CH352669A - Verfahren zur Herstellung von 16-Keto-steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 16-Keto-steroiden

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CH352669A
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keto
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Niel Huffman Max
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Lasdon Foundation Inc
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


      Verfahren        zur    Herstellung von     16-Keto-steroiden       Es ist schon eine Methode zur Verwandlung von  Steroiden mit einer     Ketogruppe    in     17-Stellung    in  solche mit einer zusätzlichen     Ketogruppe    in     16-Stel-          lung    beschrieben worden.

   Dieses Verfahren, das zu  der Synthese verschiedener aktiver     Steroidverbindun-          gen,    die nicht in der Natur vorkommen, geführt hat,  ist ausführlich in der amerikanischen Patentschrift  Nr. 2 542 773     beschrieben    und kann als     allgemein     anwendbar angesehen werden.  



  Nach diesem Verfahren werden die Steroide     mit          Isoamylnitrit    in     tert.-Butylalkohol    und     tert.-Kalium-          butylat    in die entsprechenden     16-Oximinosteroide     übergeführt, wie es von     Litvan    und     Robinson    in       Journ.    of     Chem.        Soc.,    Seite 1997 (1938), beschrie  ben ist.

   Die     16-Oximino-steroide    werden anschlie  ssend mit einem     Bisulfit    in die     Bisulfitderivate    über  geführt und dann durch     Verseifung    mit einer Mineral  säure die     16-Ketogruppe        gebildet.    Diese Methode     ist     in solchen Fällen von Wert, in denen man in     16-Stel-          lung    eine zusätzliche     Ketogruppe    einzuführen wünscht.

    Sie kommt jedoch nicht für die Synthese von     Keto-          Steroiden    in Frage, die den natürlich vorkommenden       17-Keto-steroiden        isomer    sind, denen sie mit Aus  nahme der Stellung der     Ketogruppe    in der Konfigu  ration gleichen.  



  Es hat sich nun herausgestellt, dass sich     16-Keto-          steroide    in einfacher Weise aus     17-Keto-steroiden     unter gleichzeitiger Entfernung der     17-Ketogruppe     herstellen lassen, wenn man die     17-Keto-steroide    in  die entsprechenden     16-Oximino-17-keto-steroide    über  führt (insbesondere durch     Nitrierung    nach.

   der weiter  oben erwähnten Methode von     Litvan    und     Robinson),     dann die erhaltenen     16-Oximino-17-keto-steroide     nach     Stodola    mit Zinkstaub und Essigsäure zu den       16-Keto-17-oxy-steroiden    reduziert, diese in     Aryl-          sulfonate,    z. B.     17-p-Toluolsulfonat    oder     17-BenzoP          sulfonat,    überführt, z.

   B. mit     p-Toluolsulfonylchlorid       oder     Benzolsulfonylchlorid,    dann die     16-Ketogruppe     (beispielsweise mit     Natriumborhydrid    oder     Lethium-          aluminiumhydrid)    zur     Hydroxylgruppe    reduziert und  schliesslich die     17-Sulfonyloxygruppe    durch Hydro  lyse,     insbesondere    durch     Behandlung    mit Alkali  hydroxyd, wie     Natriumhydroxyd,        Kaliumhydroxyd     usw.,

   unter gleichzeitiger Umwandlung der     16-Oxy-          in    eine     Ketogruppe    abspaltet.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein     Verfahren     zur Herstellung von Steroiden mit einer     Ketogruppe     in     16-Stellung,    hauptsächlich von solchen, die natür  lich vorkommenden     17-Keto-steroiden        isomer    sind.

    Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass  man     17-Oxy-16-keto-steroide    mit einer     Arylsulfon-          säure    verestert, in den erhaltenen     17-Arylsulfonyloxy-          16-keto-steroiden    die     Ketogruppe    in     16-Stellung    zur       Oxygruppe    reduziert und anschliessend die erhaltenen       17-Arylsulfonyloxy-16-oxy-steroide    als solche oder  in Form von     16-Acyloxyderivaten    zwecks Abspaltung  der     17-Arylsulfonyloxygruppe    unter gleichzeitiger       Rückbildung    der     

  Ketogruppe        in        16-Stellung        einer     Hydrolyse     unterwirft.     



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren lassen  sich insbesondere auch neue     östrogene    und     andro-          gene    Substanzen mit wertvollen physiologischen  Eigenschaften, wie     östron-16,    die     mit    dem     Dehydro-          epiandrosteron,    das heisst dem     5-Androsten-3-ol-          17-on    verwandt sind, herstellen, wobei sich jedoch  die     Ketogruppe    in     16-Stellung    befindet.

   Das Verfah  ren lässt sich unter verhältnismässig milden Reaktions  bedingungen sowie mit hohen Ausbeuten an den       16-Keto-steroiden    durchführen.  



  Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung kann  z. B. die aus     Östron-17    leicht erhältliche     16-Keto-17-          oxy-Verbindung        in    einfacher Weise in     östron-16     übergeführt werden. Desgleichen ist es möglich,       5-Androsten-3,17-diol-16-on    (das sich leicht aus           5-Androsten-3-ol-17-on    herstellen lässt) in einfacher  Weise in das bislang unbekannte     5-Androsten-3-ol-          16-on    überzuführen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich ohne  weiteres auf Steroide anwenden, die eine freie     ver-          esterte    oder     verätherte        Hydroxylgruppe    in     3-Stellung     enthalten. Es eignet sich ganz allgemein für die Her  stellung von     16-Keto-steroiden,    unabhängig von der  Natur der verschiedenen den Steroidkern bildenden  Ringe sowie ihres Sättigungsgrades und den ausser  in 16- und     17-Stellung    vorhandenen     Substituenten.     



  Für die bereits erwähnte Herstellung von       5-Androsten-3-ol-16-on    kann man beispielsweise  im einzelnen wie folgt vorgehen: Das natürlich  vorkommende, schwach     androgene        5-Androsten-          3-ol-17-on    wird durch     Nitrosierung    in der be  schriebenen Weise in das     16-Oximinoderivat    über  geführt, das dann einer     Zink-Essigsäure-Reduktion     unterworfen wird, wobei sich     5-Androsten-3,17-diol-          16-on    bildet, wie in     Journ.    of Am.     Chem.        Soc.    71,  719 ff. (1949), beschrieben ist.

   Dieses bekannte     Diol     gibt bei     Veresterung    mit     p-Toluolsulfonylchlorid    das       Di-p-toluolsulfonat,    aus welchem durch selektive  Hydrolyse der     p-Toluolsulfonylrest    in     3-Stellung    ent  fernt wird.

   Bei der Reduktion der gebildeten     16-Keto-          gruppe    mittels     Zink-Essigsäure        erhält    man     5-Andro-          sten-3,16,        17-triol-17-p-toluolsulfonat.    Durch Be  handlung dieser Verbindung mit alkoholischem       Kaliumhydroxyd    wird die neue     androgene    Verbin  dung     5-Androsten-3-ol-16-on    erhalten, die folgende  Formel hat:

    
EMI0002.0040     
    Die     3-Äther    dieser neuen     Verbindung    können  ebenfalls in einfacher Weise erhalten werden, indem  man     5-Androsten-3-ol-17-on    in einen     3-Äther    über  führt und anschliessend wie oben vorgeht. Das wie  oben erhaltene     5-Androsten-3-ol-16-on    kann aber  auch erst nachträglich     veräthert    werden, z.

   B. mit       Dimethylsulfat.    In dieser Weise kann nicht nur die       3-Methoxyverbindung,    sondern gleichermassen auch  der     3-Äthyl-,        3-Propyl-,        3-Butyl-    und     3-Benzyläther     hergestellt werden. Ausserdem kann man     3-Ester    von       5-Androsten-3-ol-16-on    durch nachträgliches     Ver-          estern    mit z.

   B.     Essigsäureanhydrid,        Benzylchlorid,          Propionsäureanhydrid,        Palmitoylehlorid    und     Cyclo-          pentyl-propionylchlorid    erhalten.  



  Für die     überführung    von     östron-17        [1,3,5(10)-          Östratrien-3-ol-17-on]    in das     1,3,5(10)-Östratrien-3-          ol-16-on    geht man zweckmässig wie folgt vor:

         Bildung    des     3-Benzoates    von     Östron-17,        Nitro-          sierung    des erhaltenen     3-Benzoates,    um die     16-          Oximinogruppe    in den Steroidkern einzuführen,     Ver-          seifung    mit nachfolgender Reduktion des Verseifungs-         produktes    zu     1,3,5(10)-Östratrien-3,17-diol-16-on,     Behandlung mit     p-Toluolsulfonylchlorid,

      wobei so  wohl die     Hydroxylgruppe    in     3-Stellung    als auch die       Hydroxylgruppe    in     17-Stellung    verestert wird, Reduk  tion der     16-Ketogruppe    zur     Oxygruppe,    Behandlung  mit einem     Alkalihydroxyd.     



  Der     Methyläther    dieser Verbindung kann durch       Veresterung    der     3-Oxygruppe    des     Östron-17    mit       Dimethylsulfat,    woran sich dann das beschriebene  Verfahren anschliesst, erhalten werden.

   In diesem Fall  reagiert jedoch die     verätherte        Hydroxylgruppe    in       3-Stellung    nachfolgend nicht mit     p-Toluolsulfonsäure.     <I>Beispiel 1</I>  Etwa 5     Gwt.        5-Androsten-3,17-diol-16-on    (erhal  ten durch     Zink-Essigsäure-Reduktion    von     16-Oximino-          5-androsten-3-ol-17-on)

      werden in etwa 120     Gwt.     wasserfreiem     Pyridin    gelöst und 18     Gwt.        p-Toluol-          sulfonylchlorid    der     Pyridinlösung    zugesetzt. Dann lässt  man die gebildete Reaktionsmischung bei Raumtem  peratur etwa 24 Stunden in einem verschlossenen  Kolben stehen und scheidet durch Zusatz von etwa  2500     Gwt.    Eiswasser das gebildete     Di-p-toluolsulfo-          nat    ab.

   Nach 12stündigem Stehen bei etwa 7  wird  das abgeschiedene     5-Androsten-3,17-diol-16-on-di-(p-          toluolsulfonat)        abfiltriert,    mit Wasser gewaschen     ünd     bei etwa 45  getrocknet.  



  Das trockene Produkt nimmt man in etwa  500     Gwt.    Aceton auf, fügt 225     Gwt.    Wasser mit  etwa 0,9     Gwt.    konzentrierter Schwefelsäure zu, erhitzt  die gebildete Mischung etwa 4 Stunden am Rück  fluss und fügt weitere 225     Gwt.    Wasser zu. Die Mi  schung erhitzt man, kondensiert das     Destillat,    das  man abtrennt und setzt die Destillation so lange fort,  bis die Mischung trüb wird. Dann kühlt man die  Mischung, fügt 1100     Gwt.    Eiswasser zu und hält die  Mischung etwa 24 Stunden auf 7 .

   Das sich abschei  dende Produkt ist     5-Androsten-3,17-diol-16-on-17-          p-toluolsulfonat,    das man     abfiltriert    und bei     40-50-          trocknet.     



  Letzteres nimmt man in einer heissen Lösung von  etwa 30     Gwt.        Pyridin    in etwa 140     Gwt.    Methanol  durch Erhitzen am     Rückfluss    auf. Nach Abkühlen  der erhaltenen Lösung auf Raumtemperatur fügt man  eine Lösung von 4,5     Gwt.        Natriumborhydrid    in etwa  60     Gwt.    Methanol zu, wobei eine Reaktion einsetzt,  die man bei Raumtemperatur etwa 45 Minuten vor  sich gehen lässt.

   Dann fügt man 500     Gwt.    Wasser  und 43     Gwt.    Aceton zu, mischt das Ganze gründlich  durch, lässt 15 Minuten stehen, setzt 2000     Gwt.    Eis  wasser und etwa 33     Gwt.    konzentrierte Salzsäure zu,  mischt die Lösung und kühlt sie 12 Stunden auf  etwa 7 .

   Das abgeschiedene     5-Androsten-3,16,17-          triol-17-p-toluolsulfonat    filtriert man ab, löst es in  etwa 1000     Gwt.    heissem 95      /oigem    Äthanol unter       Rückfluss    und fügt währenddessen etwa 1300     Gwt.     einer 1,0n     wässrigen        Alkalilauge    langsam hinzu. Nach  Beendigung der Zugabe erhitzt man die Lösung noch  etwa 1 Stunde am     Rückfluss    und destilliert sie dann  bis zum Auftreten einer Trübung. Die heisse trübe      Lösung filtriert man schnell durch Glaswolle in einem  Heiztrichter. Das abgekühlte Filtrat wird 24 Stunden  bei Kühlschranktemperatur gehalten.

   Das gebildete  kristalline Produkt wird     abfiltriert,    mit Wasser ge  waschen und in etwa     50-55        Gwt.    Methanol aufge  löst. Die Lösung behandelt man mit entfärbend wir  kender Tierkohle, filtriert sie durch ein gesintertes  Glasfilter, das ein     Diatomeenerdebett    enthält, wäscht  das Filterbett und den Kolben mit etwa 70     Gwt.     heissem Methanol, sammelt die Flüssigkeit und fügt  50     Gwt.    Wasser hinzu.

   Das mit der Waschflüssigkeit  vereinigte     wässrige        Methanolfiltrat    kühlt man etwa  24 Stunden auf 7  ab und trennt die     5-Androsten-3-          ol-16-on-Kristalle    ab, die man aus einer Mischung  von 72     Gwt.    Methanol und 30     Gwt.    Wasser um  kristallisiert, wobei sie in Form von langen Nadeln  anfallen, welche bei 163,5-165  (unk.) schmelzen.  Die optische Drehung beträgt     (a)22         5    = - 242  in       CHC13    als     Hemihydrat.     



  Das durch     Veresterung    des     5-Androsten-3-ol-16-          ons    mittels     Essigsäureanhydrid    und     Pyridin    erhält  liche     3-Acetoxy-5-androsten-16-on    bildet flache  wachsartige Blättchen, die bei 127,5-128  (unk.)  schmelzen.

   Kohlenstoff- und Wasserstoffanalyse für       021H3003'     
EMI0003.0024     
  
    berechnet: <SEP> C <SEP> 76,33 <SEP> 0/0 <SEP> H <SEP> 9,15 <SEP> 0/0
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 76,410/0 <SEP> H <SEP> 9,18 <SEP> 0/0       Das durch     Veresterung    mit     Benzoylchlorid    und       Pyridin        erhältliche        3-Benzoyloxy-5-androsten-16-on     bildet breite     flache    nadelförmige Kristalle, die zwi  schen 224,5 und 225,5  (unk.) schmelzen.

    
EMI0003.0031     
  
    Analyse <SEP> für <SEP> <B>026H3203:</B>
<tb>  berechnet: <SEP> C <SEP> 79,55 <SEP> 0/0 <SEP> H <SEP> 8,23 <SEP> 0/0
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 79,540/0 <SEP> H <SEP> 8,400/0       Das durch Versetzung mit     Hydroxylamin-hydro-          chlorid    erhältliche, in feinen nadelförmigen Kristallen  anfallende     5-Androsten-3-ol-16-on-oxim    schmilzt bei       204,5-205,511    (unk.).

    
EMI0003.0036     
  
    Stickstoffanalyse <SEP> für <SEP> CAH2902N:
<tb>  berechnet: <SEP> N <SEP> 4,62 <SEP> %
<tb>  gefunden: <SEP> N <SEP> 4,60 <SEP> 0/0       Mit     Semicarbazid    bildet sich     5-Androsten-3-ol-          16-on-semicarbazon,    das bei 232-235  unter Zer  setzung schmilzt.  
EMI0003.0040     
  
    Stickstoffanalyse <SEP> für <SEP> C26H3102N3:
<tb>  berechnet: <SEP> N <SEP> 12,16 <SEP> 0/0
<tb>  gefunden: <SEP> N <SEP> 12,10 <SEP> 0/0       Mit     Methoxylamin-hydrochlorid    erhält man     5-          Androsten-3-ol-16-on-methoxim,    das in Form von  feinen Nadeln, die bei 137,5-138,5  schmelzen,  anfällt.

    
EMI0003.0044     
  
    Stickstoffanalyse <SEP> für <SEP> C26H3102N:
<tb>  berechnet: <SEP> N <SEP> 4,410/0
<tb>  gefunden: <SEP> N <SEP> 4,55 <SEP> 0/0       <I>Beispiel 2</I>       3-Methoxy-5-androsten-17-on    wird in     16-Oximino-          3-methoxy-5-androsten-17-on    übergeführt; das einer         Zink-Essigsäure-Reduktion    unterworfen wird, wobei  sich     3-Methoxy-5-androsten-17-ol-16-on    bildet [vgl.       Journ.    of     Biological        Chemistry    172, 791 ff (1948)].  



  2,75     Gwt.        3-Methoxy-5-androsten-17-ol-16-on     löst man in etwa 80     Gwt.    wasserfreiem     Pyridin,        kühlt     ab,     fügt    9     Gwt.        p-Toluolsulfonylchlorid        hinzu,    rührt  die     Mischung    so lange, bis die Lösung vollständig ist,  und lässt sie dann bei Raumtemperatur etwa 24 Stun  den stehen.

   Dann setzt man 1600     Gwt.    Eiswasser  zu, filtriert das abgeschiedene     3-Methoxy-5-androsten-          16-on-17-p-toluolsulfonat    ab, trocknet es bei 40-50   und führt es mit einer heissen Lösung von etwa 30     Gwt.          Pyridin    in 100     Gwt.    Methanol in     ein    Reaktionsgefäss  über. Man erhitzt die Mischung, bis die Lösung voll  ständig ist, am     Rückfluss,    kühlt auf     30-4.0     und fügt  3     Gwt.        Natriumborhydrid    in etwa 60     Gwt.    Methanol  hinzu.

   Nach Rühren, um eine gute Mischung zu  gewährleisten, hält man die Reaktionsmischung 45 Mi  nuten auf Raumtemperatur, bevor man 400     Gwt.    Eis  wasser und etwa 32     Gwt.    Aceton zufügt. Man mischt  den Inhalt des Reaktionsgefässes durch, lässt die  Mischung 1-5 Minuten stehen, fügt 1600     Gwt.    Wasser  und 33     Gwt    konzentrierte     Salzsäure    zu, mischt alles  durch, hält 24 Stunden bei etwa 7 , trennt das abge  schiedene Produkt     3-Methoxy-5-androsten-16,17-diol-          17-p-toluolsulfonat    durch Filtration ab und wäscht es  mit Wasser.  



  Das feuchte Produkt führt man in ein Reaktions  gefäss mit etwa 650     Gwt.    heissem 95     o/0igem        Äthyl-          alkohol    über und erhitzt es bis zur vollständigen  Lösung am     Rückfluss.    Währenddessen fügt man etwa  800     Gwt.    wässriger 1,0n Kalilauge hinzu und setzt  das Erhitzen am     Rückfluss    1 Stunde fort. Dann  destilliert man die Lösung bis zum Auftreten einer  Trübung, filtriert sie heiss, fügt 500     Gwt.    Wasser zu  dem Filtrat und hält die Mischung 24 Stunden bei 7 .

    Das rohe auskristallisierte     3-Methoxy-5-androsten-          16-on    behandelt man mit entfärbend wirkender Tier  kohle und kristallisiert es aus einer Mischung von  Methanol und Wasser um, wobei das     3-Methoxy-5-          androsten-16-on    in Form von     seidigen    Nadeln, die  bei 137,5-138  (unk.) schmelzen, erhalten     wird.     Optische Drehung (a)21 = - 252  in     CHC13.     



  <I>Beispiel 3</I>  1,85     Gwt.        1,3,5(10)-Östratrien-3,17-diol-16-on,     das durch     Nitrosierung    von     Östronbenzoat    [wie in  J. A. C. S. 66, 151 ff (l944), beschrieben] und     Zink-          Essigsäure-Reduktion    der erhaltenen     16-Oximinover-          bindung    [vgl.

   Journal of     Biological        Chemistry    172,  326 ff (1948)] erhalten worden ist, werden in etwa  50     Gwt.    wasserfreiem     Pyridin    gelöst, die Lösung  gekühlt und 8     Gwt.        p-Toluolsulfonylchlorid    zugefügt.  Die Mischung rührt man unter Kühlen, bis die Lösung       vollständig    ist, und hält sie etwa 1 Stunde auf Eis  badtemperatur. Dann bringt man die Mischung auf  etwa 20  und lässt sie unter gelegentlichem Umrühren  etwa 24 Stunden stehen.

   Danach fügt man etwa  1000     Gwt.    Eiswasser zu, wobei ein Niederschlag  von 1,3,5(10)-Östratrien-3,17-diol-16-on-3,17-di-(p-           toluolsulfonat)    erhalten wird, den man     abfiltriert,     mit Wasser wäscht und bei etwa 40  trocknet.  



  Das Produkt führt man in ein Reaktionsgefäss  mit etwa 80     Gwt.    heissem Methanol, das etwa 30     Gwt.          Pyridin    enthält, über und erhitzt die Mischung am Rück  fluss, bis die Lösung vollständig ist. Nach dem Abküh  len der     Methanol-Pyridin-Lösung    auf etwa 40  fügt  man eine Lösung von 2     Gwt.        Natriumborhydrid    in  etwa 40     Gwt.    Methanol zu und     rührt    die Reaktions  mischung etwa 45 Minuten, um die Reduktion zu  vervollständigen.

   Dann werden 300     Gwt.    Eiswasser,  die etwa 20     Gwt.    Aceton enthalten, zugefügt, das  Ganze gründlich durchgemischt und die Mischung  etwa 15 Minuten stehengelassen. Weitere 1200     Gwt.     Eiswasser setzt man zusammen mit etwa 33     Gwt.     konzentrierter Salzsäure zu. Nach     gründlichem    Durch  mischen und 12stündigem Kühlen auf etwa 7  bildet  sich ein Niederschlag von     1,3,5(10)-Östratrien-3,16,17-          triol-3,17-di-(p-toluolsulfonat),    das     abfiltriert    und mit  Wasser gewaschen wird.  



  Das feuchte Produkt führt man in ein     Reaktions-          gefäss        mit        etwa        220        Gwt.        heissem        95        %igem        Äthanol     über und erhitzt die Mischung am     Rückfluss,    bis die  Lösung vollständig     ist.    Dann fügt man etwa 135     Gwt.     In wässriger Kalilauge zu und erhitzt die Mischung  30 Minuten am     Rückfluss,    bis die Lösung wiederum  vollständig ist,

   gibt weitere 135     Gwt.    wässriger     In-          Kalilauge    hinzu, erhitzt die Mischung wiederum 30  Minuten am     Rückfluss,    nachdem das gesamte vorhan  dene Material in Lösung gegangen ist. Dann destilliert  man die Mischung, bis die Blasenbildung nahezu  aufhört, und fügt 170     Gwt.    Wasser hinzu, wonach  man die Lösung 4 Stunden bei etwa 20  stehenlässt.

    Die Reaktionsmischung filtriert man durch ein gesin  tertes     Glasfilter,    wäscht das Filtrat dann mit 100     Gwt.     0,1n wässriger Kalilauge, vereinigt das Filtrat mit  der Waschflüssigkeit,     säuert    mit etwa 27     Gwt.    kon  zentrierter Salzsäure an und lässt die angesäuerte Lö  sung etwa 12 Stunden bei 7  stehen. Man     filtriert    den  erhaltenen kristallinen Niederschlag ab, wäscht ihn  mit Wasser und reinigt ihn durch Behandlung mit       Entfärbungskohle    in heissem Methanol.

   Nach weite  rem     Umkristallisieren    aus     wässrigem    Methanol schei  det sich das     1,3,5(10)-Östratrien-3-ol-16-on    in Form  von federähnlichen Kristallen, die bei 243-244   (unk.) schmelzen, ab.

      <I>Beispiel 4</I>  3     -Methoxy-1,3,5(10)-östratrien-16,17-diol-17-p-          toluolsulfonat    (erhalten durch Umsetzung von     3-          Methoxy-1,3,5(10)-östratrien-16-on-17-ol    mit     p-To-          luolsulfonylchlorid    und anschliessende Reduktion der       16-Ketogruppe)    wird mit einer Mischung von gleichen  Teilen     Pyridin    und     Essigsäureanhydrid    zu     3-Methoxy-          1,3,5(10)-östratrien-16,17-diol-16-acetat-17-p-toluol=          sulfonat        acetyliert,

      das in Form von langen feinen  Nadeln, die bei 160-161  (unk.) schmelzen, aus  Methanol     auskristallisiert.     



  Bei     Verseifung    dieser Verbindung     mit    alkoholi  scher Lösung von     Kaliumhydroxyd    wird die 17-p-         Toluolsulfonyloxygruppe    eliminiert, wobei man     3-          Methoxy-1,3,5(10)-östratrien-16-on    erhält.  



  <I>Beispiel 5</I>  1,95     Gwt.        3-Methoxy-1,3,5(10)-östratrien-16,17-          diol-17-p-toluolsulfonat    löst man in 72     Gwt.        abs.     Äther unter Stickstoffatmosphäre und     Chlorcalcium-          abschluss    auf und fügt 1     Gwt.    pulveriges     Lithium-          aluminiumhydrid    zu.

   Letzteres spült man mit 72     Gwt.          abs.    Äther in die Flüssigkeit und erhitzt die erhaltene  Mischung 3 Stunden unter     Rückfluss.    Den gebildeten       Lithiumaluminiumhydridkomplex    zersetzt man mit  200     Gwt.    Wasser, woran sich ein kurzes Erhitzen  unter Rückschluss anschliesst. Die Reaktionsmischung  bringt man dann in einen Scheidetrichter ein, wobei  man weiteren Äther zusetzt und mit 500     Gwt.    eis  kalter     In-wässriger    Schwefelsäure ausschüttelt.

   Die       wässrige    Schicht trennt man ab und wäscht die  Ätherschicht mit 500     Gwt.        In-wässriger    Schwefel  säure, dann mit 500     Gwt.    I     n-wässriger    Kalilauge und  schliesslich zweimal mit 250     Gwt.    kaltem Wasser.  Den Äther verdampft man, nimmt den öligen Rück  stand in einer Mischung von     abs.    Aceton und     abs.     Alkohol auf, vermindert das Volumen der Lösung,  trocknet den erhaltenen öligen Rückstand gründlich  und löst das zurückbleibende gelbliche Öl in einer  Mischung von Aceton und     Skellysolve    B.

   Die  Lösung engt man durch Destillation ein, fügt  weiteres     Skellysolve    B zu, bis die Lösung trüb  wird, und lässt sie dann bei etwa 20  stehen.  Es scheidet sich ein hochgefärbtes Öl ab, das man  entfernt. Anschliessend spült man die überstehende  Lösung mit weiterer Menge von     Skellysolve    B aus,  destilliert sie auf ein geringes Volumen herunter und  trocknet den erhaltenen Rückstand.  



  Die anfänglich erhaltene hochgefärbte ölige Frak  tion löst man in trockenem     Pyridin,    mischt dann  etwa 5     Gwt.        Essigsäureanhydrid    zu und lässt die  Mischung bei 20  etwa 24 Stunden unter gelegent  lichem Umrühren stehen. Man fügt etwa 200     cm3     Eiswasser hinzu, um nicht umgesetztes Essigsäure  anhydrid zu zersetzen,     filtriert    die kalte Mischung,  wäscht mit Wasser und trocknet den erhaltenen festen  Rückstand, löst ihn danach in     abs.    Methanol unter       Rückfluss    auf und destilliert das Lösungsmittel auf  ein Volumen von etwa 30     cm3    herunter.

   Beim Ab  kühlen auf Raumtemperatur bilden sich winzige weisse  Kristalle. Den kristallinen Niederschlag filtriert man  ab, wäscht ihn mit eiskaltem Methanol und trocknet  ihn. Nach weiterem     Umkristallisieren    aus     abs.    Metha  nol erhält man 0,167     Gwt.        3-Methoxy-I,3,5(10)-          östratrien-16,17-diol-16-acetoxy-17-p-toluolsulfonat,     das bei 160-161  schmilzt.

    
EMI0004.0108     
  
    Analyse <SEP> für <SEP> <B>Cz8H3406.</B>
<tb>  berechnet: <SEP> C <SEP> 67,44% <SEP> H <SEP> 6,87 <SEP> % <SEP> S <SEP> 6,43%
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 67,42 <SEP> % <SEP> H <SEP> 6,80 <SEP> % <SEP> S <SEP> 6,3311/o       Behandlung der zweiten öligen Fraktion in analo  ger Weise ergibt 0,364     Gwt.    der oben genannten Ver  bindung, die auch bei 160-l61  schmilzt.

        0,104     Gwt.    der vorgenannten Verbindung mischt  man mit etwa 17     Gwt.    Äthylalkohol und löst das       Steroid    unter leichtem Erhitzen, fügt etwa 20     Gwt.     In-alkoholischer     Kaliumhydroxydlösung    hinzu und  erhitzt die Mischung 30 Minuten am     Rückfluss.    Dann  gibt man 20     Gwt.    Wasser zu, destilliert die erhal  tene Mischung bis zum Auftreten einer Trübung,  kühlt, wobei ein kristalliner Niederschlag ausfällt, den  man     abfiltriert,    mit Wasser wäscht und trocknet.

    Nach Auflösen in Methanol behandelt man die  Steroidlösung mit     Entfärbungskohle,    filtriert und fügt  10     Gwt.    Wasser zu dem     Methanolfiltrat    zu. Beim  Einengen setzt Kristallisation ein. Man filtriert den  kristallinen Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser  und trocknet ihn. Das kristalline Produkt kristallisiert  man erneut aus Methanol um und erhält 0,048     Gwt.          3-Methoxy-1,3,5(10)-östratrien-16-on,    das bei 124  bis 125  schmilzt.

    
EMI0005.0014     
  
    Analyse <SEP> für <SEP> C19R2402:
<tb>  berechnet: <SEP> C <SEP> 80,24 <SEP> 11/a <SEP> H <SEP> 8,51 <SEP> %
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 80,34 <SEP> % <SEP> H <SEP> 8,49       In analoger Weise kann man u. a. auch     Equilin,          Equilenin,        Androstan-17-on    und     Ätiocholan-17-on     nach Verwandlung in die entsprechenden     Steroid-16-          on-17-ole    mittels des erfindungsgemässen Verfahrens  in     östrogen    bzw.     androgen    wirksame     16-Keto-steroide     überführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 16-Keto-steroiden aus 17-Oxy-16-keto-steroiden, dadurch gekennzeich net, dass man die 17-Oxy-16-keto-steroide mit einer Arylsulfonsäure verestert,
    in den erhaltenen 17-Aryl- sulfonyloxy-16-keto-steroiden die Ketogruppe in 16- Stellung zur Oxygruppe reduziert und anschliessend die erhaltenen 17-Arylsulfonyloxy-16-oxy-steroide als solche oder in Form von 16-Acyloxyderivaten zwecks Abspaltung der 17-Arylsulfonyloxygruppe unter gleichzeitiger Rückbildung der Ketogruppe in 16-Stel- lung einer Hydrolyse unterwirft. <RTI
    ID="0005.0042"> UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man zur Veresterung der Hydroxyl- gruppe in 17-Stellung p-Toluolsulfonsäure, Benzol- sulfonsäure oder reaktionsfähige Derivate dieser Säu ren, z. B. die Säurechloride, verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduk tion der 17-Arylsulfonyloxy-16-keto-steroide mit Natriumborhydrid oder Lithiumaluminium-hydrid durchgeführt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydro lyse mit Alkalihydroxyd, z. B. in alkoholischer Lö sung, durchgeführt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgangsstoffe der Formel:
    EMI0005.0053 worin R Wasserstoff, die Methyl-, Äthyl-, Benzyl-, Äthinyl-, Cyclopentyl-, Propyl-, Butyl-, Amyl-, Iso- amyl-, Vinyl- oder die Acetyl-, Propionyl-, Butyryl-, Benzoyl-, Palmityl- oder Cyclopentylpropionylgruppe bedeutet,
    verwendet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Ausgangsstoffe der Formel: EMI0005.0073 worin R die im Unteranspruch 4 angegebene Bedeu tung hat, verwendet werden.
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