CH355211A - Explosionsschutzvorrichtung an elektrischen Apparaten, die ein flüssiges Isolationsmedium enthalten - Google Patents
Explosionsschutzvorrichtung an elektrischen Apparaten, die ein flüssiges Isolationsmedium enthaltenInfo
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Description
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Explosionsschutzvorrichtung an elektrischen Apparaten, die ein flüssiges Isolationsmedium enthalten Es ist bekannt, dass bei einem Isolationsdefekt eines Transformators oder eines Messwandlers an der Fehlerstelle eine Gasentwicklung auftritt, und zwar infolge einer örtlichen Zerstörung der Isolierstoffe durch überhitzung oder Glimmentladungen.
Von dieser Gasentwicklung wird in der allgemein bekannten Buchholz-Schutzvorrichtung zur Schadenanzeige Gebrauch gemacht. Diese Vorrichtung setzt jedoch voraus, dass die Stelle, an der das entwickelte Gas gesammelt wird, auf Erdpotential ist, damit der durch den Schwimmer des Relais betätigte Schalter zur Kontaktgabe direkt verwendet werden kann.
Bei elektrischen Apparaten für Hochspannung, wie z. B. Messwandler, die ein flüssiges Isolationsmedium enthalten, befindet sich die Stelle des höchsten COlniveaus, wo allein die aufsteigenden Gase gesammelt werden können, auf Leitungspotential entsprechend der Spannung der angeschlossenen Leitung. Diese Stelle kommt daher zur Unterbringung von elektrischen, in Verbindung mit einem Niederspannungs-Signalapparat dienenden Mitteln nicht in Frage, da diese auf Erdpotential stehen.
Die Erfindung bezweckt deshalb, eine für elektrische Apparate der oben genannten Art bestimmte Explosionsschutzvorrichtung zu schaffen, bei der die Schwierigkeiten überwunden sind, welche sich aus den Potentialverhältnissen dieser Apparate ergeben.
Demgemäss betrifft die Erfindung eine Explosionsschutzvorrichtung an mit flüssigen Isoliermitteln gefüllten Hochspannungsgeräten, wie z. B. Mess- wandler oder dergleichen mit einem auf einem Isolator sitzenden Ausdehnungsgefäss, in welchem eine Gasauffangkammer vorgesehen ist.
Diese Explosionsschutzvorrichtung kennzeichnet sich dadurch, dass in der Gasauffangkammer gasdruckabhängige Steuermittel vorhanden sind und eine Fallkugel aus Isolier- material und ein ebenfalls aus Isoliermaterial bestehendes Führungsrohr vorgesehen sind, welch letzteres von dieser Gasauffangkammer bis unterhalb des genannten Isolators reicht und im Falle einer Gasentwicklung im Wandler oder dergleichen von der durch die Steuermittel befreiten Fallkugel ein Schalter betätigt wird, der den Stromkreis einer an das Nieder- spannungsnetz auf Erdpotential angeschlossenen Alarmeinrichtung schliesst.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Explosionsschutzvorrichtung nach der ersten Ausführungsform in Anwendung an einem Hochspannungswandler, von dem nur ein Ausschnitt gezeigt ist, und Fig. 2 zeigt, in ähnlicher Weise, die Explosionsschutzvorrichtung nach der zweiten Ausführungsform. In Fig. 1 ist 10 der geerdete Kessel eines Hoch- spannungswandlers, 11 der darauf montierte, mit einem flüssigen Isoliermittel gefüllte, hohle Isolator und 12 das auf diesem letzteren sitzende Ausdehnungsgefäss.
In diesem Ausdehnungsgefäss 12 ist eine Gasauffangkammer 13 vorgesehen, in der ein Schwimmer mit einem um eine horizontale Achse schwenkbaren Tragarm 14 angeordnet ist. Der Wandler ist, wie üblich, bis über die Gasauffangkammer hinauf mit Öl gefüllt.
Der Schwimmerarm 14 nimmt dabei eine Schräglage ein, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Auf diesem Arm liegt eine Fallkugel 15 aus Glas oder dergleichen, die von einem Anschlagteil 14a aufgehalten wird. Der Tragarm 14 ist mit einer Öffnung 14b versehen, unterhalb welcher sich die trichterförmige Mündung eines Führungsrohres 16 befindet, das sich bis zu einem unterhalb des Isolators 11 im Kessel 10 vorgesehenen Quecksilberschalter 17 er-
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streckt, der den Stromkreis einer hier nicht gezeigten, an das Niederspannungsnetz angeschlossenen Alarm- einrichtung beherrscht.
Dieser Quecksilberschalter 17 weist einen Kipparm auf, der mit einem unter dem unteren Ende des Führungsrohres 16 sich befindenden Auffangteil 17a versehen ist.
Wenn ein Isolationsdefekt vorhanden ist und eine Gasentwicklung stattfindet, sammeln sich die aufsteigenden Gase in der Gasauffangkammer 13. Dies hat zur Folge, dass sich das Ölniveau in derselben senkt und der Schwimmer dadurch so verschwenkt wird, dass die Fallkugel 15 durch die Öffnung 14b hindurch in das Führungsrohr 16 fällt und auf den Auffangteil 17a des Quecksilberschalters 17 auftrifft, der dadurch zwecks Auslösung der Signaleinrichtung in seine Schliesslage übergeführt wird. Die Fallkugel 15 selbst rollt in einen schräg in der Wandung des Kessels 10 angeordneten Rohrstutzen 18, dessen Aussenende mittels eines Schauglases 18a abgeschlossen ist.
In Fig.2 ist die Gasauffangkammer von einer Glocke 20 gebildet, an deren Boden ein in den oberen Endteil des Fallrohres 21 greifender Sperrstift 22 befestigt ist. Das Fallrohr 21 besitzt eine seitliche Ausbuchtung 21a, in der die darin liegende Fallkugel 15 vom unteren Endteil des Sperrstiftes 22 gehalten wird. Bei einer Gasentwicklung im Wandler entweichen die Gase in die von der Glocke 20 gebildete Gasauffang- kammer, wodurch diese Glocke und mit ihr der Sperrstift 22 leicht angehoben wird, was zur Folge hat, dass die Fallkugel 15 befreit wird und in ähnlicher Weise, wie oben erläutert, den Quecksilber-Kippschalter 23 betätigt.
Zur Erhöhung der Isolierdistanz zwischen den auf Hochspannungs- und den auf Niederspannungspotential befindlichen Teilen oder um Apparateteile im Isolator zu umgehen, kann das Führungsrohr 16 bzw. 21 gebogen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Explosionsschutzvorrichtung an elektrischen Hochspannungsapparaten, die ein flüssiges Isolationsmedium enthalten und mit einem auf einem Isolator sitzenden, an Hochspannung liegenden Ausdehnungsgefäss versehen sind, in welchem eine Gasauffang- kammer vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Gasauffangkammer gasdruckabhängige Steuermittel vorhanden sind und eine Fallkugel aus Isoliermaterial und ein ebenfalls aus Isoliermaterial bestehendes Führungsrohr vorgesehen sind, welch letzteres von dieser Gasauffangkammer bis unterhalb des genannten Isolators reicht und im Falle einer Gasentwicklung im Apparat von der durch die Steuermittel befreiten Fallkugel ein Schalter betätigt wird,der den Stromkreis einer an das Niederspannungsnetz auf Erdpotential angeschlossenen Alarmeinrichtung schliesst. UNTERANSPRÜCHE 1. Explosionsschutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsrohr für die Fallkugel gebogen ist. 2. Explosionsschutzvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Schalter ein Quecksilber-Kippschalter ist, der einen unterhalb des unteren Endes des Führungsrohres befindlichen Auffangteil aufweist. 3.Explosionsschutzvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wandung des Wandlerkessels ein schräger, an seinem Aussenende mit einem Schauglas versehener Rohrstutzen vorgesehen ist, in den der Auffangteil des Kippschalters die Fallkugel rollen lässt, wenn der Kippschalter durch diese letztere betätigt wird, wodurch ein Funktionieren der Schutzvorrichtung von aussen sichtbar gemacht wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH355211T | 1957-12-21 |
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| CH355211D CH355211A (de) | 1957-12-21 | 1957-12-21 | Explosionsschutzvorrichtung an elektrischen Apparaten, die ein flüssiges Isolationsmedium enthalten |
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