Tragkorb
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Tragkorb, in welchen ein gleicher Korb hineinsetzbar ist, mit einem steifen Gestell und einer biegsamen Hülle, die den Boden und die nach unten konvergierenden Seitenwände des von Gestell und Hülle gebildeten Korbkörpers bildet, und mit einem biegsamen Handgriff, welcher am Korbkörper befestigt ist und in den Korbkörper hineinhängt, wenn der Korb nicht getragen wird.
Der erfindungsgemässe Tragkorb ist dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff zwei V-förmige Bänder aufweist, deren Schenkel je an einer Korbwand und deren Scheitel an einem sich zwischen ihnen erstreckenden biegsamen Verbindungsstreifen befestigt sind, welcher als Griff dient, wenn der Handgriff in Tragstellung angehoben wird, und dass der Handgriff so ausgebildet ist, dass er, wenn der Korb nicht getragen wird, in den aufrechtstehenden Korbkörper um eine Strecke hineinhängt, welche mehr als die Hälfte, jedoch weniger als vier Fünftel der Höhe des Korbkörpers beträgt, so dass der Verbindungsstreifen des Handgriffs sich quer um den Boden und einen Teil der Seitenwände eines in den Korb hineingesetzten gleichen Korbes herum erstreckt, und dass der hineingesetzte Korb den Korbkörper praktisch nicht berührt.
Solche Körbe sind besonders dafür geeignet, um von Kunden ausgewählte Waren zur Kasse von Selbstbedienungsläden zu transportieren. Diese Körbe bilden ein bequemeres und weniger kostspieliges Transportmittel für den Kunden, als die derzeit verwendeten teuren und sperrigen Rollwagen.
Die Hülle wird zweckmässig aus einem starken und dauerhaften Gewebe wie Kanvas oder Segeltuch angefertigt, das ansprechend und unterschiedlich gefärbt oder verziert werden kann. Es kann auf billige Weise aus zwei Teilen hergestellt werden, wobei ein Teil den Boden bildet und der zweite Teil daran angenäht wird, um die Seitenwände zu bilden. Der obere Rand der Seitenwände wird zweckmässig um den oberen Rahmen des Gestelles herumgefaltet und fest angenäht, um diesen Rahmen in dem gefalteten oberen Abschnitt der Hülle einzubetten.
Der Handgriff wird vorteilhaft aus einem starken und dauerhaften flexiblen Material wie Baumwolle, Segeltuch, Leder oder dergleichen hergestellt.
Ein Kunde, welcher einen Selbstbedienungsladen betritt, kann den voll zugänglichen und herunterhängenden Handgriff, der am obersten Korb befestigt ist, aufnehmen und den obersten Korb vom Korbstapel abnehmen, ohne den darunter befindlichen Korbstapel durcheinander zu bringen.
Die erfindungsgemässen Körbe können eine erhebliche Last tragen und trotzdem leicht im Gewicht, stark und dauerhaft sein, und mit verhältnismässig geringen Kosten hergestellt werden.
An Hand der beiliegenden Zeichnung wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer typischen Form eines Korbes, wobei der Handgriff desselben in angehobener Tragstellung dargestellt ist;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Gestelles für einen Korb;
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Korb, wie er sich beim Zusammenbau desselben ergeben würde, wobei das Gestell gerade in die flexible Hülle eingesetzt wird;
Fig. 4 einen anderen Querschnitt, welcher den vollständig zusammengesetzten Korbkörper zeigt, wie er aussehen würde, nachdem das Gestell ganz in die flexible Hülle eingesetzt und der obere Randteil der Hülle nach innen gefaltet und angenäht wurde, um den oberen Rahmen des Gestells einzuschliessen, wobei diese Darstellung in gestrichelten Linien den oberen Randteil der Hülle vor dem Umfalten desselben zeigt;
Fig. 5 eine Draufsicht auf den zusammengefügten Handgriff vor seiner Anbringung an den oberen Rand des Korbes;
Fig. 6 einen Längsschnitt durch den Handgriff längs der Linie 6-6 der Fig. 5, wobei diese Darstellung weitere Einzelheiten der Konstruktion des Handgriffes zeigt;
Fig. 7 eine Teilseitenansicht des Korbes und des Handgriffes, welche die Art und Weise veranschaulicht, in welcher die Bänder des Handgriffes an dem oberen Rand des Korbes angebracht und befestigt werden können;
Fig. 8 einen vergrösserten Teilquerschnitt längs der Linie 8-8 der Fig. 7;
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht einer Anzahl fertiger Körbe, welche die Art und Weise veranschaulicht, in welcher die Körbe auf beschränktem Raum ineinandergesetzt und von dem herunterhängenden Handgriff des darunter angeordneten Korbes getragen werden können, und
Fig. 10 einen Querschnitt durch den Korbstapel längs der Linie 10-10 der Fig. 9, welcher die Art und Weise veranschaulicht, in welcher der Handgriff als Tragschlinge für den darübergesetzten Korb dient, wenn dieser in den unteren Korb eingesetzt wird.
Gleiche Bezugsziffern beziehen sich in allen Figuren der Zeichnung sowie in der Beschreibung auf gleiche Teile.
Wie in den Zeichnungen gezeigt, besteht der Korb aus einem Gestell 1, der in einer flexiblen Hülle 5 eingeschlossen ist, wobei diese Teile zusammen den Korbkörper bilden, sowie aus einem flexiblen Handgriff 10, der mit dem oberen Rand des Korbes verbunden ist. Das in Fig. 2 gezeigte Gestell weist einen oberen Rahmen 2 und einen unteren Rahmen 3 auf, die beide vorzugsweise praktisch rechteckigen Umriss besitzen, wobei der untere Rahmen 3 eine etwas geringere Grösse hat als der obere Rahmen 2, damit die erforderliche Verjüngung des Korbes gebildet wird.
Der obere Rahmen 2 und der untere Rahmen 3 können aus verhältnismässig schwerem und steifen Metall- oder Kunststoffdraht oder -bändern beliebiger Querschnittsform hergestellt werden, wobei die Enden entsprechend miteinander verschweisst oder dauerhaft verbunden werden, wie bei 2' und 3' gezeigt ist, um einen fortlaufenden oberen und unteren Rahmen 2 bzw. 3 zu bilden. Die oberen und unteren Rahmen werden durch eine Reihe von im Abstand zueinander angeordneten Verbindungsstreben 4 miteinander verbunden, deren Enden bei 4' mit den Rahmen 2 und 3 verschweisst oder dauerhaft an diesen befestigt werden. Das so ausgeführte Gestell bildet ein starkes und steifes käfigartiges Gestell, welches die Gestalt des Korbes aufrechterhält.
Die Hülle 5 besteht vorzugsweise aus starkem, dauerhaften und flexiblen Material, wie z. B. Kunststoff oder ein dauerhaftes Textilerzeugnis wie Kanvas oder Segeltuch. Das Tuchmaterial kann entsprechend gefärbt, verziert oder bedruckt werden, so wie es für den Zweck, für welchen der Korb verwendet werden soll, am geeignetsten ist. Die Hülle 5 weist ein den Boden bildendes Teil 6 aus flexiblem Tuchmaterial auf, das entsprechend dem unteren Rahmen 3 des Gestelles geformt ist. Der Wandungsteil 7 der Hülle wird aus zwei länglichen Streifen des ausgewählten flexiblen Materials hergestellt, die lang genug sind, um sich Ende an Ende um das Gestell herum zu erstrecken. Der untere Rand des Wandungsteils 7 bildet eine Falte 7', die mit Stichen 7" so befestigt sind, dass sie die Umfangskante des den Boden bildenden Teils 6 umfasst, wie dies in den Fig. 1, 3 und 4 gezeigt ist.
Die freien Enden der die Seitenwandung bildenden Streifen werden längs vertikaler Nähte 8 so aneinander befestigt, dass ein verjüngter Körper gebildet wird, der eng über das Gestell 1 geschoben werden kann und eng über dieses passt, wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt ist.
Nachdem die Hülle 5 über das Verstärkungsgestell 1 geschoben wurde, wie in Fig. 4 gezeigt ist, wird der obere Rand 9 des Wandungsteiles 7 der Hülle nach innen gefaltet, um den oberen Rahmen des Gestelles 2 zu umfassen, und wird mittels Stichen 9' angenäht, um eine Falte zu bilden, welche den oberen Rahmen 2 vollständig einhüllt. Bei dieser Ausführungsform bildet die Hülle 5 eine äussere Fläche für das Verstärkungsgestell 1 und wird an dem oberen Rahmen 2 desselben aufgehängt, braucht jedoch nicht anderweitig am Verstärkergestell befestigt zu werden.
Der flexible Handgriff 10 wird von einem Paar V-förmiger Bänder 11 aus starkem und dauerhaften, jedoch flexiblen Bandmaterial, wie z. B. festen Textilgeweben, Kunststoff oder Leder, gebildet.
Wenn Textilgewebe verwendet wird, können die Bänder 11 doppellagig sein. Jedes Band 11 ist in der Mitte umgefaltet, um den Scheitel eines umgekehrten V-förmigen Bandes mit auseinanderstrebenden Schenkeln 13 zu bilden. Das Ende jedes auseinanderstrebenden Schenkels 13 bildet einen nach oben gefalteten Teil 14, der sich über den oberen Rand des Korbes, wie in den Fig. 7 und 8 gezeigt, erstreckt, sowie einen nach unten gefalteten Abschnitt 15, der über der inneren Fläche des oberen Randes des Korbes liegt. Die Befestigung des Endes jedes Bügelschenkels 13 am oberen Rand des Korbes kann entweder mit Stichen oder durch eine oder mehrere Nieten 16 erfolgen.
Ein Verbindungsstreifen 17 aus flexiblem Leder, Kunststoff oder Tuch, entweder einfach oder doppellagig, bildet Endteile 18, welche die Scheitel 12 der Bänder 11 umfassen, und sind sicher an diesen, z. B. mittels Stichen 18' befestigt. Der Verbindungsstreifen 17 bildet einen bequemen Handgriff, mittels dessen der Korb getragen wird.
Die Gesamtlänge des flexiblen Schlingenhandgriffs 10 ist so bemessen, dass er frei in den Korb herunterhängt, wenn er nicht gehalten wird, wobei die Bänder 11 sich um ein Stück in den Korb erstrecken, das etwa 3/4 seiner Tiefe ausmacht, und wobei der Verbindungsstreifen 17 sich quer über die Breite des Korbes erstreckt, wie dies in den Fig. 9 und 10 gezeigt ist. Der Handgriff 10 bildet dann eine Schlinge, auf welcher der Boden 6 eines hineingesetzten Korbes ruht, und bildet eine vollständige Halterung für diesen, wie in den Fig. 9 und 10 gezeigt ist. Die Seitenwandungen des Korbes sind so konvergent, dass sie das Hineinsetzen eines Korbes in einen gleichen Korb bis zu 5/4 seiner Höhe erlauben, ohne dass eine Berührung zwischen benachbarten Körben auftritt.
Bei dieser Ausführungsform ist für den Kunden der nach innen hängende Handgriff des obersten Korbes, wie in Fig. 9 und 10 gezeigt, leicht zugänglich, und durch Erfassen des herunterhängenden Handgriffes kann der oberste Korb, an dem er befestigt ist, ohne weiteres von dem Korbstapel abgehoben werden, ohne den darunter befindlichen Korbstapel durcheinander zu bringen.