CH353030A - Anordnung bei induktiv beeinflussten Gleisgeräten für das Eisenbahnsicherungswesen - Google Patents
Anordnung bei induktiv beeinflussten Gleisgeräten für das EisenbahnsicherungswesenInfo
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Description
Anordnung bei induktiv beeinflussten Gleisgeräten für das Eisenbahnsicherungswesen Zur Beeinflussung von Streckeneinrichtungen durch die Züge werden im Eisenbahnsicherungswesen ausser mechanisch und magnetisch gesteuerten Kon takten auch auf induktivem Wege betätigte Gleis geräte verwendet. Diese arbeiten zum Beispiel in der Weise, dass durch die Eisenmassen der Räder die induktive Kopplung einer Sendespule mit einer Emp fangsspule geändert und die dabei im Empfangskreis entstehende Spannungsänderung durch ein Relais überwacht wird. Wird die Sendespule mit einem ton- frequenten Wechselstrom gespeist, so können diese Einrichtungen bei allen vorkommenden Zuggeschwin digkeiten zur Signalübertragung vom Zuge auf die Strecke verwendet werden.
Es ist nun möglich, die beiden Spulen entweder auf derselben Seite oder je auf einer Seite einer Schiene anzuordnen. Im ersteren Fall wird man die Innenseite der Schienen wählen, da dann die Spulen unterhalb der Schienenoberkante angeordnet werden können, weil die Änderung der Kopplung im wesent lichen durch die Spurkränze der Räder erzeugt wird. Es hat sich aber bei dieser Anordnung gezeigt, dass trotzdem auch andere Teile der Fahrzeuge, insbeson dere Schienenbremsen, die Gleisgeräte beeinflussen können, wobei der Grad der Beeinflussung von der jeweiligen Stellung dieser Teile abhängig ist.
Selbst wenn eine auf der Schiene aufliegende Schienen bremse das Signal mit Sicherheit auslöst, kann unter Umständen die Signalübertragung bei abgehobener Schienenbremse unterbleiben. Diese Unsicherheit der Betätigung ist vor allem bei Achszählanlagen, die durch derartige Gleisgeräte gesteuert werden, nicht zulässig. Diese Nachteile können zwar vermieden wer den, wenn die Spulen beiderseits der Schiene ange ordnet sind; soll jedoch bei dieser Anordnung eine zur Signalübertragung ausreichende Änderung der Spulenkopplung erzeugt werden, so ist es bisher er- forderlich, dass die Spulen nach oben über die Schie nenoberkante hinausragen.
Hierdurch entsteht aber der Nachteil, dass die Spulen weniger gegen mecha nische Zerstörung gesichert sind und leichter durch von den Fahrzeugen herabhängende Teile beschädigt werden können.
Die Erfindung zeigt einen Weg, wie die bei den beschriebenen Spulenanordnungen bisher vorhande nen Nachteile auf einfache Art und Weise vermieden werden, können. Erfindungsgemäss sind unterhalb der Spulen Abschirmbleche aus elektrisch gut leitendem Material angebracht. Durch die in diesen Blechen fliessenden Wirbelströme wird ein Gegenfeld erzeugt, das eine Flossschwächung des von den Rädern nicht beeinflussten Teiles des Koppelflusses bewirkt.
Die Bleche haben also die Wirkung, dass der Raum, in. dem sich der Koppelfloss ausbilden kann, beschnitten wird, ohne dass aber der von den Rädern beeinfluss- bare Teil des Flusses wesentlich geändert wird. Bei sonst gleicher räumlicher Anordnung wird also die absolute Flossänderung etwa gleich bleiben, dagegen die relative, das heisst die auf den Gesamtfloss be zogene Flossänderung, die für das sichere Ansprechen des Empfangsrelais massgebend ist, wesentlich anstei gen.
Anstatt nun weniger ansprechempfindliche Re lais zu verwenden, kann man die bisherigen Relais beibehalten, dafür aber die beiderseits der Schiene angeordneten Spulen um so viel tiefer setzen, dass auch wieder die zu ihrem Ansprechen erforderliche relative Flossänderung erzielt wird. Je grösser die elek trische Leitfähigkeit der Bleche und je höher die Fre quenz der Speisespannung ist, desto günstiger werden die Verhältnisse. Man kann daher jetzt die auf ver schiedenen Seiten der Schiene liegenden Spulen so tief anordnen, dass sie nicht mehr über die Schienen oberkante hinausragen.
Aber auch bei Gleisgeräten mit auf derselben Seite der Schiene liegenden Spulen ergeben sich durch die Abschirmbleche wesentliche Vorteile. Behält man zum Beispiel die bisherige räumliche Anordnung bei, so werden auch abgehobene Schienenbremsen das Signal auslösen. Sollen jedoch nur die Räder gezählt werden, so kann man nun die Spulen so tief setzen, dass nur die Spurkränze, nicht aber die übrigen Eisen massen der Räder oder die Schienenbremsen das Gleisgerät betätigen können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Die Sendespule 1, die mit Wechselstrom von zum Beispiel 500 Hz gespeist wird, ist bei freier Schiene S durch den Fluss Fo - Fu mit der Empfangsspule 2 gekoppelt. Der im Empfangskreis fliessende Wechsel stTom bringt daher nach Gleichrichtung im Gleich richter 3 das Relais 4 zum Ansprechen. Rollt ein Rad R über die Schiene, so sinkt der beide Spulen 1 und 2 durchsetzende Gesamtfluss auf den Wert Fx. Das Re lais 4 fällt ab und löst in nicht dargestellten Strom kreisen das gewünschte Signal aus.
Die erfindungsgemäss vorgeschlagenen Abschirm bleche 10 und 20 bewirken nun, dass der unterhalb der Schiene verlaufende Flussanteil Fu wesentlich ge schwächt wird, und zwar so weit, dass er gegenüber Fo vernachlässigbar klein ist. Die relative Flussänderung steigt daher von
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Sie ist also bei etwa gleicher Grösse Fo = Fu doppelt so gross wie bisher. Wenn die bisherige relative Flussänderung F1 zum Abfallen des Relais 4 ausreichte, können nun die Spulen 1 und 2 so weit unterhalb der Schienenober kante angeordnet werden, dass sich wieder die gleiche relative Flussänderung ergibt.
In der Zeichnung sind ausserdem die Spulen 1 und 2 mit unter einem Winkel zur Horizontalen liegenden Achsen dargestellt. Die bei dieser Anordnung an sich eintretende Vergrösserung des Flussanteils Fu gegen über dem Flussanteil Fo wird durch die Bleche 10 und 20 verhindert. Gleichzeitig ergibt sich aber der Vorteil, dass die der Schiene abgekehrten Enden der Spulen noch mehr gegen mechanische Beschädigun gen geschützt sind, als wenn sie in gleicher Höhe wie die der Schiene zugekehrten Enden liegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anordnung bei induktiv beeinflussten Gleisgerä ten für das Eisenbahnsicherungswesen, in denen Si gnale zwischen Zug und Strecke durch Änderung der Kopplung einer mit Wechselstrom erregten Sende spule und einer Empfangsspule ausgelöst werden, da durch gekennzeichnet, dass unterhalb der Spulen Ab schirmbleche aus elektrisch gut leitendem Material angeordnet sind. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> d 1. Anordnung nach Patentanspruch mit: etwa senkrecht zur Schiene stehenden Spulen, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spulen unterhalb der Schienen: Oberkante angeordnet sind. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die der Schiene abgekehrten En den der Spulen tiefer als die der Schiene zugekehrten Enden liegen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE353030X | 1956-11-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH353030A true CH353030A (de) | 1961-03-31 |
Family
ID=6279279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH353030D CH353030A (de) | 1956-11-19 | 1957-11-12 | Anordnung bei induktiv beeinflussten Gleisgeräten für das Eisenbahnsicherungswesen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH353030A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4467416A1 (de) * | 2023-05-25 | 2024-11-27 | Siemens Mobility GmbH | Induktiv wirkende radsensoranordnung |
-
1957
- 1957-11-12 CH CH353030D patent/CH353030A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4467416A1 (de) * | 2023-05-25 | 2024-11-27 | Siemens Mobility GmbH | Induktiv wirkende radsensoranordnung |
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