Haltbares Färbepräparat Gegenstand der Erfindung ist ein haltbares Färbe präparat zum Färben, Klotzen und Bedrucken von
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worin X Chlor oder Brom und Y Wasserstoff oder Methyl bedeuten und wobei Alkyl für einen nicht weiter substituierten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen steht, mindestens einen Disper- gator enthält.
Unter den Begriff Polyesterfasern fallen insbeson dere Kondensationsprodukte aus Terephthalsäure und Äthylenglykol, wie sie unter den Namen Terylene , Dacron , Tergal , Terital , Trevira und Diolen (eingetragene Schutzmarken) im Handel sind.
Bisher war es praktisch nicht möglich, Polyester fasern in gleichzeitig licht-, sublimier-, plissier- und thermofixierechten blaustichig roten und violetten Tönen zu färben.
Mit den haltbaren Färbepräparaten werden ge suchte blaustichig rote und violette, ätzbare Färbun gen erhalten, die sich durch hervorragende Licht-,
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Polyesterfasern, welches ausser einem Dispersions- farbstoff der Formel Überfärbe-, Wasch-, Wasser-, Meerwasser-, Schweiss-, Rauchgas-, Sublimier-, Thermofixier- und Plissier- echtheiten auszeichnen.
Insbesondere sind überraschenderweise die Licht- echtheiten schon in 1/25 Richttypstärke um ein Mehr faches besser als jene von nahe verwandten Farb stoffen mit nur geringfügig veränderter Konstitution.
Es war nicht zu erwarten, dass diese Farbstoffe, die mit mindestens einem Dispergator zu haltbaren Färbepräparaten vermischt werden, zum Färben von Polyesterfasern in lichtechten Tönen brauchbar sein würden, da alle Handelsfarbstoffe, die sich von 4-Nitro-4'-dialkylamino-1,1'-azobenzolen ableiten, auf Polyesterfasern ungenügend lichtecht sind, obwohl sie auf 21/2-Celluloseacetatfasern sehr gut brauchbar sind. Andere verwandte Acetatseidenfarbstoffe, wie z. B. ziehen ausserdem viel schlechter auf Polyesterfasern und weisen ein schlechtes Aufbauvermögen auf diesen Fasern auf.
Die haltbaren Färbepräparate können die Farb stoffe auch in Mischung unter sich oder mit andern Polyesterfarbstoffen enthalten.
Als Dispergiermittel, welche den Dispersionsfarb- stoffen zugesetzt werden können, sind beispielsweise zu nennen: Seife, Sulfitcellulose-Ablaugepulver, di- naphthylmethandisulfonsaures Natrium, Türkisch- rotöl, Natriumcetylsulfat, Natrium-Oleyloxyäthan- sulfonat oder Natrium-Oleylaminoäthansulfonat und viele andere mehr.
Die Färbung kann nach an sich bekannten Metho den in Gegenwart von Carriern bei 80-100 C oder in Abwesenheit von Carriern unter Druck von 100 bis l40 C erfolgen.
Das Bedrucken und Klotzen von Polyesterfasern mit den haltbaren Färbepräparaten erfolgt am besten in Gegenwart geeigneter Verdickungsmittel, gefolgt von einer Fixierung bei erhöhter Temperatur ohne Dampf, z. B. bei Temperaturen zwischen 90 und 200 C, oder mit Dampf, vorzugsweise bei Tempe raturen zwischen<B>100</B> und 150 C. Geeignete Ver dickungsmittel für den Druck sind z. B. die Alkali metallalginate, Traganth, Johannisbrotkernmehl, Carboxymethylcellulose, insbesondere aber Gummi arten wie Senegal, Arabisch-, Britisch- und vor allem Kristallgummi, während sich die Alkalimetallalginate für das Klotzen am besten eignen.
In den nachfolgenden Beispielen sind unter Teilen Gewichtsteile zu verstehen; die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
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X <SEP> Y <SEP> Alkyl <SEP> Schmelzpunkt <SEP> Farbton
<tb> Br <SEP> H <SEP> -CH3 <SEP> 184 <SEP> blaustichig <SEP> rot
<tb> Br <SEP> H <SEP> -CH2 <SEP> CH2 <SEP> CH3 <SEP> 192 <SEP> do.
<tb> Br <SEP> H <SEP> -C12--CHe <SEP> CH2-CH3 <SEP> 18l <SEP> do.
<tb> Br <SEP> CH3 <SEP> <B>-CH.--CH,</B> <SEP> 198 <SEP> violett
<tb> Cl <SEP> H <SEP> -CH3 <SEP> 177 <SEP> blaustichig <SEP> rot
<tb> Cl <SEP> H <SEP> -CH2 <SEP> CH3 <SEP> <B>1810</B> <SEP> do.
<tb> Cl <SEP> H <SEP> -CH2 <SEP> CH2 <SEP> CH3 <SEP> l87 <SEP> do.
<tb> Cl <SEP> H <SEP> -CH2 <SEP> CH2 <SEP> CH2-CH3 <SEP> 156 <SEP> do.
Das Verfahren zu ihrer Herstellung besteht darin, dass man 1 Mol eines in 6-Stellung halogenierten 1-Diazo-2-cyan-4-nitro-benzols mit 1 Mol eines N-Cyanäthyl-N-methyl- bzw. -N-äthyl- bzw. -N-propyl- bzw. -N-butyl-amino-benzols oder 1-(N-Cyanäthyl-N- methyl)- bzw. -N-äthyl)- bzw. -N-propyl)- bzw.
-N- butyl)-amino-3-methyl-benzols vereinigt. <I>Beispiel 1</I> Ein haltbares Färbepräparat wird hergestellt aus: 7 Teilen 4-Nitro-2-cyano-6-chlor-2'-methyl-4'- (N-cyanäthyl-N-äthyl)-amino-1,1'-azobenzol vom Schmelzpunkt von 184 , 4 Teilen dinaphthylmethandisulfonsaures Natrium und 4 Teilen wasserfreies Natriumsulfat. Diese Mischung wird in einer Kugelmühle wäh rend 48 Stunden zu einem feinen Pulver gemahlen. Mit diesem Präparat können Polyesterfasern ( Da- cron ) violett gefärbt werden.
Die Färbungen sind licht-, überfärbe-, wasch-, wasser-, meerwasser-, schweiss-, rauchgas-, sublimier-, thermofixier- und plissierecht. Ausserdem sind sie weiss ätzbar.
<I>Beispiel 2</I> Ein haltbares Färbepräparat wird hergestellt aus: 10 Teilen 4-Nitro-2-cyan-6-brom-4'-(N-cyan-äthyl- N-äthyl)-amino-1,1'-azobenzol (Schmelz punkt 176 ) und 10 Teilen Türkischrotöl.
Auf Polyesterfasermaterial Tergal (eingetragene Schutzmarke) erhält man beim Färben mit diesem Präparat violette, gut durchgefärbte Färbungen mit hervorragenden Echtheitseigenschaften.
In der folgenden Tabelle sind weitere Farbstoffe durch ihren Schmelzpunkt und ihren Farbton auf Polyesterfasern gekennzeichnet, welche sich mit Dispergatoren zu haltbaren Färbepräparaten vermi schen lassen und die sich zum Färben, Klotzen und Bedrucken dieser Fasern eignen. Die Kupplung der Diazoverbindungen mit den Azokomponenten erfolgt in saurem, gegebenenfalls gepuffertem Medium.