CH354638A - Muffen-Rohrverbindung mit elektrischer Überbrückung - Google Patents

Muffen-Rohrverbindung mit elektrischer Überbrückung

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CH354638A
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Heinrich Dipl Ing Stampfli
Zinkl Wilhelm
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Von Roll Ag
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Description


      Muffen-Rohrverbindung        mit        elektrischer        Überbrückung       Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf eine       Muffen-Rohrverbindung,    bei der zur     Ermöglichung     einer ununterbrochenen, elektrisch leitenden Verbin  dung zwischen den zu verbindenden Rohren im Ring  raum zwischen der Innenseite des     Muffenendes    des  einen und der Aussenfläche des andern Rohres ein  elektrisch leitendes Kontaktorgan und ein Dichtungs  ring aus gummielastischem Material angeordnet     sind.     



  Im Erdboden verlegte, metallische Wasserleitun  gen dienen ausser ihrem Hauptzweck auch     als    wirk  same und wirtschaftliche Erdung für elektrische An  lagen. Ein ausgedehntes, metallisch zusammenhängen  des Wasserleitungsnetz, beispielsweise aus     Gussröhren,     bietet volle Gewähr für eine gute Erdung. Die Ein  führung von     Schraubmuffen    mit Dichtungsringen, um  eine beschränkte     Auslenkung    der Rohrleitungen zu  ermöglichen, brachte jedoch gewisse Schwierigkeiten  in der elektrischen Überbrückung und der durch  gehenden elektrischen Verbindung im ganzen Lei  tungsnetz, die auch durch die bereits bisher verwen  deten Kontaktorgane nicht restlos behoben werden  konnten.  



  Mit der Erfindung wird die Behebung dieser  Schwierigkeiten angestrebt. Sie ist dadurch gekenn  zeichnet, dass das elektrisch leitende, ringförmig aus  gebildete     Kontaktorgan    an seinem Umfang nur par  tienweise Kontaktstellen aufweist.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des  Erfindungsgegenstandes dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt zwei Rohrenden mit den zur Verbin  dung notwendigen Teilen vor der Verschraubung.  



       Fig.    2 stellt einen     Längsschnitt    durch eine ver  schraubte     Muffen-Rohrverbindung    dar, mit einem  Kontaktorgan gemäss     Fig.    3.  



       Fig.    3 ist ein Kontaktorgan in Form eines     verwun-          denen        Vierkantstabes.            Fig.    4 zeigt ein     Kontaktorgan    in Form von mitein  ander verdrillten Drähten.  



       Fig.    5 stellt ein Kontaktorgan dar in Form einer  Kette.  



       Fig.    6 und 7 sind     Kontaktorgane    in Form von  Kugelringen.  



       Fig.    8 zeigt ein     Kontaktorgan,    bei dem die Kon  taktelemente als Nieten ausgebildet sind.  



       Fig.    9 ist ein zu     Fig.    2 analoger Schnitt mit einem       Kontaktorgan    gemäss     Fig.    B.  



  In den     Fig.    1 und 2 ist eine     Schraubmuffen-Rohr-          verbindung    dargestellt, in der das Ende des einen  Rohres 1     eine    Muffe 2     aufweist    und mit diesem ein       einziges    Stück bildet. Im     Muffeninneren    ist ein     Innen-          gewinde    vorhanden, in das ein     Schraubring    3 ein  gewindet werden     kann,    welcher über das Ende des  zu verbindenden Rohres 4 gesteckt wird.

   Zwischen  dem Ende dieses     üblicherweise    aus Gusseisen beste  henden -Rohres 4 und dem     Schraubring    3 befindet  sich ein     Dichtungsring    5 aus     gununielastischem    Ma  terial, beispielsweise Gummi, ein     Wärmeschutzring    6  und ein Kontaktring 7. Der     Wärmeschutzring    kann  beispielsweise aus Isoliermaterial bestehen. Der Kon  taktring 7 ist an einer Stelle     aufgeschlitzt,    damit er  sich den     Toleranzen    der Rohre gut anpassen kann.  Dieser Schlitz     kann    auch beim     Wärmeschutzring    vor  handen sein.

   Der Kontaktring 7     liegt        im    montierten  Zustand     (Fig.    2) am Umfang     partienweise    gegen die       Rohrwandungen    an und bewirkt dadurch eine elek  trisch leitende Verbindung zwischen den beiden Roh  ren 1 und 4.  



  Gemäss den     Fig.    3 bis 8     kann    der     Kontaktring    7  verschiedenartig ausgebildet sein. In     Fig.    3 ist eine  Ausführungsform dargestellt, bei welcher der     Kon-          taktring    aus einem mehrfach verwundenen,     ringförmig     gebogenen     Vierkantstab    besteht. Anstelle eines Sta-           bes    mit viereckigem Querschnitt könnte auch ein  Stab mit dreieckigem, fünf- oder mehreckigem Quer  schnitt treten.

   Der Stromübergang erfolgt hierbei  durch die Kanten des     Kontaktringes,    die beim An  ziehen des     Schraubringes    3 einen guten Kontakt so  wohl an der     Muffeninnenwand    als auch an der Rohr  aussenwand des anderen Rohres mit sich bringen.  



  Eine weitere Variante eines Kontaktringes ist in       Fig.    4 dargestellt, wobei hier zwei oder mehr mitein  ander verdrillte     Drähte    vorhanden     sind,    so dass das  Ganze eine Art Drahtseil bildet.  



  Gemäss     Fig.    5 könnte der Kontaktring auch die  Form einer Kette haben, deren bewegliche Glieder be  liebig gestaltet sein können. Die einzelnen Kettenglie  der passen sich kleinen Unebenheiten an den Rohr  wandungen, wie sie etwa durch das Giessen entstehen  können, gut an.  



  Eine weitere Ausführungsvariante des Kontakt  ringes besteht darin, dass dieser gemäss den     Fig.    6 und  7 als Kugelring ausgebildet ist. Der Stromübergang       erfolgt    dabei durch Metallkugeln 8, die durch einen  Kugelkäfig 9 voneinander     distanziert    gehalten wer  den. Das Material des Kugelkäfigs kann dabei aus  Metall oder nichtmetallischem Werkstoff bestehen.  



  Der     Kontaktring    7 könnte anstelle von Kugeln 8  auch Nieten 10 oder     Klammern    tragen, die im Halte  ring nicht beweglich befestigt sind, wie dies in     Fig.    8  dargestellt ist. Diese Nieten oder Klammern werden in  einem geraden Band aus     wärmeisolierendem,    elek  trisch nichtleitendem und gegen die     Durchflussflüssib          keit    widerstandsfähigem Material in gewissen Abstän  den voneinander     angebracht,    und erst beim Einbau  wird das Band in die ringförmige - in der Zeichnung  gestrichelte - Lage gebracht.  



  In     Fig.    9 ist eine     Schraubmuffen-Rohrverbindung     mit einem Kontaktring     gemäss        Fig.    8 in montiertem  Zustand dargestellt. 1m Gegensatz zur Verbindung  gemäss     Fig.2    kommt man hier ohne Wärmeschutz  ring zwischen dem Kontaktring und der Dichtung aus.  Dies     bedingt    jedoch, dass der Dichtungsring an seinen  Schmalseiten mit Schutzkarten versehen ist.  



  Diese beschriebenen     Schraubmuffen-Rohrverbin-          dungen    sind nach dem Zusammenbau innerhalb be  stimmter Grenzen     auslenkbar,    und zwar - was be  sonders wichtig ist- ohne dass deswegen die elek  trische Verbindung     darunter    leidet.  



  Der Kontaktring gemäss den beschriebenen Aus  führungsformen bildet eine     vorteilhafte    Abstützung  des in der Muffe     eingesetzten    Rohres. Namentlich bei  grossen Nennweiten und damit verbundenen bedeuten  den Rohrgewichten wirkt sich dies in einer Entlastung  des Dichtungsringes aus. Auch die Verlegung und der  Zusammenbau der Verbindung wird durch die be  schriebene Anordnung und Ausbildung des Kontakt  ringes wesentlich     erleichtert.    Ein weiterer Vorteil der  vorliegenden Rohrverbindung besteht     darin,    dass  durch die besondere Ausbildung des Kontaktringes  keine spanabhebende Bearbeitung des     Schraubringes     notwendig ist, wie das bei bekannten Kontaktringen  unerlässlich ist.

      Da mit der Möglichkeit gerechnet werden muss,  dass beispielsweise     bei    ungewollt vorkommenden     Erd-          schlüssen,    Blitzschlägen usw. grosse Ströme durch die  Rohre fliessen, so dass eine starke Erwärmung des  Kontaktringes erfolgt, ist es wichtig, dass dieser Kon  taktring ständig durch die das Rohr durchfliessende  Flüssigkeit gekühlt wird. Dadurch kann vermieden  werden, dass sich eine solche     ällfällige    Erwärmung auf  das Dichtungsmaterial überträgt und es allenfalls zer  stören kann, was umständliche und teure Reparatur  arbeiten bedingen würde.  



  Der Werkstoff des Kontaktringes muss so hart  sein, dass er bei     Rohrauslenkungen    nicht wesentlich       deformiert    wird. Sofern dafür nicht korrosionsfestes       Material,    beispielsweise rostfreier Stahl,     gewählt    wird,  können solche Kontaktringe durch Verzinken oder  ähnliche Überzüge gegen Rost geschützt werden.  



  Die Anordnung der Kontakte im     Muffengrund    hat  ausserdem den Vorteil, dass dieser vor allen Boden  verunreinigungen und speziell vor     aggressiven    Böden  geschützt ist.  



  Anstelle von     Schraubmuffen-Rohiverbindungen     könnte die Verbindung zwischen den Rohren auch  durch Hakenschrauben hergestellt werden, wobei diese  Schrauben am Umfange eines ringförmigen Druckflan  sches angeordnet werden. Der innerste, axial vor  stehende Teil dieses     Druckflansches    drückt dabei auf  den Dichtungsring, und die Hakenschrauben greifen  an einem Ringansatz der Muffe an. Im übrigen ent  spricht die Anordnung und Ausbildung der Kontakt  organe den beschriebenen     Schraubmuffen-Rohrverbin-          dungen.     



  Es wäre auch denkbar, dass für den Dichtungs  ring ein elektrisch leitfähiges Material verwendet  würde, beispielsweise elektrisch leitender Gummi.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Muffen-Rohrverbindung, bei der zur Ermögli chung einer ununterbrochenen, elektrisch leitenden Verbindung zwischen den zu verbindenden Rohren im Ringraum zwischen der Innenseite des Muffenendes des einen und der Aussenfläche des andern Rohres ein elektrisch leitendes Kontaktorgan und ein Dichtungs ring aus gummielastischem Material angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrisch leitende, ringförmig ausgebildete Kontaktorgan an seinem Um fang nur partienweise Kontaktstellen aufweist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Muffen-Rohrverbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktorgan zwi- schen Muffengrund und Dichtungsring angeordnet ist. 2. Muffen-Rohrverbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktorgan als Kette mit beweglichen Gliedern ausgebildet ist. 3. Muffen-Rohrverbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktorgan ein ringförmig gebogener, verwundener Me'hrkantstab ist.
    4. Muffen-Rohrverbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktorgan ein Ring aus einer Mehrzahl miteinander verdrillter Drähte ist. 5. Muffen-Rohrverbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktorgan als Kugelring mit metallischen Kugeln ausgebildet ist. 6. Muffen-Rohrverbindung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktorgan aus einem ringförmigen Halteteil besteht, in welchem von einander distanzierte, den elektrischen Strom leitende Kontaktelemente eingesetzt sind.
CH354638D 1957-10-22 1957-10-22 Muffen-Rohrverbindung mit elektrischer Überbrückung CH354638A (de)

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