CH352058A - Zählrohr - Google Patents
ZählrohrInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J47/00—Tubes for determining the presence, intensity, density or energy of radiation or particles
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Description
Zählrohr Das übliche Instrument zur Messung schwacher Aktivitäten weicher P-Strahlung, wie man es für Altersbestimmungen nach der Kohlenstoffmethode, für Tritiummessungen und zur Messung langlebiger -Strahler verwendet, 'ist ein grosses Zählrohr, das die Probe enthält und umgeben ist von gewöhnlichen Geiger-Müller-Zählrohren, die in Antikoinzidenz mit dem inneren Zählrohr arbeiten. Als Abschirmung die nen 150-200 g/cm2 schweren Materials, das mög lichst rein von radioaktiven Verunreinigungen ist.
Hauptsächlich verwendet man Eisen oder Blei und eine 3-5 cm dicke Quecksilberschicht, die direkt das innere Zählrohr umgibt.
Wie man mit einer kleinen Cos0- oder Ra-Quelle leicht zeigen kann, ist eine solche Anordnung nicht wirksam im Eliminieren von Compton- und Photo elektronen, die von V-Strahlen aus der Wand des eigentlichen Zählrohres ausgelöst werden. Der Null effekt ist auch sehr empfindlich gegen schwache radioaktive Verunreinigungen des Wandmaterials des Zählrohres, da diese die Antikoinzidenzzählrohre nicht auslösen können.
Es wurde gefunden, dass diese Nachteile leicht her abgesetzt werden können, wenn man so wenig Material wie möglich zwischen dem inneren Zählrohr und der Antikoinzidenz verwendet. Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Zählrohr, mit welchem es möglich ist, das eigentliche Zählrohr von der Antikoinzidenz- anordnung durch eine solche Wand zu trennen, bei welcher das Entstehen von Compton-Elektronen praktisch verunmöglicht ist.
Das erfindungsgemässe Zählrohr besitzt einen zentralen Zähldraht und ist da durch gekennzeichnet, dass es zwei zum Zähldraht konzentrische Kathoden aufweist, zwischen denen weitere, miteinander verbundene Zähldrähte ange ordnet sind, die mit den beiden Kathoden ein Hohl zylinderzählrohr bilden, welches sich zu dem aus dem zentralen Zähldraht und der inneren Kathode ge bildeten Innenzählrohr in Antikoinzidenz schalten lässt.
Das Zählrohr kann so ausgebildet sein, dass das Füllgas des Innenzählrohres mit dem Füllgas des Hohlzylinderzählrohres in Verbindung steht.
Die beiliegende Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform eines erfindungsgemässen Zählroh res, und zwar ist die Fig. 1 ein Axialschnitt und die Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie 11-II der Fig. 1.
Die äussere Kathode oder Zählrohrwand wird durch den Stahlzylinder 1 gebildet, der an jedem Ende aussen einen Flansch la resp. lb und innen eine Schulter 1c resp. 1d aufweist. An jeder dieser Schultern stützt sich ein erster Isolationsring 2 resp. 3 ab.
Die äussere Stirnfläche jedes dieser beiden Iso lationsringe ist mit einer Vertiefung 2a resp. 3a ver sehen, in welcher ein metallener Befestigungsring 4 resp. 5 für die miteinander verbundenen Zähldrähte 6 liegt. Die zylindrischen Innenflächen der Isolations ringe 2 und 3 weisen axial verlaufende Nuten 2a resp. 3a für diese Zähldrähte 6 auf. In jedem der beiden ersten Isolationsringe 2 und 3 sitzt ein zweiter Isolationsring 8 resp. 9, der die innere Kathode 7 umgibt.
Diese besteht im gezeichneten Ausführungs beispiel aus einer beidseitig mit Aluminium bedampf ten Polystyrolfolie und ist 6,7 mg/cm9 schwer. Sie bildet einen beinahe steifen Hohlzylinder, in den an jedem Ende ein Isolierstopfen 10 resp. 11 aus Plexi glas hineinragt. Jeder dieser Stopfen 10 und 11 be sitzt einen Rand 10a resp. 11a, der durch Schrauben 12 und mit Hilfe je eines Verschlussringes 14 resp. 15 an den Flansch la resp. 1b gepresst wird,
so dass er das Zählrohr wegen des Dichtungsringes 16 resp. 17 dicht abschliesst. In den Isolierstopfen 10 ist ein Absaugstutzen 18 eingeschraubt, der in eine Bohrung 10a des Stopfens 10 mündet, in welcher ein mit mehreren durchgehen den Bohrungen 19a versehener Zylinder 19 sitzt. In einer zentralen Bohrung 19b sitzt mit Presssitz der Stift 20 zur Befestigung des zentralen Zähldrahtes 21, welcher am anderen Ende des Zählrohres durch die Durchführung 22 hindurchgeführt ist, in welcher er eingelötet sein kann.
Diese Durchführung 22 sitzt in einem Glasisolator 23, welcher seinerseits von einer Schutzelektrode 24 gehalten wird, die mit Hilfe einer Mutter 25 aus Isolationsmaterial im Stopfen 11 be festigt ist. Ein Verbindungsstift 26, der im gezeichne ten Ausführungsbeispiel mit einer Spreizfeder ver sehen ist, verbindet die beiden Kathoden 1 und 7 elektrisch, so dass sie stets das gleiche Potential auf weisen. Ein in der Zeichnung nicht sichtbarer Metall streifen verbindet die beiden Metallschichten der inneren Kathode 7 miteinander. Man kann aber auch für die innere Kathode 7 eine eigene Zuleitung vor sehen und so an diese eine andere Spannung anlegen als an die äussere Kathode.
Die Zähldrähte 6 des Hohlzylinderzählrohres erhalten ihre Spannung über eine Anschlussbuchse 27, die im Stopfen 11 eingewin- det und über eine Kontaktfeder 28 mit dem Befesti gungsring 5 elektrisch leitend verbunden ist.
Die Gasfüllung des aus dem zentralen Zähldraht 21 und der Kathode 7 gebildeten Innenzählrohres ist mit der Gasfüllung des aus den Zähldrähten 6 und den Kathoden 1 und 7 gebildeten Hohlzylinderzähl- rohres durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Öffnung in der Kathode 7 verbunden. In vielen Fäl len wird bei einem solchen Zählrohr das Zählgas gleichzeitig Träger der gasförmigen Substanz sein, deren Aktivität zu messen ist.
Der Zähldraht 21 des Innenzählrohres wird als eigentlicher Zähldraht ge braucht, während die Zähldrähte 6 des Hohlzylinder- zählrohres als Antikoinzidenz verwendet werden. Die Kathode 7, die die beiden Zählvolumina trennt, ist so dünn, dass in ihr praktisch keine Compton-Elek- tronen entstehen, wodurch die Empfindlichkeit für ,-Strahlung reduziert wird.
Des weiteren können energiereiche ss-Strahlen aus dem Innenzählrohr in das Hohlzylinderzählrohr eindringen und die Anti- koinzidenzanordnung auslösen;
d. b. das Zählrohr zählt im wesentlichen nur die energiearmen ss-Teil- chen. Die Kathode 7 muss von Fall zu Fall so dick gewählt werden, dass in ihr mindestens 80% der im Zählgas entstehenden ss-Teilchen absorbiert werden.
Zweckmässigerweise wird ein solches Zählrohr im Proportionalbereich betrieben, damit ein möglichst geringer Totzeitverlust entsteht.
Anstatt das Zählrohr mit der zu messenden Probe zu füllen, kann man auch im Stopfen 11 eine Aus- strömöffnung anbringen und im Durchflussverfahren arbeiten, was z. B. für kontinuierliche Überwachungen wie der Überwachung der Radioaktivität der Luft zweckmässig ist.
Natürlich lassen sich noch verschie denste Änderungen im beschriebenen Ausführungs beispiel anbringen: so ist es ohne weiteres möglich, als Träger für die innere Kathode eine andere Kunst stoffolie zu verwenden, und auf diesem die Metall schicht, als welche unter anderem auch Silber ver wendet werden kann, aufzustäuben oder aus einer Lösung auszufällen. Anderseits ist es auch möglich, an Stelle einer solchen aus drei Schichten zusammen gesetzten Kathode eine reine Metallfolie, die einige mg/cm2 schwer ist, zu verwenden, oder ein metallenes Drahtnetz, das feinmaschig genug ist, damit das elek trische Feld den an ein Zählrohr gestellten Anforde rungen genügt.
Falls sich die zu messende Substanz als Gas im Zählrohr einsperren lässt, kann das Innen zählrohr auch als 4-Yz-Zählrohr ausgebildet sein oder es kann die Messprobe an der inneren Kathode an gebracht sein oder es kann diese innere Kathode die Messprobe enthalten.
Anderseits ist es nicht unbedingt nötig, die zu mes sende Substanz ins Zählrohr einzusperren. Man könnte an der einen Stirnseite, also z. B. im Stopfen 10 oder 11, auf an sich bekannte Art und Weise ein Fenster anbringen, und nur die Strahlung des zu messenden Stoffes ins Zählrohrinnere eindringen las sen.
Als Füllgas lässt sich jedes an sich bekannte Füll gas verwenden, wie Ar, Kr, Xe, CH4, CZHz <B>USW.</B> und ihre Mischungen mit Alkohol usw.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zählrohr zur Messung schwacher Aktivitäten wei cher ss-Strahlung, mit einem zentralen Zähldraht, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei zum Zähldraht konzentrische Kathoden aufweist, zwischen denen weitere, miteinander verbundene Zähldrähte ange ordnet sind, die mit den beiden Kathoden ein Hohl- zylinderzählrohr bilden, welches sich zu dem aus dem zentralen Zähldraht und der inneren Kathode ge bildeten Innenzählrohr in Antikoinzidenz schalten lässt. UNTERANSPRÜCHE 1.Zählrohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Füllgas des Innenzählrohres mit dem Füllgas des Hohlzylinderzählrohres in Ver bindung steht. 2. Zählrohr nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die innere Kathode aus einer Me tallfolie besteht. 3. Zählrohr nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die innere Kathode aus einem eng maschigen Drahtgitter besteht. 4. Zählrohr nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die innere Kathode aus einer beid seitig metallbelegten Kunststoffolie besteht. 5. Zählrohr nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kunststoffolie aus Polystyrol besteht. 6.Zählrohr nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass der Metallbelag aus Aluminium besteht. 7. Zählrohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die innere Kathode so ausgebildet ist, dass in ihr vernachlässigbar wenige Compton-Elek- tronen entstehen. ss. Zählrohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Innenzählrohr ein Stirnfenster zum axialen Eintritt der zu messenden Strahlung auf- weist. 9.Zählrohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Stirnwände mit Öffnun gen versehen sind, die das Durchströmen eines Gases ermöglichen, dessen Aktivität zu messen ist. 10. Zählrohr nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die äussere Kathode ein Metall rohr ist, dessen Innenfläche an beiden Enden je eine Schulter aufweist, auf welchen sich je ein erster Isolationsring abstützt, dessen äussere Stirnfläche mit einer Vertiefung versehen ist, in welcher ein metalle ner Befestigungsring für die Zähldrähte des Hohl zylinderzählrohres liegt, und dessen zylindrische In nenfläche axial verlaufende Nuten für diese Zähl- drähte aufweist, des weiteren dadurch gekennzeich net,dass in jedem der genannten ersten Isolations ringe ein zweiter Isolationsring sitzt, der die innere Kathode umgibt, die ihrerseits an beiden Enden durch je einen Isolierstopfen ausgespannt wird, welche bei den Isolierstopfen je an einem Ende des Metallrohres befestigt sind. 11. Zählrohr nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Isolierstopfen eine Be festigungsvorrichtung für den zentralen Zähldraht und der andere Isolierstopfen eine Durchführung für diesen aufweist.12. Zählrohr nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Isolierstopfen einen Anschluss für die Zähldrähte des Hohlzylinder- zählrohres aufweist.
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