CH355138A - Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Buttersäureamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Buttersäureamiden

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CH355138A
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butyric acid
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acid
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phenetidide
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Ingeborg Dr Hennig
Ott Heinrich
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Hoechst Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C237/00—Carboxylic acid amides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by amino groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Buttersäureamiden
Es wurden bereits basisch substituierte Buttersäureamide mit freier bzw. dimethylierter Aminogruppe vorgeschlagen, die sich durch wertvolle pharmakologische Eigenschaften auszeichnen.



   Es wurde nun gefunden, dass man Verbindungen erhält, die als Arzneimittel von Bedeutung sind und beispielsweise gute antipyretische, antiphlogistische, analgetische bzw. sedative Eigenschaften aufweisen, wenn man   a-Amino-S-oxy-buttersäureamide    der Formel
EMI1.1     
 worin   Ri    Wasserstoff oder einen Alkylrest mit   höch-    stens 4 Kohlenstoffatomen und   R    einen   gegebenen-    falls durch Alkoxygruppen mit höchstens 4 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeuten, zwecks Substitution der a-Aminogruppe in Gegenwart von halogenwasserstoffbindenden Mitteln mit Halogenwasserstoffsäureestern gesättigter oder unge  sättigter,    aliphatischer oder araliphatischer Alkohole umsetzt.



   Als   a-Amino-ss-oxy-buttersäureanilide,    wie sie nach dem Verfahren gemäss der Erfindung als Ausgangsstoffe in Frage kommen, seien beispielsweise genannt :    a-Amino-ss-oxy-butters äureanilid, a-Amino-/3-oxy-buttersäure-phenetidid, a-Amino-ss-oxy-buttersäure-p-anisidid, a-Amino-ss-oxy-buttersäure-N-methyl-p-phenetidid, a-Amino-ss-oxy-buttersäure-N-äthyl-p-phenetidid, ce-Amino-ss-oxy-buttersäure-m-anisidid, a-Amino-lS-oxy-buttersäure-N-isopropyl-anilid,      a-Amino-ss-oxy-buttersäure-N-n-butyl-p-anisidid, a-Amino-SS-oxy-buttersäure-N-isobutyl-anilid, a-Amino-4-oxybuttersäure-o-anisidid, a-Amino-, B-oxy-buttersäure-N-propyl-p-phenetidid.   



   Als   Halogenwasserstoffsäureester    der genannten Art sind beispielsweise geeignet :   Brom-äthan,    1-Brompropan, 2-Jod-propan,   1-Chlor-butan,      2-Brom-butan,      1-Brom-butan,    2-Brom-2-methyl-propan,   1 Jod-    hexan, 2-Brom-hexan, Brom-cyclohexan, Benzylchlorid, 1-Brom-pentan, 2-Brom-2-methyl-butan,   Allyl-    bromid,   Allyljodid,      l-Brom-3-methyl-buten-(2).   



   Die Alkylierung mit Hilfe der Halogenwasserstoffsäureester gesättigter oder ungesättigter, aliphatischer oder araliphatischer Alkohole kann beispielsweise durch Erwärmen einer Mischung der beiden Komponenten vorgenommen werden, wobei man halogenwasserstoffbindende Mittel zusetzt. Als solche kommen beispielsweise in Frage : Alkalihydroxyde, Erdalkalihydroxyde, Alkali-oder Erdalkalicarbonate bzw.



  -bicarbonate. Jedoch können auch tertiäre organische Basen, wie Dimethylanilin, TriÏthylamin oder Trimethylamin verwendet werden.



   Vorteilhaft arbeitet man in Gegenwart von Losungsmitteln und verwendet als solche beispielsweise Wasser, niedere aliphatische Alkohole sowie verschieden zusammengesetzte Mischungen von Wasser und Alkoholen. In manchen FÏllen kann der Reaktionsablauf durch mehrstündiges Erwärmen auf mässig erhöhte Temperaturen, zweckmässig bis zum Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels, beschleunigt werden. Bei Einsatz von niedrigmolekularen Halogenwasserstoffsäureestern kann es von Vorteil sein, das Erwärmen im Druckgefäss durchzuführen.



   Die gewünschten Produkte können nach Ablauf der Reaktion durch Verdünnen des Reaktionsgemi sches mit Wasser oder durch Abkühlen direkt erhalten werden.



   Führt die vorstehend beschriebene Arbeitsweise nur zu der Substitution eines Wasserstoffatoms der Aminogruppe, so kann gewünschtenfalls die vollständige Alkylierung der Aminogruppe in der gleichen Weise oder auch nach einer anderen Methode, beispielsweise mit Hilfe von Formaldehyd in Gegenwart von Ameisensäure oder durch katalytische Hydrierung in Gegenwart von Formaldehyd vorgenommen werden. Es gelingt auf diese Weise, auch zwei voneinander verschiedene Reste in die Aminogruppe einzuführen.



   Die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung erhaltenen Verbindungen lassen sich mit Hilfe anorganischer oder organischer Säuren in die entsprechenden Salze  berf hren. Als anorganische Säuren sind beispielsweise geeignet :   Halogenwasserstoffsäu-    ren, wie Chlorwasserstoffsäure oder Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Amidosulfonsäure. Als organische Säuren seien beispielsweise genannt : Ameisensäure, Essigsäure, Milchsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Weinsäure,   Oxyäthansulfon-    säure, MaleinsÏure,   Athylendiamintetraessigsäure,    Benzoesäure, SalicylsÏure und deren Derivate und   Acetursäure.   



   Die Verfahrensprodukte sind als wertvolle Arzneimittel geeignet und zeichnen sich beispielsweise durch antiphlogistische, antipyretische sowie insbesondere durch analgetische Eigenschaften aus. Von besonderer Bedeutung für die Verwendung der Verbindungen als Pharmazeutika ist ihre im Vergleich zu bekannten Analgetika und Antipyretika, beispielsweise dem Acetyl-p-phenetidin, wesentlich geringere Toxizität.



   Beispiel 1    a-Allylamino--oxy-buttersaure-p-phenetidid   
23, 8   g a-Amino-ss-oxy-buttersäure-p-phenetididX    4 g Natriumhydroxyd, 50 cm3 Wasser, 50 cm3 Athanol und 12, 1 g Allylbromid werden eine Stunde auf dem Dampfbad unter Rückfluss erwärmt, wobei ein neutrales Reaktionsgemisch resultiert. Nach Zugabe von 100 cm3 Wasser und Abkühlen kristallisiert in guter Ausbeute das   a-Allylamino-ss-oxy-buttersäure-    p-phenetidid vom Schmelzpunkt   130  aus.   



   Beispiel 2    a-Benzylamino-ss-oxy-buttersäure-p-phenetidid   
23, 8 g   a-Amino-ss-oxy-buttersäure-p-phenetidid,    4 g Natriumhydroxyd,   100    cm3 Wasser, 12, 6 g Benzylchlorid und 100 cm3 Methanol werden 45 Minuten auf dem Dampfbad unter Rückfluss erhitzt. Nach Be  endigung    der Reaktion wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und der Niederschlag abgesaugt. Nach Waschen mit einem Gemisch aus Methylalkohol und Wasser im Verhältnis 1 :   1    und nach Umkristallisieren aus ¯thylalkohol erhält man in guter Ausbeute das   a-Benzylamino-ss-oxy-buttersäure-p-phenetidid    vom Schmelzpunkt   169-170 .   



   Das erhaltene   a-Benzylamino-ss-oxy-buttersäure-    p-phenetidid wird zusammen mit 12 g Maleinsäure in 330 cm3 heissem Methylalkohol gelöst und nach dem Abfiltrieren mit 500 cm3 Äther versetzt. Nach Umkristallisieren aus Wasser schmilzt das entstandene    a-Benzylamino-Mss-oxy-buttersäure-p-phenetidid-ma-    leinat bei   175-176 .   



   Beispiel 3    a-X4 llylamino-ss-oxy-buttersäure-N-methyl-    p-phenetidid
50, 4   g      a-AminO-ss-oxy-buttersäure-N-methyl-p-      phenetidid,    8 g Natriumhydroxyd,   100    cm3 Wasser,   100      cm3    Alkohol und 24, 2 g Allylbromid werden zwei Stunden auf dem Dampfbad unter Rückfluss erhitzt, wobei ein neutrales Reaktionsgemisch entsteht.



  Nach Abkühlen und Zugabe von 200 cm3 Wasser setzt sich ein   01    ab, das in Methylenchlorid aufgenommen wird. Nach Trocknen und Abdestillieren des Lösungsmittels werden 52, 2 g (89 % der Theorie)    a-Allylamino-ss-oxybuttersäure-N-methyl-p-phenetidid    als hellgelbes   01    erhalten.



   Beispiel 4    a-A'thylamino--oxy-buttersdure-p-phenetidicl   
50 g   a-Amino-, 8-oxy-buttersäure-p-phenetidid    werden mit 105 cm3 Äthylalkohol, 105 cm3 Wasser, 5, 9 g Calciumoxyd und 23 g Äthylbromid fünf Stunden im Druckgefäss auf   100     erhitzt.



  Die neutrale Lösung wird mit Kohle filtriert, mit 25 % igem Ammoniak auf pH 8--9 gebracht und mit so viel Wasser versetzt, dass keine weitere Trübung mehr entsteht. Nach mehrfachem Ausschütteln mit Methylenchlorid wird die abgetrennte Methylenchloridlösung mehrfach mit 2n Salzsäure ausgeschüttelt. Die Salzsäurelösung wird mit Kohle geklärt und mit konzentriertem Ammoniak alkalisch gemacht, wobei sich ein bald erstarrendes   01    abscheidet. Nach Absaugen und Trocknen wird der Niederschlag aus Essigsäureäthylester umkristallisiert, wobei   a-Äthylamino-ss-oxy-buttersäure-p-phene-    tidid vom Schmelzpunkt 128  erhalten wird.

   Durch Zufügen der berechneten Menge alkoholischer Salzsäure und von Äther bis zur beginnenden Trübung wird nach einigem Stehen das kristalline Hydrochlorid vom Schmelzpunkt   125     erhalten.   



   Beispiel S a-n-Propylamino-ss-oxy-buttersäure-p-phenetie   
150 g   a-Amino-ss-oxy-buttersäure-p-phenetidid,    315   cm3    Äthylalkohol, 315 cm3 Wasser, 17, 65 g Calciumoxyd und 77, 5 g n-Propylbromid werden fünf Stunden im Druckgefäss auf etwa   100     erhitzt. Nach Filtrieren der neutralen Lösung mit Kohle wird mit Ammoniak auf pH   8-9    eingestellt und darauf mit so viel Wasser versetzt, bis keine weitere Trübung mehr erfolgt. Das bald erstarrende   01    wird nach Absaugen in 2n Salzsäure gelöst, mit Kohle filtriert und mit 2n Natronlauge alkalisch gemacht. Die kristalline  Base wird durch Umkristallisieren aus   Essigsäure-    äthylester gereinigt.

   Es werden 112   g    a-n-Propyl  amino-4-oxy-buttersäure-p-phenetidid    vom Schmelzpunkt 108-110  erhalten. Schmelzpunkt des Hydrochlorids (dargestellt wie in Beispiel 4) liegt bei 76 bis   78 .   



   In analoger Weise werden aus 150 g   α-Amino-¯-      oxy-buttersäure-p-phenetidid    und   n-Butylbromid    110 g   a-n-Butylamino-4-oxy-buttersäure-p-phenetidid    erhalten, die nach Umkristallisieren aus   Essigsäure-    äthylester den Schmelzpunkt   106     zeigen. Durch Zufügen der berechneten Menge Maleinsäure, gelöst in der doppelten Menge Äthylalkohol und Äther, bis zur Trübung wird das Maleinat der Base vom Schmelzpunkt 141-143  erhalten.



   In analoger Weise werden aus 150   g    a-Amino  A-oxy-buttersäure-p-phenetidid    und Isoamylbromid, 130 g   a-Isoamylamino-4-oxy-buttersäure-p-phenetidid    erhalten, die durch Lösen in In Salzsäure, Klären mit Kohle und Ausfällen mit Natronlauge gereinigt werden. Nach Umkristallisieren aus Essigsäureäthylester liegt der Schmelzpunkt bei   107-108 .    Schmelzpunkt des Maleinats   140-141 .   



   Beispiel 6    α-(Isoamylenyl-amino)-¯-oxy-buttersÏure-p-phenetidid   
100 g   α-Amino-¯-oxy-buttersÏure-p-phenetidid    werden mit 32 g   1-Brom-3-methyl-buten-(2)    und 57   cm3    Äthylalkohol über Nacht bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die Umsetzung erfolgt auch bei zweistündigem Erhitzen auf dem Dampfbad. Die erhaltene klare Lösung wird in 3-4 1 Wasser eingerührt. Das schnell erstarrende   Ol    wird nach Absaugen mit überschüssiger In Salzsäure behandelt, bis vollständige Lösung eingetreten ist. Nach Filtrieren, Ausfällen mit Ammoniak und Umkristallisieren des erhaltenen Niederschlages aus Essigsäureäthylester wird das   a-(Isoamylenyl-amino)-y5-oxy-buttersäure-    p-phenetidid vom Schmelzpunkt 128  erhalten.



  Schmelzpunkt des Hydrochlorids   73 .  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Buttersäureamiden, dadurch gekennzeichnet, dal3 man a-Amino--oxy-buttersäureamide der Formel EMI3.1 worin Ri Wasserstoff oder einen Alkylrest mit höch- stens 4 Kohlenstoffatomen und R2 einen gegebenenfalls durch Alkoxygruppen mit höchstens 4 Koh- lenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeuten, zwecks Substitution der a-Aminogruppe in Gegenwart von halogenwasserstoffbindenden Mitteln mit Halo genwasserstoffsäureestem gesättigter oder ungesättig- ter, aliphatischer oder araliphatischer Alkohole behandelt.
CH355138D 1956-01-28 1957-01-26 Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Buttersäureamiden CH355138A (de)

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