CH354782A - Verfahren zur Herstellung von neuen Morpholinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Morpholinen

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CH354782A
CH354782A CH354782DA CH354782A CH 354782 A CH354782 A CH 354782A CH 354782D A CH354782D A CH 354782DA CH 354782 A CH354782 A CH 354782A
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acid
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radical
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aralkyl
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Walter Dr Otto
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Gerot Pharmazeutica Aktiengese
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D265/00—Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom and one oxygen atom as the only ring hetero atoms
    • C07D265/28—1,4-Oxazines; Hydrogenated 1,4-oxazines
    • C07D265/30—1,4-Oxazines; Hydrogenated 1,4-oxazines not condensed with other rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen Morpholinen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von racemischen oder optisch aktiven sympathomimetisch wirksamen Verbindungen der Formel I
EMI1.1     
 in welcher A einen unsubstituierten oder substituierten Phenyl-oder Cycloalkylrest,   Rt    einen Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, hydroaromatischen, heterocyclischen, Acyl-oder Phenacylrest,   R2,      R3    und R4 Wasserstoff oder einen Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, hydroaromatischen oder heterocyclischen Rest bedeuten.



   Es wurde gefunden, dass man zu Verbindungen obiger Formel in der Weise gelangen kann, indem man racemische oder optisch aktive Verbindungen der Formel II
EMI1.2     
 in der   R, Wasserstoff    oder Ri bedeutet, oder deren Salze einer Kondensation unterwirft und, falls man eine Verbindung der Formel II, in welcher   R1'Was-    serstoff darstellt, verwendet hat,   Ri mit    Verbindungen der Formel   (Ri) nX,    worin X einen ein-oder zweiwertigen Rest einer Mineralsäure und n =   1    bzw. 2 bedeutet, umsetzt und so   Ri    am Heterostickstoff einführt.



   Anschliessend können des weiteren die erhaltenen Morpholinderivate erforderlichenfalls in Salze anorganischer oder organischer Säuren übergeführt werden. Die Salzbildung der erhaltenen Verbindungen kann in üblicher Weise mit anorganischen oder organischen Säuren, wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure, Weinsäure, erfolgen.



   Die Kondensation kann mit Hilfe konzentrierter bzw. verdünnter Schwefel-oder Salzsäure durchgeführt werden.



   Bei Anwendung verdünnter Säuren, vorzugsweise verdünnter Schwefelsäure oder alkoholischer Salzsäure, wird die Kondensation durch mehrstündiges Erhitzen unter Rückflusskühlung durchgeführt. Die Reaktionsdauer beträgt je nach den Kondensationsbedingungen etwa 6 bis 12 Stunden.



   Die gegebenenfalls durchzuführende Substitution des   Heterostickstoffes    der Morpholinderivate mit Verbindungen der Formel   (Rl) nX erfolgt zweckmässig    in Anwesenheit eines Säureakzeptors. Als derartige Säureakzeptoren können Basen, wie z. B. Pyridin, oder aber die basische Ausgangsverbindung in Mengen bis zu etwa 1 Mol je Mol Ausgangsstoff verwendet werden.



   Als Ausgangsstoffe der Formel II kommen insbesondere in Betracht : racemisches bzw. optisch aktives N-Oxyäthyl-ephedrin oder   N-Oxyäthyl-nor-    ephedrin ; ferner racemisches bzw. optisch aktives N  Oxyäthyl-phenylephedrin,      N-Oxyäthyl-adrenalin,    N   Oxyäthyl-noradrenalin, N-Phenacyl-a-phenyl-tme-      thyl-diäthanolamin,    N-Methyl-a- (p-oxy-phenyl)-di äthanolamin, N-Athyl-a- (m-oxy-phenyl)-diäthanolamin.



   Bei Verwendung optisch aktiver Ausgangsverbindungen hat es sich überraschenderweise gezeigt, dass die erfindungsgemässe Kondensation den Drehsinn der optisch aktiven Ausgangsverbindung ändert. So erhält man beispielsweise aus dem   linksdrehenden    N  Oxyäthyl-ephedrin    das rechtsdrehende 2-Phenyl-3,4 dimethyl-morpholin, aus dem rechtsdrehenden N  Oxyäthyl-norephedrin    das linksdrehende 2-Phenyl-3methyl-morpholin. Die   nachfolgende Substition    am Heterostickstoff beeinflusst den Drehsinn nicht.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen neuen racemischen oder optisch aktiven Morpholinderivate und ihre Salze finden als Heilmittel Verwendung.



   Beispiel 1
60 g racem.   N-Oxyäthyl-norephedrin-Hydrochlo-    rid (hergestellt aus Norephedrin und Äthylenchlorhydrin) werden langsam in 80   cm3    Schwefelsäure konz. eingetragen. Man lässt 12 Stunden stehen, giesst auf Eis und macht mit Natronlauge alkalisch. Die Base wird in Ather aufgenommen und über Natriumsulfat getrocknet. Der Ather wird abdestilliert und die Base im Wasserstrahlvakuum fraktioniert.



   Ausbeute : 48 g racem. 2-Phenyl-3-methyl-mor  pholin, das sind 90 % d. Th.   



   Kplo   =      135  C    ; Hydrochlorid F =   182  C.    a) 40 g racem.   2-Phenyl-3-methyl-morpholin    werden in 100   cm3    Xylol gelöst und 16 g Methyljodid in 100 cm3 Xylol langsam zutropfen gelassen. Man erwärmt auf   50  C.    Alsbald scheiden sich weisse Kristalle ab. Man belässt noch 2 Stunden bei dieser Temperatur und filtriert nach dem Erkalten. Der Rückstand ist reines racem. 2-Phenyl-3-methyl-morpholin-Hydrojodid.



   Ausbeute : 13,6 g racem. 2-Phenyl-3,4-dimethylmorpholin, das sind 44   %    d. Th.



   Kpg =   125-126  C    ; Pikrat F =   198  C.       b)    17,9 g racem.   2-Phenyl-3-methyl-morpholin    werden in 35 cm3 absolutem Alkohol gelöst und   14 g    Dimethylsulfat bei 40-50  C tropfenweise hinzugefügt. Bei gleicher Temperatur wird noch 4 Stunden gerührt. Der Alkohol wird im Vakuum entfernt und der Rückstand mit Natronlauge alkalisch gemacht und   ausgeäthert.    Das rohe racem. 2-Phenyl-3, 4-dimethyl-morpholin wird bei 10 Torr. destilliert.



   Ausbeute : 17,0 g, das sind   90 %    d. Th. ;
Kpio   =      125-126  C    ; Pikrat F   =      198 .   



   Ber. :   C =    51,31 % H   =4, 98% N=13, 30%   
Gef. : C = 51,83 % H = 4,84   % N    = 13,25 % c) 11,6 g racem.   2-Phenyl-3-methyl-morpholin    werden mit   13 g    Phenacylbromid vermischt. Es bildet sich unter Erwärmung eine klare hellbraune Schmelze.



  Man erwärmt zur Vollendung der Reaktion noch eine halbe Stunde am Wasserbad und kristallisiert aus Alkohol um ; man erhält 15,5 g racem.   2-Phenyl-3-    methyl-4-phenacyl-morpholin-hydrobromid, das sind   63 %    d. Th. ;
F   =      242     C.



   Ber. :   Br =    21,25   % N = 3, 72 %   
Gef. : Br = 21,20% N = 3,63 %
Beispiel 2
16,5 g   1-Ephedrin    werden in 40 cm3 wasserfreiem Toluol in der Wärme gelöst und 4,4 g Äthylenchlorhydrin hinzugefügt. Man erhitzt sechs Stunden am Rückfluss. Nach dem Erkalten wird vom entstandenen   1-Ephedrin-chlorhydrat    abgetrennt und das klare Filtrat mit alkoholischer Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion versetzt. Das 1-N-Oxyäthylephedrin-chlorhydrat fällt zuerst   ölig    aus und wird in der Kälte alsbald fest. Man saugt ab und trocknet.



   Das   l-N-Oxyäthyl-ephedrin-chlorhydrat    wird ohne weitere Reinigung mit 20 cm3 Schwefelsäure konz. versetzt. Nach sechs Stunden ist die Kondensation beendet. Es wird alkalisch gemacht, die   Morpholin-    base in Ather aufgenommen, getrocknet und destilliert. Ausbeute an rechtsdrehendem 2-Phenyl-3, 4dimethyl-morpholin : 8,5 g, das sind   81       /0 d.    Th. ; Kp8   =    122-124  C ; Hydrochlorid F =   191  C.   



  [a]   = +35, 72     N ber. = 7,33 % N gef. = 7,39 %
Beispiel 3
90 g d-Norephedrin und 50 g Äthylenchlorhydrin in 650   cm3    Xylol werden 13 Stunden am Rückfluss erhitzt. Es bildet sich in nahezu quantitativer Ausbeute   d-N-Oxyäthyl-norephedrin-chlorhydrat.    Dieses wird abgesaugt, getrocknet und ohne weitere Reinigung mit 140   cm3    Schwefelsäure konz. versetzt, und analog Beispiel 1 weiterbehandelt und aufgearbeitet.



  Ausbeute an linksdrehendem   2-Phenyl-3-methyl-mor-    pholin :   78,    7 g, das sind 75    Ó d.    Th. ;   KP8    = 124 bis   125     C ; Hydrochlorid F   =      197     C ; Pikrat F = 205  C ;   [a] D =-20, 15  (Hydrochlorid),-18, 6  (Base).   



   N ber. = 7,90 % N gef. = 7,86 %, das gemäss Beispiel 1 methyliert wird.



   Beispiel 4
40 g rechtsdrehendes   2-Phenyl-3-methyl-morpho-    lin (hergestellt gemäss Beispiel 3 durch Kondensation von linksdrehendem   N-Oxyäthyl-norephedrin    mit konzentrierter Schwefelsäure) wird analog Beispiel   1    mit 16 g Methyljodid umgesetzt.



   Ausbeute : 22,5 g rechtsdrehendes 2-Phenyl-3, 4dimethyl-morpholin, das sind   70%    d. Th. ;    Kpil    =   128     ; Hydrochlorid F =   191     C.



   [a]   20 +35, 72o.   



      Beispiel S   
16,5 g racem. Ephedrin werden in 40 cm3 wasserfreiem Xylol in der Wärme gelöst und 4,4 g Äthylenchlorhydrin hinzugefügt. Diese Lösung wird 6 Stunden am Rückfluss erhitzt. Nach dem Erkalten wird vom entstehenden Niederschlag abgetrennt und das klare Filtrat mit alkoholischer Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion versetzt. Das racem. N-Oxy  äthyl-ephedrinchlorhydrat    kann ohne besondere Reinigung weiterverarbeitet werden.



     20    g racem.   N-Oxyäthyl-ephedrinchlorhydrat    werden in 20 cm3 Schwefelsäure konz. gelöst und 5 Stunden stehengelassen. Die Temperatur steigt auf 40  C an. Man giesst auf Eis, macht alkalisch und   äthert    aus.



  Der ätherische Auszug wird über Natriumsulfat ge trocknet. Das racem. 2-Phenyl-3,4-dimethyl-morpholin wird durch Vakuumdestillation gereinigt. Ausbeute der freien Base : 14 g, das sind   90 % d.    Th. ;   Kp,    = 125-126  C ; Pikrat F =   198  C.   



   N ber. = 13,3 % N gef. = 13,25 %
Beispiel 6
31,3 g racem.   N-Phenacyl-a-phenyl-p-methyl-    diäthanolamin (hergestellt aus racem. N-Phenacylnorephedrin und   Athylen-chlorhydrin)    wird analog Beispiel 5 kondensiert. Es bildet sich das racem. 2 Phenyl-3-methyl-4-phenacyl-morpholin.



   Ausbeute : 22,5 g, das sind 60 % d. Th. ;
Hydrobromid F =   242     C.

Claims (1)

  1. Ber. : Br. = 21, 25 % N = 3, 72 % Gef. : Br. = 21, 19 % N = 3, 64 % PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Morpho- linen der Formel I EMI3.1 in welcher A einen unsubstituierten oder substituierten Phenyl-oder Cycloalkylrest, Rl einen Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, hydroaromatischen, heterocyclischen, Acyloder Phenacylrest, R2, Rs und R4 Wasserstoff oder einen Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, hydroaromatischen oder heterocyclischen Rest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man racemische oder optisch aktive Verbindungen der Formel II EMI3.2 in der Rt'Wasserstoff oder Ri bedeutet, oder deren Salze einer Kondensation unterwirft und, falls man eine Verbindung der Formel II, bei der R,'= H ist,
    verwendet hat, Ri mit Verbindungen der Formel (R) nX, worin X einen ein-oder zweiwertigen Rest einer Mineralsäure und n die Zahlen 1 bzw. 2 bedeuten, umsetzt und so Rt am Heterostickstoff einführt.
    UNTERANSPRtJCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltenen Morpholinderivate in Salze anorganischer oder organischer Säuren über- geführt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensation mittels konzentrierter Schwefel-oder Salzsäure bewirkt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensation mit verdünnten Säuren, vorzugsweise mit verdünnter Schwe felsäure, durch mehrstündiges Erhitzen am Rückfluss bewerkstelligt.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als verdünnte Säure alkoholische Salzsäure verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen, am Heterostickstoff nicht substituierten Morpholinderivate mit Acyl-, Phenacyl-, Alkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Hydroaryl-oder heterocyclischen Halogenverbindungen in Anwesenheit von Säureakzeptoren umsetzt.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man als Säureakzeptor die basi scheAusgangsverbindung im tYberschuss, vorzugsweise in doppelt molarer Menge, verwendet.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man als Säureakzeptor eine andere Base, vorzugsweise Pyridin, verwendet.
CH354782D 1956-12-21 1956-12-21 Verfahren zur Herstellung von neuen Morpholinen CH354782A (de)

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