CH354451A - Verfahren zur Herstellung von polyquaternären N-Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von polyquaternären N-Verbindungen

Info

Publication number
CH354451A
CH354451A CH354451DA CH354451A CH 354451 A CH354451 A CH 354451A CH 354451D A CH354451D A CH 354451DA CH 354451 A CH354451 A CH 354451A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
compounds
polyquaternary
preparation
water
aftertreatment
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Dr Taube
Klaus Dr Boeckmann
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Publication of CH354451A publication Critical patent/CH354451A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von polyquaternären N-Verbindungen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von polyquaternären N Verbindungen; das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein ditertiäres Äthylendiamin mit einer aliphatischen Dihalogenverbindung in molarem Mengenverhältnis bei Temperaturen nicht über   95O C    ohne Anwendung organischer Lösungsmittel umsetzt.



   Als ditertiäres Äthylendiamin sei vor allem 1,2 Bis-(dimethylamino)-äthan genannt; geeignete aliphatische Dihalogenverbindungen sind insbesondere solche, deren Kohlenstoffkette durch ein Heteroatom unterbrochen ist oder die in ununterbrochener Kohlenstoffkette nicht mehr als 4-Kohlenstoffatome enthalten, z. B.   2,2'-Dichlor-diäthyläther,    N,N'-Bis-(2-chlor äthyl)-harnstoff,   1,3-Dibrom-propan    sowie vor allem   1, 4-Dichlorbutan    oder   1,4-Dibrom-butan.   



   Die erfindungsgemäss hergestellten polyquaternären N-Verbindungen können zur Nachbehandlung von Direktfärbungen dienen. Sie können zur Herstellung haltbarer Nachbehandlungsmittel verwendet werden. Zu diesem Zweck werden sie in Form wässriger Lösungen zweckmässig mit wasserlöslichen Sulfaten, z. B. Ammoniumsulfat, versetzt; sie können auch gemeinsam mit Metallverbindungen eingesetzt werden, wie sie zur Nachbehandlung von Direktfärbungen benutzt werden, beispielsweise mit Kupfersulfat oder mit wasserlöslichen komplexen Kupfersalzen.



   Beispiel 1
Eine Mischung aus 11,6 g   1,2-Bis-(dimethyl-    amino)-äthan und 14,3 g   2,2'-Dichlor-diäthyläther    wird etwa 4 Stunden auf 90 bis 95o erhitzt.



   Zur Herstellung eines haltbaren Nachbehandlungsmittels wird das erhaltene Umsetzungsprodukt in 50   cms    Wasser gelöst und die Lösung wird nach Zugabe von 30 g Ammoniumsulfat mit Wasser auf ein Gesamtgewicht von 140 g gebracht.



   Beispiel 2
Eine Lösung von 23,2 g 1   ,2-Bis-(dimethylamino)-    äthan in 20   cm3    Wasser wird mit 40,4 g 1,3-Dibrompropan versetzt und unter Rühren etwa 6 Stunden auf 90 bis   95O    erhitzt.



   Zur Herstellung eines haltbaren Nachbehandlungsmittels wird die erhaltene Reaktionslösung mit
100   cm5    Wasser verdünnt, mit 60 g Ammoniumsulfat versetzt und mit Wasser auf ein Gesamtgewicht von 280 g gebracht.



   Beispiel 3
Eine Mischung aus 11,6 g   1 ,2-Bis-(dimethyl-    amino)-äthan und 12,7 g   1,4-Dichlor-butan    oder der äquivalenten Menge   1, 4-Dibrom-butan    wird etwa 40 Stunden auf 90 bis   95o    erhitzt.



   Zur Herstellung eines haltbaren Nachbehandlungsmittels wird das erhaltene Umsetzungsprodukt   dann    in 50   cm3    Wasser gelöst und die Lösung wird unter Zusatz von 30 g Ammoniumsulfat mit Wasser auf ein Gesamtgewicht von 140 g gebracht.



   Die Verwendung der gemäss den Beispielen 1 bis 3 erhaltenen Mittel zur Nachbehandlung von Direktfärbungen kann z. B. in folgender Weise vor sich gehen: Eine   2 0/obige    Färbung mit dem Farbstoff Nr. 10 der Tabelle des deutschen Patentes Nr. 237742 auf Baumwolle wird im Flottenverhältnis   1 : 20    bei Raumtemperatur   1A    Stunde in einem Bad nachbehandelt, das im Liter 3 g einer der angegebenen Lösungen enthält. Die Nassechtheiten sind dann erheblich verbessert.



   Analog können Färbungen mit dem Farbstoff nach Beispiel 2 des französischen Patentes Nummer 646679 oder Färbungen mit Benzolichtrot 8 BL (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl. [1931], Nr. 566) nachbehandelt werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von polyquaternären N-Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein ditertiäres Äthylendiamin mit einer aliphatischen Dihalogenverbindung in molarem Mengenverhältnis bei Temperaturen nicht über 95o C ohne Anwendung organischer Lösungsmittel umsetzt.
    II. Verwendung der nach Patentanspruch I hergestellten polyquaternären N-Verbindungen zur Herstellung haltbarer Nachbehandlungsmittel.
CH354451D 1957-01-19 1958-01-08 Verfahren zur Herstellung von polyquaternären N-Verbindungen CH354451A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE354451X 1957-01-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH354451A true CH354451A (de) 1961-05-31

Family

ID=6288595

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH354451D CH354451A (de) 1957-01-19 1958-01-08 Verfahren zur Herstellung von polyquaternären N-Verbindungen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH354451A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH354451A (de) Verfahren zur Herstellung von polyquaternären N-Verbindungen
DE924511C (de) Verfahren zum Verbessern von Echtheitseigenschaften von Faerbungen oder Drucken, hergestellt aus wasserloeslichen Farbstoffen
AT201027B (de) Nachbehandlungsmittel
DE1111144B (de) Nachbehandlungsmittel fuer Direktfaerbungen
CH635856A5 (de) Neue disazofarbstoffe und deren herstellung.
DE704288C (de) Verfahren zur Verbesserung der Echtheitseigenschaften von Faerbungen mit substantiven Farbstoffen auf Cellulosefasern
DE534638C (de) Verfahren zur Herstellung von Stammloesungen von 2íñ3-Oxynaphthoesaeurearyliden zum Faerben
DE699406C (de) Desinfektions- und Konservierungsmittel
CH235027A (de) Beständiges Präparat zum Färben und Drucken von Textilstoffen.
AT217160B (de) Mittel zum Färben von menschlichen Haaren
DE1104926B (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Direktfaerbungen mit quartaeren Polyalkylenpolyaminen
DE485894C (de) Verfahren zur Erzeugung echter Faerbungen auf der Faser
DE2906805B2 (de) Konzentrierte, lagerstabile Lösungen von Kupplungskomponenten für die Eisfarbenfärberei, deren Herstellung und Verwendung Hoechst AG, 6000 Frankfurt
DE652818C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE556475C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE727287C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Monoazofarbstoffen
DE556477C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE741219C (de) Verfahren zum Faerben der tierischen Faser mit komplexen Metallverbindungen von beizenziehenden Azofarbstoffen aus schwefelsaurem Bade
CH218073A (de) Verfahren zur Herstellung von Terpinhydrat.
AT201024B (de) Verfahren zum Verküpen von Küpenfarbstoffen
DE1107186B (de) Verfahren zur Erzeugung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen auf pflanzlichen Fasern und auf Fasern aus regenerierter Cellulose
DE767677C (de) Verfahren zur Verbesserung der Echtheitseigenschaften von Faerbungen mit substantiven Farbstoffen auf Cellulosefasern
DE2635158B2 (de) Disazo-Reaktivfarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung zum Färben und Bedrucken von cellulosehaltigen Fasern
DE1419847C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Azo- oder Antrachinonreaktivfarbstoffen
DE719246C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Farbstoffen