CH351587A - Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffderivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffderivate

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CH351587A
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acid
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sulfanilyl
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Smith Wilder Dr Prof
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Schweizerhall Chem Fab
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffderivate
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffderivate, die der Formel
EMI1.1     
 entsprechen und in welcher R einen Alkyl-, Aryloder Aralkylrest und   Rt    den Acylrest einer niederen ungesättigten aliphatischen Monocarbonsäure bezeichnet.



   R kann zum Beispiel ein niederer Alkylrest, wie Methyl, Äthyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl oder iso-Butyl, oder der Phenyl-, p-Tolyl-,   o-Tolyl- usw.,    oder Benzyl- oder Phenäthyl-Rest usw. sein, während   R1    zum Beispiel der Acryl-, Methacryl-, Vinylacetyloder Crotonyl-Rest sein kann.



   Die Harnstoffderivate der Formel I besitzen eine ausgeprägte insulinsparende, das heisst den Abbau des Insulins im Organismus hemmende Wirkung und sind deshalb dazu bestimmt, als Arzneimittel verwendet zu werden.



   Die neuen Verbindungen der Formel I werden gemäss der Erfindung dadurch erhalten, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 mit einem Halogenid oder Ester einer Monocarbonsäure der Formel   R1-OH    zur Reaktion bringt.



   Für die Durchführung dieses Verfahrens kann man als Ausgangsverbindungen der Formel II zum Beispiel N-Sulfanilyl-N'-isobutyl-harnstoff, N-Sulfani   lyl-N' -n-butyl-harnstoff, N - Sulfanilyl - N'-n-propyl-    harnstoff, N-Sulfanilyl-N'-isopropyl-harnstoff, N-Sulf  anilyl-Nräthyl-harnstoff    usw. verwenden. Als Halogenid oder Ester einer niederen ungesättigten aliphatischen Monocarbonsäure kann man das Chlorid oder Bromid oder einen niederen Alkylester, z. B. den Methyl- oder Äthylester, von Acrylsäure, Methacrylsäure, Vinylessigsäure oder Crotonsäure verwenden.



   Die Reaktion wird zweckmässigerweise in   Gegen-    wart eines Kondensationsmittels durchgeführt. Bei der Kondensation mit einem Säurehalogenid wird zweckmässigerweise ein säurebindendes Kondensationsmittel, vorzugsweise ein Alkalicarbonat oder Alkalibicarbonat, wie Natriumcarbonat oder Natriumbicarbonat, verwendet. Als Reaktionsmedium wird vorzugsweise ein Lösungsmittel verwendet, in welchem die Reaktionskomponenten löslich sind, hingegen das gewünschte Endprodukt unlöslich ist, z. B.



  Aceton oder Dioxan. Bei Verwendung von Carbonsäurehalogeniden verläuft die Reaktion meistens schon bei Raumtemperatur glatt und nahezu quantitativ, wenn man das Säurehalogenid allmählich in eine Lösung der Harnstoffkomponente in Aceton einträgt.



  Das Endprodukt fällt mit fortschreitender Reaktion aus der Reaktionsmischung aus.



   Beispiel 1
Man löst unter Rühren und Kühlen mit Wasser 271 g (1 Mol)   N-Sulfanilyl-N'-n-butyl-harnstoff    in   1,5    Liter Aceton, setzt der erhaltenen Lösung 85 g Natriumbicarbonat zu und tropft langsam 104,5 g (1 Mol) Crotonylchlorid in die Mischung ein. Während des Eintropfens beginnt der entstandene N-(p   Crotonyl- amino- phenylsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff    bereits auszukristallisieren. Es wird ein dicker Kristallbrei erhalten, den man mit 1000   cm3    Wasser vermischt und während 12 Stunden stehenlässt. Das kristalline Endprodukt wird dann abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das erhaltene Produkt  kann aus Alkohol oder Aceton umkristallisiert werden und schmilzt bei   198,5-199,5"    C.



   Beispiel 2
Man löst 27,1 g (0,1 Mol) N-Sulfanilyl-N'-n-butyl-harnstoff in 100 ml Aceton und gibt 8,5 g (0,1 Mol) NaHCO3 zur Lösung. Unter Rühren wird bei Zimmertemperatur 11,0 g (1,1 Mol) Methacrylsäurechlorid langsam zugetropft. Dabei ist leichte Erwärmung festzustellen. Die Lösung lässt man dann 2 Stunden stehen und neutralisiert mit gesättigter NaHCO3 Lösung. Vorsichtig neutralisieren, da starke Co2-Entwicklung auftritt. Man versetzt die Lösung mit 200 bis 300 ml Wasser unter Rühren und lässt über Nacht stehen. Der ausgefallene weisse Niederschlag wird abfiltriert und mit viel Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen schmilzt das erhaltene Produkt bei 169 bis   171"    und kann aus Äthylalkohol: Wasser (1:1) umkristallisiert werden. Schmelzpunkt:   171-173".   



   Beispiel 3
27,1 g (0,1 Mol) N-Sulfanilyl-N'-n-butyl-harnstoff werden in 150 ml Aceton gelöst, 8,4 g (0,1 Mol)   NaHCO5    zugegeben und in der Kälte 9,8 g (0,11 Mol) frischdestilliertes Acrylsäurechlorid langsam zugetropft. 2 Stunden stehenlassen und mit gesättigter   NaHCO3-Lösung    neutralisieren. Nach 5 Stunden wird die Lösung mit 300 ml Wasser versetzt und der ausgefallene Niederschlag abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Nach dem Umkristallisieren aus   Äthyl-    alkohol : Wasser (1 : 1) schmelzen die farblosen Blättchen bei   189-191".      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Harnstoffderivaten der Formel EMI2.1 in welcher R einen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest und Rt den Acylrest einer niederen ungesättigten Monocarbonsäure bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI2.2 mit einem Halogenid oder Ester einer Carbonsäure der Formel R1-OH zur Reaktion bringt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, in welcher R ein niederer Alkylrest ist, mit einem Crotonylhalogenid zur Reaktion bringt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart eines säurebindenden Kondensationsmittels in einem Lösungsmittel, in welchem die Reaktionskomponenten löslich sind, das Endprodukt jedoch unlöslich ist, durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man N-Sulfanilyl-N'-n-butyl-harnstoff mit Crotonylchlorid in Gegenwart von Natriumbicarbonat in Aceton bei Raumtemperatur reagieren lässt.
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CH351587D 1956-11-28 1956-11-28 Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoffderivate CH351587A (de)

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