CH354441A - Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten

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CH354441A
CH354441A CH354441DA CH354441A CH 354441 A CH354441 A CH 354441A CH 354441D A CH354441D A CH 354441DA CH 354441 A CH354441 A CH 354441A
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CH
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piperidyl
hydrazine
solution
preparation
hydrazine derivatives
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Inventor
Ernst Dr Jucker
Erwin Dr Rissi
Rudolf Dr Sueess
Arnold Dr Vogel
Eberhard Dr Wolff
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D211/00Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
    • C07D211/04Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D211/06Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D211/36Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D211/56Nitrogen atoms
    • C07D211/58Nitrogen atoms attached in position 4

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Hydrogenated Pyridines (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von neuen     Hydrazin-Derivaten       Es wurde gefunden, dass man zu neuen     Hydrazin-          Derivaten    der Formel I  
EMI0001.0005     
         R1    = niederes     Alkyl     R_., = H,     COOH    oder eine funktionell  abgewandelte     Carboxylgruppe     
EMI0001.0010     
    gelangen kann, indem man     (1-Alkyl-piperidyl-4)-          hydrazine    der Formel     II     
EMI0001.0014     
    mit     aliphatischen        Oxo-Verbindungen    umsetzt,

   die  entstandenen Hydrazone durch Behandeln mit reak  tionsfähigen Derivaten organischer     Carbonsäuren     der Formel     III     
EMI0001.0019     
    worin X für die     Carboxylgruppe    oder eine funk  tionell abgewandelte     Carboxylgruppe    steht,     acyliert     und aus den so entstandenen     acylierten    Hydrazonen  die     Alkylidengruppe    abspaltet. Die neuen     Hydrazin-          Derivate    tragen am gleichen Stickstoffatom eine       Acyl-    und eine     1-Alkyl-piperidyl-4-Gruppe.     



  Zur Herstellung der Hydrazone können die       (1-Alkyl-piperidyl-4)-hydrazine,    z. B.     (1-Methyl-          piperidyl-4)-hydrazin,    sowohl mit     aliphatischen        Ke-          tonen    als auch Aldehyden umgesetzt werden. Vor  zugsweise verwendet man hierfür ein bei Zimmer  temperatur flüssiges     Keton,    z. B. Aceton, wobei zur  Ausführung der Reaktion das     Hydrazin-Derivat    im       Keton    am besten unter Kühlung oder bei Zimmer  temperatur aufgelöst wird. Zur Vervollständigung  der Reaktion kann die Lösung noch eine Zeitlang  auf erhöhter Temperatur gehalten werden.

   Das ge  wünschte     Hydrazon    wird     beim    Eindampfen als Roh  produkt erhalten. Es muss zur     Acylierung    nicht  weiter gereinigt werden. Für die     Acylierung    löst man  das     Hydrazon    zweckmässig in einem     inerten    organi  schen Lösungsmittel, z. B. Chloroform,     Tetrahydro-          furan,    und versetzt     die    Lösung langsam mit dem       Acylierungsmittel,    z. B.     Acetylchlorid.    Die Reaktion       vollzieht    sich in der Kälte oder bei Zimmertempera  tur.

   Es ist     im        allgemeinen    nicht nötig, das Reaktions  gemisch zu erwärmen. Nach Entfernen der sauren  Nebenprodukte aus der Reaktionslösung kann das       acylierte        Hydrazon    durch Abdampfen des Lösungs-      mittels gewonnen und durch Destillation im Vakuum       und/oder        Umkristallisieren    gereinigt werden. Zur  Abspaltung der     Alkyliden-Gruppernüssen    Bedingun  gen gewählt werden, die die     N-Acyl-Gruppe    intakt  lassen.

   Es wurde gefunden, dass die     Alkyliden-          Gruppe    durch     alkanolischen    Chlorwasserstoff in der  Kälte oder bei     Zimmertemperatur    glatt abgespalten  wird, ohne dass die N     Acyl-Gruppe    angegriffen wird.  



  Die nach dem     vorliegenden    Verfahren erhält  lichen neuen     w-(1        Alkyl-piperidyl-4)-aracyl-hydrazine     sind     basische    Verbindungen, die mit anorganischen  oder organischen Säuren beständige, bei Zimmer  temperatur kristallisierte Salze bilden. Sie lassen sich  auf sehr mannigfaltige Art verwenden.

   Es sind sehr  reaktionsfähige     Keto-Reagentien.    Sie bilden mit Al  dehyden oder     Ketonen    Hydrazone, die dank der ba  sischen     Piperidin-Komponente    mit Säuren bei  Zimmertemperatur kristallisierte Salze bilden kön  nen, was den Nachweis von     Ketogruppen    ermöglicht  in Fällen, wo     Phenylhydrazin    und seine     Substitutions-          produkte    keine kristallisierten Hydrazone liefern.  Ferner sind die neuen     Hydrazin-Derivate    als Zwi  schenprodukte für die Herstellung von Medikamen  ten zu verwenden. In den nachfolgenden Beispielen  sind die Temperaturen in Celsius-Graden angegeben.

         Schmelz-    und Siedepunkte sind     unkorrigiert.     



  <I>Beispiel 1</I>       (,)-(1-Methyl-piperidyl-4)-co-acetyl-hydrazin     100 g     (1-Methyl-piperidyl-4)-hydrazin    werden in  300 cm-' Aceton unter     Kühlung    gelöst und die Lö  sung 1/2 Stunde am     Rückfluss    zum Sieden erhitzt.  Eindampfen der Lösung im Vakuum     liefert    das       co        -(1-Methyl-piperidyl-4)-d-isopropyliden-hydrazin     in quantitativer Ausbeute. Es kristallisiert beim     Ab-          kühlen    in Nadeln. Das Rohprodukt wird nicht  weiter gereinigt, sondern gleich     acetyliert.     



  Die Lösung von 112,7 g     co-(1-Methyl-piperidyl-          4)-co'-isopropyliden-hydrazin    in 200     cm3        Chloroform     wird unter     Rühren    und Kühlung (Innentemperatur  0-10 ) tropfenweise mit 52     cm3        Acetylchlorid     versetzt.

   Nach beendeter Zugabe wird die Lösung  noch 4 Stunden ohne Kühlung weiter gerührt, dann       auf        0         abgekühlt,        mit        20%iger,        eiskalter        Natron-          lauge    gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und'  im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird im  Hochvakuum fraktioniert. Nach einem kleinen Vor  lauf geht     co-(1-Methyl-piperidyl-4)-co-aeetyl-co'-iso-          propyliden-hydrazin    unter 0,4 mm     Hg    bei 115 bis  117  über.  



  Zur Charakterisierung kann eine Probe des  Destillats mit     methanolischer    Salzsäure ins     Hydro-          chlorid        übergeführt    werden, das, aus     Äthanol-          Aceton-Äther    umkristallisiert, oberhalb 160  unter  starker Zersetzung (Schaumbildung)     schmilzt.    Nach  der Analyse handelt es sich um das     Dihydrochlorid.     



  64,5 g     a)-(1-Methyl-piperidyl-4)-co-acetyl-o"'-iso-          propyliden-hydrazin        werden        in        300        cm3        90%igem     Äthanol gelöst, und     in    die Lösung unter Eiskühlung    Chlorwasserstoff eingeleitet, bis zur stark sauren  Reaktion auf Kongopapier. Darauf wird die Lösung  1 Stunde bei Zimmertemperatur stehengelassen,  dann im Vakuum eingedampft (ohne stark zu erwär  men), bis starke Kristallisation einsetzt. Beim Stehen  entsteht nach kurzer Zeit ein fester Kuchen.

   Das  Hydrochlorid wird     abfiltriert,    mit Äther gewaschen,  und im Vakuum getrocknet, dann in Chloroform       aufgeschlämmt        und        mit        20%iger,        eiskalter,        mit     Kochsalz gesättigter Natronlauge die Base frei  gesetzt. Die mit Natriumsulfat getrocknete     Chloro-          formschicht    wird im Vakuum eingedampft. Der  Rückstand wird aus     Äther-Petroläther    kristallisiert.  Reines     co-(1-Methyl-piperidyl-4)-w-acetyl-hydrazin     schmilzt bei 74-76 .  



  <I>Beispiel 2</I>        )-(1-Methyl-piperidyl-4)-c,)-diäthylacetyl-hydrazin     Die Lösung von 52,06 g     w-(1-Methyl-piperidyl-          4)-w        =isopropyliden-hydrazin    (Herstellung s. Bei  spiel 1, 1.

   Absatz) in 250     cm3    Chloroform wird  unter Rühren und Kühlung tropfenweise mit 42,0 g       Diäthylessigsäurechlorid    versetzt, dann die Lösung  ohne Kühlung 21/2 Stunden weiter gerührt, darauf       auf        0         abgekühlt,        mit        20%iger,        eiskalter        Natron-          lauge    gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und  im Vakuum eingedampft.

   Der Rückstand wird im  Hochvakuum     fraktioniert:    Nach einem kleinen  Vorlauf geht unter 0,4 mm     Hg    bei 130-132        co-(1-Methyl-piperidyl-4)-u>-diäthylacetyl-co        =isopro-          pyliden-hydrazin    über.  



  20,72 g der     Isopropylidenverbindung    werden in       100        cm3        90        %        igem        Äthanol        gelöst,        und        in        die        Lö-          sung    unter Eiskühlung Chlorwasserstoff eingeleitet  bis zur stark sauren Reaktion auf Kongopapier.  Nach einstündigem Stehen bei     Zimmertemperatur     wird die Lösung im Vakuum eingedampft (Wasser  badtemperatur 40 ), wobei ein dickes Öl zurück  bleibt.

   Dieses wird in Chloroform aufgenommen und       mit        20        %        iger,        eiskalter,        mit        Kochsalz        gesättigter     Natronlauge die Base freigesetzt. Die mit Natrium  sulfat getrocknete     Chloroformschicht    wird im Va  kuum eingedampft. Der Rückstand wird aus     Äther-          Petroläther        umkristallisiert.    Reines     (".)-(1-Methyl-          piperidyl-4)-W-diäthylacetyl-hydrazin    schmilzt bei  121-124 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin- Derivaten der Formel I EMI0002.0128 R1 = niederes Alkyl R2 = H, COOH oder eine funktionell abgewandelte Carboxylgruppe EMI0003.0006 dadurch gekennzeichnet, dass man (1-Alkyl-piperi- dyl-4)-hydrazine der Formel 1I EMI0003.0010 mit aliphatischen Oxo-Verbindungen umsetzt,
    die entstandenen Hydrazone durch Behandeln mit reak tionsfähigen Derivaten organischer Carbonsäuren der Formel III EMI0003.0017 worin X für die Carboxylgruppe oder eine funk tionell abgewandelte Carboxylgruppe steht, acyliert und aus den so entstandenen acylierten Hydrazonen die Alkylidengruppe abspaltet.
CH354441D 1958-05-06 1957-06-12 Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten CH354441A (de)

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