CH354443A - Verfahren zur Herstellung von Thiazolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiazolen

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CH354443A
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Leuna Werke Veb
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  Verfahren zur Herstellung von     Thiazolen       Es ist bekannt,     Thiazole    durch Kondensation  von     a-Halogenketonen    bzw.     a-Halogenaldehyden    mit       Thioamiden    herzustellen.  



  Es wurde gefunden, dass     Thiazole    mit einfachen  Mitteln und in guten Ausbeuten erhalten werden,  wenn     d-2,3-    oder     d-3,4-Thiazoline,    deren einfach  gebundene     Kohlenstoffatome    mindestens je 1 Wasser-         stoffatom    tragen, einer     Dehydrierung    unterworfen  werden. Dabei sind die     d-3,4-Thiazoline    nach neueren  Verfahren leicht zugänglich, während die     d-2,3-          Thiazoline    nach älteren Verfahren gewonnen werden  können.  



  Die     Dehydrierung    kann wie folgt formuliert wer  den:  
EMI0001.0016     
         R1,        R2    und     R,    können z. B. Wasserstoffatome  oder     Alkyl-,        Aralkyl-,        Aryl-    oder     Cycloalkylreste     sein;     R1    und     R2    können auch ringartig miteinander  verbunden sein. Die     Substituenten    können ausserdem  funktionelle Gruppen tragen, soweit diese nicht von  dem jeweils verwendeten     Dehydrierungsmittel    ver  ändert werden.  



  Als     Dehydrierungsmittel    kommen praktisch alle  bekannten Oxydationsmittel in Frage, wie z. B.     Chro-          mate,        Permanganat,    Wasserstoffsuperoxyd,     Eisen-III-          chlorid    und     Cu-II-Salze.    Besonders gute Ausbeuten  werden mit gepulvertem Schwefel erzielt, wie über  haupt die milden Oxydationsmittel, z. B. auch das         Kaliumferricyanid,    am besten geeignet sind. Die De  hydrierungen werden zweckmässig in schwach saurem  Medium durchgeführt.

   Die     Dehydrierung    wird natür  lich je nach der Art des     Dehydrierungsmittels    ver  schieden     vorgenommen.    So kommt man bei Schwefel  ohne Lösungsmittel aus, während in anderen Fällen  am besten in wässriger oder alkoholischer Lösung  gearbeitet wird.  



  <I>Beispiel 1</I>  87g     Thiazolin-d-3,4    werden     mit    32 g     gepulver-          tem    Schwefel gemischt und auf 100 bis 11S  C erhitzt.  Es setzt eine stürmische     Schwefelwasserstoffentwick-          lung    ein. Nach deren Beendigung wird das Reaktions-           produkt    der     Destillation    unterworfen. Das erhaltene       Thiazol    destilliert bei 117 C.

   Die Ausbeute beträgt       81        g,        entsprechend        95        %        d.        Th.        Das        Pikrat        weist     einen Schmelzpunkt von 159 bis 160 C auf.  



  <I>Beispiel 2</I>  129 g     5-Methyl-4-äthyl-thiazolin-J-3,4    werden  in wässriger, schwach schwefelsaurer Suspension mit  einer konzentrierten Lösung von 319g Kupfersulfat  tropfenweise versetzt. Das Reaktionsgemisch wird  auf 60 bis 70  C erhitzt. Nach beendeter     Dehydrie-          rung,    gekennzeichnet durch die     Entfärbung    des       Kupfersulfates,    wird das Reaktionsgemisch schwach  alkalisch gemacht und     ausgeäthert.    Nach dem Ver  dampfen des Äthers destilliert das     5-Methyl-4-äthyl-          thiazol    bei 169 bis 170  C.

   Die Ausbeute beträgt       91        g,        entsprechend        70        %        d.        Th.        Das        Pikrat        weist     einen Schmelzpunkt von 127 bis 128  C auf.  



  <I>Beispiel 3</I>  129 g     5-Methyl-4-äthyl-thiazolin-A-3,4    werden  bei einer Reaktionstemperatur von 60 bis 70  C  tropfenweise mit einer gesättigten, schwach schwefel  sauren Lösung von 458 g     Kaliumcyanoferrat-(11I)     versetzt. Das Reaktionsgemisch wird nach beendeter       Dehydrierung,    erkenntlich daran, dass nur noch     Ka-          liumcyanoferrat-(II)        vorliegt,    schwach alkalisch ge  macht und     ausgeäthert.    Nach dem Verdampfen des  Äthers destilliert das     5-Methyl-4-äthyl-thiazol    bei 169  bis 170  C.

   Die Ausbeute beträgt 101,5 g,     entspre-          chend        80        %        d.        Th.        Der        Schmelzpunkt        des        Pikrates     beträgt 127 bis 128  C.  



  <I>Beispiel 4</I>  129 g     2,4,5-Trimethyl-thiazolin-J-3,4    werden in  200     cm3    absolutem Äthanol gelöst und bei einer  Temperatur von 60 bis 70  C tropfenweise mit einer  Lösung von 325 g wasserfreiem     FeCl3    in absolutem  Äthanol versetzt. Nach beendeter Reaktion wird das  salzsaure Produkt     ausgeäthert.    Die     wässrige    Mutter  lauge     wird    anschliessend alkalisch gemacht und eben  falls     ausgeäthert.    Dieser Ätherextrakt wird neutral  gewaschen und der Äther abgedampft.

   Bei der an  schliessenden Destillation     destilliert    das     2,4,5-Tri-          methyl-thiazol    bei 57  C/12 mm. Die Ausbeute be-         trägt        108        g,        entsprechend        85        %        d.        Th.        Das        Pikrat     weist einen Schmelzpunkt von 133  C auf.  



  <I>Beispiel 5</I>  101 g     2-Methyl-thiazolin-J-2,3    werden mit 32 g  gepulvertem Schwefel gemischt und auf 100 bis  110 C erhitzt. Nach Beendigung der stürmischen       Schwefelwasserstoffentwicklung    wird das Reaktions  produkt der Destillation unterworfen. Bei 127 bis  128 C destilliert das     2-Methyl-thiazol.    Es wird mit  einer Ausbeute von 94 g erhalten, entsprechend       95%        d.        Th.        Das        Pikrat        weist        einen        Schmelzpunkt     von 153 C auf.  



  <I>Beispiel 6</I>  115 g     2,4-Dimethyl-thiazolin-J-2,3    werden     lang-          sam        mit        115        cm3        30        %        iger        Wasserstoffsuperoxyd-          lösung    versetzt. Nach beendeter Selbsterwärmung,  die man nicht höher als auf 60 bis 70  C ansteigen  lässt, wird     ausgeäthert.    Der Äther wird     abdestilliert     und der Rückstand der Destillation unterworfen. Das       2,4-Dimethyl-thiazol    destilliert bei 148 bis 151 C.

         Die        Ausbeute        beträgt        84        g,        entsprechend        75        %        d.        Th.     Der Schmelzpunkt des     Pikrats    beträgt 172  C.  



  <I>Beispiel 7</I>  2,5 g     5-Methyl-4-äthyl-2-phenyl-thiazolin-J-3,4     werden in einer geringen Menge Wasser suspendiert  und bei 70 bis 80  C tropfenweise mit einer gesättig  ten, schwach schwefelsauren Lösung von 98g     Ka-          liumbichromat    versetzt.

   Nach beendeter     Dehydrie-          rung,    angezeigt durch die vollständige Grünfärbung  des Reaktionsproduktes durch entstandene     Chrom-          (111)-salze,    wird das Reaktionsgemisch schwach alka  lisch gemacht und     ausgeäthert.    Nach dem Verdamp  fen des Äthers destilliert das     5-Methyl-4-äthyl-2-          phenyl-thiazol    bei     140     C.

   Die Ausbeute beträgt 142 g,       entsprechend        70        %        d.        Th.        Das        Pikrat        weist        einen     Schmelzpunkt von 183 bis 184  C auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Thiazolen, dadurch gekennzeichnet, dass J-2,3- oder J-3,4-Thiazoline, deren einfach gebundene Kohlenstoffatome minde stens je 1 Wasserstoffatom tragen, einer Dehydrierung unterworfen werden.
CH354443D 1956-12-29 1957-05-14 Verfahren zur Herstellung von Thiazolen CH354443A (de)

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DE354443X 1956-12-29

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