CH355180A - Sicherheitsschaltung für Steuer- und für Meldeleitungen, insbesondere für solche für den Seilbahnbetrieb - Google Patents

Sicherheitsschaltung für Steuer- und für Meldeleitungen, insbesondere für solche für den Seilbahnbetrieb

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CH355180A
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    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/08Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling electrically
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
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    • G08B29/02Monitoring continuously signalling or alarm systems
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Description


      Sicherheitsschaltung        für    Steuer- und     für        Meldeleitungen,     insbesondere für solche für den Seilbahnbetrieb    Sicherheitsschaltungen für Steuer- und Melde  leitungen werden für die verschiedensten Zwecke  verwendet, beispielsweise für den Bahn- oder Seil  bahnbetrieb,     insbesondere    auch im Betrieb von Ein  seilbahnen und Sessellifts, ferner für     Einbruchssiche-          rungs-    oder Feuermeldeanlagen.  



  Normalerweise bestehen solche Sicherheitsschal  tungen aus einem Ruhestrom-überwachungskreis mit  in diesem liegenden, bei Unterstrom abfallenden  Ruhestrom-Überwachungsrelais (Unterstromrelais)  und einer beliebigen Zahl von durch     Unterbrechung     wirkenden, auf dem Ruhestrom-Überwachungsstrom  kreis verteilten Sicherheitsschaltern, die entweder von  Hand oder selbsttätig geöffnet werden können.  



  Da eine solche Anordnung einerseits. nur bei  Stromunterbrechung oder genügend grosser Strom  schwächung anspricht und anderseits die Funktions  sicherheit einer solchen Schaltung durch Neben  schlüsse der Ruhestrom-Überwachungsleitung gefähr  det werden kann, ist man dazu übergegangen, ein  zweites Stromüberwachungsrelais als Überstromrelais  in den Stromkreis zu legen. Dieses zweite     Relais     spricht also auf Stromerhöhung an. Mittels eines  Strombegrenzungswiderstandes am Ende der Leitung  (Endwiderstand-) wird ein bestimmter Überwachungs  strom (Normalstrom) eingestellt.

   Durch einen paral  lel zum Endwiderstand erfolgenden Nebenschluss  (Fehlerwiderstand) zwischen beiden Leitungen     wird     der Gesamtwiderstand der Schleife verkleinert, so  dass der in den Relais fliessende Strom sich um den  Fehlerstrom erhöht. Unter Fehlerstrom wird in die  sem Fall die durch etwaige Ableitungen oder derglei  chen, unter Umständen auch     willkürlich    hervorge  rufene Stromerhöhung verstanden. Das Ansprechen  der Anordnung kann sowohl, wie soeben dargelegt,  durch Stromerhöhung, aber auch durch Stromschwä-    chung, also durch Stromänderung, allgemein Stö  rung genannt, beliebig ausgelöst werden.

   Unter- und  Überstromrelais wirken bei solchen Sicherheitsschal  tungen sekundärseitig auf einen Steuerstromkreis, der  die gewünschte Folgewirkung     hervorruft,    beispiels  weise den Seilbahnantrieb abschaltet. Die Relais  dienen ausserdem auch zur Signalgebung.  



  Bei konstanter Spannung der     Stromquelle    ist die  zum     Ansprechen    der Schaltung     erforderliche    Strom  schwächung bzw. Stromerhöhung (welche die An  sprechpunkte bestimmt) jeweils vom Abfallstrom  des Unterstromrelais bzw. vom Ansprechstrom des  Überstromrelais abhängig. Dabei ist zu berücksich  tigen, dass der Abfallstrom von handelsüblichen  Relais     allgemein    etwa bei 500/o des Anzugsstromes  liegt. Soll nun     eine    Sicherheitsschaltung den augen  blicklichen Zustand der Leitung, d. h. den Zustand  z. B.

    ungestört  bzw. den Zustand      gestört      anzeigen, ohne dass beim Einschalten der An  lage die Relais von Hand in die Normallage  gebracht zu werden brauchen, so muss der An  zugsstrom des Unterstromrelais etwas unter 1001/o  des Normalstromes sein, wobei sich ein Abfallstrom  etwa     501/o    des Normalstromes ergibt, während der  Ansprechstrom des Überstromrelais etwa 2000/o des  Normalstromes sein muss, damit das Überstromrelais  beim Verschwinden des Fehlerstromes wieder ab  fällt. Innerhalb dieses Bereiches kann die Sicherheits  schaltung nicht ansprechen.  



  Berücksichtigt man bei Auslegung einer solchen  Schaltung auch eventuelle Netzspannungsänderun  gen, so ist hierbei für das Unterstromrelais der un  tere und für das     überstromrelais    der obere Wert des  möglichen     Normalstromes    zu berücksichtigen. Die       Ansprechgrenzen    werden also entsprechend erweitert.      Um ein Wirkungsloswerden der in der Überwa  chungsschleife angeordneten Sicherheitsschalter durch  Fehlerwiderstände unbedingt zu verhindern,     gilt    also  die Forderung, dass ein Fehlerstrom, der gerade noch  nicht ausreicht, um das Unterstromrelais zu halten, zu  sammen mit dem über den Endwiderstand     fliessenden     Strom (Normalstrom) das Überstromrelais zum An  sprechen bringen muss.

   Diese Forderung bedingt, ins  besondere unter Berücksichtigung des unvermeid  lichen Innenwiderstandes der Schaltung und des Lei  tungswiderstandes, eine so grosse Einengung des Ar  beitsbereiches, dass sie mit den bisher bekannten  Sicherheitsschaltungen nicht verwirklicht werden kann.  So kann es bei bekannten Sicherheitsschaltungen bei  spielsweise vorkommen, dass die Sicherheitsschalter  z. B. durch Feuchtigkeitserdschluss wirkungslos wer  den, weil einerseits der Stromanstieg durch diesen  Nebenschluss zum Endwiderstand die obere Ansprech  grenze der Schaltung nicht erreicht, anderseits der  Stromfluss durch den Nebenschluss alleine aber so  stark ist, dass bei Betätigung eines Sicherheitsschal  ters das Unterstromrelais nicht abfallen kann.

   Werden  nun, um die Schaltung empfindlicher zu machen, die  Ansprechpunkte enger zusammengelegt, so verliert  die Schaltung die .erwünschte Eigenschaft, selbsttätig  wieder in die Normallage zurückzugehen, wenn die  Schleifenstörung abgeklungen ist. Ausserdem wird  die Schaltung bei Einengung der Ansprechpunkte  sehr von Spannungsschwankungen abhängig, und es  kann folglich vorkommen, dass die Relais ansprechen,  ohne dass eine Störung vorliegt. Dabei ergibt sich  als weiterer Nachteil, dass das Überstromrelais in  folge der Vorerregung immer ganz knapp vor dem  Anzug ist und bei Erschütterungen vollends zum An  zug     kommen    kann.  



  Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Ver  meidung dieser geschilderten Nachteile.  



  Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsschaltung  für Steuer- und Meldeleitungen, insbesondere solch  eine für den Seilbahnbetrieb, bei welcher am Ende  einer am Anfang     mittels    mindestens eines Empfangs  organs überwachten Ruhestromüberwachungsschleife  ein auf den Ansprechstrom der die Steuer- und Mel  defunktion übernehmenden Empfangseinrichtung ab  gestimmter Strombegrenzungswiderstand vorgesehen  ist, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass der nor  male Schleifenstrom höher als der Ansprechstrom der  Empfangseinrichtung ist, und dass ein unmittelbar  an die die Überwachungsschleife speisende Strom  quelle angeschlossener Kompensationsstromkreis vor  gesehen ist, der der vom normalen Schleifenstrom  bewirkten Erregung der Empfangseinrichtung bezüg  lich des Erregungssinnes entgegeneschaltet ist.  



  Eine besondere Ausbildungsform des Erfindungs  gegenstandes besteht darin, dass die Empfangsein  richtung ein Unter- und ein Überstromrelais enthält,  die je mit einer Wicklung für den Schleifenstrom und  einer zweiten Wicklung für den Kompensationsstrom  versehen sind.  



  Eine weitere Ausbildungsform des Erfindungs-    gegenstandes besteht darin, dass die Empfangsein  richtung ein polarisiertes Relais mit mittiger Ruhe  lage enthält, das mit einer Wicklung für den Schlei  fenstrom und einer zweiten Wicklung für den Kom  pensationsstrom versehen ist.  



  Gemäss einer weiteren Ausbildungsform des Er  findungsgegenstandes ist vorgesehen, dass der Kom  pensationsstromkreis und der Stromkreis der Strom  überwachungsschleife derart aufeinander abgestimmt  sind, dass beim Fliessen des normalen Schleifenstromes  die Erregung der Empfangseinrichtung durch den  Schleifenstrom mindestens teilweise durch die Erre  gung durch den Kompensationsstrom aufgehoben ist,  wobei jedoch die beiden Erregungen grösser sind als  die zum Ansprechen der Relais der Empfangsein  richtung erforderliche Erregung.  



  Ausführungsbeispiele der Sicherheitsschaltung  nach der Erfindung werden nachstehend anhand bei  liegender Zeichnungen erläutert.  



  Dabei wird als bekannt und gleichwertig voraus  gesetzt, dass die Stromspulen der Relais im Strom  kreis der Sicherheitsschleife auch durch Spannungs  spulen zwischen Überwachungsleitung und Rücklei  tung ersetzt werden können, wenn durch einen Vor  widerstand zwischen Stromquelle und Überwachungs  leitung dafür gesorgt wird, dass Stromänderungen  auch entsprechende Spannungsänderungen der über  wachungsleitung verursachen. Einem Stromanstieg  entspricht in diesem Falle ein Spannungsrückgang,  so dass bei dieser Schaltungsart das Unterstromrelais  dem Überspannungsrelais und das überstromrelais  dem Unterspannungsrelais entsprechen würde, wobei  sich hinsichtlich der Kompensationsschaltung keine  Änderung ergeben würde.  



  Es stellen dar:  Fig. 1 ein Prinzipschema einer bekannten Sicher  heitsschaltung. Zwecks besserer Übersichtlichkeit ist  nur ein Sicherheitsschalter am Ende der Leitung ein  gezeichnet,  Fig. 2 und 3 verschiedene Ausführungsformen  der erfindungsgemässen Sicherheitsschaltung.  



  In Fig. 1 bedeutet 1 die Überwachungsleitung  einer Sicherheitsschleife, in deren Überwachungs  strecke (Ruhestromschleife) eine Anzahl (in der  Zeichnung nicht dargestellter) Sicherheitsschalter,  z. B. Stützenschalter, angeordnet sein kann. Anstelle  der Anordnung der Rückleitung kann selbstverständ  lich, falls die Geländeverhältnisse es gestatten, auch  nur die Erdung bei 3 und 4     allein    vorgesehen sein.  5 stellt die den Überwachungsstromkreis speisende  Stromquelle, hier beispielsweise eine Batterie, dar.  Am Ende der Sicherheitsschleife sind ein Begren  zungswiderstand 6 und ein     Gegenstationsausschalter    7  vorgesehen. In die Überwachungsleitung 1 sind ein       Unterstromrelais    8 und ein     überstromrelais    9 ge  schaltet.

   Statt der gezeichneten Serienschaltung die  ser beiden Relais kann ebensogut eine Parallelschal  tung angewendet werden. Der Endwiderstand (Strom  begrenzungswiderstand) 6 ist auf den gewählten nor  malen     Schleifenstrom    abgestimmt.      Das Unterstromrelais 8 weist einen Kontakt 10  auf, der beim Abfallen des Relais 8 einen von Klem  men 11 und 12 abgegriffenen Steuerstromkreis 13  (beispielsweise für den Motorantrieb einer Seilbahn)  öffnet. Das Überstromrelais 9 besitzt einen Kontakt  14, der beim Ansprechen des Relais 9 den Strom  kreis 13 öffnet.

   Die Wirkungsweise dieser bekannten  Schaltung ist folgende:  Wird beispielsweise durch Seilabfall an einer  Stützenrolle einer der in der Figur nicht dargestell  ten Stützenausschalter betätigt, oder wird der an der  Gegenstation befindliche Ausschalter 7 betätigt, oder  wird durch eine äussere Störung die Leitung 1 oder  einer ihrer Erdableiter zu 3 oder 4 unterbrochen, so  wird das Unterstromrelais 8 stromlos und der Kon  takt 10 öffnet den Stromkreis 13, wodurch der  Motorantrieb selbsttätig abgestellt wird. Der Strom  kreis 13 bleibt dann so lange unterbrochen, bis der  Stromkreis der Leitungen 1, 2 bzw. 1, 3, 4 wiederge  schlossen ist, was nur nach Behebung der Störung  möglich ist.  



  Wird nun beispielsweise durch einen verhältnis  mässig niederohmigen Nebenschluss, der in Fig. 1       symbolisch    durch einen Widerstand 15 dargestellt  ist, ein Schluss zwischen der Leitung 1 und der Lei  tung 2 bzw. der Leitung 1 und Erde erzeugt, was  beispielsweise absichtlich zwecks Abstellung des An  triebes oder unbeabsichtigt durch Unfug, Zusam  menschlagen von     Freileitungen    infolge Sturm, Feuch  tigkeit usw. ausgelöst werden kann, so erhöht sich  der in der     Überwachungsleitung    1 fliessende, durch  den Endwiderstand 6 grössenordnungsmässig be  grenzte Überwachungsstrom und damit der durch  die Wicklung des Überstromrelais 9 fliessende Strom,  so dass gegebenenfalls das Überstromrelais anzieht  und den Motorantrieb abstellt.  



  Bei dieser bekannten Anordnung kann es nun  vorkommen, dass einerseits der Nebenschluss keine  so grosse Stromerhöhung verursacht, um ein Anzie  hen des Überstromrelais zu bewirken, wobei aber  anderseits dieser Strom über den Nebenschluss allein  schon stark genug sein kann, um bei einer nach dem  Nebenschluss erfolgenden Leitungsunterbrechung das  Unterstromrelais am Abfall zu hindern. In diesem  Falle werden alle nach dem Nebenschluss liegenden  Sicherheitsschalter wirkungslos.  



  Anderseits kann der Fall eintreten, dass einerseits  durch einen äusseren Störeinfluss zwar der Wider  stand der Sicherheitsschleife so weit     verringert    wird,  dass das überstromrelais ansprechen müsste, dass aber  anderseits infolge Rückganges der angelegten Netz  spannung oder infolge Erhöhung des Leitungswider  standes der zum Anzug des Überstromrelais nötige  Stromanstieg nicht zustande kommt. Dies bedeutet,  dass die Anlage also nicht die Empfindlichkeit hat,  die mit Rücksicht auf eine einwandfreie Betriebs  überwachung erforderlich ist.

   Verursacht wird     diese     geringe Empfindlichkeit unter anderem durch die  Eigenschaft handelsüblicher Relais, erst bei der  Hälfte desjenigen Stromes wieder abzufallen, der    zum Anzug erforderlich ist, und weiterhin durch  die zu stellende Forderung, dass nach einer Störung  die Sicherheitsschaltung wieder in die Normalstel  lung zurückgehen soll, sobald sich der normale  Schleifenstrom wieder einstellt. Dies ist mit Rück  sicht auf verschiedene. Steuertätigkeiten und einen  ungestörten automatischen Seilbahnbetrieb Bedin  gung. Um eine zuverlässige Funktion der Sicherheits  schalter zu gewährleisten, muss, wie bereits erwähnt,  ein Fehlerstrom, der das Unterstromrelais mit Sicher  heit noch nicht halten kann,     zusammen    mit dem  Normalstrom schon das Überstromrelais zum An  sprechen bringen.

   Diese Ansprechgrenzen liegen so  eng beisammen, dass sie mit bekannten Schaltungen  nicht erreicht werden können.  



  Diese Aufgabe kann dadurch gelöst werden, dass  der resultierende Erregungszustand der     Relais    von  der Spannung der Stromquelle unabhängig gemacht  wird und für die Relaiserregung nur die Änderung  des Schleifenstromes zur Wirkung kommt, indem  durch eine Kompensationswicklung die vom norma  len Schleifenstrom hervorgerufene Relaiserregung  infolge Gegenerregung aufgehoben wird, wobei Er  regung und Gegenerregung ein Vielfaches der An  sprech- bzw.

   Abfallerregung der Relais     sind.    Erhal  ten ausserdem die     Überwachungsleitung    und die Kom  pensationswicklung ihren Strom aus derselben Strom  quelle, so ändert sich bei Spannungsänderungen die  ser Stromquelle der Schleifenstrom und der Kompen  sationsstrom gleichermassen, so dass derartige Span  nungsänderungen bei     Normalstrom    keinen Einfluss  haben. Der Kompensationsstromkreis kann folglich  als konstant betrachtet werden. Hingegen ist der  Strom im     Schleifenstromkreis    von äusseren Einflüs  sen abhängig, so dass die resultierende Relaiserre  gung ausschliesslich vom     Schleifenstrom    bestimmt  wird, der wiederum vom     Schleifenwiderstand    ab  hängig ist.

   Spannungsänderungen wirken sich     also     nur auf die im Relais herrschende resultierende Er  regung aus. Ist diese bei Normalstrom gleich null,  dann ist sie ohne Einfluss, da ja die Relaiserregung  ebenfalls gleich null und somit das Relais abge  fallen ist.  



  In     Fig.    2 ist eine     Ausführungsform        mit        einem     polarisierten Relais mit     mittiger    Ruhelage und einer  rechten und einer linken     Arbeitsstellung    des An  kers dargestellt. Wird der     Strom    in der Leitung 17  unterbrochen, so bewegt sich der Relaisanker 19  in seine eine Arbeitsstellung; nach dem     gewählten     Ausführungsbeispiel ist es diejenige Arbeitsstellung,       in    der der Kontakt 20 geschlossen ist, wodurch das  Relais 23 erregt     wird    und dessen Kontakt 23' den  Steuerstromkreis 13 unterbricht.

   Wird anderseits  durch eine von aussen     kommende    Störung 15 der  Strom     in    der Leitung 17 erhöht, so bewegt sich der  Kontakt 19 zum Kontakt 21, wodurch über das  Relais 23 ebenfalls eine Unterbrechung des Steuer  stromkreises hervorgerufen wird.  



  Es ist aus der in     Fig.    2 gegebenen Darstellung  ohne weiteres ersichtlich, dass eine Spannungsschwan-      kung der Stromquelle 5 sich nicht nur der Relais  wicklung 22, sondern auch der Kompensationswick  lung 24     mitteilt.    Da der Wicklungssinn der Kom  pensationswicklung 24 entgegengesetzt demjenigen  der     Funktionswicklung    22 gerichtet und somit bei  Normalstrom die resultierende Erregung null ist,  wirkt sich eine Spannungsschwankung bei unge  störtem Schleifenstromkreis auch nicht aus.  



  Infolge der neuartigen Wahl des Verhältnisses  der kompensierten Grunderregung des Relais zu  dessen Ansprecherregung ergibt sich die Möglich  keit, die Ansprechpunkte der Schaltung in bezug auf  den Schleifenstrom praktisch beliebig eng zu legen.  



  Eine weitere Ausführungsform zeigt Fig. 3. Hier  sind in die Überwachungsleitung 26 zwei Relais 27  und 28 einbezogen, die ausser den eigentlichen  Schleifenwicklungen 29 und 30 zusätzliche Kom  pensationswicklungen 31 und 32 aufweisen. Die  Kompensationswicklungen 31 und 32 sind wiederum  unmittelbar an die Stromquelle 5 geschaltet, wobei  in den Kompensationskreisen Anpassungswiderstände  33 und 34 vorgesehen sind. Die beiden kompensier  ten Relais 27 und 28 sind gegeneinander so abge  stimmt, dass das eine als Unterstromrelais und das  andere als Überstromrelais wirkt. Ihre Kontakte 10  und 14 sind in ähnlicher Weise wie bei der in Fig. 1  dargestellten Schaltung in einen Steuerstromkreis 13  gelegt, der bei Öffnung die Ausschaltung des Motor  stromkreises bewirkt.  



  Durch diese Wahl des Verhältnisses der kom  pensierten Grunderregung der Relais zu deren An  sprecherregung wird also hier ebenso wie bei der  Ausführungsform nach Fig. 2 der zum Ansprechen  des urikompensierten Relais     erforderliche    Strom als  beliebiger Teil des Schleifenstromes festgelegt und die  damit auftretende vielfache Übererregung des Relais  durch die Kompensationserregung aufgehoben. Die  Wirkungsweise der Anordnung nach Fig. 3 ist also  im wesentlichen dieselbe wie diejenige der in Fig. 2  dargestellten Schaltung, mit dem     Unterschied,    dass  anstelle eines einzigen Relais mit mittiger Ruhelage  des Ankers hier zwei getrennte Relais zur Anwen  dung kommen.  



  Eine wichtige Anwendungsform ergibt sich bei  den soeben beschriebenen Ausführungsformen nach  Fig. 2 und 3 dadurch, dass polarisierte Relais verwen  det werden. Diese weitere Ausbildung ist darin er  kennbar, dass bei der Schaltung nach Fig. 3 beide  oder     eines    der beiden polarisierten Relais durch die  Kompensationswicklung über- bzw. untererregt wird.  Nach dem     Ausführungsbeispiel    kommt das Über  stromrelais bei Auftreten eines Überstromes in der  Aussenleitung 26 zum Abfall; das Unterstromrelais  ist durch die Kompensationswicklung untererregt, so  dass es bei Normalstrom angezogen hat und bei Un  terstrom in der Aussenleitung abfällt.

   Bei jedesmali  ger Inbetriebnahme einer solchen Schaltung ziehen  beide Relais an, so dass also ein Nichtfunktionieren  der Anlage schon bei der Inbetriebnahme sofort be  merkt     werden    kann.    Die Erfindung wurde im Zuge der bisherigen Be  schreibung der gezeichneten Ausführungsbeispiele in  der Form erläutert, dass bei Auslösung .eines in der       Überwachungsschleife    befindlichen Sicherheitsschal  ters eine Stromunterbrechung in der Überwachungs  schleife eintritt, die ihrerseits die Sicherheitsschaltung  auslöst. Selbstverständlich umfasst die Erfindung auch  eine Sicherheitsschaltung, bei welcher die Auslösung  der Sicherheitsschaltung durch eine auf andere Weise  bewirkte Stromerniedrigung erfolgt.

   Dies kann bei  spielsweise durch handbetätigte oder selbsttätig wir  kende Sicherheitsschalter erfolgen, die in der Ruhe  lage einen in die Schleifenleitung geschalteten Wider  stand überbrücken.  



  Die Anordnung kann so getroffen sein, dass die  Relais durch den Schleifenstrom wesentlich über  erregt werden, wobei diese Übererregung durch den  Strom in der Kompensationswicklung ungefähr wie  der aufgehoben wird. Bei Normalstrom sind also  die Relais nahezu urierregt bzw. bei Verwendung  polarisierter Relais sogar noch gegenerregt. Durch  eine beliebig vielfache, beispielsweise n-fache, wie  derum kompensierte Übererregung kann nun die volle  Anzugserregung der Relais mit einer dem n-ten Teil  des Schleifenstromes entsprechenden Stromänderung  erreicht werden.  



  Für das Unterstromrelais gelten die gleichen  Überlegungen wie mit bezug auf das Überstromrelais  hinsichtlich der Abfallerregung. Daraus ergibt sich  ein ganz besonderer Vorteil der neuen Schaltung ge  genüber den bisher bekannten Sicherheitsschaltungen.  Während nämlich bei den bekannten Sicherheits  schaltungen die Abfallerregung des Unterstromrelais  500/o des Schleifenstromes ist und die Anzugserre  gung des Überstromrelais 200% des Schleifenstromes  beträgt, wird bei der neuen Schaltung bei beispiels  weise 10facher Übererregung und Kompensation  die Abfallerregung 950/o und die Anzugserregung  110% des normalen Schleifenstromes. Infolgedessen  kann der Bereich der     Ansprechpunkte    weiter ge  wählt werden.

   Es bleibt also genügend Spielraum,  um auch Spannungsschwankungen und Relaistoleran  zen in diesem Bereich unterbringen zu können, die  sich infolge der Kompensation nur geringfügig aus  wirken, da sie entsprechend der gewählten Kompen  sation, bezogen auf den     Schleifenstrom,    nur mit dem  beispielsweise     n-ten    Teil zur Wirkung kommen.  



  Diese beschriebene Neuerung stellt also gegen  über den bisher bekannten Sicherheitsschaltungen  nicht nur insoweit einen erheblichen     Fortschritt    dar,  als es praktisch erstmalig möglich ist, eine wirklich  zuverlässig arbeitende Sicherheitsschaltung herzustel  len, sondern sie gestattet vor allem auch eine belie  big weite Wahl der     Ansprechpunkte    mit handelsübli  chen     Relais,    da die Relaistoleranzen mit bezug auf  die zu fordernden     Ansprechpunkte    sich praktisch  nicht auswirken. Dadurch lassen sich erhebliche  Kosteneinsparungen erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Sicherheitsschaltung für Steuer- und Meldelei tungen, insbesondere solche für den Seilbahnbetrieb, bei welcher am Ende einer am Anfang mittels min destens eines Empfangsorgans überwachten Ruhe stromüberwachungsschleife ein auf den Ansprech strom der die Steuer- und Meldefunktion überneh menden Empfangseinrichtung abgestimmter Strom begrenzungswiderstand vorgesehen ist, dadurch ge kennzeichnet, dass der normale Schleifenstrom höher als der Ansprechstrom der Empfangseinrichtung ist, und dass ein unmittelbar an die die Überwachungs schleife speisende Stromquelle angeschlossener Kom pensationsstromkreis vorgesehen ist, der der vom normalen Schleifenstrom bewirkten Erregung der Empfangseinrichtung bezüglich des Erregungssinnes entgegengeschaltet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Empfangseinrichtung ein Unter- und ein Überstromrelais (27, 28) enthält, die je mit einer Wicklung für den Schleifenstrom und einer zweiten Wicklung für den Kompensationsstrom versehen sind. 2. Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Empfangseinrichtung ein po- larisiertes Relais mit mittiger Ruhelage enthält, das mit einer Wicklung für den Schleifenstrom und einer zweiten Wicklung für den Kompensationsstrom ver sehen ist. 3.
    Schaltung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kompensationsstromkreis und der Stromkreis der Stromüberwachungsschleife derart aufeinander abgestimmt sind, dass beim Fliessen des normalen Schleifenstromes die Erregung der Relais der Empfangseinrichtung durch den Schleifenstrom mindestens teilweise durch die Erregung durch den Kompensationsstrom aufgehoben ist, wobei jedoch die beiden Erregungen grösser sind als die zum Ansprechen der Relais der Empfangseinrichtung erforderliche Erregung. 4. Schaltung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifen- und die Kompensationswicklung ver schiedene Windungszahlen aufweisen. 5.
    Schaltung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Kompensationsstrom im Ver hältnis zum Schleifenstrom derart bemessen ist, dass das Überstromrelais und das Unterstromrelais bei Normalstrom ihre Arbeitsstellung einnehmen, und dass das Unterstromrelais bei Unterstrom und das Überstromrelais bei Überstrom seine Ruhelage ein nimmt.
CH355180D 1955-03-29 1956-03-28 Sicherheitsschaltung für Steuer- und für Meldeleitungen, insbesondere für solche für den Seilbahnbetrieb CH355180A (de)

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