Maximumzähler
Die Erfindung bezieht sich auf einen Maximumzähler mit periodisch in die Nullstellung zurückkeh -renden Mitnehmer und rückstellbarer Maximumanzeigevorrichtung. Meist wird zur Rückstellung die ser Vorrichtung eine plombierbare Handhabe verwendet, wenn die Vorrichtung aus einem Zeiger besteht. Die praktische Ausführung einer solchen Handhabe macht Schwierigkeiten, denn bei ihrer Betätigung darf das empfindliche Messwerk nicht beschädigt werden und, wenn man verhüten will, dass der Maximumzeiger nicht ganz auf Null gestellt wird, oder in betrügerischer Weise verstellbar ist, müssen noch besondere Getriebe zur Sicherung verwendet werden.
Die Erfindung geht darauf aus, solche Schwierig keiten zu beseitigen und die Rückstellung namentlich auch dann, wenn dabei mehr als eine Vollumdrehung ausgeführt werden muss, zu erleichtern. Erfindungsgemäss hat der Maximumzähler ein motorisch angetriebenes Rückstellwerk für die Maximumanzeigevorrichtung. Der Mitnehmer, der im Gegensatz zu dieser Vorrichtung periodisch, also beispielsweise halb stündlich, zurückgestellt wird, kann mit den üblichen Rückstellmitteln, z. B. mit einer Feder, arbeiten. Die Rückstellvorrichtung der Maximumanzeigevorrichtung wird in der Regel von Hand jeweils am Ende eines Verrechnungsabschnittes eingeschaltet.
Es empfiehlt sich, zwecks Entlastung des Zählers das Maximumwerk über ein Kraftverstärkergetriebe mit dauernd laufendem Hilfsmotor betätigen zu lassen und diesen Hilfsmotor gleichzeitig als Antrieb für das genannte Rückstellwerk zu verwenden. Der Maximumzähler erhält beispielsweise für das Rückstellwerk einen von Hand betätigten, in der Betätigungsstellung verriegelbaren Steuerteil, dessen Verriegelung durch die in die Nullstellung gelangte Maximumanzeigevorrichtung wieder aufgehoben wird. Dem Steuerteil gibt man am besten sowohl Mittel zum Einrücken einer Kupplung zwischen dem dauernd laufenden Hilfsmotor des Kraftverstärkergetriebes und dem Rückstellwerk als auch Mittel zum Ausrücken einer Kupplung zwischen dem Mitnehmer und seinem Antrieb. Man kann der Maximumanzeigevorrichtung einen beweglichen, die Entriegelung des Steuerteils bewirkenden Nullanschlag geben.
Zwischen diesem Nullanschlag und der Maximumanzeigevorrichtung kann man ein Leerganggetriebe mit einem sich über mehr als eine Vollumdrehung erstreckenden Leergang einschalten, fällt die genannte Vorrich- tung mehr als einen Vollumlauf ausführen kann.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung in perspektivischer Ansicht dargestellt. Der Übersichtlichkeit halber sind die einzelnen Getriebeteile verlängert und entsprechend auseinandergezogen.
Ein Zähler Z treibt über ein Vorgelege 1 ein Flügelrad 2 an, dessen einer Flügel 3 in der gezeich neten Stellung eine I Klinke 4 ausserhalb des Umlauf- weges eines von einem dauernd laufenden Hilfsmotor M angetriebenen Klinkenrades 5 hält. Die Klinke ist über ein Vorgelege 8 mit einem Zahnrad 9 verbunden, das mit einem lose auf einer Welle 10 sitzenden Zahnrad 11 durch Schwenken eines Winkelhebels 12 in Eingriff gebracht werden kann. Mit dem Zahnrad 11 ist ein Ritzel 13 fest verbunden, das über ein Zahnrad 14 eine unter der Einwirkung einer Rück stellfeder 15 stehende Welle 16 für einen Zeiger 17 antreibt. An dem Rad 13 ist ein Stift 18 angebracht, der mit einem Leerganggetriebe L1 zusammenarbeitet.
Dieses Getriebe besteht aus einer Reihe lose auf der Welle 10 aufgereihter Scheiben 19 mit Stiften 20 und als Anschlag dienenden Nocken 21. Der Deut lichkeit halber sind nur die Scheiben am Anfang und Ende des Getriebes dargestellt. Das Ende des Leerganggetriebes L1 bildet eine fest auf der Welle 10 sitzende Scheibe 22. Auf der Welle 10 sitzen ferner die Räder 23 und 24. Das Rad 23 treibt ein fest auf der Welle 25 sitzendes Zahnrad 26 mit Klinke 27 an.
Die Klinke greift in ein Steigrad 28 auf einer lose die Welle 25 umgebenden Hohlwelle 29, die wieder über ein Zahnradgetriebe 30 ein mehrstelliges Zählwerk R fortschaltet. Eine Sperrscheibe 31 mit Feder 32 sichert für gewöhnlich dieses Zählwerk gegen Rückdrehung. Das Rad 24 treibt über ein Rad 33 und eine lose auf der Welle 16 sitzende Hohlwelle 34 einen Zeiger 35 an. Auf der Welle 25 sitzt noch ein Rad 36, in das durch Schwenken einer Welle 37 ein Rad 38 in Eingriff gebracht werden kann. Die Welle 37 ist über ein Vorgelege 39, 40 mit dem Motor M verbunden.
Auch an dem Rad 11 sitzt ein Finger 180, der über ein weiteres Leerganggetriebe L2, das aus den gleichen Scheiben 19 wie das Getriebe L1 besteht, mit einem festen Anschlag 41 in Wirkverbindung steht. Auch hier sind wieder nur die am Ende und Anfang liegenden Scheiben dargestellt. L3 ist ein drittes, ebenso ausgeführtes Leerganggetriebe, das zwischen einem beweglichen Anschlag 42 an einem Winkelhebel 43 und einem fest auf der Welle 10 sitzenden Arm 44 eingeschaltet ist. Ein von Hand in der Pfeilrichtung verschiebbares Gestänge 45 hat bei 46 eine Falle für den unter der Einwirkung einer Feder 47 stehenden, zur Verriegelung dienenden Hebel 43, ausserdem eine schiefe Ebene 48 zur Steuerung des unter der Einwirkung einer Feder 49 stehenden Kupplungshebels 12, der gleichzeitig noch den Anker eines durch 50 angedeuteten Elektromagneten bildet.
Mit einer weiteren schiefen Ebene 51 kann der unter der Einwirkung einer Feder 52 stehende Kupplungshebel 53 verschwenkt werden. Eine Feder 54 sucht das Gestänge 45 entgegen der eingezeichneten Pfeilrichtung gegen den Anschlag 55 zu drängen.
Zusammenfassend sei bemerkt, dass die Teile 2 bis 7 ein Kraftverstärkergetriebe mit dauernd laufendem Hilfsmotor M bilden, die Zahnräder 9 und 11 die ausrückbare Kupplung für den durch die Feder 15 periodisch zurückgestellten Mitnehmer der Maximumanzeigevorrichtung, der praktisch aus den Rädern 11 und 13 besteht und dessen jeweilige Stellung an dem Zeiger 17 erkennbar ist. Die Welle 10 und die fest auf ihr sitzenden Teile sind ein wesentlicher Bestandteil der Maximumanzeigevorrichtung, deren Stellung jeweils an dem Zeiger 35 erkennbar ist und deren Messweg auf das Zählwerk R mit einer der Messgenauigkeit des Zählers entsprechenden Genauigkeit übertragen wird. Der Magnet 50 wird periodisch, also beispielsweise halbstündlich von einem Zeitwerk, das der Motor M antreiben kann, eingeschaltet und führt so die periodische Rückstellung des Mitnehmers herbei.
Alle übrigen Teile dienen im wesentlichen als Rückstellwerk für die Maximumanzeigevorrichtung.
Die Anordnung arbeitet folgendermassen: Sobald der Zähler Z einen gewissen Messweg zurückgelegt hat, gibt der Flügel 3 die Klinke 4 frei, die nun in Eingriff mit dem umlaufenden Klinkenrad 5 kommt.
Dadurch wird die Scheibe 7 in der Pfeilrichtung für eine Vollumdrehung mitgenommen, dann trifft die Klinke 4 auf den nächstfolgenden Flügel und wird wieder ausgerückt. Dieses Spiel wiederholt sich jeweils nach Zurücklegung eines Flügelabstandes. Nach jeder Umdrehung wird die Scheibe 7 durch die Rastfeder 6 festgehalten. Das Rad 9 dreht sich infolgedessen entsprechend schrittweise. Zu Beginn einer Registrierperiode wird der Magnet 50 ausgeschaltet, die Räder 9 und 11 sind also in Eingriff. Die Leergänge der Leerlaufgetriebe L1, L2, L3 sind sämtlich ausgeglichen. Nun wird die Welle 10 und damit auch die Zeiger 17 und 35 und das Zählwerk R fortgesetzt schrittweise fortgeschaltet. Dabei bleibt der Leergang des Getriebes L1 ausgeglichen, während der Leergang der Getriebe L2 und L3 mit der Entfernung von ihren Nullanschlägen 41, 42 immer grösser wird.
Am Ende der Registrierperiode wird der Magnet 50 eingeschaltet. Dadurch werden die Räder 9 und 11 ausgekuppelt, und die Räder 11 und 13 werden unter der Einwirkung der bei der Vorwärts schaltung gespannten Feder 15 zurückgedreht, bis der Leergang des Getriebes L2 ausgeglichen, also die Ausgangsstellung des als Mitnehmer wirkenden Rades 11 erreicht ist. Bei dieser Rückdrehung bleibt aber der Zeiger 35 und das Zählwerk R stehen, und der Leergang in dem Getriebe L1 nimmt zu. Auch der beim Vorwärtsschalten der Welle 10 entstandene Leergang des Getriebes L3 bleibt erhalten.
Bei Beginn der nächsten Registrierperiode wird der Magnet 50 wieder ausgeschaltet, die Räder 9 und 11 werden wieder eingekuppelt. Die Räder 11 und 13 werden wieder schrittweise fortgeschaltet unter zunehmendem Leergang des Getriebes L2 und unter abnehmendem Leergang des Getriebes L 1. Ist in dieser zweiten Registrierperiode der Ausschlag des Zeigers 17 kleiner als in der ersten, dann wird der Leergang im Getriebe L1 nicht ausgeglichen. Der Zeiger 35, das Zählwerk R und die damit zusammenhängenden Getriebeteile bleiben also in Ruhe. Ist aber der Ausschlag des Zeigers 17 grösser als in der ersten Periode, dann wird der Leergang des Getriebes L1 ausgeglichen, und der Zeiger 35 und das Zählwerk R werden entsprechend weiter fortgeschaltet.
Am Ende der zweiten Registrierperiode wird wieder vorübergehend der Magnet 50 eingeschaltet, und es werden die als Mitnehmer wirkenden Räder 11 und 13 nach der Entkupplung wieder zurückgestellt usf. Innerhalb eines Verrechnungsabschnittes, beispielsweise eines Monats, bleibt der Zeiger 35 und das Zählwerk R in der Stellung des grössten Ausschlages des Zeigers 17 stehen. Dieser Ausschlag entspricht dem in diesem Abschnitt erreichten Maximum. Die Getriebe L1, L2, L3 haben Leergänge, die sich über eine Vielzahl von Umdrehungen erstrecken.
Dies geschieht aus dem Grunde, um einen grossen Messweg für den Antrieb des Zählwerkes R zu erhalten, das auf mehrere Dezimale genau arbeiten muss, denn es liegt auf der Hand, dass die Zählwerksverstellung um so genauer wird, je grösser die Messwege sind, weil dann kleine Störungen, die durch Zahnluft, durch elastische Verformung von Teilen usw. entstehen, prozentual nicht ins Gewicht fallen.
Am Ende eines Verrechnungsabschnittes wird das Gestänge 45 in der Pfeilrichtung eingedrückt. Damit es nicht unbefugt betätigt werden kann, ist es plombiert oder steht unter plombierbarem Verschluss.
Doch ist diese Art der Sicherung in der Zeichnung der Einfachheit halber weggelassen. Nach dem Eindrücken verklinkt sich das Gestänge 45 mit der Falle 46 hinter dem Hebel 43. Dadurch wird der Nullanschlag 42 für das Leerganggetriebe L3 ein Stück weit gegenüber dem Nullanschlag 41 des Leerganggetriebes L2 vorgeschoben. Inzwischen wurde durch die schiefe Ebene 48 der Hebel 12 in der Pfeilrichtung verschwenkt, und dadurch wurden die Räder 9 und 11 ausgerückt. Der Zeiger 17 kehrt in die Nulllage zurück. Der Zähler ist vom Maximumwerk entkuppelt. Ferner wurde durch die schiefe Ebene 51 der Hebel 53 im Pfeilsinne geschwenkt, und dadurch wurden die Räder 36 und 38 eingekuppelt, so dass nunmehr der Motor M die Welle 25, die Welle 10 und den Zeiger 35 sowie die damit zusammenarbeitenden Getriebeteile zurückdrehen kann.
Das Zählwerk R bleibt aber in der Endstellung stehen, weil beim Rückdrehen die Klinke 27 lose über das Rad 28 ratscht. Bei der Rückdrehung werden die Leergänge der Getriebe L1 und L3 ausgeglichen. Der Leergang im Getriebe L2 verschwand schon bei der Rückstellung des Rades 11 unter der Einwirkung der Feder 15. Sobald der Zeiger 35 die Nullstellung erreicht, trifft das Endglied des Leerganggetriebes L3 auf den Anschlag 42 und bewegt ihn in der Pfeilrichtung. Dadurch wird der Hebel 43 entgegen der Wirkung der Feder 47 aus der Falle 46 gehoben, die Feder 54 bringt das Gestänge 45 in die gezeichnete Stellung zurück. Die Hebel 12 und 53 werden wieder freigegeben. Es werden also die Räder 9 und
11 wieder eingerückt und die Räder 36 und 38 wieder ausgerückt. An dem Zählwerk R kann das Maximum des vorhergehenden Verrechnungsabschnittes genau abgelesen werden.
Von nun an wiederholt sich im folgenden Verrechnungsabschnitt das gleiche periodische Spiel wie im vorhergehenden. Das in diesem folgenden Verrechnungs ab schnitt erreichte Maximum wird in dem Zählwerk R zu dem des vorhergehenden Abschnittes addiert. Doch kann man auch dieses Zählwerk mit einer Rückstellvorrichtung versehen, oder man kann mehrere Zählwerke verwenden, die sich von Verrechnungsabschnitt zu Verrechnungsabschnitt ablösen. So kann man beispielsweise mit der Welle 10 dauernd ein Zählwerk kuppeln, so dass es mit ihr vor- und zurückgedreht wird und das jeweils innerhalb eines Verrechnungsabschnittes aufgelaufene Maximum unmittelbar, und zwar mit der Messgenauigkeit des Zählers, anzeigt.
Die beschriebene Einrichtung bietet den Vorteil, dass die eingangs gestellten Forderungen für die Rückstellung der Maximumanzeigevorrichtung voll erfüllt werden, und zwar bei einem Maximumwerk, das mit hoher Genauigkeit arbeitet.