DE1093461B - Einrichtung zum automatischen Nachfuehren eines Abtastkopfes laengs einer Kurvenlinie - Google Patents

Einrichtung zum automatischen Nachfuehren eines Abtastkopfes laengs einer Kurvenlinie

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DE1093461B
DE1093461B DEC15116A DEC0015116A DE1093461B DE 1093461 B DE1093461 B DE 1093461B DE C15116 A DEC15116 A DE C15116A DE C0015116 A DEC0015116 A DE C0015116A DE 1093461 B DE1093461 B DE 1093461B
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DEC15116A
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Heinz Haldemann
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Rheinmetall Air Defence AG
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Oerlikon Contraves AG
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B19/00Program-control systems
    • G05B19/02Program-control systems electric
    • G05B19/04Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers
    • G05B19/12Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using record carriers
    • G05B19/122Program control other than numerical control, i.e. in sequence controllers or logic controllers using record carriers using cards, tapes or discs having conductive paths

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Einrichtung zum automatischen Nachführen eines Abtastkopfes längs einer Kurvenlinie Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum automatischen Nachführen eines Abtastkopfes längs einer Kurvenlinie, d. h. also auf ein automatisches Kurvenabtastsystem.
  • Derartige Kurvenabtastsysteme bilden eine wesentliche Grundlage zur automatischen Steuerung von Fertigungsanlagen, wie Werkzeugmaschinen, Anlagen zur Herstellung von chemisch-technischen Produkten oder Klimaanlagen, um nur einige wesentliche Beispiele zu nennen. Aber auch zur theoretischen Analyse von empirisch gewonnenen, durch einen Schreiber aufgezeichneten Beziehungen zwischen zwei Größen mit Hilfe von Analogierechenmaschinen, beispielsweise zur Fourieranalyse oder zur Zerlegung in andere Komponenten, benötigt man mit Vorteil solche Kurvenabtastsysteme.
  • Außer mechanischen Abtastsystemen, in welchen die Funktionskurve durch ein mechanisches Organ, beispielsweise einen gebogenen Draht, gebildet wird, und optischelektrischen Abtastsystemen, bei welchen die optische Differenzierung der aufgezeichneten Kurvenlinie gegenüber ihrem Umfeld dazu ausgenutzt wird, um ein Differentialphotozellensystem der Kurve entlang zu führen, sind auch kapazitive Abtastsysteme bekannt.
  • Es sollen darunter nicht mechanische Abtastsysteme verstanden werden, bei denen ein an der Kurvenfläche anliegender Fühlstift auf den Träger der einen Belegung eines Differentialkondensatorsystems verschiebend auswirkt, sondern Systeme, bei denen die elektronische Feldverteilung eines wechselspannungsgespeisten Differentialkondensators durch eine die Kurvenlinie bildende, vorzugsweise metallisch leitfähige Materieschicht beeinflußt wird, d. h. Systeme, bei denen die Kurvenlinie selbst einen aktiven Teil eines Differentialkondensators bildet.
  • Es ist bereits bekannt, ein Differentialkondensatorsystem durch eine durchlaufende Band- oder Drahtschlinge aus elektisch leitendem oder dielektrischem Material zu beeinflussen mit dem Zweck, die Schlingenform konstant halten zu können. Ferner ist auch die Verwendung von elektrisch leitfähigen Tuschen zum Zeichnen von empirischen Kurvenlinien bekannt, wobei mit Hilfe von elektrischen Taststiften, die aber in Gleitkontakt mit der Linie stehen, ein Tastkopf dieser Kurve entlang bewegt wird.
  • Um aber derartige kapazitive Kurvenabtastsysteme bzw. Einrichtungen zum Nachführen eines Abtastkopfes längs einer Kurvenlinie, deren Materie einen wechselspannungsgespeisten Differentialkondensator beeinflußt, regeltechnisch richtig auszubilden, d. h. um zu erreichen, daß die Größe der erzeugten Fehlerspannung, welche die Korrekturverstellung des Abtastkopfes mit Hilfe von Stellmotoren bewirken soll, monoton mit der Größe der Lageabweichung anwächst und vorzeichengerecht wird, ist gemäß vorliegender Erfindung vorgesehen, daß das Abtastsystem zwei dreieckförmige, voneinander elektrisch isolierte Kondensatorbelegungen mit gemeinsamer Spitze umfaßt, welche symmetrisch zu einer Trennebene ausgebildet sind.
  • Die aus metallisch leitfähigem Material bestehende Kurvenlinie kann dabei an den einen Pol einer Wechselspannungsquelle angeschlossen werden, oder es kann vorgesehen sein, daß den beiden Belegungen eine dritte Belegung gegenüberliegt, wobei der Träger der Kurvenlinie zwischen den erstgenannten Belegungen einerseits und der dritten Belegung andererseits angeordnet ist.
  • Zur weiteren Erläuterung der Erfindung und verschiedener Möglichkeiten zu deren Realisierung sei auf die Zeichnung verwiesen. Es zeigt Fig.1 einen Vertikalschnitt durch ein kapazitives Abtastsystem mit eingezeichnetem elektrischem Schaltschema, Fig. 2 einen Schnitt des Tastkopfes nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Anordnung mit einer die Speisequelle eines Kondensatorsystems darstellenden Kurvenschicht, Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung eines Tastkopfes nach Fig. 3, Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Kurvenabschnitt mit in Fehllage eingezeichnetem Zentrum A des Abtastkopfes gemäß Fig. 2 oder 4, Fig.6 eine Prinzipdarstellung einer vollständigen Abtasteinrichtung, Fig.7 eine nach Fig.6 arbeitende Einrichtung im Grundriß, Fig. ß eine nach Fig. 6 arbeitende Einrichtung im Aufriß und Fig. 9 und 10 eine vereinfachte Einrichtung im Grundriß und Aufriß.
  • Nach den Fig. 1 und 2 enthält ein Tastkopf 1 zwei in einer Isolierstoffmasse 10 eingebettete, im Querschnitt dreieckförmige Elektrodenkörper 11 und 12, die symmetrisch zur Trennebene S-S (Fig.2) eingebaut sind. Die voneinander elektrisch isolierten Elektrodenkörper 11, 12 sind an eine in der Mitte geerdete Sekundärwicklung 22 eines Übertragers 20 angeschlossen, dessen Primärwicklung 21 an den Ausgang eines Wechselspannungsgenerators G angeschlossen ist, so daß die in einer Ebene gelegenen Unterseiten der beiden Elektroden 11, 12 Belegungen eines ebenen Kondensators bilden. An die beiden Belegungen ist eine Wechselspannung, die von der Spannungsquelle G geliefert wird, angelegt. Diesen beiden dreieckförmigen Kondensatorbelegungen liegt als dritte Belegung eines Differentialkondensators die Oberseite einer Metallschiene 2 gegenüber, welche über einen Resonanzschwingkreis K an Erde angeschlossen ist.
  • Auf der Schiene 2, d. h. zwischen der Unterseite des Tastkopfes 1 und der Oberseite der Schiene, ist ein Papierband 3 eingelegt, auf welchem eine Kurvenlinie 4 aufgezeichnet ist, die entweder aus einer metallisch leitenden Masse besteht, indem sie z. B. mit Silbertinte gezeichnet worden ist, oder aber aus einem Material mit besonders hoher Dielektrizitätskonstante besteht (beispielsweise einer Kunstharzmasse).
  • In beiden Fällen wird die am Schwingkreis K auftretende Wechselspannung E nur dann den Wert 0 haben, wenn die Mittelachse A des Tastkopfes 1 die Strichschicht der Kurvenlinie 4 in der Mitte durchschneidet. Wenn aber dies nicht der Fall ist (s. Fig. 2), so entsteht am Schwingkreis K infolge der durch die Strichschicht der Kurvenlinie 4 bedingten asymmetrischen Feldbeeinflussung im Kondensatorsystem eine Wechselspannung e, deren Vorzeichen bzw. deren Phasenlage von der Richtung der Abweichung der Kurvenlinie 4 vom Zentrum A abhängig ist, während deren Amplitude von der Größe der Fehleinstellung abhängt.
  • Aus Fig.2 ergibt sich, daß die Länge desjenigen Strichstückes, welches im Bereich der einen oder anderen der dreieckförmigen Belegungen 11 oder 12 liegt, mit zunehmender Abweichung AY vom Zentrum A vom Wert 0 aus proportional zunimmt. Um dies zu erreichen, haben die beiden Belegungen 11, 12 die Form von Dreiecken, deren Spitzen sich im Zentrum A beinahe berühren. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Amplitude der Wechselspannung a mit zunehmender Ablage A Y größer wird, während sie praktisch Null ist, wenn sich das Zentrum A des Abtastkopfes über der Strichmitte befindet.
  • Die so gewonnene Wechselspannung e eignet sich zur Steuerung eines tachometrisch gegengekoppelten Antriebssystems mit dem Verstärker SV, dem Motor SM und dem durch die Abtriebswelle 5 des Motors SM angetriebenen Tachometergenerators TG. Die Ausgangsspannung dieses Tachometergenerators TG wird dabei in einem Addierglied SA zur Wechselspannung s addiert, und die im Verstärker SV verstärkte Summe dieser Spannungen wird als Steuerspannung E dem Motor SM zugeführt.
  • Nach den Fig.l und 2 ist der Einfachheit halber angenommen, daß ein Träger 10 des Tastkopfes ein Innengewinde aufweist, welches mit dem Außengewinde der als Leitspindel ausgebildeten Motorwelle 5 im Eingriff steht, so daß durch Drehen der Spindel 5 der Tastkopf 1 in einer zu dessen Symmetrieebene S-S senkrechten Richtung Y-Y verschoben wird. Diese Verschiebung erfolgt mit um so größerer Geschwindigkeit, je größer der Einstellfehler AY des Tastkopfzentrums A zur Mitte der Strichschicht ist, und in derjenigen Richtung, die eine Verminderung dieses Einstellfehlers AY ergibt: Wenn also das Papierband 3, auf welchem eine Kurvenlinie 4 aufgezeichnet ist, welche die Funktion zwischen einem Abszissenwert X und einem Ordinatenwert Y darstellt, durch irgendwelche Antriebsorgane in der Abszissenrichtung, d. h. in bezug auf Fig. 1 senkrecht zur Zeichenebene, bewegt wird, so folgt der Tastkopf 1 bzw. dessen Zentrum A automatisch den Veränderungen des Y-Wertes. Da die momentane Drehstellung der Spindelwelle 5 unter diesen Umständen dem durch die Kurve für den entsprechenden Abszissenwert X zugeordneten Ordinatenwert Y = f (X) entspricht, bestehen keinerlei Schwierigkeiten, um sowohl die Abszissenwerte X als auch die zugehörigen Ordinatenwerte Y (X) mit Hilfe elektrischer Fernübertragungssysteme an anderer Stelle auszuwerten, sei es im Sinne einer Programmsteuerung oder im Sinne einer Analyse der durch die Kurve bestimmten Beziehungen Y = f (X) einer Rechenanlage.
  • Nach Fig. 3 ist eine als metallischer Leiter ausgebildete Kurvenlinie 4 an den einen Pol einer Wechselspannungsquelle G angeschlossen, wobei ihm die Unterseite des Tastkopfes 1 gegenübersteht. In Fig. 4 bildet der Tastkopf 1 außer den beiden dreieckförmigen Belegungen 11, 12, deren gegeneinandergerichtete Spitzen annähernd im Zentrum A liegen und symmetrisch sowohl zur Trennebene S-S als auch zu der dazu senkrechten Diametralebene D-D ausgerichtet sind, noch zwei weitere Belegungen 13, 14, die ebenfalls symmetrisch zur gesamten Diametralebene D-D, aber in bezug auf die Ebene S-S asymmetrisch, in der Zeichnung trapezförmig, ausgerichtet sind.
  • Nach Fig. 4 sind sowohl die Belegungen 11 und 12 als auch die Belegungen 13 und 14 an die Enden je einer in der Mitte geerdeten Übertragerwicklung 23 bzw. 24 angeschlossen, so daß in den Schwingkreisen KE bzw. Ko Wechselspannungen a bzw. ß erzeugt werden. In Übereinstimmung mit den Fig. 1 und 2 entspricht auch hier die Wechselspannung s in ihrem Vorzeichen der Richtung und in ihrer Amplitude der Größe der Abweichung der Kurvenlinie 4 vom Zentrum A, während die Wechselspannung ß durch ihre Phasenlage die Richtung und durch ihre Amplitude die Größe der WinkelabweichungAa zwischen der Kurvenrichtung und der Richtung der Ebene S-S kennzeichnet. Wie die Wechselspannungen e,ß zur Nachsteuerung ausgewertet werden können, ist an Hand von Fig. 6 erläutert.
  • Die Fig. 5 stellt eine Kurvenlinie 4 in einem kartesischen Koordinatensystem X-Y dar. Ein Tastkopf ist im Darstellungsfeld durch sein Zentrum A und die genannten Ebenen S-S und D-D dargestellt, und es ist angenommen, daß ein Drehsystem den Tastkopf bereits so gedreht hat, daß die Diametralebene D-D senkrecht zur Kurvenlinie 4 steht. Der Winkel a bezeichnet dabei den Winkel zwischen der Tastkopfebene D-D und der X-Richtung. Die durch die Belegungen 11 und 12 des Tastkopfes ermittelte Abweichung des Zentrums A von der Kurvenlinie 4 in der D-D-Richtung des Tastkopfes hat den Wert R, ihre Komponenten in der X- bzw. Y-Richtung haben also die Werte Ry = R sin a bzw.
  • Rx = R cos a Andererseits ist gefordert, daß das Zentrum A des Tastkopfes der Kurvenlinie 4 mit der Tangentialgeschwindigkeit V folgen soll, deren Komponenten in der X- bzw. Y-Richtung die Werte Vx = V sin a bzw.
  • Vy = V cos a haben.
  • Wenn also das Zentrum A des Tastkopfes durch zwei tachometrisch gegengekoppelte Bewegungsantriebe in der X- bzw. Y-Richtung bewegt werden soll, so müssen die entsprechenden Steuerkomponenten AY und AX folgende Bedingungen erfüllen: AY=Rsina-Vcosa AX = R cos a -I- V sin a Nach Fig. 6 ist vorgesehen, daß eine Schiene 31 in ihrer Führung 32 durch die Antriebsspindel 33 eines Stellmotors My in der Y-Richtung eines kartesischen Koordinatensystems hin und her verschoben werden kann. Andererseits ist in einer Führung der Schiene 31 die Platte 34 in der X-Richtung des Koordinatensystems verschiebbar, und zwar mit Hilfe der Antriebsspindel 35 des Stellmotors 131x.
  • Die Platte 34 ist senkrecht von einer drehbaren Welle 36 durchsetzt, die unter der Platte einen Tastkopf 1 nach den Fig. 3 und 4 und oberhalb der Platte einen Stellmotor.3la sowie einen an sich bekannten, in den schweizerischen Patentschriften 322 793 und 302 582 beschriebenen Transformationsachtpol37 als Analogierechenelement trägt. Auf den Wellen 33, 35, 36 der Motoren 131y, Mx, Ma sitzen Tachometergeneratoren Ty, Tx, Ta und Synchrogeber Sy, Sx, Sa. Von einem Generator G aus werden die drei Antriebssysteme sowie ein Spannungsteiler 38, dem das Handeinstellorgan 39 zugeordnet ist, mit einer Wechselspannung von beispielsweise 400 Hz gespeist.
  • Außerdem ist an diesen Generator G die aus einer metallisch leitfähigen Masse bestehende Kurvenlinie 4 auf dem Zeichenbrett 40 angeschlossen, so daß in bezug auf die Anordnung des Tastkopfes 1 zur Kurvenlinie 4 die Verhältnisse nach den Fig. 3 und 4 bestehen.
  • Die von den Belegungen 13 und 14 des Tastkopfes, beispielsweise über Schleifkontakte abgeleitete, mit Hilfe einer Differentialschaltung am Schwingkreis Kor gewonnene Wechselspannung a wird dem tachometrisch gegengekoppelten Stellmotorsystem mit dem Motor Ma, dem Tachometergenerator Ta und dem Verstärker Va zugeführt, wobei über die Welle 36 der Tastkopf immer so gestellt wird, daß seine Ebene D-D immer senkrecht zur Kurvenlinie 4 steht (s. Fig. 5).
  • Durch das Handrad 39 wird am Spannungsteiler 38 eine gewünschte Tangentialgeschwindigkeit als elektrische Spannungsgröße eingestellt, die zur einen Eingangsleitung des Transformationsachtpols 37 geführt wird. Zur anderen Eingangsleitung dieses Transformationsachtpols ist die von den Belegungen 11, 12 abgegriffene, mit Hilfe einer Differentialanordnung am Schwingkreis Ke gewonnene Wechselspannung s geleitet (zweckmäßigerweise über einen Vorverstärker). Am Ausgang des durch die Welle 36 verstellten Transformationsachtpols 37 entstehen die gewünschten Stenerspannungskomponenten AY=-Vcosa+Rsina und AX = +V sin a + R cos a welche den Steuerverstärkern Vy bzw. Vx der tachometrisch gegengekoppelten, mit den Motoren Mx, My und den Tachometergeneratoren Ty, Tx versehenen Antriebssysteme der Spindeln 33 bzw. 35 zugeführt werden.
  • Auf diese Weise wird erreicht, daß das Zentrum A des Tastkopfes 1 mit konstanter Tangentialgeschwindigkeit V der auf dem Zeichenbrett 40 aufgelegten Kurvenlinie 4 folgt und immer eine solche Drehstellung einnimmt, daß seine Ebene D-D senkrecht zur Kurvenlinie orientiert ist. Es ist dann leicht möglich, mit Hilfe von Synchrogebern Sy, Sx, Sa, die auf den Wellen 33, 35, 36 sitzen, die Werte Y, X und a auf eine andere Anlage, z. B. eine Fertigungsmaschine, zu übertragen. Auf diese Weise können z. B. mit Hilfe eines ferngesteuerten Kopier-Schweißbrenners, der durch eine Einrichtung nach Fig. 6 gesteuert wird, Platten direkt entsprechend der auf dem Zeichenbrett 40 aufgezeichneten Form automatisch ausgeschnitten werden.
  • Die Ausführungsform nach den Fig. 7 und 8 entspricht im wesentlichen derjenigen nach Fig. 6.
  • Die Platte 34 ist auf Führungsstangen 30 des Teiles 31 in X-Richtung beweglich, und der Teil 31 selbst ist auf feststehenden Führungsstangen 32 in Y-Richtung beweglich.
  • Die Motoren Mx und My treiben je über einen Schneckentrieb 50x bzw. 50y Wellen 51x bzw. 51y, welche je doppelt ausgeführte Seilzüge 52x bzw. 52y zum Bewegen der Teile 34 bzw. 31 antreiben.
  • Die vereinfachte Ausführungsform nach den Fig.9 und 10 entspricht den Fig. 1 und 2.
  • Durch eine Welle 61, welche durch einen Motor Mx mit konstanter Drehzahl oder in Abhängigkeit von irgendeiner variablen Größe gedreht wird, wird ein am Rand perforiertes Papierband 40 mit Hilfe von Zahnrädern 62 in Abszissenrichtung X verschoben.
  • Mit Hilfe eines Stellmotors My und der von ihm angetriebenen Welle 63 werden zwei auf der Welle 63 sitzende Seilzugrollen 64 angetrieben.
  • Die Zugseile 65 verschieben einen Träger 66 längs der Führungsstangen 67 in Y-Richtung, wobei auf dem Träger 66 der in bezug auf die Fig. 1 und 2 beschriebene Tastkopf 1 mit den Belegungen 11 und 12 sitzt.
  • Die Schiene 2 entspricht derjenigen gemäß Fig. 1.
  • Das in verschiedenen Anwendungsformen erläuterte Prinzip einer kapazitiven Abtastung einer gezeichneten Kurve durch einen als Differentialkondensator wirkenden Tastkopf kann natürlich noch in weiteren Ausführungsformen angewendet werden. Beispielsweise kann es vorteilhaft sein, das kapazitive Abtastsystem mit hochfrequenter Wechselspannung (100 kHz) zu speisen, wobei aus der Fehlerspannung ein Steuersignal niedrigerer Frequenz für die Stellmotoren gewonnen werden kann.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zum automatischen Nachführen eines Abtastkopfes längs einer Kurvenlinie unter Verwendung eines wechselspannungsgespeisten Differentialkondensators, dessen elektrische Feldverteilung durch die die Kurvenlinie bildende, vorzugsweise metallisch leitfähige Materieschicht beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtastsystem zwei dreieckförmige, voneinander elektrisch isolierte Kondensatorbelegungen (11, 12) mit gemeinsamer Spitze umfaßt, welche symmetrisch zu einer Trennebene (S-S) ausgebildet sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus metallisch leitfähigem Material bestehende Kurvenlinie (4) an den einen Pol einer Wechselspannungsquelle (G) angeschlossen ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den beiden Belegungen (11, 12) eine dritte Belegung (2) gegenüberliegt, wobei der Träger der Kurvenlinie (4) zwischen den erstgenannten Belegungen (11, 12) einerseits und dritten Belegungen (2) anderseits angeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Lücken zwischen den beiden dreieckförmigen Kondensatorbelegungen (11, 12) noch zwei weitere Belegungen (13,14) in derselben Fläche angeordnet sind, welche zur genannten Trennebene (S-S) der beiden ersten Belegungen asymmetrisch, aber zu der dazu senkrechten Mittelebene (D-D) der ersten Belegungen symmetrisch ausgebildet sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 mit Mitteln, um den Träger der Kurvenlinie in der einen Ordinatenrichtung (X) der Kurvenlinie [Y = f (X)] zu bewegen, während ein Tastkopf (1) in der andern Ordinatenrichtung (Y) beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtastsystem derart ausgebildet ist, daß es eine die Richtung der Abweichung des Symmetriezentrums (A) des Tastkopfes (1) von der Mitte der Kurvenlinie (4) kennzeichnende und bei wachsender Größe dieser Abweichung anwachsende Steuergröße (e) erzeugt.
  6. 6. Einrichtung nach Ansprüchen 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden dreieckförmigen Belegungen (1i, 12) des Tastkopfes (1) symmetrisch in Gegentaktschaltung an einer Wechselspannungsquelle (G) angeschlossen sind und daß die Steuergröße (a) an der gegenüberliegenden, durch eine in der Bewegungsrichtung des Abtastsystems orientierte Metallschiene (2) gebildete dritte Belegung abgenommen und einem Antriebssystem für die Bewegung des Tastkopfes zugeleitet wird.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 1, umfassend einen Tastkopf (1), der in zwei Koordinatenrichtungen (X, Y) relativ zum Träger (40) der Kurvenlinie (4) beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch die beiden dreieckförmigen Belegungen (11, 12) des Tastkopfes (1) mit Hilfe einer Differentialschaltung eine Steuergröße (e) erzeugt wird, welche durch ihre Phasenlage die Richtung der Abweichung des Symmetriezentrums (A) des Tastkopfes (1) von der Mitte der Kurvenlinie (4) anzeigt und bei wachsender Größe dieser Abweichung ebenfalls zunimmt. B.
  8. Einrichtung nach Ansprüchen 4 und 7 zum Abtasten von geschlossenen Kurvenlinien, dadurch gekennzeichnet, daß durch die zwei weiteren Belegungen (13, 14) des Tastkopfes (1) mit Hilfe einer weiteren Differentialschaltung eine weitere Steuergröße (cr) erzeugt wird, welche durch ihre Phasenlage die Richtung einer Winkelabweichung (Aa) zwischen einer gewünschten Soll-Einstellung des drehbaren Abtastkopfes (1) und der effektiven Einstellung und durch ihre Größe die Größe dieser Winkelabweichung kennzeichnet.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte zweite Steuergröße (Q) einem Drehsystem (Ma) für den Abtastkopf (1) zugeführt wird.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein trigonometrisches Analogierechenorgan (37) in Funktion der effektiven Drehstellung (a) des Abtastkopfes (1) verstellt wird und dadurch eine die gewünschte tangentiale Vorschubgeschwindigkeit (V) des Abtastsystems kennzeichnende Steuerspannung (V) und die aus den ersten Belegungen (11, 12) gewonnene Steuerspannung (a) in entsprechende Steuerkomponenten (A Y, AX) für Bewegungssysteme des Abtastkopfes in den beiden Koordinatenrichtungen umzuwandeln gestattet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 835 168; österreichische Patentschrift Nr. 184 991; USA.-Patentschrift Nr. 2 594 716; Zeitschrift »Microtechnik«, Jahrg. X (1956), S.159/160,
DEC15116A 1957-03-22 1957-07-04 Einrichtung zum automatischen Nachfuehren eines Abtastkopfes laengs einer Kurvenlinie Pending DE1093461B (de)

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