CH354839A - Verfahren zur Herstellung von magnetischen Kernen, insbesondere für elektrische Transformatoren und Drosselspulen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von magnetischen Kernen, insbesondere für elektrische Transformatoren und Drosselspulen

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CH354839A
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Lemaire Jacques
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Description


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 Verfahren    zur   Herstellung von    magnetischen   Kernen, insbesondere für elektrische Transformatoren und Drosselspulen Es ist bekannt, dass es bei der Konstruktion der Kerne, insbesondere von Transformatoren und Drosselspulen von Vorteil ist, sich der Kreiszylinderform möglichst anzupassen. Die Füllung der vom umschriebenen Kurs gebildeten    Querschnittsfläche   mit Eisen gibt dann die besten Verhältnisse, wenn das Minimum des Materialpreises angestrebt wird. Des weiteren sollte es möglich sein, eine genügend kräftige Konstruktion zu bekommen, ohne die Bleche lochen zu müssen, was in magnetischer Hinsicht zu ungünstigen Eigenschaften führen würde. 



  Um die    erwähnten   Vorteile zu    erreichen,   sind verschiedene    Anordnungen      vorgeschlagen   worden: Anwendung    parallel   liegender Bleche von nach aussen abnehmender Breite, derart, dass die Blechkanten möglichst auf einem umschriebenen Kreise liegen, oder radial angeordnete Bleche verschiedener Breite in nach aussen zunehmender Zahl, oder schliesslich Anwendung von Blechen gleicher Breite, welche nach einer    Evolvente   des Kreises gebogen sind und dicht aufeinander liegen. 



  Die letztgenannte Konstruktion ist bisher nicht in grösserem Masse industriell angewendet worden oder dann nur für Transformatoren sehr kleiner Leistung, weil gewisse Schwierigkeiten nicht überwunden werden konnten. Tatsächlich benötigt das Formen der zunächst ebenen Bleche nach einer    Evolvente   sehr bedeutende    Kräfte,   welche umso grösser sind    als   die Abmessungen bei grösseren    Leistungen   wachsen. Die entstehenden inneren mechanischen Spannungen und die Elastizität der Bleche bringen grosse Schwierigkeiten bezüglich der Wahrung der Form der aus diesen Blechen gebildeten Teile des magnetischen Kreises, welche um so grösser sind, je grösser die Abmessungen dieser Teile werden.

   Es wird dann nötig, grosse Zwingen zum Zusammenhalten    zu   verwenden, deren Abmessungen die Fabrikation behindern. Ferner werden durch solche    Einspannkräfte   die    ursprün-      liehen   magnetischen Eigenschaften beeinträchtigt. 



  Die vorliegende Erfindung befasst sich mit dem Verfahren zur    Herstellung   von magnetischen Kernen insbesondere von Transformatoren und Drosselspulen, bei welchen mind'es'tens teilweise nach einer    Kreis-      evolvente   gebogene Bleche verwendet werden. Die- ;ses Herstellungsverfahren ergibt eine interessante industrielle Anwendung und grosse Festigkeit der Konstruktion bei guten    elektromagnetischen   Eigenschaften. Nach diesem Verfahren ist es möglich, magnetische Kerne auch sehr grosser    räumlicher   Abmessungen zu bauen und insbesondere gute Verhältnisse hinsichtlich der gegebenenfalls anzuwendenden Kühlung zu erhalten. 



  Das    erfindungsgemässe   Verfahren ist durch die nachstehend genannten Schritte    gekennzeichnet:   a) die ebenen Bleche werden in Streifen    gleicher,   durch die Eigenschaften des    magnetischen   Kreises vorgegebener Breite und Länge    geschnitten   und    dann   vorgeformt, so dass sie ungefähr die Form der theoretisch gewünschten    Evolvente   haben; b) die auf diese Weise vorgeformten Bleche werden so um einen Dorn herum angeordnet, dass ihre Gesamtheit einen hohlen    Kreiszylinder   bildet.

   Dann werden sie durch    kräftige   Zwingen    zusammenge-      presst,   bis der Aussendurchmesser des Zylinders dem theoretischen Wert entspricht, wobei die -einzelnen Bleche gezwungen sind, praktisch die Form der    Kreisevolvente   anzunehmen; c) der ganze aus Blechen gebildete Zylinder wird nun einer    Wärmebehandlung      durch      Glühen,   im allgemeinen bei    einer   Temperatur oberhalb 700     unterworfen;   

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    d)   nach der Wärmebehandlung werden die Zwingen wieder    entfernt.   



     Durch   diesen    Glühprozess   bei Temperaturen von meist mehr als 700  werden die elastischen mechanischen Spannungen der Bleche beseitigt und ihnen gleichzeitig    die   magnetischen Eigenschaften wieder gegeben, welche sie durch das Vorformen verloren    hatten.   



  Der grosse Vorteil der    Wärmebehandlung   der vorgeformten    und      zusammengepressten   Blechkonstruktion besteht darin, dass ihr eine grosse Festigkeit und Steifheit verliehen wird, welche es ermöglicht., die Zwingen wieder    zu   entfernen, ohne dass die Bleche sich deformieren. 



  Damit die Wärmebehandlung    möglich   ist ohne Schaden für die bekanntlich nötige Isolation der Bleche, müssen diese selbstverständlich von einer    isolierenden   Schicht überzogen sein, welche durch die genannten Temperaturen nicht    beschädigt   wird. 



  Diese nach der mechanischen Verformung der Bleche angewendete    Wärmebehandlung   der Kernteile ist besonders dann    vorteilhaft,   wenn Bleche mit ausgerichteter Kristallstruktur verwendet werden. Nach dem Glühen findet keine weitere Behandlung mehr statt; eine solche    würde   die magnetischen Eigenschaften der Bleche nur stören, da letztere gegen mechanische Deformation bekanntlich sehr empfindlich sind. 



  Die nachfolgende Beschreibung mit den Zeichnungen dient der näheren Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung. Sie bezieht sich auf das Beispiel der Herstellung eines    Transformatorkernes   und die dabei    verwendeten   Mittel. Es versteht sich dabei, dass die Erfindung nicht auf diesen Teil eines magnetischen Kreises beschränkt ist, sondern ebensogut auf ein    Transformatorjochteil   oder Teile einer Drosselspule oder analoge Apparate sinngemäss angeordnet werden kann. 



  Die    Fig.   1 bis 4 sind schematische Darstellungen von Querschnitten von auf verschiedene Weise gemäss der Erfindung hergestellten Kernen. 



  Die    Fig.5   und 6 sind entsprechende Längsschnitte durch die betreffenden Kerne und zugehörigen    Jochteile.   



  Der in    Fig.   1 dargestellte Kern besteht aus Blechen 1, welche nach einer    Kreisevolvente   gebogen und um einen    zylinderförmigen   Montagedorn 2 sich gegenseitig berührend    angeordnet   sind. Der Umfang dieses Zylinders ist der Basiskreis der    Evolventen,   wobei die Bleche auf ihm senkrecht münden. Es ist jedoch keineswegs immer erforderlich, dass die Bleche bei diesem Kreis beginnen. Sie können auch schon bei einem grösseren Radius enden. 



  Eine Anzahl benachbarter Bleche kann weggelassen und der Zwischenraum durch passende Isolierstücke    gesichert   werden, so dass ein Kühlkanal    konstanter   Breite    parallel   zu den Blechoberflächen entsteht, welcher von einer Kühlflüssigkeit durch- strömt werden kann. Durch solche    Kanäle   wird die Möglichkeit von Kurzschlüssen zwischen den Blechen über ihre oft nicht entgrateten Ränder    vermindert.   Anstelle eines weggelassenen Bleches kann nötigenfalls eine Isolierschicht vorgesehen werden. 



  Eine kräftige Zwinge 5 dient    zum   Zusammenhalten der, wie oben beschrieben,    vorgängig   gebogenen Bleche, welche durch starkes Zusammenpressen die dargestellte Form annehmen. Nach dem    Glüh-      prozess   wird diese Zwinge 5    entfernt.   



  Der in    Fig.   2 dargestellte Kern betrifft den Fall, wo der durch die maximale Breite der Bleche 1 bestimmte Umkreis 3 kleiner ist, als der Umfang 6 des    benötigten   Kernquerschnittes. Man kann dann    zwei   oder mehrere konzentrisch    angeordnete   und nach der Erfindung hergestellte    Kernteile   benützen, welche    ineinandergeschoben   werden. Im Falle von beispielsweise    zwei   Kernteilen, die in der Figur dargestellt sind, lehnen sich die ebenfalls    evolventenförmigen   Bleche 1' des äusseren    Teiles   an den Umkreis 3 und reichen bis zum    Umfang   6. 



  Zwischen beiden Kennteilen kann ein ringförmiger Zwischenraum vorgesehen sein, welcher von den Kreisen 3 und s' begrenzt ist, und als Kühlkanal benutzt werden kann. 



  Die Bleche des äusseren Kernteiles können im gleichen Sinn gebogen sein (Bleche l') wie die inneren Bleche 1, oder eine entgegengesetzte Biegung (Bleche 1") aufweisen. Ihre Anzahl kann gleich oder verschieden von der Anzahl der Bleche 1 sein. 



  Im Beispiel gemäss    Fig.   3 sind die Bleche in die Form von zwei    aneinanderstossenden      Evolventen   gebogen. Ein Teil des Bleches ist zum Beispiel nach einer    Evolvente   1 gebogen, welche sich vom Kreis 2 bis zum Kreis 3    erstreckt,   während der übrige Teil nach der    Evolvente   11' im    entgegengesetzten   Sinne gebogen ist, welche beim Kreis 8 endet. 



  Man kann aber die Bleche auch so biegen,    dass   auf den    evol.ventenförmigen   Teil 1 auf eine passende Strecke ein radial gerichteter Teil 12    folgt   und der dann folgende restliche Teil wieder in die Form einer    Evolvente   13 (von gleichem oder entgegengesetztem    Biegungssinri)   gebogen ist. Auf diese Weise erhält man zwischen den Kreisen 3 und 9 einen Kernteil mit axialen Lücken, welche von einer    Kühlflüssigkeit   durchströmt werden können. Diese Art der Kühlung gemäss der Erfindung ist sehr wirksam, weil die Kühlflüssigkeit mit allen Flächen der Bleche in Berührung kommt.

   Sie lässt sich auch den Erfordernissen gut anpassen, weil die radiale Länge des Teiles 12 der Bleche genau der benötigten Kühlfläche angepasst werden kann, und dabei ein Minimum an    Eisenfüll-      faktor   des magnetischen Querschnittes verlorengeht. 



  Die    Kühlung   des Kernes kann    verbessert   werden, indem das eine oder beide der verschiedenen in    Fig.   4 dargestellten    Mittel   benützt werden. 



  In der Ansammlung der Bleche 1 befindet sich    ,eine   gewisse Anzahl von Blechen 14, welche breiter    sind   und gegen innen über den Kreis 2 hineinragen, 

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 oder von Blechen 15, welche über den Kreis 3 hinausragen. 



  Diese Mittel zur Kühlverbesserung können auch bei den Kernen gemäss der oben beschriebenen Ausführungsbeispielen angewendet werden. 



  Der Kern A, dargestellt in    Fig.   5 wird von zwei Jochen B und B'    begrenzt.   Es kann in gewissen    Fällen   von Interesse sein, zum Zwecke der Erhöhung der Festigkeit alle Bleche durch eine Schweissnaht zusammenzuhalten oder an den Enden des inneren Hohlraumes bei S und S' eine Platte einzuschweissen. Diese Schweissnähte stören nicht die    Anfügung   der    Jochteile,   welche sich auf den äusseren Teil des Kernes stützen. 



  Im Ausführungsbeispiel gemäss    Fig.   6 stossen die Joche B    und   B' seitlich an den Kern A. Die Schweissnähte    befinden   sich dann in an sich    bekannter   Weise an den    Endflächen   des Kernes bei T und T'. 



  Bei allen dargestellten Ausführungsbeispielen können zum Zwecke der Erhöhung der Festigkeit des Kernes, ohne aus dem Rahmen der    Erfindung   zu treten, die Bleche durch ein gegenüber dem    Glüh-      prozess      widerstandsfestes   Klebemittel oder durch eine isolierende Umhüllung miteinander fester verbunden werden. 



  Es ist klar dass die beschriebenen    Mittel   zur Herstellung von magnetischen Kernen auf alle Teile des Magnetkreises bei ' Transformatoren, Drosseln oder analogen Apparaten, wie    Betatrons   oder    Synchrotrons   usw. angewendet werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von magnetischen Kernen, insbesondere von Transformatoren und Drosselspulen, welche aus evolventenförmig gebogenen Blechen zusammengesetzt sind, gekennzeichnet durch die nachstehenden Verfahrensschritte: a) die ebenen Bleche werden in Streifen geschnitten und dann vorgeformt, so dass sie ungefähr die Form der gewünschten Evolvente haben; b) die vorgeformten Bleche werden um einen Dorn herum so angeordnet, d'ass ihre Gesamtheit einen hohlen Kreiszylinder bildet und dann mit Zwingen zusammengepresst, bis der Aussendurchmesser dem gewollten Wert entspricht;
    c) der aus aufeinandergepressten Blechen bestehende Zylinder wird einer Glühbehandlung unterworfen; d) nach der Wärmebehandlung werden die Zwingen wieder entfernt. IL Magnetischer Kern, insbesondere Kern eines Transformators oder einer Drosselspule, welcher aus evolventenförmg gebogenen Blechen zusammengesetzt ist, gekennzeichnet durch seine Herstellung nach dem Verfahren des Patentanspruches I. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch Anwendung eines Bindemittels zur Vergrösserung der Festigkeit des Teiles des magnetischen Kernes. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleche an ihrem Rande in der zentralen Öffnung mittels Schweissnähten miteinander verbunden werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass jedes Blech nach mindestens zwei aufeinanderfolgenden Evolventen vorgeformt wird. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Blech so vorgeformt wird, dass es zwischen zwei Evolventen eine Strecke weit wenigstens angenähert radial verläuft. 5. Magnetischer Kern nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mehreren axialen ineinandergeschobenen Teilen besteht. 6.
    Magnetischer Kern nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Bleche breiter als die Mehrzahl der andern ist und über die innere und/oder äussere Mantelfläche des Kreiszylinders hervorragen.
CH354839D 1956-11-14 1957-11-12 Verfahren zur Herstellung von magnetischen Kernen, insbesondere für elektrische Transformatoren und Drosselspulen CH354839A (de)

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