CH352047A - Zünd- und Betriebseinrichtung für elektrische Entladungslampen - Google Patents
Zünd- und Betriebseinrichtung für elektrische EntladungslampenInfo
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Description
Zünd- und Betriebseinrichtung für elektrische Entladungslampen Die Erfindung betrifft eine Zünd- und Betriebs einrichtung für gas- oder dampfgefüllte elektrische Entladungslampen, insbesondere Leuchtstofflampen, mit vorgeschalteten Drosselspulen, bei welcher Ein richtung im Brückenstromkreis über den Glühelek- troden ein Glimmschalter mit einem Glühzünder in Reihe liegt.
Eine derartige bekannte Reihenschaltung eines Glimmschalters mit einem Glühschalter hat bis her offenbar noch keine brauchbare Zünd- und Be triebseinrichtung für elektrische Entladungslampen ergeben, weil im Aufbau der beiden Schaltelemente noch folgende Mängel vorgelegen haben: Der bisher vorgesehene Glimmschalter macht, wie vom normalen Glimmzünder her bekannt ist, beim Schliessen meh rere Kontaktschlüsse und bewirkt dadurch mehrere Induktionsstromstösse, die zwar nicht zur Zündung der Lampe führen, aber eine Schädigung der Elek troden bewirken.
Es kommt auch vor, dass der Glimm- schalter über die Öffnungszeit des Glühschalters hin aus geschlossen bleibt, so dass die Leuchtstofflampe, kaum dass sie gezündet hatte, wieder erlischt. Diese und andere Mängel haben die Verwendung von in Reihe geschalteten Glüh- und Glimmschaltern in der Praxis bisher verhindert.
Solche Mängel werden bei einer Zünd- und Be triebseinrichtung für gas- oder dampfgefüllte Ent ladungslampen, insbesondere Leuchtstofflampen, mit vorgeschalteten Drosselspulen, bei der im Brücken stromkreis über den Glühelektroden ein Glimmschal- ter mit einem Glühzünder in Reihe liegt, dadurch vermieden, dass der Glimmschalter für eine Induk- tionsstossspannung ausgelegt ist, die niedriger als die zum Durchzünden der Bogenentladung in der zu zün denden Entladungslampe bei kalten Elektroden er forderlichen Spannung ist,
während der Glühzünder durch Öffnen seines Kontaktes eine Induktionsstoss spannung oberhalb der Zündspannung der Ent ladungslampe bei vorgeheizten Elektroden bewirkt. Durch eine derartige Bemessung des Glimmschalters wird vermieden, dass die schon bei seinem Schliessen durch unsichere Kontaktgabe bewirkten Spannungs stösse Durchzündungen in der angeschlossenen Ent ladungslampe bewirken, welche bekanntlich einen sehr nachteiligen Einfluss auf die noch kalten Elek troden haben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Zünd- und Betriebseinrichtung gemäss der Erfindung in einer Lampenschaltung veranschaulicht. Während die Schaltungsteile, wie Lampe, Drossel und Konden sator, in Fig. 1 schematisch dargestellt sind, sind die beiden Zünder in vergrössertem Massstab perspek tivisch teilweise in geschnittenen Glasgefässen veran schaulicht.
Fig. 1 zeigt die zu zündende Entladungs lampe 1, insbesondere Niederdruck-Leuchtstofflampe, mit der Leuchtstoffschicht 2 und vorheizbaren Elek troden 3, die über eine Brückenleitung 4, das heisst eine Nebenschlussleitung, zur Entladungsstrecke 3-3 der Lampe in Reihe geschaltet sind. In dieser Brük- kenleitung 4 liegen ferner ein Glimmschalter 5 mit einem Widerstandsheizdraht 6 und ein Glühschalter 9 mit einem Heizwiderstand 10.
Die Kontakte 7 und 9a der beiden Schalter 5 und 9 sind durch einen Stör schutzkondensator 12 von etwa 5000-10000 pF überbrückt, mit dem gegebenenfalls ein Dämpfungs- widerstand 19 in Reihe geschaltet ist. Der Störschutz kondensator hat bei manchen Stromversorgungsnet- zen eine bessere Wirkung, wenn er gegebenenfalls mit seinem Vorschaltwiderstand nur dem Glimm- schalter 5 unmittelbar parallel liegt. Zur Begrenzung des Entladungsstromes der Lampe 1 dient in bekannter Weise eine Vorschalt- drosselspule 13.
Gegebenenfalls ist noch ein Konden sator 20 in Reihe mit einer der Drosselwicklungen vorgesehen, um während des Betriebes der Lampe einen kapazitiven Blindwiderstand zu erhalten. Fer ner ist in der Brückenleitung 4 eine zusätzliche Wick lung 14 angeordnet, die mit der Drosselspule 13 induktiv gekoppelt ist. Bei geöffnetem Hauptschalter 15 ist der Kontakt 7 des Glimmschalters 5 geöffnet, während der Kontakt 9a des Glühschalters 9 ge schlossen ist. Nach dem Schliessen des Hauptschalters 15 wird der Kontakt des Glimmschalters 5 in be kannter Weise durch die Wärme der Glimmentladung geschlossen.
Dann heizt der Widerstandsheizdraht 6 den Bimetallstreifen 8 des Glimmschalters 5 weiter auf, so dass der Glimmschalter so lange geschlossen bleibt, bis der Bimetallkontakt 9a des Glühschalters 9 durch die Wirkung seiner Heizwendel 10 geöffnet wird. Durch die Weiterheizung des. Glimmschalters 5 nach Schliessen des Bimetallkontaktes wird also eine verlängerte Vorheizung der Glühelektroden 3 erreicht.
Für die Abmessungen der Zündschalter 5, 9 haben sich folgende Werte als günstig erwiesen, die ein aufeinander abgestimmtes Arbeiten der Zünder sichern: Im Ausführungsbeispiel hat der Bimetall streifen des Glimmschalters einen Querschnitt von 0,08 X 2,5 mm und eine Länge von 12 mm. Der Bi metallstreifen des Glühzünders besitzt die Abmessun gen 0,12 X 3 X 12 mm. Für beide Zünder ist eine Neonfüllung mit einem Zusatz von etwa 10<B>%</B> Was serstoff vorgesehen. Diese Gasfüllung weist bei dem Glühschalter einen Druck von etwa 2 Torr, beim Glimmschalter von etwa 65 Torr auf.
Die Heizwider- stände des Glühschalters und Glimmschalters sind etwa im Verhältnis 2 : 1 bis 3 : 1 bemessen, das heisst der Glühschalter besitzt etwa fünf Windungen einer Doppelwendel, während der Glimmschalter nur zwei Windungen bei gleichen sonstigen Drahtabmessungen besitzt. Es ist natürlich ohne weiteres möglich, durch andere Abmessungswerte der Bimetalle, der Heiz- wendel und des Gasdruckes die Zünder so entspre chend aufeinander abzustimmen, dass die vorher ge stellten Aufgaben der Zünder ebenfalls erfüllt wer den.
Während es sich beim Glühschalter bewährt hat, die Heizwendel 10 hinsichtlich Material und Abmes sungen so aufzubauen wie die Elektrodenwendeln 3 der zu zündenden Entladungslampe, wobei sie sich höchstens in der Länge unterscheidet, hat es sich für den Glimmschalter 5 als vorteilhaft erwiesen, wenn die Heizwendel 6 aus einem Material besteht, dessen Elektronen-Austrittsarbeit grösser als 4,6 Volt ist, z. B. Eisen mit 4,75 bis 4,77 Volt Elektronen-Aus- trittsarbeit, Chromeisen oder Chromnickeleisen. Da durch wird eine drei- bis fünffache Erhöhung der Schaltzahlen erreicht.
Zur Erleichterung des Abreissens der leicht ver schweissenden Kontakte beim Glimmschalter sind diese selbst aus Molybdän oder aus einem Halbleiter hergestellt. Es kann auch ein Kontakt aus Molybdän und der andere aus einem Halbleiter bestehen. Das Heizelement kann auch aus einem Halbleitermaterial mit schwach negativem Temperaturkoeffizienten be stehen. In beiden Fällen wird bewirkt, dass das Bi metall 8 des Glimmschalters sogleich nach dem Schlie ssen seiner Kontakte durch das zusätzliche Heizele- ment 6 nachgeheizt wird und dadurch geschlossen bleibt.
Im Ausführungsbeispiel ist ferner zum Zwecke der symmetrischen Verteilung der Zünderteile zu bei den Seiten der Kontakte und dabei zwecks Erniedri gung der Stossspannung die zusätzliche Heizquelle 6 des Glimmschalters 5 mit dem Gegenkontakt des Bi metallstreifens 8 verbunden. Umgekehrt ist beim Glühschalter 9 das Heizelement 10 zwecks unsym metrischer Anordnung der Zünderteile zu beiden Seiten der Kontakte und damit zwecks Begünstigung einer grösseren Stossspannung mit dem Bimetallstrei- fen 11 verbunden.
Eine weitere Verbesserung der Vorheizung wird dadurch erreicht, dass durch Anwendung der zusätz lichen Wicklung 14 der Vorheizstrom der Lampen elektroden 3 verstärkt wird. Wenn das Vorschaltgerät nur eine Drosselspule 13 enthält, so muss die Zusatz wicklung 14 gegensinnig zu der Drosselwicklung ge wickelt sein, so dass die Induktivität der beiden Wick lungen verkleinert wird.
Enthält das Vorschaltgerät in Reihe mit der Drosselspule 13 noch eine Kapazi tät 20, so muss die Zusatzwicklung 14 gleichsinnig mit der Vorschaltdrossel 13 gewickelt sein, so dass in diesem Falle durch den Vorheizstrom die Induktivität der Drossel vergrössert wird. In beiden Fällen soll ja der Scheinwiderstand des ganzen Vorheizstrom- kreises durch die Zusatzwicklung 14 verkleinert wer den. Hat also der Glühschalter 9 den Kontakt geöff net und die Lampe 1 gezündet, so öffnet sich auch wieder der Kontakt des Glimmschalters 5, und der Glühzünderkontakt 9a geht in die Kontaktstellung zurück.
Die Lampenspannung reicht nun in bekann ter Weise nicht mehr aus, um den Glimmschalter 5 zum Ansprechen zu bringen.
In Fig. 2 ist der Zusammenbau des Glimmschal- ters 5, des Glühschalters 9, des Störschutzkonden- sators 12 und des Dämpfungswiderstandes 19 auf einer gemeinsamen Grundplatte 16 vorgesehen, die durch einen gemeinsamen Schutzbecher 17 abgedeckt sind. Der kombinierte Zünder ist also so zu einer Einheit zusammengefasst und in den Abmessungen so ausgebildet, dass er an die Stelle des bisher üblichen Glimmzünders in die gleichen Glimmzünderfassun- gen eingesetzt werden kann.
Im Ausführungsbeispiel ist ferner die Lampe 1 mit einem Zündstrich 18 ver sehen, der mit einer der Glühelektroden 3 elektrisch leitend verbunden ist. Durch diese Anordnung wird noch eine weitere Verbesserung der Zündung, soweit eine solche gegebenenfalls bei tiefen Temperaturen noch erforderlich sein sollte, erreicht. Der Zündstrich 18 kann in bekannter Weise aussen oder innen auf dem Lampenkolben angebracht sein.
Durch die dar gestellte und beschriebene Zünd- und Betriebsein richtung wird eine derartige verlängerte Vorheizung der Lampenelektroden mit einem verstärkten Vor heizstrom erzielt, dass eine schnelle und flackerfreie Zündung selbst bei tiefen Kältegraden zuverlässig erfolgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zünd- und Betriebseinrichtung für gas- und/oder dampfgefüllte elektrische Entladungslampen, insbe sondere Leuchtstofflampen, mit vorgeschalteten Dros selspulen, bei der im Brückenstromkreis (4) über den Glühelektroden (3) ein Glimmschalter mit einem Glühzünder (9) in Reihe liegt, dadurch gekennzeich net, dass der Glimmschalter für eine Induktionsstoss spannung ausgelegt ist, die niedriger als die zum Durchzünden der Bogenentladung in der zu zünden den Entladungslampe bei kalten Elektroden erforder lichen Spannung ist, während der Glühzünder (9) durch Öffnen seines Kontaktes (9a) eine Induktions- stossspannung oberhalb der Zündspannung der Ent ladungslampe bei vorgeheizten Elektroden bewirkt.UNTERANSPRÜCHE 1. Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Glimm- schalter bei Kontaktschluss durch eine Heizquelle zusätzlich erhitzt ist. 2.Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Glimmschalter (5) eine Stossspannung von höchstens 400 V, einen Bimetallstreifen (8) von höchstens 0,2 mm Stärke mit einer Länge von nicht über 14 mm und einen Fülldruck von Ne oder Ar mit Zusätzen von H., oder N, von wenigstens 40 Torr aufweist, während der Glühschalter (9) einen Bi metallstreifen (11) von grösserer Stärke und kleine rer Länge wie der Bimetallstreifen (8) des Glimm- schalters (5) und eine Füllung von Ne mit Zusätzen von H., oder N,von höchstens 10 Torr besitzt. 3. -Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Glimmschalter (5) einen Bimetallstreifen von 0,08 X 2,5 X 12 mm und eine Gasfüllung von Neon +10 % H > bei einem Fülldruck von 65 Torr aufweist, während der Glühschalter (9) einen Bimetallstreifen von 0,12 X 3 X 12 mm und eine gleichartige Gasfüllung wie der Glimmschalter bei einem Fülldruck von 2 Torr besitzt. 4.Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Glühwendel des Glühschalters (9) gleiche Abmessungen, gleichen Durchmesser und gleiche Steigung sowie gleiches Material wie die Elek- trodenwendeln (3) der zu zündenden Entladungs lampe (1) aufweist und sich von diesen durch ihre Länge unterscheidet. 5. Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass die als Heizleiter des Glimmschal- ters (5) dienende Drahtwendel (6) aus einem Mate rial besteht, dessen Elektronen-Austrittsarbeit grösser als 4,6 Volt ist. 6.Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Heizwendel (6) des Glimm- schalters (5) aus einer Eisenlegierung besteht. 7. Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Heizleiter (10) des Glühschal- ters (9) so bemessen ist, dass er mindestens die dop pelte Leistung des Heizleiters (6) des Glimmschalters (5) bei gleicher Stromstärke aufnimmt. B.Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis<B>7,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die in Reihe mit den Kontakten angeordnete Heizwendel des Glimmschalters (5) mit dem Gegenkontakt (7) des Bimetallstreifens und die Heizwendel (10) des Glühschalters (9) mit dem Bi metallstreifen (11) selbst verbunden ist. 9.Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch ge kennzeichnet, dass dem den Zündschaltern (5, 9) par allel geschalteten Störschutzkondensator zur Vermei dung des Verschweissens der Glimmschalterkontakte (12) ein Ohmscher Widerstand (19) von 100 bis 1000 Ohm vorgeschaltet ist. 10.Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass der Störschutzkondensator (12) zusammen mit dem ihm vorgeschalteten Ohmschen Widerstand (19) unmittelbar dem Glimmschalter par- arallel liegt. 11. Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass der Glimmschalter (5) und der Glühschalter (9) zusammen mit dem die Schalter überbrückenden Störschutzkondensator (12) und dem Dämpfungswiderstand (19) in einem gemeinsamen Schutzbecher eingebaut sind. 12.Zünd- und Betriebseinrichtung nach Patent anspruch und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Entladungslampe (1) mit einem über fast die ganze Länge der Lampe sich er streckenden Zündstrich (18) versehen ist. 13. Zünd- und Betriebseinrichtung nach Unter ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühelektroden (3) der Lampe (1) über eine Drossel spule (13) und gegebenenfalls einen Kondensator (20) an der Speisespannung liegen und d'ass in dem den Glimmschalter (5) und den Glühschalter (9) enthal tenden Brückenkreis eine zusätzliche, mit der Dros selspule gekoppelte Gegenwicklung (14) derart vor gesehen ist,dass diese den Scheinwiderstand des gan zen Vorheizstromkreises verkleinert.
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