CH353395A - Gepanzerte Auskleidung von Stollen, Schächten, Tunnels oder dergleichen Bauwerken und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Gepanzerte Auskleidung von Stollen, Schächten, Tunnels oder dergleichen Bauwerken und Verfahren zu deren Herstellung

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CH353395A
CH353395A CH353395DA CH353395A CH 353395 A CH353395 A CH 353395A CH 353395D A CH353395D A CH 353395DA CH 353395 A CH353395 A CH 353395A
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Alois Dr Kieser
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    • E21D5/04Lining shafts; Linings therefor with brick, concrete, stone, or similar building materials
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description


  Gepanzerte     Auskleidung    von Stollen, Schächten,     Tunnels    oder dergleichen Bauwerken  und Verfahren     zu    deren Herstellung    Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bil  det eine gepanzerte Auskleidung von Stollen, Schäch  ten, Tunnels oder dergleichen Bauwerken, sowie ein  Verfahren zu deren Herstellung.  



  Gegenüber den bekannten Panzerauskleidungen  unterscheidet sich diejenige gemäss der Erfindung  dadurch, dass der Panzer in einer vorgespannten Aus  kleidung der Ausschachtung angeordnet und gleich  falls vorgespannt ist. Damit wird nicht nur eine  wesentliche Vergütung der     Umhüllung    des Panzers  hinsichtlich ihres passiven Widerstandsvermögens ge  gen radiale Deformation erreicht, sondern auch zu  folge der     Vorspannung    des Panzers ein vollkomme  ner     Kraftschluss    zwischen diesem und seiner     Bettung     gewährleistet.

   Diese beiden Effekte rechtfertigen, da  die verlässliche Mitwirkung des Gebirges geschaffen  ist, bei Einhaltung einer ausreichenden Sicherheit  eine erhebliche     Verminderung    der Wandstärke des  Panzers. Die     Vorspannung    der Gebirgsverkleidung  erhöht     nämlich    den     Verformungsmodul    der Hülle  und beseitigt damit     zwangläufig    unter anderem die  nachteiligen Einflüsse der     Auflockerungserscheinun-          gen,    Absetzungen und dergleichen auf die Beanspru  chung des Panzers.

   Gleichzeitig ist beim Gegenstand  der Erfindung eine Verminderung der Ungleichför  migkeit der elastischen Nachgiebigkeit in verschiede  nen Durchmesserrichtungen und der dadurch auf  tretenden Zusatzspannungen erreicht, sowie eine  trockene Schacht- bzw.     Stollenröhre    zum Einbau des  Panzers gebildet. Die     Vorspannbettung    des Panzers  ihrerseits bewirkt in Verbindung mit der vorgespann  ten     Gebirgsverkleidung,    neben dem verlässlichen       Kraftschluss    zwischen Panzer und Auskleidung, ein  dichtes Anliegen des     Panzers,    das dem Gebirgswasser  die Möglichkeit einer Druckwirkung auf dessen  Mantel ausschliesst.

   Damit ist sowohl die Gefahr des         Einbeulens    zufolge äusseren Wasserdruckes bei Ent  leerung des Rohres gebannt, und zwar auch nach       vorgängiger        Abkühlung    durch Kaltwasser, als auch  dem von aussen nach innen gerichteten Rostfrass  wirksam begegnet. Überdies erübrigen sich nach  trägliche Injektionen durch den Panzer.  



  Erfindungsgemäss erfolgt die     Herstellung    der Aus  kleidung dadurch, dass in eine vorgespannte Aus  kleidung der Ausschachtung die Panzerung unter       B.elassung    eines     Hinterpressraumes    eingebracht und  zonenweise     hinterpresst    wird. Diese Art der Durch  führung bietet die Gewähr dafür, dass die Hinter  pressung des Panzers mit dem rechnungsmässig fest  gelegten Spanndruck wirksam vorgenommen werden  kann.

   Bei der Herstellung einer gepanzerten Aus  kleidung gemäss der Erfindung kann .es     vorteilhaft     sein, insbesondere dann, wenn die Panzerung eine  nennenswerte Länge aufweist, nach der Hinterpres  sung eines Schusses des Panzers, den folgenden  Schuss in die vorgespannte Auskleidung einzubringen,  diesen mit dem bereits     hinterpressten    Teil der Pan  zerung zu verbinden und anschliessend den neu ein  gebrachten Schuss zu     hinterpressen.    Es ist aber auch  möglich, zur Hinterpressung längere Rohrstrecken zu  sammenzufassen. Die Montage der     Panzerung    kann  von unten her, und falls ein Krümmer .eingebaut ist,  von diesem weg in der Weise durchgeführt werden,  dass die Stossverbindung, z.

   B. das Verschweissen oder  das     Verstemmen    von     Muffen,    vom Rohrinneren  bewerkstelligt wird. Es fallen daher auch die bisher  üblichen und nachteiligen Kriechgänge und Montage  nischen weg. Bei entsprechender Bemessung des Hohl=       ringes    um den Panzer bleibt dabei ferner die Mög  lichkeit der     überprüfung    der     Stosssehweissung,    z. B.  durch Röntgenkontrolle, gewahrt.      Die Erfindung wird an Hand des gezeichneten       Ausführungsbeispieles    nachstehend erläutert.  



  Die     Fig.    1 zeigt den     L7bersichtslängsschnitt    eines  Druckschachtes, die     Fig.    2 im vergrösserten Massstab  ein Detail des erfindungsgemässen Ausbaues desselben,  und zwar im Bereiche eines Stosses der Panzerung,  und schliesslich zeigen die     Fig.    3 und 4 Schnitte längs  der Linien     III-III    bzw.     IV-IV    der     Fig.    2.  



  Bei dem zur Erläuterung der Erfindung gewähl  ten Ausführungsbeispiel ist, wie der     Fig.    1 entnom  men werden kann, die Annahme getroffen, dass die  freiverlegte Rohrleitung 1 in einen Druckschacht 5  übergeht, der vom Krümmer 2 weg einen Berghang 3  durchstösst, bevor er in das     Kavernenkraftwerk    4  einmündet. Dieser Druckschacht 5 und der anschlie  ssende horizontale Panzerstollen 5' sollen nun eine       gepanzerte    Auskleidung gemäss der Erfindung er  halten.  



  Zweckmässig wird an die Durchführung des  Bauvorhabens folgendermassen herangegangen. Der  Vortrieb der Stollen     .erfolgt    tunlichst im Vollaus  bruch, und zwar beginnend mit dem     horizontalen     Panzerstollen 5' und dem Fenster 6 bzw. im  Schrägschacht 5 fortschreitend von unten nach oben.  Der Halbmesser der     Kernringleibung    wird bei der  Bemessung um beispielsweise 80 bis 100 mm grösser  gewählt als der Aussenhalbmesser des Panzers, um  für das Einfahren der Rohre und für die     allfällige     Kontrolle der     Stossschweissung    genügend Raum zu  haben.  



  Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt der  Aussendurchmesser des Panzers 2250 mm, der Durch  messer der     Leibung    des Kernringes 2450 mm, dessen  Stärke 150 mm, die Weite des     Hinterpressraumes     25 mm und die Mindeststärke der Gebirgsverkleidung  150 mm, so dass sich ein     Minimalausbruchdurch-          messer    von 3100 mm ergibt. In diesem Ausbruch  wäre dann noch in der Sohle Raum für .ein Drainage  rohr von z. B. 200 mm Durchmesser zu schaffen.  Im Bereiche des horizontalen Stollens 5' richten  sich die Profilabmessungen nach dem Profilerforder  nis des einzubauenden Krümmers 7.  



  Die Drainage 8 wird im Panzerstollen 5' und  im Druckschacht 5 in Richtung des Gefälles ver  legt. Der Einbau der Auskleidung 9 und 10 erfolgt  im Panzerstollen 5' ebenfalls in Richtung des Ge  fälles, im Druckschacht hingegen von unten nach  oben.  



  In der     Gebirgsverkleidung    9 können ringförmige  Nischen 12 ausgespart werden, die, wie in     Fig.2     gezeigt, nach Art der     Kernringauskleidung    ausgebaut  sind und deshalb keinesfalls die Güte der Ausklei  dung beeinträchtigen. Die Steine des Kernringes 10  weisen auf der der Gebirgsverkleidung 9 zugekehrten  Seite Höcker 13 auf, mit denen sie unter     Belassung     eines     Hinterpressraumes    14 an der Verkleidung 9  anliegen. Der Kernring kann aber nach einer anderen  Ausführungsart auch betoniert werden; in diesem       Falle    wird der     Hinterpressraum    14 z.

   B. dadurch ge  schaffen, dass     Well-    oder     Höckerblecheinlagen    oder         Höckerplatten    zwischen dem Kernring 10 und der  Verkleidung 9 eingebracht werden. Der     Hinterpress-          raum    14 kann in Anpassung an die     Schusslänge    der  Panzerung in Zonen unterteilt werden. Die Tiefe  der Nischen 12 wird     zweckmässigerweise    mit einer  Steindicke des Kernringes plus     Hinterpressraum-          stärke    gewählt. Der     Hinterpressraum    14 ist mit Hilfe  von Stahlringen 15, die in die Steine des Kern  ringes 16 der Nischen 12 eingebettet sind, abgeschlos  sen.

   Um dem     Hinterpressdruck    besser standhalten zu  können, werden diese Ringe. 15 gegenseitig durch  Keile 17     verspreizt.    Die Anordnung der Nischen  kann aber auch unterbleiben und der jeweilige       Zonenabschluss    mit     Hilfe    von entsprechend kon  struierten Stahlringen erfolgen, die in geeigneter  Weise, z. B. durch     Verstemmen    mit Jute- oder  Hanfstricken, gegen die     Kernringleibung    abgedichtet  werden.  



  Nach Ablauf einer ausreichenden     Alterungszeit     für den Beton und Mörtel der Gebirgsauskleidung 9  bzw. des Kernringes 10 erfolgt die Hinterpressung  der     Kernringauskleidung,    wobei     Pumpenenddrücke     von 25 bis 30 atü zur Anwendung kommen. Die       Kernringhinterpressung    wird zwecks Erhaltung der       Vorflut    von oben nach unten mit voreilender Aus  pressung der Drainage durchgeführt.  



  Nach der Fertigstellung der     Kernringauskleidüng     in der beschriebenen Art und Weise wird die Pan  zerung eingebracht. Je nach den gegebenen Voraus  setzungen können die Rohre einzeln oder im Freien  zu Schüssen zusammengebaut in den ausgekleideten  Stollen eingefahren werden. Die einzelnen Rohre bzw.  Schüsse werden vor der Einbringung des     Bettungs-          mörtels    vermittels Bolzen, die vom Rohrinneren  durch Gewindelöcher radial gegen die abgebundene  und vorgespannte Auskleidung geschraubt werden,       auftriebsicher    abgestützt. Die Montage des Panzers  erfolgt im Schrägschacht 5 fortschreitend vom  Krümmer 7 nach oben bzw. im horizontalen Teil 5'  vom Krümmer nach aussen. Die Rohre bzw.

   Schüsse  im Schacht können innenverschweisst werden, es ist  aber auch möglich, die Verbindung mittels Innen  muffen herzustellen, die von innen     verstemmt    werden.  



  Es ist vorteilhaft, die     Vorspannung    des Pan  zers zonenweise durchzuführen. Dabei wird im Falle  der Anordnung von Nischen der mit dem Krümmer  verbundene Schuss 18, wie bereits beschrieben, ab  gestützt und an seinem freien Ende ein Ring 19  aus Winkeleisen dicht aufgebracht.

   Den zwischen  Rohr und Auskleidung verbliebenen     Hinterpressraum     20 verschliesst eine     mehrteilige    kreisringförmige  Scheibe 21, an die der Ring 19     herangeschoben    ist,  welch letzterer mittels der Keile 17     verspreizt    wird       (Fig.2).    Wenn die Nischen nicht ausgeführt wer  den, erfolgt der     Zonenabschluss    in ähnlicher Weise  durch einen entsprechend konstruierten Stahlring,  der zwecks Aufnahme des axialen     Pressdruckes    mit  dem Rohr behelfsmässig verbunden wird.

   Diese       Zonenabschlussringe    werden nach Erhärtung des           Pressmörtels    wieder abmontiert und beim nächsten  Stoss wiederholt verwendet.  



  Der     Bettungsmörtel    wird am unteren Ende des  Schusses 18 im horizontalen Panzerstollen 5' durch  die Rohrsohle eingedrückt. Nach vollständiger Fül  lung des     Hinterpressraumes    20     mit    Mörtel wird mit  Hilfe von Pumpen Zementbrei eingedrückt, bis der       vorgesehne        Bettungsdruck,    z. B. 4 bis 8 atü, erreicht  ist. Um den Ausstoss des     überschusswassers    zu ge  währleisten, werden in die     Zonenabschlussringe    im       Firstbereich        Wasserausstosshähne    eingebaut.

   Im Zuge  des     Pumpvorganges    wird das     überschusswasser    aus  gepresst. Ist die Hinterpressung, und damit die Vor  spannung des Schusses 18 beendet, werden die im       Rohrschuss    vorgesehenen     Hinterpress-    und Entlastungs  löcher durch die dort montierten Hähne abgeschlos  sen. Hierauf wird der folgende Schuss eingefahren  und das beschriebene Verfahren wiederholt. Die     Ein-          pressöffnungen    werden nach Erhärtung der     Hinter-          pressmasse        verpfropft    und verschweisst.  



  Nach Fertigstellung der Panzerung kann an die  Füllprobe geschritten und nach deren zufrieden  stellendem Ablauf der Innenanstrich aufgetragen  werden.  



  Neben seiner eindeutigen baulichen überlegen  heit besitzt die gepanzerte Auskleidung von Stollen,  Schächten, Tunnels und dergleichen Bauwerke ge  mäss der Erfindung eine grössere Gesamtsicherheit und  eine längere Lebensdauer und bedarf infolge der  Möglichkeit, die Wandstärke des Panzers geringer  zu halten, eines geringeren Baukostenaufwandes als  eine Panzerung nach den bisher üblichen Methoden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Gepanzerte Auskleidung von Stollen, Schäch ten, Tunnels oder dergleichen Bauwerken, dadurch gekennzeichnet, dass der Panzer in einer vorgespann ten Auskleidung der Ausschachtung angeordnet und gleichfalls vorgespannt ist. 1I. Verfahren zur Herstellung von gepanzerten Auskleidungen nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass in eine vorgespannte Auskleidung der Ausschachtung die Panzerung unter Belassung eines Hinterpressraumes eingebracht und zonenweise hinterpresst wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Auskleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgespannte Auskleidung der Ausschachtung in einer Kernringauskleidung (10) besteht, in welcher die Panzerung (18) unter Belas- sung eines mit Pressmass.e gefüllten Hinterpress- raumes (20) gebettet ist. 2. Auskleidung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an den Stössen der Panzerschüsse (18) Nischen (12) in der Gebirgsverkleidung (9) vorgesehen sind. 3.
    Auskleidung nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nischen mittels Kernringen (16) ausgekleidet sind und eine Tiefe aufweisen, die gleich der Stärke des Kernringes plus dessen Hinterpressraum ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass nach Fertigstellung eines Schusses des Panzers der folgende Schuss in die Auskleidung eingebracht, mit dem bereits hinterpressten Teil der Panzerung verbunden und hierauf dieser Schuss hin terpresst wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abschluss der Zonen am je weiligen freien Schussende durch Abschlussringe er folgt, die nach Erhärtung des Hinterpressmörtels de montiert und dann beim nächsten Schuss wiederholt verwendet werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass an den Abschlussringen im First bereich Hähne eingebaut werden, die zum Ausstoss von überschusswasser dienen.
CH353395D 1957-01-21 1957-01-21 Gepanzerte Auskleidung von Stollen, Schächten, Tunnels oder dergleichen Bauwerken und Verfahren zu deren Herstellung CH353395A (de)

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