,        Sa.    Von  einem Generator G aus werden die drei Antriebs  systeme sowie ein Spannungsteiler 38, dem das Hand  einstellorgan 39 zugeordnet ist, mit einer     wechsel-          frequenten    Spannung (beispielsweise 400 Hz) ge  speist.  



  Ausserdem ist an diesen Generator G die aus  einer metallisch leitfähigen Masse bestehende Strich  kurve 4 auf dem Zeichenbrett 40 angeschlossen, so  dass in bezug auf die Anordnung des     Tastkopfes    1'  zur Strichkurve 4 die Verhältnisse nach den     Fig.    3  und 4 bestehen.  



  Die von den Belegungen 13 und 14 des     Tast-          kopfes,    beispielsweise über Schleifkontakte, abgelei  tete, mit Hilfe einer Differentialschaltung an     i     Schwingkreis     K6    gewonnene Steuerspannung     a    wird  dem     tachometrisch    gegengekoppelten Servomotor  system mit dem Motor<I>Ma,</I> dem     Tachometergenera-          tor        Ta    und dem Verstärker<I>Va</I>     zugeführt,    wobei  über die Welle 36 der     Tastkopf    so eingestellt wird,

    dass seine Ebene     D-D    immer senkrecht zur Kurven  linie steht (siehe     Fig.    5).  



  Durch das Handrad 39 wird am Spannungsteiler  3 8 eine gewünschte     Tangentialgeschwindigkeit    als elek  trische Spannungsgrösse eingestellt, die zur einen Ein  gangsleitung des     Transformationsachtpoles    37 geführt  wird. Zur andern Eingangsleitung dieses     Transfor-          mationsachtpoles    wird die von den Belegungen 11, 12  abgegriffene, mit Hilfe einer     Differentialanordnung     am Schwingkreis     Ka    gewonnene Steuerspannung     z     geleitet     (zweckmässigerweise    über einen Vorverstär  ker)..

   Am Ausgang des durch die Welle 36 verstell  ten     Transformationsachtpoles    37 entstehen die ge  wünschten     Steuerspannungskomponenten          dY=-C2.V-cosa+C1.R-sina    und       4X=        C2-V-sina+C1R-cosa     welche den Servoverstärkern     Vy    bzw.

       Vx    der     tacho-          metrisch    gegengekoppelten, mit den Motoren     Mx,        My     und den     Tachometergeneratoren        Ty,        Tx        Servo-An-          triebssysteme    der     Spindeln    33 bzw. 35 zugeführt  werden.  



  Auf diese Weise wird erreicht, dass das Zentrum  A des     Tastkopfes    1 mit konstanter     Tangential-          geschwindigkeit    V der auf dem Zeichenbrett 40 auf  gelegten Kurve 4 folgt und immer eine solche     Dreh-          Stellung    einnimmt, dass seine Ebene<B>D -D</B> senkrecht  zur Kurvenlinie orientiert ist. Es ist dann leicht mög  lich, mit     Hilfe    von     Synchrogebern        Sy    bzw.     Sx    bzw.       Sa,    die auf den     Wellen    33, 35, 36 sitzen, die Werte      <I>Y, X</I> und<I>a</I>     an    eine andere Anlage, z.

   B. eine Ferti  gungsmaschine, zu übertragen. Auf diese Weise kön  nen z. B. mit     Hilfe    eines ferngesteuerten     Kopier-          Schweissbrenners,    der durch eine     Einrichtung    nach       Fig.    6 gesteuert wird, Platten direkt entsprechend der  auf dem Zeichenbrett 40 aufgezeichneten Form auto  matisch ausgeschnitten werden.  



  Die Ausführungsform nach den     Fig.    7 und 8 ent  spricht im wesentlichen vollständig derjenigen nach       Fig.    6.  



  Der Schlitten 34 ist auf Führungsstangen 30 des  Teils 31 in X-Richtung beweglich, und der Teil 31  selbst ist auf feststehenden Führungsstangen 32 in       Y-Richtung    beweglich.  



  Die Motoren     Mx    und     My    treiben je über einen  Schneckentrieb 50x bzw. 50y Wellen 51x bzw. 51y,  welche je doppelt     ausgeführte        Seilzüge    52x bzw. 52y  zum Bewegen der Teile 34 bzw. 31 antreiben.  



  Die vereinfachte     Ausführungsform    nach den       Fig.    9 und 10 entspricht den     Fig.    1 und 2.  



  Durch eine Welle 61, welche durch einen Motor       Mx    mit konstanter Drehzahl oder in Abhängigkeit  von irgendeiner variablen Grösse X gedreht wird,  wird ein am Rande     perforiertes    Papierband 40' mit       Hilfe    von Zahnrädern 62 in     Abszissenrichtung    X  verschoben.  



  Mit Hilfe eines Servomotors     My    und der von  ihm angetriebenen Welle 63 werden zwei auf der  Welle 63 sitzende     Seilzugrollen    64 angetrieben.  



  Die Zugseile 65 verschieben einen Träger 66  längs der Führungsstangen 67 in     y-Richtung,    wobei  auf dem Träger 66 der in bezug auf die     Fig.    1 und 2  beschriebene     Tastkopf    1 mit den Belegungen 11 und  12 sitzt.  



  Die Schiene 2, aus welcher die Steuerspannung  für den Motor     My    genommen wird, entspricht der  jenigen gemäss     Fig.    1.  



  Das in verschiedenen Anwendungsformen erläu  terte Prinzip einer     kapazitiven        Abtastung    einer ge  zeichneten Kurve durch einen als     Differential-Kon-          densator    wirkenden     Tastkopf    kann natürlich noch in  weiteren Ausführungsformen angewendet werden.  Beispielsweise     kann    es     vorteilhaft    sein, das     kapazi-          tive        Abtastsystem    mit hochfrequenter Wechselspan  nung (100     kHz)    zu speisen, wobei aus der Fehler  spannung ein Steuersignal niedrigerer Frequenz für  die Servomotoren gewonnen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Automatische Kurvenabtasteinrichtung mit einem Träger für eine die funktionelle Beziehung zwischen. zwei Grössen definierende Kurvenlinie und einer rela tiv zu diesem Träger beweglichen Abtastvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung als wechselspannungsgespeister Differentialkondensa tor ausgebildet ist, dessen elektrische Feldverteilung durch die die Kurvenlinie bildende Materieschicht beeinflusst wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, d'ass eine metallisch leitfähige Materie schicht die Kurvenlinie (4) bildet. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Kurvenlinie bildende Mate rialschicht aus einem Material besteht, dessen Di- elektrizitätskonstante gross ist gegenüber derjenigen des Trägers. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Differentialkondensator zwei in der gleichen Ebene liegende, dreieckförmige, von einander elektrisch isolierte Kondensator-Belegungen (11, 12) mit gemeinsamer Spitze aufweist, welche spiegelsymmetrisch zu einer Trennebene (S-S) an geordnet sind. 4. Einrichtung nach Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aus metallisch leit fähigem Material bestehende Kurvenlinie (4) an den einen Pol einer Wechselspannungsquelle (G) ange schlossen ist. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass den beiden genannten Belegun gen (11, 12) eine dritte Belegung (2) gegenüberliegt, wobei der Träger der Kurvenlinie (4) zwischen den erstgenannten Belegungen (11, 12) einerseits und dritten Belegungen (2) anderseits durchgeführt ist. 6.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Lücken zwischen den bei den dreieckförmigen Kondensatorbelegungen (11, 12) noch zwei weitere Belegungen (13, 14) in derselben Ebene angeordnet sind, welche zur genannten Trenn ebene (S-S) der beiden ersten Belegungen asymme trisch, aber zu der dazu senkrechten Mittelebene (D-D) der ersten Belegungen symmetrisch ausge bildet sind. 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch, mit Mitteln, um den Träger der Kurvenlinie in der einen Ordina- tenrichtung (x) der Kurvenlinie (y = f [x]) zu bewe gen, während ein Tastkopf (1) in der andern Ordina- tenrichtung (y) beweglich ist, dadurch gekennzeich net, dass das Abtastsystem derart ausgebildet ist, dass es eine die Richtung der Ablage des Symmetriezen trums (A) des Tastkopfes (1) von der Mitte der Kurvenlinie (4) kennzeichnende und bei wachsender Grösse dieser Ablage anwachsende Steuergrösse (f) erzeugt. B.
    Einrichtung nach Unteransprüchen 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden dreieck- förmigen Belegungen (11, 12) des Tastkopfes (1) symmetrisch in Gegentaktschaltung an einer Wech- selspannungsquelle (G) angeschlossen sind, und dass die Steuergrösse (f) von einer der genannten Bele gungen gegenüberliegenden, dritten Belegung, welche durch eine in der Bewegungsrichtung des Abtast Systems orientierte Metallschiene (2) gebildet ist,
    ab genommen und einem servomotorischen Antriebs system für die Bewegung des Tastkopfes zugeleitet wird. 9. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1, 3 und 4, umfassend einen Tastkopf (1), der in zwei Koordinatenrichtungen (x, y) relativ zum Träger (40) der Kurvenlinie (4) beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass durch die beiden drei- eckförmigen Belegungen (11, 12) des Tastkopfes (1') mit Hilfe einer Differentialschaltung eine Steuer grösse (a) erzeugt wird, deren Phasenlage die Rich tung und deren Amplitude die Grösse der Ablage des Symmetriezentrums (A)
    des Tastkopfes (1') von der Mitte der Kurvenlinie (4) angibt. 10. Einrichtung nach Unteransprüchen 6 und 9, zum Abtasten von geschlossenen Kurvenlinien, da durch gekennzeichnet, dass durch die zwei weiteren Belegungen (13, 14) des Tastkopfes (1') mit Hilfe einer weiteren Differentialschaltung eine weitere Steuergrösse (a) erzeugt wird, deren Phasenlage die Richtung einer Winkelabweichung<I>(da)</I> zwischen einer festen Ebene des drehbaren Abtastkopfds (1') und der Tangente der Kurvenlinie und durch ihre Grösse die Grösse dieser Winkelabweichung kenn zeichnet. 11.
    Einrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte zweite Steuer grösse (a) einem servomotorischen Drehsystem (Ma) für den Abtastkopf (1) zugeführt wird. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein trigonometrisches Analogie rechenorgan (37) in Funktion der effektiven Dreh stellung (a) des Abtastkopfes (1') verstellt wird und dadurch eine die gewünschte tangentiale Vorschub geschwindigkeit (V) des Abtastsystems kennzeich nende Steuerspannung (V) und die aus den ersten Belegungen (11, 12) gewonnene Steuerspannung (a) in entsprechende Steuerkomponenten (Ay,
    Ax) für servomotorische Bewegungssysteme des Abtastkopfes in den beiden Koord'inatenrichtungen umzuwandeln gestattet.
CH351114D 1957-03-22 1957-03-22 Automatische Kurvenabtasteinrichtung CH351114A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH3021463X 1957-03-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH351114A true CH351114A (de) 1960-12-31

Family

ID=4573455

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH351114D CH351114A (de) 1957-03-22 1957-03-22 Automatische Kurvenabtasteinrichtung

Country Status (2)

Country Link
BE (1) BE565726A (de)
CH (1) CH351114A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
BE565726A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0459118B1 (de) Kapazitiver Stellungsgeber
DE69535508T2 (de) Kapazitive Wegmesseinrichtung
EP0184584B1 (de) Kapazitive Längen- und Winkelmesseinrichtung
DE3711062C2 (de)
DE2932977C2 (de)
DE3521966A1 (de) Vorrichtung zur messung des magnetfeldes und/oder der magnetfeldaenderungen in einem luftspalt
DE2614765A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur bearbeitung mit intermittierenden elektrischen entladungen
DE2556876B2 (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen berichtigen der ausrichtung des scheinwerferlichtbuendels eines motorrades oder aehnlichen zweiraedrigen fahrzeugs
EP0102472A1 (de) Längen- oder Winkelmesseinrichtung
DE4447295A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung einer jeweiligen örtlichen Position eines Körpers durch kapazitive Abtastung
DE2848317A1 (de) Kapazitive messvorrichtung fuer kleine kapazitaetsaenderungen
DE3100486A1 (de) Vorrichtung zur bestimmung der position eines schweissgeraetes zum selbsttaetigen lichtbogenschweissen
EP0711978B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung einer jeweiligen örtlichen Position eines Körpers durch kapazitive Abtastung
CH351114A (de) Automatische Kurvenabtasteinrichtung
DD273889A1 (de) Verfahren und einrichtung zur interpolation sinusfoermiger messsignale, insbesondere solcher von fotoelektrischen messsystemen
EP0297243A2 (de) Vorrichtung zur Messung des Abstandes zwischen dieser Vorrichtung und einer Messfläche
EP0541829A1 (de) Vorrichtung zur Erzeugung oberwellenfreier periodischer Signale
DE3839427C2 (de) Einrichtung zur automatischen Regelung der Leuchtweite der Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen
DE1093461B (de) Einrichtung zum automatischen Nachfuehren eines Abtastkopfes laengs einer Kurvenlinie
EP0439558B1 (de) Messschaltung und anwendung derselben, insbesondere mit induktiven weggebern
DE1813153A1 (de) Vorrichtung zur Umformung einer mechanischen Wegaenderung in elektrische Signale
DE2359549A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur ablenkung eines strahlungsbuendels
DE1138848B (de) Servosystem zur Steuerung von Antrieben zur Bewegung eines Koerpers relativ zu einem anderen Koerper
DE1763437C3 (de) Einrichtung zur Geschwindigkeitsregelung durch Erzeugung eines Gleichstromsignals
DE1138965B (de) Vorrichtung zur Durchfuehrung einer Interpolation oder Extrapolation