CH425373A - Elektrische Überbrückvorrichtung an einer gummigedichteten Rohrverbindung - Google Patents
Elektrische Überbrückvorrichtung an einer gummigedichteten RohrverbindungInfo
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Description
Elektrische Überbrückvorrichtung an einer gummigedichteten Rohrverbindung Bei den gas- oder wasserführenden, im Boden verlegten Leitungen aus metallischen Rohren, ins besondere aus gusseisernen Rohren, werden in der Regel gummigedichtete Rohrverbindungen verwen det. Meistens übergreift dabei das eine Rohrende mit einer glockenartigen Erweiterung (Muffe) das glatte Ende des Nachbarrohres, und in der dadurch gebildeten ringförmigen Kammer ist ein Gummiring untergebracht, der die Verbindungsstelle abdichtet und in einem gewissen Grade gelenkig gestaltet.
Da dieser Gummiring die metallische Verbindung der aneinanderstossenden Rohre unterbricht, kann die Leitung nicht als Weg für den elektrischen Strom benutzt werden. Das ist in manchen Fällen von Nachteil, z. B. dann, wenn man die Rohrleitung als Erdleitung für Starkstromanlagen verwenden oder mittels des elektrischen Stromes erwärmen möchte, um ein Einfrieren des hindurchgeleiteten Wassers zu verhindern bzw. das gefrorene Wasser aufzutauen. Ähnliches gilt für den Schutz der Rohre gegen vaga bundierende Ströme.
Es sind zur Beseitigung dieses Nachteiles schon verschiedene Vorschläge gemacht worden, um die Rohrverbindungen elektrisch zu überbrücken, damit der Strom ungehindert die Leitung durchfliessen kann. Jedoch entsprechen die bekannten Einrichtungen nicht allen Anforderungen, die in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht an sie gestellt werden müs sen. Beispielsweise hat man einen stromüberbrücken den Kupferring oder einzelne Streifen mit dem Gummidichtungsring verbunden, so dass sich die elek trische überbrückung innerhalb der Dichtungskam mer befindet.
Abgesehen von der komplizierten Her stellung eines solchen Verbundringes können auf diese Weise die Rohre nur beim Herstellen der Ver bindung auf der Baustelle auch in elektrischen Kon takt miteinander gebracht werden. Bei bereits ver- legten Leitungen müssten die Rohre wieder vonein ander getrennt werden, um eine elektrische L7ber- brückung einzubauen. Es ist ferner nicht möglich, von aussen die vorschriftsmässige Lage der über brückungselemente zu überprüfen. Treten im Betrieb Störungen bei der Weiterleitung des elektrischen Stro mes auf, so ist ein Ausbau der Rohre wiederum unvermeidlich.
Andere Vorschläge verwenden meh rere Kupferstreifenpaare, die an dem einen Ende mit dem glatten Spitzende bzw. mit der Muffe ver schweisst und am anderen Ende miteinander ver schraubt sind. Besonders für dünnwandige Rohre eignet sich diese Überbrückung nicht, weil durch die Schweisshitze das Rohrmaterial und die Rohr isolierung angegriffen werden können.
Die Erfindung überwindet diese Mängel der bis herigen elektrischen Überbrückungsvorrichtungen an einer gummigedichteten Verbindung metallischer Rohre und besteht darin, dass auf jedem Rohrende ein einseitig offener Kontaktbügel aus korrosions beständigem Werkstoff mittels ebensolchen Klemm- mitteln befestigt ist, in den Kabelschuhe für ein die Rohre galvanisch verbindendes, elektrisches Kabel eingesetzt sind. Zweckmässig umfasst der Kontakt bügel das zugehörige Rohr etwa zur Hälfte des Umfangs und läuft in zwei etwa gradlinig verlaufende Schenkel aus, in die Klemmschrauben etwa radial zur Rohrachse eingesetzt sind.
Die Kontaktbügel können aus giessfähigem Werkstoff, insbesondere aus sphärolitischem Gusseisen bestehen. Die Kabelschuhe werden zweckmässig beim Giessen der Bügel ein geschweisst.
Die neue elektrische überbrückvorrichtung ist nicht nur von den oben geschilderten Nachteilen der bekannten Ausführungen frei, sondern erlaubt auch eine sehr bequeme und einfache Anbringung auf der Baustelle, insbesondere kann sie auch an liegenden Leitungen verwendet werden. Es brauchen an jedem Rohr lediglich zwei Schrauben angezogen zu werden. Es sind ausreichend grosse Kontaktflächen vorhanden, die einen guten Stromübergang gewähr leisten.
Das die Rohre elektrisch miteinander ver bindende Kabel kann nach Belieben entweder schon im Rohrherstellerwerk oder erst auf der Baustelle angeklemmt werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Rohrverbindung mit der elektrischen Überbrückung im axialen Längsschnitt, Fig. 2 im Querschnitt und Fig. 3 in einer Ansicht von oben.
Die ineinandergesteckten Rohre sind mit 1 und la bezeichnet. Das Rohr 1a übergreift das glatte Ende des Rohres 1 mit der Muffe 2. In einer Kam mer 3 der Muffe 2 ist der Gummidichtungsring 4 untergebracht. Über jedes Rohrende ist ein Kontakt bügel 5 von oben gesetzt, der sich mit einer ent sprechend grossen Fläche 6 gegen die äussere Ober fläche der Rohre legt. Seine nach unten gerichteten Schenkel 7 besitzen Bohrungen, durch die die Klemmschrauben 8 geführt sind. Mit ihrer Hilfe wird der Bügel 5 gegen das Rohr fest angezogen. In den oberen Teil der Bügel 5 sind die Kabelschuhe 9 eingefügt, beispielsweise beim Giessen eingeschweisst.
Die isolierten Kabel 10 stellen die elektrische Ver bindung der beiden Rohre 1 und la her.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrische überbrückvorrichtung an einer gum migedichteten Rohrverbindung, dadurch gekennzeich net, dass auf jedem Rohrende ein einseitig offener Kontaktbügel aus korrosionsbeständigem Werkstoff mittels ebensolchen Klemmitteln befestigt ist, in den Kabelschuhe für ein die Rohre galvanisch verbinden des, elektrisches Kabel eingesetzt sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbügel das zugehö rige Rohr etwa zur Hälfte des Umfanges umfasst und in zwei etwa gradlinig verlaufende Schenkel ausläuft, in die die Klemmschrauben radial zur Rohr achse eingesetzt sind. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbügel aus giessfähi gem Werkstoff, insbesondere aus sphärolithischem Gusseisen, bestehen und die Kabelschuhe einge schweisst sind.
Applications Claiming Priority (1)
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